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MyDestiny

von

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Yuo Yuno

„Lasst mich, Lasst mich gehen!! Ich brauche dich NIIICCCCHT…AAAAAHHHH!!!!!

Ihr könnt mich nicht unterkriegen, nein.

Ihr müsst wissen, meine Wut wird euer Untergang sein,

sie ist Quelle meiner wahre Kraft.

Also rennt um euer Leben ehe ich es auslösche, ja ihr Schwachköpfe,

Sehet und staunet.

Denn das ist euer letzter Anblick, meines zweiten Ichs.

Über diese habe keine Kontrolle mehr, wenn sie einmal rausgekommen ist.

Mein zweites Gesicht besteht aus reinem Bösen und es wird euch alle vernichten…“
 

Yuo Yuno war ein ganz normales Mädchen. Scheinbar normal und doch wird sie von ihren Mitmenschen gefürchtet und als Monster bezeichnet. Ja, sie hassen sie geradezu und haben keine Scheu es ihr tagtäglich aufs Neue zu zeigen. Sie beschimpfen die gerade erst 15-Jährige und riefen immer hinter ihr her: „Du hässliches Monstrum. Ist doch deine Schuld, dass deine Eltern Tod sind, hast sie ja schließlich selbst umgebracht!“ Das musste sie ständig von Gleichaltrigen hören. Und jeder meidet sie, Elter zogen ihre Kinder weg von ihr, als ob sie die Pest in Persona wäre. Aber daran hat sie sich gewöhnt. Schließlich möchte sie eine starke Kunoichi werden. Ja, sie will stark werden. Stark und ihnen zeigen, dass sie sich irrten.
 

Nur wären ihre Lehrer auch nicht so seltsam drauf ihr gegenüber. Yuo versucht sich nichts anmerken zu lassen. Aber die Wahrheit ist doch: Die anderen haben Recht, sie war ein Monster. Eines das sich nicht mal davor zurückschreckt die eigenen Eltern ins Jenseits zu befördern. Ihre Schreie, diese leidvollen Schreie ihrer Eltern, die tapfersten Ninjas ihres Dorfes, hallten in ihr wider…nein…neiiiin, bitte nicht, hört auf. Diese Bilder sollen aus ihren Kopf verschwinden. Zu diesem Zeitpunkt, war sie nicht sie selbst. Es war diese machtvolle, zerstörerische Kraft… Diese ungeheure Kraft ist ihr selbst nicht bewusst. ´Wenn ich nur wüsste, wie ich sie unter Kontrolle halten kann´, dachte sie. Wenn der Hokage nicht wäre, wär sie sicher längst dem Dorf gejagt worden. Doch wissen sie auch, dass sonst die Feinde sich sie zu Nütze machen werden, wenn diese sie finden. Das weiß sie. Gesunkenen Hauptes saß sie auf einem Baum und ließ ihr langes kastanienbraunes Haar im Winde wehen. Aus ihren blass blauen Augen tropften erste Tränen.
 

Innerlich hofft sie, dass niemand sie hier findet. Sie war ein einsamer verschlossener Charakter, jedoch sanftmütig und höflich anderen gegenüber. Nur hier hatte sie keine glückliche Zukunft vor sich. Wieso auch? Ohne Freunde, ohne jemanden, dem sie und der IHR vertrauen kann. Jemanden, den sie über ihr Leid und Freude erzählen kann. Ihr zierlicher Körperbau und ihre leise sanfte und süße Stimme lassen sie erst recht wie ein Kind erscheinen. Das nervt sie gewaltig. Hm… Der Wind blies sanft über ihr Haar. Ihr Blick schweift in die Ferne… Der Tag neigt sich seinem Ende zu und der Wind blies stärker. Er kündigte Regen an. Doch das war ihr egal. Nein. Sie genoss geradezu die traurige Stimmung der Natur. Sie fühlte sich bei Regen wohl. Vielleicht ist sie tatsächlich kein normales Mädchen, nur leicht schräg und sehr verträumt. Eigentlich war sie mit sich selbst zufrieden, bis auf die Tatsache, dass sie unbekannte Kräfte in sich verbarg. Nur deswegen wurde sie verachtet.
 

Was kann sie dafür? Sie kannte die machtvolle, grausame Macht, die in sich trug doch selber nicht. Und mit diesen Gedanken, die ihr in letzter Zeit öfters im Kopf liefen, wand sie ihr Gesicht dem Himmel zu und lies den Regen freilich auf ihr Gesicht herabprasseln. Sie ließ sich den süßen Geruch des Asphaltes in allen Sinnen einfließen. Die Tropfen des Regens durchnässten ihr Haar. Einige von ihnen gelang es sogar über ihre Lippen zu laufen. Yuos Augen waren geschlossen. In so einem Moment möchte sie an nichts mehr denken, all ihre Sorgen vergessen. Ihr Griff an ihrem Mantel lockerte sich und anschließend breiteten sie sich dem Wind entgegen aus. Sie fühlte sich in solchen Momenten frei und sorglos. Und doch holte sie die Realität wieder ein. Denn sie war jetzt nicht mehr alleine an diesem Ort…
 

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So das wars fürs erste.

Kann sein das ‚ne Weile vergehen wird (oder auch nichtXD) bis das

Nächste Kapi erscheint ^^‘‘‘

Hoffe jemand wird sie weiterhin auf ihren Reisen begleiten…

Bis dahin bye :D

Lonesome Rider

Ein Junge, oder? Er stand unter ihrem Baum. Was will der denn hier? Yuo hatte ihn noch nie hier gesehen. Er kommt aus einem anderen Dorf. Von hier oben konnte sie sein Stirnband nicht ausmachen. Aber er ah wie ein hochrangiger Ninja aus. Was treibt denn ein Shinobi wie ihm hierher, fragte sich Yuo. Und dazu noch so ein gutaussehender. Er trägt sportliche Klamotten, einen dünnen Mantel um seinen Schultern und kurzes nach oben frisiertes schwarzes Haar. Sein Blick wanderte jetzt zu ihr auf.
 

Ihr Herz raste. Wird er sie überhaupt beachten? Ach sein verdammt cooles Gesichtsausdruck. Dunkle Augen und schmale Lippen faszinierten Yuo. Ein verdammt cooler Typ, ging es ihr durch den Kopf. „Was macht jemand wie du auf einem Baum? Solltest du nicht zu hause sein?“ Ach, diese Stimme. Dieser Klang… „Äh… ich mag aber hier sitzen und… das Wetter auf mich zukommen lassen.“, antwortete ich ihm. Er… er grinst. Yuos Herz schlug wie wild. „Aber du wirst dich noch erkälten. Machen sich deine Eltern etwa keine Sorgen um dich?“ Sie senkte ihren Blick und zögerte, ehe sie ihm antwortete: „Ich habe keine Familie mehr, nein, noch nicht mal Freunde…“ War es richtig diese Sachen einem Fremden anzuvertrauen?
 

Sie erwartete keine sonderliche Reaktion von ihm, warum denn auch? Weswegen sollte sich so einer für sie interessieren? Das war doch nur ein Wunschtraum… Aber umso erstaunter war als er plötzlich vor ihr saß. „Tut mir leid für dich. Wenn du magst, bleibe ich eine Weile bei dir. Nur, wenn du einverstanden bist.“ Die 15-Jährige konnte kaum ihren Ohren trauen. Das, was er sagte, hörte sie zum ersten Mal. Jemanden scheint sie nicht egal zu sein. Sie brachte nur noch ein leichtes Nicken von sich. „Hey, kein Grund rot zu werden, oder bekommst du Fieber?“ Er nimmt sie in seine Arme. Seine Hände so warm und dieser Halt versprach Sicherheit. Aber der liebliche Klang seiner Stimme konnte sie nicht wirklich zuordnen. Er war doch ein Junge, oder etwa nicht?
 

Sie lag noch so lange in seinen Armen, bis der Regen aufhörte. Schließlich fragte sie ihn: „Sag mal, was treibt dich denn hierher…?“ Der Junge schwieg. Dann antwortete er ihr: „Hab was wichtiges zu erledigen. Mir fällt auf, wir haben uns ja nicht vorgestellt. Nenn mich einfach Kyoto, Kyoto Hanabi. Freut mich dich kennenzulernen. Ich bin 17 geworden.“ „Ach, und ich bin Yuo. Yuo Yuno. Ich bin 15. Freut mich ebenfalls.“ „Yuo Yuno? Schöner Name. Seltsamer Namen für ein seltsames Mädchen, passt doch. Nicht bös gemeint. Ich find ihn wirklich schön. Vorname und Nachname klingen so ähnlich…“ Yuo kicherte leise: „Dein Name ist aber auch nicht schlecht. Sag mal, ich will dich nicht beleidigen oder sonst irgendwie kränken, aber…“
 

Kyoto sah sie fragend an. „Äh… bist du ein Junge oder ein Mädchen?“ Er lachte laut auf. Zu ihrer Überraschung küsst er sie!!! Ihr erster Kuss. Dann flüstert er ihr noch anschließend: „Weißt du … find es einfach heraus. Ach ja und du bist echt süß, wenn du rot wirst.“ Und schon war er vom Ast gesprungen. „Wir werden uns wiedersehen, das glaube ich bestimmt.“ Und mit diesen Worten verschwand er und sie sieht immer noch erstarrt ihm hinterher…

Teammates

Dieser Typ war seltsam, aber auch sie interessierte sich für ihn. Wann sie sich wohl wiedertreffen würden. Yuo war auf dem Weg nach Hause, wo sie bereits erwartet wurde. Als sie ihre Wohnung betrat, fand sie es in Chaos versunken vor. Die Möbel zerstört, Fensterscheiben waren eingeschlagen worden. Und all ihr Hab und Gut verbrannt- bis auf das eine Foto, welches sie als zeigte, als Baby in den Armen ihrer stolzen Eltern. Auf der Rückseite des Foto stand in blutroter Aufschrift: MÖRDERIN! VERSCHWINDE ENDLICH, EHE WIR DICH DAZU BRINGEN!!! Diese Drohungen war sie schon gewohnt, aber in letzter Zeit häuften sie sich. Die junge Kämpferin versuchte ihre Tränen zu unterdrücken. Warum sind Menschen nur so oberflächlich? Will keiner sie verstehen? Kann sich denn wirklich keiner in ihre Lage hineinversetzten? Plötzlich griff eine Hand nach ihr, sodass sie erschrocken sich zu ihm umdrehte: „Wer bist du? Was willst du von mir?“ „Dieses ehrenvolle Dorf reinigen, und das heißt dich zu töten!“ „WWWAAAAAAAAAAAAHHHHHH!!!!“
 

„Hey beruhige dich doch. Noch ist es nicht so weit. Ich bin hier, um dir zu sagen, dass wir beide und ein anderen komischen Typen in einem Team sind und heute unseren neuen Sensei kennenlernen werden. Penn nicht und komm… Aber für diese Verwüstung werde ich nicht aufkommen, denn unglaublich, wie es klingt, ist es wahr, ich war es garantiert nicht. Wäre ich das gewesen sähe es hier ein kleinwenig anders aus (es wär kein Körnchen Staub von deiner Wohnung übriggeblieben).“ Hä? Ist es kein Traum? So unwirklich waren die Worte des langhaarigen Jungen gewesen. In seinen eiskalten tiefblauen Augen konnte sie nur die Wahrheit spüren. Aber warum? Der Blonde hält ihr leichtlächelnd die Hand hin: „Glaub aber nicht, dass wir Freunde werden oder so, klar? Ach ja ich heiße übrigens Rikan Amane.“
 

„Rikan? Ich bin…“ „Ja, ja, ich weiß wie du heißt. Du bist Yuo Yuno. Dein Name ist komisch, aber man kann ihn ja nicht aussuchen. Wir treffen uns am Nachmittag auf dem Trainingsplatz, klar?“ Yuo nickte schüchtern wie sie ist. Und kurz darauf war der Typ verschwunden. Der war echt seltsam, aber nun ja. Unfassbarer war es jedenfalls, abgesehen von seinem Auftreten, dass sie jetzt einem Team angehörte. Sie verbrachte den gesamten Vormittag damit, all die bisherigen Ereignisse seit vorhin zu verarbeiten. Aber irgendwie fühlte sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben wohl.
 

Auf dem Weg zum Trainingsplatz ignorierte sie sie die neugierigen und doch verachtenden Blicke der anderen, die an ihr vorbeigingen. Sie dachte nur noch daran, dass sie gleich ihr zugeteiltes Team kennenlernen wird. Sie setzte sogar die Hoffnung, dass dieser Tag der Schönste in ihrem bisherigen Leben werden könnte. Also Rikan war das zweite Mitglied des Teams. Wer wohl der dritte war? Und besonders gespannt war sie auf ihren Sensei, der das Team dauerhaft leiten wird. Werden wenigsten sie mich akzeptieren? Wohl eher unwahrscheinlich. Aber das wird sich ja gleich zeigen. „Hey Yuo! Hier sind wir!“, rief eine ihr bekannte Stimme. Das ist doch… Kyoto! Aber was macht er denn hier? Kann es vielleicht sein, dass… Sie wandte den Blick in die Richtung, von wo aus die Stimme gerufen hatte. Ja, da standen sie. Kyoto in tiefblauen Klamotten und direkt hinter ihm Rikan, der nur desinteressiert dreinblickte. Das ist also mein Team. Jetzt gesellte auch sie sich zu ihnen. Nur vom Sensei noch keine Spur. Aber der wird sich ja bald blicken lassen. „Ich wusste, dass wir uns bald wiedersehen würden.“ Yuo lächelte ihn an. „Ja, freut mich sehr, dass wir in einem Team sind, Kyoto!“
 

„Ich nehme an, dass wir jetzt vollzählig sind.“, kam es lässig aus dem Mund eines jungen Mannes, der etwa Ende zwanzig sein musste. „Wenn das so ist, stelle ich mich euch kurz vor. Ich bin Yamano Shinichi. Freut mich euch kennenzulernen und euer Sensei sein zu dürfen.“ „Und mein Name ist Rikan Amane.“ „Und ich bin Yuo Yuno, freut mich sehr Sie als Sensei zu haben.“ Yamano gab keine auffällige Reaktion von sich, sondern nickte nur. Sein Blick wanderte schließlich zu Kyoto: „Und du? Du bist doch der Sonderling, oder?“ Es verwunderte Yuo sehr wie ernst Kyoto auf einmal schaute. Dieser zögerte erst ehe er lässig seinem Sensei antwortete: „Kyoto. Kyoto Hanabi.“ Damit gab sich Yamano Shinichi zufrieden.
 

„Gut. Und jetzt möchte ich sehen, wie weit ihr seid. Ich muss auch wissen auf welchem Stand ihr seid und wie ihr kämpft.“ Die drei nicken. „Also würde ich vorschlagen ihr drei gegen mich, ja?“ Yuo war klar, dass Teamarbeit gefordert war. Aber sie war sich nicht sicher, ob das funktionieren würde. Sie kannte die beiden ja nicht. Und wie sie kämpfen würden, konnte sie sich nicht ausmalen, besonders bei diesem Rikan. Vor ihm fürchtet sie sich eher. Aber sie müssen miteinander auskommen müssen, soviel stand fest. Denn schließlich sind sie ab heute ein Team und jeder will doch irgendwann mal sein Ziel erreichen, oder etwa nicht? Yuo zumindest hatte sich schon geschworen, als sie noch klein war, irgendwann mal eine richtige Kunoichi zu werden, egal wie hart und beschwerlich der Weg bis dahin sei oder wie lange es dauere. Sie würde nicht eher ruhen bis ihr Ziel erreicht worden ist.
 

Sie machte sich nicht nur um Rikan Gedanken, sie fragte sich auch, was in Kyoto vorging. Yuo verstand beide nicht. Sicherlich wird es sich bald rausstellen, wenn sie sich besser kennen. Jetzt mussten sie sich aber konzentrieren, auf den Probekampf gegen ihren Sensei…

The Fight

„Also, wie werden wir vorgehen?“ „Hmm…“ Ehe einer von beiden ein Vorschlag geben konnte, ergriff Rikan das Wort: „Ich würde sagen, Yuo wird für die Ablenkung zuständig sein und du, Kyoto, wirst mir Rückendeckung geben, währenddessen ich ihn dann mit einem Angriff aus dem Hinterhalt überrasche. Irgendwelche Einwände?“ Die anderen waren einverstanden mit den ihren zugeteilten Aufgaben. „Dann macht euch bereit.“ Und so ging jeder in seine Position.
 

„Vergesst nicht, lasst den Feind nie aus den Augen verstanden und beobachtet jeden seiner Schritte und achtet auf seine Bewegungen!“ Die beiden nickten wieder. Yamano-Sensei, der weiter abwärts stand, erkundigte sich: „Seid ihr jetzt soweit? Können wir anfangen?“ Die drei jungen Kämpfer bejahten. Und so ging jeder in Kampfposition.
 

Und da schnellte Yuo voraus und setzte zum ersten Angriff. „Nicht schlecht, aber nicht schnell genug“, der Sensei war mit Leichtigkeit ausgewichen. So leicht lässt sich Yuo aber auch nicht abschütteln und setzte erneut zum Angriff an. Und diesmal streifte ihre Faust sein Hemd, aber wieder war Yamano ohne große Mühe ausgewichen. „Ist das alles was ihr drauf habt? Strengt euch doch ein wenig mehr an.“ Yamano beachtet zwar Yuo, hält aber auch nach den beiden anderen Ausschau. Doch diese waren nicht mehr ausfindig zu machen. Also gab er trotz allem Acht. Er geht jetzt in die Offensive. Vereinbart war, erst mal ohne Waffen und ähnlichen Hilfsmittel zu kämpfen. Also ballte er seine eine Hand zur Faust und lief in Yuos Richtung. Doch diese Hat es bereits erwartet und verschwand plötzlich, was ihren Sensei erstaunte, als er sich umblickte und sie wie aus dem Nichts wieder hinter ihm aufgetaucht war und nur lächelte und selber zum Angriff ansetzte. Diesmal traf sie ihn. Nicht sonderlich schwer, da er ihr wieder ausgewichen war, aber immerhin ein Treffer.
 

„Gut. Und weiter? Wo sind denn deine Kameraden? Ihr sollt doch im Team kämpfen.“ „Das wissen wir doch.“ Und Rikan erscheint aus dem Hinterhalt und zielte mir seinem Fuß auf Yamanos Nacken. Und traf. Nun ja fast. Denn der Sensei verschwand noch im letzten Moment. „Keine schlechte Idee von euch.“ „LOOS, KYOTO!“ Und auch Kyoto erscheint so plötzlich, dass man es mit den bloßen Augen nicht erkennt. Und dieser rammte seinen Ellenbogen in den Rücken. „Wow, was für eine Wucht.“, stellte Yamano fest. Der nächste Angriff mit der Faust, wurde jedoch von Yamanos Unterarm abgefangen und dieser befreite sich aus dem Zweikampf. Aber somit verwickelt er sich in den nächste Zweikampf-mit Rikan. Dieser war sehr geschwind und konnte all seinen Attacken ausweichen. Selbst traf er immer mit hoher Zielsicherheit.
 

Yamano sah in ihm einen vielversprechenden Schüler. Aber auch bei Yuo und Kyoto war Potenzial vorhanden. Yamano war als o sehr zufrieden diesem Team zugeteilt worden zu sein. Am Ende des Tages trug jeder, einschließlich Yamano blaue Flecken davon, mehr oder minder stark ausgeprägt. „Also gut Leute. Ihr seid besser als erwartet. Ich bin der Meinung, dass ihr sehr vielversprechende Ninjas werdet. In euch steckt wahrlich Potenzial, das nun ausgebaut werden muss. Ihr wollt euch ja sicher eine Zukunft als erfolgreicher Ninja sichern. Da bin ich mir sehr sicher, dass ihr das schaffen werdet. Danke, dass ich euer Sensei sein darf. Wir sehen uns dann in den nächsten Tagen wieder, bis dahin, macht keine Dummheiten und bis dann!“
 

Mit diesen Worten verschwand der Sensei. Rikan machte sich auch langsam auf den Weg: „Ich finde wir hätten besser sein können, nur Kyoto war schwer von Begriff. Ich musste ihm einiges, nein eigentlich alles nochmal erklären.“ Kyoto knurrte ihn an: „Hey, pass auf was du sagst! So schlimm war ich doch gar nicht. Ich fand meinen Kampfstil ganz in Ordnung. Nachfragen ist doch keine Schande. Ich gehe halt auf Nummer sicher.“ „Wer’s glaubt.“ Das kann ja noch was werden…

Moonlight

In einem Nudelsuppenrestaurant verbrachte Kyoto den Rest des Abends. Er fühlte sich nicht wohl dabei, wenn er an diesen Tag dachte. Nein vielmehr die Art von diesem Rikan bereitete ihm Bauchschmerzen. Wie kann man nur so schroff sein? Der kennt ihn doch gar nicht. Als ob es einfach wäre als Verstoßener ein neues Leben anzufangen. Kyoto knirschte mit den Zähnen, hielt seine Wut dennoch in Zaume. Weiß der überhaupt wie es sich anfühlt alles zu verlieren, sogar auch…
 

Der 17-jährige rieß sich selber aus solchen Gedanken. Nein. Er durfte sich nicht von seinen Emotionen leiten lassen, denn ihm war ebenfalls klar, dass er ebenso wenig Rikan kannte, wie er ihn. Also versuchte er diese Gedanken abzuschütteln und an etwas anderes zu denken. Da war ja auch noch das eine Mädchen in seinem Team. Yuo. Sie machte auch einen sehr verschlossenen Eindruck. Aber er würde sie gerne näher kennenlernen, würde alles über sie wissen, ihr Leid teilen. Jetzt grinste er ein wenig bevor er den Schub Nudeln in sich hineinstopfte. Sie waren eine seltsame Gruppe. Irgendwie kam es ihm vor, dass sie alle ähnliches Leid teilten. War nur ein Gefühl. Und so leerte er den letzten Rest seiner Suppenschüssel, bezahlte und ging.
 

Die Nacht war bereits angebrochen und ihm fiel auf, dass heute der Vollmond schien. Ein kleiner Spaziergang tut sicher gut, gedachte sich Kyoto. Und so lief er durch das vom Mond ins tiefblau getauchte Dorf. Die Nachtluft war angenehm, das Angenehmste vom ganzen stressigen Tag. Der sanfte Wind wehte sachte über seine Haut und durch sein dunkles Haar. Er vernahm das leise Rascheln der Bäume in seiner Umgebung und beschloss stehen zu bleiben, um kurzweilig seine Augen zu schließen all seine Sorgen und seinen Kummer für nur einen Moment zu vergessen. Ja, das tat gut. Er atmete noch mehrere Male tief ein und aus, während er das sichtlich genoss, sich aber dann doch entscheidet weiterzugehen. Doch nach ein paar Schritten blickte er noch einmal hinter sich. `Ich hätte schwören können, dass da etwas war´, überlegte Kyoto und kniff seine Augen zusammen.
 

Aber wahrscheinlich war er nur müde und hatte sich das eben eingebildet. Obwohl er wahrlich müde war, musste er immer auf der Hut sein. Denn selbst jetzt könnte nichts seinen Adleraugen entgehen. Diesmal ging er der Sache nicht nach, was er üblicherweise aus Sicherheitsgründen immer tat… Schon bald hat das Dorf Tor erreicht. Außerhalb des Tores erhob sich ein Hügel und ein Baum, auf dem Yuo gesessen hatte, als er sie zum ersten Mal traf, na ja, sprich: gestern. Auch jetzt fand er sie dort auf dem einen Ast liegen. Ihr Blick war dem Himmel zugewandt. Ob er zu ihr gehen soll?
 

