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Thread: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme haben)

Eröffnet am: 06.03.2006 10:40
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Von:    himitsu 09.09.2013 10:27
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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AreAAnimA:
> Das schöne ist ja hier,
Und mann wird hier nicht so stark von Fake-Account oder Bots angemacht.

Vor 'ner Weile haben Mexxler auch 'nen Versuch gestartet und haben www.otaku-flirt.com erstellt.




Kummer?
Nee, ich heule heute mal nicht rum.
Nur eine Erkenntnis:
Als "alter" und unhübscher/ungeiler Kerl hat man geringere Chancen,
auch wenn man in den Suchanzeigen fast immer was von "Alter und Aussehn egal" liest.

Nehmt das einfach nicht zu persönlich, denn viele sind einfach nur doof und haben teilweise extrem übertriebene Vorstellungen, was das Aussehen angeht.
Am Ende ist das Aussehn nunmal der Erste, was man vom Anderen sieht. Da kann mir keiner sagen, daß es ihn/sie nicht interessiert, wenn Quasimodo vor einem steht. (nicht der Hübsche aus dem Disneyfilm)

Und angeblich soll es ja irgendwo jemanden geben, für den/die man die schönste Person der Welt sein soll.
(ja, Liebe macht blind)
Anfrage: "Suche TOFU Light und zahle dafür gerne 25 KT"
TOFU Light inkl. Ein KT mehr am Tag = rund 30,4 KT im Monat, welche man zusätzlich bekommt
= "Suche TOFU Light für umsonst und will von dir auch noch über 5 KT geschenkt bekommen"
Zuletzt geändert: 09.09.2013 11:25:54



Von:    Ikeuchi_Aya 09.09.2013 22:26
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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So, nach zwei Jahren muss ich mal was loswerden...

Inzwischen stecke ich im zweiten Lehrjahr, Ausbildung Gesundheits- und Krankenpflege (oder zu guter Deutsch: Krankenschwester).
Soweit so gut, durchziehen werde ich's auf jeden Fall, die Arbeit selbst macht mir Spaß und ich überlege mir hier und da schon ein paar Optionen für hinterher...

Problem für mich sind zwei Dinge:

1.) Ich merke immer wieder, dass ich kein Praktischer Prüfungsmensch bin.
Das ist für mich Horror. Ich kann schriftliche Prüfungen schreiben, ich kann mündliche Prüfungen abhalten, super Referate halten und und und... aber praktisch bin ich eine Niete.
Ich vergesse die wesentlichsten Sache, stelle mich wie ein blutiger Anfänger an - und das habe ich dann natürlich auch in der (unwichtigen, da nicht zählenden) Zwischenprüfung gemerkt.

2.) Und das ist dann eher mit 1. verknüpft bzw. resultiert wohl 1. daraus - Ich habe absolut kein Selbstvertrauen mehr in meine Fähigkeiten.
Das war bis Dezember anders. Kann sein, dass ich da etwas ZU optimistisch war, aber das war hundert mal besser als das jetzt.

Kleiner Exkurs ->
Hatte von Oktober-Dezember letzten Jahres einen 8wöchigen Einsatz auf einer Station im Krankenhaus.
Leider zog ich mal wieder die A*karte in Sachen Mentor/Praxisanleiter und bekam eine von Schlag "Ich-hab-die-Nase-oben" und "Wenn-mir-wer-nicht-passt-zick-ich-rum" (leider wirklich so - sowohl gegenüber Personal als auch Patienten... untragbar!!)
Ich lasse mich nicht von solchen Leuten fertig machen, aber ihre ständige wirklich unnötige Fehlersucherei (wo keiner ist, wird sich dennoch einer finden müssen!), ihre Launenhaftigkeit und bissige Art anderen Leuten Kritik zu geben ("Wie wär's denn, wenn du mal dein Hirn einschalten würdest?" oder "Boah, so geht das mal überhauuuuupt nicht! Das ist ja totaaaal... und überhaupt machst du STÄNDIG ... So wird das NIE was" - Entgegen aller Gesprächsregeln - ehrlich!) und reine Mutwilligkeit bei Leistungsscheinvergabe* haben mich letzten Endes doch tatsächlich dazu gebracht, dass ich seit dem das Gefühl entwickelt habe, nichts mehr zu können...
Gratulation.

Nun kommen die ultimativen Fragen:

1.) Wie kann ich generell besser mit praktischen Prüfungen umgehen?
Die Leistungsscheinprüfungen helfen mir überhaupt nicht als Übung. Das ständige "Mantra"-Reden von "Du schaffst das. Du kannst das. Du hast das bis jetzt immer geschafft." etc. bringen nichts.
Sobald ich weiß, dass ich eine solche wichtige Prüfung vor mir habe, ziehe ich eine Woche vorher bereits eine Fresse wie 7-Tage-Regenwetter und krieg die Krise. Ich weiß nicht, wie ich aus diesen Sumpf rauskommen soll...
Oder ich bekomme, wenn ich denn sicher auftrete, wieder so eine Niete als Prüfer, der nicht an Leistung misst, sondern dir generell die schlechteren Noten gibt, weil er dich ja als solcher Mensch einschätzt, der dann ja erst recht loslegen will... wie war das noch mal? Gute Leistung - gute Note? Schlechte Leistung - schlechte Note? Ist für mich auch keine Aussicht, die mich da optimistisch zu Prüfungen stimmt...

2.) Wie kriege ich in der Hinsicht bitte mein Selbstbewusstsein wieder aufgebaut?
Ja, es hilft, wenn ich sehe, dass ich Dinge kann und höre, dass ich sie gut mache - aber wenn ich dann genauso wieder weiß, wo es überall hapert... Ja, auf der einen Seite sind wir Auszubildende und müssen alles erst noch lernen. Aber dann heißt es wieder, dass ich's nach einer Erklärung am nächsten Tag zu können habe. Und das bitte nahezu perfekt!
Dass wir nach den Einsätzen nur absolut subjektive Zeugnisse kriegen, die nicht ansatzweise dem eigentlichen Leistungsstand entsprechen, ist natürlich auch ungemein hilfreich. (Einsatz 01: Durchschnitt 1,0. Einsatz 02: Durchschnitt 3,0 trotz ehrlich GLEICHER Arbeitsintensität, Achten auf Standards, etc. ... wtf.)

Ich bin kein Pessimist, sondern Realist. Mache Dinge nicht schlimmer als sie sind oder jammere groß rum - aber in der Hinsicht ist mir einfach nur noch nach Jammern zumute.
Die Schule bzw. die Lehrer, die noch so große Töne zu Beginn spuckten, interessieren sich kein Stück für dich und deine Probleme. Wirst nicht ernstgenommen und als 25jähriger wie 12 behandelt. Fachliche Kompetenz kaum bis gar nicht vorhanden. Praxisanleiter auf den Stationen entweder sehr subjektiv oder leider nie da, wenn man mal einen guten hätte. Auszubildenenvertretung für Belange der Azubis? Sitzen nur da, damit sie später sicher übernommen werden. Nur ein paar Fakten, die wir alle aus der Klasse so erleben durften und immer noch erleben. Und nun kann man sich auch denken, warum ich lieber hier eine Anlaufstelle suche als direkt in meinem Betrieb/meiner Schule... Gespräche verschiedener Art hatte ich nämlich bereits gesucht und die Erfolgsquote war... gering, um es milde auszudrücken...

Mir ist natürlich klar, dass ihr mich hier nicht kennt und das nur eine Seite ist, die ich halt zu beschreiben habe. ^^; Deswegen bei Fragen bitte fragen~
Kann ja auch sein, dass ich jetzt irgendetwas wichtiges vergessen habe zu erwähnen.


* Wir müssen Leistungskontrollen in bestimmten Bereichen absolvieren, z.B. Insulinspritzen geben; mir wurde der Leistungsschein nicht mit einer logischen Begründung wie "Das und das war noch nicht richtig, da wirkst du nicht sicher!" oder "Das war fachlich nicht tragbar!" verweigert, sondern mit einem "Ja, du kannst das ja nicht so wie wir (die mind. 5 Jahre im Job sind)" -> Warum ich dagegen nicht schon Einspruch erhoben habe? Erfordert einen neuen 10 Seiten Text - kurzum: letzter Tag, bes* Arbeitstag mit stundendauernden Notfall und somit 8h Leistungsscheinprüfung, die eigentlich nur maximal ne Stunde dauert...)
...~ If you're up high, all the stuff which is confusing suddenly becomes crystal clear ~...
-- One Liter of Tears ~ Aya's Diary auf Deutsch! --



Von:    griev0us 09.09.2013 23:02
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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>Leider zog ich mal wieder die A*karte in Sachen Mentor/Praxisanleiter und bekam eine von Schlag "Ich-hab-die-Nase-oben" und "Wenn-mir-wer-nicht-passt-zick-ich-rum" (leider wirklich so - sowohl gegenüber Personal als auch Patienten... untragbar!!)

Sowas hatte ich auch mal, nur war es bei mir der Chefarzt der mich blöd angemacht hat.
Ich bin dann einfach aussem OP abgehauen und hab auf ihn in der umkleide gewartet und meinte, dass er mit mir nicht so reden könne.
Als er dann meinte er hätte kein bedarf mit mir zu sprechen,
hab ich ihn angezischt mit "dann eben nicht" und hab ihm die Tür vor der Nase zugeschlagen.
Ich glaube man konnte 14 Tage die Luft schneiden wenn wir in einem Saal waren. Irgendwann ist er dann auf mich zu gekommen und meinte ich würde gute Arbeit leisten.
Danach war zumnd. sowas wie gegenseitige Achtung vorhanden. Wenn man sich ungerecht behandelt fühlt, dann sollte man sich für sich einsetzen und den seinen Standpunkt "deutlich" machen.
Man muss sich einfach trauen, sich auch mal zu zeigen. Nur Loser brauchen aufgesetztes Verhalten wie Hochnäsigkeit, Machotum etc..
cool~
Zuletzt geändert: 10.09.2013 00:58:33



Von:    Kunoichi 10.09.2013 01:05
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Ikeuchi_Aya:

Als ich deinen Eintrag gelesen habe, habe ich sofort ganz ganz viel von mir selbst wiedergefunden und deshalb antworte ich dir auch einfach mal. Ich verstehe dich gut!
Vorweg: Ich hab die Ausbildung auch gemacht und ich hab sie seit März hinter mir und arbeite auch jetzt im Krankenhaus.

Als ich im 2. Lehrjahr war, da ging es mir ganz genauso wie dir. Ich kann jedes Wort unterschreiben. Dieses "Tief" ist an meiner Schule sogar bekannt gewesen und trifft in der Hälfte der Ausbildung sehr viele Leute. Das liegt wohl daran, dass man schon viel kann, aber immer wieder merkt, dass es halt einfach noch nicht reicht und man doch noch nicht gut genug ist / so gut ist, wie man gerne wäre. Schließlich will man auf Station eine gute Hilfe sein und auch eigene Verantwortung tragen und vor allem (und so war es bei mir, denn ich bin sehr perfektionistisch) möchte man sich auch selbst was beweisen. Ich hatte ganz oft mit meiner eigenen Unzulänglichkeit zu kämpfen und habe an mir so sehr gezweifelt, dass ich wirklich überlegt hab, ob der Beruf überhaupt was für mich ist. Dass ich gerade zu dem Zeitpunkt einen sehr jungen, unerfahrenen Praxisanleiter hatte, machte die Sache nicht besser. Denn er war zwar lieb, hat aber zu viel verlangt und ich hatte nicht den Mumm zu sagen, dass mir das alles zu viel wird und ich noch nicht soweit bin. Dementsprechend viele Fehler habe ich mir geleistet und mit jedem weiteren Fehler wurde ich nervöser und kopfloser und so hat am Ende auch meine Note für diesen Einsatz drunter gelitten. Ich hatte zum Glück eine sehr gute Schule und habe auch Gespräche mit Lehrern darüber geführt, aber es war egal, wie viel Mut die mir zugesprochen haben, ich war wirklich verzweifelt... Und dann kam ich in den nächsten Einsatz und hatte eine wirklich tolle, erfahrene, ältere Anleiterin mit der ich über mein Problem geredet habe und sie mich Stück für Stück dahin gebracht, wo ich sein sollte. Ganz ohne Druck. Das hat mein Selbstbewusstsein aufgebaut und plötzlich legte sich ein Schalter um (Anfang des 3. Lehrjahrs) und alles lief wie am Schnürchen.
Was ich damit sagen will: Mit den Praxisanleitern brauchst du vor allem eins und das ist Glück. Ich kenne das Drama: Sie sind krank, sie sind im Urlaub, es gibt gar keinen, die Chemie stimmt nicht, etc. ABER: Auch dieser Einsatz ist mal vorbei und es kommt jemand neues! Scheiß auf die Leute, die dich ungerecht behandeln und benoten, an die bin ich auch zur Genüge geraten. Zieh dein Ding durch, lern für dich, halte dich an die Leute, mit denen du gut arbeiten kannst und glaube vor allem an das, was du kannst! Das fiel mir persönlich auch schwer und wenn mir das damals jemand gesagt hat, hab ich auch nur gelacht, aber es ist wirklich wichtig! Setz dich nicht unter Druck! Und von wegen: "Du musst das und das schon können!" Jaja, pfeif drauf! Die Sprüche kenn ich! Du MUSST gar nichts! Frag lieber einmal mehr nach, lass dir alles lieber einmal mehr zeigen und wenn du danach als "unselbstständig" bewertet wirst, dann denk dir dabei, dass dir die Verantwortung für den Patienten in dem Moment wichtiger war und dass du nun aber sicher sein kannst, dass du eine Tätigkeit wirklich beherrschst!
Noten sind immer subjektiv und teilweise willkürlich. Ich habe Einsen bekommen, die ich nicht verdient habe, weil man mich mochte und ich habe Dreien bekommen mit der Begründung: "Du bist ja noch in der Ausbildung und kannst das nicht perfekt beherrschen." Das man nach dem "Ausbildungsstand" beurteilen soll interessiert nicht. Mach dir um die Noten nicht so viele Gedanken! Die Schule weiß auch, wie das auf den Stationen läuft. Am Ende zählt das Examen und nach all dem anderen fragt dich hinterher eh kein Mensch.
Wenn es GANZ hart auf hart kommt und du gar nicht mit dem Anleiter zurecht kommst (vor allem im Examenseinsatz wichtig!), dann wende dich an die Stationsleitung! Die sind im Grunde immer daran interessiert, dass ihre Schüler auch die Prüfungen bestehen, denn sonst kommt irgendwann die Schule an und harkt nach, warum das gerade da auf der Station nicht klappt wie's soll.

Dann zum zweiten Punkt: Angst vor praktischen Prüfungen. Oh jaaa! <_< Das Grauen schlechthin! Schriftlich und mündlich kein Problem, aber praktisch was zeigen? No way.
Ich habe Monate vor meinem Examen Panik geschoben und meinen Praxisanleiter in den Wahnsinn getrieben. XD Gott sei Dank hatte ich ein Schweineglück und wir waren wie Vater und Tochter. Er hat mir voll und ganz vertraut (eigentlich hat er mich immer die Arbeit machen lassen und selbst nur im Internet gesurft xD) und mir immer und immer wieder Mut gemacht. Er hatte nicht den geringsten Zweifel, dass ich bestehe. Trotzdem war ich am Examenstag das reinste Nervenbündel und habe mir dadurch auch einige Schnitzer erlaubt, die die Note gedrückt haben, was mir sonst nie passiert wäre. Ich hab gezittert wie verrückt und war leichenblass, etc. Aber ich habe bestanden! Einen wirklichen Tipp kann ich dir deshalb gar nicht geben, außer, dass ich weiß, wie du dich fühlst und dass es am Ende halb so schlimm sein wird. Du packst das! Und ganz im Ernst: Wer nimmt in dieser Ausbildung die praktischen Prüfungen auf die leichte Schulter? (Das sind doch nur die, die am Ende wirklich durchfallen!) Allein drei Leute aus meinem Kurs haben im praktischen Examen vor Anspannung sogar geheult. Du bist also nicht allein!

Tja, ich hoffe, ich konnte dich wenigstens ein bisschen aufbauen. Wenn du noch mehr reden willst, dann schreib mir einfach mal.
Cu, Kunoichi-X
Zuletzt geändert: 10.09.2013 01:25:28



Von:    himitsu 10.09.2013 02:04
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Ich kann da leider wohl auch keinen guten Rat geben.

