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Herbstregen

Kannst du mir verzeihen?
von

Vorwort zu diesem Kapitel:
Eine Idee, die mir vor kurzen kam und meiner Meinung nach
das Potential hat, ausgearbeitet zu werden.

Viel Spaß beim Lesen Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Ganz ganz lieben Dank an die Kommentarschreiber!

Viel Spaß beim nächsten Chap :) Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
So liebe Kommentare. Vielen Dank!

Und viel Spaß beim nächsten Teil! Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Ganz lieben Dank für die Kommentare!

Viel Spaß beim nächsten Teil ;) Komplett anzeigen
Vorwort zu diesem Kapitel:
Da liegt dieses Kapitel so lange auf meinem Desktop und ich vergesse es hochzuladen…
Vielen Dank für die Erinnerung alia963 :)

Viel Spaß bei Kapitel 5! Komplett anzeigen

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Die Anfrage

Die Anfrage
 

„WAS?!“
 

Das schallende Lachen der Blondine hallte durch den Raum, erfüllte jede Ecke und schleuderte mit unangenehmer Wucht zurück auf den jungen Mann, der verschämt den Mund verzog und seinen

Blick abwandte. Sie zog die Luft tief ein, die Brust hob und senkte sich unkontrolliert und es dauerte,bis sie sich wieder beruhigt hatte. Mit einem versucht ernsten Blick beugte sie sich nach vorne auf den Tisch und sah tief in die pechschwarzen Augen ihres Gegenüber.
 

„Damit ich das richtig verstehe…“ Sie holte tief Luft. Das Grinsen wollte einfach nicht von ihren Lippen verschwinden. „Nicht nur, dass du damit zu mir kommst.“ Die Blondine schüttelte ungläubig den Kopf.„Auch noch, wegen so etwas?“ Beide Augenbrauen hoben sich bei ihrem letzten Satz.„Zu wem denn sonst?“, fragte der Saiyajin, immer noch den Blick abgewandt.

Die junge Frau lehnte sich entspannt auf ihrem Stuhl zurück.

„Hör zu. Ich kenne auf diesem verdammten Planeten drei Frauen. Bulma, Chichi und dich…

Kakarotts Frau ist verrückt. Da bliebst nur noch du.“

„Seltsam. Wenn du etwas willst, kannst du ja sogar reden.“

Sie kicherte.
 

„Kannst du mir helfen oder verschwende ich meine Zeit?“

Der junge Mann sah sie auffordernd an, zog eine Augenbraue hoch und wartete auf ihre Reaktion.#

Der Cyborg dachte nach, fuhr sich mit einer Hand durch ihre kurzen, blonden Haare, während

ihre Augen zu leuchten begannen.

„Ich soll also einem Prinzen helfen?“
 

„Das ist zwecklos.“

Vegeta stand auf. Er wollte nicht seine Zeit vergeuden und ärgerte sich bereits, dass er überhaupt zu dieser Insel gekommen war. Er hätte damit rechnen sollen. Doch C18 hielt ihn auf.

„Warte. Natürlich helfe ich dir.“

Der Angesprochene lies sich zurück auf den Stuhl fallen.

„So?“, fragte er und versah sie mit einem Blick, der sie zum lächeln brachte.

„Weißt du. Wir sind uns gar nicht so unähnlich. Wir leben in einer Welt, die eigentlich nicht

unsere ist. Leben nach Regeln, die eigentlich nicht unsere sind. Aber wir wissen, wofür wir es

tun.“ Verspielt verschränkte sie die Arme vor der Brust.

„Der einzige Unterschied ist, dass ich dich besiegt habe.“ Sie lachte.

Vegetas Augen verengten sich.

„Willst du eine Revanche?“

Die Blondine winkte ab.

„Lassen wir es lieber so stehen.“
 

„Also, fassen wir noch mal zusammen: Du bist hier, weil du Bulma heiraten willst, aber keine Ahnung hast,wie das auf der Erde funktioniert?“

Er antwortete, indem er den Mund verzog. Er würde es sicher nicht wiederholen.

„Krillin ist zwar eher der Romantiker von uns beiden. Aber ich denke, ich kriege das hin. Verrat mit nur eines.“

Sie beäugelte ihr Gegenüber neugierig, während sie mit einer Hand ihre Kaffeetasse drehte.

„Wieso um alles in der Welt willst du das tun?“

Vegeta schnaubte. Ihm gefiel die Situation offensichtlich nicht.

„Sie redet von nichts anderem mehr, seit Bra geboren wurde. Es scheint ihr wichtig zu sein.“
 

C18 konnte einfach nicht aufhören zu Lächeln. Mit Marons Geburt hatte auch sie sich sehr verändert, dennoch konnte sie nicht glauben, welche Seite seine kleine Tochter im scheinbar

gefühlphoben Saiyajin erweckte. Sein Sohn war nun schon fünf, aber mit der Geburt der Tochter

vor einem Jahr schien er sich wirklich gewandelt zu haben. Die Veränderung tat beiden sichtlich gut.
 

„Aber wage es nicht, der Glatze davon zu erzählen.“

Sein Blick verlieh ihr eine Gänsehaut. So wirklich beneiden tat sie Bulma nicht.

„Keine Sorge. Niemand wird etwas erfahren.“

Dann grinste sie und fügte hinzu: „Saiyajin-Ehrenwort.“

„Treib es nicht zu weit!“

Drohend streckte der Schwarzhaarige den Finger nach ihr aus…

Vorbereitungen

Vorbereitungen
 

Einen Ring… Die Gedanken des Prinzen drehten sich im Kreis. Nachdem er nun alles Wichtige von dem Robotermädchen erfahren hatte, machte er sich auf den Weg zurück zur Capsule Corporation.

Die milde Nachtluft blies durch seine Haare, während er mit verschränkten Armen begann, einen Plan zu entwerfen. Mal wieder hatte er etwas entdeckt, was auf der Erde unheimlich kompliziert war. Dennoch wollte er es durchziehen. Allein Bulma zu Gefalle. Sie hatte ihm schließlich eine Wohnung gegeben, hatte nie etwas dafür verlangt, dass er dort lebte und zu guter Letzt war sie auch noch die Mutter seiner Kinder. Was sollte er also anderes tun? Sie hatte es verdient.
 

Als er an dem gelben Haus ankam, welches zu dieser Tageszeit eher grünlich schimmerte, spürte er sofort die andere Energie. Es regte ihn jedes Mal aufs Neue auf, wenn er sie spürte. Mit schnellem Schritt ging er zur Haustür, öffnete sie und suchte sich seinen Weg direkt in die Küche. Dort angekommen begrüßte ihn Bulma mit einem Lächeln und nippte an einem Glas Limonade. Seit der Schwangerschaft mit Bra hatte sie sich den Alkohol abgewöhnt und auch ihr Kaffeekonsum hatte sich nach der Geburt in Grenzen gehalten. Der junge Mann mit den kurzen, schwarzen Haaren, der am Küchentisch saß, hatte andererseits eine Flasche Bier in der Hand.
 

„Hallo Vegeta“, grinste sie und zwinkerte dem Saiyajin zu. Yamchu entledigte sich dieser Konvention mit einem leichten Nicken. Vegeta beachtete es nicht einmal. Ohne ein Wort ging er zum Kühlschrank und nahm sich eine Flasche Wasser. Bulma brauchte nicht zu wissen, dass er es nicht mochte, wenn Yamchu sie besuchen kam, aber genauso wenig wollte er sie länger als nötig mit ihm allein lassen. Tief im Innern wusste er, dass seine Sorgen berechtigt sein musste, doch er konnte schlussendlich nichts gegen seinen Instinkt tun.
 

„Bra schläft schon seit einer Stunde“, erklärte die junge Frau mit einer liebevollen Stimme und forderte den Saiyajin auf, sich zu ihnen zu setzen. Dieser zögerte, gab dann aber der Bitte nach. „Wir haben gerade über Lisa gesprochen…“ Ihre Augen verdrehten sich nachdenklich nach oben. „Ich glaube, du kennst sie gar nicht… Yamchu hat sie damals getroffen.“ Mit ‚damals’ meinte sie, als die beiden noch ein Paar waren und wie jedes Mal, wenn von ‚damals’ die Rede war, verzog Vegeta genervt den Mund. „Auf jeden Fall heiratet sie jetzt.“ Womit sie wieder beim Thema wären. Er hätte gerne für jedes Mal, wenn sie dieses Wort in den letzten Monaten erwähnt hatte, ein Steak oder etwas Vergleichbares bekommen. Er müsste nie wieder Hunger leiden. „Und ihr Mann ist vielleicht ein Idiot…“ Jetzt fingen beide, Bulma und Yamchu, an zu lachen. „Ich gebe ihnen vier Monate…“, ergänzte der Schwarzhaarige und zwinkerte der jungen Frau zu. Immer noch lachten sie.
 

