Prolog
Wenn die Tage zu dunkel werden! …
by ...angel
Prolog
Die Sonne ging hinter den Bergen unter, der Himmel färbte sich rot, blutrot. So als wolle er unheimliches ankündigen. So als würde er den Untergang beim Namen nennen.
Kein Wind war zu spüren und kein Lüftchen wagte es die Wipfel der Bäume zu bewegen.
Es schien als hielte die Welt ihren Atem an!
Ein Junge war gerade auf dem Weg nach Hause, ein lustiges und zudem trauriges Liedchen schwebte über ihm in der Luft, die Stimmung wandelte sich, um ihn herum entspannte sich die Energie die sich schnell durch den Wald schlängelte. Über ihm kräuselten sich die Äste und durch die Taschenlampe die der kleine Junge bei sich hatte, schien es als würden die Bäume tanzen, als würde sie sich von der trockenen Erde lösen und ihre Wurzeln empor strecken und gegenseitig zum Tanze auffordern! Die Schatten tanzten und die Luft schien zu vibrieren. Doch der Junge ging unbeirrt weiter, nichts stoppte seinen Schritt! Er wollte nach Hause, den seine Mutter wartete doch auf ihn und er dachte daran wie seine Mutter in der Türe stehen würde, wie sie ihm entgegenlächelte und ihn dann herzlich in die Arme nahm, so wie sie es jeden Abend tat, immer dann wenn er zurückkam. Noch einmal verstärkte er seinen Schritt. Seine Gedanken kreisten nun voll ständig um den Weg der noch vor ihm lag und vor allem dem Ziel, das er bald erreichen würde.
Immer noch wölbte sich der blutrote Himmel über ihm. Und immer noch lag der Wald vor ihm in bedrohlicher Stille.
Doch sein Schritt war immer noch unbeirrt, er verlor keinen Gedanken daran, sein Ziel nie zu erreichen zu können. Er wusste er würde es schaffen.
Doch plötzlich zerriss ein Schrei die Nacht und plötzlich schien die Stille noch bedrohlicher zu sein. Dem Jungen ging der Schrei durch Mark und Bein, auch jetzt noch obwohl der Laut des längsten verstummt war. Sein Herz raste und plötzlich bewegten sich seine Beine automatisch, immer schneller setzten sie einen Schritt vor den anderen. Bis er schlussendlich nur noch rannte, schneller und schneller. Sein Atem wurde keuchender, bald war er bei sich zu Hause angekommen. Von weiten konnte er die Eingangstüre schon sehen. Obwohl er nicht mehr weit von zu Hause weg war, kreisten seine Gedanken um den Schrei, wer hatte da so markerschütternd geschrieen und warum hatte ließ er ihn nun nicht mehr los?
Und dann erreichte er sein Ziel, vor ihm erstreckte sich der kleine Garten, den seine Mutter so liebte und direkt dahinter war die Tür hinein in das schützende Haus. Kurz blieb er stehen, voll Erleichterung blickte er hinauf in den Himmel, er hatte es geschafft.
Langsam überwand er noch die letzten Meter und öffnete dann voller Genugtuung die Eingangstüre doch als er freudig hinein blickte, erstarrten ihm seine Gesichtszüge! Sie hatte nicht in der Eingangstüre gestanden, ja sie könnte ihn nicht kommen gehört haben, oder sie war nicht da.
Und nun bestätigte sich seine Vermutung, nein sie hatte ihn nicht hören können, nein sie hätte nicht draußen stehen und auf ihn warten können, nein sie war nicht da! Seine Beine knickten unter ihm zusammen, sie waren einfach nicht mehr im Stande das Gewicht seiner selbst zu tragen. Und der kleine Junge hatte nichts dagegen. Denn plötzlich schien der Boden, auf dem er nun lag, etwas enorm Tröstendes zu haben und deshalb blieb er dankend liegen. Seine Beine winkelte er an und seine Augen schlossen sich. Der Kleine weinte, doch er war zu traurig, zu deprimiert um Tränen zu weinen und so weinte er stumme Tränen. Zur gleichen Zeit zerbrach etwas in ihm, er wusste nicht was, doch es war ihm egal, nun wusste er aus welchem Munde dieser entsetzliche Laut gekommen war, der ihn so zusammen schrecken ließ und er schwor nun hier auf diesem Holzboden, in der Wohnung seiner Familie, das er Rache schwören würde, solange bis er wieder hatte, was er verloren hatte.
Und nun kullerte ihm die erste Träne an diesem Tag über die Wangen, doch nicht vor Trauer! Nein nun hatte er ein Ziel und es konnte sein das er dabei sterben würde, doch dieses Risiko nahm er gerne in Kauf. Der Junge wollte sich das zurückholen das er verlor und das um jeden Preis.
Und so schlief er schließlich ein, vor Erschöpfung und Erleichterung ein Ziel gefunden zu haben und bald wieder seine Mutter in meine Arme schließen zu können!
1. Kapitel
Kapitel 1
Der Morgen graute und die Sonne stand bereits strahlend am Zenit. Der Junge war bereits seit den frühen Morgenstunden wach. Als die Sonne bereits hinter den Bergen zusehen war, hatte er sich das Nötigste, das nicht sehr viel war, zusammengepackt und war aufgebrochen. Nichts konnte ihn halten, er wollte nur seine Mutter wieder sehen! Er wollte sie wieder in den Arm nehmen, wollte bei ihr sein, denn sie war alles das er noch hatte, Geschwister hatte er keine und sein Vater war vor langer Zeit gestorben. Sie war seine einzige Familie, die er noch hatte. Und deshalb würde er für sie kämpfen. Koste es was es wolle.
Nun war er auf dem Weg, immer einen Schritt vor den nächsten, niemals anhalten. Immer weiter seinem Ziel entgegen!
Im war bewusst das der Weg hart und beschwerlich werden würde, doch was sollte er tun, er musste einfach gehen.
Und wenn er auf seiner Reise erfuhr das seine Mutter bereits tot war, er würde weiter reisen, nur um den jenigen zu finden der ihm alles genommen hatte.
Doch er hatte noch Hoffnung, Hoffnung genug das er wusste, das wenn er sie finden würde, mit ihr wieder zurückkehren würde, sie wieder in die Arme schliessen konnte.
Und so weiter mit ihr glücklich leben konnte.
Er würde die Hoffnung nicht aufgeben und so würde er auf seinem Weg auch erfolgreich sein!
Das wusste er ...