Gibt es denn eventuell sowas wie eine höhere Instanz, wo man sich über solche Mentoren und Ärzte beschweren kann?
Eventuell auch mit der Ausbildungsleitung sprechen, oder wer da für dich/euch verantwortlich ist.
Oder könnte ihr irgendwie wechseln? (Abteilung/Schicht/Mentor/...)


Aber ich bin schonmal froh, daß du zumindestens versuchst bis zum Ende durchzuhalten.
Immerhin hast du den größten Teil ja auch schon hinter dir.


Wir hatten auch jemanden, der hatte tatsächlich 2 Wochen vor der Abschlussprüfung alles hingeworfen.
Und bei ihm war es nur, weil er keine Lust mehr hatte.

Noch 2 Wochen und er hätte einen Abschluß gehabt.
War danach nicht mehr einfach irgendwas zu finden.
- ohne Ausbildung bekommt man nicht unbedingt gute Arbeitsstellen
- und andere Lehrstellen hatten wohl Angst, daß er auch da wieder die Lust verliert


Ich hoff die anderen Beiden konnten dir helfen und wenn nicht, dann schreib ruhig auch mal privater mit Kunoichi-X, falls du dich hier so öffentlich nicht über alles unterhalten magst.
Anfrage: "Suche TOFU Light und zahle dafür gerne 25 KT"
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= "Suche TOFU Light für umsonst und will von dir auch noch über 5 KT geschenkt bekommen"
Zuletzt geändert: 10.09.2013 02:08:50



Von:    AreAAnimA 10.09.2013 10:23
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
@Ikeuchi_Aya

Da Du relativ ausführlich über Dein Problem geschildert hast und zudem gut strukturiert, werde ich später ausführlicher auf das Problem eingehen.

Kernsatz wäre aber in der Kurzfassung:
"Theorie ist nicht gleich Praxis"

Das sind zwei Welten und wie die Praxis funktioniert, erlebt und lernt man auch nur dann, wenn man es tut.

Bestes Beispiel:
Autofahren
Hierzu muss ich nicht viel schreiben, jeder kann sich denken, was gemeint ist.

Wie gesagt, später mehr!

Viele Grüße
NG
Zuletzt geändert: 10.09.2013 15:31:36



Von:    Ikeuchi_Aya 10.09.2013 17:47
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Liebe Leute, danke schon einmal generell die Reaktion! ;_;

griev0us

Klingt ja auch nett...
Aber eben drum - Ich muss mich nicht wie sonst was behandeln lassen. Für mich macht der Ton immer noch die Musik. Mal danebenhauen ist ja die eine Seite (solange die Entschuldigung kommt), aber so ein Dauerverhalten an den Tag zu legen... lass ich mir doch nicht gefallen! - Und manchesmal hilft es ja auch, wie man sieht. Dass eben zumindest gegenseitige Achtung und Respekt herrscht.


Kunoichi

Schön, wie ICH mich jetzt bei DIR wiederfinde (lach).
Ja, ich habe auch überlegt, ob es nur das generelle typische Ausbildungstief ist, was mal kommt und dann wieder verschwindet - hatte ich kurz vorm Abi, hatte ich in der Mitte des Studiums, aber das war dann immer auf Grund von anderen Dingen und nicht, weil ich mir selbst auf gut Deutsch "wie der letzte Depp" vorkam.
Wie du es sagtest, es ist unglaublich schwer, selbst noch dran zu glauben, was man kann. An den Beruf würde ich vermutlich auch noch zweifeln, wenn ich nicht von mehreren unabhängigen Seiten hören würde, dass das wirklich mein Ding ist, bzw. ich ja selbst merke, wie viel Freude mir die Arbeit an sich bereitet. (Wenigstens etwas, sozusagen ;D)

Vermutlich liegt's z.T. aber auch einfach ein bisschen an der Tatsache, dass ich es nach nun mehr eigentlich "nur" bisherigen 10 Einsätzen satt habe, alle 3-4 Wochen (selten sind es 6-8 Wochen) sagen zu müssen "Hi, ich bin die Neue! Ich hab die und die Hobbys, bin in dem und dem Jahrgang, etc. etc."
Hab kein Problem, mich in neue Teams einzufügen, neue Leute kennen zu lernen, aber irgendwann reicht es auch. Das schwimmt wohl zu einem kleinen Teil mit.
(Und ja, natürlich war mir bewusst, dass das so abläuft, aber mir war nicht bewusst, dass ich kein "Springer"-Typ bin. Hab ich erst jetzt rausgefunden ^^; - Könnte also nie als Leasingkraft im Universitätsklinikum mit drei Campi arbeiten... nicht mein Ding xD)

Die Noten ärgern mich in der Hinsicht nur, weil sie einfach keinen wirklichen Leistungsstand wiedergeben - wie du's sagtest. Subjektivität olé. Und weil sie einfach rein gar nichts zählen oder aufs Examen Einfluss haben. Ist ja ab und an von Vorteil, wenn man mal ein schlechtes Thema greift, was einem nicht liegt oder so, aber ist halt auch schade - nur an der Regelung kann ich eh nichts ändern. Ist halt so. X_X

Und das mit dem Heulen kenn ich doch von irgendwoher... bei mir ist es dann der pure Frust wegen der Tatsache, dass man's ja besser kann, aber einfach nicht in der Lage ist, das rauszulassen. xD"
Das Schlimme ist, dass ich mir selbst glauben kann, die praktische zu bestehen - aber man will ja eben nicht unbedingt mit ner Drei oder Vier abschließen. Wo wir dann bei der Sache mit dem Druckmachen sind... ich verspreche mir keine 1,0 im Examen (Wozu auch? Lieber habe ich ne etwas schlechtere Note und dafür mehr Luft zum Atmen neben Ausbildung als nen Topscore und dafür... Isolation!?)

Danke dir jedenfalls! Es hilft wirklich, wenn man einfach auch einmal Erfahrungen austauschen kann - dadurch, dass 99% von uns in der Klasse noch keine Zwischenprüfung hatten (ist zeitlich versetzt) oder sie einfach praktisch besser veranlagt sind und wir auch keinen Kontakt zu Parallelklassen oder oberen Klassen haben (dank Versetzung der Theoriezeiten und Praxiszeiten, dass wir gar groß in Kontakt kommen können außer vielleicht mal für eine Woche), ist der Austausch leider nicht so gegeben... :-/"


himitsu

Also... der offizielle Dienstweg lautet ja:
Konfliktperson -> Vertrauensperson -> Praxisanleiter -> Mitschüler -> Kurslehrer -> Hauptpraxisanleiter -> Stations-/Bereichsleitung -> Centrumslehrer -> -> Leitung Ausbildungsbereich Pflege -> Pflegedirektion -> Auszubildendenvertretung -> Seelsorge

Kurz und knapp wäre das, so wie's eigentlich für mich abläuft/aussieht:

Konfliktperson=Praxisanleiter/Stationsleitung -> Kurslehrer -> (der sich dann an Centrumsleiter oder Hauptcentrumsleiter wendet) -> Pflegedirektion/Leitungs Auszubildendenbereich Pflege = Direktorin der Schule ggf. Auszub.vertretung

Kurslehrer lehnt alles ab, was Konfliktpotential hat oder kontaktiert gleich die Direktorin, weil sie selbst auch noch nicht bescheid weiß, da neu im Job. (was ich ihr ja nicht zum Vorwurf machen will; besser so, als vorab Entscheidungen zu treffen, die dann nicht stimmig sind)
Direktorin wimmelt alles ab, was keinen triefenden Grund hat - sowas wie nachweisliches Mobbing, Tyrannei, was auch immer.
Sofern es aber Probleme mit der Schule gibt, fährt sie sowieso von vornherein die Wand hoch - man versucht uns halt auf dumme Arbeiter zu trimmen; leider kein Gefühl, sondern Realität. Klappe halten, Arbeit machen, nicht beschweren bzw. überhaupt nicht zu viel nachdenken.

Beispiel:
Spoiler

Wenn man dann darauf hinweist, dass eine 65jährige "Lehrerin" uns einfach mal 80% Anatomiewissen sozusagen "verschweigt" (was examensrelevant ist) und wir das erst in Unterrichtsstunden mit anderen Anatomielehrern merken, dass uns eigentlich so gut wie ALLES fehlt (trotz der vielen Stunden); ihr Unterricht einfach nur unstrukturiert ist, dass ihr keiner folgen kann, sie von A nach N und wieder zu B springt, man auch schon mit der Lehrerin geredet hat und versuchte, das Problem zu lösen... dann ist man ja nur ein unverschämter Schüler, der die Frechheit besitzt, das Kollegium zu kritisieren. Zwar berechtigt und das schon seit gut einem Jahrzehnt von mehreren Jahrgängen - aber nun ja... Selbststudium schön und gut, aber ohne vernünftigen roten Faden...?! Davon mal abgesehen, dass Selbststudium von uns ja nicht verlangt wird (es aber gewiss in Maßen nicht schaden kann).

Oder die Sache mit einer Seminarfahrt.
Ist angeblich verpflichtend, weil die Fahrt in die Theoriewoche gelegt wird. Nein, natürlich kann man das Thema nicht einfach in der Schule behandeln, sondern MUSS irgendwo hinfahren. Ist ja auch total wichtig für Soziales Miteinander und so, dass ich jedem erzähle, was ich für Erfahrung mit dem Tod gemacht habe oder meine eigene Beerdigung vorstellen werde und so weiter und sofort.
Deswegen muss ich laut Fehlkalkulation auch 160€ (in Wahrheit eher 250-300€) für vier Tage im November an der Ostsee ausgeben. Weil es so verpflichtend ist.
Frage 1: Warum schafft es dann der Betrieb/die Schule nicht, diese Summe zu bezahlen? Ich kenne eigentlich nur Ausbildungsbetriebe, bei denen VERPFLICHTENDE Seminare gezahlt werden, die woanders hingehen, was mit Geld verbunden ist... muss ja keine Luxushütte sein, aber nun ja
Was passiert also?! Muss ich mich vor der zweiköpfigen Jury rechtfertigen und in eine Pro-Kontra-Argumentation verwickeln lassen, WARUM ich nicht mitfahre. Dass ich ja angeblich eine Art psychische Blockade hätte, dass das doch eine Bewältigungsstrategie sein könnte, ... eh hallo!? O__o"
Drüber hinaus, dass es das ja noch nie gegeben hat (ja klar, in 25 Jahren Schule nicht!) und dass man es ja alles nicht nachvollziehen kann. Und sowieso: Wenn ICH nicht mitfahre, dann könnten andere auch absagen und dann kippt die Fahrt! Ich unkollegiales Etwas!! ... Ich könnte jetzt auch den O-Ton wiedergeben, aber ich lass es. Muss mir dann noch anhören, wie enttäuscht man von mir ist und die "Strafe" für all das ist jetzt: im Hospiz arbeiten, weil theoretische Aufarbeitung nicht reicht! (was die die ganze Zeit vor Ort machen werden, aber ist okay... hab ich kein Problem mit, sondern hab davon sogar noch ne Erfahrung mehr in der Praxis, die ich so nicht gehabt hätte... ;P)



Und da ich ja wieder mal die fast einzige bin, die sich über diese Ausbildung beschwert (Wer kennt das nicht? Alle meckern, aber keiner tut was!), müsste schon übertrieben gesagt ein Mord an einem Patienten geschehen, ehe ich bis zur internen Seelsorge oder sonst wo vordringen kann... da fühlt man sich schon ein bisschen verarscht. Oder noch mehr, wenn die Recht-Dozentin erklärt "Ja, aber am besten gar nicht an die Auszubild.vertretung wenden - das markiert dann immer so ein bisschen die Akte und dann wird man nicht übernommen und sowieso..." .... Ehhhh.... Klar, sollte man nicht wegen jedem Funzel da hinrennen, aber wenn ich ein Problem habe, dann will ich's auch lösen ... O__o"

Im Großen und Ganzen sind wir alle innerhalb der Klasse ein bisschen verzweifelt, was "Konfliktlösung" betrifft. Keiner fühlt sich für ernst genommen, Probleme werden abgeschwächt oder ignoriert und zeitgleich ruft man uns noch motivierend zu "Ja, SIE können was ändern! SIE sind jung! Tun SIE was!" ... na wie denn?! >_>


Zwei Wochen vor Schluss? Das ist heftig... Das sind ja gut drei Jahre umsonst...
Ich danke auch dir! :)


AreAAnimA

Danke dir schon einmal vorab! :)
Ja, die Kernaussage trifft leider sowieso vor - dass Theorie in der Praxis so gut wie gar nicht gelebt wird... damit finde ich mich inzwischen ab. Bloß blöd, wenn man dann immer wieder in der Misere steckt und die Lehrer dir auf die Frage, wie es denn nun RICHTIG ist (weil man fünf verschiedene Ausführungen liest, sieht, bemerkt), nur sagen: "Machen Sie's mal so, wie sie's für richtig empfinden." ... Wenn ich das wüsste, würde ich nicht fragen. Ich frag ja nicht aus Faulheit zur Recherche, sondern weil ich's NICHT weiß. (Und nein, leider sind auch in den Lehrbüchern massiv Fehler drin, dass man denen nicht blind trauen kann.)
Nun ja - freu mich auf deine Antwort. :)
...~ If you're up high, all the stuff which is confusing suddenly becomes crystal clear ~...
-- One Liter of Tears ~ Aya's Diary auf Deutsch! --
Zuletzt geändert: 10.09.2013 17:53:06



Von:   abgemeldet 10.09.2013 18:12
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Ikeuchi_Aya
> 1.) Ich merke immer wieder, dass ich kein Praktischer Prüfungsmensch bin.
Nervositätsbedingt? Ich meine, wenn du die Theorie im Kopf hast, dann kann es ja nicht an deinem Wissen oder Können liegen. Irgendetwas scheint dann regelrechte Blackouts bei dir hervorzurufen, und die tauchen i.d.R. auf, wenn Dinge wie Prüfungsstress anstehen.

Und wenn du - wie du schon sagtest - ständig von den Menschen, die dich ausbilden sollten, kontrolliert wirst und sie regelrecht nach Fehlern suchen ist das denke ich normal, dass viele Tätigkeiten einen gewissen Prüfungsstress bei dir hervorrufen, und dich verunsichern.. :-/

> 2.) Und das ist dann eher mit 1. verknüpft bzw. resultiert wohl 1. daraus - Ich habe absolut kein Selbstvertrauen mehr in meine Fähigkeiten.
Also als erstes möchte ich mal sagen, dass ich selbst schon zwei mal Auszubildende zutegeilt bekommen habe, ich also ein wenig die andere Seite der Medallie kenne. Das erste was ich mich dadurch jetzt aber durch das was du geschrieben hast fragen musste war das hier: Lässt man dich überhaupt regelmäßig gelerntes in die Praxis umsetzen?

Das was du beschreibst, mit dem fehlenden Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten obwohl das theoretische Wissen eigentlich da ist, das klingt für mich nämlich stark danach, dass man dich nichts machen ließ..? Wenn das so ist solltest du auf jeden Fall nicht bei dir anfangen den Fehler zu suchen, denn den machen deine Ausbilder dann.

Wenn man Dinge, die man neu gelernt hat, die ersten Male macht ist man nämlich immer (!) nervös.. davon kann sich niemand freisprechen. Das sorgt i.d.R. auch zu genau dieser Unsicherheit, die du hier beschrieben hast....

Also wenn das so ist, dann lass bitte dein Selbstbewusstsein selbstbewusst sein ^^ In dem Fall hätten deine Ausbilder nämlich eindeutig versagt, und nicht du..

> 1.) Wie kann ich generell besser mit praktischen Prüfungen umgehen?
Nichts schwarzmalen wäre schonmal ein Anfang. Die meisten Prüfer wollen einem nichts böses, und versuchen selbst wenn jemand schwächelt noch ein wenig zu helfen.

Abgesehen davon..? Prüfungssimulationen! Es wird ja sicher Möglichkeiten geben um herauszufinden, was für Themen in so einer praktischen Prüfung so alles drankommen könnten, oder? Ich weiß jetzt nicht wie genau das im Berufsfeld der Krankenschwester aussieht, aber gibt es nicht auch da irgendwie die Möglichkeit, so eine Prüfung einfach mal Zuhause oder mit anderen Azubis zu simulieren? Glaub mir, sowas wirkt Wunder.