Yuo würde am liebsten die ganze Nacht hier liegen bleiben. Denn hier fühlte sie sich sicher und frei. Diese ruhige Nacht ließ sie ihren Kummer zeitweise vergessen. Ach wie schön klar der Himmel nachts ist und wie hell der Mond scheint, da geht mein Herz auf… Versunken in solchen Gedanken, verarbeitet sie die heutigen Ereignisse und sie merkte nicht mehr einmal, dass sich ihr jemand näherte. „Yuo?“ Das Mädchen erschrak. Doch dann bemerkte sie ihn schließlich. „Kyoto? Was machst du hier?“ „War spazieren. Da habe ich dich auf dem Baum liegen sehen. Du magst wohl diesen Baum, nicht?“ Yuo lächelte ihn an und nickte stumm, währenddessen Kyoto sich an ebendiesen anlehnte.
 

„Um genau zu sein, diese Stelle. Denn von hier aus gesehen hat man, finde ich, die schönste Aussicht.“ Kyoto blickte zu ihr auf. Yuo spürte röte in ihren Wangen hochschießen: „ Äh… wenn du magst, kannst du dich zu mir setzten.“ „Ach schon in Ordnung.“, winkte er ihr ab. „Nein… nein. Es macht mir wirklich nichts aus. Komm doch.“ „Na dann, wenn du so sehr darauf bestehst, Yuo.“ Es dauerte kein Augenblick, als er neben ihr auftauchte, nachdem sie sich aufgerichtet hatte und ihm Platz machte. Er grinste sie an: „Nochmals hi!“ Sie kicherte und grüßte ebenso. „Sag mal, wieso hältst du dich außerhalb des Dorfes auf? Ist doch gefährlich als Mädchen und auch noch alleine.“ Sie blickte wieder traurig und zögerte: „Nun ja. Alle hassen mich. Sie verachten mich und hätten mich am liebsten aus ihrem Dorf verbannt. Wäre auch passiert, wenn unser Dorfoberster nicht dagegen gewesen wäre.“
 

Kyoto sah sie mitfühlend an, er wusste wie man sich fühlen muss in so einer Lage, das wusste er nur zu gut. „Im Dorf werde ich ständig terrorisiert und fortgejagt. Sie alle zeigen mir offen ihre kalte Schulter, als sei ich ein Monster…“ Ein Schluchzen war herauszuhören. Kyoto legte, zu ihrer Überraschung, seinen Arm um ihre Schultern und flüsterte ihr zu: „Ich weiß sehr wohl, wie du dich fühlen musst. Aber du bist kein Monster. Das ist doch Unsinn.“ „Aber diese Hände… sie… haben,… haben meine Eltern getötet. Ich hatte keine Kontrolle mehr über sie oder mich… als würde mein Körper wie eine Marionette gezogen werden…“ Jetzt weinte sie. Umso fester drückte er sie an sich. Interessant. Das war es also, was den Leuten in solche Angst versetzte. Es war eine Macht, die sie in sich verborgen trägt. Von der sie selbst ebenso wenig weiß wie jeder andere. Hm… „Hey, Yuo. Aber ich habe keine Angst vor dir. Nein. Du interessierst mich auch so. Wenn du magst, kannst du bei mir einziehen. Hab nur eine kleine Wohnung, aber sie wird für uns beide reichen.“, bot er ihr ehrlich an. Diese Worte rührten Yuo sehr. So etwas hörte sie das erste Mal in ihrem Leben. Ausgerechnet er interessiert sich für sie? Will sogar vielleicht Freundschaft mit ihr schließen? Diese Worte waren einfach zu schön um wahr zu sein…

Kyoto Hanabi

Kyoto und Yuo gingen noch eine Weile spazieren. „Aber sag mal Kyoto, was ist mit dir? Du stammst nicht aus unserem Dorf. Was führt dich denn hierher?“, durchbrach Yuos Stimme die peinliche Stille. Er jedoch sah sie erst finster an und zögerte ehe er antworten konnte: „Glaub mir, das willst du gar nicht erst wissen. Ich möchte einfach ein starker Ninja werden. Natürlich gibt es Gründe, aber ich will sie dir nicht unnötig unter die Nase binden. Eines kann ich dir aber schon jetzt sagen…“ Yuo weitete ihre Augen. Er küsste sie wieder. „Bei dir fühle ich mich wohl.“ Jetzt konnte sie auf seinem Gesicht ein Grinsen ausmachen, welches mit Sicherheit vom Herzen kam.
 

Kaum hatte er sich von ihren Lippen gelöst, betrachtete Yuo sein schönes Gesicht, das vom grellen Licht des Mondes beschienen wurde. Und diese… Augen erst. Solche sah sie zum ersten Mal… Sie hörte ihn kichern: „Du erwiderst wieder einfach so meinen Kuss. Wie soll ich das werten, Yuo?“ Sie errötete. Ihr fehlten Worte ihm etwas zu entgegnen. „Äh… auf jeden Fall nicht was du denkst… Du willst also Shinobi werden?“ Er nickte: „Ja. Ich hab meine Gründe warum ich ein starker Ninja werden will… ´Shinobi´ trifft es vielleicht nicht ganz, daher bin ich ein ´Sonderling´ wie mich Yamano-Sensei bezeichnete.“ Yuo ah ihn verwundert an. Was meint er damit? Sonderling?
 

Noch ehe sie zu einer Frage ansetzten konnte, vernahmen sie ein starkes Rascheln aus den Büschen. „WER DA? Zeigt euch!“, rief Kyoto gereizt. Und es dauerte nicht lange bis drei hochgewachsene Typen vor ihnen auftauchten. Einer war ein kräftig gebauter und einer Glatze, der die beiden grinsend ansah. Der Zweite schien eher schweigsam. Er war von schmaler Statur hatte rote lange Haare und blickte einfach ernst und nachdenklich zu ihnen rüber. Der Letzte, scheinbar der Anführer dieser Truppe war dunkelhaarig und schlank. „Ihr?“, setzte Kyoto an. Er war sichtlich überrascht. „Na wenn das nicht unser verstoßenes Küken ist, oder Canon?“ Der Glatzkopf nickte immer noch breitgrinsend. Yuo war jetzt ziemlich verwirrt. „Yokan, was macht ihr denn hier? Ihr habt hier nichts verloren!“ „Aber, aber, wer wird denn so unfreundlich sein? Immerhin gehörtest du zu unserem Clan. Du warst mal ein…“ „HALT VERDAMMT NOCH MAL DIE KLAPPE! Ich bin Kyoto Hanabi und bin nicht mehr der, den ihr kanntet!“, zischte Kyoto. „Arashi, sag doch auch mal etwas dazu. Immerhin war sie deine kleine Schwester.“
 

Der Rothaarige schwieg immer noch. Dann aber blickte er Yokan finster an und sagte in ruhigem Ton: „Sie ist eine Honori. Tief in ihrem Inneren ist immer noch eine. Mag sein, dass sie uns entehrt hat. Aber meine Meinung kennt ihr ja bereits zudem.“ „Vertrittst du immer noch die Meinung, sie ist unschuldig? Ja sie ist deine Schwester, aber sieh die Wahrheit endlich ein oder hast du vergessen was WIRKLICH damals passiert war?“ Arashi gab keine Antwort mehr von sich. Yuo verfolgte das Spektakel verängstigt aber neugierig mit. „ Was wollt ihr denn nun?“, platzte es aus Kyoto. Jetzt erhob Canon das Wort: „Na, was wohl? Wir sind auf dem Weg zu eurem Dorfobersten.“ Kyotos Blick verfinsterte sich immer mehr: „Was wollt ihr denn von ihm?“ „Als ob wir es dir verraten würden.“, gab der Kahlkopf zurück. War ja klar, dass sie einem wie mir nichts sagen würden. „Also weiter geht’s!“ „HEY! Wer ist denn der Gruppenführer? Du garantiert nicht! Also kommt, Leute.“ Kyoto und Arashi tauschten sich noch einmal Blicke aus, bevor er sich wieder zu seinen Leuten gesellte. Sie blickte noch eine Weile hinterher, ehe sie sich nach Yuo wieder zuwandte, die total verwirrt dastand.
 

Kyoto war also eine Verstoßene vom Honori-Clan. Die Tatsache, dass Kyoto weiblich war störte Kyoto nicht weiterhin, jedoch dass sie SO ein Geheimnis vor allen verbarg, ja sogar unter anderen Namen hier lebte, erstaunte sie sehr. Nicht unbedingt im positiven Sinne. Aber trotz allem war Yuo von Kyotos Coolness und ihrer eher aggressiven Seite, die sie heute zum ersten Mal sah, schwer beeindruckt. „Hast du jetzt Angst vor mir?“, fragte die schwarzhaarige ruhig und doch gereizt. Kyotos Blick sah sie schon nahezu eiskalt an. Und ihre Augen- sie hatten ihre Farbe verändert. Von dem üblichen dunklen Ton zu einem erst silbernen und anschließend rötlichen Ton. Aber dieses Phänomen hielt nur für einen kurzen Augenblick und ihre Augen hatten wieder ihren ursprünglichen Ton angenommen. „… Ein wenig….“, mehr brachte sie nicht heraus. „Sag, willst du immer noch bei mir einziehen?“
 

Yuo blickte sie entsetzt an. Dieser eiskalte emotionslose Unterton in ihrer Stimme jagten ihr echt Angst ein. Ihr Körper zitterte und schließlich fiel sie weinend zu Boden. Kyoto blickte sie noch immer abfällig an. Aber nach einer kurzen Weile kriegte auch sie sich wieder ein. „UH… YUO? Hey… tut mir echt furchtbar leid. Ich habe dir Angst gemacht? Das wollte ich nicht. Ehrlich. Aber der Honori-Clan ist bekannt dafür, dass wir … sie nahezu perfekte Kämpfer sind. Sie sind die Einzigen, die in Kämpfen und in Notsituationen automatisch ihre Emotionen vergessen und zu …“ Als sich Kyoto Yuo nähern wollte, um sie zu umarmen, stieß diese sie von sich. „FASS MICH NICHT AN!“ Und Yuo rannte in hohem Tempo weg. Kyoto blieb stehen und sah ihr hinterher und fluchte: „VERDAMMT! Genau das wollte ich vermeiden…“ Dann begab sie sich auf die Suche nach ihr, ehe der Tag anbrach…

Out of the shadows

Ehe sie aufbrechen konnte, kam ihr jemand entgegen. Rikan. Was machte der zu so später Stunde noch hier? „Was machst du denn noch hier?“, fragte sie ihn. „Darf ich mir nicht mal die Beine vertreten?“ Kyoto fragte sich, ob er gelauscht hatte. „Okay hab ´nen Teil eurer Konversation mitbekommen. Aber ihr ward ja nicht zu überhören. Eine Verstoßene vom Honori-Clan? Hm. Interessant.“ „…“ Was sollte sie jetzt noch machen, sie musste jetzt Yuo finden ehe ihr etwas zustößt. Sie blickte Rikan wortlos und abfällig an. Sie wollte sich auf den Weg machen, doch er hielt sie zurück: „Warte mal kurz. Wir müssen es dem Sensei melden. Wir dürfen eigentlich uns nachts nicht außerhalb des Dorfes befinden. Denn falls ihr was zugestoßen ist, haben wir immerhin Hilfe, obwohl mir persönlich auch lieber wäre alleine zu suchen.“ Sie zögerte. „Aber was ist, wenn einer von uns vorläuft und der Andere Yamano-Sensei holt?“ „Du meinst DU willst ihr hinterherrennen und ich darf den Sensei wecken, oder?“ „… Oder ich wecke ihn und du suchst sie. Aber entscheide dich jetzt. Wir haben keine Zeit zu verlieren.“ „Ich werde sie suchen, immerhin hast DU sie doch verjagt. Glaub wohl kaum, dass sie dich momentan sehen will. Außerdem könnte ich sie besser beschützen als du.“ „… Woher willst du das wissen? Angeber!“ Mit diesen Worten gingen beide ihre Wege.

Yuo rannte immer weiter.
 

Immer tiefer in den Wald hinein. Solche Angst, sie hatte noch nie solche Angst gehabt. Diese Augen, einfach unheimlich. Erst silbern, rein und blendend hell. Und dann so rot, blutfarben und ohne jegliches Anzeichen von Gnade. In genau diesen Augen lag Verachtung. Eindeutig. Yuo versuchte nicht mehr daran zu denken, aber es wollte nicht wieder aus ihrem Kopf verschwinden. Und so lief sie blind immer tiefer in den dunklen Wald hinein bis sie schließlich einen Teich erreichte. Vor ebendiesen ließ sie sich nieder. In ihm spiegelte sich das Bild eines verheulten Mädchens wider. Yuo versuchte weitere Tränen zu unterdrücken, gelang ihr aber nicht. Sie wollte stark werden. Hatte sie sich das nicht vorgenommen? Und sie ist einfach heulend davongerannt. Dummerweise bei Nacht alleine in den Wald. Als ob das nicht schon an kindlicher Dummheit grenzte. Und obwohl alles ruhig schien und der Mond immer noch grell hellte, fühlte sie sich sichtlich nicht wohl. Vielleicht sollte sie besser wieder auf den Weg zurück machen, aber sie hatte noch immer Angst. Auch wenn sie all die verachtenden Blicke der Leute gewohnt war, aber sie wollte nicht von IHR verachtet werden. Und diese Ausstrahlung war zu dem Zeitpunkt vorhin einfach beängstigend. So beschloss sie noch eine Weile vor dem Teich zu sitzen und dachte nochmals über alles nach.
 

Jedoch vernahm sie nach einer kurzen Weile ein lautes Rascheln der Büsche. Verängstigt schreckte sie auf. Auf Yuos Gesicht war die Angst deutlich zu erkennen. Ein großer schlanker Kerl kam zum Vorschein. Er trug einen langen dunklen Mantel mit roten Wolken darauf. Einer von den Akatsuki? Momentmal. Der ist doch alleine. „Wer bist du? Du gehörst doch der Akatsuki Organisation an, oder nicht?“, fragte Yuo verunsichert. Der junge Mann mit den langen schwarzen Haaren, die er als Pferdeschwanz trug, grinste: „Nicht ganz. Aber bald. Ich bin neu hier weißt du. Fragt sich nur, was ein junges Mädchen wie du zu so später Stunde in den Wald verschlägt.“ Diese weiche Klang seiner Stimme… und vom Äußerlichen würde sie ihn nicht älter als zwanzig schätzen. Eine Antwort wollte sie ihm nicht geben. Er kam näher auf sie zu.
 

Doch wie aus dem Nichts erschien Rikan vor ihr. Yuo war überrascht. „Was willst du hier?“, fragte Rikan scharf. Doch der Dunkelhaarige ging nicht auf ihn ein. „Rikan?“ „Ich habe dich gefunden. Wir müssen auf die anderen warten. Kyoto holt Yamano-Sensei.“, erklärte er ihr ohne seinen Blick von dem Akatsuki-Neuzugang abzuwenden. Jetzt da er näher auf sie zukam, konnte sie auf seinem Gesicht noble Züge erkennen. Schmale Lippen, perfekt gezogene Augenbrauen, hohe Wangen und seine Augen. Seine Augen waren so dunkel wie die finsterste Nacht. „Komm uns nicht näher!!“, verwarnte ihn Rikan gereizt. Der Schwarzhaarige ignorierte ihn immer noch. Und ehe Rikan sich versah verschwand der Kerl unglaublich schnell und tauchte hinter Yuo wieder auf, die es zwar rechtzeitig bemerkte, aber nicht schnell genug gelang auszuweichen, denn er hatte ihr Handgelenk noch erwischt. „WAAH!“ „Du bist doch sicher dieses eine Mädchen, von der man so viel hört. Wollen wir kämpfen?“, hauchte er ihr ins Ohr. Yuo wurde leicht rot. „LASS DEINE DRECKSPFOTEN VON IHR!!“, brüllte eine Stimme lauthals von hinten. Kyoto! Yamano-Sensei war auch da! „Ah, sieh an. Dich kenne ich auch vom hören-sagen. Du bist Kyoto Honori, jemand, der aus seinem Clan verstoßen wurde.“ „Lass meine Schüler in Ruhe. Wer bist du, der es wagt allein bei Nacht hier sein Unwesen zu treiben?“ „Verzeiht. Ich habe mich ja noch nicht vorgestellt, wie unhöflich von mir. Ich bin ein Neuzugang bei Akatsuki. Ich bin mit meinen 18 Jahren derzeit der Jüngste von ihnen. Gewiss werden wir uns wiedersehen, werte Herrschaften. Nennt mich einfach Nayori…“, mit diesen Worten verschwand er dann endgültig.
 

Yuo traute sich nicht ihren Leuten in die Augen zu schauen und blickte weiterhin zu Boden: „Verzeiht… verzeiht, dass ich … ihr wegen mir…“ Erneut kullerten wieder von ihrem Gesicht. Rikan seufzte entnervt: „Schon gut. Bitte hör auf zu weinen. Das hält man ja nicht aus.“ Kyoto warf ihm einen strengen Blick zu ehe sie sich langsam Yuo näherte und sie zögerlich in ihre Arme nahm. Yuo ließ es geschehen. „Tut… mir leid… wegen vorhin, Kyoto…“ „Sch… Ich bin dir nicht böse, also beruhige dich erst einmal.“ Der Blonde rollte nur die Augen. Jetzt ergriff Yamano-Sensei das Wort: „Zum Glück haben wir dich gefunden, Yuo. Das ist doch jetzt die Hauptsache. Aber dieser Typ, der bereitet mir Bauchschmerzen. Gut, dass Rikan vorgelaufen war. Möchte mir nicht ausmalen, was mit dir geschehen wäre, wenn wir nicht rechtzeitig noch gekommen wären. Aber wir müssen Bericht erstatten. Also kommt.“ Und zum ersten Mal in ihrem Leben hatte Yuo das Gefühl wirklich anerkannt worden zu sein, sei es auch nur in ihrem Team. Darauf war sie sehr stolz und beschloss, sich zu bemühen diese Leute nicht zu enttäuschen.

I count on you!

Yuo wachte am folgenden Tag neben Kyoto auf. Die Sonne stand bereits hoch am Himmel. Wahrscheinlich ist es bereits Mittag. Yuo setzte sich auf und blickte zu Kyoto rüber. Sie schien noch zu schlafen. Yuos Hand strich sanft über ihre Wange. Sie war schon ziemlich niedlich, wenn sie die Augen verschlossen hatte, fand Yuo. So friedlich. Das junge Mädchen sprang erst unter die Dusche ehe sie das Frühstück vorbereitete. Der eine Kerl, ebenso wie die drei Typen davor gingen ihr immer noch durch den Kopf. Verständlich, denn all die Ereignisse waren grade mal ein paar Stunden alt. Nach einigen Minuten erwachte auch Kyoto schließlich. „Guten Morgen!“, begrüßte sie auch schon Yuo. „Das Frühstück oder vielmehr Mittagessen ist fast fertig.“ Kyoto nickte lächelnd und rieb sich den restlichen Schlaf aus ihren Augen. „Bin gespannt, was der heutige Tag bringt.“, kicherte Yuo vergnügt. So glücklich war sie noch nie. Immerhin würde sich ihr Leben jetzt endlich besser, zumindest setzte sie die Hoffnung darauf. Die Dunkelhaarige sah noch verschlafen aus. Sie trug nur ein einfaches T-Shirt und Shorts. Wie ein Junge halt. Aber verschlafen wie sie aussah, strahlte sie immer noch diese faszinierende Coolness aus. Und niedlich war sie auch. Yuo errötete bei diesem Gedanken. „Hm. Ich geh kurz mal ins Bad, mich frisch machen.“
 

Als beide am Esstisch saßen und ihr Mittagessen einnahmen klingelte es auch schon an der Tür. Kyoto ging leicht entnervt zur Tür und öffnete diese. Rikan trat ein. „Bedien dich!“, bot sie ihm an. Er setzte sich zwar zu ihnen, aß jedoch nichts. „Was gibt es denn?“, fragte Yuo neugierig. „Du siehst heute aber gut aus.“ Rikan trug einen Anzug und sein Haar trug er als Pferdeschwanz gebunden. Kyoto nickte wortlos. „…Ich wurde gezwungen das Ding hier anzuziehen. Wegen meiner Oma. Sonst lässt sie mich gehen.“ „Hä? Aber sonst bist du…“ „Wir gehen gleich zum Hokage.“
 

In Yuos Gesicht war die Überraschung anzusehen. „Wegen dem Bericht oder?“ Rikan, der wie immer finster dreinblickte nickte: „Zumindest hat man mir das so gesagt.“ Yuo fand, dass Rikan in diesem Aufzug und sein grimmiges Gesicht genau passten, denn er sah einfach niedlich aus. „Warum bist du so genervt? Wir lernen den Hokagen persönlich kennen.“, bemerkte Kyoto. Er zögerte: „Mann,… Auf dem Weg hierher wurde ich von einer Horde wilder Mädchen verfolgt. Echt anstrengend!“ Kyoto kicherte und Yuo lachte auf. „HEY, DAS IST GAR NICHT LUSTIG!! Stell dir vor, du würdest von einen Haufen fremden Jungs verfolgt werden!“, entgegnete er ihr. Doch sie grinste weiterhin: „Ich würde das vielleicht ausnutzen.“ „DU vielleicht, aber diese Hennen gehen mir schon seit längerem auf die Nerven. Aber heute besonders. Woran liegt das wohl. Doch nicht etwa nur, weil ich einen Anzug trage.“ Kyoto zuckte nur mit den Achseln: „Schon möglich. Man sieht dich ja nicht alle Tage so chic.“ „Aber ich HASSE dieses hässliche Ding. Einfach lächerlich für einen Ninja. Es fühlt sich so an als wenn DU Kyoto, einen Kimono tragen müsstest“ „SAG DAS NICHT. Ist ja eklig. Allein die Vorstellung mich in einem Kimono zu sehen widert mich an.“, konterte sie. „Aber jetzt weißt du, wie ich mich in diesen Aufzug fühle.“ Yuo hielt sich zwar aus alledem raus, aber das Gespräch zwischen den beiden interessierte sie sehr und hörte kichernd und aufmerksam zu. Kyoto in einem Kimono? Das wäre lustig. Würde ihr auch sogar stehen, glaubte sie.
 

Nachdem alles geklärt worden war und der Tisch aufgeräumt worden war, machten sich auch die anderen beiden fertig und machten sich auf den Weg. Ihr Sensei erwartete sie bereits: „Hallo. Wie ihr wisst, werden wir dem Hokage alles von gestern berichten. Und benehmt euch ja? Hey, Rikan, du siehst heute aber gut aus.“ Rikan gab kein Kommentar mehr ab. Und so begaben sich die vier in das Hokage-Gebäude. Es dauerte ebenfalls nicht lange bis sie empfangen wurden. Und schon standen sie vor dem Pult von ihm.
 

„Noch ein wenig Geduld, der Hokage kommt gleich.“ Yamanos Schüler, die offenbar, bis auf Yuo, das erste Mal hier waren, sahen sich im Raum um. Allerdings bleiben sie an ihrem Standort. „Wow!“, sichtlich beeindruckt schaute sich Kyoto um. Nur Rikan blieb stumm, was seine Überraschung trotzdem nicht versteckte, denn diese waren auf seinem Gesicht anzusehen. „Also, wenn das nicht Yamano ist und seine drei besonderen Schüler!“ Erschrocken sahen die drei ihn hereinkommen. Das ist der also der Hokage der achten Generation, ging es Kyoto durch den Kopf. Der Hokage war etwa Mitte dreißig und blondhaarig. Hauptsächlich trug er seine Klamotten in Orange. Seine Frisur ähnelte dem eines Igels. „Nennt mich einfach Naruto.“ Er schloss die Tür hinter sich. Und ging auf sie zu. Also ist es wahr, Naruto hatte es geschafft, Hokage zu werden.
 

