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Je veux

von

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Umzug

Sooo... das neue kapi ist da...

viel Spaß beim Lesen ^^
 


 


 

>Umzug<
 

Der Schultag war vorbei, ohne dass Sayuki es wirklich mitbekommen hatte. Sie sah alles wie durch eine rosa Brille. Nicht einmal die geballten Kräfte ihrer beiden meist gehassten Personen, ihr Mathe- und ihre Turnlehrerin, konnten ihr die Laune verderben. Der einzige Wermutstropfen war ihre „Schweigepflicht“. Nicht mit Sae über das Geschehene reden zu dürfen, war fast so schlimm wie während einer Diät, mit Maulkorb vor einem leckeren Schokokuchen zu sitzen. Also wirklich unerträglich!

Kaum hatte es zum Ende der achten und somit auch letzten Stunde geläutet, stürmte Aya schon zur Klasse hinein, wobei er fast Sayuki’s arme Bio-Lehrerin über den Haufen gerannt hätte. Wenige Augenblicke später betrat auch Taro, gewohnt lässig, den Raum. Er versah Sayuki mit solch einem Blick, dass ihr sofort ein prickelnder Schauer über den Rücken hoch kroch. Das Lächeln, charmant und warmherzig wie immer, doch in seinen Augen hatte sie für einen kurzen Moment fast unendlich viele Emotionen und Gefühle aufblitzen sehen. Dass Taro mit nur einem einzigen Blick alle Menschen um sich herum in seinen Bann ziehen konnte, das war mit unter einer der Gründe gewesen, warum Sayuki sich damals sofort in ihn verliebt hatte. Sozusagen Liebe auf den ersten Blick.

Sie konnte sich noch ganz genau erinnern wie Aya ihn zum ersten Mal zu sich nach Hause eingeladen hatte. Um ehrlich zu sein waren sie eher gemeinsam zur Wohnungstür hereingestürmt. Die beiden hatten vor Gras- und Schlammflecken nur so gestrotzt und wie immer, wenn Taro nicht gerade spielte, war der Fußball fest in seiner Hand geklebt. Auch wenn man es nicht glauben konnte, früher war Taro ein kleiner Satansbraten gewesen, der nur Blödsinn und natürlich Fußball im Kopf gehabt hatte. Doch auch wenn Sayuki noch keine zehn gewesen war, für sie war er damals und auch heute noch ihr absoluter Traummann. Das Lächeln war auch damals schon dasselbe gewesen.

„Los mach schon Sayuki! Wir wollen deine Sachen aus Taro’s Wohnung holen!“

Von Aya, aus ihren Gedanken gerissen, sah Sayuki ein wenig verwirrt hoch, doch fing sie sich sofort wieder.

„Auch wenn ich mich beeile, der Bus kommt trotzdem nicht früher.“

„Muss er auch nicht. Yun bringt uns mit dem Auto zu Taro’s Wohnung.“

„Yun? Der Yun“, fragte Sayuki skeptisch und blickte zwischen Taro und Aya hin und her, „Der kann Autofahren?“

„Klar, bis auf ein paar kleine Missgeschicke hat er noch keinen Schwachsinn aufgeführt.“

„Missgeschicke?“

Sayuki war klar, dass ihre Stimme nicht gerade vor Mut und Tatendrang strotzte, doch das war ihr ehrlich gesagt ziemlich egal. Ihr Leben schien ihr im Moment, doch ein wenig wichtiger.

„Ach du weißt schon“, meldete Taro sich zu Wort, „Hie und da ein überfahrener Radfahrer, gerammte Hydranten oder Kollisionen mit Mülleimern. Eben nichts Weltbewegendes.“

Taro schien die nicht gerade freudige Veränderung auf Sayuki’s Gesicht bemerkt zu haben, denn er lenkte sofort ein:

„Das war ein Scherz. Keine Panik. Yun fährt wirklich gut.“

Er schenkte ihr ein ermutigendes Lächeln und sofort begannen die Schmetterlinge in Sayuki’s Bauch, wie wild zu flattern.
 