Auch wenn er es in den letzten Jahren versucht hatte, so erschien Vegeta das menschliche Verhalten in vielen Bereichen einfach nicht zugänglich zu sein. Dieses stundenlange Reden über Dinge, die keinem etwas angingen, verstand er einfach nicht. Wollte es auch nicht verstehen, denn es erschien ihm zu lächerlich. Trotzdem ärgerte es ihn mehr als genug, dass Sie sich gerade mit Yamchu so austauschen konnte und es auch noch sichtlich genoss.
 

Die Unterhaltung zog sich noch über eine Stunde. Ein ständiger Wechsel zwischen Lästern, Annahmen, Lachen… Erklärungen, die an Vegeta selbst gerichtet waren, damit er den Zweien noch folgen konnte. Eine nette Geste, da er offensichtlich nicht einmal den Versuch gestartet hatte, das Gesagte nachzuvollziehen. „Ist ja auch egal…“, Bulma seufzte. „Mir würde so etwas auf jeden Fall nicht passieren.“ Sie grinste zufrieden und warf selbstbewusst ihre mittellangen Haare über die Schulter. Das erste Mal seit er das Haus betreten hatte, lächelte der Saiyajin. Zehn Minuten später hatte sich dann auch Yamchu verabschiedet und die beiden standen alleine im Hausflur.
 

„Er musste mir einfach von der Sache mit Lisa erzählen. Es ist echt zu komisch“ Wieder musste sie Lachen, so sehr, dass sie ihre Augen zusammenkniff und den Kopf schüttelte. „Aber dich interessiert das alles nicht. Ich weiß.“ Dann gab sie ihm einen Kuss auf die Wange und ging weiter zur Treppe. „Es ist schon spät. Bra wird sich sicher in ein paar Stunden melden. Ich sollte mich hinlegen.“ Ihre Lippen zogen sich noch ein letztes Mal nach oben, dann war sie in das nächste Stockwerk verschwunden. Vegeta sah ihr noch einen Moment hinterher. Er würde am nächsten Tag wieder zu C18 gehen. Lange wollte er nicht mehr warten.
 

***
 

„Was machst du denn hier?“

Krillin kratzte sich am Kopf und sah ungläubig zu Vegeta hoch. Als er dessen Blick begegnete, wollte er jedoch schon gar keine Antwort mehr. Der Saiyajin schien wie immer schlecht gelaunt zu sein. „Wie kann ich dir helfen?“, fragte er stattdessen und nahm seine blonde Tochter auf den Arm, welche zuvor wild an seinem Hosenbein gezupft hatte. Vegetas Augen wanderten an dem kleinen Kämpfer herab, blieben für wenige Sekunden an dem goldenen Ring an seinem rechten Finger hängen. Eigentlich war es eine ganz nette Idee der Menschen, ein gutes Erkennungsmerkmal. „Ist deine Frau hier?“

In dem Moment guckte schon der blonde Schopf aus der Tür hinaus. Überraschender Weise mit einem erfreutem Lächeln, welches Krillin stutzen lies. „Das ging jetzt aber schnell“, sagte sie und musterte den Saiyajin.
 

C18 warf einen Blick aus dem Fenster und beobachtete verträumt, wie ihr Mann die gemeinsame Tochter hoch warf und wieder fing, während die gesamte Insel von einem glücklichen Kinderlachen erfüllt war. „Warum hast du es denn auf einmal so eilig?“, fragte sie und wandte sich wieder ihrem Besucher zu. Sie wartete einen Moment, doch bekam keine Antwort. So lehnte sie sich auf den Tisch und sah fragend in die schwarzen Augen. „Woher willst du denn das Geld nehmen? Einen Verlobungsring von dem Geld der ‚Frau’ zu kaufen ist nicht wirklich angemessen. Verstehst du was ich meine?“ Vegeta verzog den Mund. Er war doch nicht bescheuert. „Ich habe Geld“, erklärte er und beobachtete, wie der Cyborg große Augen machte.

„Bulmas Vater braucht manchmal etwas Hilfe. Dafür hat er mir was davon gegen.“

„Wie viel hast du?“

„Genug.“

„Genug?“

„Genug.“
 

Die junge Frau lehnte sich zurück, sah kurz auf ihre Hand und dann wieder zu dem Saiyajin. Sie hätte gern gewusst, wie sein und Bulmas Leben zu zweit aussah. Sie waren das einzige Paar, bei dem sie wirklich gar keine Vorstellung davon hatte. Der Saiyajin hatte einfach zu wenig übrig für die menschliche Sozialisation. Es musste wohl ein Leben voller Kompromisse sein. Kompromisse, wie eben diese Hochzeit.

„Weißt du schon, was du zu ihr sagen wirst?“

Vegeta verzog die Augenbrauen.

„Ich werde schon nicht näher nachfragen. Ja oder nein?“

Die schwarzen Augen wanderten in die obere linke Ecke.

„Also nein. Das ist aber wichtig.“ Sie seufzte.

Dann beugte sie sich wieder etwas näher zu dem jungen Mann und flüsterte.

„Bist du dir wirklich sicher, dass du das willst?“
 

Ihr Gegenüber sah sie überrascht an. Seine Gedanken verließen für einen Moment den Raum, reisten zurück zum gestrigen Abend. Vor seinen Augen erschien die junge Wissenschaftlerin, mit ihrer Limonade in der Hand, wie sie sich selbstsicher die Haare über die Schulter warf. Dann tauchte Yamchu auf. Er hatte das Lachen der beiden in seinen Ohren, die Art und Weise, wie er ihr zuzwinkerte. Das Gefühl, welches dieses Lachen in ihm auslöste. Selbstsicher sah er zu der Blondine und nickte. „Und wie.“
 

C18 grinste. Man konnte ihm ansehen, wie entschlossen er war. Irgendwie konnte man ja schon neidisch auf Bulma werden. Waren da doch so viele Dinge, die ihrer Ansicht nach unglaublich kompliziert und gefährlich waren, so gab es doch manche Seiten an dem Saiyajin Prinzen, die auch sie selbst unwiderstehlich fand. Unerwarteter Weise von Vorfreude ergriffen, strich sich die junge Frau die blonden Strähnen aus dem Gesicht und fixierte ihr Gegenüber.

„Denk einfach an folgendes: Einen Ring, Blumen, eine kleine Rede und die richtigen Klamotten. Dann sagt keine Frau ‚nein’, glaub mir.“ Sie zwinkerte ihm kurz zu und warf noch einmal einen schnellen Blick nach draußen, während ihre Gedanken für einen kurzen Moment zu Krillins Antrag wanderten. Innerlich seufzte sie glücklich. Sie hatte damals definitiv die richtige Wahl getroffen.
 

Vegeta legte den Kopf schief. Warum mussten Menschen nur soviel Wert auf all diese Dinge legen, an die er die längste Zeit seines Lebens nicht einen Gedanken verschwendet hatte. Worte, Kleidung, Blumen… Alles sinnloses Zeugs, an das sich später ja doch keiner mehr erinnerte. Nur der Ring als solcher gefiel ihm als Idee. Er zeigte jedem, ob man vergeben war oder nicht. Wenn man so wollte, war es eine Art Sicherheitssystem, das die meisten sogar freiwillig anlegten. Eine gute Erfindung der Menschheit. Selten genug.
 

„Ich suche mit dir den Ring aus.“ C18 sah wieder zu ihm und merkte, dass der junge Mann nun offensichtlich erleichtert war. „Wir sollten ungefähr die gleiche Größe haben.“ Sie deutete auf ihren Ehering.

„Den Rest musst du dann selbst erledigen. Aber das sollte für einen Prinzen kein Problem darstellen.“ Sie sah zu Vegeta, der bei ihren letzten Worten selbstbewusst zu grinsen begann.

Unerwartet

Unerwartet
 

Yes, it’s sudden in your eyes, but this kind of thing always is

You know right away or you don’t know at all. Wait and see.

- Joyce Carol Oates, Happy
 

Das kleine, schwarze Schächtelchen lag ruhig in der Hand, die es nun entschieden umschloss. Zwei

pechschwarze Augen fixierten sie, während die Gedanken immer noch nach dem richtigen Weg suchten. Die Atmung und der Puls waren normal, keine Aufregung. Warum auch ? Die freie Hand vergrub sich in den schwarzen Haaren, blieb dort für eine Weile und gab dem nachdenklichen Gesicht noch mehr Ausdruck.
 

