Caribbean Holidays
Caribbean Holidays
~ Juline Coldfire ~
Vor kurzem fing Adriano sein Medizinstudium an und damit ließ es sich nicht vermeiden, dass er an einer Uni lernen musste, die nicht ganz hier in der Nähe war. Diesen Montag reiste er wieder ab und sollte erst am Freitag Abend zurück kommen. In dieser Zeit hatte ich nicht viel zu tun außer durch die Gegend zu ziehen und Zeit mit meinen neuen Freunden zu verbringen. Doch auch die hatten diesmal keine Zeit. Immer am Lernen und Arbeiten. Nur ich saß tatenlos herum, weil ich eigentlich gar nicht in diese Welt gehörte.
Meine Welt... Im Grunde gehörte ich ins Reich der Dunkelheit und Elemente, doch dort lebte niemand mehr. Im Himmelsreich lebte der andere Teil meiner Familie, doch irgendwie fühlte ich mich auch dort noch etwas fremd. Vielleicht würde sich das mit der Zeit ja noch ergeben. Eine Weile blieb ich einfach an der Küchentheke stehen und überlegte was ich über die ganze Woche tun könnte. Nach einer Weile fiel mir ein, dass ich immerhin die Kraft bekommen hatte Tore zum Himmelsreich und zurück zur Erde zu öffnen. Und zwar überall hin wo ich wollte. Das würde theoretisch bedeuten, dass ich mir alle Orte dieser Welt ansehen könnte... Die Idee gefiel mir.
Mit einem breiten Grinsen hob ich meinen Elementstein empor und öffnete mit meinen neuen Kräften ein Portal ins Himmelsreich. Alleine würde dieser Ausflug keinen Spaß machen, das war schonmal sicher.
Natürlich hätte ich Aris oder Reeza nach ihrer Begleitung fragen können, doch ich hatte ein anderes Ziel. Dieser unverschämte Engel, an dessen einsames und trauriges Gesicht ich mich noch zu gut erinnern konnte. Ich hatte Elohim versprochen eine gute Freundin zu sein und ihn nicht alleine zu lassen. Dies wäre die beste Gelegenheit ihn wiederzusehen. Nach dem Kampf gegen Chamuel wollte ich mich von ihm verabschieden, doch dann sah ich ihn mit Destinia zusammen und entschied einfach ohne Worte zu gehen. Warum mir der Anblick nicht gefiel weiß ich bis heute nicht genau. Ich konnte das Gefühl welches ich in diesem Moment spürte nicht einschätzen. Es war wohl einfach die Tatsache, dass ich ihn die ganze Zeit für mich hatte und dieser Zustand mit einem mal endete. Welch kindisches Verhalten. Mein schlechtes Gewissen meldete sich bereits im Hinterkopf.
Im Himmelsreich angekommen machte ich keine weiteren Umwege und lief direkt aus der Stadt heraus zum Brunnen wo Elohim sich immer niedergelassen hatte. Hoffentlich war Destinia nicht bei ihm!
Ich war erleichtert, als ich sah, dass er im Gegensatz zu seiner nervigen Freundin anwesend war. Alleine war er aber trotzdem nicht, denn Lumen hatte sich zu ihm an den Brunnen gesetzt.
„Hallo ihr beiden!“, begrüßte ich sie und wurde erst jetzt bemerkt. Lumen lächelte und Elohim starrte mich überrascht an. „Juline! Du warst ja eine ganze Weile nicht hier“, begrüßte sie mich und lächelte erneut. Gruselig. „Ja, man könnte meinen, das kleine doofe Prinzesschen hatte etwas besseres zu tun gehabt“, grummelte Elohim und wendete sich wieder ab.
„Nein, ich hatte nur mein neues Leben auf der Erde zu organisieren und war im Stress. Aber nun hab ich viel Zeit! Wo wir auch gleich bei meinem Anliegen wären. Ich habe Langeweile.“ „Dann geh was spielen“, gab er motzig zurück ohne mich nochmal anzusehen. Ich ließ mich davon nicht unterkriegen. Dass er ziemlich motzig sein konnte, wusste ich ja bereits.
„Deine Laune ist herrlich heute. Dafür hab ich die beste Lösung! Ich will Verwandte von mir in der Karibik besuchen und wollte fragen ob du mitkommen magst.“ Lumen, die uns die ganze zeit schweigsam beobachtete strahlte ihn an: „Das klingt doch fein! Du könntest mal etwas Abwechslung vertragen. Meiner Meinung nach ist das einer der schönsten Orte der Erde!“ „Gibt es eigentlich auch irgend einen Ort wo du keine Verwandten hast?“, gab er nur frech zurück.
Ich stemmte die Hände in die Hüfte: „Wahrscheinlich nicht! Also? Kommst du nun mit? Wir müssen auch nicht ewig da bleiben.“ Jetzt guckte er mich nachdenklich an und seufzte.
„Ich glaube nicht, dass das eine gute Idee wäre. Abgesehen davon, dass ich mich frage warum gerade ich mit zu deiner skurrilen Verwandtschaft kommen soll, gibt es noch Destinia, der die Idee ganz bestimmt nicht gefallen wird.“ Mir fiel darauf keine Antwort ein. Schien fast so als müsste ich mir doch jemand anderes suchen, doch Lumen grinste und stellte sich neben mich: „Ich finde die Idee weiterhin vorzüglich. Ihre menschlichen Verwandten sind außerordentlich... interessant... Seltsam, aber nett. Was ist hier auch schon normal? Und wegen Destinia mach dir mal keine Sorgen. Mir fällt da schon etwas ein. Du sitzt hier den ganzen Tag und langweilst dich, du solltest wirklich mal etwas erleben.“
Einige Sekunden des Schweigens vergingen und er schnaufte genervt. Auch mir fiel noch ein Argument ein um ihn dazu zu bewegen mich zu begleiten.
„Hmm! Praktisch bist du mein Untergebener... Rangordnung und so... Ich werde es dir einfach befehlen. Ich brauche Begleitschutz. Du bist wie dafür geschaffen.“ „... Ha-ha“, entgegnete er wenig begeistert und raffte sich müde auf. Nach einem ausgiebigen Gähnen und Strecken musterte er mich grimmig: „Ja gut... Dann gehen wir halt.“ „Yeah, super!!!“, jubelte ich und sprang vor ihm herum wie ein kleines Kind.
„Karibik also...“ „Ja! Mach dich locker, das wird total klasse! Wir werden Spaß haben! Sonne, Strand, Meer. Ich kann es kaum noch erwarten!“ „Fuck...“
Lumen entfernte sich ein paar Schritte und erschuf ein Portal das zur Erde führte. „Hier, damit ihr nicht erst die Koordinaten herausfinden müsst.“ „Ich dachte Elohim würde sie auch kennen“, antwortete ich verwundert. „Nein, abgesehen von den paar Tagen vor dem Kampf gegen Chamuel, war er noch nie auf der Erde.“ „Wozu auch?“, fragte er trotzig und lief ohne weitere Worte durch das Portal.
Lumen schnaufte kurz und zuckte mit den Schultern bevor sie liebevoll lächelte: „Ich wünsche dir viel Spaß mit ihm.“ „Wir werden schon miteinander klar kommen“, antwortete ich zuversichtlich und konnte mir ein Kichern nicht unterdrücken. Es war ja nicht das erste mal wo ich Zeit mit ihm alleine verbrachte. Ich erinnerte mich an meinen ersten Abend im Himmelsreich, den ich mit ihm am Brunnen verbrachte. Da haben wir miteinander gelacht und uns wirklich gut unterhalten. Und nun wollte ich mir diesen Ort wirklich gerne anschauen. Rick und Chann hatten während ihrem Besuch bei uns so viel davon berichtet.
„Was? Du willst mit mir Urlaub in der Karibik machen? Bist du bescheuert?“, hatte Adriano letzt gesagt, als ich ihn danach fragte. Er meinte es sei zu teuer, wir müssten einen Flug und ein Hotel buchen und das würde sich auch nur für 1-2 Wochen lohnen. So viel Zeit hätte er aber gerade jetzt nicht. Auch meine Freunde meckerten wegen Zeit und Geld. Also blieb mir diese Lösung. Wir brauchten kein Geld für ein Flugticket oder Hotel, da wir jederzeit durchs Himmelsreich zurück reisen könnten. Und wenn jemand viel Zeit hat, dann Elohim.
