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Mission Impossible

Johnson auf geheimer Mission!
von

Vorwort zu diesem Kapitel:
Howdy! Bin back! Sorry für die etwas längere Wartezeit, ich kam einfach nicht dazu. Viel privates Zeug, dass mich die letzten Monate in Schach gehalten hat. Kam einfach nicht zum Schreiben. Jetzt hat sich vieles wieder beruhigt und gelegt und ich finde die Zeit, um mich meinem Lieblingshobby zu zuwenden <3
Auch wenn es recht kurz ist, eigentlich sollte es länger gehen, aber ich hab mich dann doch dazu entschlossen, das Kapitel zu teilen. Freu mich über Feedback!

Eure KatieBell :3
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Vorwort zu diesem Kapitel:
Uhuu~ Heute ein längeres Kapitel, dafür dass ich es in den letzten Monaten etwas hab Schleifen lassen ;)
Freue mich über euer Feedback :3
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Vorwort zu diesem Kapitel:
A/N: Hi. Ewig hier nicht mehr dran geschrieben. Ich hab die Story damals angefangen, da mich _Natsumi_Ann_ darum gebeten hatte. Irgendwie hab ich bei dem Kapitel ultra Probleme gehabt, da ich mich an einer Idee festgebissen hatte, die ich nun verworfen habe. Ich weiß nicht, wie schnell ich hier voran komme, da mein Hauptaugenmerk auf der Story Chaos im Kopf fokussiert bleiben wird. Seht das ganze also eher als, "Nebenprojekt", die hin und wieder weiter gehen wird.

Über Feedback würde ich mich dennoch freuen :)
Schreibt auch gerne Ideen rein, vielleicht ist die eine oder andere sogar auch umsetzbar.
Eure KatieBell :3
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Geheime Schriften


 

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„Was zum...“, keuchte Angelina, die nichts ahnend einen Brief auf dem Holzboden des Mädchenschlafsaals gefunden hatte.
 

Verwirrt wandte sie den Brief um. Doch nichts weiter stand drauf. Wieder überflog sie den Inhalt und erst jetzt ratterte es in ihrem Köpfchen. Kitty... Der Brief musste an sie gerichtet sein. Ihre Katie, ihr Schützling, das Küken der Mannschaft... Und sehr offensichtlich war der Absender von einem männlichen Verehrer. Unwiderruflich.
 

Beim nochmaligen hinsehen, stach Angelina das Wort „Date“ ins Auge. Davon hatte Katie gar nicht erzählt. Allgemein hatte die Jüngere bisher kein Wort dazu verloren, dass sie momentan jemanden traf. Und dabei erzählten sie sich immer alles. Dachte sie zumindest.
 

Plötzlich hörte sie Stimmen und Schritte. Fahrig und schnell hatte sie den Brief wieder ins Kuvert zurückgesteckt und diesen einfach auf Katies Nachttisch platziert. Eilig lief sie zu ihrem Bett hinüber, schnappte sich noch eine Zeitschrift aus ihrem Stapel und drapierte sich nichts ahnend halb liegend auf ihrem Bett. Schlug gerade noch rechtzeitig irgendeine Seite auf, als die Tür zum Schlafsaal aufging.
 

Die Dunkelblonde 15-jährige kam herein und schlug die Holztür mit so viel Wucht zu, dass Angelina kurz zusammen zuckte.
 

„Whow... Katie. Die Tür kann am wenigsten dafür, dass du offenbar schlechte Laune hast.“
 

„Oh, sorry, Angie. Ich wusste nicht, dass du hier bist.“
 

„Hab 'ne Freistunde.“, kam es knapp über ihre Lippen, was nicht mal gelogen war.
 

Kräuterkunde fiel aus für die sechste Klasse, weil es wohl einen Zwischenfall mit den Zweitklässler gab. Wahrscheinlich wurde wieder einer Ohnmächtig beim Alraunen umtopfen.
 

„Ach so.“
 

„Wo kommst du her?“, fragte die Schwarzhaarige seelenruhig.
 

„Von Zaubertränke.“
 

„Ist Snape der Ursprung deiner Laune?“
 

„Nein...“, seufzte sie jedoch und setzte sich auf ihr Bett, nachdem sie ihre Schultasche achtlos an ihren Bettpfosten geworfen hatte, „Oliver ist mir gerade im Gemeinschaftsraum über den Weg gelaufen.“, sagte sie und ihre Stimme wurde gefühlt zehn Grad kälter.
 

„Lass mich raten. Er hat dir vom Einzeltraining erzählt.“
 

„Bei dir auch?!“, kam es überrascht zurück und sie bemerkte den Blick auf sich.
 

„Jep. Ich hab ihn gar nicht ausreden lassen und ihn stehen gelassen. Deswegen verkrieche ich mich jetzt hier, bis er weg ist.“
 

„Einzeltraining...“, zischte sie, „Der hat sie doch nicht mehr alle. Ich versinke schon fast in den Hausaufgaben und er will meinen engen Zeitplan auch noch mehr zu quetschen.“
 

„Lass dich da einfach nicht drauf ein, Katie. Auch wenn ich diese Aussage nur ungern treffe, aber Schule geht in der Hinsicht vor. Nicht alle, haben eine Zusage für einen Verein in der Tasche, wie Oliver.“, sagte sie und sah gerade, wie Katies Hand plötzlich zum geheimnisvollen Brief griff.
 

Schnell schaute sie von ihrer Freundin ab und tat so, als würde sie in ihrer Zeitschrift lesen. Doch versuchte sie über den Rand hinaus zu blicken. Sie sah, wie Katie den Brief in die Schublade ihres Nachttisches verstaute und zugleich ein paar Bücher noch dazu draufhaute, bevor sie diese wieder schloss.
 

„Und... sonst so...“, begann sie und versuchte so neutral wie immer zu klingen, „Gibt's was Neues?“
 

„Was Neues?“, fragte Katie und bemerkte abermals den Blick von ihr, so dass Angelina wieder mehr Fokus auf ihr Magazin legte.
 

„Ja... irgendetwas... neues halt.“
 

Es blieb einige Sekunden still, bevor Katies Antwort kam. Als ob sie wirklich kurz überlegen musste.
 

„Ich weiß zwar nicht, ob das interessant ist, aber...“, sagte sie langsam, „... ich habe gehört, dass Fred und George wohl den Aufsatz für Verwandlung von Warrington verhext hatten.“
 

„Wie... verhext?“
 

„Der eigentliche Aufsatz wurde ersetzt durch eine Liebeserklärung an McGonagall...“, kicherte sie leise dazu.
 

„Bei Medusa... nein!?“, kam es verblüfft über ihre Lippen und sah wieder zu ihr auf.
 

„Doch. McGonagall war sehr amüsiert gewesen, muss ich schon sagen. Aber natürlich flog das ganze direkt auf.“
 

„Das sind typische Weasley Streiche. Klar fliegt das auf.“
 

„Das und es waren nur die beiden, die sich im Unterricht nicht mehr ein gekriegt hatten vor Lachen, als Warrington wohl sich um Kopf und Kragen geredet hatte.“, sagte sie, „Jedenfalls haben sie Nachsitzen bei McGonagall.“
 

„Hoffentlich nicht während wir Training haben.“, murmelte Angelina, „Obwohl...“, überlegte sie spielerisch, „Besser wäre es. Dann konzentriert sich Oliver mehr auf die beiden, anstelle mit seinem hirnrissigen Einzeltraining.“
 

„Das wäre gut.“, überlegte Katie, „Das ist aber schon gemein, oder?“
 

„Nein. Wir sind Realisten, Katie... mit ein wenig Hoffnung.“, lächelte sie.
 

Katie zuckte nur mit den Schultern und ließ Angelinas Satz wohl einfach so stehen.
 

„Na ja... ich werd' mal eben duschen gehen und danach direkt zum Abendessen.“, sagte sie dann plötzlich, bevor sie von ihrem Bett aufstand und zu ihrem Kleiderschrank lief.
 

„So früh?“, fragte sie überrascht nach, „Du gehst doch sonst immer erst auf den letzten Drücker.“
 

„Ja... aber heute bin ich echt fertig. Am liebsten würde ich mich gleich ins Bett hauen, aber ich stinke ganz grässlich nach dieser Belladonna-Essenz.“, erklärte sie, als sie sich frische Klamotten raus gefischt hatte und schon auf dem Weg zum Bad war.
 

Doch sie drehte sich noch einmal an der Tür zu ihr um.
 

„Im übrigen, Angie...“
 

„Ja?“, sah sie von ihrem Bett zu ihrer Freundin.
 

„Es wäre vielleicht vorteilhaft, wenn du die Hexenwoche richtig rum halten würdest. Es ist schließlich nicht der Klitterer.“
 

Ertappt sah sie sich das Magazin an und stellte dann fest, dass Katie Recht behielt. Die Tür ging auf und zugleich wieder zu, bevor die Schwarzhaarige laut aufstöhnte...

Klebrige Dusche

Dieser Brief ließ Angelina einfach nicht mehr los, so dass sie Katie den restlichen Abend nicht mehr aus den Augen ließ. Sie hatte extra gewartet, bis sie mit dem Duschen fertig war und war dann mit ihr zusammen zum Abendbrot gewackelt. Zum Essen allerdings kam sie selbst leider nicht so wirklich.

In der großen Halle hatte sie ständig Ausschau gehalten, ob Katie mit irgendwem Augenkontakt aufnahm, aber da war leider nichts auffälliges dabei gewesen. Am Gryffindortisch überlegte sie sich dann, wer Interesse an Katie haben könnte.
 

Zuerst dachte sie an Oliver selbst. Vielleicht war das Einzeltraining nur ein Vorwand gewesen und damit es nicht auffiel, hatte er einfach alle davon in Kenntnis gesetzt. Aber nein. Wenn sie sich den Brief wieder in Erinnerung rief, war das niemals Olivers Schrift. Kaum zu glauben, aber ihr Kapitän hatte eine sehr saubere Schriftführung. Die Zwillinge hatten ihn öfters aufgezogen damit, weil es viel mehr einer weiblichen Schrift ähnelte. Die Schriftart auf dem Brief... der war unter aller Kanone. Eine Sauklaue. Und auch dieser Spitzname. Kitty. Oliver nannte sie ganz normal beim Namen und sonst nannte sie niemand aus Gryffindor so. Also fiel eigentlich jeder aus ihrem Haus raus. Aber wer war es dann?
 

Ihre dunklen braunen Augen ließ sie erst über den Hufflepuff Tisch schweifen, dann rüber zu den Ravenclaws. Den Tisch der Schlangen, die in ihrem Rücken saßen, schloss sie von vornherein aus. Ein Slytherin war es definitiv nicht. Keiner von denen würde sich mit einer Gryffindor treffen und schon gar keine Liebesbriefe schreiben. Wenn man das denn als Liebesbrief überhaupt betiteln konnte. Geschweige denn würde sich Katie auf so jemanden einlassen. Also blieb es bei den zwei anderen Häusern.
 

Einer von denen musste es sein. Vielleicht Cadwallader? Nein, schüttelte sie innerlich den Kopf. Cadwallader war strange, könnte man sagen. Er hatte eine merkwürdige Angewohnheit, alles in geometrischen Formeln zu legen. Wenn es auch nur die Rosinen aus dem Müsli waren.

Wen gab es da also noch... Finch-Fletchley? Hopkins? Macmillan? Nein, die passten alle nicht so wirklich in das Schema rein. Die Wörter, der ihr Verehrer verwendet hatte, klang ziemlich... direkt. Mit viel Selbstbewusstsein und das war keiner der genannten Dachse.

Wen hatten wir aus Ravenclaw... Boot? Goldstein? Belby? Kurz musste sie bei dem letzten Namen fast ein Würgegeräusch äußern, doch sie konnte sich gerade noch bremsen. Der Kerl war einfach nur eklig. Nie und nimmer konnte das Katies Date sein. Wahrscheinlich wusste der nicht mal wie man das Wort überhaupt schrieb.
 

Angelina seufzte. Egal wie lange sie nun schon über die Gesichter der Adler drüber schaute, war alles nicht so das gelbe vom Ei dabei. Sie sah zu ihrer Linken, an der Katie zwei Plätze weiter saß und sich gerade angestrengt mit Alicia unterhielt. Nur mit halben Ohr hörte sie zu und schnappte Wörter wie Einzeltraining und Quidditch-Fanatiker auf. Es ging also wieder um Oliver.

Dieser war zum Glück nicht am Tisch gewesen. Soweit sie nämlich wusste, war heute ein Kapitänstreffen angesetzt worden. Wahrscheinlich weil Oliver diese Einzeltraining Geschichte voran treiben wollte und das Feld für sich beanspruchen musste, bevor er irgendwen aufs Quidditchfeld zitieren konnte. Das musste natürlich mit den anderen Hausteams abgesprochen werden.
 

Wieder seufzte sie. Wie sie Oliver kannte, würde er das auch durchprügeln. Er verstand sich ziemlich gut mit Diggory und Davies. Natürlich wäre da noch Flint, als Kapitän der Slytherins, der schon immer versuchte vor allem das Team der Löwen zu sabotieren. Aber allein schon wenn die Dachse und die Adler zustimmten, hatte Oliver praktisch einen Freifahrtschein und würde Flint damit überstimmen.
 

Sie hatte wirklich kein gutes Los dieses Jahr. Wenn ihr Kapitän tatsächlich dieses Ding durchzog, dann sollte sie nicht darauf wetten, ob sie ihm die Meinung geigte, oder nicht. Dabei wollte sie sich extra gut mit ihm stellen. Immerhin war das Olivers letztes Schuljahr und Angelina hoffte einfach insgeheim, dass er ihr als Nachfolgerin, das Kapitänsabzeichen überreichte.
 

Angelina Johnson, Gryffindor Kapitänin. Bei Medusa... das hörte sich so gut an und war schon ein kleiner Traum, seit sie in der dritten Klasse ins Team aufgenommen wurde.
 

Aber Olivers Hang zu Quidditch, war ein Problem. Er war fast schon besessen davon. Das machte es sogar noch schlimmer, als er die Zusage von Pride of Portree bekam. Er hatte den Vertrag ja sogar schon unterschrieben, obwohl es bis zu den Prüfungen noch Monate hin war. Vermutlich war er daher so darauf fixiert, den Quidditchpokal für Gryffindor zu holen, um dem Verein damit zu bestätigen, dass er der Beste war. Eben mit allen Mitteln.
 

Da wollte sie ungern, ihm irgendwie auf den Schlips treten.
 

Kaum den Gedanken zu Ende gebracht, hörte sie laute Stimmen von der Türen der Großen Halle. Sie schaute nach rechts und sah Oliver zusammen mit Diggory und Davies die Halle betreten. Hinter ihnen quetschte sich Flint unverschämt vorbei, rempelte sogar nochmal extra ihren Kapitän an, bevor er mit zügigen Schritten zum Slytherintisch rüber eilte.
 

Das Treffen war wohl nicht zu seinen Gunsten ausgefallen, vermutete sie. Leider wahrscheinlich auch nicht für sie. Sie sah, wie der Braunhaarige sich von Davies und Diggory freundschaftlich verabschiedete und dann auf den Gryffindortisch zuging. Schnell schaute sie wieder nach Links und schubste Alicia an, die sie auch direkt ansah.
 

„Ihr solltet eure Lästereien einstellen. Oliver ist im Anmarsch.“
 

Sofort verstummten beide ihrer Kolleginnen und taten so, als wären sie mit Essen beschäftigt. Auch Angelina nahm sich endlich ein Laib Brot aus dem Korb und begann es mit Butter zu bestreichen, als sich Oliver ihr gegenüber setzte.
 

„Schön, wie ihr alle beisammen sitzt. Dann kann ich es ja gleich ansprechen.“, sagte er, da hatte er noch nicht mal richtig auf seinen vier Buchstaben gesessen, „Ist alles abgeklärt. Ab nächster Woche haben wir drei Tage in Folge, das Feld für uns. Ich würde sagen,... Katie. Mit dir fangen wir an.“
 

„Mit mir?!“, hörte sie die 15-jährige auf keuchen.
 

„Ja, du bist die Jüngste.“
 

„Was hat das denn damit zu tun?!“
 

„Alicia und Angelina haben mehr Unterrichtstunden in der Sechsten. Du hast mehr Zeit.“
 

„Mehr Zeit?!“, plapperte sie ihm nach, „Dir ist schon klar, dass ich dieses Jahr meine ZAGs schreibe?!“
 

„Ach, dass schaffst du locker.“
 

„Nein.“
 

„Doch, und selbst wenn nicht. Die sind nicht so wichtig-“
 

„Nein. Zu deinem bescheuerten Einzeltraining!“, fuhr sie ihn scharf an.
 

„Ich darf ja wohl sehr bitten. Ich bin dein Kapitän und du hast Folge zu leisten, wenn ich-“, abermals wurde er lautstark von ihr unterbrochen, so dass Angelina sogar im Augenwinkel hinter sich mitbekam, wie sich die Slytherins schon zum Löwentisch um drehten.
 

„Du kannst nicht einfach alles über meinen Kopf hinweg entscheiden! Über unsere alle Köpfe!“, spie sie, „Wenn du damit fein bist, dann von mir aus. Aber zieh nicht uns alle mit rein!“
 

„Ich zieh euch nicht alle mit rein. Es geht mir hauptsächlich in erster Linie um euch Jägerinnen. Die Offensive muss einfach stärker werden.“, sagte er und hob einen Finger, um es zu verdeutlichen, „Vor allem seid ihr allesamt immer viel zu schnell nervös. Ihr müsst lernen einen kühlen Kopf zu bewahren.“
 

Abrupt stand Katie von ihrem Platz auf. Ging eins, zwei Schritte, bis sie zwischen Alicia und ihr stand. Angelina versuchte sich unsichtbar zu machen. Wollte nicht mit hineingezogen werden. Also nahm sie sich einfach den Krug mit dem Kürbissaft und schenkte sich etwas davon in ihr Glas.
 

Im Nachhinein, hätte sie das vielleicht lassen sollen...
 

„Der einzige, der einen kühlen Kopf braucht, bist ja wohl du.“, zischte sie, bevor sie wie aus dem Nichts ihren rechten Arm an Angelina vorbei steuerte.
 

Die Schwarzhaarige konnte nicht einmal erahnen, was ihre Freundin vor hatte, da griff ihre Hand bereits nach ihrem Glas, dass sie eben erst gefüllt hatte. Nahm es hoch und warf den Inhalt ruckartig direkt in Olivers Gesicht. Das Grölen vom Slytherintisch wurde lauter. Ravenclaw und Hufflepuff Schüler hatten sich nun auch endlich zu dem Theater herumgedreht, wobei der Hauptaugenmerk auf Oliver lag, der sich eine Dusche mit Kürbissaft eingehandelt hatte.
 

Katie knallte das Glas auf den Holztisch, wandte sich ab, ohne nochmal etwas zu sagen und dampfte wütend aus der Großen Halle. Während die Dachse und auch die Adler ihr still hinter sahen, pfiffen und klatschten die Slytherins ihr nach.
 

Oliver saß immer noch verwirrt auf seinem Platz, begann aber schon sein Gesicht mit einer Serviette zu trocknen. Angelina sah Katie nach und richtete sich dann an Oliver.
 

„Du bist echt taktlos manchmal.“
 

„Taktlos?!“, warf er zischend zurück, „Sie ist undankbar! Was ich alles wegen ihr damals in Kauf nehmen musste! Ich hätte sie nicht gleich als 2. Klässler ins Team holen müssen.“
 

„Und das gibt dir automatisch das Recht, ihr vorzuschreiben, wie sie ihre Zeit einteilt? Oliver, ich weiß ja, dass dir dieses Jahr der Pokal wichtig ist-“
 

„Es ist meine letzte Chance.“
 

„Eben. Aber du musst auch Katie da verstehen. Quidditch hat sie immer nur als Hobby gesehen. Sie brennt doch für eine Ausbildung als Heilerin. Da sind die ZAGs eben schon sehr wichtig für sie.“
 

„Hmpf.“, verschränkte er seine Arme, „Es geht doch nur um einen Tag, Angelina.“
 

„Die sie vielleicht nicht hat. Sie hat mir erst vorhin erzählt, dass sie in Hausaufgaben versinkt und dann brummst du ihr auch noch Training aufs Auge. Ich mag dich und ich schätze dich als Kapitän. Aber Katies Sicht verstehe ich auch.“
 

„Na schön...“, lenkte er dann doch ein, doch lächelte sie direkt dabei an.
 