> 2.) Wie kriege ich in der Hinsicht bitte mein Selbstbewusstsein wieder aufgebaut?
Nimm meinen grundsätzlichen Denkansatz, den ich vor Prüfungen immer hatte: "Leute die viel dümmer sind als ich habens auch schon geschafft" ;D

Ganz ehrlich.. wenn du sagst, dass du die Theorie im Kopf hast, dann hast du eigentlich nicht mehr viel zu befürchten. Was dir aber denke ich sicher gut täte wäre es, wenn du dein Wissen öfter in die Praxis umsetzen könntest. Geh den Leuten mal so richtig schön auf die Nerven, indem du ständig Fragen stellst, du auch nachfragst wenn du dir bei etwas unsicher bist, und du immer und immer wieder fragst, ob du irgendwem helfen oder etwas machen kannst.

Oh, und hab keine Angst vor Fehlern. Als Auszubildende ist es normal, dass man auch mal Fehler macht :).. und auch wenn niemand es zugibt: Auch Fehler müssen mal sein, denn auch aus denen lernt man.

> "Ja, du kannst das ja nicht so wie wir (die mind. 5 Jahre im Job sind)"
Das ist natürlich mal die unqualifizierteste Begründung, die ich je gehört habe. Tut mir leid, aber mindestens eine Person (die, die diese Begründung abgab) die dich ausbilden soll scheint schonmal ein geistiger Blindgänger zu sein.. O_o'
Not my fault, someone put a wall in my way.



Von:    himitsu 10.09.2013 18:37
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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abgemeldet:
> "Ja, du kannst das ja nicht so wie wir (die mind. 5 Jahre im Job sind)"
> Das ist natürlich mal die unqualifizierteste Begründung, die ich je gehört habe. Tut mir leid, aber mindestens eine Person (die, die diese Begründung abgab) die dich ausbilden soll scheint schonmal ein geistiger Blindgänger zu sein.. O_o'

Wenn ich mich da noch an die Berufsschule erinnere ... da waren die Schüler es, welche das Netzwerk in der Schule wieder zum laufen bekommen haben, nachdem sich alle IT-Verantwortlichen selbst ausgesperrt hatten und nix mehr ging.

Und der E-Technik-Lehrer kannte sich mehr mit Technik aus, wo noch Röhren und Selengleichrichter drin verbaut waren.





So ist das natürlich auch ein bissl sehr blöd. °_°

Wir hatten in der Ausbildungsfirma eine Ansprechperson, die relativ unabhängig war und sich praktisch nur um uns und unsere Probleme kümmerte, bzw. um Probleme Anderer mit uns und auch entschied wer in welcher Abteilung eingesetzt wurde.

Nja, unsere Ausbildung ging glatte 3.5 Jahre, aber auf das halbe Jahr kommt es nun auch nimmer mehr drauf an.

Wobei die Bundesregierung mal auf die Idee gekommen ist meinen Beruf in zwei neue Ausbildungsberufe aufzusplitten, mit 2.5 bzw. 3 Jahren.
Die Industrie war auch erst voll begeistert, bis dann die Firmen merkten, daß diese Leute meistens nicht ausreichen und das Alles eher ein großer Mist war.

ich = Industrieelektronier Produktionstechnik = kann Anlagen aufbauen und/oder warten und auch bediehnen
der Mechatroniker kann das nur aufbauen/warten
und Mikrotechnologe kann die nur bediehnen

Wenn man es bediehnen und Kleinkram selber schnell reparieren kann bzw. darf,
oder es reparieren und zum Test auch bediehnen kann/darf,
dann hat das schon sehr große Vorteile. Vorallem da man die andere Seite auch versteht und weiß was sich dahinter verbirgt.

Aber wie das immer so ist ... die Regierung denkt nie nach und produziert aus Unwissenheit erstmal schellschußartig genug Mist.



Von:    Ikeuchi_Aya 10.09.2013 20:13
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> Nervositätsbedingt? Ich meine, wenn du die Theorie im Kopf hast, dann kann es ja nicht an deinem Wissen oder Können liegen. Irgendetwas scheint dann regelrechte Blackouts bei dir hervorzurufen, und die tauchen i.d.R. auf, wenn Dinge wie Prüfungsstress anstehen.

Tja... dem bin ich mir eben auch noch nicht so sicher. Nervosität zu einem Teil ist immer bei mir vorhanden, aber war bis auf diese praktischen Prüfungen nie so, dass sie bei mir Blackouts ausgelöst haben, extrem blöde Fehler, etc. ):
Ständige "Über"kontrolle ist natürlich auf jeden Fall ein Grund für die Nervosität, aber das war bisher zum Glück nur einmal (und leider auch für acht Wochen) der Fall.

> Das erste was ich mich dadurch jetzt aber durch das was du geschrieben hast fragen musste war das hier: Lässt man dich überhaupt regelmäßig gelerntes in die Praxis umsetzen?

Jein. Auf ein, zwei Stationen (von den bisherigen 1,5 Jahren oder eben 10 Einsätzen) Ja, auf jeden Fall. Die haben mich so gut an die Hand genommen, dass ich unter Anleitung üben konnte, dass ich lernen konnte, eben auch Fehler machen durfte, usw.
Das ganze Programm, was dazu gehört.
Der Rest... tja, eher weniger.
Ich habe z.B. im Dezember 2012 einen Leistungsschein für Verbandswechsel gemacht - seitdem hatte ich sage und schreibe 3 Verbandswechsel üben können! Dies ist aber weder Schuld von Stationen noch von anderen, sondern einfach den Umständen verschuldet, dass es entweder Situationen waren, in denen nur Ärzte oder Wundmanager (Also Spezialisten für Wunden) Verbände begutachten und wechseln sollten oder dass es schlichtweg keine Verbände bis auf Pflaster gab. :'D
Anders dann wieder mit Dingen wie Patientenlagerung im Bett... etliche Beispiele, aber entweder gab es schlichtweg keine Übung unter Anleitung/Aufsicht oder aber es war ein larifari "Joah, passt schon so" - Es muss ja nicht alles super lehrbuchgerecht sein, aber zumindest die Grundgriffe und wichtigsten Punkte sollten stimmen. Dritte Möglichkeit: Durch andere Leistungsscheine, die ich ja auch machen muss, trat natürlich auch einiges andere in den Hintergrund^^;

> Also wenn das so ist, dann lass bitte dein Selbstbewusstsein selbstbewusst sein ^^ In dem Fall hätten deine Ausbilder nämlich eindeutig versagt, und nicht du..

Das versuche ich mir auch klar zu machen - Sicher, manche Sachen gehen natürlich auf meine Kappe. Ich weiß z.B. dass mein Zeitmanagement echt mies ist - einfach weil ich alles lieber dreimal so genau mache, statt wegen Schnelligkeit dem Patienten das Gefühl zu geben, dass es Fließbandarbeit ist. Das dauert dann eben zu lange, okay. Daran kann ich arbeiten, um ein Mittelmaß zu finden. Wird zwar dauern, aber bin eben Schüler und selbst danach stehst du ja noch komplett am Anfang^^;
Aber gerade dieses "So, ich habe es dir heute richtig gezeigt und morgen musst du das dann auch richtig machen!" sind Sätze, wo ich an die Decke springen könnte... War natürlich einfacher zu sagen "Ja, du nimmst Kritik an, setzt sie aber nicht um", anstatt einem Schüler ein zweites Mal auf die Finger zu tippen und zu sagen "Hör mal, worüber hatten wir gestern gesprochen?"

> Nichts schwarzmalen wäre schonmal ein Anfang. Die meisten Prüfer wollen einem nichts böses, und versuchen selbst wenn jemand schwächelt noch ein wenig zu helfen.

Ja, da stimme ich eigentlich komplett zu. Hatte bis zum Ausbildungsbeginn in anderen Bereichen eigentlich immer gute Prüfer, aber seit neuem Schulstart... Ich verliere langsam echt den Glauben an unsere Dozenten, die dafür zuständig sind... xD"
Und mit jedem Misserfolg wird das natürlich schlimmer - Ich sag mir ehrlich "So, nochmal von Anfang! Das wird schon! Das ist anders als bei Prüfung X" und dann haut's dennoch rein.
Naja - gute Sache höchstens, dass es doch immerhin ein bisschen wappnet... Blöde Kollegen oder Vorgesetzte oder Klienten hat man immer und man kann lernen, sich damit zu arrangieren oder sich besser mit abzufinden. Aber das löst ja nicht das Problem an sich.

> Abgesehen davon..? Prüfungssimulationen! Es wird ja sicher Möglichkeiten geben um herauszufinden, was für Themen in so einer praktischen Prüfung so alles drankommen könnten, oder? Ich weiß jetzt nicht wie genau das im Berufsfeld der Krankenschwester aussieht, aber gibt es nicht auch da irgendwie die Möglichkeit, so eine Prüfung einfach mal Zuhause oder mit anderen Azubis zu simulieren? Glaub mir, sowas wirkt Wunder.

Wenn es kleine Leistungsscheine sind, dann ist auf jeden Fall (meistens) genug Übung zuvor auf Station vorhanden. Das konzentriert sich dann eben aber nur auf ein Thema mit einem Schwerpunkt. Z.B. Verbandswechsel (theoret. Grundlagen) und dann "am Beispiel von Verletzung/Eingriff/... X" (theoret. Grundlagen auf Praxisbeispiel angewandt mit speziellen Punkten, die ich beachten muss). Das ist schon mal gut.

Und das mit der praktischen Zwischenprüfung... war eh so ein Ding, wo's bereits an der Informationsgabe scheiterte:
Uns wurde erzählt "Ja, ihr macht ne Pflegeplanung (was soll gemacht werden am Patienten), stellt den Patienten vor, führt dann die Grundpflege durch, ebenso eine weitere Tätigkeit (z.B. Verbandswechsel, Spritzen) und analysiert hinterher, wie es gelaufen ist."
So stand's auch auf unseren Zwischenprüfungsinformationszetteln.
Die Details, die wichtig gewesen wären und mich wiederum Punkte gekostet haben, erfuhr ich dann aber WANN? NACH der Prüfung im Prüfungsgespräch...
Dinge, die man mal vorher hätte (ob nun im Gespräch, auf Papier oder Prüfungssimulation) erfahren sollen? Natürlich erwarte ich keine "Wie bestehe ich die Prüfung mit 1,0" Anleitung, versteht sich von selbst... aber ich kann doch auch keinen Kuchen backen, wo im Rezept steht "X und Y hinzugeben, mixen, in Ofen nach Standard schieben", wenn es eigentlich heißen müsste "X (vorher so zubereiten), Y unterheben, per Schneebesen mischen, auf unterste Schiene 135°C goldbraun backen" ...?! Und das werde ich im nächsten Theorieblock noch einmal zur Ansprache bringen... kann nicht sein - was wäre, wenn das die Abschlussprüfung gewesen wäre? Kann doch nicht angehen! Ich denke ja nun auch weiter, aber das...

Naja, und Prüfungssituation simulieren wird schon versucht - hatten wir auch gemacht. Die lief ja sogar noch gut! Das ist ja das Schlimme. xD"
Ist auf jeden Fall wichtig, so was zu machen, habe ich auch gemerkt. Gibt einfach auch noch mal die Chance, dass man bestimmte Fehler oder falsche Routine ausmerzen kann oder zur Sprache bringt. :)

> Geh den Leuten mal so richtig schön auf die Nerven, indem du ständig Fragen stellst, du auch nachfragst wenn du dir bei etwas unsicher bist, und du immer und immer wieder fragst, ob du irgendwem helfen oder etwas machen kannst.

Sofern es nicht wieder nur Babywindeln zu sortieren und sonst nichts zu tun gibt... gern! ;D
Nee, ich bin auch über jede Übung und über jedes Zeigen von Dingen froh - hatte das heute ja erst wieder im Einführungsgespräch geklärt und Anleiterin hat das gleich in die Tat umgesetzt bzw. achten die in dem Altenheim (ist ein externer Einsatz fernab vom Krankenhaus^^) auch darauf, dass ich nicht nur Leute wasche und Essen anreiche.
Klingt schon mal nach ner guten Chance, was? :)

> Das ist natürlich mal die unqualifizierteste Begründung, die ich je gehört habe. Tut mir leid, aber mindestens eine Person (die, die diese Begründung abgab) die dich ausbilden soll scheint schonmal ein geistiger Blindgänger zu sein.. O_o'

Das dachte ich auch - 'Dachte', weil ich in jener Sekunde so baff war, dass man so was als Begründung nahm... da konnte ich gar nichts mehr sagen. Sprachlos gemacht, sozusagen.



Danke dir jedenfalls auch für deine Antwort! :)



himitsu

Unabhängige Ansprechpartner wären genau das richtige! Aber alle sind irgendwie an die Schule oder an die Firma gekoppelt ...

Ich würde mich über ein generelles halbes Jahr länger freuen - mehr Praxis. Aber in den Genuss komme ich nur, wenn ich meine mickrigen Fehltage in drei Jahren überschreite :-/

> Die Industrie war auch erst voll begeistert, bis dann die Firmen merkten, daß diese Leute meistens nicht ausreichen und das Alles eher ein großer Mist war.
> ...

Wie so vieles, wenn sie Reformen im Bereich "Bildung" tätigen...
Erinnert mich so ein bisschen an die Grafikschiene... Ich kannte einen Grafiker, der hat vor 50 Jahren gelernt und ALLES gemacht. Heute gibt es für jeden kleinen Teil (sofern man es sich als Betrieb leisten kann) anscheinend einen eigenen Zweig... und was bringt's? Einschränkung in der Arbeit hoch zehn!
...~ If you're up high, all the stuff which is confusing suddenly becomes crystal clear ~...
-- One Liter of Tears ~ Aya's Diary auf Deutsch! --
Zuletzt geändert: 10.09.2013 20:18:41



Von:    himitsu 10.09.2013 20:38
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Ganz so unabhängig war der nun auch nicht. Der Ansprechpartner war schon in der eigenen Firma angestellt, aber der hatte, so wie viele in der Leitung, mit der Produktion nicht viel direkt zu tun.



Wie ist das bei euch eigentlich mit dem Üben?
Also ich mein jetzt z.B. mal euch Lehrlinge untereinander gegenseitig verbinden und sonstwas zusammen üben.
Mal in der Freizeit oder nebenbei, wenn auf der Station nicht so viel los ist.

Wir hatten diesbezüglich viel Glück, da die grundsätzliche Ausbildung überbetrieblich von Siemens übernommen wurde und wir zufällig die/eine der deutschlandweiten Vorzeigeausbildungsstätten waren.

Hatten praktisch immer genug ordentliches Material in der Lehrwerkstatt zum ausgiebigen Üben gehabt.
Und dank der damaligen Flaute, in der Mikroelektronikbranche, war auch in unseren Ausbildungsbetrieben oftmals noch genügend Zeit um sonstwelchen Scheiß ausgiebig und in Ruhe zu üben.
Anfrage: "Suche TOFU Light und zahle dafür gerne 25 KT"
TOFU Light inkl. Ein KT mehr am Tag = rund 30,4 KT im Monat, welche man zusätzlich bekommt
= "Suche TOFU Light für umsonst und will von dir auch noch über 5 KT geschenkt bekommen"



Von:   abgemeldet 10.09.2013 22:20
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Ikeuchi_Aya
> Tja... dem bin ich mir eben auch noch nicht so sicher. Nervosität zu einem Teil ist immer bei mir vorhanden, aber war bis auf diese praktischen Prüfungen nie so, dass sie bei mir Blackouts ausgelöst haben, extrem blöde Fehler, etc. ):
> Ständige "Über"kontrolle ist natürlich auf jeden Fall ein Grund für die Nervosität, aber das war bisher zum Glück nur einmal (und leider auch für acht Wochen) der Fall.
:-/ Es geht mir irgendwie nicht in den Kopf, wie es sein kann, dass die Leute die Zeit dafür finden, gezielt nach deinen Fehlern zu suchen und sich auf dein Ego einzuschiessen, aber das sie sich nicht die Zeit nehmen können um dir dabei zu helfen ein wenig selbstsicherer arbeiten zu können..?