„Ich versteh immer noch nicht, warum es auf einmal so schnell gehen muss…“

C18 zog an ihrem Strohhalm und besah sich den in Gedanken versunkenen Saiyajin. Sie hatte in Wahrheit nie damit gerechnet, dass er überhaupt auf die Idee kommen würde, geschweige denn, dass er selbst derjenige sein sollte, der die Frage stellt. Von Bulma hatte sie schon vor langer Zeit erfahren, dass sie mehr als eine Beziehung wollte. War sie früher stark auf ihre Unabhängigkeit bedacht, so träumte die zweifache Mutter nun von einem geregelten Familienleben. Soweit das mit einem Mann wie Vegeta eben möglich war.
 

„Ich meine… Ihr seid doch schon lange zusammen… warum jetzt?“ Sie seufzte. Legte den Kopf schief. Wartete auf eine Antwort. Doch der Saiyajin schien ihr nicht einmal zuhören zu wollen. So lehnte sie sich zurück, zog ein weiteres Mal an ihrem Strohhalm und versuchte selbst einen Grund für diese Eile zu finden. Ergebnislos.

„Also zu einem Langweiler wie dir würde ich unter Garantie nicht ‚ja’ sagen…“ Ihre Augen funkelten den Schwarzhaarigen herausfordernd an, dieses Mal mit Erfolg. Seine Augen füllten sich mit Leben und erwiderten ihren Blick. „Ja sagen?“, fragte er verdutzt. C18 grinste. „Hab ich dir das etwa unterschlagen? Deine Angebetete kann natürlich auch nein sagen oder unentschlossen sein…“ Sie stellte den Becher in ihren Händen auf den Tisch und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Aber ich denke, du dürftest arrogant genug sein, um diesen Faktor auszublenden.“ Der Saiyajin lächelte verschmitzt.
 

***
 

Die Sonne war bereits untergegangen, als Vegeta die Capsule Corporation erreichte. Hier und da zeigte sich hinter der dünnen Wolkenschicht ein Stern, während der Wind kalt durch die Bäume strich und immer wieder Blätter mit sich nahm. Der Sommer hatte eindeutig die längste Zeit hinter sich gebracht. Ein letztes Mal warf er einen Blick auf das kleine Schächtelchen, das er dann in seiner Hosentasche verschwinden lies. Eine dunkle Hose, ein schwarzes Hemd. Das sollte reichen. Er wollte sich schließlich nicht lächerlich machen. Immerhin war er ein Saiyajin und würde es auch bleiben. In einer Hand hielt er einen Strauß aus drei weißen Rosen, den ihn C18 gegeben hatte. Er wollte drauf verzichten, doch sie meinte immer wieder, dass er fester Bestandteil der Prozedur war und da er selbst keine Ahnung von den Konventionen der Menschen hatte, musste er sich ihr beugen.
 

Sein Herz schlug nicht schneller, jedoch hatte er ein leicht flaues Gefühl im Magen. Was sollte er ihr sagen? Schließlich war doch klar, was er wollte. Also, warum noch Zeit mit zu viel Worten verschwenden? Ein Regentropfen traf seine Nase und brachte ihn zum niesen. Dann folgten weitere.

„So eine Scheiße…“ Er legte den Kopf in den Nacken und sah zum Himmel. Die Wolkendecke wurde immer dichter und dunkler, verschluckte mehr und mehr das Mondlicht, so dass nur noch die Straßenlaternen ein gedämpftes Licht abgaben, während ein einzelnes Auto vorbeifuhr. Der Saiyajin seufzte und machte sich gedankenverloren auf den Weg zur Eingangstür, bevor der Regen schlimmer und er damit nass wurde. Durchnässte Klamotten waren wohl nicht gerade romantisch und nach C18 war es das, worauf es bei einem Antrag ankam. Das Wort brachte ihn zum schmunzeln. Einen Antrag auf Heirat stellen. Das konnten sich auch nur die Menschen ausdenken. Man konnte nicht beschließen, nein, man musste es beantragen. Eine wirklich seltsame und äußerst sinnlose Angelegenheit.
 

Nun doch etwas aufgeregt öffnete er die Tür. Die Wärme, die ihm entgegenströmte tat gut auf der Haut und auch der Geruch machte deutlich, dass er zu Hause war. Es machte dem Saiyajin immer wieder Freude dies festzustellen, schließlich hatte er schon lange keines mehr gehabt. Zumindest seit Freezer seinen Planeten zerstört hatte. Bulma hatte es geschafft ihm ein neues zu geben. Dieser Gedanken bestätigte ihn noch mal in seinem Vorhaben. Es war das Richtige.
 

Während er die junge Frau zu suchen begann, spürte er beim Gehen die Schachtel in seiner Hosentasche und jedes Mal, wenn sie gegen sein Bein drückte, wurde er aufgeregter. Auch wenn er es lächerlich fand, wehren konnte er sich dagegen nicht. In rasender Geschwindigkeit flogen Worte durch seinen Kopf, Dinge, die er sagen könnte, Dinge, die er stattdessen tun könnte, um dem Reden aus dem Weg zu gehen. Seine Schritte brachten ihn von Zimmer zu Zimmer, während er nach der Antwort suchte, sodass ihm die Wartezeit sogar sehr zu Gute kam und er den Schritt umging, sie einfach über ihre Aura zu suchen.

Und dann hörte er Stimmen.
 

Seine Schritte wurden schneller, sein Herz wurde schneller, der Griff um die Blumen fester. Die Tür zum Raum war einen Spalt breit geöffnet. Licht drang in den Flur, der ansonsten vollständig in das Dunkel des Unwetters, welches sich inzwischen draußen entwickelt hatte, gehüllt war. Die Atmung des Saiyajin wurde schneller, seine Faust fester, bis sich die Dornen der Rosen in die Haut bohrten und ins Fleisch schnitten. Kleine rote Rinnsale flossen zwischen den Fingern her und tropften auf den Boden.
 

Es waren keine Stimmen. Laute würden es wohl eher beschreiben. Doch schlimmer noch war die Scham, welche sich im jungen Krieger breit machte, sich jede noch so kleine Lücke suchte, um diese vollständig auszufüllen. Jeder Herzschlag tat mit einem Mal weh, die Haut brannte. Brannte in der Gewissheit, dass gerade etwas geschehen war, das man nicht wieder gut machen konnte. Das alles, wirklich alles, verändern würde und diesen Gedanken konnte er nicht ertragen. Im Versuch die Wut herunterzuschlucken, biss er sich auf die Lippe und machte langsam ein paar Schritte weiter zur Tür. Mit jedem Schritt wurde es lauter und seine Lungen pressten den Sauerstoff durch die Nase, beim Versuch nicht gleich durchzudrehen.
 

In dem hintersten Zimmer seiner Gedanken war doch noch die Hoffnung, dass es nicht so sein würde, es ja gar nicht so sein konnte. Alles war Einbildung. Ein Schritt mehr und alles würde sich klären. Der Lichtstreifen, welcher durch den Türspalt fiel, erreichte inzwischen Vegetas Fuß und die Stimmen wurden nun mehr als deutlich. Und zu seinem Erschrecken auch eindeutig. Er schluckte. Mit der freien Hand schob er die Tür an. Nur ein kleines Stücken. Sein Magen fühlte sich an, als ob er sich gleich übergeben müsse und sein Herz stand kurz vor dem Ausfall. Dann ein Blick in den Raum.
 

Er sah nicht viel. Doch was er sah, reichte ihm. Ihre Haare auf dem Boden. Nur ein Kopfansatz. Der Rest, verschwunden hinter dem Sofa. Darüber die schwarzen Haare. Kurze, schwarze Haare. Ihre hohe Stimme, die sich in Stößen zwischen ihren Lippen durchpresste. Seine tiefe Stimme, die sich mit jedem Mal mehr über ihn lächerlich machte. Das Quietschen auf dem Holzboden. Immer mehr Blut floss über seine Hand, verteilte sich und verlief in den Rillen zwischen den Dielen. Seine Augen verengten sich und seine Muskeln spannten sich an. Das Herz blieb für einen Moment stehen…
 

Die Glasvitrine zerschepperte unter lautem Donnern. Erst hörte man das Glas brechen und dann auf den Boden fallen. Eine traurige Melodie. Bulma schreckte hoch, drückte den schwitzenden Körper über ihr zur Seite und starrte erschrocken zu Tür, die sich unter dem Aufprall ein Stückchen öffnete. Im Dunkeln erkannte sie nur zwei Beine und drei weiße Kreise. Und mit einem Mal wollte sie nur noch ganz weit weg sein. „Was war das?“ Yamchu setzte sich schnell auf und sah verwundert zur Tür, dann wieder zu Bulma, die mit einem Mal paralysiert schien. Darauf folgte Stille, die mit einem knirschenden Geräusch von Glasscherben unter einer Schuhsohle durchbrochen wurde. Noch ein Aufprall folgte, dieses Mal war es Porzellan das brach. Und jetzt verstand auch Yamchu, was gerade vor sich ging und sein Herz wollte stehen bleiben. Noch mehr Schweiß bildete sich auf seiner Haut. Angstschweiß.