Sie ahnte Böses.
 

„Wie sieht denn dein Stundenplan am Montag aus?“
 

Hätte sie doch bloß nichts gesagt... Das hatte sie nun davon, wenn man freundlich war und der Freundin den Rücken stärken wollte. Anstelle, dass Angelina also am Montag zwei Freistunden hatte, musste sie sich mit Oliver auf dem Quidditchfeld herumschlagen.

Nächtliche Treffen

Wenigstens wurde der Abend dafür noch rege spannend. Oder besser gesagt, die Nacht. Denn die Schwarzhaarige war mitten in der Nacht wachgeworden, als Katie versuchte leise durch den Schlafsaal zu schleichen. Sie stellte sich schlafend, beobachtete die Jüngere jedoch mit halb geschlossenen Augen. Kaum war sie durch die Tür und hatte mucksmäuschenstill diese zum Mädchenschlafsaal geschlossen, warf Angelina ihre Bettdecke beiseite, zog ihre Freizeitschuhe zu sich heran und schlüpfte hinein.

Sie versuchte so gut es ging, in einem gewissen Abstand ihre Teamkollegin zu verfolgen. Sie würde sich sicherlich mit ihrem Date treffen! Warum sollte sie sich sonst nachts aus dem Turm schleichen wollen?
 

Während sie Katie also durch die Korridore folgte, verteufelte Angelina, dass sie sich nicht etwas übergeworfen hatte. Aber sie wollte die Dunkelblonde nicht verlieren, also schlich sie nur mit einem übergroßen T-Shirt ihrer Lieblingsband, Schwestern des Schicksals, und eine dünne Leggins hinterher.
 

Sie fragte sich währenddessen immer noch, wer der geheimnisvolle Verehrer war. Katie ließ sich absolut nichts anmerken. Selbst als sie nachgehakt hatte, hat sie nichts erwähnt. Angelina vermutete, dass es wohl noch allzu frisch war, so dass sie sich einfach noch nicht traute, etwas zu sagen, dass es da jemanden gab. Nur zu gut könnte sie sich vorstellen, wie alle gebannt an ihren Lippen hängen würden, damit sie ja auch alles erzählte. Fred und George sowieso und auch sie war in dieser Hinsicht einfach neugierig.
 

Weitere zehn Minuten erreichten sie das Tor zum Innenhof. Wie ein Eichhörnchen huschte Angelina von links nach rechts, bis Katie die Brücke erreichte. Die Schwarzhaarige stoppte und entschied, ein bisschen länger zu warten, damit ihre Freundin nichts mitbekam, dass sie verfolgt wurde. Erst danach eilte sie über die Holzdielen, die unter ihren Füßen so furchtbar knarzten. Eine Gänsehaut breitete sich auf ihren Armen aus. Sie mochte das Geräusch nicht. Sie dachte dann immer, dass die Brücke gleich kurz davor war einzustürzen.
 

Erst am Ende seufzte sie aus und sah weit nach vorne. Katie war mittlerweile an Hagrids Hütte vorbei und ihr wurde erst jetzt bewusst, welches Ziel sie hatte. Eindeutig lief sie in Richtung des Quidditchfeldes. Was fast schon Sinn machte. Es war eines der besten Treffpunkte, die man auswählen konnte, wenn man selbst einem Quidditchteam angehörte. Denn nur die Zugänge zu den Tribünen waren frei zugänglich, aber eben auch zu offensichtlich für ein geheimes Treffen. Katie würde sicherlich die Umkleiden ansteuern. Denn die waren nur für Mitglieder eines Teams betretbar, da es ein individuelles Passwort gab. Moment. Ein Gedankenblitz erreichte sie. War ihr heimlicher Gegenpart etwa auch ein Quidditchspieler? Eigentlich recht logisch, es sei denn sie würde vor dem Spielerbereich auf ihn warten.
 

Doch kaum paar Minuten später sah sie, wie die Jüngere den Spielerbereich betrat, ohne auf irgendwen zu warten. Also doch ein Quidditchspieler? Zur Sicherheit wartete sie noch weitere Minuten, ob Katies Verehrer noch auftauchte. Sie hibbelte mit ihren Füßen auf und ab, bis sie es selbst nicht mehr aushielt und hinterher ging. Die Neugier war einfach zu stark ausgeprägt. Sie wollte endlich Gewissheit haben, wer Katies Kopf verdreht hatte.
 

In den Gängen der Umkleiden war es gruselig still, daher schlich sie ebenso leise durch diese. Jedoch sehr konzentriert, ob sie jemanden hörte. Vor der Gyrffindorumkleide horchte sie, jedoch war hier ebenso Totenstille. Sie wollte gerade die Tür öffnen, als sie drei weitere Umkleideräume tatsächlich Stimmen wahrnahm.

Angelina hob eine Augenbraue und nahm die leisen Schritte wieder auf, eben zu diesem Raum. Am Ende stand sie an der Tür, die zu den Umkleidekabinen der Adler führte.
 

Ein Ravenclaw also, oder? Kurz wollte sie überlegen, wer in Frage kommen könnte, als sie eine tiefe, raue, männliche Stimme vernahm...
 

„Mit welchem Grund?“
 

Sie kräuselte ihre Lippen und versuchte die Stimme einem Spieler aus dem Ravenclawteam zu zuordnen. Die Stimme war tief, klang älter. Vielleicht ein Siebtklässler?
 

„Dir wird schon was einfallen.“
 

Hörte sie nun eindeutig die Stimme ihrer Freundin.
 

"Katie... so einfach ist das nicht."
 

Über was sprachen die beiden da? Sie hatte keinen blassen Schimmer. Es klang auf jeden Fall ernst und fast dachte sie, dass es hier nicht um ein Date ging, sondern um irgendetwas anderes.
 

„Aber-“
 

„Willst du jetzt wirklich die ganze Zeit über Wood reden?!“, hörte sie und erkannte die genervte Stimme des männlichen Parts heraus.
 

„Es regt mich halt auf... was soll ich machen?“, sagte Katie und kurz machte sie offenbar eine Pause, „Ich hab einen Berg an Hausaufgaben, dann noch das zusätzliche Lernen für die ZAGs und erst die Projekte. Ich hab Astronomie noch nicht mal angefangen, obwohl nächste Woche Abgabe ist.“
 

Ah. Es ging um das beschissene Einzeltraining. Natürlich. Ihr hatte das auch nicht gefallen, aber im Endeffekt würde sie sich Olivers Drang doch beugen. Alles nur, damit sie nächstes Jahr Kapitänin wurde. Was tat man nicht alles für seine Träume...
 

„Lenk dich doch ab.“, hörte sie wieder die andere Stimme.
 

„Mit was?“, hörte Angelina gerade noch so Katies Antwort.
 

Sie war plötzlich leiser geworden und kurz verteufelte sie sich, dass sie nicht Fred nach ein paar Langziehohren gefragt hatte. Der Gedanke kam ihr nach dem Abendessen, aber sicher würde er fragen, für was sie diese bräuchte. Denn er war wie schon erwähnt, genauso neugierig. Und das... wollte sie dem einen Weasley-Zwilling dann doch nicht anvertrauen.
 

Dann auf einmal war nichts mehr zu hören. Angelina presste ihre Ohren an die Holztür und versuchte irgendetwas mitzubekommen. Gesagt wurde nichts mehr, aber... bei Medusa... sie hörte plötzlich einen lauten Seufzer, der eindeutig von Katie kam. Und als auch noch die männlichen Geräusche sich dazugesellten, konnte sie sich nicht mehr halten und schaute panisch durchs Schlüsselloch.
 

Es dauerte einige Sekunden, bis ihre Augen sich an die Dunkelheit im Innenraum gewöhnten, auch wenn sie weiterhin nicht viel sah. So viel Einblick hatte sie ja nicht, dennoch sah sie Katie auf einer der Lehnen der Bänke sitzen, während ihre Schuhe auf der Sitzoberfläche gestellt waren. Mit dem Gesicht zur Tür gewandt hatte sie ihre Arme um den Hals ihres Gegenübers gelegt, der sich halb über sie gebeugt hatte und tatsächlich drängte dieser sich gerade zwischen ihre Beine.
 

Angelina hätte fast vor Abschreckung gekeucht und konnte sich noch rechtzeitig bremsen, in dem sie sich ihre rechte Hand auf den Mund presste. Denn zu ihrer Erleichterung war Katie noch komplett angezogen. Ihr rot-goldenes Trainingsshirt und die ebenso weiße kurze Hose verrieten dies ziemlich gut.
 

Dennoch war es unumstritten. Das hier war Katies Date! Obwohl man das schon fast kein Date nennen konnte. Denn wer knutschte denn gleich mit dem anderen Part so wild herum? Das musste schon länger gehen... Oh bei Merlins Unterhose... was wenn die beiden sich hier für ein Stelldichein getroffen hatten? Schnell ließ sie ab vom Schlüsselloch, um tief durchzuatmen, wenn auch leise.
 

„Unmöglich.“, flüsterte sie leise zu sich.
 

Katie würde das ganz sicherlich nicht einfach so ungeniert machen. Dafür war sie auch einfach nicht der Typ dafür. Besonders wenn man wusste, dass sie in dieser Situation auch noch nie war. Wie oft hatte sie früher erzählt, dass sie auf den Richtigen dafür wartete. Sie träumte eben den Traum aller Mädchen in ihrem Alter. Immerhin war sie 15. Ja, vielleicht interessierte sie sich für Jungs, schwärmte auch hin und wieder für jemanden. Am Anfang des Jahre hatte sie erwähnt, dass sie Finnigan toll fand. Vielleicht war sie auch verliebt gewesen, das konnte sie jetzt nicht sagen. Aber das ganze hatte sich ziemlich schnell verflüchtigt, als dieser mit Vicky Frobisher mal ausgegangen war.
 

Verloren sah sie auf das Schloss und konnte den Drang nicht widerstehen. Erneut neigte sie ihren Körper hinunter und sah erneut hindurch.
 

Immer noch sah sie die beiden herumknutschen. Bei Merlin, wann holten die bitteschön Luft? Die Erinnerung des Briefes kam ihr wieder in den Sinn. Er schrieb etwas, dass sie nicht oft unter sich sein konnten... definitiv mussten sie wohl etwas aufholen. Aber... egal. Sie versuchte ihre Gedanken zu sortieren und sich mehr auf das Aussehen ihres Partners zu konzentrieren.

Er war eindeutig dunkelhaarig. Aber ob es schwarz oder dunkelbraun war, konnte sie nicht sagen. Ebenso war er groß und muskulös, wie sie jetzt auch feststellen musste. Denn er hob gerade seine Arme und Angelina sah, wie er seine Hände auf Katies nackten Beine ablegte. Er zog sie gerade weiter zu sich, wäre fast von der Lehne gerutscht, hätte er seine Hände nicht zu ihrem Po wandern lassen. Sie ließ einen erschreckten Laut von sich los, was jedoch mehr belustigt klang, als empört.
 

Und endlich ließen sie voneinander ab.
 

„Das hab ich vermisst.“, hörte sie seine tiefe Stimme, die fast schon elektrisierend war.
 

„Was? Nur das?“, fragte sie herausfordernd.
 

„Du weißt, was ich meine.“, antwortete er zugleich und strich ein paar Mal mit einer seiner großen Hände, über ihren linken Oberschenkel, „Mit dir ist das anders.“
 

Kaum ausgesprochen sah sie Katie, wie sie sich zu ihm lehnte und sich wohl erneut küssten. Die Schwarzhaarige versuchte den intimen Moment auszublenden und konzentrierte sich erneut. Diesmal auf die Kleidung des Unbekannten.
 

Er trug eine schwarze Jogginghose. Ziemlich ausfallend und locker um seine Hüfte sitzend. Auch trug er ein Shirt. Angelina vermutete, dass es grau war, vielleicht eher dunkelgrau und kurz erkannte sie auch einen kleinen Vogel auf der rechten unteren Seite auf seinem Rücken? Vermutlich einen Adler.
 

„Nicht...“, hörte sie die Stimme der Jüngeren und sie sah, wie seine rechte Hand in die Innenseite ihrer Beine wanderte, „I-ich bin noch nicht-“
 

„-soweit. Schon verstanden.“
 

Er ließ sie frei und Katie rutschte wieder richtig auf die Banklehne. Seine Hände griffen stattdessen nun, jeweils links und rechts von Katie, zu den dünnen Holzlehnen der Sitzgelegenheit.
 

„Sorry.“
 

„Nein, ist schon okay. Ich hab dir gesagt, du sollst mich bremsen, wenn es dir zu weit geht. Und ich halte mich daran.“, sagte er, „Auch wenn es verdammt schwer ist, wenn du deinen heißen Körper so an mich presst, Kitty.“, raunte er fast schon in einem lasziven Ton.
 

Also kannte sie ihre Freundin doch noch gut genug, dachte sich Angelina. Sie hätte sich auch schwer gewundert, wenn sie alles über Bord werfen würde und ihre Unschuld in einer ihr fremden Quidditch Umkleideraum verlieren würde.
 

„Sag doch so etwas nicht...“, sagte sie sichtlich unangenehm und Angelina sah, wie sie von ihm absah.
 

„Ich sag was ich will.“, antwortete er direkt und legte seinen Kopf so schief, dass sie nicht mehr in Katies Gesicht sehen konnte, „Genauso wie ich sage, dass rot dir nicht steht.“
 

Erneut erhob Angelina sich und entschied ab hier ihre Observation abzubrechen. Keine Ahnung, wie lange Katie noch hier bleiben würde, aber da die beiden sich wohl nicht aus dem Raum bewegen würden, geschweige denn das Gesicht des Schülers sehen konnte, sollte sie wohl lieber zurück zum Gryffindorturm.
 

Sie war sowieso der festen Überzeugung, dass es sich bei Katies Verehrer, um einen Ravenclaw handelte. Zu 99 Prozent auch um einen Quidditchspieler.
 

Sie ging das Team der Adler noch auf dem Weg zurück durch und überlegte, wer dafür in Frage kommen könnte. Zum einen kam natürlich der Kapitän in Frage. Roger Davies. Aber irgendwie passte die Stimme nicht zu ihm. Außerdem war Davies ein Casanova! Der hatte doch sowieso jede Woche eine andere am Finger.

Dann wäre da noch die beiden anderen Jäger. Jeremy Stretton und Randolph Burrow. Beides angenehmere Kandidaten, aber nur einer fiel raus. Burrow hatte eine leichte rötliche Haarfärbung, wohingegen Stretton braun war. Er könnte es daher gewesen sein. Die Stimme war recht ähnlich. Wer allerdings noch in die Variable reinpassen könnte, wäre Duncan Inglebee. Der hatte zumindest schwarze Haare. Er war einer der Treiber, wenn auch kein guter. Jason Samuels, sein Partner fiel allerdings raus. Der war blond. Grant Page, der Hüter der Adler fiel auch aus der Reihe, da dieser ebenso rothaarig war. Und Sucher war immerhin Chang. Sie als Frau fiel sowieso komplett raus.
 

Fazit. Jeremy Stretton oder Duncan Inglebee. Beides möglich. Dass Davies auch reinpassen könnte, überging sie konsequent. Auf den Lackaffen würde Katie nicht reinfallen. Außerdem hatte ihr Gegenüber sich doch sehr korrekt verhalten. Eine Eigenschaft, die nicht viele Kerle einfach so akzeptierten. Dass wusste sie aus erster Hand. Ab der sechsten Klasse hatte Angelina das Gefühl, dass sich alles plötzlich nur noch um das Eine drehte. Dabei war es egal, ob Männlein oder Weiblein. Da brachen sich beide Geschlechter keinen Zacken aus der Krone.
 

Gedankenverloren trat sie ins Schloss ein und steuerte die verzauberte Treppen an.
 

Wenn Angelina nur ein bisschen länger an der Tür der Adler gehorcht hätte, würde sie wissen, dass ihre gesamten Überlegungen so viel Wert waren, wie ein deutlichen Griff ins Myrtes Klo...
 


 

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„Grau ist auch nicht deines. Vor allem mit diesem grässlichen Wappen.“
 

„Grässlich?“, fragte er in einem eingeschnappten Ton, „Das Wappen der Falmouth Falcons ist nicht grässlich.“
 

„Und wie. Damit würde ich nicht mal einen Kessel schrubben.“
 

„Willst du jetzt wirklich diese Schiene fahren, Katie? Schön. Ich frage mich, wie man die Holyhead Harpies toll finden kann. Die können allesamt nicht spielen und werden sicherlich bald den letzten Platz in der Liga belegen.“
 

„Da wette ich dagegen.“
 

„Du willst wetten?“
 

„Klar. Immerhin spielen sie morgen doch gegen deinen Drecksverein.“
 

„Schön. Dann wetten wir.“, zischte er, „Um was?“
 

Sie überlegte und hatte direkt einen genialen Einfall.
 

„Du hast doch sicherlich noch deine Prüfungsunterlagen für die ZAGs.“
 

„Du willst schummeln?“, fragte er und grinste sie dann doch auf einmal an, „Kitty, Kitty, Kitty. Man könnte meinen du bist im falschen Haus gelandet.“
 

„Red' keinen Stuss. Ich will es nur als Lernmaterial.“, entgegnete sie ihm, „Was willst du, falls die Falken gewinnen, was unumstößlich Wunschdenken ist, aber nur aus Neugier.“
 

Leise hörte sie ihn knurren. Es war fast schon zu einfach, ihn aus der Reserve zu locken und ein ihr unangenehmes Thema in Vergessenheit geraten zu lasen.

Ein negatives Kommentar zu seinem Lieblingsverein und er war in seiner Manie.
 

„Am Sonntag soll gutes Wetter sein und ich wette dein Gryffindor Haufen liegt wieder am Schwarzen See, oder?“
 

„Auf was willst du hinaus?“
 

„Zieh dir doch was knappes an, damit ich was zum Anschauen habe.“, grinste er und erneut spürte sie seine Hände auf ihren Oberschenkeln, „Ein bisschen Haut zeigen... du weißt schon.“, grinste er anzüglich.
 

Sie erzitterte unter seinen Berührungen. Sie mochte es ja, wie er mit ihr umging, aber manchmal da fiel er in sein übliches Muster zurück. Denn gerade das Thema, was er ansprach, stieß ihr erneut unangenehm auf. Das wusste er nämlich ganz genau, dass sie damit Probleme hatte. Gerne würde sie einfach auch mal Schwimmen gehen, aber sie hatte schon immer zu wenig Selbstbewusstsein, um sich allein schon in einem Bikini zu zeigen. Die kurze Hose hatte sie ja auch nur deswegen angezogen, weil sie mit ihm alleine hier war. Aber vor größerem Publikum griff sie dann doch liebend gern zu einer Leggins.
 

„Du spinnst ja wohl...“, gab sie kleinlaut zum Besten.
 

„Oh, hast du doch Schiss, dass die Harpies verlieren?“
 

Ebenso wusste er, was er sagen musste, damit sie sich auf seine Spielchen einließ.
 

„Einverstanden.“, schoss sie direkt zurück und hoffte im selben Augenblick, dass sie den Mund nicht zu voll genommen hatte, „Aber wehe du hältst deine Unterlagen zurück!“
 

„Wenn du gewinnst, dann stehe ich dazu. Du weißt doch. Slytherin Schulden, sind Ehrenschulden.“

Die Ansichten des Roger Davies

Es war Samstag und daher kein Unterricht, also waren die meisten Schüler entweder in Hogsmead, oder eben in der Bibliothek. So auch Angelina, die schon eine ganze weile mit Argusaugen rüber an einen anderen Tisch starrte. An diesem saß Roger Davies und war gerade wohl dabei seine Hausaufgaben zu verrichten. Eigentlich müsste sie auch einen Aufsatz für Verwandlung schreiben, aber ihr ging die ganze Zeit Katies Nachtausflug nicht aus dem Kopf. Sie hatte nicht mitbekommen, wann die Dunkelblonde zurück in den Turm kam. Sie konnte nicht mal sagen, ob es zeitnah mit ihrer Rückkehr geschah, oder um einiges später. Sie hatte kaum zehn Minuten in ihrem Bett gelegen, hatte sich ihre Gedanken gemacht und war dann einfach weg geknickt.
 