Nun ging auch ich durch das Portal und spürte schon in der nächsten Sekunde diese herrliche Meeresluft, die ich auch schon von Orlando kannte. Doch hier war es anders. Es war ruhig, denn hier waren kaum Menschen. Zum Glück war das Portal recht versteckt hinter einem Gebüsch erschienen. Der warme Wind wehte mir durchs Haar und sogleich hörte ich das Rascheln der Palmen hinter mir und das Rauschen der Wellen. Nach einem tiefen Atemzug öffnete ich wieder die Augen und sah Elohim, der etwas voraus gelaufen war und zum Meer hinaus starrte.
„Ist es nicht herrlich hier?“, fragte ich ihn und zog meine Schuhe aus um den Sand zwischen meinen Zehen zu spüren. „Es ist warm... so... warm...“ Erst jetzt fiel mir auf, dass er ja seinen langärmligen Mantel trug, weshalb ihn die wenigen Leute, die hier herumliefen seltsam anstarrten.
„Dein Outfit ist auch nicht wirklich geeignet für einen Strandurlaub.“ „Tja... Ich hatte auch keine Zeit mich auf einen Strandurlaub vorzubereiten“, antwortete er und guckte mich vorwurfsvoll an während er seinen Mantel auszog.
„Wir könnten Badesachen kaufen gehen. Ich hab noch ein paar Dollar einstecken.“ „Badesachen!?“ „Klar! Hihi! Und dann gehen wir meine Urgroßeltern suchen.“ „Nein!?“ „Warum nicht?“ „Ich zieh doch keine Badehose an!“ Er schien es ernst zu meinen, denn sein Tonfall wurde aufbrausender.
„Komm schon, du trägst ein Shirt und ne lange Jeans. Barfuß hier zu laufen fühlt sich großartig an!“ „Es sind gefühlte tausend Grad Celsius, man verbrennt sich höchstens.“ „Langweiler! Komm! Wir gehen jetzt Badezugs kaufen. Später will ich schwimmen gehen.“ „Warum?“
Ich starrte ihn ungläubig an und er sah aus als hätte ich ihn missbraucht. Genervt schnalzte er mit der Zunge und folgte mir über den kleinen Weg, der durch den Sand grade so zu erkennen war. Nach einigen Minuten kamen wir an einem weiteren Strandabschnitt an, der belebter war. Dort ragte ein riesiges weißes Gebäude hinter den Palmen empor. Diese riesigen Hotelanlagen kannte ich schon von zu Hause. Reihenweise standen sie direkt am Meer mitsamt ihren Pools und Bars. Dieses hier war kaum anders. Der Durchgang vom Strand zum Grundstück zeichnete sich durch eine Lücke im Holzzaun der von Hibiskusbüschen verziert wurde.
„Meinst du wir können uns als ganz normale Hotelgäste ausgeben?“, fragte ich Elohim und fühlte mich beflügelt von den vielen neuen Dingen die von mir entdeckt werden wollten.
„Guck uns an, natürlich nicht. Guck mal, das da sieht aus als könnte man einkaufen. Wie nennen die Menschen das nochmal? Kiosk?“ „Ja! Ein kleiner Strandshop. Komm!“
Mit wenig begeistertem Gesichtsausdruck folgte er mir zum Laden in den wir rein gingen. Der Verkäufer war ein jüngerer Kerl im Hawaii-Hemd. Wahrscheinlich fielen wir ihm direkt durch unsren ungewöhnlichen Look auf. „Hi!“, begrüßte ich ihn simpel. Elohim sagte gar nichts und sah sich gelangweilt um. „Muss ich mir sowas kaufen?“ „Ja! Oh! Bikinis!“ „Bikini? Ein einfacher Badeanzug tut's doch wohl auch.“ „Spießer! Der hier ist süß. Oder?“ Ein leicht verlegener und kurzer Blick folgte: „Geht.“ Dann sah er sich weiter Badeshorts an. Die schlichteste von allen nahm er sich. Sie war schwarz und hatte zwei blaue Streifen an der Seite.
„Die da drüben sind auch cool.“ „Hauptsache billig. Passt.“ „Hm okay... Wenn du sagst, dass der Bikini hier geht, dann nehm ich ihn.“
Schnell gingen wir zu dem Typen an der Kasse, der mich von oben bis unten musterte.
„Süßes Kleidchen, sowas hab ich hier noch nie gesehen.“ Ich trug wie immer mein weißes Kleid dessen Röckchen von oben nach unten immer pinker wurden. Verlegen kicherte ich und legte meinen Bikini auf die Theke. Er guckte kurz zu Elohim und fing an zu nuscheln: „Dein Freund?“ Elohim, der es genau gehört hatte grinste und legte seine Shorts dazu: „Nein.“
„Gut... Hey Süße, hast du Lust auf ein Date?“, fragte er mich nun und streckte mir den Arm entgegen. In seiner Hand hielt er einen Zettel auf dem wohl seine Handynummer notiert war. Mein Kopf fühlte sich an als würde er rot werden und mir fiel gar keine spontane Antwort ein. Elohim grinste und nahm ihm den Zettel ab. „Ey!“ „Die Faust ihres Freundes wird bestimmt an einem Date mit dir interessiert sein. So und jetzt mach deinen verdammten Job und kassier uns endlich ab.“
Leicht erschrocken zog er unsere neuen Klamotten über den Scanner und winkte uns nervös hinterher. Draußen musste ich erstmal über Elohim's Drohung lachen und stellte mir vor was Adriano dazu sagen würde. Oder eher seine Faust wenn er dem Typen dann jemals begegnen würde. Aber ich schätze, falls ich Adriano überhaupt etwas von unsrem Urlaub hier erzählen würde, dann würde ich Elohim durch Aris ersetzen um ihn nicht eifersüchtig zu machen.
„Hey! Da hinten sind Kabinen! Los, ziehen wir uns um!“, schlug ich vor als ich mich weiter umsah und sie bemerkte. Er schnaufte und schenkte seinen Shorts ein weiteres mal skeptische Blicke.
„Du bist ziemlich verklemmt oder?“, fragte ich ihn spaßhalber. „Und du sagst wohl immer grade das was du denkst, wie?“ „Meistens. Sei nicht so schüchtern. Ich denke nicht, dass du irgendwas verstecken müsstest.“
Freudig rannte ich zur Kabine mitsamt meinem Bikini und verschwand darin. Er passte perfekt, doch das Höschen wirkte etwas knapp. Hoffentlich würde beim Schwimmen nichts verrutschen, dachte ich mir und fühlte mich etwas unwohl bei der Vorstellung.
Noch einmal kontrollierte ich ob alles richtig sitzt und zupfte das Höschen ein weiteres mal zurecht bevor ich wieder raus ging. Meine andere Kleidung konnte ich mit meinem Stein ganz einfach verschwinden lassen. Ein Glück, das wäre sonst ziemlich lästig gewesen.
Draußen wartete Elohim bereits. Er hatte sich an eine Palme gelehnt und die Arme verschränkt. Sein Anblick machte mich verlegen und ich hoffte, dass er meine Blicke nicht bemerkte. Ich konnte es nicht vermeiden ihn anzustarren weil ich ihn bisher noch nie so leicht bekleidet gesehen hatte. Ich sollte Adriano dazu zwingen wieder Sport zu machen. Er hatte auch mal bessere Zeiten.
Elohim guckte mich nur kurz an dann wendete er seinen Blick ab: „Du bist ja doch 'ne Frau. Aber fett...“ „WAS!?! FETT!? DU UNVERSCHÄMTES... BEHINDERTES... ARSCHLOCH!!!“, keifte ich herum und prügelte auf seinen Oberarm ein. Nachdem ich mich abgerackert hatte und er nur darüber lachte trat ich ihm nochmal gegen sein Bein: „Du bist auch fett! Du fetter Sack! Dein Oberarm ist so wabbelig, dass du meine Schläge nichtmal bemerkst!“ „Aaaahja. Wohl eher weil du wie eine Vierjährige schlägst, Prinzessin.“ „Halt's Maul! Ich beiß dir den Kopf ab!“ „Okeee.“
Nachdem wir uns endlich wieder eingekriegt haben, guckte ich mich um und versuchte herauszufinden wo Rick und Chann ihre Strandbar hatten.