„Warum hast du nichts gesagt?“, flüsterte er zu Bulma, der inzwischen Tränen über die Wangen liefen. Sie beachtete Yamchu gar nicht. Ihr Körper zitterte. Zu sehr, als das sie hätte aufstehen können. Und dann öffnete sich die Tür ganz.
 

Der Saiyajin betrat den Raum. Sein Kopf war vollkommen leer, während er nun auf die junge Frau herabsah. Diese sah verwirrt und zugleich verängstigt auf den Schwarzhaarigen. Vor allen Dingen sah sie lange auf die weißen Rosen, an denen Blut klebte, das von seiner Hand zu kommen schien. Auch die andere Hand war verletzt. Er musste damit in die Vitrine geschlagen haben. Schnell nahm sie sich eine Decke vom Sofa und legte sie sich um den nackten Körper. „Lass es mich dir erklären“, setze sich mit weinerlich unterbrochener Stimme an. Seine Augen machten ihr Angst. So hatte sie ihn noch nie gesehen. Diesen Ausdruck hatte sie noch nie gesehen. War es Hass? Wut? Enttäuschung? Zu ihrer Überraschung fing er an zu lachen. Yamchu wich erschrocken zurück, während der Saiyajin unter seinem Lachanfall den Kopf schüttelte und auf den Menschen deutete. „Er?“, fragte er ungläubig. „Er?“
 

Die Rosen landeten mit solch einer Wucht auf dem Boden, dass sich ihre Blätter über den halben Raum verteilten. Immer mehr Tränen flossen über die Wangen der jungen Frau. Es war alles so schnell gegangen. Sie war so traurig gewesen. So allein. Wieder hatte sie Vegeta tagelang nicht gesehen. Wieder musste sie alleine zu den anderen Eltern. Immer war sie allein. Dann war Yamchu da. Und sie war so traurig. Erst jetzt wurde ihr bewusst, was sie wirklich getan hatte. Was gerade vor sich ging. Dann beobachtete sie, wie er etwas aus seiner Hosentasche holte und vor lauter Angst wich Yamchu noch weiter von den zweien weg. Der Saiyajin sah noch einen Moment auf die Schachtel. Ein Lächeln legte sich dabei auf sein Gesicht. Ein Lächeln, das Bulma nicht zu deuten vermochte. Und dann warf er auch die Schachtel auf den Boden. Der Verschluss zersprang und der kleine, runde Inhalt schlitterte über den Holzboden. Die junge Frau brauchte gar nicht lange, um zu erkennen, um was es sich handelte. Ein Ring. Ihr Herz blieb stehen und ihr Körper brannte unter der Gewissheit, was sie angerichtet hatte. Selbsthass ergriff sie. War sie wirklich so dumm gewesen?
 

„Vegeta…“, begann sie, doch sein Blick würgte sie ab. Das Lachen war verschwunden. Nun sah er vollkommen ernst zu ihr herunter, dann auf den Boden zu seinen Füßen. „Ich hätte es wissen können…“, sagte er vor sich hin. „Armselig“, ergänzte er, sah dabei auf seine blutige Faust. Mit einem Mal, hatte er den Raum durchquert und sein Bein traf Yamchus Kopf, der zu perplex gewesen war, als dass er hätte dagegenhalten können. Im selben Moment brach er ohnmächtig zusammen. „Widerwärtige Rasse…“ Der Saiyajin sah nun ruhig auf den regungslosen Körper. Dann drehte er sich zu Bulma um, sah sie kurz an und verließ schweigend den Raum…
 

***
 

Die Palmen bogen sich unter dem Wind und dem Regen, die die kleine Insel nun schon seit Stunden heimsuchten. Die kleine Maron schrie und strampelte, erschrak jedes Mal, wenn ein Blitz die Nacht zum Tag machte. Der erschöpfte Vater versuchte alles, um sein Kind zu beruhigen, doch vergeblich. Die Mutter saß dabei, verschränkte die Arme und gähnte. Am nächsten Tag müsste sie sich wohl wieder Klagen seitens des alten Mannes und des Schweines anhören. Aber was sollte man schon tun, wenn das Kind Angst hatte. Müde seufzte sie.
 

Das plötzliche Klopfen an der Tür lies dann aber Vater und Mutter gleichzeitig zusammenzucken. Sie sahen sich verwundert an. Doch spätestens als sie Blonde die Aura erkannte, sprang sie auf und rannte zur Tür, die sie erschrocken öffnete. Mit verwunderten Augen sah sie auf den Saiyajin. Vollkommen durchnässt stand er vor ihr, die Kleidung klebte an der Haut, das Wasser lief in breiten Strömen über sein Gesicht, während er schnell nach Luft zog und sie in einer Mischung aus Wut und Enttäuschung ansah.

„Was ist passiert?“, fragte die Blondine überrascht und zog die Augenbrauen zusammen.

„Kann ich heute Nacht hier bleiben?“

Verneinung

Verneinung
 

„Magst du mir jetzt endlich erzählen, was das Ganze soll?“

„Ich habe doch selbst keine Ahnung…“

Die Blonde seufzte und lehnte sich zurück, während sie genervt die Arme vor der Brust verschränkte. Das

Ganze ging nun schon seit Tagen und so langsam hatte sie keine Lust mehr. Nicht nur, dass sie selbst

nicht verstand, was vor sich ging, nein, auch Krillin wollte ihr einfach keine Ruhe gönnen. Stattdessen nervte

er sie mit seinen permanenten Fragen, auf die sie genauso wenig eine Antwort wusste.
 

„Er ist jetzt schon seit drei Tagen da oben…“

Krillin stützte seinen Kopf nachdenklich auf seine Hand und sah zu seiner Frau die fragend eine Augenbraue

hob und mit den Schultern zuckte. Krillin verzog den Mund.

„Für dich mag das vielleicht nicht so wichtig sein… Aber auch Saiyajins müssen ab und zu etwas essen um zu

überleben…“ Sein Blick wurde ernst. „Du willst mir nicht erzählen was los ist. Na schön. Aber dann kümmere

dich auch um die Sache.“ Er versuchte seinen Ärger zu verbergen. Was war nur los, dass C18 nicht mit ihm

sprach? Eigentlich hatten sie nie Geheimnisse voreinander.
 

„Er wird schon kommen, wenn er Hunger hat…“, erwiderte die junge Frau und nahm einen großen Schluck aus

ihrer Kaffeetasse. Nachdem er Saiyajin vor drei Tagen einfach so nachts vor ihrer Haustür stand, hatte er sich

nicht mehr gezeigt. Sie hatten ihm das Gästezimmer gegeben, das er nicht mehr verlassen wollte. Nur das leichte

Schimmern seiner Aura ließ die zwei wissen, dass sie nicht allein waren.

„Wenn du nicht gehst, dann gehe ich.“ Krillin sah seine Frau entschlossen an. Sie versuchte es erst zu ignorieren,

doch dann wurde ihr mehr und mehr bewusst, dass er nicht scherzte. Obwohl sie nichts Genaues wusste, so hatte

der Cyborg doch zumindest eine wage Vorstellung was passiert sein könnte. Genau deshalb konnte sie auch

nicht zulassen, dass Krillin das in die Hand nahm. Es könnte sein Ende sein.

Müde stand sie von ihrem Stuhl auf und streckte sich. „Wenn du meinst“, nuschelte sie.
 

Als sie dann vor der Tür stand, hielt sie einen Moment inne. Zwar hatte sie es vor ihrem Mann nicht zugeben

wollen, doch hatte sie auch in den vergangenen Tagen ab und zu nach ihrem unangemeldeten Gast geschaut und

zu ihrer Verwunderung schien er die ganze Zeit zu schlafen. Sie fand es nicht nur befremdlich, sondern fast

schon gruselig, wenn sie daran dachte, wie sich der Saiyajin ansonsten benahm.

Leise öffnete sie die Tür. Dunkelheit kam ihr entgegen und es dauerte einen Moment, bis sie sich auf diese

eingestellt hatte. Immer noch lagen Hose und Oberteil ordentlich zusammengelegt auf einen Stuhl,

während sie auf dem Bett eine schmale Gestalt wahrnahm. Der Anblick brachte sie zum Seufzen.
 