> Es muss ja nicht alles super lehrbuchgerecht sein, aber zumindest die Grundgriffe und wichtigsten Punkte sollten stimmen.
Situation hin oder her, Ausbildungsbetriebe sind dazu verpflichtet ihren Auszubildenden bestimmte Ausbildungsinhalte auch zu zeigen und/oder üben zu lassen. Das Leute da sind, die sich darauf spezialisiert haben o.ä., das ist keine Entschuldigung dafür, dass man es dich nicht ab und zu mal üben lässt... :( Wenn man dich etwas üben lassen kann, und die Zeit dafür auch da ist, dann sollte man das eigentlich auch machen..

> Das versuche ich mir auch klar zu machen - Sicher, manche Sachen gehen natürlich auf meine Kappe. Ich weiß z.B. dass mein Zeitmanagement echt mies ist - einfach weil ich alles lieber dreimal so genau mache, statt wegen Schnelligkeit dem Patienten das Gefühl zu geben, dass es Fließbandarbeit ist.
In der Prüfung solltest du das vielleicht anders machen ^^ aber mal ganz ehrlich? So wie du es machst, so sollte das eigentlich auch sein ;) Es ist nämlich leider nicht selten, dass sich die Leute in Krankenhäusern entweder wirklich wie am Fließband abgefertigt behandelt fühlen.. Für die Patienten an sich ist es sicher auch mal schön, wenn jemand den Menschen im Fordergrund sieht, und nicht die Wirtschaftlichkeit..

> Aber gerade dieses "So, ich habe es dir heute richtig gezeigt und morgen musst du das dann auch richtig machen!" sind Sätze, wo ich an die Decke springen könnte...
Solche Sätze sind eigentlich auch ein NoGo. Bei sowas kann ich auch nur den Kopf schütteln. Jeder der auch nur ansatzweise soetwas wie einen gesunden Menschenverstand besitzt müsste doch wissen, das sowas bei "Berufseinsteigern" nur für Stress und Unsicherheiten sorgt..

Solche Sprüche nimmst du am Besten gar nicht erst ernst, oder.. du könntest auch den je nachdem vielleicht auch ehrlichen Ansatz versuchen und sagen, dass du dir noch etwas unsicher bist und du es gerne nochmal gezeigt/erklärt/kontrolliert haben möchtest. Irgendwann klingelt es so vielleicht doch noch bei deinen Ausbildern..

> Und das mit der praktischen Zwischenprüfung... war eh so ein Ding, wo's bereits an der Informationsgabe scheiterte
Das klingt ja auch super O_o Da sieht man, dass sich euer Ausbilder nicht wirklich mit den Prüfungen befasst zu haben scheint.. sonst würde er doch genau wissen, wo die ganzen Stolpersteine denn so versteckt sein könnten. Zumindest im Groben weiß man das als Ausbilder immer, besonders wenn man schon länger Leute ausbildet.

Das ganze mal zur Aussprache zu bringen ist aber denke ich eine gute Idee :) Aber wenn ich dir mal einen Tipp geben darf: Versuch das ganze nicht wie einen direkten Vorwurf klingen zu lassen. Wenn dein Ausbilder sich angegriffen fühlt ist die Chance hoch, dass er in die Defensive geht und auf stur schaltet. Versuchs am Besten so neutral wie irgend möglich auszudrücken... ^^

> Naja, und Prüfungssituation simulieren wird schon versucht - hatten wir auch gemacht. Die lief ja sogar noch gut! Das ist ja das Schlimme. xD"
Ist das nicht etwas, was dir vielleicht ein wenig mehr Selbstsicherheit geben sollte? Alle können mal eine Prüfung in den Sand setzen.. aber wenn eine oder mehrere Simulationen gut laufen, dann spricht das irgendwo doch für dich, oder nicht? ;) Das sagt zumindest mehr über deine Fähigkeiten aus als das Gemeckere deiner Ausbilder..

> Nee, ich bin auch über jede Übung und über jedes Zeigen von Dingen froh - hatte das heute ja erst wieder im Einführungsgespräch geklärt und Anleiterin hat das gleich in die Tat umgesetzt bzw. achten die in dem Altenheim (ist ein externer Einsatz fernab vom Krankenhaus^^) auch darauf, dass ich nicht nur Leute wasche und Essen anreiche.
> Klingt schon mal nach ner guten Chance, was? :)
Das tuts :) Ist doch super, dass zumindest deine Anleiterin ein wenig auf dich eingeht. Dann weißt du ja auch mit wem du immer das Gespräch suchen solltest, wenn irgendetwas nicht ganz so optimal läuft =)

> Das dachte ich auch - 'Dachte', weil ich in jener Sekunde so baff war, dass man so was als Begründung nahm... da konnte ich gar nichts mehr sagen. Sprachlos gemacht, sozusagen.
Aber heute weißt du hoffentlich, dass diese Begründung vollkommen dämlich ist ^^ Es ist normal, dass jemand mit weniger Berufserfahrung weniger Berufserfahrung hat :D Jemandem in einer Ausbildung daraus einen Strick zu drehen ist einfach nur dämlich, und unfair O.o.. aber ansonsten war das ganze einfach nur eine verdammt hohle Begründung gewesen, und mehr nicht :-/

> Danke dir jedenfalls auch für deine Antwort! :)
Kein Ding ^^ Lass dich nicht unterkriegen. Irgendwie klappt das schon alles ;)
Not my fault, someone put a wall in my way.
Zuletzt geändert: 10.09.2013 22:20:21



Von:   abgemeldet 10.09.2013 22:45
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
hallöchen alle miteinander ^^

ich habe ein ziemlich familiäres problem,und zwar- kann ich die freundin meines bruders nicht leiden...ich kann sie auf den tod nicht ab- ich weiß nich was es ist, aber ich komm mit dem mädel einfach nicht klar und muss mich immer zurücknehmen um nicht ausfallend zu werden...okay, ich denke das problem wird jeder irgendwie kennen dass es leute gibt die man am liebsten auf 10 meter entfernung und von hinten sieht XD ...es könnte natürlich auch daher rühren dass die ex meines bruders eine meiner besten freundinnen ist, aber ich finde seine aktuelle flamme einfach unausstehlich >_>'

und was ich am allermeisten an ihr hasse ist dass meine mutter sie mir gegenüber schlichtweg in jeder situation bevorzugt behandelt- am wochenende feiern meine eltern ihren geburtstag und ich wurde gebeten zu backen- ich backe ausgezeichnet und mache das echt gern (auch wenn ich ums verrecken keinen bock auf familie hab) aber mir sagt keiner was ich backen soll (es ist schon ein unterschied zwischen käsekuchen und schokoladensahnetorte), aber hauptsache es ist abgeklärt dass das betthäschen meines bruders IMMER mit von der partie ist und schön von zu haus abgeholt wird...

ich mag sie einfach nicht, und ich will sie schlichtweg nicht zu meinen eigenen geburtstagen dabei haben,wenn ich einen freund mit einlade dann ist das automatisch desaströs und er das größte arschloch auf erden... aber ich kanns meinem bruder auch nicht sagen da er sie echt mag und so einigermaßen umgänglich ist, ich weiß aber auch nicht wie ich meiner mutter verklickern soll dass ihr verhalten so einfach nicht funktioniert und ich ne angemessene behandlung verdiene >_>' , ich bin schließlich ihre tochter...
wenn ich sowas versuche kommt mindestens dreimal das wort 'scheiße' und 'verdammt' und schlimmeres ó_ò



Von:    Kunoichi 11.09.2013 00:16
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Ikeuchi_Aya:
Wenn ich deine Beiträge lese, kommt es mir wirklich vor, als hätte ich sie vor zwei Jahren selbst geschrieben. xD

Nein, im Ernst. Es war auch nie mein Ding gewesen, immer von Station zu Station zu springen. Immer ein neues Team, neue Aufgaben (je nach Fachbereich), neue Tagesabläufe, neues PC-Programm, manchmal neues Krankenhaus... und wenn man eingearbeitet war, musste man auch schon wieder gehen. Mir hat man oft kritisiert, ich bräuchte zu lange, um mich einzufinden. Naja, aber mach das mal in 4-6 Wochen! Unsere Einsätze waren nämlich auch nicht viel länger. Das ist im Grunde aber auch gut gewesen, denn wenn's mal irgendwo nicht so lief oder nicht so dein Fachbereich war, war man auch schnell wieder weg. Außerdem kann man auf diese Weise in den 3 Jahren auch mehr Verschiedenes kennenlernen und überlegen, wo man selbst am Ende bleiben möchte. Ich hatte zwischendurch auch immer gesagt, ich hätte gerne mehr als 3 Jahre, um alles lernen zu können, aber wenn das Examen dann ansteht, bist du auch froh, dass du bald fertig bist und es nicht noch länger weitergeht. 3 Jahre reichen aus, glaub mir. Auch wenn es für dich im Moment so aussieht, als bräuchtest du 100 Jahre um das alles zu lernen! Vieles kommt auch erst wirklich NACH der Ausbildung! Richtig Autofahren lernst du schließlich auch erst, wenn du den Führerschein bereits hast.

Als Schüler genießt du eine Art "Welpenschutz", auch wenn es dir manchmal nicht so vorkommt, aber du wirst es hinterher merken. Die Verantwortung als Vollexaminierte ist eine ganz andere Nummer. Mein großer Schwachpunkt war ebenfalls immer das Zeitmanagement, aber wenn du plötzlich allein dastehst und keiner dir mehr sagt: "Hey, es ist 10 Uhr, du hast den Morgendurchgang immer noch nicht beendet und die Patienten haben noch kein Frühstück!" dann lernst du ganz schnell, dich zu beeilen. Das muss (und sollte) aber nicht gleichbedeutend mit Abfertigen sein! Ich bin mittlerweile fix mit allem durch und meine Patienten sind trotzdem versorgt und glücklich. Ich rede mit ihnen, verquatsche mich aber nicht mehr. Sowas kommt mit der Zeit, das lernt man, das ist Routine. Wenn du fest auf einer Station bleibst nach dem Examen, regelt sich sowas von allein. Natürlich müssen die Arbeitsumstände auch dementsprechend gut sein. Ich hab direkt nach dem Examen auf einer Inneren gearbeitet und hatte dort morgens 14 Patienten zu waschen, aber wir waren nur mit zwei Pflegekräften! Da kannst du noch so ein Genie in Zeitmanagement sein, es ist schlichtweg unmöglich! (Ich habe dort wieder gekündigt und arbeite jetzt in einem besseren Krankenhaus! ;))

Was mich etwas schockiert ist, wie du über deine Schule berichtest. Da habe ich wohl richtig Glück gehabt. Klar hatte ich auch inkompetente Lehrer (die gibt's ja überall), aber die haben meist nur so "Laberfächer" unterrichtet, die am Ende überhaupt nicht relevant waren. Wenn sowas natürlich in Anatomie passiert, ist das schon wirklich schlecht. Selbststudium hin oder her, manches kann man nicht allein verstehen! Gerade so komplexe Themen wie z.B. Leukämie (was ich bis heute nie ganz auf die Reihe gekriegt habe), müssen schon von guten Lehrern unterrichtet werden. Da hatte ich wohl wirklich Schwein. Unsere Lehrer haben auch die Prüfungsabläufe gut erklärt, sodass es keine unangenehmen Überraschungen gab.
Unser "Seminar über Tod und Sterben" (auch für eine Woche, allerdings in einem Kloster) war eine der besten Erfahrungen, die ich je gemacht habe. Und entgegen allen Klischees: Nein, wir mussten NICHT unsere eigene Beerdigung planen! ;) Aber es war sehr emotional und aufwühlend. Und hat den Klassenverband extrem gestärkt (besonders die Abende, die wir alle zusammen verbracht haben ;D). Wenn ich du wäre, würde ich mir überlegen, nicht doch mitzufahren. Wir haben es uns ganz anders vorgestellt, als es im Endeffekt war. Und es wird außerhalb der Schule gemacht, damit die Gefühle, die sich dort entwickeln, "vor Ort" gelassen werden können und man sie nicht die ganze weitere Ausbildung mit sich rumtragen muss. Das macht schon Sinn, im Nachhinein betrachtet.

Hast du nicht eigentlich auch mal ältere Schüler auf Station mit denen du dich austauschen kannst? Unsere Schulzeiten haben sich auch selten mit anderen Kursen überschnitten, aber ich hab trotzdem eine Menge Mitazubis kennengelernt, weil ich fast nie allein auf Station war. Von anderen Schülern kann man manchmal besser lernen als von Examinierten und sie können dir auch was über Prüfungen erzählen, die noch vor dir liegen.

Zum Schluss, auch im Bezug darauf, was andere gepostet haben: Nein, nur weil man die Theorie beherrscht, macht einen das nicht in der Praxis automatisch gut! Die Differenz zwischen Theorie und Praxis ist in dieser Ausbildung manchmal ziemlich groß. Das meiste lässt sich nicht einfach so umsetzen. Handlungen muss man üben und zwar mehrfach UND vor allem am Patienten. Ich lege keinem Mitschüler einen Blasenkatheter (Testperson bedankt sich XD) und ich kann keinen PEG-Verbandswechsel (Magensonde, die durch die Bauchdecke geht) üben, wo keine PEG ist.
Ich kenne dieses: "Ja, die Schule will, dass du das so und so machst, aber hier machen wir das beim Lagern schnell so und das passt schon." Gerade zu Anfang war ich auch verwirrt, weil Person A mir sagte, ich müsse etwas auf die und die Weise machen und wenn ich das vor Person B so gemacht habe, war die plötzlich ganz anderer Meinung. Jeder sagte was anderes. Das ist ätzend. Am Ende musst du wirklich nur die Grundlagen beherrschen, hygienisch vorgehen und den Rest auf deine eigene Weise machen. Mach es so, wie du es für den Patienten am Besten hältst. Ganz einfach.

So, und jetzt habe ich soviel gequatscht, dass ich irgendwie den Faden verloren habe. XD
Cu, Kunoichi-X
Zuletzt geändert: 11.09.2013 02:38:25



Von:    AreAAnimA 11.09.2013 14:18
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]

Nja, unsere Ausbildung ging glatte 3.5 Jahre, aber auf das halbe Jahr kommt es nun auch nimmer mehr drauf an.

Wobei die Bundesregierung mal auf die Idee gekommen ist meinen Beruf in zwei neue Ausbildungsberufe aufzusplitten, mit 2.5 bzw. 3 Jahren.
Die Industrie war auch erst voll begeistert, bis dann die Firmen merkten, daß diese Leute meistens nicht ausreichen und das Alles eher ein großer Mist war.

ich = Industrieelektronier Produktionstechnik = kann Anlagen aufbauen und/oder warten und auch bediehnen
der Mechatroniker kann das nur aufbauen/warten
und Mikrotechnologe kann die nur bediehnen

Wenn man es bediehnen und Kleinkram selber schnell reparieren kann bzw. darf,
oder es reparieren und zum Test auch bediehnen kann/darf,
dann hat das schon sehr große Vorteile. Vorallem da man die andere Seite auch versteht und weiß was sich dahinter verbirgt.

Aber wie das immer so ist ... die Regierung denkt nie nach und produziert aus Unwissenheit erstmal schellschußartig genug Mist

@himitsu
Auch wenn ich nicht gerade ein Freund der Regierung bin, so muss man dennoch sagen, dass jedes Tun und Handeln dererseits durchaus einen Sinn hatte. Ob dieser ursprünglich geplanter Sinn noch aktuell und somit noch Bestand und welche davon profitieren, darüber lässt sich bekanntlich streiten.
DENN: Es werden eh nicht alle glücklich, sondern immer nur ein Teil. Wie groß der Anteil ist, darüber lässt sich wieder streiten.

Fakt ist, dass die Idee der Aufteilung eines Berufes in zwei neue Ausbildungsberufe ist an sich so falsch nicht:
1. kürzere Ausbildungszeit
=> früher auf dem Arbeitsmarkt tätig
=> frühere Einnahmen von Steuern
2. niedrigere Ausbildungskosten (seitens Arbeitgeber)
3. niedrigere Unterstützungsgelder (Bafög etc.)
4. niedrigere Gehaltskosten (seitens Arbeitgeber)
etc.

Durch das neue Modell, besteht die Möglichkeit, einen Mikrotechnologen fest einzustellen und einen Mechatroniker nur nach Gebrauch abzurufen.
Es wird quasi modularisiert. Der Kern ist noch vorhanden, was nicht wichtig ist, wird aussortiert und erst dann hinzugeholt in Form von Abrufen/ Aufträgen und Gehaltskosten können dadurch eingespart werden.