„Raik hat mir erklärt dass die Strandbar hier irgendwo sein muss.“ „Vielleicht hat Lumen uns an den falschen Ort geschickt.“ „Traust du ihr das... Okay, möglich. Lass uns einfach mal weiter laufen, sicher ist es hier in der Nähe. Oh man das wird genial! Heute Abend plündern wir erstmal die Cocktail Bar und dann feiern wir bis in die Nacht!!!“
Er ließ meine Aussage kommentarlos stehen und folgte mir weiter durch den Sand. Die Zahl der Urlauber, denen wir begegneten nahm zu und irgendwann sahen wir eine Strandhütte in der Ferne. Das könnte es sein!
Als wir näher kamen sah ich, dass wir wirklich angekommen waren. Chann und Rick standen fleißig hinterm Tresen und verteilten gut aussehende Drinks an die Gäste. Dabei schienen sie viel Spaß und gute Laune zu haben.
Mein Herz schlug schneller. Als sie die vier Wochen zu Besuch waren hatte ich sie öfter gesehen und sehr lieb gewonnen. Nun konnte ich mich auch nicht mehr halten und fing an zu rennen.
„Chann!!! Rick!!!“, rief ich als nur noch wenige Meter fehlten. Sie wurden auf mich aufmerksam und Rick duckte sich erstmal. „Heeeey!“, empfing mich Chann mit einem strahlenden Lächeln und kam hinter der Theke vor um mich in ihre Arme zu schließen. „Puh, nur Juline“, hörte ich Rick im Hintergrund sagen. „Wo kommst du denn her? Hast ja gar nicht gesagt, dass du uns besuchen kommst! Heeeey und Adriano hast du auch... Eh...?“
Ich lachte verlegen und beobachtete Chann, die zu Elohim lief und ihn skeptisch musterte. „Moment mal, du siehst zwar aus wie mein Enkel aber die blauen Augen liegen eindeutig nicht in der Familie.“ Eigentlich hatte ich irgendeinen unhöflichen Spruch erwartet, aber der kam nicht. Er starrte sie einfach die ganze Zeit an und sagte gar nichts. Absolute Funkstille zwischen den Beiden. „Ähm... Chann, das ist Elohim. Einer meiner Freunde. Um genau zu sein der Engel der uns gerettet hat und Aquarienne's Sohn.“ „Aquariennes... Dann bist du... Der große Wassergott!?“, fragte sie begeistert und bekam funkelnde Augen. Ehe sie eine Antwort bekam warf sie sich in den Sand auf die Knie und betete ihn an.
„Chann!?“ „Was zur... Sie hatten Recht. Deine Verwandtschaft ist eigenartig“, sagte Elohim nun etwas unbeholfen. Leicht beschämt guckte ich zu Rick und den Urlaubern, die uns fassungslos anstarrten.
„Chann, jetzt steh auf, das ist ja peinlich!“ „Oh, sorry! Aber er ist so... wow!“ Elohim ging ein paar Schritte zurück und war sprachlos. „Gehen wir zur Bar? Wir sind hier nur kurz zu Besuch. Sind durch's Himmelsportal gereist und so.“ „Gut! Was wollt ihr trinken?“, fragte Chann entzückt und legte ihren Arm um meine Schulter. Elohim lief und mit einem kleinen Abstand hinterher. Die Situation schien ihm deutlich unangenehm zu sein.
~ Elohim ~
Worauf hatte ich mich nur eingelassen? Diese Chann war der erste Assistant meines Elements und sie sah verdammt nochmal aus wie meine Mutter... Als wäre sie wiederauferstanden und in die Karibik ausgewandert. Es machte mich nervös. Ihren Anblick konnte ich kaum ertragen.
Dennoch konnte ich unmöglich einfach gehen, also versuchte ich mich zusammenzureißen und setzte mich an der Bar neben Juline, die sich ausgiebig mit den Beiden unterhielt.
„Wie war dein Name nochmal?“, fragte Rick, der grade den nächsten Drink anrichtete. „Elohim.“ „Schatz, du musst dir den Namen gut einprägen!!! Der Kerl ist unser großer Anführer und daher von höchster Wichtigkeit.“ „Übertreib doch... Hahaha!“ Rick war mir sympathisch. Er dramatisierte nicht alles gleich so wie seine Frau. „So, Elohim. Magst du was trinken? Irgendeinen Wunsch?“ „Keine Ahnung...“ „Gib ihm ne Pink Colada!“, schlug Juline vor und lachte. Ich legte meinen Kopf in meine Arme und seufzte. Rick, der ebenfalls lachen musste, machte mir einfach diesen pinken Cocktail und stellte ihn mir vor die Nase.
„Er sieht nicht nur aus wie Adriano, er benimmt sich sogar komplett so.“ Diese Bemerkung ließ er sich wohl nicht nehmen. Ich wusste, dass es unangenehm werden würde, wenn ich auf ihre Familie treffe. Lustlos trank ich von der pinken Brühe, die nach purem Zucker schmeckte und guckte zu Juline, der die Aussage ebenso unangenehm war.
„Nun... Um es einfach zu erklären. Lumen hat Kacke gebaut und aus Adriano und mir Zwillinge gemacht.“ „Wie?!“, fragten beide nun ziemlich irritiert. Chann nahm ihren Finger ans Kinn und überlegte: „Aber... Adriano ist doch schon ein Drilling. Seine Geschwister sind Fabio und Jade.“ „Mag sein, sie hat ihn mir einfach hinterher geworfen. Mit den anderen Beiden habe ich nichts zu tun. Belassen wir es einfach dabei.“ „Das stelle ich mir grade bildlich vor – huiii – flieg, Adde, flieg!“ „Rick! Also bitte!“
Er grinste seine Frau frech an und bediente einen weiteren Gast, der gerade dazu kam. Juline musste lachen und versuchte nun das Thema zu wechseln: „Und ihr lebt hier gut? Ich finde es bewundernswert, dass ihr schon so lange zusammen seid und immernoch euren Traum lebt.“ „Ja, manchmal ist es schon etwas anstrengend und man fragt sich ob man ewig so weiter machen will. Aber derzeit ist es immernoch das was uns glücklich macht.“ „Fragt hier denn niemand warum ihr nicht älter werdet?“ Chann kicherte nun: „Och, die Leute kommen und gehen. Hier hat niemand mit uns längere Zeit zu tun. Und Rick weiß wie man an gute Papiere ran kommt“, erwähnte sie beiläufig.
Lange zusammen sein und ewig den gemeinsamen Traum leben. Ich guckte auf mein Getränk, das nun halb leer war, und dachte an Destinia. 4000 Jahre... Was war nochmal unser gemeinsamer Traum?
„Hey! Habt ihr beiden Hunger? Wir bieten unseren Gästen auch Leckereien an! Hausgemacht!“ „Wir sind Engel, wir essen nicht wegen Hunger.“ „Egal! Probiert mal!“ Sie holte einen Kuchen aus der Kühltruhe und stellte jedem von uns einen Teller davon vor die Nase. Ihr Lächeln faszinierte mich und machte mich traurig zu gleich. Genau so sah das Lächeln meiner Mutter aus, bevor sie mich verlassen hat.
„Oh, keine Angst! Rick hat diesen Kuchen gemacht.“ „Hahaha! Kochen und Backen liegt mir auch nicht so. Adriano findet mein Essen scheußlich.“ „Wirklich? Dann soll er selbst kochen lernen. Rick kocht auch immer.“ „Er hat dafür keine Zeit, sagt er.“ „Hm... Sein Pech. Der verwöhnte Bengel... Dann muss er halt bei seiner Mutti nach Pizza und Pasta fragen.“
Ich probierte ein Stück und bemerkte, dass es sich dabei um Zitronenkuchen handelte. Lumen brachte solchen oft von der Erde mit weil sie wusste, dass es das einzige war, das ich mochte. Dieser hier war der Beste, den ich jemals probieren durfte. Dabei vergaß ich sogar meine schlechte Laune und konnte nicht mehr aufhören ihn zu vernichten.
„Na schau! Der ist auch ohne Hunger süchtig danach, hihi.“ „Fresssack!“, sagte Juline hämisch und nahm sich auch ihr Stück vor. „Du solltest die Finger davon lassen, du bist sowieso schon zu fett“, antwortete ich und nahm ihr das ganze Stück einfach weg. Bis sie mich aufhalten konnte war es längst in meinem Mund. „Du bist... so... gemein, gemein, gemein und GEMEIN!!!“ „Nein, ich hab dir einen Gefallen getan.“ „AAAAHHHHH!“ „Ja, du könntest echt einer meiner Söhne oder Enkel sein! So ein kleiner Fiesling!“, kicherte Chann erneut und kniff mir nun in die Wange. Langsam wurde mir das etwas zu viel. Ich bemerkte wie mich ihre Anwesenheit immer trauriger und bedrückter machte.
