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Friends ON The Other Side

Damian x Jordis
von

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Ich werde dich heiraten

Der Junge Assassine, mit den stechend Grünen Augen, hatte wieder einmal das

Versteck  verlassen. Natürlich ohne etwas zu sagen oder eine Nachricht zu

hinterlassen. Ganz typisch für Damian eben. Die Liga der Schatten war ein

Seltsamer Ort.

Er war zwar schon viel herumgekommen in der Welt aber eigentlich nur wegen den

vielen Verstecken rund um den Globus. Aber viel konnte er dennoch nicht

genießen. Schließlich war es ihm eigentlich untersagt rauszugehen. Er kannte

kaum etwas anderes als die Liga.

Warum hatte er all diese Sprachen gelernt wenn er sie sowieso nicht nutzte? Wenn

er einmal offiziell rausgehen dürfte, dann war das entweder wenn sie an einem

sehr abgelegenen Ort waren oder eben mit Begleitung.

Nichtsdestotrotz er hatte seine Wege gefunden und war nun ein Experte im

Verschwinden.

Diesmal waren sie in Japan  in der Nähe von Nishiizu. Es war unerwartet grün

und idyllisch.

Etwas was man bei einem Land das Aus Inseln bestand und dazu noch so eine Hohe

Bevölkerungsdichte aufwies gar nicht vermutete. Er war begeistert von der

Strandnähe. Grün traf auf Blau.

Er war so fasziniert, dass er gar unvorsichtig wurde.

Deswegen erschrak er nicht schlecht, als er am Strand stand und jemand ihn

ansprach.

"Es ist schön, nicht wahr?"

Es dauerte einige Zeit bis er sich aus dem Schreck gewunden hatte. Anscheinend

auch zu lange, da die Person vor ihm sogar andere Sprachen ausprobierte um ihm

eine Reaktion zu entlocken.

Und er starrte das Mädchen vor ihm nur viel zu fasziniert an. Brünette Locken

und Grün braune Augen. Sie wirkte nicht als stammte sie ursprünglich aus

Japan.

Natürlich hatte er es schon beim ersten Mal verstanden , was sie gesagt hatte

aber , dass sie anscheinend leise genug war um plötzlich neben ihm zu stehen

und mehrere Sprachen sprach machte ihn etwas baff.

"Hast du dich verlaufen?"

Noch immer starrte Damian in das Gesicht der Fremden , sie war etwas älter als

er.

"Ich werde dich heiraten", er wusste selbst nicht woher , der Impuls kam, das

aus dem Nichts heraus zu sagen, aber er hatte das Verlangen auszusprechen, was

er dachte. Doch es war in seiner gewohnten monotonen , ruppigen und ernsten Art,

die keine Widerrede zuließ.

Nun gut, vielleicht lag das daran , dass seine Mutter ihm gesagt hatte, dass er

ein Mädchen heiraten sollte, das ihn faszinierte. Ansonsten würde seine Ehe

langweilig werden.

Das Mädchen legte den Kopf schief und musterte den Jungen vor sich.

"Ich glaube,  du hast noch einiges an Zeit um diese Entscheidung zu überdenken.

Wie alt bist du? Vier, Fünf?"

"Pff. Ich bin Sechs!"

"Nun , in einigen Ländern wird man mit 18 volljährig in anderen erst mit 21 .

Also hast du noch mindestens 12 Jahre Zeit eine bessere Entscheidung zu

treffen"

Außer von  seinem Großvater und seiner Mutter hatte er noch nie von jemanden

anderem Widerworte erfahren.

Ihm klappte deswegen der Mund auf.

"Mir hat bisher noch nie jemand widersprochen", rutschte es ihm heraus.

"Ein Grund mehr deinen Heiratswunsch zu überdenken, junger Mann"

"Was heißt hier junger Mann? Du bist nicht sonderlich viel älter als ich, oder

irre ich mich?"

"Vier Jahre älter"

"Also zehn"

"Exakt"

Kurzes Schweigen.

"Mein Name ist Damien", stellte er sich  dann unbeholfen vor.

