Aerith
In einem Blumengeschäft
Aerith steht einer hübschen jungen Floristin gegenüber.
„Sie möchten also gern hier arbeiten? Was haben Sie denn so für Erfahrungen?“
Aerith tippt mit dem Zeigefinger auf ihren Lippen herum, als Zeichen dafür, dass sie nachdenkt.
„Nun ich habe mich schon oft um Blumen gekümmert und sie auch verkauft.“ , antwortet sie schließlich lieb lächelnd.
„Ah okay, also hatten sie schon als Floristin gearbeitet?“ , hakt die junge Dame erstaunt nach.
Aerith schüttelt mit dem Kopf.
„Ich würde eher sagen, ich war so eine Art Blumenmädchen.“
Die Floristin denkt dabei direkt an die Hippi Zeit und muss leicht schmunzeln.
„Gut, warum sollte ich gerade Sie einstellen?“
Aerith zuckt mit den Schultern.
„Ich liebe Blumen, aber wenn jemand das Geld dringender benötigt geben Sie ruhig demjenigen den Job. .. Ich komme sicher über die Runden...“
Die junge Dame scheint etwas erstaunt.
„Hm... okay. Und was haben Sie sonst bisher gemacht? Was für einen Abschluss haben Sie?“
Aeriths Lächeln verschwindet.
„Abschluss? Nun ich war mein Leben lang auf der Flucht, weil ich die letzte meines Volkes war.“
Die Floristin sieht sie verwirrt an.
„Wieso WAR?“
Aerith winkte ab.
„Ach, ich bin nämlich ermordet worden, wissen Sie...“
Die Verkäuferin hatte den Mund weit offen stehen und blickte Aerith ungläubig an, die sich darin aufgefordert fühlte weiter zu sprechen.
„Na ja, so ein fieser Typ namens Sephiroth hat mich mit seinem Riesenschwert erstochen... Das war wirklich nicht sehr nett.“ , fügte sie verächtlich hinzu.
„Okay Miss Gainsborough, ich habe genug gehört, ich melde mich dann bei Ihnen.“
Aerith lächelt freundlich.
„Danke.“
Die beiden Frauen reichen sich vornehm die Hand.
„Sie sollten unbedingt im Haus am Ende der Straße bei Herrn Selm mal vorbeisehen.“
Aerith sieht die Frau fragend an, willigt aber ein.
Als sie vor dem besagtem Haus ankommt, erkennt sie entsetzt, dass sie geradezu verspottende Schild.
Psychologe Dr. Selm
Yuffie
In einer Bank
Yuffie sitzt dem ernst aussehendem, alten Bankdirektor gegenüber der gleich darüber entscheiden würde, ob sie den Job als Angestellte dieser Bank erhalten würde oder nicht.
Musternd sieht er sie an.
„Sie möchten also in unserer Bank arbeiten?“ , fragt er kühl
„Yep.“ , gibt Yuffie keck zurück und empfindet die Frage als total überflüssig und dämlich.
„Gut, warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?“
Yuffie grinst und spielt in ihrer Tasche mit ein bisschen Substanz.
„Weil ich eine Schwäche für wertvolle Dinge habe.“ , gibt sie breit grinsend zurück.
Der Bankdirektor wirkt nun sichtlich irritiert und zieht eine Augenbraue in die Höhe.
„Können Sie mit Zahlen umgehen?“
Yuffie winkt ab.
„Natürlich, ich weiß genau wie viel Substanz ich geklaut... eh ich meine natürlich kann ich das.“
Der Bankdirektor hatte zum Glück nicht genau zugehört, dennoch sieht er Yuffie prüfend an.
„Wie verhalten Sie sich bei einem Überfall?“
Yuffie lacht und holt demonstrierend mit der Faust aus.
„Ich schlag den Idioten natürlich k.o.!“
Der alte Direktor schüttelt fassungslos mit dem Kopf.
„Aber nein, Sie sind doch viel zu jung und zierlich. Kommen Sie bloß nicht auf die Idee die Heldin zu spielen! Geben Sie dem Dieb das Geld und danach rufen Sie einfach die Polizei und lösen die Alarmanlage aus!“
Yuffie kommt ins Grübeln.
„Machen das hier alle so?“ , fragt sie leicht hoffnungsvoll.
Der alte Mann nickt.
