Artikel: EKO - Das Haus der Japanischen Kultur [Kompletter Artikel]
Im Stadtteil Niederkassel in Düsseldorf befindet sich seit 1993 ein japanisches Kulturzentrum genannt EKÔ – Haus der Japanischen Kultur. Der Grundstein hierfür wurde 1988 durch Yehan Numata, dem Gründer der Gesellschaft „Society for Buddhist Understanding" (= Gesellschaft für buddhistisches Verständnis), gelegt. Zum Gebäude gehören ein japanischer Garten, ein nachgebauter buddhistischer Tempel, ein internationaler Kindergarten, eine öffentliche Bibliothek (mit Archiv, Leseraum und sogar Gästezimmern für längere Recherchen) und zu guter letzt ein im traditionellen Stil nachgebautes japanisches Haus (mit Teeraum).
Ein solcher Gebäudekomplex in Düsseldorf ist nicht so verwunderlich, wie es auf dem ersten Blick scheint. Zwar ist zugegebenermaßen keine direkte Nähe zu Japan gegeben, doch liegt Düsseldorf zentral innerhalb Europas. Außerdem lebt in Düsseldorf eine der größten japanischen Gemeinden Europas. Das Kulturzentrum soll dazu dienen ein gegenseitiges Kulturverständnis zu fördern. Das Haus bietet somit auch diverse Veranstaltungen an, die beidseitig von Nutzen sind. So können die Japaner etwas über unsere Brauchtümer zur Weihnachtszeit lernen oder Deutschkurse belegen in den angebotenen Seminaren. Auf der anderen Seite bieten sich für uns Deutsche noch weitaus mehr Möglichkeiten für das Verständnis der japanischen Kultur. Die Feier buddhistischer Feste, Teezeremonien, Gartenfeste, Musikveranstaltung, Ausstellungen, Einführungskurse in verschiedenste japanische Künste (u. a. Tuschenmalerei, Kalligraphie, Ikebana (=Kunst des Blumensteckens), Instrumenten-Spiel, Tanz und Kochen), Filmvorführungen usw. Auch viele Informationen über den Buddhismus sind einzuholen bei speziellen Veranstaltungen. Speziell der
Shin-Buddhismus kann hier erforscht werden, der in Japan die verbreiteste Schule ist, aber hier im Westen weit weniger bekannt ist als der Zen-Buddhismus. Dafür eignet sich vor allem die Bibliothek mit über 7000 Monographien, 4500 Bänden zur religionswissenschaftlichen und interkulturellen Forschung und über 70 laufend gehaltenen Zeitschriften, Jahrbüchern und Zeitungen.[Weiter...]