Als sie zehn Minuten später, in Yun’s Auto über die erste Kreuzung rasten, schien Taro, sein Lob für die Fahrkünste seines Freundes lieber wieder zurück nehmen zu wollen. Im Großen und Ganzen fuhr er ganz gut, doch zu Sayuki’s Leidwesen schien Yun eine Vorliebe für spektakuläres Überqueren von Kreuzungen zu haben.

„Hast du nicht gesagt er fährt wirklich gut“, stieß Sayuki leise in Richtung Taro aus, während sie sich krampfhaft am Vordersitz festhielt, um durch die Fliehkräfte nicht gegen die Fensterscheibe gepresst zu werden.

„Wärst du anders eingestiegen?“
 

Als das Auto vor Taro’s Wohnungsblock zum Stehen kam, sprang Sayuki so schnell es ging hinaus und aus irgendeinem Grund hatte sie den unausweichlichen Drang den Boden zu küssen. Auch Taro verließ das Auto mit einem wenig erhöhten Tempo.

„Ich weiß nicht was du hast. Ich finde er fährt gut“, meinte Aya, während sie die Stiegen zu Taro’s Wohnung hinauf gingen.

„Ja genau, wenn man wie du während einer Achterbahnfahrt einschlafen kann, dann fährt er gut.“

„Haha, wirklich sehr witzig. Du…“, doch plötzlich verstummte er, „Verdammt! Ich hab vergessen Yun wegen morgen Bescheid zu sagen. Vielleicht steht er noch unten.“

In einem beachtlichen Tempo raste er die Stiegen hinunter, wobei er immer zwei Stufen auf einmal nahm.
 

Kaum war Taro’s Wohnungstür hinter den beiden zugefallen, zog Taro Sayuki auch schon nah an sich heran. Ein wissendes Lächeln lag auf seinem Gesicht bevor er sich die letzten Millimeter zu ihr vor beugte und sie sanft küsste. Sofort spannte sich jeder von Sayuki’s Muskel an und ihr ganzer Körper erbebte unter seinen Berührungen. Während Taro seine Hand vorsichtig ihren Rücken hinunterwandern ließ wurde der Kuss immer fordernder und auch Sayuki gewann an Sicherheit. Doch so plötzlich wie der Kuss begonnen hatte endete er auch, denn langsam löste er sich wieder von ihr. Während er ihr noch einen letzten Kuss auf die Stirn hauchte, waren im Treppenhaus schon die schnellen Schritte von Aya zu hören.

„Das musste sein“, meinte Taro lächelnd, „Ich hol mal deine Sachen aus dem Bad.“

Wie die Ruhe selbst betrat er das Bad und ließ eine leicht verwirrte Sayuki zurück. Sie stand da und sah an die Stelle an der Taro verschwunden war. Der Kuss war einfach zu plötzlich gekommen. Er hatte zuvor nicht einmal Andeutungen gemacht. Auf einmal war sie in seinen Armen gelegen. Nicht, dass sie sich beschweren wollte, ganz im Gegenteil, doch so merkte sie immer wieder wie wenig Erfahrung sie doch hatte. Mit so einem „kleinen“ Kuss hatte er sie völlig aus der Fassung gebracht.

Hinter ihr betrat Aya die Wohnung und schloss die Tür, weitaus unsanfter als Taro es zuvor getan hatte.

„Sag mal auf was wartest du? Denkst du etwa deine Sachen packen sich von selbst?!“

Sayuki verdrehte die Augen und schritt provokativ langsam ins Gästezimmer. Aya war zeitweise einfach unerträglich. Deshalb hatte sie keinesfalls vor sich zu beeilen, so wie ihr lieber Bruder es verlangte. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, bückte sie sich in sichtbar übertriebenem Schneckentempo nach ihren Klamotten, schüttelte diese öfter als unbedingt nötig aus und faltete sie so sorgfältig, dass sie sogar ihrer Großmutter Konkurrenz gemacht hätte.