„Ich glaub ich hau mich da vorne etwas in den Sand und ruh' mich aus“, sagte ich nachdem ich schnell noch das Getränk leer trank. „Ich bleib noch hier, okay?“ „Jaja.“ „Hier! Der Sand ist sonst zu heiß! Und das hier noch, sonst kriegst du nen Sonnenbrand!“ Chann eilte herum und drückte mir ein Handtuch und Sonnencreme in die Hand. „Bauch ich nicht...“ „Doch! Doch, wehe du benutzt es nicht!“ „Ist ja gut!“ Fassungslos und irgendwie überrascht nahm ich den Kram mit mir. „Hey!!! Und wenn du Schwimmen gehst, vergiss die Schwimmflügel und den Rettungsring nicht!“, rief mir Juline hinterher. „Halt's Maul!“, antwortete ich und machte mich vom Acker. Ich konnte meine Laune nicht mehr verbergen, deswegen wollte ich nur noch alleine sein.
Als ich weit genug weg war warf ich das Handtuch auf den Boden und legte mich auf den Bauch. Meinen Kopf vergrub ich wieder zwischen meinen Armen und ich schloss die Augen, die mich sowieso schon nervten weil sie anfingen zu brennen.
Sie bemutterte mich als wäre ich eins ihrer Kinder obwohl sie mich vorher noch nie gesehen hatte. In ihrem Gesicht sah ich meine Mutter, die ich nie kennenlernen durfte und nur ein einziges mal für einen kurzen Augenblick sah. Der Wunsch danach so jemanden zu haben erdrückte mich.
Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn sie nicht gestorben wäre? Wenn sie mich nicht ausgesetzt hätte, weil sie keine andere Walh mehr hatte... Hätte sie sich dann auch so fürsorglich um mich gekümmert? Mich vor den anderen Engeln beschützt? Oder mir leckeren Zitronenkuchen geschenkt? Vielleicht hätte sie mir etwas über Nächstenliebe beibringen können. Oder ich hätte es automatisch erfahren mit jeder Umarmung die sie mir gegeben hätte... Vielleicht wäre ich dann nicht so einsam gewesen.
In meinen Gedanken versunken hörte ich das Lachen von Kindern und dachte ich träume von meiner Kindheit mit Destinia. Doch dann öffnete ich leicht die Augen und guckte nach vorne wo ein paar Kinder im Meer spielten. Sie waren so glücklich und ausgelassen. Einige Zeit beobachtete ich diese Kinder. Je länger ich zu ihnen sah, desto mehr Wut verspürte ich. Glückliche Kinder... Lachende Kinder... „Haltet doch einfach alle die Schnauze...“, grummelte ich leise, hob meine Hand etwas an und erschuf eine kleinere Welle, die die spielenden Kinder ans Ufer spülte. Sie waren so erschrocken, dass sie über den Sand zu ihren Eltern rannten. Endlich Ruhe... Zufrieden grinsend legte ich den Kopf wieder nieder. Ich wusste gar nicht wie lange ich in der Sonne lag, aber als ich wieder wach wurde fühlte sich mein ganzer Körper wie eine Frikadelle in der Pfanne an. Ich hätte diese dämliche Creme doch benutzen sollen. Klasse... Ein Engel mit Sonnenbrand.
Langsam richtete ich mich auf und machte mich auf den Weg zurück zu Juline und den anderen. Von ihr gab es jedoch keine Spur, nur Chann und Rick waren dort.
„Du meine Güte...! Du siehst aus wie ein Hummer im kochenden Wasser!“, bemerkte Chann und lachte mich anschließend aus. „Sexy! Du hast jetzt aber nicht die ganze Zeit in der Sonne gelegen?“ „Natürlich nicht!!!“ … Natürlich doch. „Wo ist die doofe Nuss hin?“, fragte ich und guckte mich um.
„Da hinten! Die ist baden gegangen“, antwortete Rick und zeigte aufs Meer, wo man Juline plantschen sah. Plötzlich merkte ich einen brennenden Schmerz auf der Schulter und schreckte auf. Chann, die mit ihrem Finger an meinem Sonnenbrand rumgepiekst hatte lächelte mitleidig: „Du könntest Buttermilch drauf schmieren... Dafür gibt’s aber auch Cremes.“ „Kannst du mal endlich damit aufhören?“ „Womit?“ „So zu tun als wärst du meine Mutter! Ich werd schon nicht dran verrecken!“ „Tut mir leid.“
Und schon fühlte ich mich schlecht weil ich sie angemeckert hatte. „Ich werd noch ein bisschen Verschwinden. Aber... Gibt's noch von diesem Kuchen?“ „Äh... Ja. Hier, kriegst noch ein Stück“, antwortete Rick. „Ich nehm alles. Juline bezahlt später, wenn ihr dafür Geld wollt.“
Sie guckten mir etwas überrascht hinterher und ich verschwand mitsamt dem Kuchen hinter nem Zaun und Hibiskusbüschen. Nennen Menschen sowas Frustfressen? Wenn ja, dann war es genau das. Zum Glück war Destinia weit weg, sonst würde sie mir den Kuchen ins Gesicht hauen und mich anmeckern von wegen Verschwendung. Welch Ironie das doch wäre. Ich verschlang den Kuchen mit großen Stücken und versuchte mich damit besser zu fühlen. Es funktionierte aber nicht richtig. Oh wäre ich doch einfach nur im Himmelsreich geblieben.
„Aha! Da bist du!“ „Nein! Nicht ins Gesicht!“, antwortete ich Reflexartig und duckte mich. Erst dann bemerkte ich, dass es nur Chann war und nicht meine überaus wütende und zickige Freundin.
„Was ist los mit dir? Seid ihr Engel alle so verklemmt? Also Luzifer hab ich anders in Erinnerung. Der war äußerst charmant als er mit uns in Jenn's Wohnzimmer saß und uns den Wodka weg gesoffen hat.“ „Der ist ja auch ein Trottel.“ „Hihi! Ich mag ihn. Also? Hab doch mal Spaß!“
Ich stellte den Kuchenteller ab und lehnte mich seufzend gegen den Zaun während sie sich einfach ungefragt daneben setzte.
„Ist es weil ich so wie sie aussehe? Das tut mir leid für dich. Ich bin mir sicher, dass sie nicht gewollt hätte, dass du so traurig wegen ihr bist.“ „Was weißt du schon... Ich glaube manchmal wäre ich lieber sterblich. Dann könnte ich alt werden, irgendwann einfach draufgehen und sie dann im Jenseits endlich wieder sehen. Aber mit einem unendlich langen Leben passiert sowas leider nicht.“ Chann lächelte wehmütig und guckte dann zum Himmel: „Mein geliebter Sohn starb vor einigen Jahren. Es ist jetzt über 25 Jahre her. Doch fühlt es sich an wie gestern. Ich vermisse ihn und natürlich denke ich auch, dass ich ihn vielleicht wiedersehen könnte, wenn ich sterben würde. Als Assistant lebe ich auch ewig, es sei denn jemand tötet mich. Also kenne ich diese Situation zu gut. Clyde hätte nicht gewollt, dass ich für immer wegen ihm weine. Seine Zwillingsschwester und mein anderer Sohn sehen fast genauso aus wie er. Aber ich bin glücklich wenn ich die Beiden sehe, weil es fast so ist, als wäre ein Teil von ihm da. Verstehst du? Mach Aquarienne glücklich indem du einfach mal öfter lachst und Spaß hast. Egal wo sie ist, sie wird sich darüber freuen.“
Mir fehlten die Worte bei dieser Aussage. Chann stand auf, lächelte mich zuversichtlich an und streckte mir die Hand entgegen um mich auf die Beine zu ziehen.
„Jetzt geh zu Juline und ärger sie etwas, sie hat es zu Hause wohl nicht ganz leicht und könnte Ablenkung vertragen. Rick und ich machen jetzt auch erstmal Mittagspause.“ „Ähm... Danke.“ „Gern geschene, oh großer verbrannter Wassergott“, antwortete sie hämisch und verbeugte sich lachend. Schmunzelnd folgte ich ihr und fühlte mich nun viel besser.