Denn Reparaturen müssen nicht zwangsweise täglich anfallen, aber das Gehalt eines Industrieelektroniker in der Produktionstechnik wird wahrscheinlich höher sein als die neuen beiden Berufe und muss voll ausgezahlt werden.

Hab ich nur einen Mikrotechnologen, zahlt die Firma weniger und wenn mal Reparaturen anfallen, so werden die Rechnungen erstellt. Im Idealfall auf ein Jahr hochgerechnet spart die Firma.

Ergo:
Nicht alles, was die Regierung umsetzt ist Unsinn. Problem ist nur, wie hoch die Akzeptanz ist. Wenn die nicht da ist, dann wird das beste Idee/ Modell scheitern.
Zuletzt geändert: 11.09.2013 14:22:49



Von:    AreAAnimA 11.09.2013 14:34
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
@Ikeuchi_Aya

Mittlerweile sind viele Beiträge zum GAP zwischen Theorie und Praxis entstanden. Alle ausführlich und sehr exemplarisch dargestellt, genau wie ich das vorhatte.
Daher brauche ich das nicht erneut mit einem Beispiel untermalen, wieso ein GAP zwischen Theorie und Praxis vorhanden ist.

Fakt ist:
"Übung macht den Meister"
Wenn Du es nicht anhand von Simulationen oder eben Realfall Dein erworbenes theoretisches Wissen in der Praxis umsetzen und einsetzen kannst, dann ist auch das besthe theoretische Wissen kaum was Wert.
Handhabung lernt man nicht in der Theorie, sondern nun mal durchs doing. Die erwirbst Du auch, entweder während der Ausbildungsphase oder in der Praxisphase.

Es ist also ein ganz normaler Prozess.

ABER:
Wenn Du die Möglichkeit hast, dann kannst Du natürlich diesen Punkt darauf ansprechen, dass wichtige Dinge in einer Simulation mal auch praktisch geübt werden sollte.
Einfach Deinem Ausbilder darauf ansprechen, dass Dir das doing und Du Dein theoretisches Wissen umsetzen möchtest.

Mal gucken, was aus dem Gespräch wird. Du darfst ja schließlich konstruktive Kritiken abgeben. Wenn Du dann in Deinem "Monolog" die soziale Komponente nicht vergisst, dann erhälst Du einerseits ein Pluspunkt, dass Du mitdenkst...aktiv mitdenkst und zweitens eben, dass dadurch gezeigt hast, dass Du den Sachverhalt verstanden hast und eben mehr Übung brauchst, um schnell gleichwertig zu sein wie die praxiserprobten Schwestern etc.

Also mutig sein und im wahrsten Sinne des Wortes ruhig ansprechen. :)

Viel Erfolg dabei! :)



Von:    Ikeuchi_Aya 11.09.2013 17:06
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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abgemeldet

> :-/ Es geht mir irgendwie nicht in den Kopf, wie es sein kann, dass die Leute die Zeit dafür finden, gezielt nach deinen Fehlern zu suchen und sich auf dein Ego einzuschiessen, aber das sie sich nicht die Zeit nehmen können um dir dabei zu helfen ein wenig selbstsicherer arbeiten zu können..?

Ist für mich auch ein Paradoxon. Als ich der Frau mal schön nach der Nase geredet habe, war sie a*freundlich.
Das war bei ihr wohl das Problem - Schüler hat eigenen Kopf, Schüler widerspricht auch mal, wenn ihm was gegen den Strich geht (im normalen Ton versteht sich - ich will ja schließlich auch normal behandelt werden). Und schon kann man nicht mehr dick Kumpel sein... :D (Gegenseitiger Respekt und Achtung würde mir schon reichen; ich brauch kein "Buddy"-Verhältnis zu jedem Menschen...)

> Situation hin oder her, Ausbildungsbetriebe sind dazu verpflichtet ihren Auszubildenden bestimmte Ausbildungsinhalte auch zu zeigen und/oder üben zu lassen. Das Leute da sind, die sich darauf spezialisiert haben o.ä., das ist keine Entschuldigung dafür, dass man es dich nicht ab und zu mal üben lässt... :( Wenn man dich etwas üben lassen kann, und die Zeit dafür auch da ist, dann sollte man das eigentlich auch machen..

Sehe ich ja auch so. Aber hier läuft eh schon so viel schief, das ist teilweise BILD reif...
Leider kann man wirklich nichts machen, wenn nur Spezialisten ran dürfen. Meist ist das explizit so angeordnet, dass eben nur Person X ran soll. Sei es jetzt wegen rechtlicher Absicherung oder weil die's einfach besser können, was ja für den Patienten auch wieder gut ist... :-/

> In der Prüfung solltest du das vielleicht anders machen ^^ aber mal ganz ehrlich? So wie du es machst, so sollte das eigentlich auch sein ;) Es ist nämlich leider nicht selten, dass sich die Leute in Krankenhäusern entweder wirklich wie am Fließband abgefertigt behandelt fühlen.. Für die Patienten an sich ist es sicher auch mal schön, wenn jemand den Menschen im Fordergrund sieht, und nicht die Wirtschaftlichkeit..

Ja, hier im Altenheim z.B. muss ich halt nur zusehen, dass die Bewohner rechtzeitig zum Frühstück am Tisch sitzen. Die haben ja schließlich auch Hunger. xD Aber ansonsten lässt man mir da freie Hand. Und wenn ich jetzt im Krankenhaus nachfragen würde, was dagegen spricht, es so zu machen, wie wir's machen sollen (außer eben wenn Termine anstehen - das versteht sich von selbst!), kann dir doch auch keiner eine richtige Antwort geben.
Beliebter Spruch "Ja, ich weiß, in der Schule macht man das anders, ABER..." - Also ich find's jetzt nicht gerade schön, wenn man mir den Rücken mit dem Waschlappen zerschrubbt und schnell Creme in Übermaß raufklatscht, weil Pfleger in 20min beim nächsten Patienten sein muss... ^^; Zeitdruck ist keine Entschuldigung für alles, was so passiert.

> Solche Sprüche nimmst du am Besten gar nicht erst ernst, oder.. du könntest auch den je nachdem vielleicht auch ehrlichen Ansatz versuchen und sagen, dass du dir noch etwas unsicher bist und du es gerne nochmal gezeigt/erklärt/kontrolliert haben möchtest.
> Irgendwann klingelt es so vielleicht doch noch bei deinen Ausbildern..

Das ist es dann, wo die, die solche Sprüche ablassen, dir erwidern "Ja, aber du bist schon im zweiten Lehrjahr und langsam muss es mal..." Ist wie gegen eine Wand reden. Warum ich bei sowas versuche, einmal was zu sagen und beim zweiten Mal einfach nur noch nicke, lächle und mir meinen Teil denke. Es ist nur eben höchst ärgerlich, ne. Einfach auch, weil ich nicht nachvollziehen kann, warum man sowas überhaupt bringt.
Wie du sagtest : Bloß nicht ernst nehmen.

> Das klingt ja auch super O_o Da sieht man, dass sich euer Ausbilder nicht wirklich mit den Prüfungen befasst zu haben scheint.. sonst würde er doch genau wissen, wo die ganzen Stolpersteine denn so versteckt sein könnten. Zumindest im Groben weiß man das als Ausbilder immer, besonders wenn man schon länger Leute ausbildet.

Vor allem wissen die das GANZ GENAU. Nur uns Schülern gibt man das anscheinend nicht in die Hand?! Dass es ein Praxisanleiter nicht weiß, kann ich noch nachvollziehen - der ist nicht unbedingt in der Prüfungsmaterie drin, hat zu selten Schüler mit Abschlussprüfung oder ist frisch dabei... aber unsere LEHRER, die ein ganzes Kollegium um sich herum haben, wo immer mal einer bereits Prüfer war... ehrlich... kein Kommentar.

> Das ganze mal zur Aussprache zu bringen ist aber denke ich eine gute Idee :) Aber wenn ich dir mal einen Tipp geben darf: Versuch das ganze nicht wie einen direkten Vorwurf klingen zu lassen. Wenn dein Ausbilder sich angegriffen fühlt ist die Chance hoch, dass er in die Defensive geht und auf stur schaltet. Versuchs am Besten so neutral wie irgend möglich auszudrücken... ^^

Ja, da hast du recht. Ich muss mir auch noch überlegen, wie ich das aufziehe... am besten wäre es eigentlich, wenn nicht ich wieder da hingehen müsste. Die kennen mich doch schon, dass ich hier und da was zu meckern habe. :'D
Haha... naja, vielleicht werde ich's einfach mal als Art "Verbesserungsvorschlag" für die Zukunft antun - vorbei ist für uns eh vorbei, wirkliche Wertung hat es nicht, aber man sollte schon die kompletten Informationen bekommen und nicht nur die Hälfte. :)"

> Ist das nicht etwas, was dir vielleicht ein wenig mehr Selbstsicherheit geben sollte? Alle können mal eine Prüfung in den Sand setzen.. aber wenn eine oder mehrere Simulationen gut laufen, dann spricht das irgendwo doch für dich, oder nicht? ;) Das sagt zumindest mehr über deine Fähigkeiten aus als das Gemeckere deiner Ausbilder..

Ja, das hatte ich mir bis zur Prüfung auch gesagt. Und als ich mittendrin steckte, ging bekanntlich die Hälfte schief (passiert; solange es nichts tragisches ist, was Patienten gefährdet) und die andere Hälfte ließ mich frustrieren - weil die Selbtsicherheit, dass du sagen kannst "Ich kann das, was von mir zum jetzigen Ausbildungspunkt verlangt wird", dann mit dem "Ja, also eigentlich wäre das und das und das Dinge, die Sie zum

> Aber heute weißt du hoffentlich, dass diese Begründung vollkommen dämlich ist ^^ Es ist normal, dass jemand mit weniger Berufserfahrung weniger Berufserfahrung hat :D Jemandem in einer Ausbildung daraus einen Strick zu drehen ist einfach nur dämlich, und unfair O.o.. aber ansonsten war das ganze einfach nur eine verdammt hohle Begründung gewesen, und mehr nicht :-/

Wissen tat ich's da schon, ich fand's nur einfach... eh... dreist, so etwas überhaupt als Begründung zu nehmen. Sollte ja klar sein, dass wir Schüler das nicht so routiniert können - sonst bräuchten wir wohl kaum die Ausbildung machen, sondern hätten alle schon unser Examen! ;)



Kunoichi

Rest per ENS, weil ich mich hier noch verquatsche. ;)

> Hast du nicht eigentlich auch mal ältere Schüler auf Station mit denen du dich austauschen kannst?

Nope. Und wenn dann sind sie genau 3-4 Tage vor dem Examen, wo ich sie nicht löchern möchte. xD"
Das ist eigentlich schon immer so gut getaktet, dass zu 80% NICHT zwei Schüler gleichzeitig auf einer Station sind. Egal welchen Jahrgangs.


AreAAnimA

Ein wahres Wort.
Muss ich jetzt nur noch rausfinden, wie ich's am besten verpacke, dass es auch richtig ankommt.
Es sind ja nicht alle so begeistert, wenn man mitdenkt und die Ausbildung in ein paar Punkten verbessern oder angenehmer gestalten will - und an die ranzukommen, finde ich echt schwierig.
Wie schön, dass wir "Gesprächsführung" in den Sozialwissenschaften behandeln ;)
...~ If you're up high, all the stuff which is confusing suddenly becomes crystal clear ~...
-- One Liter of Tears ~ Aya's Diary auf Deutsch! --



Von:    AreAAnimA 11.09.2013 19:17
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
Eine Empfehlung bzw. eine Ergänzung von mir:

Bissl schlau machen über die "Kommunikationsebenen" in der Sprache! Hilft ungemein!



Von:    Ikeuchi_Aya 11.09.2013 22:55
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Die kenn ich leider durchaus - genauso wie die Sache mit Ich-Botschaften, keine Warum-Fragen stellen, etc. etc. ... ich arbeite noch dran. ;)
...~ If you're up high, all the stuff which is confusing suddenly becomes crystal clear ~...
-- One Liter of Tears ~ Aya's Diary auf Deutsch! --



Von:    Monia 02.10.2013 23:51
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Heya~ ich habe zur Zeit ein Problem, was mich nicht los lässt =_=

Seit einigen Tagen habe ich starken Kummer und fühle mich in der Hinsicht ein wenig überfordert, da ich nicht weiß, wie ich am besten damit umgehen soll.

Genauer gesagt habe ich vor ca. 3 Monaten jemanden übers Netz kennengelernt, mit dem ich viele gemeinsame Interessen teilen konnte. Er fragte mich, ob ich lust auf eine Fernbeziehung mit ihm hätte und Ich fühlte mich im laufe der Zeit -durch regelmäßiges telefonieren und schreiben- sehr zu ihm verbunden... zudem habe ich auch angefangen Gefühle für ihn zu entwickeln (wie er erzählte auch von seiner Seite aus). Vor einem Monat hatten wir uns für ein gemeinsames Treffen verabredet, wo beide Zeit haben und das wäre genau morgen gewesen. Ich fühlte mich einfach nur glücklich und sowohl er als auch ich zählten die Tage zum ersten Treffen.

Nur leider kippte dies am letzten Wochenende: Er fing an sich seltsam zu benehmen und ich fühlte mich von ihm "links liegen gelassen", worauf ich ihn dann angeschrieben hatte, dass mir das mit ihm doch sehr wichtig ist. Dieses 'Gespräch' eskalierte dann leider, sodass er mich vor dem Bildschirm sitzen gelassen hat.
Am Sonntag kam dann eine SMS von ihm, dass ihm die Entfernung dann doch zuweit wäre und er würde fest entschlossen bei seiner Entscheidung bleiben. Da fing dann bei mir die Heulerei erst an... und da es nicht genug gewesen ist, beichtete er mir nach einigen simse, dass er paar Tage zuvor jemanden kennen gelernt hätte, in der er sich auf dem ersten Blick verliebt hätte.

Danach fühlte ich mich nur noch verarscht und bin mir seitdem auch total unsicher, ob er die ganze Zeit mir etwas vorgespielt hat. Das Treffen ist darauf hin auch abgesagt.

Ich weiß, das sollte mir nicht zu nahe gehen (da ich ihn noch nichtmal vis-a-vis getroffen habe) und ich komme mir allmählich auch verdammt naiv vor, aber die Gedanken kommen immer wieder- primär auch viele Fragen nach dem wieso, warum, weshalb..

Das macht mich total mad =_=
みみをすませばほら



Von:   abgemeldet 03.10.2013 01:43
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Monia

Ich finde deine Gefühle und Gedanken alles andere als naiv. Natürlich geht dir das nahe! Wäre zwar manchmal wünschenswert, wenn man seine Gefühle einfach ausschalten könnte, aber das funktioniert nun mal nicht.
Dass du nun so empfindest, halte ich für absolut normal und nachvollziehbar. Ich glaube, die meisten würden sich so fühlen wie du jetzt.
Du hast dich auf das Treffen gefreut, du hattest eine schöne Zeit mit ihm – auch wenn es „nur“ übers Internet war -, du hattest Hoffnungen und Wünsche, was diesen Mann betrifft.
Auch, wenn ihr euch noch nicht getroffen habt, hast du dir ja etwas davon erhofft. Dass ihr euch sehr gut versteht, dass ihr euch verliebt, dass ihr euch wirklich dafür entscheidet, es mit der Fernbeziehung zu versuchen.
Und nun wurde das alles zerschlagen und dazu auch noch ziemlich grob.
Wenn der Grund stimmt und er wirklich eine andere kennengelernt hat, hätte er das meiner Meinung nach anders regeln müssen.