Auch Taro war inzwischen mit den Sachen aus dem Bad zu ihnen gestoßen und beobachtete amüsiert was sich vor seinen Augen abspielte.

„Oh komm schon Sayuki! Du packst die Sachen bei mir in der Wohnung sowieso wieder aus. Schmeiß sie einfach in die Tasche und fertig“, nörgelte Aya, während er ungeduldig von einem Bein auf das andere trat.

„Dann werden sie aber zerknittert. Außerdem könntest du dich ruhig nützlich machen, anstatt hier blöd herumzustehen und alle mit deinem Geraunze zu nerven. Hol lieber meine Weste aus dem Wohnzimmer.“

Widerwillig wandte Aya sich um, während er etwas Unverständliches vor sich hin murmelte und hinaus auf den Flur trat.

„Du bist ja richtig gemein“, bemerkte Taro grinsend, während er sich vor Sayuki hinstellte und ihr das eben erst aufgehobene T-Shirt wieder aus der Hand nahm. Er faltete es gekonnt zusammen, ließ es in die Tasche fallen und gab Sayuki einen kurzen, aber leidenschaftlichen Kuss, wobei sich seine Hand „gefährlich“ nah über ihrem Po befand.

„Hey“, schimpfte sie so leise wie es ging und stieß ihn lachend aufs Bett.

Gerade noch rechtzeitig, denn nur einen Augenblick später betrat Aya wieder das Zimmer.

„Also…bist du jetzt endlich fertig?“

„Wenn du mir die Weste gibst schon.“

Endlich, aber wirklich nur aus Aya’s Sicht, waren all ihre Sachen gepackt und es hieß „Abschied“ nehmen.

Taro umarmte Sayuki freundschaftlich, was ihm ziemlich schwer fiel, denn am liebsten hätte er sie geküsst. Dann meinte er lächelnd:

„Also, wie gesagt. Immer wieder gern.“

„Vergiss es“, kam es sofort von Aya, der sich aber trotzdem ein Grinsen nicht verkneifen konnte, „Also, danke Mann. Du hast uns echt gerettet.“

Er klopfte Taro brüderlich auf die Schulter und trat schon hinaus, als plötzlich ein Schrei von Sayuki ertönte.

„Ich hab was vergessen!“

Geschwind drehte sie auf den Absätzen um und stürmte zurück ins Gästezimmer.

„Ich geh schon mal vor, sag ihr ich warte unten“, meinte Aya und verschwand mit Sayuki’s Tasche im Stiegenhaus.

Taro stand noch immer in der Tür, als Sayuki auch schon wieder auftauchte.

„Was hast du denn vergessen?“

Sayuki sah ein wenig verlegen aus doch schließlich nahm sie sich zusammen. Sie hob ihre Hand und zeigte Taro das dünne violette Armband das sich darin befand. Es sah schon ein wenig abgenützt aus, war aber für sein tatsächliches Alter in bewundernswert gutem Zustand.

„Das hast du noch?“, fragte Taro verwundert und ein warmherziges Lächeln zauberte sich auf sein Gesicht.

„Klar“, antwortete Sayuki leise und sah peinlich gerührt zu Boden. Das Band hatte sie vor fünf Jahren von Taro geschenkt bekommen, als sie ihm aus einer wirklich verzwickten Lage geholfen hatte. Wahrscheinlich war das damals der Auslöser für Taro’s Veränderung gewesen, denn wenn man so etwas erlebt hatte, ging das nicht spurlos an einem vorbei.

Taro legte seine Hand vorsichtig an ihre Wange und hob ihr Kinn an, sodass sie ihm unweigerlich in die Augen sehen musste.

„Du bist wirklich unglaublich süß.“

Mit diesen Worten beugte er sich zu Sayuki hinunter und gab ihr den letzten Kuss für diesen Tag. Er strich mit seinem Finger noch einmal über ihre Lippen, dann gab er sie frei. Während sie flink die Stiegen hinunter lief, winkte er ihr noch einmal zum Abschied.