Aufgeheitert von ihren Worten rannte ich durch den Sand direkt zum Wasser, wo Juline nach Muscheln suchte. Als sie mich sah, strahlte sie – aber nicht lange.
„Hey da bist du... ahhh... AAAAAHHH!!!!“, schrie sie herum wie ein kleines Mädchen als ich sie laut lachend packte, herumschleuderte und ins Wasser warf.
„Waren in dem Kuchen irgendwelche Drogen drin?“ „Nein, aber wenn ich dich krieg, fliegst du noch mal!“ „WAS!? NEIN!“ „Oh doch, ich weiß dass du es auch willst!“ „Du zweideutiges pervers Arschloch! Lass mich!!! AAAHHH! HAHAHA!“
Lachend versuchte sie vor mir zu fliehen, doch im Wasser war sie mir natürlich deutlich unterlegen.
Den Mittag verbrachten wir mit herumalbern, uns ärgern und dann doch nochmal Muscheln sammeln. Sie meinte sie würde sie alle gerne mitnehmen. „Und wohin tust du die dann alle?“ „Zu Adriano in die Badewanne! Hahaha!“ „Leg sie ihm unter's Bettlaken. Für einen erholsamen Schlaf.“ „Hach... Es ist so schade, dass ihr wohl keine Freunde werdet. Ihr habt den selben beschissenen Humor.“ „Hm... Wer hätte das gedacht“, antwortete ich leicht ironisch. Natürlich hatten wir den... Wir waren genetisch gesehen die selbe Person. Juline bemerkte die Ironie und lief rot an: „Tut mir leid.“ „Ist schon gut. Hey, guck mal wer da wieder ist.“
„NEIN!!! RICK, NEIN, LASS DAS!!!“, schrie Chann und klang dabei wie Juline als ich sie durchs Wasser warf. Rick lachte und zerrte an ihr herum bis sie immer näher zum Wasser kamen. Dann wurde auch sie herumgeworfen. Als sie wieder auftauchte schnappte er sie sich und küsste sie.
„Die beiden sind so süß zusammen!“ „Beneidenswert...“ „Ja...“ Wir guckten uns kurz verwirrt an und gingen dann nicht weiter darauf ein. Ich lief tiefer ins Wasser und ließ mich dort einfach treiben. Mein Element war das Wasser, doch ich war noch nie wirklich schwimmen. Mit dem Wasser in dem Brunnen zu spielen mochte ich immer, aber das hier war so viel besser. Es wurde ganz ruhig um uns. Juline schwamm direkt neben mir herum und entspannte sich auch: „Ich liebe diesen Ort. Ist das nicht ein super Tag?“, fragte sie leise. „Meinetwegen können wir öfter hierher kommen.“ „Genial.“ „Super genial.“ „Mega genial.“ „Hyper mega krass genial.“ „Halt's maul.“ „Okee.“
~ Juline ~
Irgendwann gingen wir wieder aus dem Wasser raus und wanderten zu der Stelle wo Elohim das Handtuch und die Creme vergessen hatte. Als ich sie sah hüpfte ich direkt hin und hob sie ihm vor die Nase: „Cremst du mir den Rücken ein?“ Ich hatte dabei keine Hintergedanken doch irgendwie lief er total rot an. „W-warum fragst du grade mich danach?“ Ich sah mich ziemlich auffällig um und zuckte mit den Schultern: „Weil du mein einziger Kumpel in der Nähe bist? Oder denkst du ich lass mich von Fremden anfassen!?“ „Wenn's sein muss...“ „Tu nicht so als wäre es eine Qual kurz dieses Zeug über meinen Rücken zu schmieren. Eh, ich will nicht so aussehen wie du.“
Genervt schnaufte er und ich setzte mich im Schneidersitz auf das Handtuch. Ziemlich lieblos klatschte er die Creme auf meinen Rücken und fuhr mit den Händen flüchtig und kurz auf und ab. Ich konnte mir das Lachen kaum verkneifen. Natürlich wollte ich ihn etwas ärgern. Grade weil er so schüchtern und verlegen war. „Mhh... ooh... ein bisschen fester bitte.“ „Was?“ „Ach komm, du kannst das doch bestimmt auch besser?“ „Das muss reichen.“ „Ein bisschen mehr Gefühl, Elo. Los, mach weiter.“ „Du kleine verdammte...“ „Ruhig. Weitermachen.“ „Unverschämte...“ „Mhh genau da... aah...“
Plötzlich klatschte er beide Hände auf meinen Rücken und ich zuckte zusammen: „Aaaauaaa was soll das denn!?“, fragte ich erschüttert und mit Tränen in den Augen. „Oh... War ich dir zu liebevoll? Sorry. Äh... Ich glaub ich hab vorhin eine Muschel im Wasser verloren. Ich geh nochmal schauen.“
Grinsend guckte ich ihm hinterher wie er völlig hektisch zum Wasser stürmte und rein sprang. Danach wirkte er erleichtert. Männer... Lustige Wesen. Ich kicherte vor mich hin und ließ mich nach hinten fallen.
Die Zeit verging schneller als ich dachte und bald schon war es Abend. Als die Sonne unterging saßen wir nebeneinander und schauten aufs Meer, das sich orange verfärbt hatte. Es war so unglaublich schön. Wäre ich mit Adriano hier gewesen hätte ich ihn vielleicht nun verführt, aber er wollte ja nicht.
„Würdest du nicht gerne auch mal mit Destinia herkommen?“ „Hmm... Sicher würde sie nicht nein sagen.“ „Ich würde gerne mit Adriano hier Urlaub machen. Aber irgendwie scheint er sich nichts daraus zu machen. Nichtmal als Plan für die Zukunft wenn es zeitlich und finanziell passen würde.“ „Das ist schade...“ „Ach... Die haben alle irgendwie nie Zeit für irgendwas. Seit sie mit der Schule fertig sind machen wir nie etwas zusammen.“ „Wenn du das nächste mal irgendwo hin willst, kannst du mich fragen. Ich hab eh nie... irgendwas zu tun“, antwortete er mit einem leicht frustrierten Unterton.
Am späten Abend fand an der Bar von Chann und Rick eine Beachparty statt. Natürlich waren wir herzlich eingeladen und alle Getränke gingen aufs Haus. Da konnte ich unmöglich ablehnen. Allerdings wusste ich welche Wirkung Alkohol auf mich hatte. Ich musste mich unbedingt zusammenreißen! Da es kälter wurde zog Elohim sein Shirt wieder an und ich bekam ein Kleid von Chann geliehen. Ich war entzückt, denn es war pink. Rund um die Bar lief gute Musik, viele gut gelaunte Menschen waren anwesend und Fackeln beleuchteten den Strand. Manche saßen direkt an der Bar, andere waren am Tanzen oder lagen im Sand und knutschten miteinander rum.
~ Elohim ~
Die vielen Menschen um mich herum nervten mich etwas... Je mehr davon kamen, desto unwohler fühlte ich mich. Aber Juline wollte unbedingt auf diese Party, also gingen wir halt dort hin. Anfangs saßen wir zusammen direkt an der Bar wo Chann und Rick alle Hände voll zu tun hatten. Herzhaft trank Juline einen Cocktail nach dem Anderen, während ich mich etwas zurückhielt. Mit Alkohol hatte ich keine große Erfahrung, ich wusste nur, dass er böse war. Schon nach dem zweiten Glas fühlte ich mich seltsam erheitert und mir war sehr sehr warm.
„Uhh... hahaha, du schwitzt ja schon richtig! Los, trink doch noch einen!!! Ahahaha!“, gröhlte Juline und schob mir ihr Glas hin. Dabei fiel sie fast vom Stuhl. „Ne, und ich glaube du solltest nun auch aufhören.“ „Doch, komm schon! Hihihi! Sei mal locker, das ist lustig!“
Mit einem guten Schwung flog sie mir entgegen und klammerte sich an meiner Schulter fest. Dann kicherte sie erneut, drückte mir das Glas in die Hand und nickte mir zu. Sie war... eine völlig andere... Person?
„Ehhh! Chann? Was mach ich mit ihr?“ „Die pennt schon irgendwann ein. Sorry, keine Zeit!“ Auch Rick hatte zu viel zu tun und ich war auf mich allein gestellt. Ihre herausfordernden Blicke wollte ich aber auch nicht auf mir sitzen lassen. Ach... dann soll's mir egal sein. Einmal locker sein würde ich doch wohl auf die Reihe kriegen!?