Gerade am Anfang einer Beziehung, die auch noch eine Fernbeziehung ist und besonders, wenn man sich noch nie gesehen hat, ist irgendwo immer die Gefahr da, dass man plötzlich doch eine andere Person findet, die in der Nähe ist. Und natürlich fragt man sich dann, ob man sich die Strapazen einer Fernbeziehung antun will oder - wie man so schön sagt - lieber den Spatz in der Hand behält.
Wenn ich mich dazu mal als Beispiel bemühen darf: Ich hatte auch eine relativ extreme Fernbeziehung (die jetzt zum Glück keine mehr ist), ich war in Köln, mein Freund in Oberösterreich. Wir haben uns übers Internet kennengelernt und dann recht schnell getroffen, weil er Freunde in Koblenz besuchte und Koblenz von mir aus nicht weit weg war.
Vorher haben wir uns da nicht so große Hoffnungen gemacht. Wir fanden uns halt sympathisch und attraktiv, aber mehr nicht. Das erste Treffen hat dann doch gezeigt, dass da mehr werden könnte.
Dann konnten wir uns aus verschiedenen Gründen zwei Monate nicht sehen und in dieser Zeit hätte es ja durchaus passieren können, dass er eine andere Frau kennenlernt oder ich einen anderen Mann. Natürlich wäre es dann verständlich gewesen, wenn man sich die Fernbeziehung nicht aufhalsen will, sondern sich eher für den Menschen in seiner Nähe entscheidet.
Und trotzdem wäre das schlimm für mich gewesen. Auch, wenn ich damals selbst noch nicht überzeugt war, dass das was werden kann und große Zweifel hatte. Klar, wir hatten uns einmal gesehen, aber was heißt das schon? Man hat aber trotzdem Erwartungen und Hoffnungen, auch wenn man sich selbst ermahnt, erstmal locker zu bleiben.
Ganz locker bleiben kann man doch meistens nicht (weil es einfach nicht geht) und natürlich ist es schade und traurig, wenn man dann so enttäuscht wird, auch wenn das Ganze nur kurz ging.

Von deiner Seite aus war ja alles gut. Du hast dich auf das Treffen gefreut und nun fühlst du dich - verständlicherweise - um die Chance betrogen und verarscht. Absolut nachvollziehbar.
In deinem Fall kommt noch dazu, WIE das passiert ist.
Anstatt, dass er dir ehrlich und einfühlsam sagt, was passiert ist (und das wäre sicher auch traurig genug für dich gewesen), provoziert er erst einen dummen Streit, lässt dich einfach sitzen (was gerade bei einer Fernbeziehung SEHR scheiße ist) und knallt dir auch noch sowas per SMS hin. Was soll das?
Klar, das ist einfacher für ihn, aber für dich macht es das doch nur schwerer.
Es ist wirklich schade, dass er so gehandelt hat und das nicht anders gelöst hat. Solche Sachen sind nie schön und sicher sucht man den einfachsten Weg, aber dass es dir nun umso beschissener geht, muss ihm doch klar sein.

Du hast Gefühle für ihn, die sich nicht von heute auf morgen abstellen lassen, auch wenn du jetzt verständlicherweise zweifelst, ob er diese Gefühle wert war und ob er die Trauer wert ist.
DEINE Gefühle waren / sind aber definitiv echt, gerade deshalb tut es jetzt auch so weh. Und auch, wenn das ein schwacher Trost ist, weißt du sicher, dass du niemandem etwas vorgemacht hast.

Es ist auch verständlich, dass dir die ganzen Fragen im Kopf herumspuken. Leider wirst du auf diese Fragen wohl keine Antworten bekommen und das ist verdammt unbefriedigend.
Nur er weiß, was eigentlich los war / ist und du sitzt jetzt da und hast ein paar lausige SMS. Das ist scheiße und du hast jedes Recht traurig, wütend und enttäuscht zu sein.
Großartig darüber nachzudenken, ob er dir die ganze Zeit was vorgemacht hat, bringt vermutlich nichts, außer, dass du noch zerknirschter sein wirst.
Letztendlich kann nur er dir das sagen, aber ob er das wird ist fraglich.
Ich glaube nicht, dass er dich nur verarscht hat, denn warum hätte er sich die Mühe machen sollen?
Sicher sagen kann es dir aber niemand, außer ihm.
Dass die Frage in deinem Kopf ist, ist daher verständlich, aber du solltest nicht vom Schlechtesten ausgehen, auch wenn das schwer fällt.
Und erstrecht solltest du dir keine Vorwürfe machen, denn naiv bist du wegen dieser ganzen Sache sicherlich nicht.

Einen richtigen Rat kann ich da leider nicht geben. Vielen hilft es, sich abzulenken. Anderen geht es besser, wenn sie viel darüber reden können und manche brauchen einfach eine gewisse Trauerzeit für sich alleine.
Falls du noch in Kontakt mit ihm stehst, sagt er dir ja vielleicht irgendwann ehrlich, wie es dazu gekommen ist - sofern du das überhaupt möchtest.
Ich wünsche dir, dass der Schmerz nicht zu lange anhält und du schnell über ihn hinwegkommst. Da ist es vielleicht sogar ein „Vorteil“, dass es jetzt passiert ist und nicht nach ein paar Treffen (ich hoffe, das klingt nicht zu zynisch :-/).
Schlimm genug ist es so auch und es wird sicher einige Zeit dauern, bis du es überwunden hast, aber du wirst es überwinden, auch wenn es im Moment schlimm ist.
Zuletzt geändert: 03.10.2013 01:43:52



Von:   abgemeldet 03.10.2013 15:01
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Mhh.. ich stecke aktuell in einem kleinen Dilemma.

In welchem? Naja, seit rund einem Jahr stecke ich in einer Umschulungsmaßnahme in welcher zwei Praktika von 6 und 3 Monaten vorgesehen sind. Mein erstes absolvierte ich bei einer Krankenversicherung, und ich muss offen und ehrlich sagen, dass ich dort alles andere als zufrieden gewesen bin. Die ersten zwei Monate musste ich regelrecht um Arbeit betteln (!). Die letzten vier Monate verbrachte ich in einer anderen Abteilung. Dort schwankten meine Tätigkeiten zwischen "nichts zu tun haben", "stupide Arbeiten verrichten" und einer gewissen Überforderung.. also, einer Überforderung in Form von "erst hielt man mich von komplexeren Tätigkeiten fern, und dann sollte ich sie spontan und ohne sie jemals auch nur gezeigt bekommen zu haben verrichten".

Die Kehrseite der Medallie war aber, dass ich trotz allem wohl einen positiven Eindruck bei den Mitarbeitern dort hinterlassen habe. Von "oben" bekam ich zu hören das man mich gerne fest eingestellt hätte, wenn meine Umschulung nicht noch ein Jahr dauern würde, und auch zum Abschied sammelte man für mich ein wenig Geld (150 €) in der Abteilung.

Also irgendwie habe ich wohl es trotz meiner Frustration geschafft dort einen halbwegs passabelen Eindruck zu hinterlassen. Trotzdem hatte ich mir damals geschworen, dass mein zweites Praktikum anderswo sein muss (!). Ich habe keine Ahnung woran es lag, aber die dortige Arbeitsatmosphäre an sich zog mich einfach durchgehend runter. Es kann aber natürlich auch ganz einfach daran liegen, dass man mir vor dem Praktikum diverse Ausbildungsinhalte und Tätigkeitsfelder zusagte, und es am Ende bei der Poststelle, einem Locher und der simplen Erstellung einer Datensammlung geblieben ist.

Naja, auf jeden Fall bewarb ich mich aus dem Grund seit Juli um andere Praktikumsstellen, da kommenden Monat mein zweites ansteht. Hier muss ich auch offen und ehrlich zugeben, dass ich mich damit schwer getan habe entsprechende Betriebe für dieses Praktikum zu finden. Ausgeschrieben werden sollte Praktika eher selten.

Letzten Freitag aber wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch bei einer der wenigen Firmen (insgesamt machte ich fünf von denen ausfindig), die tatsächlich eine Praktikumsstelle ausgeschrieben hatten. Genau hier ist das Problem: Einerseits machte man mir ein super Angebot, aber andererseits sagt mir mein Instinkt, dass irgendetwas an der Geschichte faul ist.

Das Angebot sah wie folgt aus: Man würde mich nach dem Praktikum, sofern ich mich nicht allzu blöd anstelle, auch fest übernehmen wollen. Das Gehalt (netto) sollte nach diesem Praktikum 2.100,- € betragen, was für Berufseinsteiger in meinem Berufsfeld schon viel ist, und auch meine Fahrtkosten würde man mir erstatten wollen.

Und jetzt schreibe ich mal stichpunktartig auf, wieso mein Instinkt mich seit letztem Freitag in Alarmbereitschaft versetzt hat:

- das Nettogehalt würde sich aus 1.800,- € + 300,- € "bar auf die Hand" zusammensetzen
- man hat mich darum "gebeten", dass ich dieses Praktikum um einen vierten Monat verlängere
- für die folgende Festeinstellung wäre ein Führerschein "sehr vorteilhaft", und diesen solle ich bitte sofort anfangen und bis November fertig haben, damit ich schon während des Praktikums im Außendienst Immobilien verwalten kann
- das ganze Vorstellungsgespräch über ist mir nicht eine personenbezogene Frage gestellt worden. Das Thema "ich" fing an und endete mit den Worten "Ihr Zeugnis ist das mit Abstand beste, was ich hier je auf dem Tisch liegen hatte"
- ich soll vorne im Eingangsbereich einen der drei Schreibtische belegen. An zwei dieser Schreibtische sitzen aktuell Praktikanten/Umschüler, ich wäre der dritte.. und wir drei würden 50% der gesamten Belegschaft dieser Filiale ausmachen..

All diese Dinge sorgen bei mir jedenfalls dafür, dass ich das Gefühl nicht loswerde, dass da etwas faul ist. Überdramatisiere ich, oder kommt die Geschichte auch anderen komisch vor? ^^

Oh, und nur mal so nebenbei: Das Schwarzgeld würde ich - wenn ich die Stelle doch noch dort antreten sollte - übrigens nicht annehmen. Ich sehe es zwar nicht als schlimm an, wenn jemand unserem Staat ein wenig Geld klauen möchte, aber ich kralle mich eher ungerne an Schiffen fest die jeder Zeit untergehen könnten.. *g*

Jedenfalls stecke ich wegen dieser Geschichte nun in einem Dilemma. Einerseits könnte mich mein Instinkt natürlich auch täuschen, und das ganze könnte mit einem versteuerten Einstellungsgehalt von 1.800,- € mein Traumjob sein.. aber andererseits könnte ich hier auch an einen dieser Betriebe geraten sein die es sich zur Philosophie gemacht haben lieber Praktikanten statt teuer Mitarbeiter zu beschäftigen.

Nun weiß ich nicht so recht was die bessere Wahl wäre. Mir kommt es so vor als müsste ich mich nun zwischen einem zweiten Schlag ins Gesicht und einem Messer im Rücken entscheiden. Den Schlag ins Gesicht kann man wenigstens kommen sehen..

Monia
> Am Sonntag kam dann eine SMS von ihm, dass ihm die Entfernung dann doch zuweit wäre und er würde fest entschlossen bei seiner Entscheidung bleiben.
Ein Trost ist das keiner, aber für mich liest sich das ganze so als hätte da jemand kalte Füße bekommen.

Es kommt leider recht häufig vor, dass die Leute erst kurz vor größeren Schritten anfangen Zweifel zu entwickeln, und das sie wegen genau dieser Zweifel dann auf der Zielgeraden wieder den Rückzug antreten..

Ich war übrigens auch schon einmal in "seiner" Situation. Monate lang dachte ich, dass zwischen ihr und mir würde alles perfekt passen.. und auch wir zählten die Tage bis zum ersten Treffen :'D Ne näher das Treffen kam, desto realer wurde das alles dann irgendwann aber auch.. und je realer es wurde, desto mehr Gedanken machte ich mir darüber. Alleine die Planung der Fahrt sorgte schon für erste Zweifel bei mir. Die Fahrt war lange, und sie war teuer. Erst in dem Moment in dem ich das Ticket kaufte (4 Tage vorher) wurde mir erst so richtig bewusst, dass die Entfernung wohl doch ein Problem darstellt. Diesem Gedanken folgte dann die Frage was wäre, wenn das ganze im Real Life dann doch nicht passt, oder wie es auf lange Sicht weitergehen sollte, wenn es denn passt. Jeder aufkommende Zweifel brachte zwei neue hervor, und am Ende sagte ich das Treffen deswegen dann auch ab.

Schön war das nicht, und mir tuts auch immernoch leid, dass das damals bei mir und ihr so blöd gelaufen ist.. aber so war das halt.

Worauf ich hinaus will ist einfach nur, dass da keine böse Absicht hinterstecken muss, wenn soetwas passiert. Manche Probleme springen einem nämlich immer erst dann ins Auge, wenn man sich auch 'wirklich' mit ihnen befassen muss. Solange solche Dinge nur im Kopf stattfinden blendet man sie gerne erst einmal aus..

Das er sagte, dass er eine andere kennenlernte kann übrigens auch ein - wie ich es immer nenne - "Todesstoß" gewesen sein. Kann gut sein, dass er wegen seiner Zweifel einen Schlussstrich gezogen hat, und das er auf die Weise auch dich dazu bringen wollte einen zu ziehen..

.. das übrigens habe ich noch nie gemacht ^^ In meinem Bekanntenkreis bekam ich diese Tour nur schon ein paar male mit. Es ist zwar weder schön noch nett, wenn jemand mit der Tour kommt, aber viele wählen am Ende immer den "easy way out".. den für sich selbst.

Wenn du mich fragst solltest du am Besten versuchen diese Geschichte irgendwie für dich abzuschließen. Auch wenn das ganze eleganter hätte laufen können denke ich, dass er sich schon so seine Gedanken über euch gemacht hat. Davon, dass er dich nur verarscht hat würde ich aber nicht ausgehen.. Ich glaube nämlich nicht, dass er selbst wollte das es so endet. Klingt für mich eher so, als hätte er auf der Zielgeraden massive Zweifel entwickelt, und entsprechend reagiert.. :-/
Not my fault, someone put a wall in my way.



Von:    Monia 03.10.2013 22:30
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Vielen, vielen, lieben Dank für eure Antworten!

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr mir das hilft. Die Gedanken gestern Abend waren wieder unerträglich und es drehte sich nur noch im Kreis.
Ich habe mir heute über eure Posts ein paar Gedanken gemacht und bin in mich Inne gegangen.

Nu kann ich mir ein besseres Bild über meine Situation verschaffen (deswegen schreibe ich erst jetzt).



abgemeldet,
deine Worte haben mich sehr berührt. Es liefen auch ein paar Tränen, aber mehr aus dem Gefühl heraus verstanden zu werden.

Da stimme ich dir auch voll und ganz zu, dass er es hätte anders regeln müssen. Mir wäre es auch am liebsten gewesen, wenn er gleich am ersten Tag des kennen lernens mir offen und ehrlich gesagt hätte, "Du, ich habe da jemanden kennen gelernt.." etc.

Das Ding an der ganzen Sache war halt noch dazu, dass er am Samstags schon morgens mit seinem "Kumpel" verabredet war (das war auch sehr spontan) und wir uns dann für Abends verabredet haben, wenn ich wieder von der Arbeit da bin. Erst 2 Stunden später hatte er sich bei mir gemeldet.
Als er mir erzählte, was er an dem Tag gemacht hatte (zuerst essen gegangen, dann spazieren..) schrieb ich aus jucks "das klingt ja nach einem Date :P", ohne was böses bei zu denken (im Nachhinein klebten auch meine Gedanken daran =_=). Darauf verteidigte er sich, dass er nicht mit einer Frau unterwegs gewesen wäre und er wegen mir eine langjährige Freundschaft nicht aufs Spiel setzen möchte (dabei war das gar nicht meine Absicht, das Gespräch so zu lenken). Habe auch nie erwähnt dass er zu irgendwem etwas abbrechen soll, gar so zu denken.
Es ist ja auch nicht schlimm, wenn sich die Verabredung verzögert, nur hätte er mir da bescheid geben können, dass er später kommt.

Am nächsten Tag, als dann halt seine SMS kam, wollte ich unbedingt mit ihm ein Telefonat führen, damit man darüber spricht und nicht auf diese Weise etwas abbricht. Zuerst ging er nicht ran, rief mich dann aber zurück ("nur weil du es möchtest..").
Auf die Frage, wie er zu diesem Entschluss kam, beantwortete er mir halt, dass ihm seit einigen Tagen klar geworden wäre, eine Fernbeziehung hätte keine langlebige Zukunft und wenn wir uns getroffen hätten, dass das alles noch viel schlimmer hätte ausarten können. Als ich mit einem "ist das wirklich so?" entgegen kam, legte er ohne Worte einfach auf.
Nach paar SMS Wechsel, man könne ja *versuchen* Freunde zu bleiben (von ihm), kam dann halt die besagte SMS.

Ich habe mir die ganze Zeit darüber den Kopf zerbrochen, was ich nur falsch gemacht habe. Ob ich z.B. zu ein vernehmend gewesen bin, zu viel gearbeitet habe (Wochenende Kellnern, In der Vorlesungsfreien Zeit VZ Job) oder meine FI (Essen&Trinken ist bei mir Massiv eingeschränkt)ihm doch zu viel war.