"Jordis", meinte das Mädchen daraufhin knapp.

Damian überlegte kurz.

"Nordischer Name, vermutlich Isländischen Ursprungs"

Jordis grinste nun. "Du bist ganz schön clever"

Der Junge rümpfte nun kurz die Nase. "Ich werde dich heiraten und du wirst mich

heiraten wollen"

"Nun… wie wäre es fürs erste wenn wir nicht übers Heiraten sprechen

würden? Und vielleicht erstmal Freunde werden?"

"I...in Ordnung "

Naiv

Der Junge Assassine besuchte seine selbstbestimmte "zukünftige Frau", wie er

sie nannte, mehrfach in der Woche. Es gab keine abgesprochene Uhrzeit für

dieses spontane Erscheinen.

Ab und an irritierte das Jordis etwas, da es doch einige Male ihren Geregelten

Tagesablauf durcheinander brachte.

Wie lang ging das schon? Ein paar Monate sicherlich.

"Hast du jemanden anderen erwartet?", Fragte Damian deswegen diesmal.

Auf jemanden anderen gewartet?

Sie pausierte gerade ihr tun und dachte wohl wirklich an jemanden wie es schien

ehe sie dann den Kopf schüttelte.

"Das wäre wohl vergebens auf ihn zu warten"

Der Schwarzhaarige runzelte die Stirn.

"Ihn?"

Jordis legte den Kopf schief und sah dann von oben bis unten genau musternd an.
 

"Er war seit fast vier Jahren nicht hier . Das letzte Mal meinte er , er würde

mich adoptieren und mit mir die Welt bereisen. Aber er stahl nur meinen

Forschungsdurchbruch in der Nanorobotik. Ich denke nicht , dass er es nutzen

wird um Krebs zu heilen"

Sie dachte an Slade Wilson und auch wenn sie ihn hassen wollte. Sie vermisste

ihn. Insgeheim hoffte sie es ginge ihm gut, wo auch immer er war.

Schließlich hatte er sich vor diesem Verrat um sie gekümmert, ihr sogar

kämpfen beigebracht und mit ihr am Strand gefischt. Der riesige starke Mann

war wirklich ein Toller Kerl, so dachte sie damals.

Damians grüne Augen bohrten sich in ihre , ehe sie sich wieder abwandte und dem

Display vor sich widmete.

"Du bist dumm , obwohl du schlau bist...", meinte der Bengel unverfrohren und

trocken.

"Ich glaube, das passendere Wort für deine Aussage ist "naiv". Aber danke. "

Sie seufzte leise: "Ich denke, ich habe Probleme damit ... die Absichten von

Leuten zu lesen... wäre sicher einfacher wenn man Gedanken lesen könnte oder

einen Blick in die Zukunft hätte"

"Gedankenlesen? Ich denke, es hat einen Grund, wenn Leute Dinge nicht

aussprechen. Es ist entweder ihre Entscheidung oder ihr eigenes Problem",

kommentierte Damien.

"Wenn Leute nicht aussprechen, was in ihren Köpfen vorgeht, ist das nicht dein

Problem. Aber du solltest misstrauischer sein"

"Schon gut. Vielleicht hast du Recht. Aber jedem Menschen von vornherein zu

Misstrauen? Glaubst du das ist die ultimative Lösung, Damian?"

Er nickte, doch sie schüttelte den Kopf.

"Ich glaube ich sollte mich etwas mit Anatomie, Mimik, Gestik und generell in

Non verbaler Kommunikation auseinander setzen... dabei kann ich auch etwas zeichnen,

hat also auch etwas positives"

Ihr Versuch eine Lösung zu finden, erstaunte ihn abermals. "Klingt nicht gerade

nach einer Einfachen Lösung"

"Einfache Lösungen sind langweilig, Damian"

"Tzz", machte Damian genervt und klopfte abwartend mit dem rechten Stiefel in

wiederholenden Takt auf den Boden .

Seine Arme waren verschränkt und Jordis klappte den Laptop zu.