Sie berichteten ihm von den Ereignissen, die am Tag zuvor stattfanden. Ohne auch nur ein Detail wegzulassen. „Verstehe. Ein Neuling bei Akatsuki. Hat er gesagt, welcher er genau angehört?“ Die drei verneinten. Aber sie verstanden nicht ganz, was er meinte. „Also Akatsuki, die Organisation an sich existiert nicht mehr, aber es haben sich daraus Unterorganisationen daraus gebildet. Und eine verwendet den Namen des Ursprungs weiterhin. Aber es gibt noch andere, und eine wird von einem Sasuke Uchiha angeführt, versteht ihr?“ Der Name Sasuke Uchiha sagte allen dreien etwas, also nickten sie. „Gut. Yamano, du kannst gehen. Ich möchte gerne die drei hier noch eine Weile bei mir haben. Bist du damit einverstanden?“ Yamano nickte und verschwand.
 

„Also ihr drei. Ihr wurdet nicht zufällig in einem Team zugeordnet. Ich habe mir schon meine Gedanken gemacht. Ihr werdet oder vielmehr seid ein vielversprechendes Team. Meine Unterstützung habt ihr!“, Naruto lächelt die drei mit erhobenen Daumen an. „Yuo, ich dich gewählt, da du besonders bist. Allerdings müssen wir bei dir immer ein Spezialtraining machen, da du deiner Kräfte nicht bewusst bist und unkontrolliert sehr gefährlich bist. Aber ich denke, das wird schon. Ich kenne das Gefühl von allen verachtet zu werden. Aber ich habe mir den Respekt der anderen hart erkämpft. Und ich glaube auf jeden Fall an dich.“ Yuo wurde rot im Gesicht wusste aber, dass er es ernst meinte, denn er hat immerhin dafür gesorgt, dass sie im Dorf bleiben durfte.
 

Naruto fuhr fort: „Und du bist Kyoto Honori. Auch ich habe mir was gedacht, dich hier aufzunehmen. In dir steckt ebenso viel Potenzial und muss ausgebaut werden. Es ist nicht leicht, vom Clan verstoßen zu werden und dann mit nichts einen Neuanfang zu machen. Ich werde auch dich unterstützten. Aber nicht, weil du dem Honori-Clan angehörtest. Nein. Wenn du hart trainierst und deine Fähigkeiten weiter ausbaust, wirst du ein Ranghoher Ninja mit Leichtigkeit werden, glaub mir. Du erinnerst mich nämlich an jemanden, der mir viel bedeutet hat. Äußerlich auch.“ Kyoto sagte nichts und auch sonst keine auffällige Reaktion war auszumachen. Dann wuschelte Naruto ihr Haar und grinste: „Hehe! Diese Coolness. Wahrlich du erinnerst mich an ihn.“ „Hey! Ich mag es nicht, wenn jemand mir in die Haare fasst, das durfte nur mein Bruder.“ Naruto blickte sie nachdenklich an. Da stiegen die Erinnerungen hoch.
 

Und zum Schluss wand er sich Rikan zu. „Und du bist Rikan Amane, ja?“ Der Blonde nickte. „Von dir habe ich auch schon gehört. Dein Potenzial ist immens. Von euren Fähigkeiten gesehen, harmoniert ihr sehr gut, da bin ich überzeugt! Echt jetzt! Geschwind wie der Wind und hell im Kopf super. Aber verstehen tut ihr euch, oder?“ Yuo ergriff als Erste das Wort: „Noch ein wenig holprig, aber wir sind ja noch am Anfang. “ Kyoto nickte. „Ich aber habe das Gefühl, dass sich hier eine Romanze anstaut.“, gab Rikan von sich. „Sag das noch einmal und du wirst eine Affäre mit meiner Faust haben!“ Ja, die beiden kriegen sich leicht in die Haare, das war Yuo jetzt klar. Aber Rikan war eigentlich doch kein allzu schlechter Kerl, wie am Anfang noch gedacht. Leicht seltsam war er aber immer noch. Aber das waren sie alle drei doch. Naruto kicherte: „Ja, wenn das nicht mal ein guter Anfang ist. Ich stehe voll hinter euch, glaubt mir!“

Rikan Amane

Und schon bald verließen die drei das Hokage-Gebäude. „Dieser Naruto Uzumaki kommt mir irgendwie leicht seltsam vor, was meint ihr?“, erkundigte sich Rikan. Yuo kratzte sich am Kopf ehe sie ihm antwortete: „Nun ja, er hat immerhin dafür gesorgt, dass ich hierbleiben darf. Komisch ist er fürwahr, aber er ist doch in Ordnung.“ Kyoto überlegte noch eine Weile und schloss sich anschließend den beiden an. „Ich habe schon vieles über ihn gehört, als ich noch dem Honori-Clan angehörte. Er wird respektiert. Und für einige ist er ein Vorbild, für Kinder zumindest ein Held.“ Yuo sah neugierig zu Kyoto rüber, die sie mit einem angedeuteten Lächeln empfing. Rikan zuckte nur die Achseln: „Mag sein.“
 

Die drei schlenderten noch eine Weile durch das Dorf, währenddessen sie die Situation ausnutzten sich noch ein wenig besser kennenzulernen. Nur Rikan hat sich derweil umgezogen, da seine fanatischen Verehrerinnen noch immer so heftig hinter ihm her waren. Aber auch ohne Anzug würden sie ihm folgen. Folglich beschlossen die drei sich einen Stammplatz zu suchen, wo sie ungestört beisammen sein konnten. Und so fiel Yuo ihr Lieblingsort ein wenig außerhalb des Dorfes ein, der vereinzelte Baum. Und so verbrachten die drei den Großteil des Nachmittages zusammen. „Yuo, Rikan. Ich werde jetzt mal gehen. Muss gleich jobben, also man sieht sich.“, verabschiedete sich die Schwarzhaarige gelassen, wie sie immer war. Die beiden nickten nur.
 

Yuo blickte ihr noch eine Weile lang hinterher. Ihr Sitznachbar ergriff als erstes das Wort: „Du magst sie doch, oder?“ Sie errötete: „Aber…nicht doch. Ich mag sie ja, aber nicht in diesem Sinne.“ „Oh doch, das tust du. Das sieht doch auch ein Blinder schon von Weiten.“ Bin ich wirklich so leicht zu durchschauen, fragte sie sich. „Sag mal, Rikan. Dein Verhalten mir gegenüber hat sich schon ein wenig verändert. Am Anfang warst du ziemlich aggressiv und verachtend mir gegenüber.“ Rikan grinste leicht: „Hm. Das wollte ich schon immer mal sagen. Tut mir leid dich so verschreckt zu haben. Nun ja vielleicht ist da auch was Ernstes dran?“ Sie blickte ihn fragend an. „Du kannst einem wirklich Angst machen, Rikan.“ Sein Blick schweifte durch die Gegend bis er ihr Gesicht traf. Yuo fielen sofort seine Augen auf, wie schön sie aus diesem Blickwinkel zu sein scheinen waren. „ Ach ja? Aber sicher nicht so, wie dich Kyoto gestern Nacht ansah, oder?“ Verdammt, musste er sie jetzt wieder daran erinnern? „Das ist nicht lustig. Ich mein es ernst!“ „Ich doch auch.“ Yuo sah ihn ernst an. Rikan konnte sich ein siegessicheres Grinsen nicht verkneifen. „Aber sag mal Rikan, wieso bist anderen gegenüber so desinteressiert? Ich meine das fällt ja sogar mir auf.“ Der Blondhaarige sah sie verwundert an und sein Lächeln verschwand, als ob sie ihn durchschaut hätte: „Ich habe das Gefühl, das wir drei schlimme Schicksale ertragen mussten bisher. Schon merkwürdig, dass genau wir in einem Team zusammenkommen… da bin ich mir nicht sicher ob das nur Zufall ist. Was meinst du?“
 

Yuo überlegte. Da ist schon was Wahres dran, wenn sie grad so nachdachte musste sie ihm sogar zustimmen. Doch über ihn weiß sie so gut wie gar nichts. „Da hast du sicherlich nicht Unrecht. Ich will nicht unverschämt sein oder so. Wir sind ja jetzt Kameraden, also möchte ich euch gut kennen. Ich selber bin ein Scheusal, Kyoto eine Verstoßene des Honori-Clans und du… da weiß ich leider gar nichts. Was ist denn mit dir Rikan. Ich würde auch dich gerne verstehen. Willst du mir etwas über dich erzählen?“ Er grübelte eine Weile vor sich hin. Sollte er ihr es erzählen? Er schluckte noch einmal und sah ihr in die Augen: „Also gut. Aber ich will nicht, dass du das weitererzählst, klar?“ Sie nickte.
 

„Gut. Es fällt mir nicht leicht das zu erzählen und ich weiß auch nicht warum ich dir das anvertraue, aber … nun gut. Ich war noch sehr klein, viel zu jung um zu begreifen was ich sah. Es war tiefste Nacht und Neumond, als ich im Bette liegend Krach vernahm. Geschirr schellte zu Boden, Möbel wurden umgeworfen und unterdrückte Schreie waren zu hören. Einfach Schrecklich und das was ich sah… ekelhaft. Blut. Überall Blut. Und mittendrin lagen meine Eltern. Ich wollte aufschreien, doch ich konnte es nicht. Ein Schock. Ich konnte all das nicht begreifen. Nach Raubmord sah das ganze jedenfalls nicht aus. Die Leichen meiner Eltern und das meines jungen Bruders, der noch keine zwei Monate alt war, einfach brutal niedergemetzelt, ohne Gnade. Was… für ein Monster… konnte das nur gewesen sein? Was haben den meine Eltern denn gemacht, dass sie so einen Tod verdienten? Ich verstand das alles bis heute nicht. Heute ebenso wenig. Daher verachtete ich mich immer und all die Menschen um mich herum. Daher leugnete ich immer meine Gefühle. Ich hasste einfach alle um mich herum. Die Täter sin bis heute noch nicht gefasst, falls diese noch leben.“ Tränen stiegen Rikan auf. „Da hab ich mir geschworen ein ranghoher Ninja zu werden und die Täter finden, die drei unschuldige Leben auf dem Gewissen haben.“
 

Yuo sah ihn mitfühlend an. Der Kopf ihres Gegenübers war gesunken und sie konnte von ihm nur noch ein Schluchzen wahrnehmen. Das Schicksal kann so grausam sein. Und die drei waren die besten Beweise dafür. Yuo schlang ihre Arme um ihren Kameraden: „Hey. Wir sind ja jetzt bei dir. Wir werden gemeinsam unseren Weg gehen. Denn auch das ist Schicksal, dass wir uns gefunden haben und in einem Team sind. Also Kopf hoch.“ Ein leiser Dank war von ihm auszumachen. „Sag aber auch keinem, dass ich mich an dir ausgeweint habe, okay?“ Beide kicherten, Rikan versuchte es zumindest. Die beiden lagen noch eine Weile umschlungen beisammen... Die Sonne ging schon langsam unter. Also machten sich die beiden, sichtlich wieder beruhigt, auf den Weg nach Hause. Rikan wohnte derzeit bei seiner Oma und Yuo halt bei Kyoto. Die beiden verabschiedeten sich schließlich an der Haustür vor Rikans Oma. „Wir sehen uns ja morgen wieder. Du bist immer bei uns willkommen. Kyoto wird wohl auch nichts dagegen haben, denke ich mal. Also bis dann…“, winkte sie Rikan zu. Er erwiderte mit einem Lächeln, welches von Herzen kam.

Lookin' into your eyes

Als Yuo grade erst die Tür aufgemacht hatte, entdeckte sie auch schon Kyoto, die sichtlich auch nicht lange vor ihr ankam. „Hey, auch schon da? Hab nicht gerechnet, dass du heut noch kommst, meine Liebe!“, begrüßte sie die Schwarzhaarige. Ungewöhnlich fröhlich, wie Yuo meinte. Kyoto trat näher zu ihr und blickte ihr ins Gesicht: „Was schaust du so? Was habt ihr beiden denn noch so gemacht? Ich meine ihr ward doch noch ‘ne Weile zusammen oder etwa nicht?“ Yuo lief rot an, sagte jedoch nichts. Sie hatte Rikan doch versprochen nichts weiter zu erzählen, aber galt es auch für Kyoto, dem anderen Teamkamerad? Da war sie sich nicht sicher, also hielt sie vorerst Mal die Klappe. Stattdessen antwortete sie: „Ja,… wir haben uns ein wenig unterhalten und entspannt. Nichts Besonderes halt.“ Damit gab sich Kyoto zufrieden, wand ihr Blick aber nicht von ihrem Gegenüber ab.
 

Nur Yuo schaute nachdenklich zu Boden, doch hob Kyotos Hand ihr Gesicht wieder zu ihr hoch. „Wie süß du bist, wenn die Röte auf deinen Wangen so aufleuchtet!“ Dass es der Braunhaarigen unangenehm wurde, war ihr ihm Gesicht geschrieben. Die Schwarzhaarige drängt sie immer weiter, bis sie gegen eine Wand stand. Die junge Honori stützte ihre Arme neben Yuo an die Wand, sodass sich ihr Gesicht das des Gegenübers nähern konnte. „Hey… ich… ich bin müde und möchte mich gerne fürs Bett bereit machen.“, brachte Yuo leise über die Lippen. Kyoto grinste sie einfach an. Dieses dominante Lächeln und ihr kühler Blick. Und diese Augen erst… welche ihr Angst machten, denn noch nie hatte sie solche ausdrucksstarken Augen gesehen. Und doch wiederum faszinierten sie sie. All das schoss ihr in dem Moment durch den Kopf. Einfach nur wunderschön.
 

„Okay, wie du willst.“ Die Schwarzhaarige ließ wieder von ihr ab und gab den weiteren Weg in ihre Wohnung frei. Und so eilte Yuo an ihr vorbei. Noch ehe sie ins Bett ging sprang sie unter die Dusche. <Sie ist seltsam, sie macht mir gegenüber schon seit unserer ersten Begegnung solche Anspielungen, oder steigere ich mich etwas zu sehr hinein? Nein. Warum sollte sie mich auf die Art mögen? Nicht so eine Art von mögen. Ausgeschlossen, …> Mit diesen Gedanken stieg sie auch schon aus der Wanne und zog sich ihre Schlafklamotten an.
 

Yuo drückte die Türklinke des Schlafzimmers runter und wollte hineingehen. Als sie ihren Kopf erhob erblickte sie auch schon Kyoto beim Umziehen. Sie hatte bereits ihr Oberteil abgelegt und stand am offenen Fenster dem hellen Mondesschein entgegen. Röte schoss wieder ihren Wangen hoch. „WAAHH!“ Kyoto hatte sie bereits bemerkt, aber sie blieb ruhig. Ihr flacher Oberkörper war mit Bandage umwickelt. „Komm doch rein und mach die Tür zu.“, sagte sie höflich und doch mit typischen coolen Unterton. Yuo zögerte ein wenig, tat aber trotzdem das, was man ihr gesagt hatte. „Du hast nichts dagegen, wenn ich heute hier schlafe, oder? In meinem Zimmer ist das heut unmöglich. Verzeih, dass ich dich nicht vorher schon gefragt habe.“, erklang es aus Kyotos Mund. Yuo legte sich ins Bett und sprach so leise, dass alle Mühe hatte sie zu verstehen: „Klar, kein Problem… Aber nur für heute…“ Nur in Boxershorts und Bandage bekleidet legte sich Kyoto neben ihr. „He… wieso bist du oben so … frei? Zieh dir doch ein Oberteil an.“ Die Grinsen wurde breit: „Ach, hast du ein Problem damit? Was ist denn schon dabei? So gehe ich immer zu Bett.“ „Aber du… bist doch kein Junge…“, entgegnete sie ihr. Die Schwarzhaarige setzte sich auf und schaute neben ihr, auf Yuo hinab. „Mag sein, aber in meinem Clan sind beide Geschlechter besonders stark ausgeprägt, das heißt: Jungs wirken femininer und die Mädchen meist dominanter. Daher die ´Flachbrust´. Ist halt so. Für uns ist das normal. Aber es ist lustig, wenn andere unsicher sind oder uns mit dem anderen Geschlecht verwechseln.“ Ein leises Kichern war zu hören.
 

Yuo musste ihr unbedingt die eine Frage stellen: „Sag mal… warum bist du verstoßen worden? Wenn du nicht antworten willst musst du auch nicht, aber es macht mich neugierig.“ Kyoto blickte sie wortlos und finster an: „Ein anderes Mal vielleicht….Sonst wünsche ich eine gute Nacht!“ Und damit legte sie sich auch schon wieder hin, mit dem Rücken zu Yuo, die zwar verwundert war, aber es hinnahm. <Verdammt, warum musste ich sie gerade jetzt danach fragen? Das wollte ich nicht. Ihre alten Wunden wieder aufreißen. Und diese Wunden sind mit Sicherheit keine Woche alt.>

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Ich weiß dieses Kapi ist nicht gelungen,

aber ich habe heute eine unkreative Phase

und da wollte mir nichts einfallen und daher so kurz.*schnief*

Ich hoffe, dass das nächste wieder länger wird.^^

Ich hoffe trotz allem, dass es dem ein oder anderen

ein wenig gefallen hat.

Bis dann eure sadAngel666

Brothers Love

Auch am nächsten Morgen schien Kyoto nicht besonders gute Laune zu haben. „Hey, guten Morgen Kyoto.“ „…“ „Es tut mir sehr leid, wegen gestern Abend. Ehrlich, ich wollte doch nicht, dass…“ Doch Kyoto brachte sie mit einem Wink zum Schweigen: „Ach was. Vergiss es einfach.“ Yuo nickte traurig. Sie wollte zu sprechen ansetzten, doch die Worte wollten einfach nicht aus ihrer Kehle, und so bereitete Yuo das Frühstück vor. Sie blickte ab und an zu Kyoto rüber, die ernst und schweigsam am Frühstückstisch saß. Sie wüsste nur zu gern, was sie beschäftigte. Was war vorgefallen? Yuo wollte sie nicht bedrängen und ließ ihr Zeit, vielleicht würde sie sich eines Tages öffnen und es ihr erzählen.
 

Nicht lange und Rikan stand auch schon vor der Tür. „Hey.“, begrüßte sie ihn und bat ihn hinein. An diesem Tag trug er seine normalen Klamotten und sein Haar offen wie sonst auch, wenn nicht ein Besuch beim Hokagen eingeplant war. „Guten Morgen allerseits.“, und schon saß er ebenfalls am Esstisch. Die Schwarzhaarige nickte nur. Nicht lange und der Tisch war mit dem Frühstück angerichtet und schließlich setzte sich auch Yuo zu ihnen. Eine Weile lang herrschte ein peinliches Schweigen. „Ist was vorgefallen zwischen euch? Ihr seid so… schweigsam.“, erhob auch schon Rikan das Wort und durchbrach somit die Stille. Ich schüttelte zögerlich den Kopf: „Nein, es ist nichts. Uns geht es gut.“ Er hob eine Augenbraue, sodass auf seinem Gesicht abzulesen war <Ach ja, sicher?>. Aber weitere Details ließ Yuo lieber aus. „Sag lieber was heute so ansteht.“, sagte Kyoto mit ernstem Unterton. Dabei schaute sie noch nicht einmal einen von beiden an, sondern in Gedanken versunken aus dem Fenster, während sie ein wenig aß. „Also, der Vormittag ist schon mit Yamano-Sensei verplant. Man hat mir gesagt, wenn wir gut vorankommen sollen wir zum Hokage gehen, er erwartet uns dann.“ Rikan schaute auf die Uhr. „Also wir haben noch knapp zwei Stunden Zeit ehe wir uns auf dem Trainingsplatz treffen.“ „Ja? Also wird es heute ein langer Tag werden, würde ich entnehmen.“, stellte Yuo fest. Der Blonde bestätigte mit einem Nicken.
 

„Also gut. Wer hätte Lust sich noch ein wenig die Beine zu vertreten? Wir haben noch anderthalb Stunden Zeit.“, schlug Yuo vor. Da keiner widersprach, räumte Yuo auf, während die anderen sich noch fertig machten. Und schon bald machten sich die Drei auf den Weg, das Dorf noch ein wenig zu erkunden. Kyoto war wieder in Schweigen verfallen, während sie neben ihnen herging. Yuo lief zwischen Kyoto und Rikan. Sie war einfach unbeschreiblich glücklich. Sie fühlte sich zum ersten Mal in ihrem Leben akzeptiert und geborgen. Auch wenn die Leute jetzt die ganze Freak-Truppe genauso anstarrten, wie zu ihr davor, machte Yuo nichts aus, denn schließlich war sie jetzt ja nicht mehr alleine. Zumindest glaubte sie das. Kaum an ihren Lieblingsplatz angekommen, vernahmen sie, Kyoto als Erste, ein leises Rascheln aus den Gebüschen. „Wer da?“, rief Kyoto gereizt.
 

Nach einer kurzen Weile, kam jemand bekanntes zu Vorschein. Arashi. Kyotos Bruder. Er setzte seinen Zeigefinger gegen die Lippen, um zu sagen, dass sie leise sein sollen. Sichtlich alleine kam er auf seine Schwester zu. „Wo hast du denn deine Truppe gelassen?“, fragte die Schwarzhaarige und sah rechts und links an ihm vorbei. Der Rothaarige schwieg. „Bist du hier um mich anzuschweigen oder was?“ Kyoto rollte die Augen. Für so etwas hatte sie heute keine Nerven. „Ich wollte Bescheid geben, dass wir uns wieder auf den Weg machen.“ Wieder eine lange Pause. Yuo und Rikan verfolgten das Geschehen vom Ast aus mit. „Und ich sollte dir das hier noch geben. Es ist von ihm.“ Der Rothaarige Jüngling holte etwas aus seiner Tasche und übergab es Kyoto, die sichtlich mehr als nur überrascht war. „Aber, wie…? Das würde er doch nie… nein Vater würde nicht.“ Arashi senkte seinen Kopf zu Boden. „…“ „Arashi? Bitte sag mir die Wahrheit!“ Kyoto durchbohrte ihn mit einem strengen Blick. Er zögerte. Sie schüttelte ihn: „Und sieh mir in die Augen, wenn du mit mir sprichst.“ „Dieses Halsband. Es gehört dir. Und es ist ein Beweisstück für…“, er verfällt in Schweigen. Kyotos Blick war am Halsband geheftet. Der Anhänger war aus Gold und zeigte eine Rose, welche kurz vorm Eingehen war. Ein wunderschöner Anblick.
 

Arashi hob jetzt den Kopf seiner Schwester, sodass er in ihre Augen sehen konnte. Er flüsterte noch, kaum hörbar: „Wusste ich doch. Du bist unschuldig.“ Und er drückte seine Lippen gegen die ihre. Kyoto weitete die Augen. Sie war trotz allem eine Verstoßene und er der Sohn eines Ranghohen Clan-mitgliedes. Sie stieß ihn von sich. „Du weißt, dass du das nicht darfst.“ Doch er lächelte nur traurig: „Darf ich mich nicht wie in alten Zeiten von meiner Schwester verabschieden?“ Damit verschwand er auch schon wieder.
 

Yuo und Rikan sahen sich verwundert an. „Hey! Nicht was ihr denkt, kapiert!“, brüllte Kyoto. Damit sprangen auch schon ihre beiden Teamkameraden vom Ast. „Nur ein harmloser Kuss auf die Lippen mehr nicht. Ich bin doch nicht pervers!“, stellte sie klar. Yuo bemerkte das Halsband in Kyotos Hand: „ Sag mal, was wollte dein Bruder genau von dir?“ „…“ Auch Rikan schien dran interessiert zu sein. „Starrt mich aber nicht so an, kapiert!!“ Wieder die Alte, ging es Yuo durch den Kopf, obwohl sie sie gerade erst zwei Tage kannte. „Uah! Leute, wir sind spät dran. Es ist schon elf Uhr. Kommt verschieben wir das Kaffeekränzchen auf später.“, bemerkte der Blondhaarige. Und so eilten sie zum Trainingsplatz.