Aber auch nach dem Aufstehen, war sie mit dem Nachdenken, kein Stück weitergekommen. Sie kannte die beiden Optionen, die für Katies Unbekannten in Frage kämen, nicht unbedingt gut und wusste daher auch nicht, wie sie an die Sache herangehen sollte.

Einmal kam ihr auch die Idee, Katie direkt darauf anzusprechen. Aber verwarf es dann doch wieder. Denn sie wollte partout vermeiden, dass ihre Freundin herausfand, dass sie sie beschattet hatte. Dafür kam eine andere Idee in ihren Gedanken hoch und Roger Davies war ein großer Teil davon.
 

Kurz sah sie sich in der Bibliothek um und erkannte, dass sie so ziemlich die einzigen waren. Noch weiter hinten hatte sie Granger entdeckt, aber die kümmerte sich eher um sich, als auf ihre Umgebung.
 

Kurzerhand stand sie von ihrem Tisch auf, ließ ihre Pergamentbögen und Unterrichtsmaterial ungeachtet auf diesem liegen, bevor sie sich blitzschnell, wie ein Schnatz, an Davies Seite setzte. Er hatte ihre Anwesenheit nicht einmal mitbekommen und schrieb eifrig an seinem Aufsatz. Sie schaute ungeniert auf sein Pergament und las die Überschrift, „Silbermanns Silbentabelle“ Aha. Alte Runen also. Sie las auch den Anfang des Aufsatzes, verstand aber kein Wort davon. Alte Runen hatte sie nie belegt. Wenn sie benennen müsste, was ihr auf Hogwarts am liebsten gefiel, nach Quidditch natürlich, war es eindeutig Wahrsagen, wofür ihr Herz schlug.
 

Plötzlich hörte sie ihn genervt Stöhnen und kurz darauf, strich er den letzten Satz mehrmals durch.
 

Sie konnte sich ein „Klappt's?“, nicht verkneifen und erst das schien seine Aufmerksamkeit auf sie zu lenken.
 

„Johnson.“, sagte er ausdruckslos, „Was verschafft mir die Ehre?“, und ließ dabei auffallend seine braunen Augen über ihren Körper wandern.
 

Angelina merkte das sofort und rollte mit ihren Augen, bevor sie ihren linken Ellenbogen auf dem massiven Holztisch ablegte und mit ihrer Hand ihr Kinn abstützte. So war auch der Oberkörper von seinen neugierigen Blicken verschont.
 

„Hausaufgaben?“, kam ihre Gegenfrage und blickte kurz zu seinem Aufsatz.
 

„Wüsste nicht, was dich das angeht, aber nein. Projektarbeit.“, sagte er, ließ dabei seine Feder sinken, „Wenn du irgendetwas Bestimmtes möchtest, dann muss ich dich enttäuschen.“, grinste er dann, „Auf Schwarzhaarige stehe ich nicht.“
 

„Wie schade.“, sagte sie nun ebenso tonlos, „Aber etwas Bestimmtes gibt es da schon.“
 

Sie hörte ihn laut seufzen, bevor er nun endgültig die Feder zurück in sein Tintenfass stellte.
 

„Lass mich raten...“, begann er plötzlich unverhofft, „Es geht um Woods suspekte Trainingseinheiten.“
 

„Eh...“, kam es verwirrt aus ihrem Mund.
 

Wie kam er denn darauf? Wie, als hätte Davies ihre Gedanken gelesen, setzte er sofort etwas hintendran.
 

„Spinnet kam schon heute Morgen beim Frühstück an unseren Tisch und wollte mich bequatschen, ob ich nicht meine Zusage für Woods Feldansprüche, wieder zurückziehe. Du bist auch seine Jägerin und jeder auf dieser gottverdammten Schule weiß doch, wie fanatisch Wood sein kann und auch gerne mal Entscheidungen einfach so umsetzt, ohne das mit seinem Team abzusprechen.“, sagte er, „Das hat Bell ja gestern morgen sehr... warte...“, überlegte er schauspielerisch, „... eindrucksvoll bewiesen.“
 

An der Aussage war nichts zu rütteln. Katies Abgang gestern hatte sich in alle Köpfe gebrannt. Aber noch mehr überraschte es sie, dass Alicia noch einen daraufsetzte. Wieso wusste sie nichts davon? Begannen plötzlich alle ihre Geheimnisse zu haben?
 

„Und bevor du auch noch fragst, nein. Ich werde mich da nicht einmischen. Kommt mir auch gerade echt gelegen, wenn ich mal mehrere Tage hintereinander meine Zeit nicht verschwenden muss für Quidditch.“
 

„Wieso?“, schoss es direkt hinaus, „Du bist doch immer Feuer und Flamme für Quidditch. So wie Oliver, eben nur nicht so besessen.“
 

Er grinste, was sie nicht einordnen konnte.
 

„Danke für deine Einschätzung, Johnson. Ich bin gerührt von deinen Worten, aber Quidditch ist nur ein Hobby. Ich setze da lieber auf meine UTZe.“
 

„Aha.“, kam es nur aus ihr heraus.
 

Ehrlich gesagt, überraschte es sie, dass Davies Quidditch nicht als seine Zukunft ansah. Immerhin war er, unter allen Häusern, einer der besten, männlichen, Jäger. Wie sie fand kam er dennoch nicht, zum Beispiel an Katie heran. Sie war einer der wenigen talentiertesten. Bereits in ihrem zweiten Jahr trat sie dem Gryffindor Team bei, wohingegen sie selbst erst in ihrem Dritten dazukam. Also relativ zeitgleich wurden sie und die Dunkelblonde Kolleginnen. War fast schade, dass auch Katie keine weitere Quidditch Karriere ansteuern würde. Ansonsten war nur Harry, als Erstklässler, das Naturtalent seit Jahrhunderten gewesen. Aber der war ja auch Sucher.
 

„Das war nicht das, was du wolltest, oder?“, hörte sie ihn dann wieder fragen.
 

Offenbar war ihre Gesichtsmimik eindeutig. Gute Chance, ihn nun in ihren Gedanken zu lassen.
 

„Nein. Tatsächlich nicht.“, sagte sie und ließ ihren linken Arm nun ganz auf den Tisch fallen, „Ich hab da eine Frage.“
 

„Die da wäre?“
 

„Stretton und Inglebee. Sind die Single?“
 

Sie sah, wie augenblicklich Davies Augenbrauen hochschnellten. Sie gab zu. Die Frage war nicht so ausgereift gewesen, wie sie es sich gewünscht hätte. Aber sie kam nicht weiter, wenn sie nur um den heißen Brei herumredete. Nur direkte Fragen klärten auf.
 

„Sag mir nicht, du willst einen Dreier?“, grinste er nun noch breiter, als jemals zuvor, „Johnson... Ich wusste ja, dass du eine Raubkatze bist, aber so...“
 

„Was?!“, zischte sie, „Nein! Bei Medusa... nein.“
 

„Das klang aber eben anders.“
 

„Merlin, Davies. Beantworte einfach meine Frage.“
 

„Woher soll ich das wissen?“
 

„Du... bist ihr Kapitän.“, sagte sie mit einem leichten Unterton von absoluter Gewissheit.
 

„Und das heißt automatisch ich weiß, wer mit wem was hat, oder wie darf ich das verstehen?“
 

„Ach komm schon. Du musst doch irgendetwas wissen. Sprecht ihr Kerle nicht ständig davon?“
 

„Als ob ich mich dafür interessiere, wer wen bumst.“
 

Angelina stöhnte nun genervt aus. Sie hatte sich irgendwie mehr davon erhofft. Immerhin wusste zum Beispiel jeder aus ihrem Team, dass Harry hoffnungslos in Ginny verknallt war, aber sich nicht traute, da sie nun mal die Schwester seines besten Freundes war. Oder das George seit fast zwei Jahren Alicia versuchte den Hof zumachen. Bisher vergeblich. Man bekam das einfach mit. Ob man wollte oder nicht.
 

„Wenn du selbst kein Interesse an den beiden hast, warum dann die Frage?“
 

„Vergiss es wieder. Danke für die nichtssagende Antwort.“, sagte sie zerknirscht und war schon gewollt aufzustehen, als Davies sie zurückhielt.
 

„Ich könnte es raus finden.“
 

Sie ließ sich wieder auf die Bank nieder und sah ihn verwirrt an.
 

„Warum würdest du das wollen?“
 

„Wenn was gutes dabei raus springt... why not?“
 

Das war ja wieder klar. Wenn Davies kein Ravenclaw gewesen wäre, hätte er auch wunderbar zu den Schlangen gepasst.

Aber hatte sie eine andere Wahl? Wenn sie etwas über die beiden Ravenclaws rausfinden wollte, war der Siebtklässler die einzige Möglichkeit. Die andere wäre... Katie weiter auszuhorchen, was eigentlich vergeudete Zeit wäre, so geheimnisvoll sie derzeit war.
 

„Was willst du?“, fragte sie dann nichtsahnend.
 

So schlimm würde es sicherlich nicht werden.
 

„Es gibt vieles... was ich wollen könnte.“, sagte er und erneut sah sie, wie er regelrecht ihren Körper von oben nach unten begutachtete.
 

Boah, war der Kerl abstoßend. Kaum zu glauben, dass so viele Mädchen auf den abfuhren. Noch billiger ging es ja wohl nicht. Wo waren nur die anständigen Kerle alle geblieben? Kurz dachte sie an Katies Date. Der hatte Anstand und war offenbar wirklich und ernsthaft an ihr interessiert. Bei Davies würde es immer nur auf eine schnelle Nummer hinauslaufen. Was er mit seiner nächsten Aussage zu hundertprozentig bestätigte.
 

„Ein Quickie? Jetzt und hier?“
 

„Tschau Davies.“, konterte sie knallhart und war nun wirklich sofort aufgesprungen, um ihm keine Chance zu lassen sie erneut zurückzuhalten.
 

Tief atmete sie ein und stieß die Luft zugleich wieder aus, als sie sich an ihren Platz niederließ. Ihre dunklen, braunen Augen fielen auf ihren Aufsatz. Der wäre am Montag fällig und eigentlich hatte sie keine Lust auf Minuspunkte von ihrer Hauslehrerin höchstpersönlich. Anders als andere Professoren war McGonagall zu ihren eigenen Schülern immer strenger, als zu anderen. Anders wie bei Snape, der oftmals das schlechte Benehmen seiner Schützlinge einfach mit Absicht übersah.
 

Plötzlich bemerkte sie im Augenwinkel, wie sich jemand ihr gegenüber setzte. Sie sah hoch und rollte erneut genervt die Augen, als sie das Ravenclaw Wappen auf dem Umhang erkannte.
 

„Verpiss dich, Davies.“
 

„Das war ein Scherz.“
 

„Wie witzig. Siehst du wie ich lache?“, kam die Gegenfrage im direkten Anschluss und verzog dabei keine Mimik.
 

„Wenn du den Unterschied zwischen einem Scherz und einer ehrlichen Antwort nicht siehst, ist das nicht mein Problem.“
 

Sie erwiderte nichts mehr, denn sie versuchte ihn einfach zu ignorieren. Aus dem Kerl bekam sie sowieso keine Infos und auf einen Deal würde sie sich auch nicht einlassen. So verzweifelt war sie dann doch nicht.
 

„Johnson...“, sprach er erneut und lehnte sich sogar ein wenig zu ihr vor, „Warum diese Neugier zu meinen Spielern?“
 

„Was geht dich das an?!“, erwiderte sie dann doch.
 

„Das frage ich mich tatsächlich, was das... dich angeht.“
 

Wieder blies sie unkontrolliert die Luft aus und sah zu ihm auf.
 

„Verpiss dich darüber zu deiner Silbentabelle und lass mich in Ruhe.“
 

„Nö.“
 

Bei Merlin! Dieser Kerl war einfach... einfach... sie fand keine Worte. Unterbelichtet, unbelehrbar. Wahrscheinlich noch dümmer als ein Troll. Dabei hatte Flint diesen Titel schon seit Jahren aufgedrückt bekommen.
 

„Du bist nicht der Typ für die beiden Vögel, also muss was anderes dahinterstecken. Los, Johnson. Ich sehe es dir an, dass du gleich platzt.“
 

Und wie sie gleich platzte! Auf ihrer Stirn pochte eine Ader unter ihrer Haut hervor und sie überlegte kurz, ob es zu laut werden würde, wenn sie Davies den dicken Wälzer über Verwandlungen über den Kopf ziehen würde. Madam Pince wäre über die Lautstärke sicherlich nicht erfreut. Aber wert wäre es.
 

„Warum... sollte ich?“, presste sie jedoch beherrscht hinaus.
 

„Du hast mich neugierig gemacht. Also?“
 

Sie musste ihre Ansichten zu Davies überarbeiten. Er war nicht nur eklig, hormongesteuert und so was von sich überzeugt, sondern auch absolut nervtötend, wenn man sich den einmal angelacht hatte.
 

„Johnson-“
 

„Okay. Ein Deal.“, sagte sie dann komplett überrascht von sich selbst.
 

Hatte sie nicht eben noch erwähnt, sie wäre nicht so verzweifelt? Verdammt...
 

„Jetzt wird’s spannend.“, grinste er verstohlen und der Blick wandte sich kurz zu ihrem Buch, bevor sie den Ravenclawkapitän wieder ansah.
 

„Ich erzähl dir, wieso ich die Infos haben will und das Gespräch hier bleibt unter uns.“
 

„Einverstanden.“, sagte der 17-jährige zugleich.
 

Wenn Katie jemals davon erfuhr, war sie wahrscheinlich tot. Aber das Risiko musste sie jetzt einfach eingehen.
 

Also begann sie Davies alles zu erzählen, was mit diesem geheimnisvollen Brief angefangen hatte. Über ihre Beobachtungen, bis hin zu dem gestrigen, nächtlichen Treffen und das sie eben davon ausging, es würde sich um ein Ravenclaw handeln.
 

„Bell? In unseren Umkleiden? Nachts? Hatten die Sex?“, fragte er unverblümt, als sie geendet hatte.
 

„W-was?! Nein! Also... ich war nicht bis zum Ende da, aber ich lege meine Hände für Katie ins Feuer. Soweit würde sie nicht gehen.“
 

„Na ja... sie ist 15. Da fängt das doch so langsam bei euch Mädels an.“, murmelte er, wollte wohl auch noch etwas hintendran setzen, doch er verstummte augenblicklich, als er ihren Blick deutete.
 

Denn sie hatte verärgert den Kopf schief gelegt, um zu signalisieren, dass er sich hier auf sehr dünnem Eis befand.
 

„Okay... lassen wir das.“, räusperte er sich, „Du denkst also, es sei einer von meinen Leuten, der sich da mit ihr getroffen hat? Nur weil sie bei uns in der Umkleide waren?“
 

„Was würde es sonst für einen Sinn ergeben? Ich würde nie auf die Idee kommen. Da sind doch auch sicherlich private Dinge drin. Das wäre für mich völlig unangemessen.“, sagte sie, „Außerdem war da ein Adler auf seinem Rücken des Shirts gestickt gewesen.“
 

„Das spricht schon dafür. Aber... ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, dass weder Jeremy was an einer Fünftklässlerin finden würde, noch Duncan. Bell wäre ihnen viel zu jung.“
 

„Sind doch nur zwei Jahre.“
 

„Ja... das schon. Aber... ohne deiner Freundin nahezutreten, sie ist nicht gerade der Traum aller Jungs.“
 

„Was soll das denn jetzt heißen?!“, knirschte sie etwas lauter und kurz hörte sie Madam Pince zu ihr rüber zischen.
 

„Etwas leiser, Miss Johnson! Sie befinden sich immer noch in der Bibliothek!“
 

Sie reagierte sofort und entschuldigte sich über ihre Schultern, ein paar mal bei der Bibliothekarin, bevor sie sich Davies wieder zuwandte.
 

„Was willst du damit sagen, nicht der Traum?“, fragte sie immer noch gereizt, aber um einiges leiser.
 

„Nimm es nicht persönlich, Johnson. Sie ist halt... unauffällig. Eher unsichtbar für jeden Kerl, der auch nur im entferntesten Sinne, etwas anderes im Kopf hat, als Schule oder Quidditch.“
 

„Katie ist doch nicht unsichtbar... Du müsstest das doch am besten Wissen. Sie hat dich schon öfters vom Besen gefegt.“
 

„Ja, im Quidditch ist sie sehr präsent. Keine Frage, aber... wie erkläre ich dir das, ohne dass du mich verfluchst...“, murmelte er leise.
 

Und auch wenn sie seinen Kommentar gehört hatte, ließ sie ihn tatsächlich nachdenken. Denn auf die Antwort wäre sie sehr gespannt.
 

„Merlin, egal wie ich es sage,... verfluch mich nicht, okay?“
 

„Raus damit.“, zischte sie bedrohlich.
 

Denn sie ahnte schon, auf was er hinauswollte.
 

„Bell hat halt für ihr Alter nicht die Maße, auf die wir Typen abfahren. Du weißt schon, große Brüste, dicken Arsch, aufreizende Klamotten, die einem die Fantasie anregen-“
 

„Wieso beschränkt ihr euch alle auf das Äußere?!“, warf sie verbissen dazwischen.
 

„Das Auge isst mit.“, zuckte Davies mit den Schultern, „Und ohne das, wird meistens nichts draus. Jeder der sagt, Aussehen wäre nur zweitrangig, der lügt.“
 

„So ein Bullshit.“
 

„Glaub es, oder nicht. Fakt ist, dass alle Kerle so ticken und um auf dein Thema zurückzukommen... Bell hat eben nichts davon. Im Gegenteil. Sie sieht in ihrer Schuluniform aus, wie ein Kartoffelsack.“
 

„Jetzt mach mal einen Punkt. Das ist doch bei uns allen so.“
 

„Nein. Bei dir sehe ich den Brustansatz, bei ihr ist alles flach.“
 

Sie hätte kotzen können. Wenn man Roger Davies fragen würde, wie oberflächlich er wirklich wäre, würde auch nur ein „Ja“ aus seinem Mund kommen.
 

„Du musst dich also täuschen, was meine Jungs angeht.“, sagte er und lehnte sich wieder aufrichtig auf die Bank, „Aber... ich könnte dennoch mich ein bisschen umhören.“
 

„Wenn du dir so sicher bist...“, begann sie, „Warum sollte ich dich da noch brauchen?“
 

„Nicht bei den beiden. Du kannst dir ja immerhin sicher sein, dass es ein Quidditchspieler war, sonst hätten die sich niemals im Spielerbereich treffen können. Mein Team können wir ausschließen, nach deinen Erzählungen her. Was ist mit Ceds Team?“, fragte er nach dem Hufflepuff Kapitän.
 

„Bezweifle ich. Da war ja schließlich ein Adler auf dem Shirt, falls du das vergessen hast.“
 

„Vielleicht hast du dich verguckt?“
 

„Und es mit einem Dachs verwechselt? Niemals.“
 

„Welche Farbe hatte das Shirt denn?“
 

„Dunkelgrau, denke ich.“
 

„Und du bist dir sicher, dass es ein Adler war? Und nicht zufällig... ein Falke?“, fragte er mit einer Augenbraue nach oben deutlicher nach, „Je nachdem, wie weit die Entfernung war und wie klein das Emblem... könnte man das nämlich tatsächlich verwechseln.“
 

„Wieso ein Falke?“, zischte sie leise.
 

Wenn er an seiner Gesundheit hing, dann sollte Davies mal anfangen, sich nicht alles aus der Nase ziehen zu lassen.
 

„Das Logo von den Falmouth Falcons ist zufälligerweise ein schwarzer Falke, auf dunkelgrauen Grund.“, erläuterte er dann.
 

Angelina wollte gerade wieder etwas einwerfen, aber sie hielt inne. Ließ den Gedanken durch ihren Kopf gehen. Und leider... wenn sie so darüber nachdachte, könnte Davies wirklich Recht haben.
 