"Okay, scheinbar erwartest du etwas"

"Ach ja?", Sagte Damian patzig und sarkastisch.

"Nun das ist gerade zu offensichtlich", sie tippte ihm an die Stirn.

"Also, was möchtest du?"

"Kakao, Keks und Kuscheln"

Jordis kicherte leise.

Der Zwerg konnte doch ganz süß sein, wenn er nicht gerade mit seinem Katana

umhersauste.

"In Ordnung", gab sie sich geschlagen. Sie holte gekühlten Trinkkakao aus dem

Kühlschrank, die Kekse aus dem Vorratsschrank und kam mit einem Buch und

einer Kuscheligen Decke zu ihm zurück, woraufhin sie in das Wohnzimmer

gingen.

Eingekuschelt in die Decke und mit dem versorgten Gast las sie ihm Geschichten

vor.

Und diesmal schlief Damian ein. Noch wusste sie nicht welche Folgen das mit sich

bringen sollte.

Traum

Damian erwachte in einem Prächtigen Bett, einem noch Prächtigeren  Schlafsaal in einem wahnsinnig prächtigen Palast.

Erst dachte er an die Liga, aber ein Blick in den Spiegel sagte ihm, dass es hier ein Traum war.

Woran er das erkannte? Sein Körper war erwachsen. Und er möchte den Anblick nur zu sehr.

Er sah zum Anbeißen aus. Aber wenn er sich diesem Umstand bewusst war, hieß es, es war ein Klartraum.

Perfekt.

Er wurde von seinen Bediensteten angekleidet und ihm wurde klar , dass er der Sultan war. Der treue Berater an seiner Seite machte ihn mit seiner nächsten Frau bekannt, es war dessen  eigene Tochter. Doch wurde er stutzig. War das etwa eine erwachsene Version von Jordis? Es schien gar so.

Der Sultan bemerkte das Unbehagen, das der Berater verspürte. Die eigene Tochter.

Er war wohl bekannt dafür, dass er seine Ehefrau am Tag nach der Hochzeit hinrichten ließ , da ihn seine erste Frau betrogen hatte.

Jordis hingegen schien keineswegs diese Angst vor dem Tod zu haben, sie schmeichelte ihm und unterhielt sich mit ihm, leistete ihm Gesellschaft. Nach der Hochzeit und nach seinen anstehenden Tagesgeschäften leistete sie ihm abermals Gesellschaft und begann ihm faszinierende Geschichten zu erzählen. Diese Frau zog ihn in ihren Bann.

Und die Tage zogen ins Land ohne Hinrichtung. Sie war seine Sherazade.

Er war süchtig nach Ihren Geschichten .Jeden Tag wurde dieses Gefühl stärker.

War er nur süchtig nach Ihren Geschichten? Nein, es war gewiss mehr als das.
 

Doch plötzlich erwachte er unsanft aus seinem Traum .

Erst war er etwas orientierungslos. er blinzelte  die mittlerweile wieder jüngere Jordis an, gähnte laut und  vereinnahmte sie in einer Umarmung.

Doch irgendwas war gerade seltsam. Diese Aura…

Alter Mann

Eine unheilvolle Aura hatte sich in der Wohnung ausgebreitet, als würde die Dunkelheit selbst durch die Wände sickern. Diese spürbare Bedrohung durchdrang förmlich Mark und Bein, sodass Damian einen plötzlichen Anstieg an Adrenalin verspürte. Er fühlte sich, als wäre er von einem Blitz getroffen worden, und seine Sinne schärften sich in einem Moment der Klarheit. Doch ehe er die Quelle dieser bedrohlichen Präsenz ausmachen konnte, handelte Jordis schnell. Mit einer fließenden Bewegung griff sie nach der leeren Kakaotasse, die auf dem Tisch stand, und überraschte den Eindringling, der in ihr Zuhause eingedrungen war.
 

„Großvater?“, fragte Damian mit einer Mischung aus Schock und Verwirrung, als er die imposante Gestalt seines Großvaters erkannte.
 