Langsam schloss Taro die Tür, während seine Gedanken noch immer bei Sayuki waren. Eine Erkenntnis hatte ihn getroffen, als Sayuki mit dem Armband aufgetaucht war: Er würde es nicht ewig bei den Küssen belassen können. Denn selbst wenn sie noch nicht lange zusammen waren, sie hatten schon so einiges miteinander erlebt und er kannte sie besser als die meisten anderen. Vielleicht sogar besser als Aya. Er hatte sie aufwachsen sehen. Für ihn war sie wie die kleine Schwester gewesen die er nie gehabt hatte, doch schon bald hatte sich etwas in ihm verändert. Bald hatte Taro nur mehr die Frau in ihr gesehen, die sie jetzt geworden war. Wenn er ehrlich zu sich selbst war, spürte er schon jetzt, dass er mehr als nur ihre Küsse wollte und das erschreckte ihn.

Während Sayuki die Stiegen zu ihrem Bruder hinunter lief schweiften ihre Gedanken zurück zu der Situation eben. Etwas an Taro’s letztem Blick, auch an seinem letzten Kuss war anders gewesen. Sie wusste nicht was, doch es beschäftigte sie. Auch wusste Sayuki, dass sie eigentlich nicht gehen wollte, doch sie hatte keine andere Wahl.

„Na endlich“, nörgelte Aya, als Sayuki zu ihm hinaus auf die Straße trat, „Also los, wenn’s geht will ich noch heute daheim ankommen.“

Sayuki wollte jetzt schon wieder zurück zu Taro, doch sie ahnte noch nicht einmal im Entferntesten wie sehr sie sich bald wieder nach ihm sehnen würde. Denn der größte Schock kam erst noch auf sie zu.
 


 


 

Tja... das wars auch schon wieder...

ehrlich gesagt find ich's echt schade, dass ich zum letzten kapi sogar nur 2 kommis bekommen hab... ich würd mich freuen wenn es diesmal ein bisschen mehr werden...
 

bis demnächst

lg & ciao

sahiro-chan



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Kommentare zu diesem Kapitel (5)

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Bitte keine Beleidigungen oder Flames! Falls Ihr Kritik habt, formuliert sie bitte konstruktiv.
Von:  Suzame
2008-10-09T09:55:09+00:00 09.10.2008 11:55
Ahh...die beiden sind so sweet^^
Was ist denn der schock??? Taro und Sayuri bleiben aber zusmammenoder??? hoff ich ja mal ganz stark^^
Und aya und atro sind ja echt die totalen gegensätze...ist mir in idesem kappi mal aufgefallen...aber beknanntlich ziehen sich gegensätze an, weswegen die beiden bestimmt so gut freunde sind^^
Hoffe es geht bald weiter.
Freue mich aufs nächste chap.

lg
Suzame
Von: abgemeldet
2008-09-12T15:21:27+00:00 12.09.2008 17:21
Wow, echt super story und alles!!!
Hoffe die beiden BLEIBEN auch zusammen!!! xD
Hoffe es geht bald weiter!!

lg Aya
Von:  Lillijana
2008-07-28T14:53:16+00:00 28.07.2008 16:53
Meine Güte die zwei sind einfach ... ;-P
Ich hoffe dein angekündigter Schock wird nicht all zu schlimm.

Mach bitte schnell weiter

LG Lillijana
Von:  Metal_Angel
2008-07-16T16:05:59+00:00 16.07.2008 18:05
das war so toll! die beiden sind so...ZUCKER halt!
ich hoffe du machst es den beiden nicht so schwer. die müssen einfach zusammen sein!

ich freu mich schon aufs nächste!
weiter so!

lg
Von:  mitsuki11
2008-07-15T19:57:33+00:00 15.07.2008 21:57
Super Kapitel!!! Endlich geht es weiter!!!!!

Ach man die beiden sind so süß!!! Schade ist es allerdings das sie ihre beziehung verstecken müssen!!!

Bin mal gespannt was in dem nächsten Kapitel passiert!!

LG
Mina


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