Ich erwiderte ihren Blick und trank das Glas auf Ex. Darauf folgten ein paar weitere Drinks bis ich ebenfalls nur noch am Lachen war und mich ganz komisch fühlte.
Juline beobachtete die tanzenden Leute mit Begeisterung und torkelte lachend durch den Sand. Ich fand das so lustig, dass ich hinterher schwankte.
„Isch will au tanzn!“, rief sie mir entgegen, kam zurück gestolpert und schlang ihre Arme um meinen Hals. In unserem Alkoholrausch versuchten wir uns zur Musik zu bewegen, was nicht funktionierte. Schließlich fielen wir einfach in den Sand wo sie mich grinsend anguckte und dann einen Lachkrampf bekam. In dem Moment wo ich im Sand lag, hätte ich eigentlich auf der Stelle einschlafen können, doch dann fielen noch welche über uns und lachten genauso wie Juline.
„Lass weiter machn!“, kicherte sie und stand mit einem großen Schritt auf. Beinah hätte sie sich nochmal in den Sand geworfen, doch irgendwie schaffte sie es stehen zu bleiben. Auch ich stand auf, doch auf tanzen hatte ich irgendwie keine Lust mehr.
„Kannst... ja... noch'n bissel hier bleiben“, sagte ich und lief langsam weg von der Party. Sie tanzte dann einfach mit ein paar anderen Leuten weiter. Mir wurde das dann doch etwas zu viel.
Die Musik war nur noch entfernt hörbar als ich eine Hängematte fand, die an zwei Palmen gespannt war. So viel würde ich nie wieder trinken. Nie wieder... Die gute Laune hatte sich in unendliche Müdigkeit verwandelt und ich fühlte mich erleichtert als ich da lag und leicht hin und her schwang.
Dort ruhte ich mich eine Weile aus und döste vor mich hin während mein Verstand etwas klarer wurde. Lächelnd blickte ich zum Himmel und guckte mir die Sterne an. Ob sie nun glücklich war weil ich heute Spaß hatte?
Mit diesem Gedanken musste ich eingeschlafen sein und wurde erst wieder wach, als ich Juline's Stimme hörte.
„Ahhh hieaa bisuu...“ „Aha... Dass du noch so weit gekommen bist.“ „Hals maul“, sagte sie und ließ sich einfach quer auf mich drauf fallen. Kopf und Beine hingen nun neben herunter und ich darunter. „Ey! So pennt man doch nicht! Wach auf! Leg dich wo anders hin! Das ist meine Hängematte! Man! Du Kuh!!!“ Ich rüttelte sie, doch sie schlief bereits tief und fest. Schließlich resignierte ich und ließ mich zurückfallen. Außer, dass sie quer über meinem Bauch lag war ja nichts. Pff! Naja, wenigstens wusste ich nun, dass sie nicht sonst wo herumlag. Schläfrig guckte ich neben herunter in ihr Gesicht. Sie sabberte und ich verdrehte die Augen. Dämliches Gör... Aber obwohl sie so nervig und peinlich war, fühlte ich mich gut an diesem Tag. Und auch in diesem Moment. Es fühlte sich an wie damals vor langer Zeit – mit Destinia.
Mein Bauch kribbelte. Und das nicht weil ihr Gewicht drauf drückte. Ich dachte mir nichts dabei und fing an über ihren Rücken zu streicheln, wobei mir schnell wieder klar wurde was ich da gerade tat. Sie war so weg getreten. Mit einem sarkastischen Grinsen schlug ich ihr auf den Hintern, was sie nicht bemerkte und gab ihr nochmal einen kleinen Schubs. Ich hätte gerade alles mit ihr machen können. Wahrscheinlich hätte sie sich nicht mal dagegen gewehrt. Doch es wäre falsch... „Dann bleib halt liegen du besoffene Kuh... Hoffentlich ist es gemütlich hier“, nuschelte ich und schlief selbst wieder ein.
„UAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHH!“ Von diesem Schrei wurde ich wieder wach. Ich spürte, dass mein Bauch noch warm war und sie offenbar grade wach wurde. Vom Schock vorne runter gerutscht saß sie auf den Knien im Sand und starrte mich dumm an. „W-w-wieso lagen wir so da!?! Was ist passiert!? DU HAST ES DOCH HOFFENTLICH NICHT AUSGENUTZT?! HAST DU MICH VERFÜHRT!?“ „Nö. Du bist zu fett für meine Ansprüche.“ „FICK DICH!!! Oh Gott, oh Gott...“ „Shaya hilft dir nicht. Du warst stockbesoffen. Dann kamst du angetorkelt und hast es dir hier gemütlich gemacht.“ „Okay... gut... ABER WIESO HAST DU NE MORGENLATTE WENN ICH SO AUF DIR SCHLAF!?“
Ich sah an mir herunter und erschrak so sehr, dass es mich selbst von der Hängematte schlug. „Guck mich nicht so an!!! Perverse!“ „Selber pervers! Mein Hintern tut weh... Was hast du gemacht!?“ „Nix, wahrscheinlich biste drauf gefallen.“
Seufzend richteten wir uns auf und guckten uns um. Was für eine Nacht. Es würde Zeit werden zurück ins Himmelsreich zu gehen.
„Maaaahaaan! Eloooohim, ich hab sooo Rückenschmerzen.“ „Dann schlaf das nächste mal in einer gescheiten Position. Schwer bist du! Ich hab kaum Luft gekriegt. Und wenn du erstmal so da hängst kann man dich keinen Zentimeter bewegen.“ „Heul doch.“
Wir verabschiedeten uns von Chann und Rick mit dem Versprechen bald wieder zu kommen. Ich freute mich irgendwie schon auf den nächsten Ausflug und dachte nochmal an das was Chann mir sagte. Ich würde versuchen in Zukunft glücklicher zu sein. Irgendwie...
Oben im Himmelsreich trennten sich unsere Wege wieder, denn Destinia sollte uns nicht zusammen sehen. Als ich Juline hinterher guckte fiel mir auf wie wehmütig ich mich fühlte und dass ich nicht wollte, dass sie geht. Es machte mir Angst zu wissen, dass mir diese Freundschaft auf Dauer nicht gut tun würde, weil meine Gefühle zu stark wurden.
„Elohim!!! Endlich bist du zurück!“ Destinia kam in meine Arme gesprungen und guckte mich skeptisch an: „Sag mal... Hast du Sonnenbrand? Und... du riechst nach Alkohol! Und... Badehose und Shirt!? Lumen hat mir erzählt du hast endlich mal einen Job angenommen! Ich bin so stolz auf dich! Was musstest du machen?“ „Ach... das... Zwei Wasserassistants haben eine Aushilfskraft in ihrer Bar gebraucht weil sie eine Beachparty hatten. So viel Stress... Ich bin ganz müde. Aber die Bar ist in der Karibik. Der Ort ist klasse! Ich hab dir sogar ne Muschel mitgebracht, schau. Wollen wir da auch mal zusammen hin? Diese ganzen perversen Paare die nur am Knutschen waren haben mich fertig gemacht.“
Verdutzt guckte sie mich an und bewunderte dann ihre neue Muschel, die ich tatsächlich für sie eingesammelt hatte. „Mit mir in die Karibik? Ach Elohim... Wir sind Engel, wir haben keine Zeit dafür. Das wüsstest du, wenn du wie alle Anderen auch mal arbeiten gehen würdest. Wir sind da um Menschen zu helfen und nicht um auf der Erde Urlaub zu machen. Aber danke, sie ist wunderhübsch“, antwortete sie und lief wieder weg. „Pff! Wenn du auch mal arbeiten gehen würdest bla bla bla... Scheiß Sonnenbrand!“
Dies ist also die erste Kurzgeschichte :) Ich denke, dass mir noch viele weitere einfallen werden! Danke für's Lesen, ihr Lieben ♥ Ich würde mich sehr freuen wenn ihr eure Meinung dazu hinterlasst. Was fandet ihr besonders lustig? :3
Engel im Interview
„Guten Tag, die Damen und Herren, ich, die unglaublich geile Naga Iwanov, freue mich heute zwei ganz besondere Gäste begrüßen zu dürfen!
Chamuel und Elohim!