„Ich sehe, es rattert in deinem Kopf.“
 

„Halt die Klappe.“, murmelte sie ihm entgegen, „Selbst wenn... okay... dann war es vielleicht das Emblem der Falcons. Was heißt das schon?!“
 

„Dass dafür alle Spieler in Frage kämen, Johnson. Und zwar nicht nur Ceds Team, sondern auch dein Team und Slytherin.“
 

„Erstens.“, sagte sie und hob ihren Zeigefinger, „Dafür müsste man Fan dieser bestialischen Vereins sein und das ist niemand aus Gryffindor. Zweitens.“, sie hob ihren Mittelfinger, „Slytherin schließe ich aus. Das war definitiv keiner, dafür war er viel zu nett. Katie würde sich auch nie auf eine Schlange einlassen.“
 

„Und da muss ich dich schon wieder unterbrechen.“
 

„Nein, musst du nicht! Das war keine Schlange, selbst wenn deine merkwürdige Theorie über das Auge isst mit stimmen sollte, die sind doch teilweise auch im selben Alter und nach dieser Ansicht, nicht interessiert genug dafür.“
 

„Ich muss gestehen, Cedrics Team schließe ich eigentlich auch aus. Daher bleibt für mich nur Slytherin übrig.“
 

„Das wird mir zu blöd.“, murmelte Angelina und packte ihre Sachen eifrig zusammen.
 

Ungeachtet, ob sie nun ihren Aufsatz dabei zerknitterte, konnte sie sich Davies dummes Gelaber nicht mehr antun. Es kam ihr sogar fast vor, als würde sie gegen eine Wand sprechen. Slytherin... niemals.
 

„Jetzt warte doch mal...“
 

„Nein. Das hör ich mir nicht an! Auf das gesamte Gespräch hätte ich mich nicht einlassen sollen.“
 

Als sie aufstand, ging der Braunhaarige ebenso in die Höhe und griff nach ihrem Handgelenk.
 

„Bitte setz dich.“
 

„Einen Drachenmist werde ich machen!“, zischte sie und prompt hörte sie erneut Madam Pince fluchen, doch diesmal ging sie nicht auf die Frau ein.
 

„Ich will dir helfen.“
 

„Warum?!“
 

„Setz du dich erst?“, fragte er und deutete erneut auf ihren Platz.
 

Widerwillig ließ sie sich zurück auf die Bank nieder, löste sich aber aus seinem Griff. Sagte jedoch nichts und wartete ab, was er noch so vom Stapel ließ.
 

„Eigentlich interessiert es mich echt einen feuchten Furz, wer was mit wem hat, aber nachdem ich zumindest... sagen wir 70 Prozent davon ausgehe, dass es nur ein Slytherin sein kann, wirst du dir Sorgen um Bell machen. Was... sicherlich berechtigt wäre.“
 

Sie atmete tief ein und aus, sagte aber noch immer nichts. Denn irgendwo traf er da schon in einen Wunden Punkt. Mal angenommen, Davies hätte Recht. Dann musste sie unbedingt Katie vor einer großen Dummheit bewahren. Den Slytherins waren nicht zu trauen und wahrscheinlich schnitt Davies gerade deswegen diese Problematik an.
 

„Eine persönliche Frage.“
 

„Was?“, seufzte sie, weil sie zu müde war, ihm jetzt noch einen giftigen Konter zu geben.
 

„Bell ist noch Jungfrau, oder?“
 

Sie nickte schwach. Was brachte es jetzt noch darüber zu Schweigen. Wenn Katie überhaupt von ihren Aktionen etwas herausfand, wäre sie sowieso mausetot.
 

„Dachte ich mir schon.“, murmelte er und sah kurz nachdenklich von ihr ab, bevor er wieder seinen Blick hob, „Es könnte natürlich sein, dass ich da falsch liege. Aber Slytherins spielen in den meisten Fällen nie mit offenen Karten. Dass du mich noch nicht verflucht hast, bin ich mal so mutig zu sagen, dass es gerade für uns Jungs eine Art... Trophäe ist, der Erste sein zu dürfen.“, sagte er vorsichtig.
 

„Du meinst,... sie könnte dazu gebracht werden?“
 

„Wenn du es so ausdrücken magst.“, antwortete er, „Du hast gesagt, er wäre sehr zuvorkommen zu ihr gewesen. Das spricht natürlich nicht für eine Schlange, aber dann vielleicht doch. Wenn er es absichtlich auf diese Tour bei ihr versucht. Sie ist 15, Johnson. Vielleicht sogar schon verliebt und er sagt einfach nur das, was sie gerne hören will.“
 

„Was aber nicht der Wahrheit entsprechend könnte...“, murmelte Angelina mehr zu sich, aber sah Davies nicken, „Jetzt mache ich mir Sorgen.“
 

„Wie gesagt, ich kann mich umhören. Auch...“, sagte er und machte eine Pause, „... bei den Slytherins.“
 

„Wie das denn?“
 

„Ach... ich bin der einzige, der immer mal wieder zwischen Wood und Flint vermitteln muss. Cedric hält sich da gerne raus, will kein Veilchen kassieren.“
 

„Du willst aber was dafür, oder? Einfach so, machst du das doch nicht.“
 

„Vielleicht...“, begann er dann doch wieder leicht zu grinsen.
 

„Kein Qui-“
 

„Das war wirklich nur ein Scherz. Du hättest dein Gesicht sehen sollen.“, lachte er dann leise.
 

„Ha, ha... sehr witzig.“, sagte sie tonlos, „Was willst du haben?“
 

„Sonntag Hogsmead?“
 

Jetzt hob sie eine Augenbraue.
 

„Du? Mit mir?“
 

„Ja klar.“
 

„Ich dachte, du stehst nicht auf Schwarzhaarige?“
 

„Bin flexibel, wenn sich gerade nichts anderes anbietet.“, zuckte er dann mit den Schultern.
 

Auch wenn Davies hinter seiner Stirn wohl etwas im Kopf hatte. Ein oberflächlicher, hormongesteuertes Arschloch blieb er trotzdem. Und sie war jetzt auf alle Fälle verzweifelt, wenn seine Vermutung stimmte und Katie dabei war in ihr Unglück zu laufen.

Also gab es da nur eine passende Antwort darauf.
 

„Deal.“

Unterschiedliche Meinungen

„Mit einem gewagten Manöver hat Georgia Morgan den Quaffel aus Keitch Händen geschlagen! Der Ball fliegt im hohen Bogen über beide Köpfe hinweg. Morgan nimmt Geschwindigkeit auf, um den Quaffel noch zu fangen, doch was ist das?! Basil Horton lenkt gerade den Klatscher auf Morgan! Sie wird nicht ausweichen können! Oh nein!“
 

Mit zusammengepressten Händen bibberten alle drei Jägerinnen des Hauses Gryffindors, die wie gebannt vor dem Radio, auf dem Boden saßen und dem Ligaspiel Holyhead Harpies gegen die Falmouth Falcons zuhörten.
 

„Morgana ist den Harpies heute wohlgesonnen! Gwenog Jones ist direkt an Morgans Seite und schlägt den Klatscher im letzten Moment wieder zu seinem Absender zurück! Horton wird getroffen, fällt...“
 

„Das geschieht ihm Recht...“, murmelte Angelina, wobei sie kurz ein Nicken seitens Alicia auffiel.
 

Sie schaute auch kurz zu ihrer anderen Seite, an der Katie saß. Sie jedoch hatte ihr keine Beachtung geschenkt. Ihre Augen hafteten ununterbrochen auf dem Radio, aus dem erneut die Stimme des Moderators zu hören war.
 

„Morgan wirft Richtung der gegnerischen Ringe und... TOR! Ein weiteres Tor für die Holyhead Harpies, doch noch immer liegen sie hinter den Falmouth Falcons. Zur Erinnerung,... die Falcons führen mit 270 zu 140. So langsam müsste Griffiths den Schnatz erblicken, sonst könnte die Begegnung für die Harpies nicht gut ausgehen!“
 

Angelinas dunkle Augen beugten ihre Freundin weiterhin, als diese leise flüsterte.
 

„Dürfen nicht verlieren.“
 

Sie schien wie gefesselt zu sein und sie und Alicia komplett ausgeblendet zu haben, so dass ihr gar nicht bewusst war, dass sie diesen Satz geflüstert hatte. Wieso war Katie so versessen darauf, dass die Holyhead Harpies gewannen? Ja, es war ihr aller Lieblingsverein und keiner im Hause Gryffindor hatte Sympathie für die Falcons. Aber ihrem inneren Gefühl konnte sie nicht leugnen. Dieses Mal schien es, als würde etwas wichtiges daran hängen und ihre Gedanken wanderten zu dem Jungen zurück, den Katie in der Ravenclaw Umkleide getroffen hatte. Davies hatte gesagt, dass der Vogel, den sie gesehen haben sollte, ein Falke hätte sein können. Also jemand der mit diesem brutalen Team sympathisierte und nach ihren logischen Denkvermögen hatte sie sich mittlerweile darauf geeinigt, dass das nur auf einen Slytherin zutreffen konnte.

Es war schwer Roger Davies Glauben zu schenken, aber alles andere ergab sonst keinen Sinn. Zugleich schnürte es ihr die Kehle zu.
 

„Ich glaube, gerade hat Breath Griffiths den Schnatz gesehen!? Oh ja doch! Sie nimmt an Fahrt auf. Der gegnerische Sucher scheint ihrem Blick gefolgt zu sein und beide rauschen parallel durch das Stadion!“
 

Nur wenige Sekunden darauf hörte Angelina drei sehr laute Töne aus dem Radio dröhnen. Sie spürte Alicias Hände auf ihrer rechten Schulter, die wie wahnsinnig an ihr rüttelten und weitere Jubelschreie drangen von links in ihr Ohr. Katies Augen funkelten begierig, als der Radiosprecher bekannt gab, das die Holyhead Harpies 320 zu 170 gegen die Falmouth Falcons gewonnen hatten.
 

Nur nebenbei bemerkte sie, wie Alicia von ihrer Seite aufstand und im Mädchenschlafsaal verschwand. Was auch immer sie tat, es wäre vielleicht eine gute Gelegenheit mit Katie zu sprechen. Doch kaum ihren Mund geöffnet, wanderte der Blick der Jüngeren zu ihr und stattdessen das Angelina ihre Worte formen konnte, kam Katie ihr zuvor.
 

„Angie, mach nicht so ein Gesicht. Freust du dich denn gar nicht?“
 

„Ehm... doch. Doch. Natürlich.“, lächelte sie und zwang sich ein Lächeln auf, „Ich... frag mich nur, du warst so angespannt während dem Spiel. Das bist du sonst nicht.“
 

„Äh... ja, es war ja auch schließlich ein wichtiges Spiel.“
 

„Schon...“, murmelte sie, „Aber selbst in der letzten Saison als sie gegen Puddlemere United gespielt haben, haben deine Ohren nicht so sehr am Radio gehangen.“, sagte sie ehrlich und wartete auf eine Antwort.
 

Doch genau in diesem Moment drückte sich Alicia plötzlich zwischen sie beide.
 

„It's Party-Time, Mädels.“, kicherte sie und Angelina sah in den Händen ihrer Freundin zwei Flaschen und drei Gläser.
 

Angelinas Augenbrauen zogen sich nach oben.
 

„Wo hast du den Elfenwein her, Lesha?“
 

„Geklaut aus der Küche.“, kicherte sie weiter, „Wir müssen immerhin feiern. Hier halt dein Glas.“
 

Sie drückte ihr ein Sektglas in die Hand, während sie ihr eigenes auf dem Boden abstellte. Ebenso eine zweite Flasche, die jedoch nicht das typische Rosé beinhaltete, wie der Elfenwein.
 

„Was ist da drin?“, fragte sie daher und deutete auf die Flasche.
 

„Oh, ja. Unser Küken zuerst.“, sagte sie, stellte den Wein zur Seite und begann die andere Flasche zu öffnen, „Hier Katie. Eine ganze Flasche Butterbier nur für dich.“
 

„Ich krieg keinen Elfenwein?!“, hörte sie Katie fast schon beleidigt sagen.
 

„Ich hab mir schon genug Ärger damit eingehandelt, wenn McGonagall herausfindet, dass ich es auch noch an Jüngere ausschenke, bin ich geliefert.“
 

„Ihr seid nur ein Jahr älter, als ich.“
 

„Eben. Fang erst nächstes Jahr mit dem Saufen an, Katie. Glaub mir. Erspart dir viel Ärger.“
 

„Hmpf.“, schnaubte sie beleidigt und blickte zur Flasche mit dem Butterbier.
 

Während Alicia nun auch den Elfenwein öffnete, sprach sie auch über den morgigen Sonntag. Sie erwähnte das wöchentliche entspannen am Schwarzen See. Gerade zu der jetzigen Jahreszeit war das Wasser so angenehm, dass man das einfach ausnutzen musste. Apropos Sonntag. Verdammt. Das hatte Angelina fast schon komplett vergessen, dass sie ja mit Davis eine Verabredung hatte. Oder eher verdrängt. Da war sie sich noch nicht einig.
 

„Fred und George bringen die Getränke mit, Katie könntest du die Snacks besorgen?“
 

„Wieso ich?“
 

„Du kannst so gut mit den Hauselfen. Die machen dir bestimmt liebend gerne einen Korb fertig.“
 

Seufzend stimmte Katie zu, als Alicia zu Angelina aufschaute.
 

„Bringst du die Decken aus dem Turm-“
 

„Ich kann nicht.“, warf sie schnell dazwischen.
 

„Aber irgendjemand muss. Ich selbst kann auch nicht. Ich muss morgen mein Aufsatz für Snape noch fertig machen und da an Sonntagen die Bibliothek wie leergefegt ist, dachte ich, ich mach's dann.“
 

„Wieso kannst du nicht?“, kam die Frage von Katie an Angelina.
 

Die Schwarzhaarige blieb zuerst still. Was sollte sie sagen? Die Wahrheit? Dass Davies sie nach Hogsmead eingeladen hat? Ein Date mit- Nein, nein, nein. Das war kein Date. Sie trafen sich nur, um aus ihm Informationen auszuquetschen. Wobei Angelina sich immer noch fragte, wie der Ravenclaw was aus den Slytherins rausbekommen wollte.
 

„Angelina?“, fragte Alicia nun nach.
 

„Ehm... ich... treffe mich mit jemanden in... Hogsmead.“, murmelte sie dann vorsichtig, doch ihre Freundinnen haben sie wohl deutlich genug verstanden.
 

„Du hast ein DATE?!“, kam es von Alicia und sie sah schon, wie ihre braunen Augen zu leuchten begannen vor Neugier.
 

„Nein! Kein Date!“, rief sie sofort aus, „Wir treffen uns auf eine ganz... entspannte Basis.“
 

„Wer ist es?“
 

„Ehm... gar nicht so wichtig, es ist... für ein Projekt in Wahrsagen. Partner-Arbeit.“, log sie schnell.
 

Das war das einzige, was ihr auf die Schnelle einfiel. Keiner der Beiden belegte das Fach.
 

„Und dann geht ihr dafür nach Hogsmead?“, fragte die Schwarzhaarige argwöhnisch nach.
 

„Ja, einfach mal raus aus'm Schloss. Dachte, wir kombinieren das, mit dem schönen Wetter. Ich weiß, wir hatten das am See schon ausgemacht, aber das Projekt ist wirklich wichtig und er hat leider sonst so wenig Zeit.“
 

„Also doch ein Date.“
 

„Bei Merlins Bart, darf man nicht mal mehr mit einem Jungen nach Hogsmead, ohne das man sofort als Date Partner abgestempelt wird?!“, erhob sie nun ihre Stimme, „Ich hab mir meinen Projekt Partner nicht ausgesucht!“
 

„Wenn du so austickst, könnte man glatt meinen, dass genau das der Wahrheit entspricht.“
 

„Alicia-“
 

„Ist doch gut jetzt.“, kam es plötzlich von Katie, „Wenn Angelina sagt, dass es kein Date ist, dann ist es eben keines. Und selbst wenn, ist das doch auch okay, wenn sie noch nichts darüber erzählen möchte.“
 

Katies sehr bedachte Antwort warf Angelina wieder zurück zu ihrer eigentlichen Aufgabe. Für sie wäre es okay, wenn man nicht gleich mit der Tür ins Haus fiel, aber für die Schwarzhaarige war der bittere Beigeschmack dabei, ihre Freundin vor Gefahren zu schützen. Wenn sie in irgendein Typen verknallt wäre, der versuchte sie nur zu verarschen, wäre es für sie auch vollkommen in Ordnung, wenn ihre Freunde ihr ins Gewissen reden würden.
 

„Wie geht es dir eigentlich?“, fragte sie daher gezielt.
 

„Mir? Gut...“, sagte sie unbeeindruckt.
 

„Wirklich?“
 

„Ja... wieso... fragst du?“
 

„Den Kontextsprung würde ich auch gerne verstehen.“, kam es von Alicia, deren Augenpaare ständig zwischen ihr und Katie hin und her sprang.
 

„Ich meine,... wegen Finnigan... du weißt. Die Sache mit Vicky.“
 

„Das ist doch schon längst gegessen.“
 

„Das sehe ich aber auch so, Angie. Wieso fragst du jetzt danach?“
 

„Bin nur neugierig, ob du jemanden Neues ins Visier genommen hast.“, sagte sie an Katie gerichtet.
 

Vielleicht war die Frage nicht besonders gut ausgewählt gewesen. Denn Katies vermied plötzlich ihr in die Augen zu sehen und starrte penetrant auf ihr Butterbierglas.
 

„Da gibt’s nichts Neues.“, sagte sie dann nach einer kurzen Pause, bevor sie ihr Glas abstellte und vom Boden sich aufrappelte, „Muss mal aufs Klo.“
 

Wie von einer Acromantula gestochen, sprang sie förmlich auf und verschwand in den oberen Etagen.
 

„Was sollte die Frage jetzt?“, kam es erneut von der gleichaltrigen Gryffindor.
 

„Was meinst du?“
 

„Bind mir bitte keinen Hippogreif auf die Nase. Du hast sie richtig ausgestochen mit irgendwelchen wilden Fragen. Was sollte das?“
 

„Ich hab doch nur nachgefragt, wie es ihr geht, nachdem ihr Schwarm sie nicht einmal angesehen hat.“
 

„Das ist schon Monate her, Angie. Wieso kommst du jetzt damit?“
 

Angelina seufzte schwer. Es war keine so gute Idee gewesen, im Beisammensein von Alicia, Katie auszufragen. Die 15-jährige würde das nicht durchschauen, ihre beste Freundin hingegen schon. Was sollte sie sagen?
 

„Du benimmst dich die ganzen letzten Tage schon merkwürdig. Sag mir, was los ist.“
 

„Okay.“, hauchte sie und entschied sich, zumindest ihr die Wahrheit zu sagen.
 

Sie begann zu erzählen, was sie bei Katie gefunden hatte, wobei sie hier schon einen gefährlichen Blick geschenkt bekommen hatte, da Alicia zuerst dachte, sie hätte mit Absicht in den privaten Sachen von Katie gewühlt. Dass sie den Brief unabsichtlich gefunden hatte und... gut, drin gelesen war nicht so die feine englische Art gewesen, aber es war passiert. Wichtig war, was sie daraus machte.
 

„Und du glaubst... dass sie sich mit einem Slytherin trifft?“
 

„Alles spricht dafür. Ich hab jedes andere Haus ausgeschlossen.“
 

„Und?“
 

„Und was?“
 

Alicia sah sie verständnislos an.
 

„Wir müssen rausfinden, wer es ist, Lesha!“
 

„Frag sie doch einfach danach.“
 

„Das kann ich nicht.“
 

„Und warum?“
 

„Weißt du noch, als sie für Seamus schwärmte? Da hat sie uns das direkt gesagt, aber das hier... hat sie uns schließlich verschwiegen. Sie würde das sicherlich abstreiten.“
 

„Wenn es wirklich ein Slytherin ist, kann ich das auch gut verstehen. Sieh dich nur an.“
 

„Was soll dass denn jetzt bitte heißen?!“
 

Alicia seufzte.
 

„Du gehst ja jetzt schon ab, wie die peitschende Weide, wenn auch nur eine Fliege auf ihr sitzt.“
 

„Ach und dich kümmert das nicht? Slytherins sind nicht zu trauen. Der nutzt sie doch bloß aus!“
 

„Wenn... Katie sich wohl fühlt, dann ist doch alles okay und mal ehrlich. Nicht alle Slytherins sind Reinblutärsche, wie Malfoy.“
 

„Du ergreifst Partei für die Schlangen?!“
 

„Merlin, Angie. Wir sind alles Menschen, okay. Und der eine oder andere ist vielleicht ganz in Ordnung. Nur weil er in einem Haus eingeteilt wurde, dessen Ruf einem vorauseilt, heißt das nicht, dass sie alle schlecht sind.“
 

„Sag mir nur ein Slytherin, der in deinen Augen in Ordnung ist.“
 

„Da gibt’s sicherlich... ein paar.“, druckste sie herum.
 