Out of Control

Auf dem Trainingsplatz angekommen, erwartete auch schon sehnsüchtig Yamano-Sensei. „Meine lieben Schüler. Ihr seid zehn Minuten spät. Wie erklären?“ „Ach,… nur ein kleiner Zwischenfall. Aber ist auch nicht weiter von Belang.“, entschuldigten sich die drei höflich. „Nun gut. Diesmal drücke ich mal ein Auge zu. Dann wollen wir mal mit ein paar einfachen Übungen beginnen. Das sollte ein nicht allzu schweres Unterfangen sein. “ Yamano zeigte auf die Umgebung: „Ich habe ein Parcours aufgebaut. Vor allem Schnelligkeit, Ausdauer und Zielgenaugkeit werden hierbei trainiert. Den Parcours müsst ihr selbstredend innerhalb von kurzer Zeitdauer schaffen, verstanden?“
 

Als er keinen Widerspruch vernahm, fuhr er fort, “ Es gibt insgesamt fünf Hindernisse. Das erste wird sein meinen Doppelgänger zu besiegen. Das Ziel des zweiten Hindernisses wird sein, mit euren zur Verfügung stehenden Waffen wie Kunais und sonstige Wurfgeschosse die vorgegebenen Ziele so gut wie möglich zu treffen. Das nächste wird so ähnlich sein, nur im Unterschied zu davor bewegen sich eure Ziele ein wenig. Das vorletzte Hindernis wird sein Fallen auszuweichen und schnell ans Ziel gelangen. Im letzten Teil des Parcours wird dann wieder ein Doppelgänger von mir auf euch warten, nur eine Schwierigkeitsstufe höher. Das wird unser heutiger Tagesablauf sein. Noch Fragen?“ Die drei verneinten. „Gut. Wenn das so ist, macht euch schon mal warm. Vielleicht, hängt von eurem Erfolg ab, haben wir später noch Zeit für eine Besonderheit. Stützt sich dann hauptsächlich vollkommen auf Teamwork ein. Seid gespannt, denn mehr verrate ich nicht.“
 

„Verstanden, Yamano-Sensei.“, antworteten alle drei wie aus einem Mund.

Und so verging fast der ganze liebe Tag. Fortschritte waren bei jeder erneuten Runde im Vergleich zu vorherigen Runde auffallend. Besonders galt dies für Kyoto, die immenses Potenzial hatte, wie Yamano feststellte. Auch Rikan verbesserte sich deutlich mehr. Die Einzige, die noch etwas hinterher hinkte, war Yuo. Anfangs hatte sie Probleme alleine gegen seinen Doppelgänger zu kämpfen, was ihr ziemlich viel Zeit kostete. Und Probleme hatte sie ebenfalls gehabt sich bewegende Ziele zu treffen. Aber nach einer Weile beherrschte auch sie das gut. Im Großen und Ganzen war Yamano sehr zufrieden mit seinen Schülern: „So, liebe Schüler. Hiermit ist euer Training für heute beendet. Ich bin echt stolz auf euch. Wir treffen uns Morgen erstmal wieder hier, ok?“ Die Angesprochenen nickten, sichtlich erschöpft aber zufrieden. Nur Yuo schien enttäuscht, dass sie nicht mit ihren Teamkameraden mithalten konnte und sich besseres von sich erhofft hatte.
 

„Hey, nur nicht den Kopf hängen lassen. Heute war es das erste Training für euch, da kann man nicht erwarten, dass ihr perfekte Schüler seid. Was macht ihr denn sonst bei mir? Ihr seid zum Lernen hier, und das heißt der Erfolg wird sich im Nachhinein zeigen. Aber was nützt das, wenn man nicht den Ehrgeiz dazu aufbringt? Also schau immer nach vorne. Ich bin stolz auf dich. Auf euch alle. Ach ja, jeder hat sein eigenes Tempo was die Sache betrifft.“, mit diesen Worten ließ er seine Schüler auf sich gestellt.

Trotz der lieben und ehrlichen Worte ihres Senseis brachte sie nicht einmal mehr ein müdes Lächeln über die Lippen. Und da waren schon die anderen bei ihr, um sie aufzumuntern. Doch auch das heiterte sie nicht wirklich auf.
 

Am nächsten Morgen schien ihre Laune nur leicht gebessert zu sein. Und diesmal war es Kyoto, die das Frühstück gemacht hatte. „Guten Morgen! Schau, das habe ich extra für dich gemacht. Normalerweise mache ich mir nicht mal ansatzweise solche Mühe“, begrüßte sie die Schwarzhaarige mit einem ehrlichen Lächeln. „Danke.“ „Hey, etwas mehr Enthusiasmus, wenn ich bitten darf!“ Yuo konnte jetzt nicht anders als leise zu kichern. „Na geht doch. Endlich wieder etwas mehr positive Energie.“ „Buäh! In den Spiegeleiern hast du etwas zu viel Salz dazugegeben…“, stellte Yuo fest. Kyoto musterte sie skeptisch an ehe sie Yuos Gabel aus ihre Hand riss und selber davon kostete. „Also, ich finde es nicht salzig. Deine Geschmacksknospen müssen wohl etwas zu empfindlich sein.“ Yuo schüttelte nur den Kopf.
 

Rikan betrat auch schon bald die Küche und begrüßte Yuo freundlich. „Na, heute scheint ja jeder gute Laune zu haben!“, stellte der Blondhaarige fest. „Willst du auch von meinen Spiegeleiern probieren?“ „Oh! Wo du es sagst. Ich habe heute noch nichts gegessen, danke!“ Doch da mischte sich Yuo ein: „Glaub mir das hier willst du nicht essen.“ Er sah sie fragend an. „Salzig.“ „Gar nicht wahr!“, entgegnete Kyoto und beharrte noch immer darauf, dass er probieren solle und sagen solle, dass es nicht zu salzig ist. Doch seine Stimme galt eindeutig Yuo, da man es ihm schon ansah. „Hah! Gewonnen!“ Kyoto rollte nur die Augen und gab es auf. „Mann, sag mal… bist du verliebt oder was? Das ist ja TOTAL versalzen.“, gab Rikan von sich, als er sein Spiegelei mehr hinuntergewürgt als gegessen hat. Leichte Röte erkannte man auf Kyotos Wangen: „Was? Ich und verliebt?... nein… das ist nicht wahr…“ Rikan starrte sie verwirrt an: „Das war ja auch nicht ernst gemeint, aber so wie du drauf reagierst, ist da wahrscheinlich was Wahres dran.“
 

Die Schwarzhaarige setzte sich zu ihnen und gab kein Kommentar mehr ab. Yuo kicherte auch jetzt. Das besänftigte Kyotos Laune ein wenig. Sie und verliebt? Dass sie nicht lacht! Aber wenn sie jetzt genau nachdachte,… „Hey Kyoto, du trägst ja dieses Halsband. Das steht dir gut!“, bemerkte Yuo und riss somit die Schwarzhaarige aus ihren Gedanken. „Hm? Ja. Aber genaueres kann ich nicht oder noch nicht erzählen. Ich muss es noch herausfinden, was mein Bruder mir sagen wollte.“
 

„Leute, unser Sensei wird uns gleich abholen. Wir sollten uns langsam auf den Weg machen!“, erinnerte Rikan seine Kameraden. Und so halfen Yuo und Rikan beim Aufräumen. Nur noch Yuo war in Schlafklamotten, also mussten die beiden anderen auf sie warten, wobei locker eine halbe Stunde verstrich. Aber immerhin war Yuo noch in diesem Jahrhundert fertig geworden, schoss es Kyoto durch den Kopf. Und so machten sich die drei auf den Weg zum Trainingsplatz, wie am Tag zuvor vereinbart.
 

Noch zehn Minuten. Jetzt warteten die drei nur noch auf Yamano-Sensei, welcher scheinbar mit Pünktlichkeit ziemlich genau nahm. Und so lag Rikan auf der Wiese unter einem in der Nähe stehenden Baum, auf deren Ast Yuo saß. Kyoto lehnte sich nur lässig dagegen. „Ach Leute, was meint ihr, was wir heute machen?“, fragte Yuo die anderen. Kyoto zuckte nur die Achseln. „Hm. Das werden wir ja gleich erfahren, oder?“, antwortete Rikan. Er hat seine Augen verschlossen, da sich allmählich auch die Sommersonne zeigte. „Ach kommt schon, Vermutungen. Kyoto…“, bedrängte sie die beiden, die sich unter ihr befanden. Jetzt blickte die Schwarzhaarige zu ihr auf, wobei Yuo aus unerklärlichen Gründen rot wurde. „Dich weiter unter Druck stellen!“ Sie setzte ein fieses Lächeln auf. „HEY! Das ist nicht lustig!“ Doch Kyoto lachte und selbst Rikan gab ein Lächeln von sich. „Er hat doch erwähnt, dass Teamwork gefordert wird. Also liegt es doch schon fast auf der Hand, was gemeint sein könnte.“, kommentierte Rikan. „Ganz recht.“
 

Yamano-Sensei war jetzt auch da, also standen alle auf und begrüßten ihn. „So, Leute. Bevor wir aufbrechen, werdet ihr zum Hokagen gehen. Er wird euch über alles informieren.“ Die drei sahen sich einmal kurz an und bejahten. Und schon machten sie sich auf den Weg zur Hokage-Villa, wo sie bereits erwartet wurden.

„So, ihr drei! Ich weiß, es ist noch etwas früh, aber dafür ist es eine ganz einfache. Ihr werdet heute das erste Mal mit Yamano auf eine Mission gehen. Die besteht darin, dass ihr einen älteren Herrn nach Suna-Gakure zurück begleitet. “

Die drei waren überrascht und das sah man ihnen mehr oder weniger an. „Ich meine der Weg bis dahin ist gesichert, also sollte es kein allzu großes Problem geben. Falls doch, weiß Yamano, was er zu tun hat. Damit sag ich noch, ein gutes Gelingen!“ Mit einem Lächeln verabschiedete sich Naruto von den Dreien, die sich dann auf den Weg zum Konoha Haupttor machten.
 

Yamano-Sensei wartete schon auf sie. „Guten Tag, meine jungen Freunde. Also ihr werdet mich zurückbegleiten? Das freut mich.“, grüßte sie der ältere Mann. „Also, Leute, seid ihr bereit?“, fragte Yamano seine Schüler, welche zögerlich nickten. Nur Kyoto blieb cool drauf, wie sie halt immer tat. „Also gut. Dann lasst uns mal aufbrechen!“
 

Und so ging die kleine Truppe und ließen das Dorf zurück. „Darf ich mal fragen, wie Sie darauf gekommen sind auf eine Mission zu schicken.“, erkundigte sich Yuo neugierig. „Nun. Ein erstes Mal gibt es immer. Aber das war der Vorschlag von unserem werten Herr Hokage. Ich persönlich hätte noch ein Weilchen mit euch trainieren sollen und eure Kräfte besser vertiefen sollen, aber Befehl von oben ist halt Befehl… ach und sagt einfach ´du´ zu mir. Noch bin ich nicht sooo alt.“ Yuo kicherte leise. „Hab verstanden, Yamano-Sensei!“
 

„Also ihr drei wollt Ninjas werden?“, fragte der Alte, den drei Schülern zugewandt. „Ja, das wollen wir. Wir wollen starke und ranghohe Ninjas werden, da jeder von uns seine persönlichen Ziele verfolgt“, bestätigte Yuo als Erste und lächelte dabei herzlich. „Das freut mich. Vielleicht hören wir noch was voneinander.“ Aus Kyotos Gesichtsausdruck konnte man lesen, dass es ihr egal war. Auch Rikan ging nicht weiter auf ihn ein und murmelte ein freundliches Danke, was der Alte wahrscheinlich nicht mehr mitbekam. Der Alte redete ab an mal wieder mit Yuo, die als Einzige das Interesse an ihm zeigte. So erzählte der Alte den ganzen lieben Weg über Yuo seine Lebensgeschichte, wie er als Junge schon den Traum hegte ein Ninja zu werden von und einigen seiner Abenteuern ließ er auch nicht ein Detail aus. Rikan musste sich geduldig und aufmerksam stellen, Kyoto jedoch war schon sichtlich genervt vom Redefluss des Alten.
 

Am Ende des Waldes jedoch erlebten die vier eine bekannte Überraschung. „Na, wenn das nicht eine unerwartete Überraschung ist. Dich Kleine kenne ich ja bereits und dein Kameradenpack auch.“, das Grinsen des Schwarzhaarigen breitete sich. Nayori stand da. „Seit wann ist es erlaubt, dass Akatsuki Leute Spaziergänge machen und das noch alleine?“, rief Yamano, währen er sich vor die Truppe stellte. „Nein. Kein Spaziergang. Und alleine ist er auch nicht.“, eine orangehaarige Frau erschien wie aus dem Nichts und stellte sich neben den unbeeindruckten Nayori. „WAH!?“ Von wegen, der Weg sei gesichert, schoss es Yuo durch den Kopf. Der Alte verstand die Szene nicht und hielt sich so im Hintergrund.
 

„Scheinbar seid ihr euch schon mal begegnet, Nayori-kun!“, flüsterte sie in sein Ohr. Er bejahte mit einem Nicken. „Was wollt ihr?“ „Ach, Yamano, wenn ich mich nicht irre? Das ist dir doch klar, oder etwa nicht? Ich will dir deine Last abnehmen!“ „Schweig STILL!!!!“, brüllte Yamano lauthals. „Stillschweigen? Aha. Aber sage ich da nicht die Wahrheit, Yamano. Du und deine lieben Schüler teilt so ziemlich ähnliche Schicksalsschläge und doch verachtest du dein Team.“ „SCHWEIG HAB ICH GESAGT!!!“ Nun verfolgten Yuo, Rikan und Kyoto gespannt den weiteren Verlauf des Gesprächs.
 

„Wenn du es nicht sagst, dann werde ich es tun. Aber nicht mehr heute. Tut mir leid, aber ich bin sehr beschäftigt. Aber ich glaube, du hast den Namen deiner Familie wahrhaft entehrt.“ Yamanos Wut steigerte sich ins unermessliche. „Yamano-Sensei!! Hör auf, was nützt das schon, der provoziert dich nur.“ Er wandte sich seinen Schülern zu. Seine Augen waren mit Zorn erfüllt. Er knirschte die Zähne: „Was versteht ihr denn schon?“ Sein Blick war so ausdrucksstark, dass alle lieber einen Schritt rückwärts taten. „Sensei?“
 

Kyoto wandte ihren Blick ebenfalls streng zu Nayori rüber. „Was kümmert dich das? Sind doch nicht deine Probleme, oder?“ Nayori kicherte leise, während die Frau ihren Arm um Nayoris Hals schlang. Dann nickte der Schwarzhaarige.

Im Bruchteil einer Sekunde befand sie sich hinter Kyoto, die jedoch nicht überrascht war: „Das war vorhersehbar.“ „WIE?“ Kyoto verschwand ebenfalls sehr schnell und tauchte vor ihr wieder auf. Die anderen wollten ihr zur Hilfe eilen, doch Kyoto winkte nur ab. Sie erhob ihren Blick und schaute in die gelben Augen ihres Gegenübers. Sie erschrak: „Deine Augen!! Sie waren doch schwarz und warum jetzt so…!“ Der finstere und gefühlskalte Blick der Schwarzhaarigen durchbohrte sich durch ihre Augen. „Tut mir leid“, klang auf einmal Kyotos Stimme und jeden Klang einer Gefühlsregung, „aber ich sehe schon von hier, dass deine Titten nicht echt sind!“ „WAAASS?!“ Die Orangehaarige war kurz vor dem Ausrasten.

„Shiori, beruhige dich, sie ist nur eine Verstoßene. Uns ist das andere Mädchen mehr von Bedeutung.“, erinnerte er sie. Zu spät. Shiori hat bereits zum Angriff gestartet. Für Kyoto ist Ausweichen kein Problem. Und scheinbar gelangweilt ging sie selber in die Offensive.
 

Yamano wollte Kyoto etwas zurufen, doch da gab es wohl noch andere Probleme, wie es sich gleich zeigen sollte. Rikan sah Yuo bestürzt an: „YUO? Bist du in Ordnung?“ „KYAAAHH!!!!!! Nein, bitte nicht. Ich will das nicht. … AHHHHHH!!!! KYOTOOOOO!!!! HÖR AUF DAMIT!!!!“ Yuo Kopf drohte zu platzten, wie sie fand. Doch Yuos Hilferuf ging im Waffengekreisch unter.
 

Yuos Körper fing zu Beben an. Nein, bitte nicht, hoffte sie innerlich. Hoffentlich würde sie jetzt nicht die Kontrolle über sich verlieren. Doch nur Kyoto und ihre Augen konnten ihr helfen. Diese finsteren Augen sollten nur ihr gewidmet werden, sodass ihr monstergleiches Ich wieder besänftigt werden konnte.

Jede Sekunde wurde Yuo zur Qual. Yamano-Sensei trat auf sie zu: „Yuo? Beruhige dich! Bitte unterdrücke es.“ Rikan sah seinen Sensei verwundert an, da er sich vorübergehend sein Zorn in Zaum halten konnte und sich wieder seinem Team zuwandte. Auch Rikan war sehr besorgt.
 

„BITTE!! FASST MICH NICHT AN!!! Ich bin gleich nicht mehr ich… niemand kann mir noch helfen… Ich brauche dich, KYOTO!!!!“, brüllte Yuo verzweifelt. Tränen rannten ihr schon von den Wangen. Doch nach einer Weile war von Yuo nichts mehr zu hören.
 

Kyoto erhob ihr Schwert, welches aus der Zeit stammte, als sie noch eine Honori gewesen war. Eigentlich ließ es sich nur von Clan-Mitgliedern heraufbeschwören, doch im Moment dachte sie nicht weiter daran. Selbst wenn man nur ein wenig Chakra einfließen ließ, war es schon eine tödliche Waffe. Und vor ihrem Verstoß konnte sie am besten mit Schwertern, insbesondere mit diesem Exemplar hier, kämpfen. Dieses Exemplar, war ihr persönlich geschmiedetes Schwert, welches auch nur sie heraufbeschwören konnte und niemand sonst Zugriff darauf hatte. Auch ihr Kampfstil war sehr eigen. Obwohl sie Schwerter beidhändig führen konnte, entschied sie sich oft möglichst das Schwert mit links zu führen, wie es ihr ehrenwerter Bruder es tat, doch dieser tat es von Natur aus. „Ja, ich beweise es dir gerne!!!“ Und schon stach Kyoto das Schwert, welches sie auf den Namen *Fading Rose* getauft hatte ihrer Gegnerin in die Brust. Sie schrie entsetzt und vor Schmerzen laut auf, sie war wehrlos geworden. Kyoto konnte darüber nur lachen, denn sie grad mal minimalst Chakra verwendet, doch Gefühle spürte sie im Moment nicht.
 

Nayori, welcher seelenruhig von weitem das ganze Geschehen mitverfolgt hatte, schüttelte nur den Kopf und flüsterte: „Ich hab doch gesagt, du sollst sie nicht provozieren und sie unterschätzen, auch wenn die drei noch nicht einmal richtig trainiert haben und keine Kampferfahrungen haben. Tss… Ich glaube, ich mache mich auch langsam auf den Weg.“
 

Der Alte saß geschockt auf einem hohen Baum. Rikan schaute kurz nach Kyoto, welche noch misstrauisch schaute, da das für allzu einfach empfand. Und diese Frau… war ein Akatsuki. Oder etwa auch nur ein Neuling? Kyoto blickte kurzweilig zu ihren Kameraden rüber, konnte Yuo aber nicht sofort ausfindig machen.

Yuo hob ihren Kopf wieder. „Yuo! Dir geht es gut!! Man bin ich erleichtert.“, rief Rikan freudig und wollte sie umarmen, doch sie stieß ihn von sich. „Fass mich nicht an hab ich gesagt!“, Yuos Stimme hatte sich genauso kalt angeklungen wie bei Kyoto. Und dann verstanden sie. Yuos Augenfarbe war von grün auf einen dunklen lila Ton übergangen.

Kyoto versus Yuo

Yuo erhob sich. Yamano und Rikan wussten nicht wie sie jetzt noch eingreifen sollten. Und so begab sich Yuo auf den Weg zu Kyoto, welche sie nur mit einem kühlen Blick wahrnahm.
 

Die Orangehaarige namens Shiori wollte sich wieder erheben, doch Kyoto, warf so schnell mit ihrem Schwert eine starke Chakra-Druckwelle auf sie zu, dass ihr noch mit einmal mehr Zeit mehr zum Fliehen blieb. Kyotos strenge Augen blickten wieder zu Yuo auf, die ihr nun gegenüberstand.
 

Ein mittelschweres Beben war zu spüren, dass man auf den Aufprall Shioris und der Druckwelle zurückzuführen war. Aber danach war es für einen Augenblick Totenstill. Nur Blicke, augenscheinlich ohne jegliches Mitgefühl oder Gefühle generell, wurden ausgetauscht.

„Ich werde dich vernichten! Dich und die anderen Anwesenden hier!“ Doch Kyoto zeigte keine Gefühlsregung: „Ach? Dann komm doch und besiege mich.“ Yuo machte sich kampfbereit.
 

„Wahnsinn, was für ein mächtiges Chakra, was ich spüre!! Einfach beängstigend.“, bemerkte Yamano. Auch Rikan war nicht minder überrascht: „Aber Yamano-Sensei! Du musst eingreifen. Wer weiß, was denn geschehen würde…“ Doch Yamano schüttelt den Kopf: „Ich weiß. Das Ausmaß des Schadens ist unvorstellbar, aber einzugreifen gleicht im Moment einem Suizid, Rikan. Das müssen die Mädels alleine austragen. Wir können nur darauf hoffen, dass sich wenigstens eine sich wieder unter Kontrolle bekommt… Ich habe da auch eine Vermutung.“ Rikan sah ihn fragend an. „Diese Mädchen gehören zusammen, denn jede ist der anderen seine Nemesis. Nur beide können den jeweils anderen wieder besänftigen.“ „… Wusste ich es doch, dass sich da eine Romanze anstauen würde…“, kommentierte Rikan belustigt. Yamano schwieg erst: „So etwas in der Art… Da könntest du recht haben.“
 

Kyoto hielt ihre *Fading Rose* einsatzbereit in ihrer Hand, währenddessen Yuo nur seelenruhig ihre Gegnerin musterte. Ein Lächeln huschte über die Lippen der Schwarzhaarigen, als sie ihre Waffe erhob. „Nun greif mich schon an! Ich lasse dir den Vortritt.“ Yuo zögerte noch eine Weile lang ehe sie ihre Augen auf ihre Gegnerin fixierte. Ebenfalls der Blick Kyotos hat sich verfinstert und durchdrang die lilafarbenen Seelenspiegel. Yuo schnellte unerwartet Kyoto zu, die jedoch ohne Mühe auswich und sicher auf einem Ast landete. „Hm. Mehr hast du nicht zu bieten? Schade.“ Jetzt ging auch sie in die Offensive und erhob erneut ihr Schwert, in das sie mehr Chakra einfließen ließ, als bei ihrer Gegnerin davor. „ Hier, GNADENSTOSS GOTTES STUFE ZWEI!!!!“ Eine stärkere Chakra-Druckwelle verfolgte Yuo. Eine lautstarke und blendend helle Explosion folgte. Hinterlassen wurde ein Krater mit dem Radius von nicht weniger als zehn Kilometer. Scheinbar konnte Yuo fliehen. Denn sie war nicht zu finden. „ZEIG DICH! Wo bist du denn hin?“, brüllte Kyoto.
 