Kann mir auch schwer vorstellen, dass er von Anfang an Schindluder getrieben hat, aber ich mache mir da doch gedanken, in welchen Momenten er ehrlich zu mir war. Dafür habe ich ihn auch einfach zu sehr lieb (gehabt), um vom schlechtesten aus zu gehen.
In Kontakt stehe ich mit ihm leider nicht mehr. Habe ihn zwar noch in Skype, aber online kam er seitdem nicht mehr. Seine Nummern habe ich jedoch gelöscht, damit ich nicht in Versuchung komme ihn zu belästigen.
Zum Glück habe ich viel um die Ohren, sodass ich mich in der Zeit etwas 'ablenken' kann. Auch die Gäste auf der Arbeit haben mir ein Lächeln geschenkt. Nur wenn ich für mich alleine bin kommen die Gedanken halt wieder. Hoffentlich geht das schnell vorbei :(

> Da ist es vielleicht sogar ein „Vorteil“, dass es jetzt passiert ist und nicht nach ein paar Treffen (ich hoffe, das klingt nicht zu zynisch :-/)
Da hast du allerdings recht!


und abgemeldet,

>Ein Trost ist das keiner, aber für mich liest sich das ganze so als hätte da jemand kalte Füße bekommen.
Mit diesem Gedanken habe ich auch schon gespielt, dass ihm das Alles zuviel wurde.
Aber auch hier hätte ich mir gewünscht, dass er sich mit mir zusammen setzt und das Problem anspricht.. egal wie unangenehm das ist :(

>Das er sagte, dass er eine andere kennenlernte kann übrigens auch ein - wie ich es immer nenne - "Todesstoß" gewesen sein. Kann gut sein, dass er wegen seiner Zweifel einen Schlussstrich gezogen hat, und das er auf die Weise auch dich dazu bringen wollte einen zu ziehen..
Genau das Gleiche habe ich auch gedacht. Ich habe ihn -glaub ich- auch eine steile Vorlage per SMS dafür gegeben.
Spoiler
"der Gedanke, dass du schon offen für eine andere Frau sein könntest und danach suchst verfolgt mich. Das wäre für mich ein Grund den Kontakt ab zu brechen
Darauf bin ich im nachhinein auch nicht stolz das geschrieben zu haben, aber mir war es wichtig ihm das wissen zu lassen.

>.. das übrigens habe ich noch nie gemacht ^^ In meinem Bekanntenkreis bekam ich diese Tour nur schon ein paar male mit. Es ist zwar weder schön noch nett, wenn jemand mit der Tour kommt, aber viele wählen am Ende immer den "easy way out".. den für sich selbst.
Das scheint auch für viele ein Patentrezept zu sein. Auch in meinem Bekanntenkreis machen das einige Leute, nur um die abgeschriebene Person nicht zu 'verletzen'. Ich kann das ganz und gar nicht nachvollziehen, denn ich finde das macht das Ganze nur noch schlimmer :/

Ich bedauere es sehr, dass es auf diese Art und Weise geendet ist. Für mich war er eine sehr liebenswerte Person.


und nochmal abgemeldet,

ich finde das schon sehr krass, dass ihr solange ein/zwei Praktika absolvieren müsst. Auch, dass du Anfangs um arbeit betteln musstest, ist alles andere als zufriedenstellend.
Trotz im Unglück hast du ja zum Glück ein gutes Ansehen erarbeitet, das ist doch schonmal viel wert :)

Deine Zweifel hätte ich bei diesem Angebot und Sitation auch bekommen, das steht definitiv fest. Es klingt auch sehr stark danach, als wollte Firma 2 nur billige Arbeitskräfte einstellen. Auch finde ich die '300€' Bar-auf-die-Hand sehr suspekt! Allein beim Vorstellungsgespräch fehlen mir die Worte

Ich hatte auch mal so ein Praktikum in einer IT Firma gehabt (zum Glück waren das nur 2 Wochen und Jahre her), wo ich an ein kommerzielles (eigenes) Projekt arbeiten, was ganz groß raus kommen sollte. Auch ich sollte meine Praktikumszeit auf 3 Monate verlängern. Einen Praktikumsleiter gar Ausbilder für die Azubis hatte man dort vergeblich gesucht.

Ich verstehe da deine Zweifel diesbezüglich sehr gut. Ich glaube auch, dass dein Gefühl ein gutes Signal dafür ist, dass da wirklich was nicht stimmt.

Ich weiß, das ist leichter geschrieben als getan, aber ich würde mich in deinem Fall noch andersweitig bewerben und wenn es paar Kilometer weiter weg ist. Vielleicht gibt es noch andere Branchen, wo du dein Interesse zeigen könntest.
みみをすませばほら



Von:   abgemeldet 04.10.2013 18:01
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Monia
> Aber auch hier hätte ich mir gewünscht, dass er sich mit mir zusammen setzt und das Problem anspricht.. egal wie unangenehm das ist :(
Das ist der große Nachteil am Internet, man kann so ein Chatfenster ganz einfach schließen, Leute mit denen man - warum auch immer - nichts zu tun hat einfach mal blocken usw.. Heute wächst man mit so einem Verhalten mehr oder weniger schon auf, und es ist "vollkommen normal", wenn man plötzlich Chatfenster einfach so schließt oder Leute auf seine Ignorelisten packt.. Viele haben es durch all das denke ich einfach verlernt, offen über ihre Probleme zu reden..

> Genau das Gleiche habe ich auch gedacht. Ich habe ihn -glaub ich- auch eine steile Vorlage per SMS dafür gegeben.

> [...]

> Darauf bin ich im nachhinein auch nicht stolz das geschrieben zu haben, aber mir war es wichtig ihm das wissen zu lassen.
Es ist aber auch nichts wofür du dich schämen solltest ;-) Du hast ihm mitteilen wollen was in dir aktuell vor geht. Was er daraus gemacht haben könnte, das ist nicht deine Schuld.

> Das scheint auch für viele ein Patentrezept zu sein. Auch in meinem Bekanntenkreis machen das einige Leute, nur um die abgeschriebene Person nicht zu 'verletzen'.
Das sagen sie immer. Ich denke aber meistens sind die Leute mit der Situation überfordert, und möchten am Ende einfach nur den Konsequenzen ihrer 'Körbe' aus dem Weg gehen. Sich selbst dabei noch möglichst heroisch darzustellen ist da immer ganz beliebt bei..

Vielen fällt es einfach schwer noch zu sagen was sie wirklich denken und wollen.

Und nun zu meinem Fall.. :D

> ich finde das schon sehr krass, dass ihr solange ein/zwei Praktika absolvieren müsst. Auch, dass du Anfangs um arbeit betteln musstest, ist alles andere als zufriedenstellend.
Trotz im Unglück hast du ja zum Glück ein gutes Ansehen erarbeitet, das ist doch schonmal viel wert :)
Das mit dem Ansehen ist etwas, was mich immer ein wenig ärgert. Bei jeder Firma bei der ich bisher eingestellt gewesen bin hatte ich ein ziemlich gutes Ansehen gehabt.. also am Eindruck scheiterts bei mir eigentlich nicht. Dummer Weise bin ich nur nicht in der Lage dazu diesen guten Eindruck schon in meine Bewerbungsunterlagen hineinzupacken.

.. selbst nach meinem Zivildienst legten die Pfleger/innen rund 250 €, wenn ich mich nicht vertue - zusammen und verabschiedeten mich mit einem Haufen Scheine und ein paar kleinen Geschenken. Wir hatten viele Zivis bei uns, und viele sind auch vor mir gegangen. Nicht einer bekam mehr als 'nen Händedruck zum Abschied.

Am Selbstvertrauen mangelt es mir in der Hinsicht wegen all dieser Geschichten (und vielen mehr) eigentlich nicht. Aber meine Bewerbungen haben, selbst wenn es um ein unbezahltes Praktikum geht, immer eine 99%ige Wahrscheinlichkeit, dass sie mit Absagen oder gar nicht beantwortet werden :-/

> Deine Zweifel hätte ich bei diesem Angebot und Sitation auch bekommen, das steht definitiv fest. Es klingt auch sehr stark danach, als wollte Firma 2 nur billige Arbeitskräfte einstellen. Auch finde ich die '300€' Bar-auf-die-Hand sehr suspekt! Allein beim Vorstellungsgespräch fehlen mir die Worte
Gut das nicht nur ich bei all diesen "Kleinigkeiten" hellhörig werde ^^

Irgendwo frustriert mich das aktuell. Was den Arbeitsmarkt betrifft hatte ich bisher nicht unbedingt ein gutes Händchen gehabt. Die Sache mit dem Schwarzgeld dort wäre für mich kein Thema gewesen, das hätten die mal schön behalten können.. aber eine Praktikumsstelle zu finden und die Aussicht zu haben nach dem Praktikum auch gleich übernommen zu werden, das ist ein Gedanke der mir eigentlich gefällt. Der, dass ich mir nun erst einmal einen riesigen Stress wegen einer Praktikumsstelle machen muss (3 1/2 Wochen habe ich noch Zeit), nur um mir dann Monate später den selben Stress wegen einer Arbeitsstelle machen zu müssen.. der gefällt mir eher weniger ^^'.. aber anscheinend wird es doch wieder genau darauf hinauslaufen..

> Ich hatte auch mal so ein Praktikum in einer IT Firma gehabt (zum Glück waren das nur 2 Wochen und Jahre her), wo ich an ein kommerzielles (eigenes) Projekt arbeiten, was ganz groß raus kommen sollte. Auch ich sollte meine Praktikumszeit auf 3 Monate verlängern. Einen Praktikumsleiter gar Ausbilder für die Azubis hatte man dort vergeblich gesucht.
Du solltest das von zwei Wochen auf drei Monate verlängern? Das ist auch.. nett.. besonders wenn es an Ausbildern fehlte.

> Ich verstehe da deine Zweifel diesbezüglich sehr gut. Ich glaube auch, dass dein Gefühl ein gutes Signal dafür ist, dass da wirklich was nicht stimmt.
Ja.. mein Trollsinn hat mich noch nie getäuscht :D Das er aktuell aber wieder Alarm schlägt freut mich trotzdem nicht so wirklich.

> Ich weiß, das ist leichter geschrieben als getan, aber ich würde mich in deinem Fall noch andersweitig bewerben und wenn es paar Kilometer weiter weg ist. Vielleicht gibt es noch andere Branchen, wo du dein Interesse zeigen könntest.
Hier habe ich so mein persönliches Problem mit, was anderen in meinem Kurs aber auch nicht anders geht. Offiziell kann uns eigentlich jede Firma in so ziemlich jeder Branche gebrauchen.. aber Firmen zu finden die auch Praktikanten beschäftigen wollen, das ist eher problematisch.

Damals hatte ich schon Probleme eine Stelle zu finden. Ich war zwar der mit Abstand erste der etwas hatte, aber es war ein langwieriger Weg bis da hin. Das viele Firmen das ganze auchnoch einschränken indem sie sagen, dass sie nur Praktikanten für mindestens 6 Monate beschäftigen möchten, das macht es auch nicht leichter bei der Suche nach meinem dreimonatigen Praktikumsplatz.

Vorhin kam ich auf die grandiose Idee einfach mal Google Maps zu öffnen, meinen Ort in Kombination mit "Firmen" einzutippen.. und demnächst einfach mal jeden roten Punkt, der auf der Karte erscheint, anzurufen.

Nächste Woche muss ich in der 'Schule' mal anfragen ob ich mir dafür dann einen Tag frei nehmen kann.

Größere Wegstrecken kommen für mich wegen des fehlenden Führerscheins nicht wirklich in Betracht :-/ Dafür sind die öffentlichen Verkehrsmittel hier im Ort bzw. in der Umgebung viel zu unzuverlässig. Außerdem beginnt und endet das Praktikum mit meinen Abschlussprüfungen, bei denen ich noch vor habe einen 1,0er-Schnitt rauszuholen. Längere Fahrzeiten würden bedeuten, dass ich mich weniger auf all das vorbereiten kann..
Not my fault, someone put a wall in my way.



Von:   abgemeldet 06.10.2013 04:38
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
Hat sich geregelt =.=
Zuletzt geändert: 07.10.2013 14:49:22



Von:    Monia 06.10.2013 16:29
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Wieder viel zutun gehabt :)

abgemeldet,

>Das ist der große Nachteil am Internet, [...] Viele haben es durch all das denke ich einfach verlernt, offen über ihre Probleme zu reden..
Lieder wahr. Wenn etwas nicht passt, kann man immer noch 'escape' benutzen. Auch wenn dies bei ungewünschten Leuten sehr vorteilhaft ist das Problem auszublenden, finde ich es auf der anderen Seite immer mehr dissozialisierend.

>Es ist aber auch nichts wofür du dich schämen solltest ;-) Du hast ihm mitteilen wollen was in dir aktuell vor geht. Was er daraus gemacht haben könnte, das ist nicht deine Schuld.
Es mag sich total doof anhören, aber ich habe da wirklich im nachhinein gedacht, "wieso hab ich das getan?". Auch jetzt fühle ich mich wie eine Idiotin, weil ich ihm gerne schreiben würde, aber weiß, dass es im Endeffekt nichts bringt. Zudem keimt in mir noch Hoffnung, man könne wieder in Kontakt treten, was das ganze noch erschwert.

>Das sagen sie immer. Ich denke aber meistens sind die Leute mit der Situation überfordert, und möchten am Ende einfach nur den Konsequenzen ihrer 'Körbe' aus dem Weg gehen. Sich selbst dabei noch möglichst heroisch darzustellen ist da immer ganz beliebt bei..
So könnte ich mir das auch vorstellen, dass sich mancher so einer Konsequenz entzieht, um einfach keinen Stress zu haben. Das finde ich manchmal echt, naja, nicht Konfliktfähig.


>Dummer Weise bin ich nur nicht in der Lage dazu diesen guten Eindruck schon in meine Bewerbungsunterlagen hineinzupacken.
Das finde ich auch nicht recht leicht. Hättest du denn Zeugnisse von den jeweiligen Stellen, die das Bekräftigen könnten?

>.. selbst nach meinem Zivildienst legten die Pfleger/innen rund 250 €, wenn ich mich nicht vertue - zusammen und verabschiedeten mich mit einem Haufen Scheine und ein paar kleinen Geschenken. Wir hatten viele Zivis bei uns, und viele sind auch vor mir gegangen. Nicht einer bekam mehr als 'nen Händedruck zum Abschied.
Da habe ich auch schon von paar ex-Zivis gehört, dass sie von den Schwestern etwas Geld gesammelt bekommen haben.

>Aber meine Bewerbungen haben, selbst wenn es um ein unbezahltes Praktikum geht, immer eine 99%ige Wahrscheinlichkeit, dass sie mit Absagen oder gar nicht beantwortet werden :-/
Hast du bei den Absagen mal nachgefragt, warum es nicht ganz gereicht hat? Meistens geben die Firmen Auskünfte darüber, woran es gescheitert sein könnte.

>[...] Der, dass ich mir nun erst einmal einen riesigen Stress wegen einer Praktikumsstelle machen muss (3 1/2 Wochen habe ich noch Zeit), nur um mir dann Monate später den selben Stress wegen einer Arbeitsstelle machen zu müssen.. der gefällt mir eher weniger ^^'.. aber anscheinend wird es doch wieder genau darauf hinauslaufen..
Da wünsche ich dir viel Erfolg, dass du noch rechtzeitig eine passende Praktikumsstelle bekommst :)

> Damals hatte ich schon Probleme eine Stelle zu finden. Ich war zwar der mit Abstand erste der etwas hatte, aber es war ein langwieriger Weg bis da hin. Das viele Firmen das ganze auchnoch einschränken indem sie sagen, dass sie nur Praktikanten für mindestens 6 Monate beschäftigen möchten, das macht es auch nicht leichter bei der Suche nach meinem dreimonatigen Praktikumsplatz.
Da würde ich auch frustrieren, wenn ich andauernd sowas gesagt bekommen würde. Aber ich finde 6 Monate minima einfach zu lang für ein Praktikum (meine Meinung). Firmen sollten auch < 3 Monate Leuten eine Chance auf ein Praktikum geben.