„Aber benennen kannst du sie nicht.“
 

Alicia verschränkte ihre Arme ineinander und sah ihr weiterhin stur in die Augen.
 

„Ich kenne auch nicht alle 250 Slytherin Schüler. Egal. Ich finde nicht gut, dass du dich da einmischst. Selbst wenn Katie da in etwas hineinrutscht, sie muss ihre eigenen Erfahrungen machen. Man sagt nicht ohne Grund, dass man aus Fehlern lernt.“
 

„Aber doch nicht ein Fehler mit einem Slytherin! Alicia,... ich hab die beiden rumknutschen gesehen und man bemerkte deutlich, dass er ihr an die Wäsche wollte!“, zischt sie leise zu ihr rüber, „Wir müssen sie doch beschützen vor solchen Typen!“
 

„Das sehe ich anders. Du kannst nicht bestimmen, mit wem sie ihr erstes Mal hat. Du bist nicht ihre Mutter und selbst die, dürfte das nicht. Katie ist taff genug, das für sich selbst zu bestimmen.“, sagte sie streng, „Und wie gesagt, wenn es ein Fehler wird, dann lernt sie daraus. Das lässt sie wachsen.“, sagte sie und ließ ihre Arme fallen, „Unsere erste Erfahrungen waren auch nicht der Burner, wenn du dich daran erinnerst. Im allgemeinen ist das Erste Mal nie spektakulär.“, fügte sie nachdenklich dazu.
 

„Deswegen müssen wir sie ja-“
 

„Wir müssen gar nichts. Egal wer der Kerl ist, wenn Katie mit uns darüber reden möchte, dann wird sie auf uns zukommen, aber bis dahin mischst du dich da nicht ein, verstanden?“
 

„Aber Alicia-“
 

„Nein. Das ist ihre Sache. Ich frag dich doch auch nicht weiter aus, über dein angeblichen Projekt Partner oder hetzt dir einen Wachhund aufs Auge. Ich bin zwar neugierig, aber nicht komplett bescheuert, meine freie Zeit für so einen Humbug herzugeben.“
 

„Na schön. Dann kann ich wohl nicht auf deine Hilfe bauen.“
 

„Hast du mir eben nicht zugehört?“
 

„Doch, doch. Aber ich sehe, im Gegensatz zu dir, in was für eine Falle sie da läuft.“
 

„Wer läuft in eine Falle?“
 

Abrupt wurden beide Jägerinnen kalkweiß im Gesicht und wandten sich zur Treppe um. Die dritte Jägerin im Bunde nahm eben die letzte Stufe und kam auf sie zu.
 

Angelina war so in Fahrt gewesen, dass sie Katie fast schon fragen wollte, wer ihr heimlicher Verehrer war, doch Alicia kam ihr zuvor. Zum Glück.
 

„Ach nichts. Wir haben nur über Fred und George nächsten Streich gesprochen, aber das können sie dir ja morgen alles erzählen.“, lächelte sie und setzte ein perfektes Poker Face auf.
 

Manchmal könnte man auch meinen, dass Alicia ins falsche Haus gesteckt worden wäre...
 


 

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Blickkontakt

Mit einem Fuß tippelte sie aufgeregt auf den Boden, während sie mit verschränkten Armen an eine Wand, an der großen Eingangshalle stand und auf ihre Verabredung wartete. Angelina hatte sich nicht wirklich schick gemacht. Wozu auch. Es war nur Roger Davis. Casanova-ich-lass-nie-was-anbrennen. Dass sie sich mit ihm traf war nur das schlechtere Übel, aber dafür hatte sie ein zweites paar Augen, dass eventuell mehr herausfinden würde, als sie gestern Abend beim Quidditchspiel.
 

Aus Katie war ja gar nichts rauszukriegen. Nicht mal eine kleine Andeutung. Sie spielte das unschuldige Mädchen, welches sie immer schon nach Außen trug. Was es genauso unglaubwürdig machte, dass sie die Sache mit Seamus so schnell überwunden hatte. Am Anfang des Jahres hatte sie kaum die Augen von ihm nehmen können. Seamus war über die Sommerferien richtig in die Höhe geschossen und hatte daher oft weibliche Blicke angezogen. Auch wenn er ein Jahr jünger war, sah er fast schon aus wie ein Sechstklässler.
 

„Na, wartest du auf dein Date?“, wurde sie aus ihren Gedanken gerissen und sah zur Seite.
 

„Wie oft noch, Alicia. Das ist kein Date, sondern nur eine Partner-Arbeit.“, pflaumte sie direkt zurück, als sie ihre Freundin erkannte.
 

„Ist klar und ich hasse Quidditch eigentlich und möchte lieber im Chor singen.“, antwortete sie prompt und lachte leise.
 

„Wie auch immer.“, schnaubte sie, „Du bist auf dem Weg zum See?“
 

„Jep. Hast du Katie gesehen? Sie ist vor mir aus dem Turm raus. Wollte die Snacks holen.“
 

„Nein? Ich stehe hier sicherlich schon eine halbe Stunde. Da ist niemand die Kerkertreppe hinunter.“
 

„Mhm, na ja, vielleicht hat sie den Geheimgang genommen.“
 

„Möglich.“, murmelte Angelina, doch dachte noch weiter.
 

Vielleicht würde sie sich auch mit ihrem Slytherin Freund treffen. Sie tat zwar gestern so, als wäre sie nicht angetan davon in die Hauselfenküche zu stapfen, für die Knabbereien für das Treffen, aber es wäre auch zu perfekt und komplett unauffällig, warum sie in die Kerkergängen umherlief. Darüber würde sich keiner Gedanken machen.
 

„Entschuldige, Johnson. Ich bin ein bisschen spät. Professor Flitwick hat mich aufgehalten.“, hörte sie plötzlich die Stimme von Davis und ihr Gesicht wurde kalkweiß, „Oh. Hallo Spinnet.“
 

Angelina sah zu Alicia, die sie entgeistert ansah. Koboldmist. Wieso musste Alicia mitbekommen, wer ihr angeblicher Projekt Partner war?!

Das fragte sie sich wohl tatsächlich, denn ihre Freundin packte ihren Arm und zog sie kurz etwas zur Seite, so dass Davis ihre nächste Unterhaltung nicht mitbekommen konnte.
 

„Davis?! Roger Davis? Bist du noch ganz bei Trost?!“
 

„Es ist nicht so, wie es aussieht.“
 

„Verarschen kannst du wen anderen. Du unterstellst Katie, dass sie was mit einem Slytherin hat und du gehst mit Davis aus?! Jeder weiß doch, wie viele Betthäschen der hat. Der ist schlimmer, als jeder Slytherin zusammen!“
 

„Das ist auch kein Date, sondern-“
 

„Wag es dich zu sagen, für ein Projekt für Wahrsagen. Davis belegt kein Wahrsagen. So dumm bin ich nicht.“
 

Angelina seufzte. Das hatte sie gestern nicht bedacht, als sie die Ausrede in den Raum warf.
 

„Schön. Okay. Es ist keine Arbeit für Wahrsagen, aber auch kein Date. Er wollte mir helfen, wegen der Sache mit Katie und ihrem geheimnisvollen Verehrer und die Gegenleistung ist eben, dass ich mit ihm ausgehe.“
 

„Ernsthaft?!“, spuckte sie heraus und gab kleine, gespielte Würg Geräusche von sich, „Ich weiß nicht, was schlimmer ist. Deine verkorksten Ideen und Behauptungen, oder dein kranker Beschützerinstinkt. Ich hab dir meine Meinung gestern Abend verdeutlicht!“
 

„Wenn du mir helfen würdest, müsste ich das nicht machen!“
 

„Jetzt soll ich schuld daran sein, dass du dich auf Davis einlässt?!“
 

„Alicia, dass hab ich doch gar nicht gesagt!“
 

Ziemlich schnell ging Alicia auf Abstand und hob ihre Hände in die Höhe.
 

„Das wird mir alles zu blöd. Mach ruhig weiter. Aber glaub ja nicht, ich mach bei dem Kram mit. Vielleicht sollte ich Katie einfach sagen, was du hinter ihrem Rücken abziehst. Nichts auf der Welt ist so wichtig, dass du nicht mit einer Freundin reden kannst. Stattdessen hetzt du ihr auch noch Davis auf den Hals. Sie scheint glücklich zu sein, also sei verdammt nochmal ihre Freundin und nicht die, die sie bloßstellen will!“
 

„Lesha...“
 

Doch diese schüttelte ihren Kopf immerzu, bevor sie sich ohne weiteres Wort abwandte, Richtung Innenhof und Schwarzen See.
 

So war das doch alles nicht gemeint. Alicia verstand sie partout falsch. Sie wollte Katie doch nicht bloßstellen, sondern Schlimmeres verhindern. Zum Beispiel bloßgestellt und erniedrigt zu werden, von einem Slytherin! Alicia hatte einfach nicht die Informationen, wie sie und die beiden auch nicht gesehen. Sie dachte nicht an die Konsequenzen, was passieren könnte und Angelina wollte ganz sicher nicht, eine weinende Katie trösten, weil sie sich auf einen hinterhältigen Slytherin eingelassen hätte.
 

„Können wir also?“, hörte sie erneut Davis Stimme und wandte sich zu ihm um.
 

„Lass uns gehen, damit ich das hinter mir hab.“
 


 

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Das Treffen am See sollte eigentlich wie jeder Sonntag werden und doch war diesmal alles anders. Angelina war nicht da, Katie wirkte merkwürdig euphorisch, wenn auch ein bisschen verträumt und sie... eher geistig abwesend. Das traf es ziemlich genau. Nur Fred & George waren wie immer drauf. Lustig, gackernd aneinanderhängend, über ihre eigenen Streiche lachend.

Alicia saß auf einer der Decken, die George aus dem Turm mitgebracht hatte und hing ihre Gedanken mehr nach, als sie sollte.
 

Sie konnte es immer noch nicht fassen, dass Angelina sich da so hineinsteigerte. Sie sich sogar auf ein Treffen mit Roger einließ. Der wohlgemerkt jedes weibliche Wesen ansprang und leider damit oftmals Erfolg hatte. Selbst wenn die Mädchen bereits in einer Beziehung waren, hatte er sich die Mädels geangelt. Die einzige Ausnahme war in dieser Konstellation Cho Chang, die schon immer an Cedric Diggory hing und die beiden auch kaum zu trennen waren. Das hatte sie hautnah miterlebt, wie er versuchte, Cho rumzukriegen. Er versuchte Cedric wo es nur ging auszustechen, nur dass er auf Granit biss. Wahre Liebe konnte man eben nicht austricksen.
 

Gedankenverloren sah sie zu Katie rüber, die immer noch verträumt auf den See starrte. Sie kam zum See fast eine ganze Stunde später, wie sie. Die Knabbereien hatte sie mit dabei. Aber so lange hätte das gar nicht dauern können. Vielleicht hatte sie sich mit ihrem Freund getroffen? Würde sich ja lohnen, da die Küche und der Slytherin Gemeinschaftsraum beides in den Kerkern aufzufinden waren.
 

Bei Merlin nochmal... seit Angelina ihr diesen Floh ins Ohr gesetzt hatte, dachte sie nun auch immerzu darüber nach. Natürlich war auch sie neugierig, aber sie hielt an ihrer Ansprache fest. Wenn Katie noch nicht bereit war, mit ihren Freunden darüber zu reden, dann war das vollkommen in Ordnung.

Sie konnte sich schließlich ziemlich gut in ihre Situation hineinversetzen. Denn auch sie... hatte ein Geheimnis vor ihren Freunden. Das allerdings schon seit über einem Jahr. Sie konnte wohl nur von Glück sprechen, dass Angelina sie nie ins Visier nahm, mit ihrem übergroßen Beschützerinstinkt.
 

Lautes Gegröle machte die vierer Gruppe aufmerksam auf den Feldweg. Alicia rollte die Augen, als sie die Quidditch Mannschaft von Slytherin sah, die den Weg hoch zum Schloss nahmen. Sie kamen offenbar gerade vom Training.
 

Training. Morgana steh ihr bei. Das würde morgen auch noch auf sie zukommen. Dieses dumme Einzeltraining, welches Oliver angesetzt hatte. Kurz hatte sie den Gedanken eine Erkältung am Frühstückstisch vorzutäuschen, um sich dann bei Madam Pomfrey vorzustellen. Aber dann würde sie Arithmantik ebenso schwänzen müssen. Dabei war es doch das einzige Fach, in dem sie ihren Freund ganz unbefangen sehen konnte.
 

Alicias Blick hob sich kurz. Gerade noch rechtzeitig, da ihr klare blaue Augen entgegen sahen. Leicht hob sie ihre Mundwinkel nach oben, aber immer noch so, dass es für ihre Freunde nicht zu sehen war. Seine Augen fuhren gen Boden und sie verfolgte seinen Blickwinkel. Sein rechter Zeigefinger hob sich nach oben, doch ließ er seinen Nimbus 2001 nicht weniger locker. Sie hatte sofort verstanden, was er meinte. Mittlerweile konnten sie sich perfekt verständigen, ohne irgendwen auf sie aufmerksam zu machen.

Manchmal war das auch echt gruselig, dass sie sich so blind verstanden.
 

Wer hätte noch vor 14 Monaten geglaubt, dass sie mit dem dunkelblonden Slytherin, sich so gut ergänzte? Sie ganz sicher nicht und würde Angelina das auch noch rausbekommen, dann wäre das ihr Untergang. Nicht nur, da Angie nie auch nur ein Geheimnis für sich behalten konnte, sie würde sie auch für Unzurechnungsfähig halten. Weil sie offenbar der Meinung war, sich mit Slytherins einzulassen, wäre der Verrat des Jahrtausends.

Dabei irrte sie sich und zwar gewaltig. An ihrer Aussage, dass nicht alle aus Slytherin Reinblut Snobs waren, war etwas Wahres dran. Hätte sie sich sonst auf den Dunkelblonden eingelassen? Nein. Da er ihr das Gegenteil bewiesen hatte. Und mal ehrlich, Wo die Liebe hinfällt, war nicht nur ein dummer Spruch aus einem Muggel Magazin.
 

Der Junge in der grünen Uniform hatte ihr noch einmal kurz zugelächelt, bevor er den Blick wieder nach vorne richtete. Alicias Hand wanderte in ihren Nacken und kratzte sich kurz eine Stelle, um die Ahnungslose zu spielen und sah dabei zu Katie rüber.
 

Eigentlich wollte sie die Jüngere nur in ein Gespräch verwickeln, um das starre Treffen bisschen in die Gänge zu bringen.
 

„Bist du eigentlich fertig geworden mit deinen Hausaufgaben?“, fragte sie und wartete.
 

Ziemlich lange, so dass sie bereits die Augenbrauen hochzog. Diese starrte die ganze Zeit den Feldweg entlang, der zum hinteren Innenhof führte, in denen gerade die gesamte Slytherin Mannschaft verschwunden war.
 

Wieder zog sich ein Blitz durch Alicias Gedanken. Ein Slytherin aus dem Quidditchteam hatte Angelina gesagt. Anscheinend war ihre Freundin auf einer ziemlich heißen Spur und wenn sie die ganzen Beobachtungen zusammenzählte, wie die Sache mit der Küche und dem langen Wegbleiben...
 

Okay. Wenn es wirklich so wäre, wer käme da in Frage? Sechs Spieler. Einer davon musste es wohl sein. Einen konnte sie immerhin glasklar ausschließen, genauso wie Malfoy. Blieben also nur noch...
 

„Oh guckt mal, wer unser Treffen retten kommt!“, hörte sie plötzlich George rufen und ihre Gedanken verabschiedeten sich.
 

Auf die sitzende Gruppe kamen Harry, Hermione und Ron dazu. Offenbar hatte Fred die drei eingeladen, nachdem klar gewesen war, dass Angelina abgesagt hatte. Vielleicht hoffte er tatsächlich, dass sie das Treffen retteten. Aber auch dass schien die Stimmung nicht zu heben. Besonders nicht, als Katie plötzlich verlautete, dass es ihr nicht so gut ging und sie besser in den Turm zurückgehen würde. Was sie schlussendlich auch tat, ohne auf irgendjemanden noch zu achten.
 

Alicia hatte ihr kein Wort geglaubt, denn eben sah sie nicht aus, als würde sie gleich Schnecken kotzen. Eher... als hätte sie noch etwas vor. Der Floh in Alicias Hirn hatte sich festgefressen. Wahrscheinlich hatte Angelina Recht, dass Katie einen Freund hatte. Dass es ein Slytherin sein sollte, war ihr nun auch klar. Vielleicht auch einen aus dem gegnerischen Quidditchteam. Aber Sorgen machen? Nein. Das tat sie gewiss nicht. Katie hatte eine gesunde Menschenkenntnis und sie konnte sehr wohl auf sich aufpassen. Da brauchte sich keiner einzuhängen, schon gar keine Angelina, die in ihr nur das Küken sah, welches noch nicht fliegen konnte.
 

Ach das war doch alles zum Haare raufen! Abrupt stand sie ebenfalls auf und nahm ihre Tasche.
 

„Ich glaube, ich geh auch hoch.“, verkündete sie seufzend der Gruppe.
 

„Du auch? Was ist denn heute los?“, fragte George entgeistert.
 

„Habt ihr alle eure Tage?“, fügte Fred hinzu und Alicia warf ihm einen gefährlichen Blick zu, so dass er hart schlucken musste, „War ein Scherz.“, murmelte er entschuldigend.
 

„Ich schau nochmal über meinen Aufsatz.“
 

Das hatte sie wirklich vor, denn mit diesen Gedanken um Katies geheimen Freund, ließ ihr Gehirn platzen. Sie musste unbedingt auf andere Gedanken kommen.
 

„Hausaufgaben hier, Hausaufgaben da... man könnte meinen, ihr würdet dieses Jahr euren Abschluss machen und nicht Oliver.“, fügte Fred noch hinzu.
 

Eigentlich wollte sie darauf einen spitzen Kommentar fallen lassen, doch sie winkte ab. Was soll's. Die dachten sowieso schon die ganze Zeit daran, die Schule zu schmeißen und einen Scherzartikel Laden aufzumachen. Mit ihnen über gute Noten zu sprechen, war daher vergeudete Mühe.
 

„Stattdessen dass du im Turm versinkst in Pergamentbögen, könnten wir auch nach Hogsmead, wenn es dir hier zu langweilig ist.“, kam es nun von George.
 

„Lieb gemeint, aber der Aufsatz ist wirklich wichtig. Ihr wisst doch, Snape ist nie zufriedenstellend und ich bin nicht die Beste in dem Fach. Also... wir sehen uns.“, sagte sie zum Abschied.
 

Sie war schon auf dem Feldweg unterwegs, als sie abermals aufgehalten wurde. Überrascht wandte sie sich um und erkannte George.
 

„Hey... ehm... das war ernst gemeint wegen Hogsmead. Gerne auch nur wir beide.“
 

Oh. Daher wehte der Wind. Alicia wurde gerade bewusst, dass George sie tatsächlich nach einem Date fragte.
 

„Das... ist nett, aber... ich kann wirklich nicht und...“, druckste sie herum, „Okay, pass auf.“, sagte sie dann gefestigter, „Wir können gerne mal nächstes Wochenende nach Hogsmead,... aber nur als Freunde.“
 

„Oh. Okay.“
 

Oh je, in so was war sie noch nie gut gewesen. Ja, sie bekam viele Anfragen. Mal hier, mal da. Und da war sie auch jedes Mal direkt gewesen, wenn sie kein Interesse hatte. Aber im Freundeskreis war das schon etwas anderes. Sie wollte keiner ihrer Freunde vor den Kopf stoßen und immerhin nicht die Freundschaft riskieren. Sie hoffte, dass George es sich nicht so zu Herzen nahm.
 

„Schon gut. Ich will dich nicht aufhalten.“, sagte er und versuchte zu lächeln, was ihn nicht wirklich gelang.
 

Es wirkte viel eher gequält. Aber sie stand auch zu dieser Abfuhr. Besser ehrlich sein, bevor man sich irgendwo wiederfand, in deren Zwickmühle sie sich nicht wiederfinden wollte.
 