Yamano und die anderen hatten sich nur sehr knapp noch retten können. Der Alte hatte sie gerettet, indem er mit Pinsel und Rolle eine Flugbestie beschwor und sie somit retten konnten. „Wow! Was für eine Kraft!“, betonte Yamano nochmals. Rikan und Yamano bedankten sich beim Alten. Dieser erwiderte mit einem Lächeln: „Verzeiht mir, dass das hier alles wegen mir passiert ist!“ „Ach was. Das kam unerwartet.“ „… Nun ja. Aber ich selber habe ein anderes Problem. Aber das werde ich wohl erst mal verschieben müssen.“ Rikan sah den Alten verwundert an. „Normalerweise bin ich nicht so alt wie ich aussehe. Ich bin etwa in dem Alter wie Uzumaki Naruto. Er ist ein Freund von mir, wir waren mal in einem Team. Mein Name ist Sai. Das Problem seht ihr ja. Mein Körper altert vor sich hin.“
 

„Jutsu des weinenden Gefallen.“, flüstert Yuo leise und machte Fingerzeichen. Kyoto erblickte die Gefahr. Der Himmel verdunkelte sich und nächste Wolke ward nun in pechschwarzer Farbe getaucht worden. Ein leichtes Lächeln huschte über Yuos Lippen.
 

Dunkelheit umgab Kyoto. Sie vernahm nervtötende Schreie von Frauen und ein blutiger Regen umfasste sie. Verzweifelte Rufe. Es lähmte sie. Nein. Kyoto musste sich zusammenreißen, denn sie wusste, dass das nicht die echte Welt war. Sie war in einem Gen-Jutsu gefangen. Sie lächelte kurz: „Das soll mich aufhalten?“ Sie erhob ihr Schwert und schloss ihre Augen. Als sie diese wieder öffnete, hatten ihre Augen nicht mehr den silbrigen Ton, sondern einen rötlichen angenommen.
 

„Scheinbar, konntest du dich befreien. Bin echt beeindruckt.“, stellte Yuo fest. In diesem Augenblick schon griff sie Kyoto auch schon wieder an. Und dann war da noch dieser Blick… Yuo erinnerte sich wieder an diesen Blick. Dieser verachtende Blick. „KYAAAAH! NEIN! KYOTOO!!!....“ Sie fasste mit ihren beiden Händen an ihren schmerzenden Kopf. Erneut liefen ihr Tränen übers Gesicht. Sie stieß einen lauten Schmerzensschrei aus, sodass auch Kyoto wankte und schließlich auf sie fiel. Sie blickte zu der unter ihr Liegenden. Und zwang dieselbe ihr ins Gesicht zu sehen. Yuo gab nach und sah in die kühlen Augen. Yuos Augenfarbe hatte wieder auf grün, ihrem normalen Farbton, umgeschlagen, und sah mit diesen in Kyotos in Rot getauchten Augen.
 

Yuo machte einen wehrlosen Eindruck und so zerbrechlich und aus irgendeinem Grund senkte Kyoto ihr Schwert und ließ es wieder verschwinden. Es begann zu Regen, aber kein Blut und diesmal war sie nicht in einem Gen-Jutsu gefangen, nein. Sie war in Yuos Augen versunken. Und so hielt sie ihre Hände mit einer Hand fest und mit der freien Hand hielt sie noch immer Yuos Gesicht zu sich gezogen. Der Regen wurde stärker und ihre Kleidungen durchnässten sich, ebenso ihre Haare. Gleichgültigkeit lag nun scheinbar in Kyotos Augen. Es dauerte nicht lange und sie konnte nicht widerstehen, die Untenliegende zu küssen.
 

Yuo erschrak, ließ es aber aus unerklärlichen Gründen zu. Wie sanft und heftig sie sich küssten. „Verzeih, dass ich dich angegriffen habe. Das wollte ich nicht. Ich habe die Kontrolle über mich verloren.“, hauchte Kyoto Yuo ins Ohr. Diese flüsterte ebenfalls kaum hörbar: „Dasselbe gilt für mich. Aber ich glaube, deine Augen sind meine Heilung.“ Kyoto sah sie lächelnd an und wollte zu einem neuen Kuss ansetzten, doch von oben erklang es auch schon: „HEY!!! Ihr beiden! Dafür ist später noch Zeit, wir sind noch auf Mission, wisst ihr noch?“ Es war Rikan, der gerufen hatte. Und so standen sie auf und machten sich wieder auf den Weg. Sie setzten den Weg wieder zu Fuß fort und brachten den ´Alten` nach Suna-Gakure. Sie wurden dabei nicht mehr größer aufgehalten.

Fading Memories?

„Ich danke euch, dass ihr mich bis hier her begleitet habt.“ „Sag mal, Sai. Weiß Naruto schon von dem Problem?“, fragt Yuo vorsichtig. Sai überlegt kurz, ober ihr darauf eine Antwort geben soll. „Ich glaube nicht, denn wir haben uns vor Jahren aus den Augen verloren. Ich würde es ihm nicht übel nehmen, wenn er mich für tot hält. Ich habe ihm aber auch nicht von meiner wahren Identität erzählt, also auch meine Schuld. Aber Freunde zieht man doch nicht in sein Problem ein, oder? Schließlich ist Naruto Hokage und hat besseres zu tun.“ „Das stimmt doch nicht! Freunde sind ja da, genau um Freunden zu helfen, meinst du etwa nicht? Freunde versuchen zu helfen, so gut wie sie können, aber man muss diese Hilfe auch annehmen können.“, kontert sofort Yuo.
 

Sais Augen weiten sich ein wenig: „Mag sein. Aber auch er wird mir wohl nicht helfen können. Daher reise ich umher um ein geeignetes Gegenmittel zu finden.“ „Möchtest du wirklich nicht mit uns wieder zurück und Naruto schon allein deswegen aufklären, dass du noch am Leben bist? Ich finde das muss er erfahren.“ Yuo sieht Sai erwartend an, doch dieser überlegt für eine Weile. „Meinst du, das bringt was, Yuo?“, erkundigt sich Rikan bei ihr. Kyoto schaut gelangweilt zu ihnen rüber. Auch Yamano zeigt, dass er sich allmählich wieder auf den Heimweg machen will. Also nickt Sai lächelnd: „Meinetwegen. Schließlich war er es ja, der mir zeigte, was Bindungen bedeuten.“
 

„WAAS? Echt jetzt! Verdammt. Das kann ein Problem sein.“, meint Naruto. Yamano meldet sich zu Wort: „Also, wenn ich erklären müsste, würde ich schlussfolgern, dass die beiden hier die Einzigen sind, die sich gegenseitig besänftigen können, sprich: unter Kontrolle halten können.“ Naruto nickt: „Das muss vermerkt werden. Akatsuki, ja? Hm. Wieder ein Problem, darüber werde ich meine Gedanken machen.“ Er schaut zu dem Alten rüber. „Uzumaki Naruto. Darf ich vielleicht etwas sagen?“ Jetzt blickt Naruto neugierig zu ihm. Diese Art, wie er redet erinnert ihn an jemanden. „Ja! Ich höre.“ Sais Wangen nehmen einen leichten rötlichen Ton an: „Es ist so. Du magst es vielleicht nicht glauben oder so, aber ich bin es. Sai.“ Ein Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus.
 

Naruto schaut verwirrt: „Sai? Echt jetzt?“ „Du bist wohl noch immer der Alte, nicht wahr, Naruto?“ Naruto empfängt ihn mit einer Umarmung: „Wo hast du gesteckt, mein Freund? Ich habe mir solche Sorgen gemacht…. Und wie du aussiehst… so… alt.“ „Ja, darüber möchte ich mit dir sprechen.“ Naruto lässt von der Umarmung los. „Lass mal hören. Ich dachte echt, du seist für immer verschollen oder so etwas in der Art. Also lass ja kein Detail aus.“
 

„Du erinnerst dich sicherlich noch an unsere letzte Mission mit Kakashi-Sensei, oder Naruto?“ Er grübelt. „Das war am Tag davor, ehe wir uns aus den Augen verloren haben, mein Freund.“ Jetzt klingelt es bei Naruto. „Gut. Denn unsere Mission bestand darin Uchiha Sasuke zu vernichten. Sakura, du und ich und Kakashi-Sensei waren das erste Team, das vorgeschickt wurde. Die Verstärkung bildeten Yamato mit dem ehemals Team Asuma, sprich Ino, Choji, Shikamaru und Hauptmann Yamato. Also alles begann so…“
 


 

Damals war noch Tsunade Hokage. Sie wusste von der Bedrohung und reagierte sofort darauf und mit bedacht. Also rief sie Team 7 zu sich und erklärte die Missstände: „Ich habe gehört, dass Uchiha Sasuke Akatsuki als Anführer anerkannt worden ist und noch immer darauf aus ist, unser Dorf zu zerstören.“ „WAS? Das kann doch nicht sein, Großmutter Tsunade!“, brüllte Naruto. „Sasuke-kun.“, flüsterte Sakura, aber mehr zu sich. „Und unsere Aufgabe besteht darin, ihn zu finden und gefangen zu nehmen?“, fragte Sai. Tsunade nickte: „Bingo. Aber notfalls, wenn alles nichts mehr hilft… vernichtet ihr ihn. Ich weiß, wie hart es für euch sein muss, aber ich bin mir sicher, dass ihr das schaffen könnt. Darum schicke ich auch euch. Eure Verstärkung werden Ino, Choji und Shikamaru sein. Angeführt von Hauptmann Yamato.“ In Narutos Augen war nur noch blanke Wut zu erkennen. „Keine Widerrede, hörst du Naruto!“, erhob Tsunade die Stimme. „Ich passe auf ihn auf Tsunade-sama. Da brauchst du dir absolut keine Sorgen zu machen.“, erklärte sich Kakashi. Sie nickte und erteilte die Erlaubnis zu gehen und aufzubrechen.
 

Und so machten sich die Vier auch schon auf den Weg. „Also bitte Naruto, bewahre einen kühlen Kopf und überstürz nicht alles. Du bist doch kein Anfänger-Ninja mehr.“ „Ich weiß. Ich glaube, das brauchst du mir nicht mehr zu sagen Kakashi-Sensei. Ich will doch schließlich Hokage werden, oder etwa nicht?“ „Ach Naruto, ich bin mir sicher, dass wir es diesmal schaffen werden. Ich bin inzwischen auch viel stärker geworden. Also wir schaffen das.“, ermutigte ihn Sakura. Naruto blickte entschlossen zu ihr rüber. „Ja. Und mit mir im Team sind wir noch stärker. Meine Unterstützung habt ihr auf jeden Fall.“ Sai setzte sein typisches Lächeln auf. „Danke, Leute.“
 

Es dauerte eine Weile bis sie Hinweise auf Sasukes Verbleib gefunden hatten, aber der Zufall lies auch nicht lange auf sich warten. Es war mitten in einem tiefen Wald, auf einer Lichtung. Dort trafen sie auf ihn. Alleine. Er war alleine. „Wer da?“, rief diese kalte Stimme. Team 7 kam zu Vorschein. „Ihr schon wieder? Was macht ihr denn wieder hier? Wisst ihr, ihr nervt!!“ „Sasuke-kun.“ „Wir sind hier um dich gefangen zu nehmen.“, erklärte Kakashi. „Ach ja? Ihr und welche Armee? Glaubt ihr immer noch mich besiegen zu können? Ihr seid Narren.“ „Sasuke! Wir werden dich gegebenenfalls mit Gewalt zu uns holen, darauf kannst du dich verlassen. Wir sind nicht mehr so schwach wie damals, glaub mir!“, brüllte Naruto lautstark. „… Hmpf. Dann lass mal sehen wie stark ihr geworden seid, aber ich zweifle an euren Erfolg.“
 

Beide Kontrahenten machten sich auf den Kampf bereit. Sasuke aber blieb doch eher in seiner typisch coolen und lässigen Stellung. Seine Gegner jedoch schienen hochkonzentriert. Wahrscheinlich muss er sich ein klein wenig anstrengen müssen. „Wenn das so ist, warum hast du mich nicht schon viel früher besiegt Sasuke? Du hattest mehr als genug Chancen gehabt.“ „…“ „Naruto, beruhige dich.“ „Glaub einfach, was du glauben willst. Aber der Moment deines Unterganges war einfach noch nicht gekommen. Ich werde mich auf keinen Fall mehr dir gegenüber zurückhalten, damit du weißt.“ Naruto konnte nicht anders und geht in die Offensive über. Er beschwor einige Kagebunshin von sich und lief auf Sasuke zu. „Hach, du nervst. Immer dieselbe Leier. Hast du denn wirklich nichts anderes drauf als lächerliche Schatten Doppelgänger?“
 

Mit Leichtigkeit schaltete Sasuke jeden auf ihn einstürmenden Doppelgänger aus. Auch Sakura griff langsam aber sicher ins Geschehen ein. Aus dem Hinterhalt versucht sie ihn zu treffen, doch auch hier wich er ohne Mühe aus. Unauffällig erschienen Schlangen aus Tinte und fesselten ihn für einen kurzen Augenblick an einem Baum. „Was für Kinderspielchen. Ihr vergeudet nur meine wertvolle Zeit“, entfuhr es gleichgültig aus Sasukes Mund. Kaum hat er sich davon befreien können entdeckt er auch schon seinen ehemaligen Lehrer. „Tss…“ Sasuke erhob sein Schwert. Kakashi schaffte es für eine Weile auszuweichen. Jetzt ging Sasuke in die Offensive und bedrängte sie in Richtung einer Klippe, welcher Abgrund ziemlich tief und beängstigend war. „Ah. Wir sin an einer besonderen Stelle angelangt.“ Sie kämpften immer weiter. Sai versuchte von oben aus das Kampfgeschehen mitzuverfolgen und selber anzugreifen. Doch Sasuke war viel zu schnell un konnte all den Angriffen seiner Gegner standhalten oder ausweichen ohne auch nur geringste Mühe aufzuwenden.
 

Wie aus dem Nichts erschienen Wurfgeschosse und zerstörten Sais Flugbestie, sodass er in Abgrund hinab stürzte. Und zu seinem Leidwesen verlor er sein Pinsel und die Tusche lief auch aus. „SAAAAAAIIIIIIIIIIIIIIII!!!!!“, brüllten Naruto und Sakura gleichzeitig. Sasuke grinste leicht „Ach wenn ihr wüsstet...“ „Was denn … sag schon Sasuke!“, befehligte Kakashi. „Dieser Fluss in dem euer Freund gleich fällt ist ein ganz besonderer. Selbst wenn er noch die Möglichkeit hätte eine Flugbestie zu beschwören wird er beständig an Chakra verlieren. Denn je näher man sich diesem Fluss nähert umso schneller oder mehr Chakra verliert man. Und ihr wisst was passiert, wenn jemand sein ganzes Chakra verliert oder?“ „DU VERDAMMTER BLÖDMAAANNNN!!!!!!!!!!!!“, schrie Naruto lauthals und eine roter Chakra Mantel umgab den jungen Uzumaki: „Dafür, wirst du büßen, Sasuke!!“
 


 

„Tja und irgendwie habe ich es geschafft lebend wieder aus dem Fluss zu treiben. Aber ich konnte mich schwer auf den Beinen halten, denn mein Chakra war fast aufgebraucht. Aber trotzdem bemühte ich mich, mich aus der Nähe des Flusses zu entfernen und es gelang mir auch. Ich erholte mich sehr langsam und auch nicht richtig wie ihr seht. Ich fing an zu altern, aber erst im Nachhinein bemerkte ich es. Tja, und daher bemühe ich mich etwas dagegen zu unternehmen *hust*hust* Scheint so als würde mein Körper es nicht mehr lange mitmachen.“
 

Naruto und die anderen sitzen wie geschockt da, als sie dies hörten. „Dieser Fluss…grrr. Da steigt die Wut von damals wieder hoch. Ich kann es ihm noch immer nicht verzeihen, was er dir angetan hat. Keine Sorge mein Freund, ich werde dir auf jeden Fall helfen. Ach Sakura-chan kommt heute von einer Mission mit ihren Schülern zurück. Ich denke sie wird sich auf jeden Fall freuen dich wieder zu sehen, Sai. Glaub mir. So wie du dich anhörst bleibt uns keineswegs viel Zeit. Ruhe dich erstmal aus. Ich werde mich darum kümmern. Ach und ihr anderen ruht euch ebenfalls aus.“ Alle nicken und tuen wie ihnen geheißen.

Any News?

< Bei „Akatsuki“- Charas:

Nayori läuft langsamen Schrittes Richtung Versteck, hält jedoch inne. „Ach, da bist du ja Shiori. Ich hab mich schon gefragt, wo du dich die ganze Zeit herumtreibst.“ Die Orangehaarige materialisiert sich wieder: „Das war knapp. Die Chakra- Druckwelle hätte mich beinahe erwischt.“ „Tss. Ich sagte doch, du sollst diese Kinder nicht unterschätzen.“
 

„Ich wüsste nur zu gern, wer wohl die größere Bedrohung darstellt…“ Nayori hüllt sich in Schweigen. „Aber die Kleine… ihre Kraft einfach beeindruckend und diese Augen. Wahrhaft eine echte Honori.“ „Das mag ja sein, aber unser Ziel ist Yuo, vergiss das nicht Shiori! Wir wollen unseren Boss doch nicht enttäuschen, oder meine Liebe?“ Sie stimmt ihm zu, sagt aber nichts weiteres. „Aber warum Yuo?“ „Weil in ihr eine zerstörerische Kraft verbirgt. Er braucht sie für seine Pläne. Mehr weiß ich leider auch nicht.“, antwortet ihr der Schwarzhaarige.>
 

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Ich werde dich aus deiner Einsamkeit befreien,

Ich werde deine Erlösung sein.

Werde meine Seele für die deine aufopfern.

Ich gebe sie dir,

Und wiederum gibst du mir Kraft.

Denn darin versinke ich,

In deinen Augen,

Welche mich auf eine ganz besondere Weise ansehen.

Ja, sieh nur mich an.

Das Grün deiner Augen ist mein Beruhigungsmittel.

Bitte bleibe bei mir.

Für allezeit!
 

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Ehe die drei sich endgültig auf dem Heimweg machen, entspannen sie sich an ihrem Stammplatz, etwas außerhalb des Dorfes. Der Tag neigt sich sichtlich dem Ende zu. „Eine traurige Geschichte, meint ihr nicht?“, erkundigt sich Yuo, die scheinbar davon noch immer betroffen ist. Rikan, der unter dem Baum liegt gibt nur ein leises „hm.“ von sich, was Yuo als ein desinteressiertes Zustimmen zählt. Kyoto nickt stumm, währenddessen sie in Gedanken versunken in die Ferne schaut. „Ja. Dieser Fluss, der kommt mir bekannt vor. Vor ihm hat mich immer mein Bruder gewarnt. Ich solle nicht mal in seine Nähe kommen.“, dabei lächelt die Schwarzhaarige leicht.
 

//Flashback//

Es war Anfang Herbst und die Luft war noch recht angenehm. In einem Wald, nicht weit davon lag ein Dorf, aus welchem der Clan der Honori stammt, spielten einst zwei Kinder. Ein schwarzhaariges kleines Mädchen, mit kurzen Haaren und in Jungenklamotten gekleidet, und ihr vier Jahre älterer Bruder. Sie liebte es jede freie Minute mit ihrem Bruder verbringen zu dürfen und genoss es immer in vollen Zügen. Nie wollte sie von ihm getrennt sein. Er sollte für immer bei ihr sein. Auch wenn er nicht ein Mensch der vielen Worte war, haben sie sich beide gegenseitig bestens verstanden, auch ohne Worte. Ebenso an diesem Tag.

Die Zeit verging wie im Fluge, doch das störte die beiden nicht. Sie waren im Versteck und Fang Spiel so vertieft, dass sie nicht bemerkten wie spät es schon war. Und Arashi war für seine kleine Schwester verantwortlich und mittlerweile waren sie so tief in den Wald hineingerannt, dass Arashi es nur für sehr wahrscheinlich hielt, dass sie bereits im verbotenen Bereich befanden. Er machte sich Sorgen.
 

Nicht auszudenken was passieren würde, falls ihr etwas zustoßen sollte. Der Spaß war ihm sichtlich aus dem Gesicht gewichen. „KYOTO!!“, rief er nach ihr. Mehrmals. Und immer lauter werdend. Keine Antwort. Hier in der Nähe musste sich doch der Fluss befinden. Lass sie bitte nicht dorthin gerannt sein, hoffte er. Nicht lange und schon sprang ihn etwas von oben an. Arashi erschrak. „Buh!“ Seine Schwester stand also die ganze Zeit über auf einem Ast. Er war zwar erleichtert darüber, aber der Schrecken saß noch tief. Seine Schwester lag auf ihn drauf und er, er war unsanft zu Boden geworfen worden. Sie grinste ihn nur an. Der Rothaarige nahm sie in seine Arme: „Bitte, bitte, Kyoto! Tu mir so etwas nie wieder an. Ich hatte Angst um dich. Du weißt nicht welcher Gefahr du dich da ausgesetzt hast, wir sollten schleunigst von hier verschwinden!“ Und schon nahm er sie auf seine Schultern. „Arashi-Nii-Chan?“ „Ja?“ „Warum ist das so?“ „Ich befürchte wir sind bereits in der verbotenen Zone, manche nennen es auch die Todeszone.“ „Häh? Versteh ich nicht ganz.“
 

„Du hast sicher davon gehört. Aber das wird in der Schule noch einmal ausdrücklich erklärt. Also erzähle ich es dir jetzt, liebstes Schwesterchen. Also hier in der Nähe gibt es einen Fluss. Er ist jedoch sehr gefährlich. Allein schon, wenn man in seine Nähe kommt.“ „Warum?“, erklang Kyotos noch piepsige Kinderstimme, wobei Arashi immer nur schmunzeln konnte. „Das erklär ich dir doch gerade. Sei doch nicht so ungeduldig. Also ja, allein wenn man in seiner Näher ist verliert man beständig an Chakra und das immer schneller, je näher man ihm kommt. Du weißt hoffentlich doch was passiert, wenn jemand sein gesamtes Chakra verliert.“ „Also ist das ein Himmelfahrtskommando, wenn man beabsichtigt oder nicht, hier durch müsste?“ Arashi lachte laut auf: „Ja, so was in der Art. Da dieser Fluss noch keinen Namen hat, werde ich ihn so nennen: Der Himmelfahrtsfluss!“ Auch die junge Kyoto grinste. Bald waren sie auch schon wieder zuhause, wo Stress auf sie wartete, besonders auf Arashi prallte der meiste Ärger ab.
 

//Flashback ende//

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<“Akatsuki“:

Es tollen zwei kleine Kinder in Akatsuki Mänteln auf den Gängen. Sie spielen Fangen und rufen Laute laut aus, wenn einer den anderen gefangen hat. Doch das erregt einer der Erwachsenen. „Tsukino!! Itachi!! Wie oft soll ich es euch noch sagen, dass hier nicht herumgebrüllt wird“, ermahnt sie eine strenge kalte Stimme. Die beiden schauen reuig zu ihm auf, mit traurigen Blick und großen Augen: „Tut uns leid, Papi!“ Ihr Vater rollt mit den Augen. Für einen Augenblick hat er seinen Kleinen Angst eingejagt, ja, das wollte er auch erreichen. Es sind seine Augen, für die manch einer sein Leben hinterließ. „Ich sagte ja nur, dass ihr nicht nerven sollt! Spielt also gefälligst leiser.“ Er hält kurz inne: „Aber wenn ich so überlege seid ihr in einem Alter, wo ihr anfangen sollt in die Lehre zu gehen, zu richtigen Ninjas ausgebildet werden. Dann vergeudet ihr keine unnötige Zeit und nützlich könntet ihr euch ja auch machen. Vergesst niemals wer ihr seid. Ihr seid stolze Leute. Hab ich recht, Uchiha Tsukino und Uchiha Itachi?“ Die Kleinen nicken. Sie haben Respekt vor ihrem Vater und er ist ihr Vorbild. Tsukino und Itachi sind Zwillinge, daher sehen sie sich erstaunlich ähnlich. Beide tragen schwarze Haare und haben dieselbe Augenfarbe, wie ihr Vater. Tsukino ist mit zehn Minuten die ältere der beiden. Der Jüngere trägt den Namen einer Person, für den sein Vater einst Gefühle hegte.
 