“Aber selbstverständlich, alles andere wäre doch verrückt. Die eigene Sicherheit zählt hier stets am meisten. Nur kein Risiko eingehen!“
Auf Yuffies Gesicht breitet sich ein Ausdruck völliger Freude aus.
Eilig greift sie in ihre große Tasche neben sich und holte ihren Wurfstern heraus.
“Na gut Alter. Wofür eigentlich arbeiten? Rück die Kohle raus, aber zackig!“
Vincent
In einem Beerdigungsinstitut
Der Besitzer des Instituts schaut Vincent musternd an.
„Sie möchten also Särge verkaufen?“
Vincent nickt nur.
„Wieso? Ich meine, ist ja nicht gerade so der Wunschberuf nehme ich an.“
Vincent zuckt mit den Schultern.
„Mit Särgen kenn ich mich halt aus.“
Der ältere Herr wirkt jetzt irritiert.
„Wie kommt denn das? Sie halten sich aber nicht für tot oder so, ja? Meine Frau erzählte mir von einer armen Irren, die bei einem Bewerbungsgespräch in ihrem Blumengeschäft behauptete ermordet worden zu sein.“
Der Mann lacht amüsiert, doch als er merkt das Vincent keine Miene verzieht verstummt er.
„Ehm, okay. Egal, also wieso kennen Sie sich mit Särgen aus.“ , fragt er schließlich nach kurzem Räuspern.
„Ich hab eine Ewigkeit in so einem Dingen verbracht.“ , erklärt Vincent wahrheitsgemäß.
„Okay, als nächstes erzählen Sie mir Sie können sich in eine Fledermaus verwandeln....“
Vincent verdreht entnervt die Augen.
„Nein.“ , gab er nur kurz zurück und sein Gegenüber lächelt wissend.
„Na also...“ , murmelte er zufrieden.
„In eine Fledermaus kann ich mich nicht verwandeln, aber verwandeln kann ich mich schon.“
Der Mann wankt leicht und sieht Vincent fassungslos an.
„Hey, ist heute der erste April oder was? Machen Sie das Sie hier rauskommen und erzählen Sie ihre Märchen woanders. Sie sollten es lieber als Märchenerzähler versuchen!“
Vincent wird langsam wütend und verwandelt sich.
Mit einem Knall fällt der erstaunte Mann ihm gegenüber um, direkt in einen offenen Sarg.
Nachdem Vincents Verwandlung nachgelassen hat schließt er den Sarg ab.
„Mal sehen, ob Ihnen irgendwann wer glaubt, dass Sie in einem Sarg eingeschlossen waren.“ , murmelt er angefressen vor sich hin und verlässt den Laden.
Drei Bewerber - Ein Job
Beim Bewerbungsgespräch für einen Arbeitsplatz als Pilot
(diesmal aus der Ich-Perspektive des Chefs der Personalabteilung)
„Wie gleich drei Bewerber stehen vor der Tür? ..... Hm..., na gut. Lässt sich nicht ändern. Schicken Sie halt alle 3 zusammen rein.“
Durch den dummen Fehler meiner nichtsnutzigen Sekretärin hatte ich nun drei Bewerber vor meiner Tür. Ich seufzte und kramte schon mal Notizblock und Stift heraus um mir gleich Notizen machen zu können, da öffnete sich schon quietschend die Tür.
Zuerst trat ein magersüchtig aussehender Junge mit erstaunlich weißen Haaren - dafür das er noch so jung wirkte – ein und setzte sich mit breitem Grinsen auf den ersten Stuhl der vor meinem Schreibtisch stand. „Hey yo!“ , rief er und ich lächelte ihn irritert an.
Daraufhin kam ein etwas älterer Mann, mit Zigarette im Mund und grimmigem Gesichtsausdruck ins Zimmer und setzte sich ohne eine Miene zu verziehen oder einen Gruß von sich zu geben auf den dritten Stuhl. Er schien einfach nicht neben dem hyperaktivem Knochengerüst sitzen zu wollen und irgendwie konnte ich das gut nachvollziehen.
Schließlich kam ein stattlicher junger Mann herein, etwa in meinem Alter würde ich schätzen und setzte sich in die Mitte. Er machte mir einen sympathischen und gepflegten Eindruck, der mich einen Moment darüber nachdenken ließ, ob er wohl schwul war. Doch ich verdrängte den Gedanken daran, denn wenn es so war, wollte ich es ganz sicher nicht wissen...