„Wir sehen uns.“, sagte sie leise und nahm dann endgültig ihren Weg auf.
 

Während sie zum Innenhof stapfte, dachte sie die nun über George nach. Ihr war bis heute noch nie aufgefallen, dass er offenbar auf sie stand. Wann auch? Er war wie immer gewesen. Immer. Sie kannte ihn schon seit sie Eingeschult wurde. Er war immer wie ein Bruder für sie, den sie nie hatte. Beide Zwillinge waren wie Brüder. Obwohl sie sich doch schon mehr mit George unterhalten konnte, als Fred. Dabei waren sie beide so ziemlich gleich und doch gab es diese kleine Unterschiede.
 

Nicht auf den Weg achtend und ihren Gedanken nachhängend über Georges Versuch, wurden je fort geschwemmt, als sie überraschenderweise Katies Stimme vernahm.
 

Alicia hob beide Augenbrauen. Wollte sie nicht in den Turm zurück? So viel dazu. Hatte sie die Situation doch richtig verstanden. Sie sah sich um und ortete ihre Stimme. Ziemlich versteckt am See, unterhalb des Schlossen war eine kleine Bucht. Sie kannte die Stelle zu gut. Wurde öfters von Pärchen genutzt, da der Sichtschutz des Schlosses keinen Blick gewährte, wenn man nur stur daran vorbeilief.
 

Doch wer da an ihrer Seite schwamm, ließ ihren Mund unglaubwürdig öffnen...
 


 

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„Ich verstehe nicht, wieso du das nicht zeigst.“
 

„Fühl mich halt nicht wohl dabei.“
 

„Du hast einen perfekten Körper, Katie. Andere würden dafür töten.“
 

„Hör auf damit...“
 

„Mit was? Darf ich meiner Freundin, keine Komplimente machen?“
 

„Dabei mache ich doch gar nichts dafür.“
 

„Sei froh, vielleicht gehst du ja in ein paar Jahren auf, wie ein Hefekloß.“, lachte er, wofür er direkt eine Ladung Wasser ins Gesicht bekam.
 

Schnell schnappte er sich ihre Handgelenke und zog sie näher zu sich.
 

„Und selbst dann, würde ich nur dich wollen.“, sagte er und kam ihren Lippen näher.
 

Von der Ferne sah Alicia, wie sie sich leidenschaftlich küssten. Nur schwer konnte sie sich aus der Starre befreien und begann die Stelle an der Bucht zu verlassen. Doch anstatt dass sie zum Turm zurückging, nahm sie sich kurz einen Augenblick in der Eingangshalle, Sie zückte ihren Zauberstab und sprach den Patronuszauber, in Form eines Kolibris. Sie flüsterte die Nachricht und schickte diese unverzüglich los, bevor sie die Große Treppe anpeilte und sich in den verlassenen Schlossteil begab, der so gut wie leer sein würde. Jetzt musste sie mit jemanden reden. Und dafür kam nur einer in Frage.
 


 

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Scheiße drin. Scheiße draußen

Wie bei Morgana war sie nur in diese verkehrende Situation geraten?

Angelina war sich zwar sehr gut bewusst, weswegen sie sich das antat, dennoch hatte sie das ungute Gefühl, dass es nicht so laufen würde, wie gedacht.
 

Die Schwarzhaarige saß mittlerweile völlig gelangweilt in den Drei Besen und hörte seit einer Stunde keinen anderen als Roger Davis zu, wie er sich in jeder Situation, in der er sich je befand, profilierte. Wie ausgezeichnet er fliegen konnte, wie gut seine Noten waren, dass alle Professoren ihn als sein Lieblingsschüler betitelten und natürlich dass alle gerne mit ihm befreundet wären.
 

Aalglatt, mit keinem Makel. Man hätte brechen können. Des weiteren fragte sie sich, wie das die ganzen Mädchen nur aushalten konnten? Was war an dem Typ denn so besonders? Außer die Gabe, sich überall hoch zu loben. Nicht mal viel Gold hatte seine Familie. Zwar Reinblütig, aber eher Mittelklasse. Na ja... wenn er nicht so ein miesen Charakter hätte, sah er schon ziemlich gut aus. Aber sobald er den Mund aufmachte, wäre es vorbei. Was brachte ihr ein gutaussehender Junge, wenn nichts dahinter war?
 

„Ich langweile dich.“, hörte sie ihn plötzlich sagen und sie schaute erschrocken und vor allem ertappt auf.
 

„Nein.“, schoss es zugleich aus ihr heraus, doch Davis Blick sprach hingegen Bände, „Na ja... also ehrlich gesagt, dachte ich, du erzählst, ob du was herausgefunden hast. Nicht wie gut du dich bei Professor McGonagall einschleimen kannst.“
 

„Einschleimen? Ich schleime mich nicht ein. Ich lenke sie nur von der eigentlichen Tatsache ab. Ich habe schon seit meinem fünften Jahr keine Hausaufgaben mehr in Verwandlung gemacht und komme trotzdem jedes mal damit durch.“
 

„Glückwunsch. Hast du jetzt was für mich?!“, sagte sie tonlos.
 

Wenn er nicht gleich was auspackte, würde sie einfach aufstehen und gehen. Schon schlimm genug, dass Alicia sie mit Davis gesehen hatte. Sie konnte es sich schon denken, wie nervig ihre Freundin an ihren Lippen hängen würde, wenn sie denn zum Gryffindorturm zurückgehen würde. Dabei hatte sie nicht den blassesten Schimmer was wirklich vor sich ging. Selbst wenn Davis dachte, es sei ein Date. Für sie war es das ganz sicher nicht. Er war nur das Mittel zum Zweck.
 

„Du... willst also wissen, was für Informationen ich gesammelt habe?“
 

„Ja, Davis. Spuck's schon aus.“
 

„Nur deswegen bist du hier?“
 

„Willst du es schriftlich?!“, spie sie feurig zurück.
 

Er grinste dreist. Boah. Wie gern würde sie ihm das Grinsen gerade aus dem Gesicht kratzen.
 

„Ich hab mir das schon gedacht.“, sagte er weiterhin ruhig, ohne seine Stimmlage zu verändern.
 

„Was hast du dir gedacht? Dass das ein Date ist?! Ich würde nie mit dir ausgehen aus freien Stücken. Wir hatten ein Deal und nicht mehr oder weniger.“
 

„Als könnte ich das vergessen.“, murmelte er dann seufzend, „Ich hab da was.“, gab er dann an und Angelina horchte auf.
 

Doch er hüllte sich dann wieder in Schweigen und sah sie nur an, als ob er auf eine Antwort warten würde. Angelinas Nerven lagen bald wirklich blank. Wieso sagte er denn auf einmal nichts mehr?!
 

„Wartest du auf etwas Bestimmtes?“, giftete sie ihn an.
 

Er schien zu überlegen, bevor er endgültig den Mund aufmachte.
 

„Weißt du... ich brauch mal deine weibliche Meinung zu einem Thema.“
 

„Was?“, quiekte sie penibel auf.
 

Sie kam nicht drauf, wie er auf einmal das Thema wechselte. Vor allem, es interessierte sie nicht das geringste, egal was er wissen wollte. Sie wollte was von ihm und das sollte er endlich ausspucken.
 

„Morgana, bitte rette mich.“, dachte sie betend, „Davis. Lenk nicht vom Thema ab.“
 

„Das gehört aber dazu.“
 

Sie stöhnte genervt auf und ließ ihren Kopf auf die Holzplatte unsanft fallen. Wieder einmal bereute sie diesen Deal.
 

„Also...“, räusperte er sich, „Ich hab dir ja erzählt, auf was wir Typen so stehen. Aber wie ist das bei euch Mädels?“
 

Ihr Kopf rauschte wieder hoch und sah ihn bestürzt an. Was sollte das denn jetzt mit Katie zu tun haben? Wollte er sie verarschen? Sie hinhalten? Ihre Zeit rauben? Sich lustig über sie machen?
 

„Was soll die Frage jetzt?“
 

„Na ja, weißt du... ich hab mir überlegt,... wenn es ein Slytherin ist, den sich Bell angelacht hat, dann müsste dieser doch auch irgendwie in ihr Beuteschema passen. Auch wenn ein Slytherin ihr sicher das blaue vom Himmel herunter lügen würde, muss das Aussehen doch auch passen. Ansonsten wäre jeder Flirtversuch doch von vorneherein gescheitert.“
 

Oh. Das war also der Punkt, den er ansprechen wollte damit. Gut. Da war sie wohl wirklich von einem falschen Punkt ausgegangen. Dennoch gefiel ihr Davis Ansichten nicht. Er ging das ganze falsch an.
 

„Es liegt doch nicht immer am Aussehen.“, sagte sie und verschränkte ihre Arme auf dem Tisch, „Schon mal was von Charakter gehört?“
 

„Nun ja... doch geht es. Oder würdest du mit Belby in der Kiste landen, nur weil er einen netten Charakterzug hat, dafür aber potthässlich ist?“
 

„Nein, aber-“
 

„Da haben wir es ja.“
 

„Belby ist ja auch kein gutes Beispiel. Hast du dem mal beim Essen zugesehen?!“, warf sie zurück.
 

„Also würdest du sagen, wenn er nicht wie ein Schwein fressen würde, wäre er dein Fall?“
 

„N-nein, auch das nicht, aber-“, sie sah bereits, wie der Ravenclaw Einwände hineinwerfen wollte, als sie unbeirrt fortfuhr, „-Schönheit definiert jeder anders, Davis. Belby wäre natürlich nicht mein Typ, aber mit Sicherheit wird er auch irgendwann jemand treffen, der in ihm was anderes sieht.“, sagte sie mit voller Ernsthaftigkeit, „Oliver ist da schon das bessere Beispiel.“
 

„Ich höre.“
 

Kurz überlegte die Schwarzhaarige, wie sie es am besten ausdrücken konnte, ohne dass Davis ihr gleich was unterstellen würde.
 

„Sieh mal. Oliver ist vom Aussehen keine schlechte Partie, aber trotzdem hat er in all den Jahren keine einzige Freundin gehabt.“
 

„Er war mit Clearwater zusammen.“, warf Davis ein.
 

„Keine ernstzunehmende Beziehung.“, knurrte Angelina ihm entgegen.
 

Bei Morgana, Penelope war nun wirklich nicht jemand, die man als Ex-Freundin von Oliver zählen konnte. Sie war mehr eine... Dekoration. Wenn ein Ball oder ähnliches anstand, hat er immer sie angeschleppt. Aber an Quidditch kam nie eine vorbei. Mal davon abgesehen, dass diese Beziehung nur knapp 3 Wochen hielt, dann war Monate Funkstille, bevor er sich wieder an sie herangemacht hatte. Eine klassische On-Off Sache.

Das zählte sie definitiv nicht als Beziehung. Eher ein Warmhalten.
 

„Keine hält es mit Oliver länger aus, als ein paar Tage. Sobald es um Quidditch geht, vergisst er das weibliche Geschlecht. Er kann so gut aussehen wie er will, aber kein Mädchen würde sich auf so eine Dreiecks-Beziehung einlassen.“, erklärte sie, während sie ihren rechten Arm anhob und ihren Ellenbogen auf den Tisch abstützte, nur um dann ihren Kopf auf ihre Handfläche zu legen, „Also nein, Davis. Aussehen ist nicht alles. Wenn der innere Charakter Müll ist, stülpt sich das früher oder später auch nach außen.“
 

„Interessante Theorie.“
 

„Das ist keine Theorie, sondern Fakt. Ist Scheiße drin, ist auch Scheiße draußen.“, knirschte sie verbissen, „Anderes Beispiel. Cho Chang. Ich weiß, dass du ihr letztes Jahr Avancen gemacht hast, und dass da was anfänglich gelaufen ist.“
 

„Und?“
 

„Sie hat dich abgeschossen, nach nur... warte... waren es acht Tage oder neun?“, fragte sie und zählte belustigend an ihrer Hand ab.
 

„Das ist etwas was ich wirklich nicht verstehe.“, sagte er plötzlich, „Ich hab alles gemacht. Alles versucht. Ihre Sachen getragen, mit ihr nach Hogsmead, ich war sogar auswärts Essen mit ihr und hab sogar bezahlt!“
 

„So eine Frechheit, wenn du sie auch einlädst und dann auch noch selbst bezahlen musst.“, spie sie gelangweilt sarkastisch.
 

„Wir waren sogar einmal in diesem pinken Café von Madam Puddifoot. Grässlich, dass ich mich dazu hab überreden lassen und trotzdem wollte sie nicht mit mir ins Bett.“
 

„Und genau das ist dein Problem, Davis.“
 

„Was genau?“
 

„Du denkst nur an dich und deine Bedürfnisse. Keine Empathie gegenüber deiner Partnerin. Schon mal daran gedacht, dass sie vielleicht noch unschuldig war?“
 

„Nein. Wieso?“, fragte er verblüfft, „Für alle ist es das erste Mal. Soll sich nicht so anstellen.“
 

Sie seufzte noch lauter. Wenn das so weiter ginge, dann bräuchte sie bald hochprozentiges zum Trinken. Sie hatte das Gefühl, einem Bergtroll gegenüber zu sitzen.
 

„Moment. Was meintest du mit; unschuldig war?“, fragte er nun verwirrt.
 

„Na ja,... seit sie mit Cedric zusammen ist, versteht sie plötzlich meine und Alicias Witze. Das war vorher nicht so. Katie hat damit auch immer Probleme uns zu folgen, daher gehe ich davon aus, dass sie... lockerer geworden ist.“
 

„Ich glaub's nicht. Wieso schafft es Diggory und ich nicht?!“
 

Noch mehr Verwirrung war in ihrem Kopf entstanden. Beschwerte er sich gerade wirklich, dass er Cho nicht rum bekommen hatte, das Bett mit ihm zu teilen?!
 

„Bei dir ist echt Hopfen und Malz verloren gegangen, Davis. Ganz ehrlich.“
 

„Dann erklär es mir. Wieso schafft es Diggory einen wegzustecken? Ich seh' viel besser aus, als er.“
 

Böse funkelte sie ihn an, atmete jedoch tief durch, um nicht zu explodieren.
 

„Weil das nichts mit dem Aussehen zu tun hat, wie oft noch!“, haute sie mit ihrer Hand auf den Tisch, „Cedric spielt ihr nichts vor, nur um sie ins Bett zu kriegen. Sie sind immer auf einer Augenhöhe. Du stehst weit unter uns Mädels, mit deiner Arroganz und deiner Selbstverliebtheit. Ein ganz schwacher Charakter, den wir nicht mal mit der Kneifzange anfassen würden. Scheiße drin, Scheiße draußen. Du hast sie behandelt, als wäre sie nur ein Gegenstand, der dafür auserkoren wurde, deine Befriedigung zu sein.“
 

„Autsch. Das tat weh, Johnson.“, hielt er sich gespielt die Hand an seine Brust.
 

Sie schnaufte nochmals genervt. Das war echt nicht zum Aushalten. Wie das Cho die eineinhalb Wochen mit ihm ausgehalten hatte, war ihr ein Rätsel. Umso glücklich war sie, dass sie den Vogel abgeschossen hatte. Zum Glück hatte es der Ravenclaw nicht geschafft, sie zu entjungfern. Das hätte sicherlich einen großen Schaden bei ihr angerichtet. Und auch die danach eingehende Beziehung mit dem Hufflepuff Kapitän wäre so vielleicht nie entstanden. Auch wenn sie kein Fan von Cedric war, meinte er es wenigstens ehrlich mit ihr.
 

„Wieso...“, schnaufte sie erneut, „Wolltest du das denn jetzt wissen? Du sagtest, du hast was herausgefunden, oder so ähnlich. Über Katie. Deal... weißt du noch?“
 

„Nun ja. Meine Überlegung war eben, ob du weißt, auf welchen Typ, ob jetzt Aussehen oder Charakter...“, fügte er missbilligend hinzu, „Bell bevorzugt. Wenn wir das wüssten, könnten wir die Jungs aus dem Slytherin Team gut eingrenzen.“
 

„Das... weiß ich leider nicht.“
 

„Wie du,... weißt es nicht? Ich dachte ihr seid Freundinnen? Tratscht ihr nicht?“
 

„Doch. Schon... aber...“
 

So genau wusste sie das wirklich nicht. Klar da war Seamus, aber davor gab es auch mal Lee und mit Sicherheit auch mal Oliver. Wenn auch die Schwärmerei nicht allzu lange andauerte. Spätestens war das vorbei, als er sie in die Mannschaft aufnahm und sie am eigenen Leib erfahren hatte, wie er drauf sein konnte.
 

„Johnson?“
 

„Ehm.“, schluckte sie, „Nein. Ich hab echt keine Ahnung.“
 

„Ja gut. Dann wird es schwieriger. Aber ich hab einen Plan.“
 

„Und der sieht wie aus? Willst du alle aus dem Slytherin Team in eine Besenkammer zerren, ihn Veritaserum einflössen und die Wahrheit erzwingen?“
 

„Fast. Dachte wir sperren alle in die Besenkammer und Bell gleich mit. Mal sehen, wer sich mehr um sie sorgt.“
 

„Davis!“, wurde sie auf einmal lauter und war schon über den Tisch gebeugt, um ihn mit der geballten Faust zu drohen.
 

„War'n Scherz!“, rief er panisch und hob die Hände zur Verteidigung, „Setz dich wieder... uns sehen alle schon nervös an.“
 

„Ich dachte du magst die Aufmerksamkeit.“, knurrte sie grinsend.
 

„Diese nicht.“
 

Sie setzte sich, aber nur langsam, bevor sie sich zu den anderen Menschen im Pub drehte und freundlich lächelte. Sobald sie ihren Kopf wieder zu dem Adler wandte, erkaltete ihr Blick sofort wieder.
 

„Also?“
 

„Bell hat ihr Einzeltraining noch bei Wood, oder?“
 

„Jaaaa...“, sagte sie gedehnt, „So wie es aussieht am kommenden Dienstag, noch vor dem Frühstück.“
 

„Gut. Das ist sehr gut.“
 

„Was ist daran gut?“
 

„Nun ja... beim letzten Kapitäns Treffen kam es wohl bei den Hufflepuffs wieder dazu, das Sachen weggekommen sind. Sie haben zwar die Zwillinge in Verdacht, aber ich könnte Hooch einen Anonymen Tipp geben und einfach behaupten, dass es einer der Slytherins war.“
 

„Und was soll das bezwecken?“
 

„Wenn ich ihr den Tipp Dienstag Morgen zukommen lassen, wird sie das sofort in Angriff nehmen.“, erklärte er, „Sie wird das gesamte Team zusammentrommeln und an den Tatort gehen wollen. Zu einem Zeitpunkt, in dem Bell wahrscheinlich noch mit Wood auf dem Feld trainiert.“
 

„Und dann?“
 

Noch immer stand sie auf dem Schlauch.
 

„Ein großer Stratege bist du nicht, oder?“
 

„Pass bloß auf, was du sagst.“, zischte sie, „Komm einfach zum Punkt und lass dir nicht alles aus der Nase ziehen.“
 

„Wir müssen nur gucken, wer sich da für das spezielle Einzeltraining interessiert.“
 

„Es sind Slytherins. Die interessieren sich immer für Olivers Taktiken. Der Plan ist idiotisch.“
 

„Normales Interesse vielleicht, aber wir wollen ja einen besonderen Blick erhaschen. Glaub mir, wenn da wirklich etwas dran sein sollte, dann wird derjenige sich verraten. Bleibt nur noch die Frage, ob du Dienstag Morgen Zeit für eine Überwachung hast?“
 

„Schlecht. Ich hab Wahrsagen an dem Morgen.“
 

„Perfekt. Trelawney schläft doch eh immer ein. Die wird gar nicht merken, dass du nicht da bist.“
 

„Vergiss das gleich wieder. Ich schreib an dem Morgen einen Test.“, sagte sie.
 

Auch wenn es nicht schlimm wäre, wenn sie den Test versäumen würde. Aber Wahrsagen war nun mal ihr Lieblingsfach. Das würde sie Davis aber nicht auf die Nase binden.
 