Der Uchiha bemerkt die Anwesenheit seiner beiden Neuzugänge Nayori und Shiori. Was sie wohl zu berichten haben? Also wendet er sich von seinen Sprösslingen ab. „VAATER!!“ „Jetzt nicht! Ich spiele später mit euch.“ „Aber du hast es versprochen!!“, behaart Tsukino. Er blickt finster zu ihr runter, sodass sie schweigt. „Hab ja verstanden“, sagt sie und wendet sich wieder ihrem Bruder zu. Was für ein stures Kind. Itachi war sichtlich der stillere von beiden, denn er hielt sich aus der Sache raus. Tsukino und Itachi, ja die Abbilder von mir und meinem Bruder. Tsukino hat auf jeden Fall meinen ganzen Charakter geerbt und Itachi Itachis halt. Mit diesen schmerzhaften Gedanken begibt er sich aus dem Zimmer. Und schon wird er von ihnen gegrüßt: „Sasuke-Sama!“

Am I in Love?

„Sakura-chan!!“, brüllt Naruto, als er sie sah. Sie schüttelt zufrieden den Kopf: „Du hast dich echt nicht verändert Naruto.“ Er fällt um den Hals seiner ehemaligen Teamkameradin und diese erwidert es. „He, Sakura-chan. Ich hab da noch eine kleine Überraschung. Schon fast wie in alten Zeiten. Hier.“ Sakura blickt hinter Naruto und entdeckt den alten Herren: „WAAS? Du willst mir einen alten Sack aufhalsen?“ Naruto versucht sie wieder zu beruhigen: „Aber nein, Sakura-chan, das siehst du falsch. Das was du siehst ist ein ernstzunehmendes Problem, aber diesen Mann kennst du doch, es ist Sai.“
 

Der Alte lächelt. Die Verwunderung ist auf Sakuras Gesicht zu sehen. „Sai? Wirklich?“ „Ja, ich bin es.*hust*hust*hust*“, antwortet dieser ihr. Der Hokage meldet sich wieder zu Wort: „Wie du siehst Sakura-chan, hat er ein gewaltiges Problem. Sein Körper altert schnell vor sich hin. Er wird anscheinend nicht mehr lange durchhalten. Ich erzähle dir, was passiert ist. <….> Das sollte dir noch bekannt vorkommen, oder Sakura-chan?“ Die aufsteigende Wut durchfährt den Körper der Pinkhaarigen. „Oh, ja, Naruto. Daran erinnere ich mich noch.“ „Da du zurzeit auf keiner Mission bist, gebe ich dir den Auftrag um Sais Angelegenheit. Falls nötig bin ich dabei. Darauf könnt ihr euch verlassen. Denn schließlich bin ich Hokage der achten Generation: Uzumaki Naruto!!! Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um mein Dorf und seine Bewohner ebenso meine Freunde zu beschützen, sonst bin ich meines Titels nicht würdig. Wenn ich schon nicht mal einen Freund zurückholen kann, dann wenigstens das. Das schwöre ich bei meinem Namen.“ „Okay. Dann komm mit Sai. Ich werde dich erstmal untersuchen und das Problem finden!“ Sai nickt nur und folgt Sakura. Naruto folgte den beiden ebenso.
 


 

Rikan hat die Erlaubnis seiner Oma bekommen, dieses Wochenende komplett bei seinen neuen Freunden zu verbringen. Und so teilt er sich mit Yuo ein Zimmer. „Danke, dass ich bei dir schlafen kann!“, meint er. Yuo lächelt ihn an. „Ach, kein Ding, irgendwo musst du ja schlafen. Aber bitte nicht auf dem Boden ja?“ „Weißt du noch, Yuo, als ich sagte, hoffentlich werden wir keine Freunde?“ Yuo nickt. „Ja, und?“ „Das war auch gelogen. Denn ich denke, inzwischen können wir uns doch als Freunde bezeichnen, meinst du nicht? Also ich empfinde das halt so.“ Yuo errötet leicht. Sie sind also tatsächlich Freunde? Zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie Freunde gefunden, die ebenso schwere Schicksalsschläge einstecken mussten. Und doch halten sie zusammen und sind Freunde.
 

Ein unbeschreiblich gutes Gefühl spürt Yuo bei diesem einen Wort. „Bist du wirklich in Ordnung, Yuo? Du bist rot.“, erkundigt sich Rikan. Yuo erwacht aus ihren Gedanken: „Ach, es ist nichts. Nur, so etwas wie Freunde ist mir neu. Freundschaft kenne ich bisher nicht, weil niemand mit mir zu tun haben wollte. Aber dafür freue ich mich umso mehr, euch an meiner Seite zu haben, Rikan. Dich und Kyoto.“ Auch er gibt ein Lächeln von sich. „Na dann. Ich denke, das wird wohl eine ganze Weile bleiben!“ Und so unterhalten sich beiden noch für eine Weile.
 

Kyoto, die alleine auf ihrem Bett sitzt, denkt über die kürzlich geschehenen Ereignisse nach. Es war einfach ziemlich viel passiert. Negatives wie positives. Das Positive ist, neue Freunde gefunden zu haben, die es genauso weniger leicht im Leben haben wie sie. Das verbindet die drei. Ob sie jetzt noch mal zu den anderen gehen sollte? Nein, sicher sind auch sie erschöpft, nach alledem, was passiert ist. Also bleibt die Schwarzhaarige in ihrem Zimmer und legt sich langsam auf ihr Bett hin. Das Fenster hat sie offen gelassen und atmet tief die frische und angenehme Luft ein und wieder aus. Aber irgendwie fühlt sie sich ein wenig komisch, jedoch nicht im negativen Sinne, denn es hat etwas wohliges an sich. Nicht nur, wenn sie ihre Augen verschließt sieht sie sie, nein. Auch jetzt im wachen Zustand denkt sie an Yuo.
 

Ihr schüchternes Lächeln, ihr Art zu leben und auch ihren Ehrgeiz gefällt der jungen Honori. Und ihre erste Begegnung geht ihr nicht mehr durch den Kopf. Wie sie ihren dünnen Körper umarmt hat, sie an sich genommen hat… und sie geküsst hat. Eigentlich nichts Besonderes, dennoch sehnt sie sich im Moment genau nach dieser Wärme. Leichte Röte schießt ihre Wangen hinauf. „…“ Dieses Gefühl… so für jemanden zu empfinden passiert ihr zum ersten Mal.
 

Sie liegt in einfachen Schlafklamotten auf dem Bett und sehnt sich schon ein wenig nach der Braunhaarigen. Lustgefühle überkommen sie. Was soll sie denn jetzt machen? Ruhig im Bett liegen bleiben? Im Bett liegen bleiben, ja, aber garantiert nicht ruhig. Obwohl sie es nicht wahrhaben wollte, akzeptiert sie nun die Tatsache, dass sie verliebt ist. Dieses neue Gefühl und das Verlangen nach dem Geliebten steigen, sie weiß nicht, was sie jetzt tun sollte, schließlich kennt sie die Gefühle erst jetzt. „Also haben die in Büchern und sonst vom Hören her, Recht… Liebe ist ein sehr schönes Gefühl…“ Wärme steigt in ihren Körper hoch, sodass sie sich schließlich sogar von ihrem T-Shirt befreien muss. ´Verdammt, was mache ich denn jetzt? Nein… so etwas habe ich noch nie gemacht…´, geht es ihr durch den Kopf. Und die Röte ihrer Wangen werden immer deutlicher erkennbar.
 


 

Rikan scheint schon zu schlafen, denkt Yuo. Sie selber hat mit so vielen Gedanken zu kämpfen, sodass sie kein Auge zugetan hat. Besonders beschäftigt sind ihre Gedanken mit Kyoto. Sie würde sie zu gerne verstehen wollen… Nicht lange und schon packt der Durst ihren Hals, und so steht sie vorsichtig auf und schleicht sich aus die Tür, um ihn nicht unnötig aufzuwecken. Auf dem Weg zur Küche vernimmt die Braunhaarige ein Stöhnen aus Kyotos Zimmer. Das Licht ist ebenfalls noch an. Was sie wohl noch zu so später Stunde noch macht? Neugierde ist geweckt worden. Daher läuft auf dem Rückweg noch nicht wieder in ihr Zimmer zurück, sondern schaute erst noch bei ihr vorbei. Yuos Herz pochte immer lauter, denn sie fühlt sich unwohl, was dennoch nicht davon abhält reinzuschauen. Das ist jetzt nicht höflich, aber sie will einfach wissen, ob es Kyoto gut geht oder nicht. Yuo ist an der Tür angekommen und versucht möglichst lautlos reinzuschauen.
 

Sie weitet ihre Augen und errötet stark. Denn das was sie sah hätte sie schon im Voraus ahnen können. Und dann kommen wieder diese Laute: „… o…ich… liebe… dich!“ Sie… ist verliebt? Das ist jetzt Yuo neu, aber das ist immerhin Kyotos Angelegenheit.
 

Kyoto hat sich mittlerweile komplett von ihren Klamotten befreit und liegt entblößt auf ihrem Bett. Sie zögert ein wenig: „…“ Dann versucht sie es. „Yu..o… Ich.. ich …lie…be… dich!“ Ihre Finger entdecken ihren Körper und berühren ihn mal sanft und mal hart. Dass es ihr am nächsten Morgen peinlich sein würde, interessiert sie im Moment herzlich wenig. Ihre schlanken Finger arbeiten sich langsam hinab bis sie schließlich an ihrem Genitalbereich angekommen ist. Die Hitze steigt immer weiter und Kyoto fängt an, dieses Gefühl zu lieben. Eine Hand lässt sie zwischen ihre Beine gleiten, welche sich wie automatisch geöffnet haben. Sie fängt an sich dort zu streicheln.
 

Erst zögerlich und langsam, doch mit der Zeit immer heftiger. „Hmmmh….“, sie versucht ihr Stöhnen zu unterdrücken, während sie mit ihren Schamlippen spielte und anschließend doch tiefer geht um ihre Empfindsamkeit zu verwöhnen und selbst dort sich nicht scheut heftige Spielchen zu treiben. Spätestens da stöhnt sie laut auf und wiederholt den Satz. Noch einmal spürt sie intensiv dieses Gefühl ihrer Lust und findet Gefallen daran…
 


 

Yuo liegt noch eine ganze Weile wach im Bett und denkt über das eben nach. In wen sich Kyoto verliebt haben mag? Mann und dieses Bild geht mir nicht mehr aus dem Kopf, verdammt! Beschämt schaut sie zur Decke. Warum muss sie auch nur immer so neugierig sein. Das ist ihre Privatsphäre… Aber dieser Blick… der erregte gequälte Blick gefällt Yuo irgendwie auch. Sie ist einfach wunderschön gewesen. Dann diese schnelle Handbewegung zwischen ihren Beinen… diese Vorstellung allein lässt sie immer mehr erröten… und ihr Herzchen höher schlagen…

The Necklace

Der nächste Morgen bricht an und die drei Freunde sitzen beisammen am Frühstückstisch. Rikan hat sichtlich gut geschlafen, anscheinend auch Kyoto. Die Einzige, die nicht gut geschlafen hat, ist Yuo. Sie lag fast die ganze Nacht wach in ihrem Bett. Auch jetzt noch sieht man ihr die Röte im Gesicht an. „Yuo, ist was? Du siehst gar nicht gut aus, hast du schlecht geschlafen?“, fragt Rikan sie. Sie nickt stumm, versucht aber trotzdem wach zu bleiben und zu essen. Dann weitet sie kurzweilig ihre Augen, denn sie spürt Kyotos Stirn an ihrer Stirn.
 

„Hm… Fieber scheinst du jedoch nicht zu haben.“, erklingt es aus dem Mund der Schwarzhaarigen. „Was steht heute auf dem Plan, Rikan?“, versucht Yuo das Thema zu wechseln. Der Blonde zuckt nur mit den Achseln: „Dieses Wochenende haben wir frei. Zumindest solange uns niemand braucht und unser Sensei nicht hier auftaucht, denk ich das.“ Yuo nickt stumm. „Daher würde ich vorschlagen, dass du heute im Bett bleibst, Yuo und dich mal ein wenig erholst. Ich werde dir aber vorher erst ein Bad vorbereiten. Das wird dir sicherlich gut tun.“, schlägt er ebenfalls vor. Sie dankt ihm lächelnd.
 

„Gute Idee, ich werde dann auch baden gehen.“, sagt die Schwarzhaarige und sieht wieder zu Yuo rüber, die noch immer traurig blickend nach unten schaut. Hm, sie hat mich heute noch keines Blickes gewürdigt, geht es der jungen Honori durch den Kopf.
 

Wahrlich das heiße Wasser hilft zeigt schon nach wenigen Minuten ihre Wirkung. Yuo kann sich allmählich entspannen. Ihre Gedanken lösen sich langsam aber sicher von den Bildern, die sie am Vorabend gesehen hatte. Müde ist sie trotzdem noch. Sie weiß nicht, wann sie den erlösenden Schlaf gefunden hatte, wenn überhaupt, denkt sie sich. Jetzt wo sich diese Bilder lösen, schleichen sich auch schon die nächsten in ihren Kopf. Auch diese Bilder erzeugen dieselbe Wirkung, wie bei denen davor und zwar ein wohliges Gefühl in der Bauchgegend. Es sind Bilder der jungen stolzen Honori.
 

„Verdammt, verfolge mich doch nicht auch noch in meinen Gedanken, Kyoto!“, flüstert sie leise zu sich. Jeder Versuch, diese Gedanken abzuschütteln misslingt. Schon bald klopft es an der Tür: „Yuo, bist du fertig? Du bist schon ziemlich lange drinnen. Denk dran, ich will auch noch rein!“ „Dann geh doch rein, ihr seid doch beide Mädchen oder?“, kommt eine Bemerkung von Rikan im Hintergrund. „Wir sind keine kleine Kinder mehr, Idiot!“, brüllt Kyoto ihn an.
 

Den Nachmittag verbringen die drei an ihrem Stammplatz außerhalb des Dorfes. Rikan lag auf dem dicken Ast am Baum gelehnt und Yuo kuschelt sich leicht verträumt an ihm. Nur Kyoto stand wieder einmal unten am Baum gelehnt. Der Wind weht ihnen angenehm entgegen, so dass alle drei nur still das angenehme Gefühl auf ihrer Haut genießen kann. Die Ruhe wollen sie nur ungern stören und den Anblick des orangegefärbten Himmels unterstreich geradezu die Atmosphäre. „*Seufz*“ „Was beschäftigt dich, Yuo?“, fragt Rikan sie leise. Yuo öffnet ihre Augen und blickt zu Kyoto hinunter. Diese hat sich bereits auf das Gras gesetzt und betrachtet im Stillen ihr Halsband, welches ihr ihr Bruder gegeben hat. „Vater…“
 

„Ach hier steckt ihr drei also!!! Ich habe euch die ganze Zeit gesucht.“ Die Stimme reißt sie aus ihren Träumen. Sogar Yuo erschrak sich, dass sie beinahe schon vom Baum gefallen wäre. Immerhin ist es bloß ihr Sensei gewesen. „Yamano-Sensei, was machst du denn hier?“ „Ich habe euch gesucht, wie ich bereits sagte. Also Leute, ihr werdet morgen einen Auftrag bekommen. Wir treffen uns dann am Konoha-Tor, pünktlich um Zehn, verstanden?“ Niemand erhebt Einwand. „Gut, dann sorgt dafür, dass ihr ausgeschlafen und fit seid. Aber Morgen mehr dazu.“ „Wir haben verstanden, Sensei.“, meldet sich Yuo zu Wort. Und damit verschwinden Yuo und Rikan wieder ins Dorf. Sie schauen kurz zu Kyoto um, doch sie scheint noch eine Weile beschäftigt zu sein.
 

„Sensei, auf was für eine Art Mission gehen wir denn morgen?“ „Hm? Nichts Besonderes nur etwas ausliefern. Tut mir leid, mehr kann ich im Moment nicht sagen.“ Die schwarzhaarige nickt zögernd: „Aber was ist, wenn wieder einer von uns die Kontrolle verliert wie das letzte Mal? Was ist, wenn ich wieder jemanden aus meinem Team angreife und ihn versehentlich verletze oder…“
 

Yamano holt tief Luft und packt Kyoto an den Schultern und blickt ihr direkt in die Augen: „Jetzt hör mir mal zu. Ich denke, du machst dir zu viele Sorgen. Ich verspreche dir, es wird nichts dergleichen passieren. Ich habe euch beobachtet und das heißt ich kann euch jetzt besser einschätzen, wann ich einschreiten muss, falls es nochmal passiert. Glaub mir euch beiden, dreien wird nichts geschehen, solange ich da bin. Und es wird zu keiner Katastrophe kommen, solange du und Yuo zusammen seid, aber das ist dir wahrscheinlich auch schon aufgefallen oder? Ihr beiden seid des jeweils anderen Nemesis.“ Kyoto setzt ihr typisch cooles Gesicht wieder auf und nickt, während in der einen Hand sie das Halsband fest drückt. Der Sensei lächelt: „Gut, dann möchte ich, dass du jetzt wieder ins Dorf gehst.“ Kyoto macht sich auf dem Weg. Als sie am Lehrer Vorbeigeht bringt sie noch ein leises, kaum hörbares Danke über die Lippen.
 


 

Die drei stehen wie vereinbart am Dorf-Tor und warten noch auf ihren Sensei. „Leute, ich bin echt gespannt wohin es uns diesmal verschlagen wird.“, freut sich Yuo und hat die Mühe sich in Zaum zu halten. Es dauert nicht lange und schon lässt sich Yamano blicken: „So, Leute, unser heutiges Ziel ist …“
 

Nee, oder? Kyoto weitet ihre Augen als sie den Namen ihres ehemaligen Dorfes hörte. Sie fasst sich am Halsband, aber nur kurz. Ich werde meine Familie wieder sehen? Meinen Vater, Mutter und… Nii-chan? Nein, das kann nicht wahr sein. Mein Clan … verachtet mich doch!

Flashback 1

Sie waren eine respektierte und stolze Familie. Der Vater war Oberhaupt ihres Dorfes, der seine Frau und seine Kinder über alles liebte, aber auch ein strenger Erzieher seiner Sprösslinge. Die Mutter war eher zurückhaltend, aber nichtsdestoweniger fürsorglich. Sie war eine schöne, stolze und gehorsame Frau. Da waren auch noch ihre Kinder. Arashi war der Älteste von drei und der Schweigsamste von ihnen, aber er kümmerte sich sehr um seine jüngeren Geschwister. Dann kam Kyoto, die Einzige, die mit ihren schwarzen Haaren herausstach. Der jüngste Spross der Familie war ein Muttersöhnchen, der sich nur ungern von seiner Mutter trennte, sein Name war Sakura. Er sah sehr feminin aus und sein Körperbau schmächtig, trotzdem war er ein sehr hübsches Kind. Er war der Einzige, der ihrer Mutter am ähnlichsten sah und sein Charakter war auch eher von der Mutter geprägt worden.
 

Diese Familie war in ihrem Dorf eine angesehene Familie, vor der man Respekt und Ehrfurcht zeigte. Auch wenn der Clan der Honori von Dominanz und Stolz gekennzeichnet ist, gaben sie als Familie zusammen ein recht harmonisches Bild ab. Zumindest bis zu jenem Tag,… .
 

„Vater…“, setzte Arashi an, als die Familie beisammen am Tisch zu Mittag saßen. Ihr Vater schaute ihn fragend an: „Was gibt es, mein Junge?“ Arashi zögerte noch einen Moment ehe er fortfuhr: „Ich habe mich verlobt…“ Leichte Röte konnte man auf seinen blassen Wangen ausmachen. „Wirklich? Das ist aber schön, mein Kind! Sag wer ist die Glückliche?“, freute sich die Mutter. „Liebling, meinst du wirklich es geht in Ordnung? Unser Großer ist doch noch etwas zu jung. Ich weiß nicht…“ Kyoto, die neben ihrem Bruder saß, war ebenfalls verwundert, aber nur, weil es unerwartet kam. Und doch bemerkte sie, dass es ihr Bruder jetzt unangenehm ist weiter zu reden, denn er starrt nur noch still auf sein Essen hinab. Er will es also offiziell machen, dachte sich Kyoto, die auch verstehen konnte, warum er so beschämt war. Er hatte es ihr schon erzählt. Sie selbst freut sich ja für ihn, dass er jemanden gefunden hatte, den er lieben konnte, doch ob ihre Eltern auch so reagieren würden? Ob sie es auch tolerieren würden? „Ich werde …“ Alle lauschten neugierig, nur Kyoto aß weiter hörte aber trotzdem noch zu. Jetzt kommt’s. „Spann uns nicht auf die Folter, Kind!“ „… Ich bin in Yohaku verliebt.“ Jetzt war es raus. Er war in seinen Freund verliebt. Für eine Weile war es still, was aber auf die verwunderten Gesichter zurückzuführen war.
 

Der Vater erhob als Erster das Wort: „Kommst du damit klar? Bist du glücklich?“ Alle Blicken waren auf ihn geheftet. Immerhin war er der strenge Erzieher seiner Kinder. Arashi stand die Verwunderung am deutlichsten im Gesicht geschrieben. „Ich meine… ob du damit leben kannst, keine Kinder in die Welt setzen zu können. Ob du darauf verzichten kannst?“, fügte der Vater noch hinzu. Arashi nickte nur. „In Worte bitte, junger Mann!“ „Ja, Vater.“ Ein leichtes Lächeln umspielte die Lippen des Vaters. Die Mutter küsste ihrem Sohn auf die Stirn: „Hauptsache du bist glücklich, Kind.“ „Ja, Mutter, das bin ich.“ Auch er lächelte nun zufrieden. Kyoto klopfte ihm auf die Schulter, das ihm zu verstehen gab, dass auch sie stolz auf ihn ist und er es offen erzählt hatte. Er wiederum wuschelte ihr die Haare. „Hey, meine Frisur!“, kicherte sie. Die Mutter seufzte: „Nicht am Tisch, Kinder.“ Der kleine Sakura war allerdings sehr erfreut von dem Schauspiel.
 

„Kyoto, was macht dein Training?“ „Es läuft gut. Heute lief alles reibungslos. Willst du meine Fortschritte sehen, Vater?“ „ Das glaube ich dir. Hauptsache du enttäuschst mich nicht. Ein anderes Mal vielleicht, versprochen.“ Die beiden saßen gerade auf der Bank in ihrem Garten. Der Blick vom Vater schweift über die Ferne, während Kyoto zu ihm aufblickte: „Vater?“ Der Wind spielte mit seinem langen Haar. Scheinbar konzentriert, atmete er langsam ein und aus und genoss dennoch den erfrischenden Wind. Sie waren nur zu zweit hier vor ihrem Haus. Die Mutter war einkaufen und Arashi spielte mit seinem kleinen Bruder, der allerdings nach seiner Mutter schrie. Kyoto versuchte den Blick ihres Vaters zu folgen und schaute in die Ferne. Die Sonne ging langsam unter, und somit den Himmel in ein warmes orange tauchte. Selbst die Wärme war noch zu spüren, es war ein angenehmes Gefühl auf ihrer Haut.
 