Einige Leute haben mir ein paar Fragen zukommen lassen, welche die Beiden hier beantworten werden. Hallöchen ihr Süßen!“
- Elohim und Chamuel kommen ahnungslos ins Studio. Plötzlich steigt die Raumtemperatur als wären mysteriöse Feuerkräfte im Spiel -
Elohim: „Wieso sind wir hier?“
Chamuel: „Hi, Baby! Ich steh auf rote Haare.“
Elohim: „Alter! Du bist so peinlich!“
Naga: „Uhh das gefällt mir! Setzt euch doch, ihr Schnuckelhasen!“
- Elohim ist sprachlos und starrt Naga verstört an.-
Naga: „Fangen wir direkt mit einer Frage von einer gewissen Lumen an. Ihr seid also Vater und Sohn, richtig?“
- Chamuel grinst Elohim an. Dieser ist zuckt bei der Frage zusammen. -
Chamuel: „Ich weiß nicht ob es so richtig wäre. Angesichts meiner jugendlichen Erscheinung würde ich mich eher als sein Bruder bezeichnen.“
Elohim: „... Ich würde dich eiskalt als Trottel bezeichnen.“
Chamuel: „Och komm schon! Sei nicht so hart... Und wie redest du überhaupt mit mir!?“
Elohim: „Wie es sich gehört. Moment mal, warum fragt Lumen so einen Scheiß?“
- Chamuel's Augen werden feucht -
Naga: „Ich sehe schon. Der sexy alleinerziehende Vater der mit den Spuren der Zeit nicht zurechtkommt... Elohim, es ist völlig normal, dass du so über deinen Vater denkst. Habt ihr beiden schonmal über eine Familientherapie nachgedacht?“
Elohim: „Bitte!?“
Chamuel: „Er bräuchte erstmal eine Einzeltherapie würde ich behaupten. Er ist immer so kalt und aggressiv und...“
Naga: „Jaja...“ - interessiert sich nicht für die tiefgründigen Probleme aus Chamuel's Seele -
- Elohim klatscht Chamuel eine auf den Hinterkopf -
- Schweigen erfüllt die Runde und die beiden Engel erwarten eine neue Frage. Doch Naga packt erstmal ihren Spiegel und Puder aus weil sie leicht ins Schwitzen gerät -
Chamuel: „Ähm..“
Naga: „Hm? OH! Findet ihr nicht auch, dass es furchtbar heiß hier drinnen ist?“
Elohim: „Nö.“ - sitzt im Pullover da -
Chamuel: „Ohja, furchtbar heiß.“ - hofft, dass sie ihre Bluse auszieht -
- Naga öffnet die Bluse ein Stück weiter -
Naga: „Also gut. Ich habe noch mehr Fragen für euch mitgebracht.“
Elohim: „Och nee. Kann ich wieder gehen?“
Chamuel: „Ach wieso denn? Ich beantworte gerne alles! Yeah Baby, 30cm!“
- Elohim schlägt sich verzweifelt die Hand auf die Stirn -
- Naga schmunzelt, geht zu Chamu's Enttäuschung aber nicht weiter darauf ein -
Naga: „Guuut, die nächste Mail kam von einem Herrn Luzifer ~ Sagt. Glaubt ihr an Engel? Ich meine... Gibt es sie wirklich?“
Elohim: „Nicht dein Ernst...“
Chamuel: „Ich glaube nicht an Engel. Ich bin da ziemlich atheistisch eingestellt. Aber sollte es sie doch geben stelle ich mir vor, dass sie sehr alt sind und einen Bart tragen.“
Elohim: - seufzt -
Naga: „Uns wurde mal beigebracht, dass Engel für Schönheit stehen. Ich denke da automatisch an heiße Körper egal ob männlich oder weiblich.“
Chamuel: „Glaub mir, ich denke auch immer an heiße Körper.“
Naga: „Aber nicht wenn es um Engel geht?“
Elohim: „Es gibt sie ja nicht mal!“
Chamuel: „Genau!“
Naga: „Oh schön! Ihr seid mal einer Meinung!“ - ist entzückt -
Elohim: „Darf ich jetzt gehen?“
Naga und Chamuel: „Nein.“
- Naga guckt durch die Runde -
Naga: „Puuuuh... Also ich weiß auch nicht... Es wird immer heißer hier drin. Stört es euch wenn...“
Chamuel: „Tu dir keinen Zwang an.“
- Naga zieht sich ihre Bluse aus und sitzt in einem Shirt da welches ihre gigantische Oberweite betont -
Chamuel: „Wenn du mich fragst, würde ich sagen, du darfst gerne noch mehr ausziehen.“
Elohim: „ALTER! Ihr wollt mich nicht gehen lassen und quält mich mit sowas?“
Chamuel: „Also bitte, Bruder. Dieser Anblick ist wahrlich göttlich und doch alles Andere als eine Qual. Aber ich verstehe, du stehst nur auf kleine Brüste mit pinkem BH drüber.“
- Elohim läuft knallrot an -
Chamuel: „Erwischt. Möchtest du uns noch etwas anderes fragen, Teuerste?“
Naga: „Oh Chamuel, du bist ja so charmant. Meine nächste Frage stammt ebenfalls von diesem Herrn Luzifer. Er fragt: Gibt es diesen Gott eigentlich wirklich?
Elohim: „Nein, Lutz. Es gibt ihn nicht.“
Chamuel. „Punkt.“
Naga: „Ich bin verblüfft! Wie kommt diese Einigkeit auf einmal?“
Elohim: „Ist doch ganz klar. Es gibt ihn nunmal nicht. Oder hat ihn jemals jemand gesehen?“
Chamuel: „Also ich nicht. Was ich nicht sehe, glaube ich auch nicht. Aber ich behaupte er hat geile Möpse. Oh, ist das jetzt ein Tabu-Thema?“
Naga: - schwitzt immer mehr -
- Elohim und Chamuel tauschen erneut Blicke aus -
Naga: „Na gut, wechseln wir schnell das Thema und kommen zur nächsten Frage, die ich von Reeza erhalten habe: „Beschreibt euer Leben nach einem Filmtitel!“Oh, das ist ja gar keine richtige Frage!“
Elohim: „... Ich kenne keine Filme.“
Chamuel: „Ah ich hab einen! Free Willy... Ahahaha! Wenn ich Metatron ab und zu sehe... Zombieland. Oder „Ziemlich beste Freunde“, wenn ich mit Luzifer zusammen bin. Der Kerl ist so behindert.“
Elohim: „... du auch“.