„Mhm. Verdammt.“, murmelte er leise, „Egal. Dann mache ich das alleine. Ich positioniere mich versteckt, beobachte das und... wir treffen uns im... Pokalzimmer?“
 

„Wann?“
 

„Nachdem Mittagessen?“
 

Sie nickte nur noch. Auch wenn sie nicht ganz überzeugt wurde, von seiner Idee. Das war ziemlich durchtrieben, selbst für sie. Aber einen anderen Weg gab es nicht. Sie musste immerhin Katie beschützen!
 


 

¤¸¸.•´¯`•¸¸.•..»
 

Ein Gegenplan muss her

Sie wartete gefühlt eine halbe Ewigkeit, als sich ihr Gesprächspartner endlich blicken ließ.
 

„Was ist passiert? Du hast dich so aufgewühlt angehört.“, kam er auf sie zu und legte sanft seine Hände auf ihre Oberarme.
 

„Mir-mir geht es gut, es geht nicht um mich. Ich wusste nicht,... ich... Angie hat mir diesen Floh ins Ohr gesetzt und... ich hab den ganzen Tag darüber nachgedacht und... ich hab es nicht wirklich für voll genommen, aber eben... ich hab sie gesehen und... du... du bist sein bester Freund, du musst es wissen, Adrian.“, sprach sie wirr alles durcheinander, da sie selbst nicht wusste, wo sie anfangen sollte.
 

„Moment... langsam.“, sagte er und deutete ihr an, tief durchzuatmen, "Was hat Johnson gesagt und über wen redest du?“
 

„Flint.“
 

„Was ist mit ihm?“
 

„Ich hab ihn gesehen. Mit Katie. Unten an der Bucht am Schwarzen See. Zusammen. Und das war eindeutig, Adrian. Also... wieso hast du mir nichts gesagt, dass er sich mit ihr trifft?!“
 

„Marcus? Und Bell?“, fragte er und zog eine Augenbraue hoch, „Du musst dich verguckt haben.“
 

„Ich bin nicht blind. Ich würde Flint aus Hundert Meilen erkennen. Also... warum hast du nichts gesagt?“
 

„Du bist dir wirklich sicher?“, fragte er jedoch nur nach, ohne auf ihre Frage zu antworten.
 

Und erst jetzt wurde ihr klar, dass auch der dunkelblonde Slytherin von Nichts einer Ahnung hatte.
 

„Du hast es gar nicht gewusst. Oh scheiße... Angie hat mich mit ihrer Paranoia angesteckt. Ich bin ihr voll auf den Leim gegangen.“, murmelte sie, „Dabei wollte ich mich doch raus halten. Wenn sie erfährt, was ich gesehen habe... ich darf ihr das nicht sagen. Nie verplappern. Die dreht durch. Die läuft Amok...“
 

„Hey... Lesha... beruhige dich bitte erst einmal.“, sagte er, während sie sich panisch umsah, um sicher zu gehen, dass sie auch wirklich allein in diesem Korridor waren.
 

„Können wir... irgendwo... in einen leeren Klassenraum? Wenn uns jemand hört-“
 

Er reagierte prompt und zog sie einige Schritte weiter, bevor er einen Saal mit seinem Zauberstab entriegelte und sie hineinschob. Bevor noch die Tür ins Schloss fiel, begann er ihr Gestammel auseinander zu nehmen.
 

„Du hast... Marcus gesehen mit... eurer Katie? Hab ich das jetzt richtig verstanden?“
 

„Ja... unten an der Bucht. Ich war gerade auf dem Weg zurück zum Turm, als ich ihre Stimme gehört habe und dann hab ich Flint bei ihr gesehen. Ziemlich innig. Als wäre es total normal, dass sie sich zum Schwimmen verabreden.“, sagte sie nun ruhiger, „Angelina hat mir gestern erzählt, dass sie einen geheimnisvollen Brief von irgendeinem Unbekannten gefunden hat, der an Katie gerichtet war. Der war... nach ihren Erzählungen her, eindeutig, dass sie jemanden trifft. Sie hat Katie fast schon beschattet und sie auf Schritt auf Tritt verfolgt.“, erzählte sie weiter, nachdem sie tief Luft geholt hatte, „Sie hatte irgendetwas gefaselt, dass sie davon ausgeht, dass es ein Slytherin ist und seitdem ist sie wie besessen davon, herauszufinden wer es ist und zu verhindern dass Katie irgendeinen Fehler macht. Du weißt, wie gestört ihr Beschützerinstinkt ist, gerade wenn es um Katie geht. Wenn sie erfährt, dass sie Flint trifft... das gibt Mord und Totschlag!“, wurde sie gegen Ende fast schon hysterisch.
 

„Du... bist dir ganz sicher, dass es Marcus war?“
 

„Spreche ich trollisch?!“, spie sie sauer, „Soll ich dir die Stelle zeigen? Die knutschen sicher schon rum!“
 

„Schon gut... ich kann mir nur nicht vorstellen, dass er sich auf sie einlassen würde... Ich meine,... sie ist... zu schüchtern für sein Schema.“
 

„Das ist es ja gerade! Wenn Angelina das rausbekommt, geht sie davon aus, dass er sie nur verarscht und dann gute Nacht. Es sei denn, er verarscht sie wirklich...“
 

Gedankenverloren ließ sich Adrian auf einem alten Schultisch nieder.
 

„Bezweifle ich ehrlich gesagt...“
 

„Woher willst du das wissen? Du wusstest ja anscheinend noch nicht einmal etwas davon!“
 

„Das ist es nicht. Mir ist aufgefallen, dass er seit Monaten jedem Huhn einen Korb gab und andere nicht einmal mehr hinterher sah. Ich dachte eigentlich eher, dass er sich wirklich auf seinen Abschluss konzentrieren will, aber mit deiner Beobachtung, könnte das auch hinkommen. Marcus hat nie ein Mädchen geheim gehalten, wieso sollte er es jetzt tun?“
 

„Heißt?“
 

Sie verstand absolut nicht, auf was ihr Freund hinauswollte.
 

„Sieh mal,... wenn er mir nicht einmal was sagt, dann wird er einen Grund haben. So... wie wir einen Grund haben, niemanden von uns zu erzählen.“
 

Auf Anhieb verstand sie dann doch.
 

„Weil es nur Stress und Drama geben würde.“, fügte sie leise hinzu.
 

„Weil es uns ernst ist und wir nicht wollten, dass uns jemand reinredet.“
 

„Dich stört das, ich weiß.“, schien sie seine gewählten Worte zu entschlüsseln.
 

„Ich bin fein damit, Alicia. Vielleicht... nicht gerade perfekt, aber fein. Ich meine, wir halten das schon über ein Jahr geheim und trotz dessen, dass ich gerne öfters George Weasley eine reinhauen würde, weil er meiner Freundin schöne Augen macht, halt ich mich an unsere Abmachung.“
 

„George macht mir keine-“, wollte sie zugleich hinausposaunen, als ihr wieder wie Schuppen von den Augen fiel, dass er Recht hatte.
 

Verdammt. Wieso fiel Adrian das auf und ihr selber nicht? War sie so blind gewesen? Oder einfach nur zu sehr auf den Dunkelblonden geprägt, dass sie einfach alle männliche Anwärter ausblendete?!
 

„Das siehst du vielleicht nicht, aber ich schon.“, fügte er hinzu.
 

Alicia seufzte. Das wird es sein. Männer und ihre Revier Markierungen. Natürlich hatte er dafür einen Riecher.
 

„Wie dem auch sei... das mit Angie ist ein Problem, wenn... Flint es ernst mit ihr meint.“
 

„Ich kann ihn fragen. Direkt und ohne Umschweife, ich hab damit kein Problem.“
 

„Denkst du, er wird dir dir Wahrheit sagen?“, fragte sie und setzte sich neben ihn.
 

„Wenn ich ihm die Fakten auf den Tisch lege, so dass er sich nicht raus reden kann, sicher...“, kam seine Antwort und sah zu ihr.
 

„Dann musst du ihm auch sagen, das Angelina sich schon an ihre Versen geheftet hat. Sie müssen besser aufpassen. Sie darf das nie rausfinden. Zumindest nicht so.“, sagte sie, „Oh und... ich hab keine Ahnung, wie sie auf diese bescheuerte Idee kam. Aber sie hat Roger eingeweiht. Die haben da irgendein Deal laufen. Ich weiß darüber nichts Genaues. Aber vor dem müssen sie sich auch rar machen.“
 

„Davis? Okay.“, sagte er nichtssagend, „Noch etwas, dass ich ausrichten soll?“, fragte er leicht grinsend, „Ich bin gerne deine Tratsch Eule.“
 

„Spinner.“, lachte sie kurz und schubste ihn sanft.
 

„Es wäre vielleicht auch besser, wenn du die Kleine mal zur Seite nimmst und mit ihr redest.“
 

Die Schwarzhaarige nickte sachte, bevor sie zu ihm ebenso aufsah.
 

„Wäre... es okay,... wenn ich Katie von uns erzähle? Ich meine, dann glaubt sie mir sicher eher, als wenn ich-“, begann sie, konnte jedoch ihren Satz nicht beenden, da Adrian sie unterbrach.
 

„Ginge es nach mir, könnten wir auch die Große Halle damit tapezieren.“, grinste er und bekam einen erneuten Schubser in die Seite, woraufhin er nur leise lachte.
 

„Ich meine es ernst.“
 

„Ich auch.“, grinste er immer noch, „Aber ja, ist in Ordnung. Wenn die beiden wirklich was am Laufen haben, dann wäre das der perfekte Schachzug und wir können uns zu viert gegen Johnson verschwören.“
 

„So machen wir das.“, nickte sie und sah von ihm ab.
 

Sie würde auf ihre Freundin im Gemeinschaftsraum warten und sie einfach in ein vier Augen Gespräch drängen. Sie musste ihr erzählen, was sie wusste. Was auch immer Angelina mit Davis ausheckte. Sie musste das unterbinden oder zumindest sabotieren.
 

Katie und auch sie, sollten selbst bestimmen, wann man etwas erzählen wollte. Außerdem würde sie dann auch endlich jemanden haben, mit der sie über ihre Beziehung reden konnte. Manchmal... fehlte ihr das.
 

„Und jetzt?“, hörte sie Adrian fragen und sah wieder zu ihm.
 

Anscheinend hatte er sie die ganze Zeit beobachtet.
 

„Was jetzt?“
 

„Musst du... irgendwo hin, oder... hast du noch Zeit?“, fragte er zögernd.
 

„Eigentlich... wollte ich nochmal den Aufsatz für Snape überprüfen. Und du?“
 

„Ich war vor deinem Notruf gerade dabei für den Test in Arithmantik zu lernen.“
 

„Ach du Hippogreifkacke! Der Test! Den hab ich völlig vergessen!“, stieß sie aus und sprang hektisch vom Tisch, „Ich hab kein Stück die Tabelle gelesen und... bei Merlin, Professor Vektor nimmt mich auseinander!“
 

„Wäre ja nichts das erste Mal.“, hörte sie ihn lachen.
 

„Wie war das?!“
 

„Du hast mich schon verstanden. Ich verstehe absolut nicht, warum du Alte Runen abgewählt hast und dafür Arithmantik genommen hast. Du hast überhaupt kein Zahlenverständnis.“
 

„Na ja... ja... ich dachte, es wäre eine gute Idee, weil wir dann wenigstens ein Fach haben, in dem wir uns unauffällig sehen und auch miteinander reden können, ohne irgendeiner unserer Freunde im Nacken sitzen zu haben.“
 

Das war wirklich die einzige Idee dahinter gewesen. Auch wenn sie in Alte Runen immer ein Erwartung Übertroffen bekommen hatte und nun in Arithmantik fast auf einem Troll stand, war ihr das so ziemlich egal. Sie saß mit Adrian in der hintersten Reihe und kaum einer belegte das Fach in der Sechsten. Zumindest keine relevanten Schüler.
 

„Und du sagst zu mir, ich wäre ein Spinner.“, grinste er und hob seine Hände, um ihre einzufangen.
 

Sanft zog er sie zu sich.
 

„Was hältst du davon,... wenn ich meine Notizen hole und wir lernen zusammen hier?“
 

Seine blauen Augen bohrten sich regelrecht in ihre braune. Mit dabei legte er so einen sanften Blick auf, dass sie nur noch dahinschmelzen konnte.
 

„Fände ich... gut...“, flüsterte sie leise zurück, bevor sie sich zu ihm beugte, „Katie wird sicherlich nicht allzu bald im Gemeinschaftsraum sein...“, und er ihr mit seinen Lippen entgegen kam.
 


 

¤¸¸.•´¯`•¸¸.•..»
 

Schnell zog sie sich ihre Klamotten an, während ihr Freund es eher langsamer anging. Dabei entging ihr nicht seine Blicke, die er ständig zu ihr rüber warf. Für sie war das immer noch merkwürdig. Nicht unangenehm. Nur... merkwürdig. Sie konnte einfach nicht verstehen, wieso ausgerechnet sie diese Wirkung auf ihn hatte. Perfekter Körper hatte er gesagt. Sie war sich nicht sicher. Sie konnte sich ja kaum selbst im Spiegel betrachten und er konnte hingegen offenbar nicht satt werden an ihrem Anblick.
 

„Wann hast du nochmal dein Einzeltraining?“, hörte sie ihn dann fragen.
 

„Dienstag.“, grummelte sie, als sie wieder daran erinnert wurde.
 

„Wann genau?“
 

„Vor dem Frühstück.“
 

„Mit leerem Magen, will er dich aufs Feld zerren?!“, hörte sie nun deutlich seinen Unmut.
 

„Es ist Wood. Natürlich will er das.“, sagte sie, doch wandte sich nicht zu ihm.
 

„Wie der Kapitän geworden ist, frag ich mich heute noch...“
 

Das war ihr auch immer ein Rätsel, aber McGonagall hielt wahrscheinlich ihre schützende Hand über ihn. Zum Glück war das sein letztes Jahr. Nächstes Schuljahr wäre um einiges stressfreier. Sie hoffte, dass Angelina den Posten bekommen würde. Sie hätte es zumindest verdient.
 

„Du könntest immer noch zu McGonagall gehen.“, sagte er wieder hinter ihr, worauf sie sich nun doch endlich zu ihm umwandte.
 

„McGonagall? Wie stellst du dir das vor? Sie spricht über Wood immer, als wäre er ein Heiliger.“, sagte sie bissig, „Wieso hast du nicht einfach eine Sondergenehmigung bei Snape geholt? So wie sonst immer.“
 

„Was soll das jetzt heißen? Wie immer...?“
 

„Darauf bist du doch spezialisiert. Ohne Gründe, Sondergenehmigungen einzuholen.“
 

„Ich hatte immer gute Gründe-“, sagte er, doch bemerkte wohl selber, dass der Vergleich hinkte, „-na schön. Sie waren nicht immer gerechtfertigt.“, seufzte er und schritt näher an sie heran, „Ich hab dir gesagt, dass es nicht so einfach ist. Vor allem dann nicht, da deswegen eine Kapitänsbesprechung einberufen wurde. Er hat mich überstimmt. Selbst Snape würde da nicht mehr helfen, weil er sonst Gefahr läuft, sich mit McGonagall anzulegen.“
 

„Aber ich soll das? Mich mit ihr anlegen?“
 

„Ein Versuch wäre es wert... ich meine,...“, begann er langsam und war nun ganz an ihre Seite herangetreten, „Du hättest gute Gründe, das Training sausen zu lassen. Es heißt nicht umsonst, dass die schulischen Leistung nicht unter Quidditch leiden dürfen. In deinem Fall würde es das aber. Oder?“
 

„Ja, schon... aber McGonagall ist genauso Quidditch verrückt, wie Wood. Gerade mit der Aussicht, den Pokal endlich wieder nach Gryffindor zu holen.“, sagte sie ernst, „Es wäre vergeudeter Sauerstoff.“
 

„Steht denn... noch etwas an, an dem Dienstag?“
 

Sie zuckte mit den Schultern, während sie sich ihre Schuhe anzog.
 

„Da sind nur... die Aufsätze für Zaubertränke und Geschichte und die Tests in Zauberkunst, Kräuterkunde und nicht zu vergessen am Abend Astronomie.“, zählte sie auf, „Aber sonst ist überhaupt nichts.“, triefte ihre Aussage nur vor Sarkasmus, „Normalerweise hätte ich jetzt im Turm sitzen sollen, weil ich mit Zaubertränke überhaupt noch nicht angefangen habe, geschweige denn für Geschichte. Es ist so ein quälendes, ätzendes Thema, dass ich selbst beim Schreiben einschlafe.“
 

„Welche Themen?“
 

„In Zaubertränke 'Golpalotts drittes Gesetz' und in Geschichte über... ehm...“, sie überlegte, wobei ihr einfach nicht einfiel, welches Thema sie zuletzt behandelt hatten, „Keine Ahnung. Es war offenbar so langweilig, dass ich es vergessen hab.“
 

„Okay... ich kann dir helfen, zumindest in Zaubertränke.“
 

„Es geht nicht darum, dass ich es nicht verstehe, Marcus.“, sagte sie deutlich, „Ich habe nur keine Zeit dafür!“
 

„Dann... lass es mich schreiben. Dann musst du es nur noch abschreiben.“
 

Sie sah zu ihm hoch.
 

„Das... würdest du machen?“
 

„Klar. Wieso nicht? Ich kann nicht Woods Plan durchkreuzen, aber wenigstens kann ich dir so helfen.“
 

„Ehm...“, räusperte sie sich und kratzte sich im Nacken, „Fällt das nicht auf? Ich meine,... Snape wird das doch bemerken, wenn-“
 

„Du solltest es vielleicht nicht Wort für Wort abschreiben.“, gestand er dann, „Mach kleinere Fehler rein. Das wäre das Einzige, was auffallen würde, wenn du plötzlich von einem Annehmbar auf ein Ohnegleichen rutschen würdest.“
 

„Gib doch noch mehr an.“, murmelte sie, was ihm kurz ein Grinsen einbrachte.
 

„Ich bin halt ein Naturtalent.“, grinste er noch mehr und legte den Kopf schief, „Komm morgen während dem Mittagessen in die Bibliothek. Bis dahin hab ich den Aufsatz fertig.“
 

Katie war überhaupt nicht begeistert von der Idee. Gerade, weil sie bisher noch nie beschissen hatte. Aber das hier war ein Ausnahmefall. Ihre Hände griffen nach seinen Oberarmen und zog sich etwas zu ihm hoch, bevor sie ihm einen sanften Kuss auf die Lippen drückte.
 

„Danke.“


Nachwort zu diesem Kapitel:
An dieser Stelle, Willkommen zu einer neuen Geschichte!

Mich hat vor ein paar Wochen, die liebe _Natsumi_Ann_ angeschrieben, auf Grund dessen, das ich, wie sie - auf ungewöhnliche Pairing stehe. Katie und Marcus ist bei mir zwar nichts Neues, allerdings doch schon noch ein ungewohntes Paar. Man muss sich nur die wenigen Storys zu den beiden ansehen. Dagegen quillt die "Dramione"-Sektion schon fast über.

Wir haben uns also über ENS über verschiedene mögliche Pairings unterhalten. Einige sprachen mich absolut nicht an, und auch wenn ich sehr gerne Gryffindor Jägerinnen mit den Slytherins verkupple, habe ich ein bisschen an Roger Davies angebissen.

Daher, dachte ich einfach, ich versuche es einfach mal :D Aber damit ich mich nicht ganz so schwer damit tue, habe ich mein Lieblingspairing natürlich mit einbezogen. Erst war auch nur ein Oneshot geplant, aber ihr wisst ja... ich verzettele mich hin und wieder mal und bin jetzt schon bei... zirka 7000 Wörtern und gerade erst kurz vor Halbzeit. Also, wird das hier doch ungeplant ein bisschen länger. 5-6 Kapitel. Vielleicht auch eins-zwei mehr. Mal gucken, wie es kommt :)

Ich hoffe in dieser Hinsicht vor allem, dass es Natsumi natürlich am besten gefällt. Deswegen warte ich auch nicht damit, bis ich komplett fertig bin, sondern lade jetzt nach und nach die Kapitel hoch, die ich bisher habe. Dann könnte sie mir theoretisch noch kleine Inspirationen aufs Auge drücken und ich könnte mich ja dazu verleiten lassen, mich dahingegen manipulieren zu lassen ;) *hust* "Es liegt in deiner Hand..." *hust*

Bitte beachtet, dass ich am Anfang relativ regelmäßig uploade. Ab einem späteren Zeitpunkt eventuell nicht mehr. Ich weiß nie, wann ich zum Schreiben komme.