„Kyoto, mein Kind. Du bist unser ganzer Stolz. Du machst am schnellsten Fortschritte und bist mittlerweile deinem Bruder Arashi mindestens ebenbürtig. Ich möchte, dass du das weißt, Kind. Und du selbst kannst stolz darauf sein eine Honori zu sein. Den Namen in Ehre und mit Stolz zu tragen.“ Kyoto schaute zu ihrem Vater auf und nickte ernst. „Schau her, dieses Halsband zeigt die Ehre und Stolz und Dominanz unseres Clans wider. Dieses Halsband wird nur von einem Oberhaupt der Familie getragen.“ „Ja, das weiß ich Vater.“ Er blickte sie streng an: „Du bist auf dem besten Weg, mein Nachfolger zu werden, Kind. Vielleicht wirst du mich übertreffen.“ „Aber Vater,…“ „Willst du mir widersprechen?“ Kyoto schüttelte den Kopf. Sie war nur erstaunt darüber, dass sie sein Nachfolger werden sollte.
 

Natürlich war er ihr Vorbild und sie hatte sich stets heimlich gewünscht eines Tages in seine Fußstapfen zu treten, aber das von ihm selbst zu hören war einfach zu viel. „Was ist mit Arashi-Nii-Chan?“ „Ich glaube du kennst die Antwort.“ Mehr sagte er nicht dazu. Ach ja, er ist ja mit einem Jungen zusammen, gab sie sich selbst die Antwort in Gedanken. Und so saßen sie noch eine Weile zusammen.
 

Kyoto unterhielt sich mit einem Mädchen. „Kyoto, ich… ich möchte es endlich mit dir tun.“ „Aber das geht nicht. Zumindest nicht bei mir zu Hause. Das weißt du doch, Yuki.“ Yuki nickte schüchtern. Sie war im selben Alter wie Kyoto und war ihre feste Freundin. Allerdings nicht offiziell. Kyoto wollte ihren Vater nicht enttäuschen und Yuki zeigte Verständnis. Ein halbes Jahr sind sie bereits zusammen, auch Kyoto war der Meinung, dass es langsam Zeit war für die körperliche Zuneigung. Ihr Bruder konnte das ja machen, da er offiziell vergeben war. Da konnte man halt nichts machen. „ He, Schwesterherz.“ Nur Arashi wusste von ihrer Beziehung. Sie waren offen zueinander und das liebte Kyoto an ihrem Bruder.
 

Er war immer für sie und Sakura da. „Was gibt es denn?“ Arashi grüßte Yuki ebenfalls, ehe er seiner Schwester etwas zuflüsterte. „Ja?“ „Vater ist gerade außer sich.“ „ Das ist doch verständlich. Dieses Band ist ihm heilig. Aber was sollen wir tun?“ „Ich wollt‘s nur sagen. Er macht sich gerade auf die Suche danach. Ich empfehle euch beiden nicht so auffällig zu turteln, verstanden?“ Arashi wuschelt noch einmal durch Kyotos Haare ehe er sich wieder auf dem Weg machte. „Kyoto?“ „…“ die Schwarzhaarige packte Yuki am Handgelenk und zog sie mit sich. Sie verschwanden in einer sehr engen Gasse hinter einem Haus. Nicht lange und Kyoto schlang ihre Arme um ihre Partnerin und küsste sie innig. Sie ließ nur einmal los: „Ich denke, hier sind wir ungestört. Zumindest wenn wir nicht laut sind.“
 

Und auch sie ließ ihrem unterdrückten Verlangen freien Lauf. Kyotos Hände wanderten neugierig unter Yukis Hemd. „Ah… Kyoto.“ Röte schoss sofort in Yukis Wangen. Der Mund wanderte an ihrem Hals entlang ehe sie zu Yukis Ohr kamen: „ Du hast schöne und zarte kleine Brüste. Einfach appetitlich.“ Während sie dies sagte, massierte sie diese. Yukis Händen fassten nach Kyotos tiefblauem Hemd. Am liebsten würde sie es ihr runterreißen, aber noch konnte sie sich im Zaum halten. Ein Grinsen war auf Kyotos Lippen zu sehen, denn sie verstand und zog selbst ihr Oberhemd aus. Der Anblick ihres Oberkörpers machte Yuki wahnsinnig. Aber sie mussten leise sein, wenn sie nicht auffliegen wollten. „Willst du mal anfassen?“ Kaum hatte sie das ausgesprochen führte sie Yukis Hand über ihren Körper. „Ah…!“ Was für ein Gefühl dachte sich Yuki und dann noch die Augen ihres Gegenübers. Diese dunklen Augen, die sie anstarrten. Bevor sie wieder ein Laut rausbringen konnte küsste Kyoto sie.
 

Als ob sie es geahnt hätte, dass es nicht mehr unterdrückbar war. „Sag, willst du mich?“ Diese Augen waren den ihren jetzt ganz nah. „Kyo…to!“ Die Angesprochene führte ihre Hand in ihre Hose zu ihrer Weiblichkeit: „Willst du mich? Spürst du mich?” „Du bist ja ganz nass…“ „Und wessen Schuld ist das?“ Ein Lächeln überkam die Schwarzhaarige. Und die dunklen Augen bohrten sich durch die ihre.
 

„Na wie war es, Schwesterchen?“, fragte Kyotos Bruder. Sie selbst lag in ihrem Bett. Arashi setzte sich zu ihr. Kyoto blickte langsam zu ihm auf: „ … ungemütlich…“ Der Langhaarige konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. „Aber schön. Wenn ich daran denke, wenn es unsere Eltern erfuhren… Unserem Vater würde das Herz brechen. Immerhin vertraut er mir.“ „Tja, wenn man es sich in der Liebe schwer macht… Ich habe natürlich nichts dagegen. Echt hart für dich, oder? Kann ich ja verstehen, ging mir bis vor kurzem genauso. Dabei hast du ja eine ziemlich niedliche Freundin.“ Seine Schwester schwieg und starrte vor sich hin, ehe ihr Bruder sich zu ihr legte. „Arashi-Nii-Chan?“ „Ja?“ „Wollen wir gegeneinander kämpfen? Als Training, meine ich.“ Er lächelte, was sie als Zustimmung deutete. „Du brauchst Ablenkung, was? Dabei hast du schon den ganzen lieben Tag trainiert.“ Sie sagte nichts mehr.
 

Ehe sie sich versah lag Kyoto schon auf dem Boden. „Hey, wo ist den deine Konzentration geblieben, Schwesterlein?“ „Müde.“ „Hä? Aber wir haben doch gerade erst angefangen.“ Arashi schüttelte nur den Kopf. Kaum stand sie wieder, dauerte es nur Sekunden bis sie sich wieder auf dem Boden befand. „Also wirklich!“ Tatsache war, dass sie tatsächlich nicht bei der Sache war und das wusste sie auch. Auch ihr Vater, der sie heimlich beobachtet hatte, war nicht gerade begeistert von ihrer Leistung.
 

Beim Abendessen war es nicht lange wie gewöhnlich still. „Mir ist aufgefallen, Kyoto, dass du dich in letzter Zeit so seltsam verhältst. Hast du uns etwas zu sagen?“, erhebt ihr Vater das Wort. War es denn so offensichtlich wie sie sich verhalten hat? Wahrscheinlich. Aber was sollte sie nun sagen? Sie konnte ihnen unmöglich die Wahrheit sagen, aber lügen wollte sie noch weniger. „Äh, Vater. Lass sie doch in Ruhe, sie ist halt erschöpft vom Tag.“, verteidigte Arashi seine Schwester. Der Vater sah ihn jedoch finster an, so dass Arashi lieber still blieb. „Ich habe deine Schwester gefragt, Kind.“ „Liebling, bitte …“, ermahnte ihn seine Frau schüchtern aber eindringlich. Alle waren fast mit ihrem Essen fertig. Nur Kyoto schien kaum ihr Essen angerührt zu haben. „Nun, ich höre, Kind.“
 

Er ließ niemanden in Ruhe solange er keine Antwort von der Befragten Person bekam, das weiß Kyoto. Sie fasste sich und atmete einmal tief durch. Arashi, der das bemerkte, verschluckte sich fast bei seinem letzten Happen. Jetzt war er es, der wusste was kommt. Und er wusste ebenfalls, dass sie nicht drum herumkommen würde. Schließlich kannten sie ihren Vater gut. „Vater, ich … ich…“, fing sie an, machte dann erst einmal eine Pause um sich richtig zu fassen. Eine Augenbraue ihres Vaters hob sich. „Weißt du, ich wollte dich nie enttäuschen und jetzt auch nicht. Ich respektiere dich als Vater und als Familien- und Clanoberhaupt. Du bist mein Vorbild. Aber auch ich bin nicht perfekt. Auch ich mache Fehler. Das ist menschlich. Was ich dir jetzt sagen werde, entspricht der Wahrheit, das schwöre ich. Und ich weiß, dass dir diese Wahrheit nicht sonderlich gefallen wird.“ Selbst die Mutter lauschte aufmerksam. Der kleine Sakura dagegen spielte mit seinem Nachtisch. Und Arashi hielt ihr unter dem Tisch ihre Hand und ermutigte sie so. Eine kleine Träne lief ihr übers Gesicht.
 

„Es tut mir echt leid, Vater, aber ich bin verliebt.“ „Ist doch klasse! Meine Große kommt jetzt auch in dieses Alter.“, freute sich die Mutter und strich ihrer Tochter über den Arm. „Wo ist der Haken, Kind?“ „… Ich liebe nicht irgendwen. Ich liebe … meine Freundin Yuki. Bitte verzeiht.“ So jetzt war es raus. Kyotos Gesicht neigte sich zum Tisch und traute sich nicht wieder aufzublicken, insbesondere nicht zu ihrem Vater, dem sie versprochen hat ein würdiger Nachfolger zu werden. Ihr Herz pochte laut. Sie war in dem Moment sehr nervös. Arashi hatte ihre Hand fester gedrückt. Eine peinliche Stille folgte. Sekunden, Minuten aber für Kyoto kam es wie eine halbe Ewigkeit vor. Dann erhob der Vater die Stimme: „ Was soll ich denn nun sagen. Ich kann dich nur dasselbe fragen, was ich deinen Bruder gefragt hatte. Kannst du ohne Kinder leben? Bist du glücklich?“
 

Obwohl es vielleicht doch nicht so gemeint war, aber Kyoto konnte seinen strengen und doch enttäuschten Unterton in seiner Stimme heraushören. Sie sagte nur noch leise: „Ja, Vater.“
 

Doch obwohl das nun länger her war, hatte Kyoto immer noch das Gefühl, dass ihr Vater sich immer mehr von ihr abwandte. Immer seltener redeten sie. Er aß nun oft alleine, oder war bei der Arbeit. Das machte sie traurig. Als sie ihn einmal darauf ansprach, meinte er nur, dass es nicht wegen ihr sei. Klar sei das ein Schock gewesen, aber sie solle es nicht persönlich nehmen. Seit Tagen blieb sie in ihrem Zimmer. Niemand durfte eintreten. Sie wollte alleine sein. Nachdenken, ob es richtig war, es ihm gesagt zu haben. Die Mutter war genau wie Arashi stolz und glücklich, solange ihre Kinder glücklich sind.
 

In Gedanken versunken, bemerkte sie nicht, wie ihr Bruder die Tür öffnete und in ihr Zimmer hineinging: „Kyoto?“ Er schloss die Tür wieder hinter sich. „Was willst du, Arashi?“ Es überraschte ihn, dass sie ihn gerade nur mit Arashi ansprach und nicht die sonst übliche Anrede. „Ähm…“ Er trat vorsichtig näher auf sie zu. „Mit dir reden.“ „ Hab keine Lust.“ „Ist es wegen Vater?“ Kyoto blickte nicht zu ihm auf, gab aber auch keine Antwort. „Er hasst mich doch. Und das zurecht. Obwohl ich ihm Hoffnung gemacht habe, habe ich ihn gewaltig enttäuscht. Dann ist es ja gerechtfertigt, dass er mir aus dem Weg gehen will!!!“, schluchzte die Schwarzhaarige. „Aber nein. Das siehst du falsch. Sicher, er ist nicht unbedingt begeistert, dass seine beiden großen Kinder nicht 100prozentig seinen Vorstellungen entsprechen, aber hey, er akzeptiert es trotzdem.“ „Er toleriert das aber nicht, Nii-chan!“
 

Sie setzte sich auf und klammerte sich fest an ihren Bruder, der sie in seine Arme nahm. Sie weinte sich an ihm aus.

Nach einigen Stunden ging es ihr tatsächlich besser. Sie war so stolz so einen fürsorglichen Bruder zu haben. Sie konnte froh sein so eine Familie zu haben. Und sie war sehr stolz darauf. Sie wollte schon immer den Namen Honori in Ehren tragen. „Willst du nicht mal endlich wieder zu uns gesellen. Mutter macht sich schon sorgen. Sogar Sakura vermisst dich.“ Kyoto zögerte, war aber doch einverstanden. Unten erwartete sie ihre Familie. Die Mutter kam zu ihr hingerannt und umarmte sie, da sie sich sehr um das Wohl ihres Kindes gesorgt hatte. Auch Sakura lachte zufrieden, als er sah, dass alle wieder beisammen waren. Kyoto schaute sich um. Ihr Vater saß auf der Schlafcouch. Es schien so, als ob er ihr kein Blick würdigen wollte. War sein Stolz verletzt? Wie sich Kyoto gedacht hatte.
 

„He, Liebling. Schau doch, deine Tochter lässt sich wieder blicken.“ „Vater?“, kam es zögernd über Kyotos Lippen. Und ehe sie es sich versah hatte ihr Vater sie und ihren Bruder gepackt: „Kinder, ich liebe euch doch… Hehe…Ironie des Schicksals. Mein ältestes Kind bringt wie ein Mädchen einen Freund ins Haus und meine Tochter bringt wie ein Sohn eine Freundin ins Haus. Ich hoffe inständig, dass ihr unseren Namen nicht entehrt, der für Stolz, Ehre und Dominanz steht.“ Kyoto blieb die Sprache weg. Er schien ihnen eindeutig verziehen zu haben. Vermutlich war Arashi auch sehr überrascht über die Reaktion ihres Vaters. „Kyoto, Kind. Liebe gehört zwar zu den mächtigsten Waffen eines Menschen, aber nicht zum Talent. Du bist sehr stark, daher habe ich dich gewählt. Sonst hätte ich es Arashi überlassen können.“ Kyoto war von den Worten ihres Vaters berührt und umarmte ihn ebenfalls. Sie flüsterte kaum hörbar: „Danke, Vater.“
 

„Siehst du, Vater, akzeptiert uns doch so, wie wir sind.“ Die Schwarzhaarige und Arashi waren unterwegs im Dorf, denn sie kamen geraden von einem langen Spaziergang zurück. „Sag mal, wie fühlt es sich an, seine Beziehung endlich offen leben zu dürfen?“ „Einfach herrlich… ach ich habe es ihr ja noch nicht erzählt.“ „Dann wird es höchste Zeit. Ich geh dann mal nachhause. Erzähl mir nachher wie es war, ja?“ Arashi grinste verdächtig, da er auf etwas anspielte. Kyoto winkte ihm noch hinterher: „Schon klar, kümmere du dich lieber um deinen Verlobten. Der ist sicher schon traurig. Bestell ihm schöne Grüße von mir.“ Mit einem Nicken verschwand Arashi. Kyoto fühlte sich wahrlich frei. Frei von allem. Und sie war glücklich. Wie wohl ihre Freundin darauf reagieren würde? Endlich brauchten sie sich nicht mehr zu verstecken konnten offen ihre Liebe leben. Glücklich sein wie jedes andere Pärchen auch. Doch etwas schien sie aus den Gedanken zu reißen. Da war ein Tumult um irgendetwas. Was begafften die Leute? Einen Moment Mal, das stand doch eigentlich das Haus ihrer Freundin… Kann es sein, dass etwas mit ihr passiert war?
 

Von Panik ergriffen lief sie durch die Menge. Sie konnte nicht glauben, wollte es nicht glauben, was sie sah. Das Haus war bis auf die Grundrisse abgebrannt. „Yuuukii!“, brüllte Kyoto besorgt. Doch das nächste Bild raubte ihr endgültig den Atem. Zwei Ninja ihres Dorfes trugen eine Trage mit einer bedeckten Person vom Ort weg. Nein. Nicht doch. Bitte, DAS DARF EINFACH NICHT WAHR SEIN!!!!! „ENTSCHULDIGEN SIE!!!!“ Die beiden Sanitätsninja blickten zu Kyoto. Doch da kam ein weiterer Ninja: „Seit Ihr etwa eine Honori? Ihr seid doch die Freundin von Yuki Haruno, oder?“ Kyoto nickte. Ihre Augen unterdrückten Tränen. Vielleicht ist das nicht das was sie gerade denkt. Doch dann sieht sie vier weitere Sanitätsninja zwei leblose verdeckte Körper hinaustragen. „Es tut uns sehr leid es Euch so eine Nachricht zu überbringen, aber wir vermuten, dass das die Familie Haruno ist, die tot sind. Mein tiefstes Beileid. Aber Ihr kanntet die Familie, oder? Wir würden gern ihre Identität bestätigen lassen, obwohl selbst das fast unmöglich ist. Sie sind verbrannt.“
 

Kyotos Augen weiteten sich. Jetzt konnte sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Sie wollte sich den Anblick der verkohlten Leichen ersparen, aber vielleicht ist das nicht die Familie, vielleicht erkennt sie … Nein. Nein… nein. Obwohl sie verkohlt waren, konnte Kyoto das Gesicht ihrer Freundin ausmachen. Ihr Herz schmerzte. Es schmerzte sehr, aber sie musste bis zu Hause warten. „Ja …sie… sie ist es. Das weiß ich. Die anderen kann ich nicht mehr zuordnen, aber es ist doch naheliegend, dass das dann wahrscheinlich ihre Eltern sein müssten.“ „Vielen Dank. Ihr könnt Euch zu Hause erholen.“ Das ließ sich Kyoto nicht zweimal sagen. Nur weg hier. Ihr wurde Übel, wenn sie weiter die Leichen sehen müsste. Sie wird es verkraften müssen.
 

Tage später fand die Beerdigung der Familie statt. Kyoto und ihre Familie, die die allergrößte Mühe hatte ihre Tochter zu trösten, waren ebenfalls unter den Trauergästen. Wieso musste ihr so etwas passieren? Yuki, das hast du doch nicht verdient… So zu sterben. Kyoto und ihre Familie blieben am Längsten am Grab von Yuki und deren Eltern. Der Schock sitzt tief bei ihrer Tochter. Momentan ließ sie sich nichts anmerken, aber ihr Inneres fand keine Ruhe. Zu dem Zeitpunkt war sie gerade erst Fünfzehn geworden. Und das war der hässlichste Tag in ihrem Leben gewesen.
 

Knapp ein Jahr später:
 

Kyoto besuchte regelmäßig das Grab ihrer damaligen Freundin. Leider war der Fall unaufgeklärt geblieben, aber Kyoto konnte mit ihrem Tod jetzt ein wenig besser umgehen. Seit jenem Tag trainierte sie täglich hart und wurde stärker. Sie übertraf sogar ihren älteren Bruder innerhalb kurzer Zeit. Auch auffällig war, dass sie sich ihm immer mehr verschlossen hat.
 

Es war gerade Frühling geworden. Es wurde wärmer und die Tage länger. Die Vögel begannen ihre Lieder zu zwitschern, während die Pflanzen sich langsam wieder vom Winter erholten und ergrünten. Das Haus der Familie des Honori-Clans war ebenfalls gepflegt worden. Man konnte noch das Waffengekreisch und einige kleine Beben wahrnehmen, da Kyoto in diesem Augenblick gegen ihren Vater kämpfte. Er jedoch war nicht ganz bei der Sache, da er sein Halsband noch immer nicht gefunden hatte. „Wo ist denn dieses Halsband denn hin? Es kann sich doch nicht einfach in Luft aufgelöst haben!“, dachte er. „Vater, du schwächelst!“, rief Kyoto, die ihn mit ihrem Fuß ganz knapp verfehlt hatte.
 

Der Vater bemerkte dies noch im letzten Augenblick, fasste ihren Fuß und schleuderte sie in Richtung eines Baumes. Mit voller Wucht krachte sie zwar dagegen, konnte dabei allerdings sich auf ihren Beinen halten und sich vom Baum zurückstoßen. Mit ihrer Faust traf sie ihren Vater schließlich, sodass er sogar zu Boden fiel. Kurz darauf stand er wieder und widerstand Kyotos nächstem Angriffsversuch. Der Himmel verdunkelte sich. Wahrscheinlich wird es heute ein Gewitter geben, ging es der jungen Honori durch den Kopf. Sie und ihr Vater kämpften jedoch auch im Regen weiter. Arashi und Sakura waren mit ihrer Mutter im Haus.
 

„Halte ein, Kind!“ „Was gibt es denn Vater. Du bist so abwesend gewesen.“ Dann lauschte auch Kyoto im Regen. „Es wird wohl bald Ärger geben…“, murmelte Kyotos Vater. Kyoto verstand nicht, aber fragen wollte sie ihn jetzt nicht, denn auch sie spürte, dass Gefahr in Anmarsch war.
 

«Tochter des Teufels, dein wahrer Vater, Herr und Gebieter wird dich holen. Schon bald. Denn du bist ein Kind der Hölle. Nie wirst du denn Himmel erreichen können, denn dort bist du verhasst. Nur die Hölle hat dich stets geliebt…»
 

„Gut. Dann müssen wir uns eben vorbereiten. Die Wachen sollen verdoppelt werden und alle verfügbaren Kämpfer sollen sich allmählich bereit machen.“, befahl der Dorfoberste. „ Ihr seid euch sicher, dass es so gefährlich ist?“ „Ja. Wir müssen auf alles gefasst sein, d.h. dass die Möglichkeit besteht, dass es sich um einen sehr gefährlichen Gegner handelt. Nicht ausgeschlossen sind ebenfalls, dass es einer von den „Akatsuki“-Unterorganisationen handeln könnte, was wir natürlich nicht hoffen, aber möglich wäre es.“, bestätigte der Honori-Oberhaupt. „Wenn du das sagst, wird es wohl stimmen. Aber ein einzelner Gegner?“ „Hm… Zumindest spürte ich nur eine Kraftquelle. Meine Tochter kann es bestätigen.“ „Wer greift uns jetzt an? Aus welchem Grund?“ Der Dorfoberste hüllte sich in Schweigen.

Purgatorys Child

„Kyoto, ist alles in Ordnung mit dir?“, bemerkt Yuo, die sie eine Weile lang von der Seite besorgt beobachtet hat. „...“ „Meines Wissens ist das doch dein Dorf, oder?“, fragt Rikan. Auch hierauf folgt ein Schweigen. Sie sind bereits seit acht Stunden unterwegs ohne Pause, daher beschließt ihr Lehrer eine kurze Verschnaufpause einzulegen.
 

„...Nein. Ich...“ „Kyoto?“ Die Schwarzhaarige kann sich kaum noch fassen und lässt sich unter einem großen Baum fallen. „Ich meine, dafür kann ich doch nichts...“ „Beruhige dich erst wieder, Kyoto.“, empfiehlt Yuo und setzt sich neben ihr. Rikan und Yamano-Sensei tun es ihr gleich.
 

Schon bald hat sie sich beruhigt und blickt in die besorgte Runde: „Es geht schon wieder. Ich denke jedoch, da ich euch jetzt vertraue, dass ich darüber erzählen kann. Bitte verratet es niemandem, okay?“ Sie nicken stumm.