Mit vorsichtigen Schritten ging sie näher auf das Bett zu, erkannte nun mehr und mehr den schwarzen

Haarschopf. Der Rest war in eine Decke eingedreht. Erst als sie direkt über ihm stand, erkannte sie ein Stück des

Gesichts und die ruhig geschlossenen Augen, während sich der Körper gleichmäßig hob und wieder senkte.

Nicht der kleinste Laut war zu hören.

„Vegeta?“, fragte sie leise und kam sich blöd vor, einen erwachsenen Mann auf diese Weise wecken

zu wollen. Doch auch als sie eine Hand auf seine Schulter legte, rührte er sich zwar, aber schien noch immer

nicht aufzuwachen. Also wurde ihr Griff fester und die Hand begann leicht zu schütteln, wurde immer

energischer, bis der Saiyajin endlich die Augen zusammenkniff, tief einatmete und sich verschlafen auf den

Rücken drehte. C18 wich sofort einen Schritt zurück.
 

Als der Schwarzhaarige dann langsam wach wurde, richtete er sich schlagartig auf und sah erschrocken zu

der Blonden, die im Halbdunkeln nur Schemenhaft zu erkennen war. „Was soll das?“, fragte er verwirrt, sah sich

um und versuchte auszumachen, wo er sich befand. Der Cyborg lachte.

„Guten Morgen Sonnenschein.“ Mit diesen Worten ging sie zu den Fenstern, öffnete die Jalousien und ignorierte

dabei die mürrischen Laute ihres Gastes. Dann drehte sie sich um, stemmte die Hände in die Hüften und sah

entschlossen auf den Schwarzhaarigen. „Gut geschlafen?“

Vegeta rieb sich die Augen und fuhr mit der Zunge über seine Zähne. Er hatte einen wirklich widerwärtigen

Geschmack im Mund. Wie lange hatte er wohl geschlafen? Noch im selben Moment holten ihn die Erinnerungen

wieder ein und zu gerne hätte er sich gleich wieder hingelegt. „Hau ab“, zischte er und versuchte dabei ihrem

Blick auszuweichen.
 

„Nachdem du nun drei Tage bei uns…“

„--Drei Tage?“

„Nachdem du nun drei Tage bei uns im Bett verbracht hast, würdest du uns vielleicht erzählen, was uns die Ehre

verschafft?“ Die Blonde wurde langsam ungeduldig. In so einem schlechten Zustand hatte sie ihn das letzte Mal

gesehen, als er von ihr – einer Frau – besiegt wurde. Doch anstatt ihr zu antworten, stand der Saiyajin auf

und zog sich Hemd und Hose über. Jetzt stand auch Krillin in der Tür und sah verwundert auf den

Schwarzhaarigen. „Morgen Vegeta…“, nuschelte er und kratzte sich verwundert am Kopf. „Willst du was

frühstücken?“ Doch der Gefragte beachtete ihn nicht einmal. Stattdessen wollte er gehen, hätte C18 ihn nicht

am Arm festgehalten. „Was hast du vor?“, fragte sie energisch.

„Lass mich los.“

„Sonst was?“

„Ich sagte: Lass mich los.“

„Und dann?“

In dem Moment ließ sie wirklich los, als sie plötzlich einen starken Energiestrom unter ihrer Hand

spürte und der Saiyajin blonde Haare bekam. Doch so schnell er sich verwandelt hatte, so schnell war er

auch wieder normal, taumelte und hielt sich am Türrahmen fest. Drei Tage ohne Nahrung waren wohl auch

für einen Saiyajin Prinzen zu viel. Der Cyborg grinste. „Oh ja… Ich zittere vor Angst.“

Selbstbewusst ging sie an dem Schwarzhaarigen vorbei, berührte nur kurz seine Brust und deutete den Flur

hinunter. „Da geht es zur Küche. Komm!“

Vegeta folgte ihr mürrisch, während Krillin nur verwundert den Kopf schief legte.
 


 

***
 

„Wie geht es Bulma?“, fragte die Blondine, während sie und ihr Mann dem Saiyajin zusahen, wie er

genervt durch sein Frühstück stocherte. Beim letzten Wort zuckte er zusammen, antwortete aber nicht.

C18 verschränkte nachdenklich die Arme vor der Brust und sah nun energischer in die schwarzen Augen.

„Ist alles in Ordnung?“ Ein neuer Versuch. Nicht wirklich viel versprechender. Der Saiyajin sah gerade auf, als

die kleine Maron in die Küche watschelte, den Fremden kurz musterte und dann schnellen Fußes in die Arme

ihrer Mutter flüchtete, während ihr Blick immer noch dem Besucher galt. Dieser sah mit ungefähr demselben

Blick zurück, bis das kleine Mädchen zu lächeln begann und in die Hände klatschte, bevor sie amüsiert auf

die Haare des jungen Mannes deutete.

„Ihr geht es gut…“, nuschelte Vegeta und bearbeitete weiter die Reste auf seinem Teller, wobei er seinen Kopf

müde auf eine Hand stützte.
 

Krillin kniff die Augen zusammen. „Warum bist du dann hier? Du bist nie hier.“ Die Anwesenheit des Saiyajin

machte ihn immer noch nervös. In den letzten Jahren hatte er es immer noch nicht geschafft ihm zu vertrauen.

Viel zu oft hatte er schon mit ansehen müssen, wie er alles versaut hatte, seinem Saiyajinblut zum Dank.

„Es ist alles in Ordnung.“ Wiederholte der Gefragte noch mal und sah wütend zu Krillin rüber.

C18 wurde unruhig. Irgendetwas war ganz und gar nicht in Ordnung. Sie musste mit Bulma sprechen.

„Ach Vegeta… Wo du schon mal hier bist. Krillin braucht mal wieder ein bisschen Training, er wird ein

wenig faul, seit Maron da ist. Nachdem du nun drei Tage uneingeladen bei uns gewohnt hast, dürfte das doch

kein Problem sein, oder?“ Sie lächelte herausfordernd, ignorierte den panischen Blick ihres Mannes. Vegeta

sah sie andererseits sehr verwundert an, wohingegen sein Ehrgefühl ihn daran erinnerte, dass er ihr noch etwas

schuldete. Auch, wenn ihm dazu gerade ganz und gar nicht zumute war…
 

Nachdem sie die Reste des Frühstücks beiseite geräumt hatte, nahm die Blondine das Telefon und schaute aus

dem Fenster auf ihren Mann, der mit zitternden Beinen auf sein Gegenüber sah. Vegeta hingegen schien

mit seinen Gedanken meilenweit weg zu sein. Sie seufzte und wählte Bulmas Nummer. Der Freizeichen

schien gar kein Ende nehmen zu wollen und so setzte sie sich ungeduldig auf einen der Küchenstühle.
 

„Na warte…“, sprach Krillin leise vor sich hin, während er seine Kampfhaltung einnahm. „Das wist

du später zurückbekommen.“ Er schnaubte. Ihm war durchaus bewusst, warum seine Frau dieses Training

angeregt hatte, dennoch heiligte der Zweck hier keinesfalls die Mittel. Vegeta hingegen, für den das Leben

größtenteils ohnehin aus Training bestand, schien das Ablenkungsmanöver nicht mitbekommen zu haben

oder es interessierte ihn einfach nicht.

Krillin wartete noch einen Moment, wollte seinem Gegner die Chance geben, sich in Angriffsposition zu

begeben, doch der Saiyajin reagierte nicht. „Bist wohl zu arrogant… Na schön“, rief der Kleinere und rannte

los. Seine Schläge wurden lediglich abgewehrt, ein Gegenangriff kam nicht. Vegeta hatte sich noch nicht

einmal umgezogen, stand im schwarzen Hemd und der engen Hose vor ihm.
 

C18 trommelte ungeduldig mit ihren Fingern auf den Tisch, als sie endlich ein Knistern vernahm und sich

eine – sie stockte – männliche Stimme meldete. „Hallo?“

„Yamchu? Bist du das?“, sie war verwirrt.

„Hey“, er lachte. „Wie geht`s?“

Der Cyborg hielt für einen Moment inne.

„Wo ist Bulma?“, fragte sie leise.

„Ich hol sie gerade, warte.“

Stille. Sie wartete. Ihr Herz schlug schneller.

„Ja?“ Bulmas Stimme. Keine Antwort. „Hallo? Ist da wer?“

„Hey…“, reagierte C 18. Suchte noch nach den passenden Worten.

„Ach, du bist das. Alles ok?“
 

Der Saiyajin war alles andere als bei der Sache. Krillin bekam langsam das Gefühl, dass ihm das Training

hier egal zu sein schien. Aber er war nun auch alles andere als ein würdiger Gegner. Trotzdem konnte er sich

nicht vorstellen, dass Vegeta ihn einfach gewinnen lassen würde. Und dann streifte er sein Gesicht. Schon als

er die Haut mit seinen Fingerknöcheln berührte, zuckte Krillin zusammen, in ängstlicher Erwartung des

Gegenangriffs. Doch die Schmerzen blieben aus. In einer schnellen Bewegung drehte sich der Kleinere und

trat zu. Zu seiner Überraschung traf er ungebremst den Oberkörper des Saiyajin, der von der Wucht des

Aufpralls ins Wasser geschleudert wurde.
 