Irgendwie kam mir die Truppe wie eine extrem seltsame Zirkusfamilie vor. Sie wirkten alle auf ihre Art komisch und verrückt, obwohl sie doch alle sehr verschieden waren.
„Okay, ich hoff es ist okay wenn ich Sie alle beim Vornamen nenne.“
Da keine Widersprüche zu hören waren setzte ich fort.
„Hm, Vaan?“
Der magersüchtige sprang auf und deutete mit siegessicherem Lächeln auf sich.
„Yay, hier bin ich.“
Augenrollend nickte ich und deutete an er solle sich wieder setzen, was er scheinbar widerwillig auch tat.
„Balthier?“
Der Kerl im mittleren Alter nickte mir zu.
Es war eine knappe Antwort wie ich sie gerne mochte und schon hatte der Typ Pluspunkte gesammelt.
„Dann bleibt noch Cid.“ , murmelte ich schließlich in die Richtung des älteren Kerl.
„Yo. Hy.“ , meinte er lässig und ich fragte mich ob er begriff das es hier um einen Job ging, zu mal ich es als ziemlich unverschämt empfand, dass er einfach seine Kippe weiterqualmte.
„Eh Cid. Mach doch bitte die Zigarette aus.“
Sein Blick wurde beängstigend und während er nun sprach hatte er die Kippe noch immer im Mund! Es war fast eine Kunst...
„Na hör mal! Ich lass mir verdammt noch mal, ganz sicher nicht verbieten hier zu qualmen. Wenn du uns hier schon duzt, darf ich jawohl auch die Höflichkeit über Board werfen heh?“
Ich war leicht schockiert über diese Antwort doch ließ es mir möglichst nicht anmerken. Seufzend reichte ihm einen Aschenbecher von der Fensterbank. Sollte er doch wenigstens nicht mein ganzes Büro voll äschern.
„Okay. Vaan?“
Er sprang schon wieder auf. Ich fragte mich wo der Kerl die ganze Energie herhatte, schließlich sah er aus als wäre er gerade so dem Hungertod entkommen.
„Bleib ruhig sitzen. Ich wollt nur fragen ob du denn schon 18 bist?“
Er lächelte stolz.
“Jaaa, gerade erst geworden.“
Ich verdrehte die Augen und war mir sicher die anderen Bewerber taten es mir gleich.
„Er lügt wie gedruckt, er ist siebzehn.“ , meldete sich der sympathische Typ aus der Mitte zu Wort und Vaan knurrte erbost auf.
„BALTHIER!“, schrie er und ich hatte Mühe die Ruhe wieder herzustellen.
„Okay, Vaan. Du bist zu jung, ich muss dir sagen das der Job für dich nicht in Frage kommt.“
Er trat wütend den Stuhl um ehe er Balthier einen bösen Blick zu warf und aus der Tür raus marschierte.
Gott, war ich erleichtert den nervigen Knilch wenigstens schon mal los zu sein.
Mir war so als hätte ich als die Tür ins Schloss fiel den modebewussten Kerl was murmeln gehört wie.... „Sorry Vaan. Es kann nur einen Helden geben...“
Aber ich tat es als Hirngespinst ab und kümmerte mich um die übrig gebliebenen.
„Nun Balthier, haben Sie bereits Erfahrung?“
Er nickte. „Ich habe jahrelang die Strahl geflogen. Ein exzellentes Luftschiff.“
Ich hob eine Augenbraue.
„Luftschiff? Denkst du nicht auch man sollte es ruhig bei dem modernem Ausdruck FLUGZEUG belassen?“
Er sah jetzt irritiert aus.
„Flugzeug? Was für ein lächerlicher Ausdruck soll denn das bitte sein?“ , fragte er und was ich mich viel mehr fragte war, ob ich mich bei versteckte Kamera befand.
„Also ich für meinen Teil hab ein eigenes Maschinchen und ich schwöre bei Gott, es gibt keine bessere! Ich fliege nur mit der Highwind!“
Ich sah ihn mit weiten Augen an.
„Nun tut mir Leid, aber dann bist du hier falsch. Hier muss man schon mit den Flugzeugen fliegen, die einem aufgetragen werden...., dass ist kein Wunschkonzert.“
Das schien den Typ leicht auf die Palme zu bringen und ich glaube wirklich, die Ausdrücke die er verwendete hatte ich in meinem Leben bisher noch nie zu hören bekommen.