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´´Flashback-2``
 

„Herr Dorf-oberster! Der Feind... es ist wie vermutet ein Akatsuki!!!“ „Das habe ich mir gedacht. Und ich glaube ich weiß, warum er hier ist. Macht euch zum Kampf bereit, aber haltet euch zurück, bis ich das Zeichen gebe. Und du Kind, geh ins Haus zu deiner Mutter und deinen Geschwistern.“ „Aber Vater...“ „Keine Widerrede!!! Ab ins Haus!“ Enttäuscht macht sich die Schwarzhaarige auf dem Weg nach Hause. Sie war allerdings von Neugierde gepackt, was in dem Moment geschehen würde und entschloss sich sich in der Nähe zu verstecken, sodass ihr

Vater und der Feind in Hörweite waren.
 

Das Dorftor ging auf und der Dorf oberste lief einige Schritte hinaus und hielt inne. „Wie ich mich entsinne bist du der Honori- Oberhaupt, oder Sarael?“, behauptete der Fremde. „Was willst du? Uchiha Sasuke!“ „... Ich denke du weißt, warum ich hier bin.“ Die Augenfarbe des Dorf obersten änderten sich: „Allerdings. Du wirst sie aber nicht bekommen. Sie ist eine Honori und das bleibt auch so.“ Ein peinliches Schweigen folgte.
 

„Tse... was für ein Dummkopf. Hast wohl deinem ach so ehrenvollen und reinen Clan nichts erzählt, was, oder hast du es ihnen all die Jahre verschwiegen? Dabei ist es doch offensichtlich. Zumindest für die, die Augen im Kopf haben. Sie ist doch die Einzige in eurem Clan, die schwarzhaarig ist. Hat denn niemand von euch gefragt, wie das sein kann? Soviel ich weiß, hat jeder in eurem Clan rote Haare, oder?“, erklärte der Uchiha, wobei sich die Bemerkung an die Dorfbewohner gerichtet wurde.
 

„Du bist hergekommen, um sie zu holen, hab ich recht?“, erhob Kyotos Vater kalt die Stimme. „Warum denn sonst? Sie ist schließlich meine leibliche Tochter, die ich mit deiner Frau gezeugt hatte, oder hast du auch das vergessen, alter Mann?“

Kyoto spitzte weiterhin ihre Ohren. Sie konnte gar nicht fassen, was in dem geredet wurde. Sie soll die Tochter von diesem unheimlichen Mann sein? Das konnte doch einfach nicht wahr sein...
 

„Wage es ja nicht meine Ehre so in den Schmutz zu ziehen!“ Die Augenfarbe sind nun endgültig in Rot getaucht worden. „Als ob deine Ehre schon nicht längst dorthin gehörte. Ich hole mir nur das, was mir zusteht. Ich danke für die Mühen, sie aufgezogen zu haben.“ Auch der Uchiha-Spross machte sich kampfbereit. „Wenn du sie mir nicht freiwillig gibst, hol ich sie mir mit Gewalt!“ „Nur zu!“ „...“

„Ach und noch etwas, dass du noch wissen solltest. Hast du das hier vermisst?“ Sasuke holte aus seinem Mantel ein Halsband. Das kam dem Honori-Oberhaupt nur zu bekannt vor- sein vermisstes Erbstück: „Woher hast du es?“ „ Ich habe da so meine Quellen. Und das wäre sehr unerfreulich für dich, wenn ich den Namen verraten würde, meinst du nicht?“
 

„Was hast du vor? Was willst du von Kyoto?“ „Ach, Kyoto, heißt die Kleine? Hm. Auch egal. Was ich mit ihr vorhabe? Das werde ich gerade dir verraten. Es wäre besser, wenn du sie mir freiwillig gibst, sonst garantiere ich für nichts.“ „Du mieser...!“
 

„Es tut mir alles so leid, Schatz!“, erklang eine verzweifelte weibliche Stimme. Das war Kyotos Mutter. „Was machst du hier? Ich sagte du sollst im Haus bleiben, ich kümmere mich um den hier!“, fuhr Sarael sie an. „Nein.“ „Was?“ Verschüchtert blickte sie auf den Boden ehe sie wieder das Wort ergriff: „ Ich habe ihm das Halsband gegeben.“ „WIE BITTE? WAS?“
 

„Es tut mir alles so schrecklich leid! Ich habe unsere Familie und unseren Clan entehrt und das Dorf hintergangen. Dafür gibt es keine Entschuldigung. Mag sein, dass ich nicht ganz freiwillig gehandelt habe und so Kyoto bekam, aber ich tat es trotzdem. Es weiß jetzt jeder im Dorf um unsere jetzige Situation. Sie werden es nicht akzeptieren können.“ „Wie konntest du nur...? Du steckst mit dem unter einer Decke? Was hat dich dazu gebracht? Ich dachte unsere Liebe sei frei von Lügen, ich dachte wir vertrauten uns? Da habe ich mich wohl geirrt!“
 

„Tse... Gebt mir endlich mein Kind!“, Sasuke wurde allmählich ungeduldig und das sah man ihm auch an. „Ich war vielleicht die schlechteste Ehefrau, die es gibt, aber ich will nicht meine Tochter hergeben. Ich hab dir unser teuerstes Besitztum gegeben, in der Hoffnung, du ließest uns in Ruhe, also lass mich und meine Familie in Ruhe!!!“, flennte sie.
 

„Du willst es wohl nicht anders, Weib? Also dann hole ich sie mir mit Gewalt!“ „NEEEEIIIIIINNN!!!!“ Bevor der Uchiha-Spross sein Jutsu vollenden konnte, stürzte sich die Mutter vor alle und schützte das Dorf mit ihrem Leben. Das war wohl das Einzige Richtige, was sie tun konnte. Auch wenn das nicht half, dass ihre Familie wieder so werden sollte, wie sie einmal war. Ihr Ansehen war in nur einem Augenblick extrem gesunken. Aber es war das Einzige, womit sie mit Stolz helfen konnte.
 

Kyoto, die alles im Hintergrund verfolgte, war dermaßen schockiert und wütend zugleich. Sie wusste nicht wie sie in dem Moment fühlen sollte. Das war einfach alles zu viel für sie. In Bruchteil einer Sekunde glühten ihre Augen und verlor schließlich die Kontrolle über sich.
 

„ Sieh an, sie scheint sich prächtig entwickelt zu haben.“ Mit diesem Satz wurde der Honori-Oberhaupt aus den Gedanken gerissen und bemerkte wie Kyoto hinter ihm auftauchte. „Was machst du hier? Sagte ich nicht...“ „Sei still!!! Seid alle einfach still!!!“ Die Schwarzhaarige hatte ihre Fading Rose bereits gezogen. Das Schwert hatte sie vor etwa einem halben Jahr geschmiedet und konnte damit nahezu perfekt umgehen.
 

„Damit das klar ist, ich gehe auf keinen Fall irgendwohin, besonders mit jemanden, den ich nicht kenne!“ Kurz darauf stieß sie mit ihrem Schwert Chakra-Druckwellen in Sasukes Richtung. Dieser lächelte nur und wich unbeeindruckt aus. Das war jedoch nicht zu unterschätzten, denn diese Wellen waren so stark, sodass sie Sasukes Katon zurück in seine Richtung lenken konnte. Das hatte er nicht erwartet, was ihm allerdings zeigte, wie stark und vielversprechend sie war. Er war kurz davor sein Katana einzusetzen, doch tauchte Kyoto wie aus dem nichts hinter ihm auf und zielte ihr Schwert auf ihn. „...“ Auch diesmal schaffte er es auszuweichen, indem er das Tausch-Jutsu anwand.
 

Wie wäre es wohl mit Genjutsu? Doch die Frage beantwortete sich von selbst. Kyotos roten Augen nahmen einen silbernen Ton an. „Verstehe,... damit ist sie vor Genjutsus geschützt. Beeindruckend! Das heißt wiederum, dass sie im Kampfgeschehen wieder schwächer ist!“, stellte er in Gedanken fest.
 

„Es wird Zeit, dass ich unser Spiel beende!“ Sasuke machte sich zu seinem ultimativen Jutsu bereit, doch es schien so, dass die schwarzhaarige entweder komplett durchdreht, oder ihre Augen noch nicht 100prozentig im Griff hatte, denn eines ihrer Augen war silbern, und das andere dagegen rot. Das kann gefährlich werden. Und da war noch diese finstere Aura. Das lies den Uchiha lächeln: „Du bist wahrlich mein leibliches Kind! Wir sehen uns wieder, ich ziehe mich vorerst zurück!“ Kurz nach Sasukes Verschwinden brach die 17-Jährige zusammen.
 

Sie lag tagelang bewusstlos im Bett. Erst nach einer Woche kam sie wieder zu sich. Ihr Vater und ihre Brüder saßen bei ihr. Sie wollte sich ein wenig aufrichten, doch ihr Vater hielt sie davon ab. „Schwester, meine Güte, hast du uns einen Schrecken eingejagt. Mann, bin ich froh, dass du wieder war bist!“, sagte Arashi erleichtert zu ihr. Ihr Vater schwieg weiterhin. Er war noch immer in Gedanken versunken. Die Ereignisse beschäftigten ihn also immer noch.
 

Keine drei Tage später stritten sich Kyoto und ihr Vater so stark, dass es eskalierte. Zwar nicht körperlich, aber er verstieß sie aus ihrem Clan. Die anderen Clan-Mitglieder waren noch von den Worten Sasukes geschockt und waren mit sofortiger Wirkung einverstanden. Am selben Tage musste sie ihr Dorf verlassen. Arashi war es zwar nicht erlaubt sie zu sehen, aber als der Älteste wollte er sich wenigstens mit Anstand von ihr verabschieden. Das war das erste Mal,dass seine Lippen, die eiskalten Lippen seiner Schwester berührten. Sie verachtete nun auch ihn endgültig.
 

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Das vierer-Team sitzt eine Weile schweigend beisammen. „Ich muss unbedingt herausfinden, was Vater sich dabei gedacht hat mir dieses Halsband zu schenken, warum es mir mein Bruder gab! Versteht ihr nun?“

Yuo sieht sie schon fast beschämt an. Kyoto selbst hat die Ereignisse kaum verarbeitet und neulich hat sie sie danach gefragt. Sie wünschte sie hätte sie damals nicht gefragt. Aber jetzt kennt sie ihren Schmerz. Sie weiß nun mehr über Kyoto.
 

„... Seltsam. Ich fühle mich schon fast erleichtert.“ „Wir sind nicht nur ein Team. Wir sind Freunde und wir sind halt da um bei Problemen zu helfen oder zu zuhören, wenn jemand was auf dem Herzen liegt.“, erklärt Yuo, die auch von Rikan eine Zustimmung findet.
 

„Ich glaube, wir können langsam weiter. Mein Dorf ist nicht mehr weit entfernt.“ „Bist du dir sicher, das du erholt genug bist?“, fragt Yamano-Sensei vorsichtig. Doch Kyoto steht nur und blickt in die Ferne: „Klar doch. Was kann es denn noch schlimmeres geben?“
 

Nach knapp vier Stunden sind sie am Ziel angelangt. Kyotos Herz pocht immer lauter werdend, mit jedem Schritt, den sie tut. Doch das verflog schnell, beim Anblick was sie sieht, als sie das Dorf betreten. Es ist wie auf einem Schlachtfeld. Leichenberge. Niedergebrannte Häuser. Kyotos Augen weiten sich. Und da sieht sie sie. Ihre Familie. Ihr Clan. Alle liegen in ihrem eigenen Blut, das sich mit dem der anderen vermischt. Ihr Vater badet in einer Blutlache und neben ihm der kleine Sakura, der noch keine drei Jahre alt gewesen ist. Ein Stich durchzieht sich in Kyotos Herzen. Ihre Augen Tränen erfüllt. An ihrer alten Haustür hängt ein umgekehrt in Kreuzform angenagelter Arashi, auf dessen nacktem Oberkörper in blutiger Schrift steht: Tochter des Teufels, dein wahrer Vater, Herr und Gebieter wird dich holen. Denn du bist ein Kind der Hölle. Nie wirst du denn Himmel erreichen können, denn dort bist du verhasst. Nur die Hölle hat dich stets geliebt.

Fate Community

Kapitel20-Schicksalsgemeinschaft
 


 

Das Dorf ist komplett dem Erdboden gleichgemacht worden. Zerstörte Häuser und Blut überall wo man auch blickt. Und die Leichen der Dorfbewohner teilweise bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Dass kann doch nicht wahr sein. Nicht ein einziger Überlebender? Kyoto steht noch immer geschockt vor dem Dorf. „Nein. Lasst das nur ein böser Traum sein! Nicht noch einmal!“ Tränen laufen der Schwarzhaarigen über die Wangen. Verzweifelt, wütend und von tiefster Trauer ergriffen lässt sie sich auf die Knie fallen. „Kyoto!“, rufen Yuo und Rikan wie aus einem Mund. „GYAAAAAAH!“ Kyotos Team eilt zu ihr. „Kümmert ihr euch um sie, ich schaue mich hier noch etwas um.“, meldet sich ihr Sensei zu Wort. Auch er sorgt sich um seine Schülerin, doch musste er einen Bericht an den Hokagen abliefern und dafür muss er Informationen sammeln.
 

Yuo versucht ihre Kameradin in den Arm zu nehmen, diese wehrt sich allerdings. „He Kyoto. Bitte beruhige dich. Ich verstehe sehr wohl, wie du dich jetzt fühlen musst, aber bitte raste nicht wieder aus.“ Rikan versuchte sie ebenfalls zu trösten, was auch nicht wirklich von Erfolg gekrönt worden ist. Kyoto zittert am ganzen Leib und hat die Knie vor ihr Gesicht gezogen. Sie weint lautstark. Yuo blickt sie mitfühlend an. Auch Rikan setzt sich neben ihr und teilt ihr Leid. Er kann ihre Situation sehr gut nachvollziehen, auch er hat seine Familie verloren und er war in der Tatnacht dabei gewesen.
 

Der Unterschied hierbei ist, dass das Ausmaß viel größer ist. Nicht nur die eigene Familie, sondern der ganze Clan und die restlichen unschuldigen Dorfbewohner wurden brutal ermordet. „Kyoto, was willst du jetzt tun?“, fragt Rikan vorsichtig. Er selber hat Rache geschworen für das Leid, das ihm angetan wurde, dass man ihm seine Familie nahm. Aber was wohl seine Kameradin machen wird? Wird sie denselben Weg wählen? Yuo sieht zu Rikan rüber und schüttelt den Kopf, das bedeutet, dass er sie erst einmal in Ruhe lassen soll.
 


 

Es war nicht viel Zeit vergangen, als sie sich das erste Mal trafen und ausgerechnet jetzt schon wird das Team auf Probe gestellt. Yuo weiß nicht, was sie jetzt fühlen soll. In dieser kurzen Zeit war einfach zu viel passiert. Und wahrlich hat jeder in diesem Team sein Kreuz zu tragen. Allerdings hatte Yuo es nicht erwartet wie groß das Leid ihrer beiden Kameraden wirklich war. Heißt es nicht, dass Freunde sich Freud und Leid teilen würden? Aber wie siehts aus, wenn jedermanns Leid mindestens genauso groß ist wie das eigene, gleicht sich das nicht wieder aus? Es herrscht eine bedrückte Stimmung. Dabei hat sich Yuo geschworen, niemanden zu enttäuschen. Aber für diese Tatsachen war nicht sie verantwortlich und das Schicksal kann man bekanntlich nicht beeinflussen. Wieso musste aber das Schicksal so grausam zu ihnen sein, fragt sich Yuo und grübelt eine Weile lang vor sich hin. Keiner von ihnen spricht mehr ein Wort, auch nicht als ihr Sensei wieder bei ihnen eintrifft.
 


 

Ihr Kopf ist einfach zu schwer. Der Schock zu groß. Kyotos Gefühle fahren Achterbahn, allerdings überwiegt das Negative. „Leute. Ich habe das Dorf abgesucht, aber scheinbar gibt es keinen Überlebenden. Das tut mir echt aufrichtig leid. Ich weiß, das ist sicherlich ein großer Schock für dich Kyoto, aber wir müssen auch dem Hokage Bericht erstatten.“ doch Kyoto rührt sich nicht. Sie hat sich ein wenig beruhigt und weint nicht mehr lautstark, aber der Schock sitzt tief. Yamano seufzt: „Gut, wir machen eine Pause. Aber sobald jeder wieder fit ist, brechen wir sofort auf.“ Yuo und Rikan nicken.
 

Nicht lange und die Stille wird von Rikan durchbrochen. Yuo erschrak sich und Kyoto bleibt regungslos. „Sorry, Leute. Nicht dass ich nicht mitfühlend bin oder so, aber diese düstere Stimmung wird einfach zu viel. Ich muss es ja wissen, wie viel Schmerz es bereitet, etwas zu verlieren, dass man liebt, schließlich musste ich das auch durchmachen. Aber ewig können wir auch nicht Trübsal blassen. Ich hab mir immerhin das Ziel gesetzt ein ranghoher Ninja zu werden und mich an den Tätern rächen werde. Bis dieser Tag kommt, werde ich hart trainieren und mein Ziel dadurch verwirklichen. Glaub mir!“ Yuo ist von dieser Entschlossenheit fasziniert, auch wenn das jetzt ein wenig plötzlich kam, dass er seine Stimme erhoben hat.
 

„Ich möchte natürlich auch etwas erreichen und werde dafür hart kämpfen, glaub mir Rikan. Du hast mich damals in meiner Wohnung erschrocken, da so etwas oft von den Leuten höre. Aber ich glaube auch, dass ich mein Ziel erreichen kann. Jetzt wo ich auch ein Team habe, die zugleich meine ersten Freunde sind, sehe ich der Zukunft positiv entgegen.“ „Yuo und ich glauben auch, dass du das schaffen kannst, Kyoto, denn schließlich sind wir eine Schicksalsgemeinschaft.“ Yuo lächelt bei diesen Worten. Da hat er recht. „ABER ICH HABE JETZT NICHTS MEHR! ICH HABE ALLES VERLOREN!! GRRR....!!“ „Kyoto“, erklingt es leise aus Yuos Mund. „ Dann kämpfe mit uns zusammen! Wir bauen uns unsere eigene Zukunft auf! Was wir verloren haben können wir jetzt nicht mehr zurückbringen!“ „Rikan...“ Yamano hört nur aufmerksam zu. Er ist sich sicher, dass da noch einiges auf sie zukommen wird. Eine Schicksalsgemeinschaft also, dachte er sich, vielleicht hängen unseren Geschichten mehr zusammen als uns lieb ist, was ich natürlich nicht hoffen vermag. Tatsache ist, dass es so ein Team wie sie es sind bisher noch nie gegeben hat, fügt Yamano seinen Gedanken noch hinzu.
 


 

Noch eine Weile verstreicht ehe sie sich zum Aufbruch bereit machen können. Mittlerweile hat sich auch Kyoto wieder unter Kontrolle. „Hm. Ohne Pause sind wir in etwa sieben bis acht Stunden wieder im Dorf. Bis dahin wird es womöglich Mitternacht sein. Na ja, besser, als die Nacht hier verbringen zu müssen , oder?“ „Ich bin bereit. Bereit zu kämpfen!“ Jetzt war es Kyoto, die solche Worte ausspricht,“Ich werde auch weiterhin hart trainieren und meine Familie Rächen. Ich kann mir auch schon denken bei wem!“ „Bei deinem leiblichen Vater, oder?“ „Genau. Ich werde ihn endgültig vernichten, verlasst euch darauf. Mein Stolz lässt es nicht zu, dass diese Tat ungesühnt bleibt. Glaubt mir, meine Wut rast in mir und wird nicht eher zu Ruhe kommen bis ich sie gerächt habe!“ Ihre Augen glühen gefährlich und ihr Gesichtsausdruck leer. „Also...ähm können wir jetzt los?“, erkundigt sich Yamano-Sensei. Alle nicken. Doch für einen Moment glaubt Kyoto etwas gehört zu haben. „Mamaaaaaaa!“
 


 

Kyotos Herz raste. Ihre Augen weiten sich. Kann das wahr sein? Ein Überlebender? Das Geschrei wird immer lauter, sodass auch Yamano-Sensei, Yuo und Rikan es schließlich hören. Kyoto rennt ohne zu zögern in die Richtung aus der das Geschrei kommt. „Kyoto!“, ruft ihr Sensei ihr hinterher. Doch sie rennt weiter. Sie muss wissen ob ihre Ohren sie auch nicht täuschten. Und schon steht sie wieder vor dem Leichenberg ihres Clans. Die Schwarzhaarige schluckt. Diese Anblick würde sie sicherlich nicht so schnell wiederr vergessen, falls das überhaupt gehen kann. „Mammmaaaaaaaaaa!!!“ Das Kindchen weint. Es ist sehr verängstigt und ruft nach seiner Mama. Und da blickt Kyoto ihn. Ihr fällt ein riesiger Stein vom Herzen. Es ist ihr kleiner Bruder Sakura, der verzweifelt nach seiner Mutter schreit. „Sakuraaa!“ Kyoto rennt ihrem kleinen Bruder entgegen. „Hab keine Angst, mein geliebtes Brüderchen. Ich bin ja bei dir und werde immer bei dir sein.“ „Mama? Nii-chan?“ Yuo und Rikan haben bereits Kyoto eingeholt. „Ist das dein kleiner Bruder, Kyoto“, fragt Yuo neugierig. Kyoto nickt: „Hälst du ihn mal bitte, Yuo? Danke“ „Wohin willst du?“ „Ich gehe mich noch von Nii-chan verabschieden.“ Rikan und Yuo nicken. Auch Yamano hat keine Einwände.
 

„Bruder... es ist eine Schande, dass du kopfüber an der Haustür hängst... Es tut mir so leid, dass ich euch nicht habe beschützen können. Und noch mehr, dass ich so gemein zu dir gewesen war. Du trugst keine Schuld. Ich war so dumm. Verzeih, deiner kleinen Schwester. Sorge dich nicht um Sakura. Er ist bei mir gut aufgehoben, versprochen.“ Sie blickt ihn noch eine Weile an und kniet sich vor seinem Gesicht. „Ich danke dir für alles, Nii-chan. Ich werde deine brüderliche Wärme vermissen.“ Ein letztes Mal legt sie ihre Lippen auf die seine und verabschiedet sich von ihm. Diesmal waren seine Lippen kalt. Noch eine Weile lang sitzt sie bei ihm ehe sie ihm endgültig den Rücke kehrt. „Ich verstehe, du wusstest von der Gefahr und Vater auch. Ihr erkennt mich als Clan-Mitglied an und ich sollte den Clan weiterführen oder vielmehr ….“ Der Wind trägt ihr letzten Worte fort.



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Kommentare zu dieser Fanfic (13)
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Bitte keine Beleidigungen oder Flames! Falls Ihr Kritik habt, formuliert sie bitte konstruktiv.
Von:  Hokagebernd
2015-11-09T07:39:34+00:00 09.11.2015 08:39
Intresanter anfangen
Von:  fahnm
2012-07-28T20:52:54+00:00 28.07.2012 22:52
Super Kapi^^
Von:  fahnm
2012-06-30T20:19:13+00:00 30.06.2012 22:19
Hammer Kapi^^
Von:  fahnm
2012-06-01T20:04:16+00:00 01.06.2012 22:04
Super Kapi^^
Mach weiter so^^
Von:  fahnm
2012-03-12T21:01:12+00:00 12.03.2012 22:01
Klasse Kapi^^
Von:  fahnm
2011-12-05T22:51:24+00:00 05.12.2011 23:51
Super Kapi^^
Von:  fahnm
2011-11-27T19:45:55+00:00 27.11.2011 20:45
Klasse Kapi^^
Von:  fahnm
2011-11-21T19:56:11+00:00 21.11.2011 20:56
Klasse Kapi^^
Von:  fahnm
2011-11-20T20:50:47+00:00 20.11.2011 21:50
Hammer Kapi^^
Von:  Miosempai
2011-11-10T12:35:06+00:00 10.11.2011 13:35
Ich mag deine Geschichte^^
Du solltest unbedingt weiter schreiben, auch wenn du momentan eine unkreativephase hast.^^


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