Genug gequatscht!
Ich freue mich über jegliche Rückmeldung! <3
Frohe Ostern, eure KatieBell :3
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Nachwort zu diesem Kapitel:
Ab hier eine kleine Anmerkung:

Das waren jetzt alle fertige Kapitel, die ich in petto hatte. Danach ist bisher nur alles in Stichpunkten verfasst bzw. Ideen zum weiteren Verlauf notiert. Es kann sich ab hier also ziehen, mit den Uploads. Nur damit ihr Bescheid wisst :)
Lg Katie :3
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Nachwort zu diesem Kapitel:
Uhuu~ Ich muss mich mal eben selbst loben. Ich hatte eigentlich nur vor Alicias Sicht in diesem Kapitel zu durchleuchten. Dann waren es aber für meine Verhältnisse, zu wenig Worte für ein Kapitel. Also... kam Katies Sicht ebenso noch dazu und wie von selbst,... fügt sich irgendwie alles zusammen. I mean,... ich hab den Titel des Kapitels nur auf Alicias Plan bezogen. Aber er passt auch wunderbar in Katies Perspektive rein XD Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen! Ha!

Hoffe das Kapitel hat gefallen :)
Freu mich, wie immer über Feedback <3
Eure KatieBell :3
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Kommentare zu dieser Fanfic (13)

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Bitte keine Beleidigungen oder Flames! Falls Ihr Kritik habt, formuliert sie bitte konstruktiv.
Von:  _Natsumi_Ann_
2025-01-19T16:53:58+00:00 19.01.2025 17:53
Ich dachte erst hä? Wer ist Lesha? Aber dann hast du mich bei Merlin doch erlöst und Adrian hat seine Freundin Alicia genannt xD Und dass er merkt, dass George ihr schöne Augen macht, fand ich auch witzig xD Stand irgendwo im Wiki dass Adrian blond ist? Hab ihn mir immer eher brünett vorgestellt xD aber ist ja Geschmackssache :3 aber immerhin so ein guter Kontrast zu Alicia xD Und überrings total cute, dass sie Arithmantik für ihn wählt, wohl sie gar kein Zahlenverständnis hat ... ich fühl das :D

zwar kein Angie und Roger, aber immerhin hast du den anderen Paaren Raum geschenkt :) Und ich gönne dir deine Katie/Marcus Szenen <3 Marcus ist auch echt sweet, auch wenn er ihr immer auf etwas illigaleweise helfen will xD

Freue mich sehr auf das nächste Cap^^

Antwort von:  _Natsumi_Ann_
19.01.2025 17:55
PS: Kriegen Adrian und Alicia auch noch ein schönes Steckbriefbild? *-*
Antwort von: KatieBell
20.01.2025 11:23
So, ich antworte hier auch nochmal drauf, auch wenn wir gestern schon fleißig über Discord geschrieben haben :D
War es so schwierig "Leasha" als Alicia zu identifizieren? Ich stell mir immer wieder die Frage, wenn die beiden Briefe untereinander austauschen würden, wäre Adrian eher dazu geneigt, einen Spitzname zu verwenden, als ihren richtigen Namen. Einfach aus dem Grund, dass man zu schnell darauf kommen könnte, an wen der Brief geht, sollte er abgefangen werden. - Eigentlich total behindert... |D

Ob nun Dunkelblond, oder brünett... ich weiß nicht, ich mag das Wort "brünett" an sich nicht. Nicht die Farbe, nur das Wort. Ich komm darauf einfach nicht klar xD Für mich war das immer "dunkelblond". Wenn ich mir die Bilder ansehe von ihm, kommt seine Haarfarbe meinen in etwa gleich und ich hab mich schon immer als dunkelblond bezeichnet. x'D

Mach dir aber keine Sorgen zu Angie/Roger, nächstes Kapitel handelt zumindest wieder mehr von ihr :P
Danke für dein Review <3
Lg Katie :3
Von:  _Natsumi_Ann_
2025-01-11T22:14:10+00:00 11.01.2025 23:14
:o
Endlich wieder ein neues Kapitel!!!! <3 < 3 <3
Mit so einem genialen plumpen Titel XD

Scheiße drin. Scheiße draußen :3 Angie ist so schön direkt und ehrlich ich liebs xD
Ich hab das Gefühl sie sprach dir wegen Davis aus dem Mund xDDD

Hatte bissn das Gefühl sie fand Oliver auch mal ganz gut XDDDDDDDD

Bin gespannt was Davis jetzt daraus findet ? oO
Und ob er sich Angies Worte irgendwann mal zu Herzen nimmt und was selbstloses tut (für sie),.... xD <3
na gutaussehend finde Angie ihn ja... also muss er nur noch lernen was Charakter ist xDD

Aalglatt, mit keinem Makel. Man hätte brechen können. <- auch ein herrlicher Satz :3

Hoffe das nächste Cap kommt diesmal etwas früher *.*

Antwort von: KatieBell
11.01.2025 23:39
Es freut mich sooo sehr, dass es dir gefällt! Ich wollte ja ursprünglich das mit den Haarfarben thematisieren. Hab mir sogar extra eine Studie rausgepickt, was für charakterliche Züge darauf zu schließen sind. Aber ich hab keinen Anschluss daran gefunden, weswegen ich diese Story einfach komplett ausgeblendet hatte. Nachdem mir dann die Tage die Story wieder in meinen Notizen auftauchte und ich diese Idee verwarf, flossen die Wörter nur so. Auch wenn es ne geniale Idee gewesen wäre, umso glücklicher bin ich, dass rausgeworfen zu haben. Sonst wär das hier auch nie entstanden xD

Und du hast Recht. Da sprachen eher meine Worte für Davis, als die von Angelina xD Ich kann den Kerl halt immer noch nicht ausstehen und frag mich, wie du den Shippen kannst mit ihr. Aber ich kann mich wenigstens damit abfinden, weil Marcus/Katie drin vorkommt. Das heilt mein Herz <3

Ich versuche dran zu bleiben und nutze meine kreative Phase voll aus.
Danke für dein aufmunterndes Review *-*
Liebe Grüße, Katie :3
Antwort von:  _Natsumi_Ann_
11.01.2025 23:43
Haha ich bin wohl doch hoffnungslos romantisch und hoffe er kann sich ändern für Angie xD
Aber falls du mal ne Pause von dem Esel brauchst, nehme ich gerne auch nochmal Angie/Graham oder Angie/Miles oder so xDD Mit Alicia/Adrian als Sideparing wäre auch mal nicht schlecht :3
Von:  _Natsumi_Ann_
2022-10-11T11:44:34+00:00 11.10.2022 13:44
„Du auch? Was ist denn heute los?“, fragte George entgeistert.


„Habt ihr alle eure Tage?“, fügte Fred hinzu




Beste Stelle :D
Sorry ich hatte gar nicht gesehen, dass du was Neues hochgeladen hattes :/
War auf jedenfall sehr lustig :D Ich bin nun aber umso mehr gespannt, was da bei Angie & Roger abging und wie lange Angie es noch ertragen muss dass man auf ihr rumhackt wegen Rogers xDD höhö Freue mich sehr auf ihre nächste Interaktion *-*

Weitermachen! <3
Antwort von: KatieBell
12.10.2022 01:22
So was Banales, finden die meisten am Besten xD Wahrscheinlich, weil sie so unerwartet kommen. Dabei ist gerade das, das klischeehafte was ein Mann sagen kann XD

Mach dir keine Sorgen, ich dachte mir sowas schon, dass du es nicht direkt gesehen hattest. Aber ich wollte dich nicht drauf stoßen und hab dir daher auch nicht privat geschrieben. Das finde ich immer blöd x3

Ich kann dir noch nicht sagen, wann es weitergeht. Ich bin dran, aber wie immer fallen mir Roger/Angie Momente immer noch schwer :x

Danke für dein Review, wenn auch verspätet <3
Lg Katie :3
Antwort von:  _Natsumi_Ann_
12.10.2022 07:23
Näää warum blöd, ist doch gut wenn einer das nicht sieht, dass man ihn drauf stößt :D
Gibt für mich keinen Sinn, dass nicht zu tun ;)
Also bist herzlich eingeladen es zu tun höhö
Wenn du nochmal Inspiration brauchst sag Bescheid xD Wobei mir bei dem Titel "Haarfarben" schon was in den Kopf kommt über das wir mal geschrieben haben xD
Von:  Centranthusalba
2022-09-02T18:21:35+00:00 02.09.2022 20:21
Uhh, sorry dass ich mich länger nicht gemeldet habe…
Ein sehr schön gedeichseltes Kapitel 😁
Da lässt sich Angelina mit dem „Feind“ ein um Spekulationen auszutauschen und währenddessen stolpert Alicia über den (das?) Corpus Delicti. 😂😂😂
Was wird sie ihrer Freundin verraten?
Und vor allem: Wer ist denn da noch, dem auch sie heimliche Blicke zuwirft????? Kein Wunder, dass sie bei der Vorstellung eines Griffindor x Slytherin Pairings nicht so alarmiert in die Luft gegangen ist wie Angelina. 😄
Antwort von: KatieBell
12.10.2022 01:26
Ohje, hier hab ich gar nicht geantwortet! >.< Schande über mich!

Ich musste erstmal googeln was Corpus Delicti bedeutet XD und dann hab ich gecheckt, wie du das meinst, in diesem Kontext. Ich hatte halt nie Latein in der Schule ^^°

Ehrlich gesagt, ich hab keine Ahnung, ob Alicia was sagen wird, und wenn ja, wie viel, oder alles? Ich werde das wohl spontan entscheiden, wenn es denn zu so einer Situation kommen sollte :D
Aber wem sie da Blicke zugeworfen hat, könnte man schon herausfinden ;) Es gab genügend Hinweise, wenn man denn alle Spieler aus Slytherin kennt. Zumindest die Haarfarbe ;)

Danke für dein Review <3
Lg Katie :3
Von:  Centranthusalba
2022-08-17T20:02:14+00:00 17.08.2022 22:02
Juhu! Es geht weiter! 🥳
Ich werde noch mal von vorne anfangen müssen, aber das ist ja wirklich nicht schlimm 😊

Hihi, Katie wird kurz gehalten. NUR Butterbier, kein harter Stoff 😂
Und so wie ich das sehe, haben es alle drei faustdick hinter den Ohren. Ich freue mich auf das „Date“ mit Davies.

Ich liebe die Art wie du die Dialoge gestaltest. Da ist immer so ein toller Drive drin. 👍🏻
Antwort von: KatieBell
17.08.2022 23:20
Hey :D

Ich kenn das zugut, wenn eine Story lang nicht mehr weiterging und dann ein neues Kapi erscheint. Da lese ich auch nochmal alles durch x3

Danke dir, für dein Review & danke für dein tolles Feedback zu den Dialogen! <3
Ich bin auch gespannt auf's Date xD - Mal gucken wann es kommt xD

Lg Katie :3
Von:  Centranthusalba
2022-04-22T20:11:58+00:00 22.04.2022 22:11
„Merlins Unterhose“????????? 😂😂😂😂😂😂😂
Allein für diesen Fluch bin ich wieder mit dabei!
Antwort von: KatieBell
22.04.2022 23:42
Haha :D Schön <3
Von:  _Natsumi_Ann_
2022-04-20T10:24:39+00:00 20.04.2022 12:24
:D
Hat Davies das vielleicht nur gesagt, weil es mit Cho nicht so recht geklappt hat? xD Also dass er nicht auf Schwarzhaarige steht, könnte ich mir bei ihm gut vorstellen - so Männerstolz verletzt xD

Ich stehe zwar nicht sonderlich auf Jungfrauen, aber trotzdem spannend wie Angie versucht herauszufinden wer sich mit Katie trifft und dass sie total die Sorgen um sie hat <3

Wie hast du diesen Zettel im ersten Kapitel so hinbekommen ? :o Braucht man dazu Tofu?

Mit welchem Programm machst du immer deine Bilder? :) Cover sieht cool aus, würde mich aber noch eine Charakterbeschreibung mit Bildern wünschen *-* <3 Mochtest du den Schauspieler von Roger nicht, da es auf dem Cover wer anders ist xD Ich finde es gibt paar gute Bilder von ihm, aber muss man auch suchen ^^

Danke für diese Widmung :D Habe mich sehr gefreut und bin natürlich gespannt wie es weiter geht XDD
Da neben Katie/Marcus meist nur Alicia/Adrian verkuppelt werden, bin ich sehr happy über Angelina/Roger. Ich mag sie nämlich sehr ^^ Auch wenn ich sie schon mal mit Graham, Miles oder Lee verkuppelt habe ...

https://www.animexx.de/fanfiction/273885/#p=fanfic_daten_holder (Angelina x Miles), falls es dich mal interessiert xD
Glaube Katie x Fred und Angelina x Lee eher weniger oder? Hab ich mal für ein Wichtelkind geschrieben, das den Wunsch hatte, fand die Gryffindor Ships generell auch nicht so toll erst, aber dann hat es doch Spaß gemacht zu schreiben ^^

Ich finde es immer wieder faszinierend wie Leute etwa Katie/Oliver oder Katie/Marcus lieben :D Ich hasse zwar Oliver nicht wie du, aber stelle ihn mir auch eher mit wem anderes vor als Katie ^^
Mal sehen ob ich iwann zu Ginny/Blaise, Luna/Blaise oder Pansy/Ron komme mit deinen Nebenparings xD Hab schon eine Idee, aber mal sehen ob sich das so einfach umsetzen lässt xDD Halbwegs realtisch wollte ich es schon haben, aber das oft schwer xD hahah

Sooooooooo genug geschwaddet xD
Bitte weiterschreiben!!!! <3<3<3<3<3 *AngiexRogerFahneschwenk* I LOVE THEM :)
Antwort von: KatieBell
20.04.2022 15:36
Hey was für ein bombastisches Review <3 *-* So lange bekommt man ja eher selten, daher bemühe ich mich jetzt, auf alle deine Worte einzugehen :D

Das mit Cho, wär ein guter Sidekick ;) Mal überlegen, vielleicht passt da auch noch jemand anderes in das Schema rein.

Zum Thema Jungfrau, ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir Katie selten anders vorstelle. Also immer eher als das "unerfahrene Mädchen". Wenn sich dass dann noch mit Marcus kreuzt, hat das immer etwas spannendes, wenn der "Badboy" schlechthin auf eben jenes Mädchen trifft. Außerdem... hey! Ich brauchte ja einen deftigen Grund, damit Angelina sich sorgt xD (Wollte nicht unbedingt nur, das übliche Slytherin-Gryffindor Geplänkel benutzen.^^)

Im übrigen, ja. Ich hab mal wieder das FanFic-ToFu Paket gebucht. Da kann man dann über den Weblog Bilder hochladen und deren BILD-kürzel kann man dass dann auch in den Kapiteln mit einbinden =)
Hab vor Jahren schon das Paket gehabt, auch mit all den Statistiken, aber die Bildfunktion habe ich glaube ich nie genutzt... wollte es mal ausprobieren :) - Ich hoffe, man konnt seine Sauklaue entziffern xDD Ich hab ewig nach einer Schriftart gesucht, die so schlecht wie möglich war XD

Ich nutze zwei Programme und kombiniere das eigentlich: Photoscape und Gimp. Beides gibts kostenlos, wobei es bei Photoscape auch ein "Pro" Upgrade gibt, das 40,- kostet, über den Microsoft-Store. Wenn einem Photoshop zu teuer ist, ist das eigentlich eine relativ gute Alternative. Wenn man mehr damit macht, als nur "Fanifc-Covers" ;) Ich nutze das ja auch hauptsächlich für meine Streams, Game-Overlays, Panels, Emotes, etc. Dann lohnt sich auch mal 40 Euro in die Hand zu nehmen :D

Charakterbeschreibungen? Ahh.. Hilfe~ xD Ich dachte ich komm vielleicht da drum herum. Ich bin echt schlecht in solche Beschreibungen. Hab immer die Angst, dass ich zu viele Informationen rausgebe und eventuell Spoiler xD... Aber ich kann mal gucken ^^'
Ich hab tatsächlich ewig gesucht nach einem Bild nach dem original Schauspieler. Aber da ich für das Cover ein Transparenter Hintergrund brauchte, war das etwas schwierig xD Zur Not könnte man zwar mit Gimp die Bilder transparent machen, aber ich hab derzeit kein Gimp drauf ._. Ich musste letzte Woche mein Pc "wechseln". Kurze Erklärung: Hatte ein 2-Pc-Setup, die miteinander verbunden waren über eine Capture Card. Ein "Gaming-Pc" und ein "Stream-Pc". Der Gaming-Pc hat aber - warum auch immer - einen Knacks weg, finden den Fehler nicht... deswegen nutze ich gerade nur den "Stream-Pc" auf dem halt so gut wie keine Programme drauf sind und ich das jetzt erst nach und nach aufrüsten muss. Es graust mich nur so davor... gerade bei Gimp. Meine ganzen Brushes wieder runterzuladen XD Das schiebe ich bisschen vor mich her :P

Also wenn du gute Bilder hast von ihm, schick sie mir gerne als ENS <3 Du als Roger-Fan hast sicherlich gute. Das geht mir mit Marcus nicht anders XD
Ich schau auch gerne mal in Angelina/Miles rein. Immerhin Gryffindor/Slytherin. Alles andere ist für mich einfach nicht drin. So unterhalb der Gryffindors, das weißt du ja schon xD

Realistische Storys zu schreiben ist immer schwierig. Besonders wenn man im HP-Universum schreibt. Ich meine, hallo?! Da ist alles magisch und sowieso verrückt. Realistisch ist das ja eigentlich gar nicht, aber man darf halt nicht zu sehr abtauchen xD Die Waage finden ist schwer, finde ich.

Mal gucken, was ich für das nächste Kapitel zusammenschuster. Stichpunkte sind gemacht. <3
Liebe Grüße KatieBell :3
Antwort von:  _Natsumi_Ann_
20.04.2022 15:57
Kann mir gut vorstellen, dass Cho zwar mit ihm ausgegangen ist, aber sie nicht mit ihm geschlafen hat. Da sie ja noch um Cedric trauert und dann sogar relativ schnell mit Harry zusammen war - mit dem es auch eher semigut auseinander ging... vllt erklärt Angie Roger das mal, damit er mal nicht nur an sich denkt - scheiss Männerstolz xD

Photoscape habe ich auch :3 Das ist super, aber Gimp habe ich noch nicht probiert ^^ Habe früher für sowas Photoshop genommen, aber leider habe ich das nun nicht mehr kostenlos >>

Bilder würde ich immer über google suchen, der spuckt viel mehr aus als alle anderen Maschinen >< Oder Printest ^^ Muss mal gucken, glaube ein paar Bilder habe ich mir auch schon für eine eventuelle FF gespeichert XDD muss dann raussuchen welches ich wirklich will, den Rest kann ich sicher schicken :D

Ja denke ich mir auch immer teilweise, eigentlich kann man ja in FFs machen was man will XD Dazu gibt es die ja :D Aber generell mag ich es lieber, wenn die Charaktere älter sind, nicht mehr in der Schule ^^ Aber Schul Stories bieten ja auch viel Streitpotenzial meistens - siehe hier XDD
Das Katie später erst "aufblüht" kann ich mir auch gut vorstellen, wo sie noch dunkelblond war, sah sie eher sehr sportlich und ungeschminkt aus - vllt mochten deshalb viele sie mit Oliver, beide so Sportfreaks :D Aber später kann ich sie mir schon als hübsche Frau vorstellen, sozusagen vom Entlein zum Schwan :D Aber die Brünette-Katie wirkte iwie gar nicht mehr so unscheinbar o.O Aber fand sie wie gesagt wie du auch weniger passend xDD

Antwort von:  _Natsumi_Ann_
20.04.2022 16:00
PS: Ich mag einfach Bilder in der Charakterbeschreibung xDD Muss gar nicht soviel Text sein, ich schreibe da meist nur Zitate rein, die passend sein könnten - dann hab ich das Problem mit dem Spoiler nicht :D Hatte ich aber auch mal in der Vergangenheit *pfeif* Aber bin sehr visuell und liebe Bilder bearbeiten und habe glaube ich auch ein Haufen gespeichert für "mögliche" FFS *lol* XD


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