„Was macht Yamchu bei dir?“

„Er ist zu Besuch.“

„Und was macht Vegeta dann bei mir?“

Stille. Erneute Stille. Dieses Mal mehr als unangenehm.

„Wie geht es ihm?“, fragte Bulma zaghaft.

„Sag du es mir.“

Ein Seufzen am anderen Ende der Leitung.

„Du weißt es also?“

„Ich weiß was?“
 

Schleppend kam der Saiyajin aus den Wellen heraus, erreichte den Strand, dessen Sand sich auf seiner gesamten

Hose verteilte. Muten-Roshi erhob sich verschlafen aus seiner Liege, erkannte erst jetzt, wer der unangemeldete

Gast war und staunte nicht schlecht zu sehen, wer der Gewinner dieses Kampfes zu sein schien. Krillin legte den

Kopf schief, musterte den Schwarzhaarigen, dem das Meerwasser über das Gesicht lief, während die Klamotten

am nassen Körper klebten. Irgendetwas war ganz und gar nicht in Ordnung. Vegeta schüttelte die Nässe von

seinen Armen und ging, ein: „Na herzlichen Glückwunsch“, nuschelnd, an Krillin vorbei.
 

In diesem Moment kam C18 aus dem Haus gerannt, blieb überrascht stehen, als sie den Saiyajin sah.

„Ups… Alles ok?“, fragte sie. Der Angesprochene verdrehte die Augen und ging genervt zum Haus. Krillin

stellte sich neben seine Frau. „Warst du das?“, fragte sie ungläubig. Krillin war zwar etwas in seinem Stolz

gekränkt, doch sah dann zu seiner Frau. „Ist er krank?“, fragte er besorgt. Die Blondine verzog den Mund.

„Ist echt übel…“, sagte sie leise. Dann drehte sie sich zu dem Schwarzhaarigen, der gerade die Haustür

erreicht hatte. „Hey Vegeta.“ Der Saiyajin hielt inne und sah fragend zu dem Cyborg.

„Hast du Lust ein bisschen hier zu bleiben? Nur, bis Krillin wieder fit ist?“

„Hmm…“ Er drehte sich um und verschwand ins Haus.

„Das war dann wohl ein ‚Ja’“, stellte C18 triumphierend fest, während Krillin nur ein müdes: „Na recht

herzlichen Dank…“, herausquetschte.

Wut

Wut
 

Das Holz der Tischplatte brach unter lautem Krachen, bevor beide Hälften ans jeweils andere Ende des Zimmers flogen. Alle Personen, die sich zuvor noch um eben diesen Tisch versammelt hatten, wichen, so schnell es ging, aus und sahen erzürnt auf den Unruhestifter. Krillin sprang mit hoch rotem Gesicht auf und drehte sich zu seiner Frau um. „Das war’s. Er verschwindet!“ Mit diesen Worten nahm er seine Tochter auf den Arm und verließ den Raum. Muten-Roshi lehnte sich gegen die Wand, beobachtete neugierig, wie die Blonde auf diese Ansage reagieren würde.
 

C18 sah immer noch auf Vegeta, der mit verschränkten Armen in der Zimmermitte verweilte. Nachdenklich legte sie den Kopf schief, pustete sich eine Haarsträne aus dem Gesicht, bevor sie langsam aufstand und die Körperhaltung des Saiyajin imitierte. „Was ist dein Problem?“

„Mein Problem? Das fragst du noch, du dämlicher Blechhaufen?“

Der Cyborg kicherte bei diesen Worten. Noch bis vor wenigen Stunden hatte ihr neuer Mitbewohner kein Wort von sich geben wollen, bis er jetzt, vollkommen unangekündigt, den Wohnzimmertisch halbiert hatte.

„Du kannst dir schon mal Gedanken machen, wie du uns einen neuen Tisch organisierst.“

„Du kannst froh sein, dass du noch nicht im gleichen Zustand bist, wie der Tisch.“

„Du drohst mir?“
 

Der Saiyajin lachte abschätzig, machte auf der Stelle kehrt und wollte das Haus verlassen, als sich der Cyborg vor ihn stellte. „Du solltest dir gut überlegen, ob du gerade mir drohen solltest.“

„Gerade dir? Wenn du nicht wärst, müsste ich doch gar nicht auf dieser beschissenen Insel sein.“

„Wer zwingt dich denn hier zu bleiben?“

Vegeta stockte, suchte offensichtlich nach einer passenden Antwort, bis die Blonde zufrieden lächelte.

„Du weißt genauso gut wie ich, dass es nicht meine Schuld ist.“

„Ach ja?“, sein Blick verfinsterte sich. „Weiß ich das?“

Noch während er das sagte, streckte er einen Arm seitlich aus, drehte die Handfläche nach außen, wobei sich eine blaue Energiekugel direkt vor dieser bildete. C18 erwiderte seinen Blick, während sich Muten-Roshi am anderen Ende des Zimmers immer enger an die Wand drückte.

„Wage es ja nicht“, zischte die Blonde. Ihr Gegenüber lachte.

„Sonst was?“
 

Krillin kam gerade, von der Unruhe gelockt, die Treppe herunter. Seine Augen weiteten sich, als er erkannte, was gerade vor sich ging. Wütend formten sich seine Hände zu Fäusten und seine Muskeln spannten sich an, bis er zu zittern begann. Jetzt ging er eindeutig zu weit.

„Darf ich dich daran erinnern, dass meine Tochter in diesem Haus ist?“

Der Saiyajin schien ihn nicht einmal zu beachten.

„Solltest du irgendwelche Scheiße bauen und sie verletzen, dann ist es mir so was von egal ob du ein Saiyajin bist oder nicht, dann mach ich dich kalt. Hast du mich verstanden?“

Wieder keine Reaktion.

„Ich sagte: Hast du mich verstanden?!“

Seine Sätze zeigten endlich Wirkung. Der Schwarzhaarige nahm seine Hand herunter. Die blaue Kugel verschwand mit derselben Bewegung, während sich der Saiyajin langsam umdrehte. Nur soweit, dass er Krillin über die Schulter hinweg mit einem arroganten Lächeln auf den Lippen ansehen konnte.

„Ziemlich mutige Worte für einen so kleinen Mann.“

Dann drehte er sich wieder, schob C18 sanft zur Seite und verließ das Haus.
 

Krillin kam näher an seine Frau heran, legte ihr eine Hand auf die Schulter und sah besorgt in ihre blauen Augen.

„Ich finde es nicht gut, dass er hier ist. Das ist zu gefährlich.“

„Er wird nichts tun.“

Der junge Vater sah verwundert zu der Blonden doch, hob eine Augenbraue und verschränkte die Arme vor der Brust. „Und da bist du dir sicher, weil…?“

C18 lächelten, sah nachdenklich zu der nun offen stehenden Tür, durch die der Saiyajin gerade eben verschwunden war, während sie sich eine Haarsträne aus dem Gesicht pustete.

„Weil er auch eine Tochter hat. Er würde nichts tun, was Maron schaden könnte, vertrau mir.“

„Vertrauen? Du hast nicht zufällig gesehen, wie er die letzten Tage drauf war?“

Wieder lächelte der Cyborg.

„Es ist jetzt eine Woche her. Bulma hat sich noch nicht einmal wieder gemeldet…“ Während die sprach sah sie tief in die Augen ihres Mannes. „Ich will gar nicht wissen, was du in seiner Situation schon alles aus Wut kaputt gemacht hättest.“
 

Krillin zog noch verwundert die Augenbrauen zusammen, als sich seine Frau aufmachte, dass Haus zu verlassen.

„Was hast du vor?“, fragte der junge Vater und legte den Kopf schief.

„Mir ist etwas eingefallen.“

„Und wofür brauchst du das Flugzeug?“

„Wirst du schon noch sehen“

Mit diesen Worten verließ sie die Insel.
 


 

***
 

Es war das erste Mal seit mehreren Tagen, dass sie sich länger als nötig im Spiegel betrachtete und mit jeder Sekunde wuchs der Hass in ihr. Der Hass auf sich, auf Männer, auf die Welt. Alles war daneben gegangen. Nun, da sie sich ansah, wurde alles noch einmal deutlicher, alles spielte sich ein weiteres Mal vor ihren Augen ab. Wie mechanisch umfassten ihre Hände die Seiten des Spiegels, klammerten sich fest an ihn. Ein erster Versuch, den Spiegel von der Wand zu reißen. Dann ein weiterer. Dieses Mal gelang es. Mit voller Wucht knallte er auf den Boden. Zuerst zersprang der Rahmen, dann das Innenleben. Zersprang und verteilte sich in unzählige Stücke.
 