Chamuel: „Zu deinem würde „Freunde mit gewissen Vorzügen“ passen.“
Elohim: „Wieso? Du guckst schon so komisch, Alter!“
Chamuel: „Du solltest ihn dir einfach ansehen, dann weißt du was ich meine. Das schreit förmlich nach einem gemütlichen DVD Abend mit Juline.“
- Elohim versteht die Welt nicht mehr -
Naga: „Das klingt interessant. Lasst uns mal ins Detail gehen.“
Elohim. „Nein. Stell deine nächste dämliche Frage. Ich will endlich gehen. Dein Anblick ist auch nicht grad der beste.“
Chamuel: „Na, na! So benimmt man sich nicht in Gegenwart einer Frau!“
- Naga bemerkt den angehenden Schweißrand an ihrem Shirt und räuspert -
Naga: „Entschuldigt mich einen Moment. Ich bin nach einer klitzekleinen Pause wieder da.“
- Naga verlässt das Studio und lässt Elohim und Chamuel alleine zurück -
Elohim: „Sag mal... Hier drin ist es doch schon ziemlich warm inzwischen. Hast du was damit zu tun?!“
Chamuel: „Ich!? Also ehrlich... Wie könnte ich nur?“
Elohim: „Vielleicht willst du ja, dass sie sich auszieht?“
Chamuel: „Natürlich will ich das. Wer will das nicht?“
Elohim. „Ich zum Beispiel? Nicht jeder ist so hoffnungslos pervers wie du.“
Chamuel: „Hihi.“
-Naga kommt zurück ins Studio und trägt nur noch Unterwäsche -
Naga: „So, meine Hasen. Jetzt kann es weiter gehen.“
Elohim: „Eh... Was?! Aber... aber...“
Chamuel: „... Geil.“
- Chamuels Blicke sind gefesselt -
- Elohim würde gerne irgendwo versinken und schreien -
Naga: „Ich habe hier auch schon die nächste Frage für euch.“
Elohim: „Ja, aber Moment mal... Du hockst hier fast nackt vor uns?!“
Naga: „Richtig.“
Elohim: „Und das ist dir egal!?“
Naga: „Jop. Ich bin so geil, ich hab nichts zu verbergen. Deinem „Bruder“ scheint es zu gefallen.“
Elohim. „Dem gefällt alles was zwei Titten hat. Aber... Findest du das nicht billig!?“
Naga: „Nö.“
Elohim: „Nutte.“
- Naga grinst während Elohim sie grimmig anguckt und Chamuel immernoch im Bann ihrer „Argumente“ ist -
Naga: „Also gut. Können wir nun endlich?“
Chamuel: „Oh ja, wir könnten so vieles, du heiße Braut.“
Elohim: „Einen Scheiß könnt ihr! Ohne mich!“
Naga: - ignoriert das Geschwätz – Shaya aus dem Jenseits fragt: Was würdet ihr tun, wenn ihr einen Wunsch frei hättet?“ Oh das ist eine gute Frage! Ich würde ja gerne mal...“
Chamuel: „Soll das ein Angebot sein, Shaya!? Hörst du mich!?!?!“ - ist Naga voll ins Wort gefallen -
Elohim: „Wie schön wäre es wenn alle einfach mal sterben würden und ich meine Ruhe hätte.“
Chamuel: „Was ein schrottiger Wunsch! Ich wäre gerne für einen Tag eine Frau! Uhhh was würde ich alles tun... Und dann würde ich mich einmal so richtig von Luzifer...“
Elohim: „ALSO DOCH!!!“
Chamuel: „Was?!“
Elohim. „Ich wusste zwischen euch läuft mehr!“
Chamuel: „Wir sind beste Freunde. Zwischen uns läuft genauso viel wie zwischen Juline und dir.“
Elohim: „Der Vergleich ist scheiße!!!“
-Elohim wird schon wieder knallrot -
Naga: „Wo wir dann schon wieder bei den Freunden mit gewissen Vorzügen wären. Hihi.“
Elohim: „Aaahrrr!!! Geht doch alle sterben!... War das die letzte Frage?!“
Naga: „Nein.“
- Elohim versinkt seufzend in seinem Stuhl -
Naga: „Kaum zu glauben, dass es mir immernoch so vorkommt als würde es in diesem Raum heißer und heißer werden! Ich dreh noch durch!“
- Chamuel grinst und erntet finstere Blicke von Elohim -
Naga: „Oh! Eine weitere Frage... Die habe ich sogar per Brieftaube bekommen. Wie... Steinzeitlich. Moment, ich habe Probleme die Schrift zu erkennen. Hat der Ersteller Parkinson oder so!? Also... „Wenn... ihr... einen König stürzen könntet... Wie würdet ihr das... tun?“
Chamuel: „Wie einen Pudding.“
Elohim: „Ba-dumm-tss.“
Naga: „Die Frage stammt von einem gewissen Herrn Metatron.“
Chamuel: „Offensichtlich. Und ich liebe Vanillepudding. Hab ich zum fressen gern.“
Elohim: „Lass mich raten, dein Vanillepudding steht auf Karamellpudding und gemeinsam macht ihr Pudding-Fressorgien?“
- Chamuel quietscht wie ein kleines Fangirl und ballt begeistert die Fäuste -
- Elohim will kotzen -
- Naga versteht nichts davon -
- Metatron hat Parkinson -
Naga: „Eine ganz süße Frage stammt von „der großartigen Destinia“, wie sich selbst bezeichnet.
- Elohim ahnt Schlimmes -
Naga: „Was liebt ihr an euren Freundinnen?“ Wie niedlich!
Elohim. „Ich bin Single. Ernsthaft.“
Chamuel: „Ihre pinken Höschen liebst du.“
Elohim: „Alter, mach so weiter und du stirbst heute noch!!!“
Chamuel: „Was liebe ich an meiner Freundin? Aris ist so derbst versaut im Bett. Das sieht man diesem kranken Stück gar nicht an. Nach außen so super hübsch und gut erzogen aber wehe wir sind alleine im Schlafzimmer... Dann geht sie ab. Ohja und wie.“
Elohim: „Wirklich? Aris? Das kann ich jetzt schier nicht glauben...“
- Elohim hat ein Kopfkino, das er niemals vergisst -
Naga: „Zwei Fragen haben wir noch.“
Elohim: „Na endlich. Ich dachte ich verrecke hier noch.“
Chamuel: „Schade. Wirklich schade. Ich könnte noch viel länger hier bleiben.“
Naga: „Du kannst ja noch etwas bleiben, mein Hübscher“
- Chamuel's Blicke kleben erneut auf ihrer Oberweite fest -
Chamuel: „Aber gerne doch.“
Elohim: „Nix gibt’s. Ich hab hier nicht umsonst gelitten. Du gehst mit!“
Chamuel: „Och menno! Spielverderber!“
Naga: „Wir werden ja noch sehen, nicht wahr? - zwinkert Chamuel verführerisch zu – So, hier ist eine Frage von Chann Coldfire. Oh wie typisch von ihr... - schüttelt mitleidig den Kopf und schnauft - „Kann ich ein Autogramm...“
- Chamuel springt auf und greift sich sofort einen Stift -
Chamuel: „Aber sicher doch! Wo soll ich unterschreiben?“
Naga: „... ein Autogramm von Elohim haben?“
- Chamuel versteinert förmlich und lässt den Stift fallen -
- Elohim grinst und lässt sich einen eigenen Stift bringen -
Chamuel: „Kannst du überhaupt schreiben?“
- Elohim unterschreibt einfach ohne weitere Worte -
Chamuel: „Eh! Ich rede mit dir!“
Elohim: „So. Im Übrigen macht das einen Lebensvorrat Zitronenkuchen, Chann. Können wir jetzt endlich die letzte Frage beantworten und gehen?“
Chamuel: „Nein, können wir nicht! Noch trägt sie Unterwäsche! Es ist noch nicht zu Ende!“
- Naga geht gar nicht darauf ein und zupft sich den schwarzen Spitzen BH zurecht -
Naga: „Die letzte Frage wurde anonym gestellt. Es wird gefragt: Wenn ihr etwas pinkes tragen könntet...“
Elohim: „Oh Juline...“ - seufzt und klatscht sich die Hand erneut auf die Stirn -
Chamuel: „Einen String!!! Einen knallpinken Elefantenstring natürlich!“
Elohim: „Ieh!!!“
Naga: „Oh Gott was eine Vorstellung. Da wird mir ja noch viel viel heißer... Ohhh“
- Aus unerklärlichen Gründen fängt Naga an herumzustöhnen und Elohim will fluchtartig das Studio verlassen -
Chamuel: „Was ist los, Baby!? Hitzeschock?“
Naga: „Uahhh es ist... aaah... so heiß. Ich muss... Der BH muss weg!“
Chamuel: „Oh ja, endlich! Schnell, dann geht’s dir besser!“
- Naga greift sich hinter den Rücken um ihren BH zu öffnen -
- Chamuel starrt gespannt vorne drauf -
- Der BH löst sich -
Unbekannt: „Chamuel!!! Hey, Chamu! Wach auf!“
Chamuel: „W-was?“
- Chamuel öffnet die Augen und guckt Aris an die neben ihm liegt -
Aris: „Ich hatte einen total traurigen Traum und kann nicht mehr schlafen!“
Chamuel: „Es... es war alles... nur ein Traum?!“ - ist fassungslos und entsetzt weil er genau zum schlechtesten Augenblick geweckt wurde -
Aris: „Ja, aber er hat sich so echt angefühlt.“
Chamuel: „Ohja, das hat er...“ - weint -
Aris: „Eh?“
Ende
Also ich muss sagen, dass ich sowas Bescheuertes schon ewig nicht mehr geschrieben habe xD Gott... Es hat Spaß gemacht! Falls ihr euch fragt wie dieser komische Text zustande kommen konnte: Keine Ahnung. Ich hatte auf einmal Lust Elohim und Chamuel mit völlig bescheuerten Fragen zu bombardieren und hab sie dann etwas angepasst. Und Naga? Die hat ja so ziemlich gar nichts mit den Beiden zu tun. Aber als ich meinen Mann fragte wer das Interview führen soll, schlug er sie vor. Meine Reaktion: „Wtf!? Naga? Wieso die?“ … Tja und das fand ich dann so bescheuert und unpassend, dass es schon wieder genial passte xDD Ich danke für's Lesen :3