„Na pass mal auf du !$§!4§$&§%, steck dir deinen !%!&§% doch in deinen verdammten „$§$“%§$“%§$!!!!!! Verträgst nicht mal so’n bisschen Qualm du !%§%§%“&!!$, also entschuldige mich, ich gehe dahin wo solche !&§&§%§ keine Führungsposition durch irgendwelche §%§%“$!$§ ergattert haben! Denn anders kann ich mir nicht erklären wie so ein „%§$§%$ überhaupt an diese Position gekommen ist. Du kannst doch sicher nicht mal Drachen steigen lassen! Geschweige denn das du sonst was hoch kriegst!“
Daraufhin verschwand er mit zugeknallter Tür und ich blieb sprachlos mit dem höflichen Kerl zurück der mir auf einmal noch netter und sympathischer erschien als zuvor.
„Tja, darf ich mich vorstellen? Ich bin Balthier, der neue Pilot. Übrigens fliege ich nur die Strahl und wenn du ein Problem damit hast, muss ich dir leider sagen, dass ich der letzte Bewerber bin. Da ich ohnehin der Held dieser Geschichte bin, sollte mir es auch zustehen ein wenig darüber zu bestimmen wie das hier so ablaufen wird....“
Daraufhin fing er pausenlos an zu reden und seine Vorstellungen von seinem Gehalt waren so dermaßen übertrieben, dass ich ihn am liebsten achtkantig aus dem Fenster befördert hätte....
Ich wollte ihn gerade auch rauswerfen, da kam seine hübsche Begleitung herein und erklärte sie würde nicht von seiner Seite weichen und ebenfalls fliegen wollen, als Co-Pilotin.
Sie sah so heiß aus, dass ich irgendwie nicht mehr über alle meine Sinne verfügte. So waren die Verträge unterzeichnet ehe ich wusste wie mir geschah.
Tifa
Tifa bewirbt sich als Barkeeperin.
Als sie die Bar betritt sitzt ein älterer Herr bereits auf einem der Hocker an der Theke und winkt sie zu sich rüber. Sie setzt sich ihm gegenüber.
„Guten Abend, junge Dame. Sie sind also Tifa Lockheart?“ -
„Ja.“ , gibt Tifa kurz zurück.
Der ältere Herr nickt gedankenversunken.
„Eh, mein Gesicht ist weiter oben.“
„Oh, ja natürlich. Entschuldigung.. Also ich glaube nicht das Sie für diesen Job in Frage kommen... Hier sind zu viele Männer die sie belästigen würden und eine junge Dame, die mit einem solchen Körper gesegnet ist... nun – die wird es hier nicht leicht haben.“
Der ältere Herr sieht sie entschuldigend an.
„Jetzt passen Sie aber mal auf..., ich wollte diesen Job nur nebenbei... Ich betreibe nämlich rein zufällig noch eine eigene Bar und das sehr erfolgreich. Mit widerlichen, perversen Typen komme ich sehr gut klar.“
Wütend stemmt sie ihren Arm in die Hüfte.
„Nun gut, dann kommen Sie heute Abend doch mal zum Probearbeiten.“
- nach dem Probearbeiten -
„Ich verstehe einfach nicht wieso ich den Job nicht bekomme... Ich habe mich doch super geschlagen... und Ihnen bewiesen das ich mit perversen Idioten klarkomme!“
Tifa schüttelt fassungslos mit dem Kopf.
„Nun... das haben Sie durchaus.“ , erklärt der ältere Herr, der sich noch ein Taschentuch an seine blutende Nase hält. „Aber dieser verrückte blonde Stachelfrisurtyp und Sie haben meine gesamte Kundschaft k.o. geschlagen, und mir noch dazu die Nase gebrochen!! RAUS! SOFORT!“
Tifa seufzt und verlässt die Bar.
„Cloud! Musstest du so übertreiben?“ – „....“ – „Warum bist du denn so komisch?“ – „Die... haben dich alle angestarrt....“ – „Ich hatte das im Griff!!“ – „Du arbeitest nur noch in deiner Bar unter meiner Aufsicht!“
Daraufhin steigen die beiden auf Clouds Motorrad und fahren zum 7th Heaven.
Tifa verschwindet kurz mit Yuffie in einer Ecke.
„Und wie lief der Plan?“ – „Ich hät nie gedacht das er so gut funktioniert!“ , grinste Tifa.
Diese Nacht... wurde sowohl für Cloud - als auch für Tifa eine ganz besondere werden... :D