Vor Wut schnaubend betrachtete sie, was gerade passierte war. Sah ihr Spiegelbild in unzähligen Fassetten. Es war noch schlimmer als vorher. Nun konnte sie sich nicht mehr ausweichen. Sie drückte ihren Fuß auf einige Bruchstücke, machte sie noch kleiner. Ihr türkises Haar wurde jedoch immer wieder, immer wieder vom Rest reflektiert und auf sie zurückgeworfen. Ihr türkises Haar und ihre rot unterlaufenen Augen. Nachdem sich die Wut einigermaßen legt hatte, seufzte sie und begann ihre metaphorischen Scherben aufzusammeln. In den letzten Tagen war sie darin Meisterin geworden.
 

„Was ist den hier passiert?“

Bulma erschrak, als sie plötzlich eine Stimme hinter sich hörte, drehte sich um.

„Hey…“, lächelte sie, während sie sich schnell jüngste Tränen aus dem Gesicht wischte und ihren blonden

Gast mit einer Umarmung begrüßte. „Wo kommst du denn her?“

„Yamchu hat mir aufgemacht.“

Als der Namen fiel, tauschten die beiden Frauen einen viel sagenden Blick aus.

„Schön“, entgegnete Bulma und versuchte ein Lächeln auf ihr Gesicht zu legen.

„Hör zu… ich will nicht lange drum rum reden. Alles was ich will…“

„Wie geht es ihm?“

„…?“

„Ich meine, wie geht es Vegeta?“

Der Cyborg seufzte und zuckte mit den Schultern. Bulma verzog den Mund.

„Meinst du, wir sollten trotzdem übermorgen kommen?“

Jetzt erschrak die Blonde. Das hatte sie ganz vergessen. Krillin hatte in zwei Tagen Geburtstag und alle waren bereits eingeladen. Aber Vegeta würde wahrscheinlich eh nicht bleiben. Also nickte sie.

„Warum nicht? Aber was ich eigentlich wollte…“, sie holte tief Luft und sah Bulma entschlossen an.

„Ich wollte Bra mitnehmen.“

Der Ausdruck in den Augen der jungen Mutter wechselte von verwundert bis hin zu wütend.

„Warum?“

„Weil sie ihren Vater sehen sollte… Überleg doch mal. Es ist nicht seine Schuld und bestimmt ist es auch nicht

fair, wenn du ihm nicht erlaubst seine Kinder zu sehen.“

„Er hat nicht…“

„Natürlich hat er nicht gefragt. Sei nicht albern.“

Bulmas Blick war immer noch skeptisch.

„Ich bringe sie dir heute Abend wieder.“

„Seit wann kümmerst du dich so um ihn? Ich dachte, du könntest Vegeta nicht leiden.“

Jetzt lächelte der Cyborg.

„Jeder kann sich mal irren, oder? Zudem hat ausnahmsweise er dieses Mal keinen Mist gebaut.“

Mit diesen viel sagenden Worten, ließ sie Bulma allein.
 

Es hatte nicht lange gedauert, da hatte die Wissenschaftlerin ihre Tochter vorbereitet und sie dem Cyborg mitgegeben. obwohl ihr das Ganze sichtlich nicht behagte. Nur eine Stunde später war sie zurück auf ihrer Insel und landete das Flugzeug.

Als sie dieses mit dem Kind auf den Arm verließ, bot sich ihr ein ganz anderes Bild, als noch vor wenigen Tagen. Ihr Mann war mit ihrem neuen Gast trainieren, doch dieses Mal war es Krillin der ordentlich kassierte. Für einen Moment stiegen sogar leichte Schuldgefühle in ihr auf, schließlich hatte sie dieses Trainingsprogramm in die Wege geleitet. Sie würde genauso wenig gegen einen wütenden Vegeta kämpfen wollen. Als sie sich den beiden näherte, hielt der Saiyajin jedoch inne, landete und drehte sich verwundert zu dem Cyborg um. Seine Augen suchten das kleine Bündel in ihren Händen ab, dann ihre Augen.

„Was soll das?“, fragte er missmutig.

„Ich habe mir überlegt, dass ich einiges meiner Einrichtung doch gerne retten würde.“

Der Schwarzhaarigen verstand nicht ganz und hob fragend eine Augenbraue. C18 war inzwischen auf ihn zugekommen, stand nun direkt vor Vegeta und hielt ihm das schlafende Mädchen entgegen.

„Ich kann sie aber auch wieder zurückbringen…“

Sie hatte noch nicht ganz zu Ende gesprochen, da hatte der Vater seine Tochter schon auf dem Arm, streichelte ihr mit einem Finger über die Wange, wobei sich sogar ein unscheinbares Lächeln auf seine Lippen legte. Ohne ein weiteres Wort drehte er sich um und setzte sich mit seinem Kind in den Schatten der Palme.
 

„Nicht schlecht gespielt…“ Krillin grinste und stellte sich neben seine Frau, drückte ihr schnell einen Kuss auf die Wange. Dann flüsterte er leise: „Ein paar Minuten später und ich wette mit dir, ich wäre nicht mehr gewesen…“ Er seufzte. Eine Beule zeichnete sich auf seiner Stirn ab. Die Blonde lächelte.

„Und, wie geht es Bulma?“ Krillins Blick wurde besorgt, doch C18 zuckte mit den Schultern.

„Ich hoffe schlecht…“, setzte sie an, sah noch kurz zu Vater und Tochter und verschwand dann im Haus. Mit einem Mal hatte sie eine unglaubliche Sehnsucht übermannt, ihr eigenes Mädchen auf den Arm zu nehmen und zu drücken.
 


 

***
 

Der Tag verging schnell. Schneller als gewollt. Kommentarlos verabschiedete sich der Saiyajin von seiner Tochter, wartete, bis sich C18 wieder auf den Weg machte, um die Kleine zu ihrer Mutter zu bringen. Setzte sich allein an den Strand, lehnte seinen Rücken gegen die Palme. Die Sonne stand schon tief und verwandelte den Horizont in ein Meer aus Farben, das sich im Wasser spiegelte.

„Es tut mir Leid…“

Krillin stand hinter ihm, sah zu ihm herab, doch er schnaubte nur verächtlich.

„Ich brauche wirklich kein Mitleid. Vor allem nicht von dir.“

Die Unhöflichkeit ignorierend, setzte sich der kleinere von beiden nun dazu, legte seine Arme um die angewinkelten Beine und verfolgte den Blick ins Meer.

„Bulma wird sich schon wieder einkriegen…“, setzte er an.

„Und wenn ich das nicht will?“

Krillin stutzte. Doch als er Vegeta, nur kurz, in die Augen sah, konnte er sich nicht vorstellen, dass er es wirklich ernst meinte. Wahrscheinlich resultierte seine Wut momentan nur darin, dass er so tat, als wäre Bulma ihm egal. Auch wenn das offensichtlich nicht der Fall war.
 

„Weißt du…“, setzte der junge Mann an, griff neben sich und hatte eine Flasche mit brauner Flüssigkeit und zwei Gläsern in der Hand. „Ich habe zwar keine Ahnung, wie ihr Saiyajin das macht, aber hier auf der Erde macht es fast jeder, wenn er schlecht drauf ist…“

Mit diesen Worten drehte er den Deckel von der Flasche und füllte die beiden Gläser zu einem Drittel. Dann hielt er Vegeta eines der beiden hin, welcher es stillschweigend annahm.

„Was ist das?“

„Der süße Weg ins Vergessen… zumindest für ein paar Stunden…“, erwiderte der Kleinere, grinste und nahm einen Schluck. Verzog kurz den Mund.

„Und du meinst Alkohol hilft?“ Der Schwarzhaarige hob skeptisch eine Augenbraue.

„Heute Abend.“

„Hm.“

Nun grinste auch der Saiyajin, lehnte sich gemütlich gegen den Baum und nahm seinen ersten Schluck.


Nachwort zu diesem Kapitel:
Das wäre dann also das erste Kapitel.
Recht kurz, aber ist ja auch nur der Pilot :)

Vegeta ist etwas zu offenherzig, aber ich hoffe,
damit kann man leben. Ich finde, dass gerade er und
C18 charakterlich doch noch am besten zusammen passen,
deshalb ist es vielleicht zu verzeihen, dass sie nicht nur
die beiden sind, die schlecht gelaunt hinten in der Ecke stehen ;)
Die Geburt der Kinder weicht auch von dem Original ab…
aber manchmal muss das einfach sein.