> Größere Wegstrecken kommen für mich wegen des fehlenden Führerscheins nicht wirklich in Betracht :-/ Dafür sind die öffentlichen Verkehrsmittel hier im Ort bzw. in der Umgebung viel zu unzuverlässig. Außerdem beginnt und endet das Praktikum mit meinen Abschlussprüfungen, bei denen ich noch vor habe einen 1,0er-Schnitt rauszuholen. Längere Fahrzeiten würden bedeuten, dass ich mich weniger auf all das vorbereiten kann..
Ok, das ist dann wirklich ein wenig problematisch, wenn die Bedingungen nicht die lukrativsten sind. :/
みみをすませばほら



Von:    Xirain 07.10.2013 14:54
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Ich möchte mich auch einmal "ausweinen".

Es geht um meinen Freund und mich.
Wir sind jetzt seit 10Monaten zusammen und er ist...gefühlskalt.

Also er ist absolut kein Gefühlsmensch...ich liebe ihn aber schon sehr und bin ansich ein Mensch der das auch brauch...Ich brauch es dass mir mal wer sagt, dass er mich mag oder vermisst.

Er scheint schon irgendwelche Gefühle für mich zu haben... Aber er sagt mir auch direkt, er liebe mich nicht und es wird noch sehr lange dauern bis er jemanden "liebt". (Er wurde stark enttäuscht von seiner Ex... ich war live und in Farbe dabei, da ich ihn schon über 4 Jahre kenn...)

Aber ich kann auch nicht aus meiner Haut...es kommt immer wieder zum Streit über dieses Thema...
Er sagt dann, ich hätte es doch vorher gewusst und klar tat ich das...aber ich dachte ich kämpfe und schaffe es das so zu akzeptieren.

Er meint auch, er würde mir ja wohl kaum jeden Tag schreiben, wenn er mich nicht mögen würde.
(Fernbeziehung... selten telefonieren...mag er nicht...)
Er würde wohl kaum zu mir fahren, wenn er mich nicht mögen würde...
Klingt soweit ganz logisch irgendwo, aber mir fehlt das was eine Beziehung mit sich bringt normalerweise mehr als ich gedacht hätte...
Ich vermisse es sehr, dass mir jemand sagt, er mag und vermisst mich.... So sehr, dass es fast wehtut...aber er sagt strikt, nö das macht er nicht... Er ist nicht der Typ dafür...

Manchmal macht es mich regelrecht krank diese Diskussion zu führen... Ich verstehe nicht, was so schwer daran ist ein paar solcher Worte zu sagen oder zu schreiben, wenn er angeblich so empfindet... Und wenns nur da ist, damit es mir besser geht.
(Mich macht es oftmals ziemlich alle...)
Er fühlt sich durch die Streitereien als würd ich es erzwingen...verstehe ich auch, aber ja...
Keine Ahnung... Mir macht es so zu schaffen, weil dann Zweifel in mir aufkommen.
Ich hab auch bedürfnisse... und das ist eines davon...

€dit: Also nicht dass ihr denkt, ich bin total blöd, warum ich mit einem Typ zusammen bin, der mich nicht "liebt"... Also er hat schon Gefühle für mich und er würde mich nicht betrügen. Generell meint er auch er geht nicht davon aus, dass er sich in eine andere verliebt... Und er würde mich nicht betrügen. Das sagt er und das glaube ich ihm trotz meiner starken Eifersucht...und das will was heißen.

Vielleicht ist Liebe auch einfach so eine Definitionssache bei ihm...
You and me could write a bad romance!
Zuletzt geändert: 07.10.2013 15:09:15



Von:   abgemeldet 07.10.2013 14:55
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Aktuell macht mir das Verhalten meiner Freundin probleme, denn diese leidet unter einer Zwangsstörung (Ordnung)
Natürlich ist es dann schwer mit jemandem zusammenzuleben, der es mit der Ordnung nicht soooo genau nimmt und auch mal 5gerade sein lassen kann. (mit mir)
Und genau da liegt das Problem.

Sie bittet mich Dinge zu erledigen und natürlich sagt man auch mal, dass man gerade keine Lust dazu hat oder man vergisst es schlichtweg. Das ist ihr problem. Es macht sie fertig wenn was rumliegt und es stresst sie ungemein. Stressen soweit, dass sie Heulkrämpfe und Panikattacken bekommt, in letzter Zeit wird sie auch ziemlich aggressiv (verbal, wird laut, schreit rum). Zudem werde ich durch ihre Aussagen unglaublich unter Druck gesetzt

"Ich vertraue dir, dass das heute erledigt ist"
"Das macht mich fertig, wenn es rumliegt"

sind nur zwei Aussagen die ich mir ständig anhören muss. Wenn sie mich um was bittet und ich erledige das nicht am gleichen Tag, kann sie mir nicht mehr vertrauen und ja das tut ganz schön weh.

Sie geht in eine Therapie dafür, mehr aber auch nicht. Sie arbeitet zu Hause nicht weiter, manchmal habe ich das Gefühl, dass alles was in der Therapestunde besprochen wird am nöchsten oder sogar noch am gleichen Tag, wieder vergessen wurde und da habe ich das Gefühl, sie will diese Therapie gar nicht machen, sondern ist eher darauf versessen mich umzupolen.

Im vergleich dazu, tut sie nie Dinge, die mir wichtig sind. Wir hatten eine lange Diskussion darüber, dass ich nicht mehr möchte, das der Müll übergangsweise (weil man keine Lust hat den Müll rauszubringen) auf dem Balkon gelagert wird. Sie hat es im Nachhinen immer und immer wieder dort abgestellt und sogar uns (Mitbewohnerin und mich) dafür verantwortlich gemacht, dass wir ihn am nächsten Morgen nicht runtergebracht haben.
Genauso habe ich ihr gesagt, dass ich nicht möchte, dass die Fenster den ganzen Tag gekippt sind sobald sie nach Hause kommt. (Bin Stauballergiker und wir wohnen einen Katzensprung von der Autobahn weg; nähe gut befahrende Kreuzung, da kommt einiges an Feinstaub zusammen) Vor allem nicht in den Monaten wo es langsam kälter wird. Auf meine Bitte, dass es mir irgendwann kalt sei, meint sie: "Wenn mir zu kalt ist, mache ich die Fenster eben zu"

Das weitere:
Sie ist noch sehr unerfahren, was das allgemeine Leben angeht und häufig bekommt sie deswegen von mir eins aufn Deckel. Das ist auch etwas, was sie nicht verkraftet. Nicht weil ich recht habe mit dem was ich ihr zu dem Zeitpunkt sage, sondern weil es ihr unangenehm ist. Dann flüchtet sie sich in Ausreden anstatt ehrlich zu mir zu sein, was mich nur noch wütender macht und ich mehr mit ihr Schimpfe oder Tadel. Sie sieht aber alles als direkten Angriff an sich selbst und denkt häufig, ich würde mit meiner Lebenserfahrung angeben wollen um ihr zu zeigen, dass ich intelligenter bin als sie. Dabei erkläre ich ihr nur, dass es eben Dinge gibt die so und so zu funktionieren haben.

Dazu noch:
Ich hatte meinen Schlüssel gesucht und hab echt vercheckt wo ich den hingelegt habe. Also an den zwei Stellen wo ich ihn eigentlich immer hinlege (Tasche und Schale) dort war er aber nicht aufzufinden. Ich frage sie, einfach ohne mir dabei was zu denken, ob sie weiß wo ich meinen schlüssel hingelegt habe worauf sie meinte, sie wüsse es, sage es mir aber nicht, weil ich selber danach gucken soll. Da bin ich ja schon aus allen Wolken gefallen. Im Nachhinein hat sie es mir doch gesagt, aber die Aussage fand ich einfach so unreif von ihr, dass ich das erstmal an den Kopf geworfen habe, ob sie nicht mehr ganz frisch im Kopf ist mir so eine Antwort zu geben. Sie meinte sie hatte keine böse Absicht, sie wollte schlichtweg dass ich besser suche, denn an zwei Orten zu schauen sei für sie nicht suchen. Was wäre so schwer daran gewesen mir zu sagen "Schau mal ins Wohnzimmer" wobei ich nicht mal ne böse Absicht damit hatte, dass ich sie eigentlich gefragt habe?

Ich habe dann von Sa auf So nach unserem Streit woanders geschlafen. Und was schrieb sie mir am morgen darauf? Dass ich den Müll vergessen habe. Bei ihr geht es 24/7 nur um den Haushalt und langsam nervt es mich einfach nur noch.

Wall of text, aber es musste mal raus. Vielleicht weiß ja einer von euch, was man da tun kann.

(Btw hab ich nie gesagt, dass ich kein Samariter bin, ich kann auch n ganz schönes Arschloch sein.)
"No matter how many hundreds of years go by,
I'll always love you more than anyone in the world!"



Von:   abgemeldet 07.10.2013 15:11
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Xirain:
> Ich verstehe nicht, was so schwer daran ist ein paar solcher Worte zu sagen oder zu schreiben, wenn er angeblich so empfindet... Und wenns nur da ist, damit es mir besser geht.

Erstmal: Ich verstehe deinen Freund unheimlich gut. Es ist wirklich schwer, solche Worte zu sagen. Mein Freund kriegt absolut selten zu hören, was ich für ihn empfinde. Er weiß es aber immer - weil ich es ZEIGE. Eben auch durch solche Gesten wie für ihn da sein, mit ihm reden, mit ihm schreiben... Ich finde, es braucht auch gar keine großen Worte, solange man es fühlt. Ich verstehe dich aber durchaus auch, dass es einfach gut tut, sowas zu hören. (Obwohl ich persönlich niemals ein "Ich liebe dich" hören bräuchte, solang ich es spüre. Mir ist der Satz sogar inzwischen höchst unangenehm, weil ich ihn nur selten erwidern kann! Womöglich fühlt dein Freund da ähnlich?)
Und dann: Geh bitte in dich und überlege, ob du wirklich willst, dass er es sagt, nur, damit du dich besser fühlst. Überleg mal, wie gezwungen (!) das dann käme. Das wäre dann vermutlich auch nicht das, was du willst. Du willst, dass er das sagt, wenn er es empfindet und dass die Empfindung dann zu spüren ist, oder nicht? Dafür musst du ihm leider die Zeit lassen, die er noch braucht, bis er die Liebe zu dir auch wahrhaben will (ich glaube kaum, dass er mit dir zusammen wäre, wenn er dich nicht lieben, sondern nur "mögen" würde - mindestens verknallt muss er sein!).

Ich bin auch so ein Mensch, der von manchen als kalt empfunden wird, weil ich gerade am Anfang einer Beziehung niemals von Liebe sprechen würde und weil ich absolut kein Kuscheltyp bin. Das war gerade am Anfang meiner aktuellen Beziehung auch ein großes Problem, weil er nie wusste, woran er ist, weil ich eben auch gar nicht auf Körpernähe oder Ähnliches bestand. Wir haben uns inzwischen recht angenehm in der Mitte getroffen, sodass ich meine Entfernung bekam und er seine Nähe. Geht alles. Das wichtige ist dabei, dass ihr beide (!) einen Schritt auf den anderen zugeht. Das könnte so funktionieren, dass er versucht, in Worte zu fassen, was er empfindet. Aber auch dass du dich mehr auf seine Gesten konzentrierst, um zu merken, was er empfindet. Glaub mir: Wenn du erstmal auf seine Gesten achtest, wirst du genau sehen, was er empfindet.
Rede doch mal ruhig mit ihm, sofern das möglich ist. Er wird das Thema vermutlich langsam nicht mehr hören können, da es wohl öfter bei euch zur Sprache kommt. Aber wenn ihr das wirklich mal in aller Ruhe besprecht, werdet ihr auf eine Lösung kommen. Da bin ich mir sicher. :) Ich wünsch euch auf jeden Fall, dass ihr euren Mittelweg findet und beide glücklich werdet! Immerhin ist das doch da Wichtigste in eurer Beziehung! :)
9x-7i > 3(3x-7u)
Mathematik = Liebe!
(Fakultät, nicht Ausrufezeichen! ;) )



Von:    Xirain 07.10.2013 15:20
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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abgemeldet:
> Xirain:
> > Ich verstehe nicht, was so schwer daran ist ein paar solcher Worte zu sagen oder zu schreiben, wenn er angeblich so empfindet... Und wenns nur da ist, damit es mir besser geht.
>
> Erstmal: Ich verstehe deinen Freund unheimlich gut. Es ist wirklich schwer, solche Worte zu sagen. Mein Freund kriegt absolut selten zu hören, was ich für ihn empfinde. Er weiß es aber immer - weil ich es ZEIGE. Eben auch durch solche Gesten wie für ihn da sein, mit ihm reden, mit ihm schreiben... Ich finde, es braucht auch gar keine großen Worte, solange man es fühlt. Ich verstehe dich aber durchaus auch, dass es einfach gut tut, sowas zu hören. (Obwohl ich persönlich niemals ein "Ich liebe dich" hören bräuchte, solang ich es spüre. Mir ist der Satz sogar inzwischen höchst unangenehm, weil ich ihn nur selten erwidern kann! Womöglich fühlt dein Freund da ähnlich?)
> Und dann: Geh bitte in dich und überlege, ob du wirklich willst, dass er es sagt, nur, damit du dich besser fühlst. Überleg mal, wie gezwungen (!) das dann käme. Das wäre dann vermutlich auch nicht das, was du willst. Du willst, dass er das sagt, wenn er es empfindet und dass die Empfindung dann zu spüren ist, oder nicht? Dafür musst du ihm leider die Zeit lassen, die er noch braucht, bis er die Liebe zu dir auch wahrhaben will (ich glaube kaum, dass er mit dir zusammen wäre, wenn er dich nicht lieben, sondern nur "mögen" würde - mindestens verknallt muss er sein!).
>
> Ich bin auch so ein Mensch, der von manchen als kalt empfunden wird, weil ich gerade am Anfang einer Beziehung niemals von Liebe sprechen würde und weil ich absolut kein Kuscheltyp bin. Das war gerade am Anfang meiner aktuellen Beziehung auch ein großes Problem, weil er nie wusste, woran er ist, weil ich eben auch gar nicht auf Körpernähe oder Ähnliches bestand. Wir haben uns inzwischen recht angenehm in der Mitte getroffen, sodass ich meine Entfernung bekam und er seine Nähe. Geht alles. Das wichtige ist dabei, dass ihr beide (!) einen Schritt auf den anderen zugeht. Das könnte so funktionieren, dass er versucht, in Worte zu fassen, was er empfindet. Aber auch dass du dich mehr auf seine Gesten konzentrierst, um zu merken, was er empfindet. Glaub mir: Wenn du erstmal auf seine Gesten achtest, wirst du genau sehen, was er empfindet.
> Rede doch mal ruhig mit ihm, sofern das möglich ist. Er wird das Thema vermutlich langsam nicht mehr hören können, da es wohl öfter bei euch zur Sprache kommt. Aber wenn ihr das wirklich mal in aller Ruhe besprecht, werdet ihr auf eine Lösung kommen. Da bin ich mir sicher. :) Ich wünsch euch auf jeden Fall, dass ihr euren Mittelweg findet und beide glücklich werdet! Immerhin ist das doch da Wichtigste in eurer Beziehung! :)

Danke für deine rasche Antwort erstmal.
Und ja ich versuche es schon, aber manchmal möchte ich einfach gerade auf der Entfernung etwas an das ich mich klammern kann...
Es fällt mir unheimlich schwer, weil mein Bedürfnis nach Nähe und Liebe einfach viel größer ist als seines...
Ich fühl mich manchmal einfach regelrecht weg/vor den Kopf gestoßen, wenn ich merke, dass ihm das unwichtig erscheint...

Ich versuche auch schon seit geraumer Zeit das mit den Gesten, aber dann denk ich mir zBsp. "junge, wenn wir nur einmal die Woche schreiben würden, wäre es nichtmal ne gute Freundschaft."
Er schreibt mir zBsp vorm Einschlafen ein Herz, nur würd ich mir einfach mal wünschen auch zu hören, dass ich vermisst werd.
Dass ich so ein wichtiger Teil seines Lebens bin, dass er mich vermisst...

Ist schwer zu beschreiben, aber es liegt wohl auch in meiner Persönlichkeit...
Manchmal sind die Zweifel so stark, dass ich daran zweifel ob es klappen kann... Ich erwarte zu viel...aber ich kann es nicht auch noch weiter runterschrauben...
You and me could write a bad romance!


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