Lohnt es sich weiter zu machen?
Ich würde mich freuen, was von euch zu hören!

LG KankuroPuppet Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Ende des zweiten Kapitels.
Ich hoffe, es hat euch gefallen.
Keine Sorge, ab dem nächsten geht es dann richtig los!
Aber jede Geschichte braucht nun mal eine kleine Einleitung.

Freue mich über eure Meinungen :)

GLG KankuroPuppet Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Kapitel 3
Damit ist dann auch die Einleitung abgeschlossen ;)
Ich hoffe, ihr seid mir nicht zu böse…
Ich bin es ja selbst ein wenig.

Also, bei diesem Kapitel bin ich besonders
gespannt auf eure Reaktionen! Schreibt mir
doch, was ihr davon haltet.

LG KankuroPuppet Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Also… Erst einmal vorweg:
Ich habe und hatte nie vor, das hier zu einer
FF voll von Depression zu machen, auch wenn
das Thema es hergeben würde. Ich hoffe mal,
das ist in eurem Sinne ;)

Bin gespannt etwas von euch zu hören!
Lasst mir nen paar Gedanken da :)

LG KankuroPuppet


Gedanken des Autors (optional):
C18s Rolle macht mir gerade am meisten Spaß. Ich versuche zumindest ihre Handlungen und Sätze
so zu konstruieren, dass sie Vegeta zwar überzeugt das zu tun, was sie gerne möchte, dabei jedoch nicht in sein
Ehrgefühl eingreift. Das ist gar nicht mal so einfach, doch ich finde, so wie es auch zu Bulma gehört, passt es
zu ihrem Charakter. Komplett anzeigen
Nachwort zu diesem Kapitel:
Fünftes Kapitel…
Ich hab es geschrieben und online gestellt,
weiß aber noch nicht so richtig, was ich
davon halte…
Was sagt ihr?

Ach ja… Ich halte es für realistisch, dass Vegeta
vorher nicht wirklich Alkohol getrunken hat…
Schließlich versaut es den Trainingseffekt ;P


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Kommentare zu dieser Fanfic (13)
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2014-10-03T14:17:19+00:00 03.10.2014 16:17
Mir macht die Geschichte und auch die Idee wirklich Spaß, man liest echt gerne mit, allerdings kam schon so lang kein Kapitel mehr... Läuft sie noch weiter? :(
Antwort von:  KankuroPuppet
03.10.2014 17:25
Hey hey^^

Danke für deinen Kommentar :) Freut mich, dass sie dir gefällt!
Stimmt, es ist lange her, aber tatsächlich geht es noch weiter :D Also, wenn noch interesse besteht, dann werde ich mal zusehen, dass ich in den nächsten Tagen das nächste Kapitel hochlade :)

Vielen lieben Dank!
GLG KankuroPuppet
Von:  dbzgirl
2014-08-03T12:27:03+00:00 03.08.2014 14:27
Ich freu mich schon auf das Nächte bitte schreib schnell weiter
Antwort von:  KankuroPuppet
07.08.2014 17:51
Hallo :)

Freut mich, dass es dir gefallen hat :)
Und vielen lieben Dank für deinen Kommentar!
GLG KankuroPuppet
Von:  dragonfighter
2014-08-02T11:16:10+00:00 02.08.2014 13:16
Das Kapitel war toll ich freue mich schon auf das nächste :)
Antwort von:  KankuroPuppet
07.08.2014 17:50
Schön, dass es dir gefallen hat!
Auch hier noch einmal vielen lieben Dank für den Kommentar!

GLG KankuroPuppet
Antwort von:  dragonfighter
07.08.2014 19:03
Nicht der rede wert :)
Von:  dragonfighter
2014-08-02T11:03:28+00:00 02.08.2014 13:03
Super :)
Antwort von:  KankuroPuppet
07.08.2014 17:49
Hehe^^

Danke dir :)
Von:  alia963
2014-07-31T14:23:51+00:00 31.07.2014 16:23
Wann schreibst du denn das neue Kapitel? Ich bin schon total gespannt wirklich
Antwort von:  KankuroPuppet
31.07.2014 18:37
Guten Abend :)

Vielen lieben Dank für die Erinnerung! Es ist tatsächlich schon geschrieben, wartete aber noch auf die Veröffentlichung :D Ist irgendwie total untergegangen...

Also, es wartet nur noch darauf online zu gehen und ich hoffe, es wird dir gefallen ;)

Vielen lieben Dank für den Kommentar und die Erinnerung!
GLG KankuroPuppet
Von:  Henrietta
2014-03-02T15:31:30+00:00 02.03.2014 16:31
Hoffe das Bulma und Vegeta wieder zusammen kommen.
Mach es nicht zu traurig.....Bitte
Antwort von:  KankuroPuppet
31.07.2014 18:35
Hey hey :)

Entschuldigung für die Antwort, die so lange hat auf sich warten lassen!
Aber das neue Kapitel wartet gerade darauf hochgeladen zu werden :)
Ich bin gespannt, wie es dir gefallen wird.

Vielen lieben Dank für deinen Kommentar!
GLG KankuroPuppet
Von:  dragonfighter
2013-10-11T17:38:26+00:00 11.10.2013 19:38
Oh man
Da hat bulma ja ein haufen mist angerichtet
Irgendwie hab ich schon an so etwas gedacht nur schade das ich recht hatte
Vegeta tut mir zum aller ersten mal leid
Aber vegeta's reaktion war der hammer
Schreib schnell weiter

Dragonfighter
Antwort von:  KankuroPuppet
19.02.2014 21:20
Hallo :)

Sorry, dass es so lange gedauert hat! Aber hier ist endlich das neue Kapitel und eine Antwort auf deinen netten Kommentar :)
Es ist schön zu lesen, dass man mit Vegeta mitfühlen konnte. Es war wirklich nicht einfach, seine Reaktion möglichst authentisch darzustellen, aber ich hoffe, ich habe es zumindest einigermaßen geschafft^^

Vielen lieben Dank für deinen Kommentar und dein Lob :)
GLG KankuroPuppet
Von:  Molana666
2013-10-05T20:47:44+00:00 05.10.2013 22:47
Hi!
Wie du siehst, habe ich jetzt alle deiner drei hier veröffentlichten ff's gelesen und finde sie vom ersten bis zum letzten Wort einfach nur fantastisch.
Ich glaube, du hast einen neuen Fan :D
Auch bei dieser Story freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung.

Liebe Grüße
Molana666
Antwort von:  KankuroPuppet
07.10.2013 21:03
Guten Abend again :)

Es ist richtig schön, zu hören, dass ich dich begeistern konnte :)
Ich bin wirklich sehr gespannt, was du von meinen Ideen halten wirst!

Vielen vielen lieben Dank!
GLG KankuroPuppet
Von:  dragonfighter
2013-09-13T08:04:56+00:00 13.09.2013 10:04
Hey!
Ich finde es toll das es weiter geht.
Vegeta ist einfach lusig aber irgendwie frage ich mich jetzt auf einmahl wie die sayajins eigendlich heiraten
Aber ist ja nur so ein gedanke
Schreib schnell weiter

Dragonfighter
Antwort von:  dragonfighter
13.09.2013 10:07
Ich weiß auch nicht wie es pasirt ist
Das es so oft abgeschikt wurde
Tut mir leid wegen der platz verschwendung!

Antwort von:  KankuroPuppet
07.10.2013 21:02
Auch hier noch einmal Danke für deine Review :)
Ich verspreche, dass es auch bald weitergeht!
Eine saiyajinsiche Hochzeit... Das würde sicher ein guter OS werden :)

Ganz lieben Dank an dich!
GLG KankuroPuppet
Von:  dragonfighter
2013-09-08T12:51:49+00:00 08.09.2013 14:51
Es lohnt sich auf jeden fall weiter zu machen
ich freue mich schon auf das nächste Kapitel
schreib schnell weiter und wart nicht all zu lang XD
Das er aber gleich so offen ist finde ich hauptsächlich sehr lustig
Ich werde auf das nächste Kapitel warten da gibt es überhaupt keine Zweifel
dann bis zum nächsten mahl

von Dragonfighter
Antwort von:  KankuroPuppet
09.09.2013 16:06
Hey hey :)

Vielen vielen Dank für deine Rückmeldung!
Ja... Manchmal ist er dann vielleicht zu offen, gemessen am Original. Aber ich hoffe, das ist zu entschuldigen, wenn es zu der Story passt und noch einigermaßen nah am Charakter dran bleibt :D Es freut mich, dass ich dich neugierig machen konnte!

Noch einmal Danke für die Review!
GLG KankuroPuppet


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