„Warum spricht dein Großvater in veraltetem Arabisch und redet von Ermordung?“, murmelte Jordis, während sie den Überraschungsmoment der Tasse meisterhaft ausnutzte, um den Meister für einen kurzen Augenblick aus dem Gleichgewicht zu bringen.
 

„Du hast dich verhört“, sagte Damian, doch in seinem Inneren wuchs erneut der Respekt für Jordis’ unvorhersehbares Geschick und ihren Mut.
 

„Es gibt ein arabisches Sprichwort, das besagt: Das Seil der Lüge ist kurz“, entgegnete sie, während sie ihre Haltung stabilisierte und sich bereit machte.
 

„Wer ist dieses Mädchen, Damian?“, fragte Ra's al Ghul mit einer Stimme, die vor Autorität strotzte, und ein fordernder Ausdruck lag auf seinem Gesicht.
 

„Sie ist meine zukünftige Frau“, antwortete Damian, und obwohl er innerlich zitterte, klang seine Stimme fest.
 

„Ist das so?“, erwiderte Ra's al Ghul mit einem scharfen, durchdringenden Blick, der eine gewisse Bedrohung in sich trug.
 

Der alte Mann hatte die Absicht, ein Exempel an Jordis zu statuieren, um seinem Enkelsohn zu zeigen, dass Ungehorsam nicht toleriert wurde. Mit einer fließenden Bewegung richtete er sich auf und zog ein gefährliches Messer aus seinem Gürtel. „Dem kann ich nicht zustimmen…“, sagte er mit einer kalten Stimme.
 

Doch Jordis war schnell und entschlossen. Sie warf die Kakaotasse ins Gesicht, die mit einem lauten Klirren  auf dem Boden zerbrach, und griff fester nach dem Teelöffel, der noch in ihrer Hand war. In einem beeindruckenden Manöver wich sie einem schnellen Stich des alten Mannes aus und konterte mit einem präzisen Schlag auf Ra's al Ghuls Handgelenk, wodurch das Messer für einen Moment aus seiner Hand glitt.
 

„Ich lasse mich nicht von dir abmurksen“, erklärte sie mit fester Stimme, während sie sich geschickt in eine bessere Position brachte, die sie strategisch in der Nähe des Tischs hielt.
 

„Und ich lasse mich nicht so leicht töten“, erwiderte Ra's al Ghul, als er blitzschnell einen weiteren Angriff startete, seine Bewegungen waren geschmeidig und tödlich.
 

Mit einer Reihe schneller und präziser Bewegungen konterte sie. Ein Tritt in die Weichteile, gefolgt von einem Kniestoß in die Magengegend, brachte Ra's al Ghul für einen kurzen Augenblick aus dem Gleichgewicht. Der spitze Griff des Teelöffels zielte nun in Richtung seines Schlüsselbeins, aber Ra's al Ghul war geübt genug, um im allerletzten Moment auszuweichen und den direkten Treffer zu vermeiden.
 

„Ich habe nicht auf eine tödliche Stelle gezielt“, erklärte sie mit einem Hauch von Selbstbewusstsein, während sie sich erneut neu positionierte. „Der Treffer auf deinen Arm wird nur vorübergehend deine Muskulatur außer Kraft setzen. Hätte ich gewollt, dass du ernsthaft verletzt wirst, hätte ich dein Kehlkopf eindrücken müssen – das wäre die einfachste Lösung gewesen.”

Sie seufzte “ Damian ,Du kannst ihm sagen, wenn er etwas aufspießen will, soll er Fische fangen und Stockfisch braten.“
 

Ra's al Ghul lachte laut auf, ein tiefes, bedrohliches Lachen, das den Raum erfüllte. „Beeindruckend, aber ich weiß nicht, ob du dir der Gefahr bewusst bist, in der du dich befindest“, sagte er, während er sich wieder aufrichtete und sein gefährliches Lächeln zurückkehrte.
 

„Ich bin nicht derjenige, der in Fremde Häuser einbricht… und Morddrohungen ausspricht”
 

“aber du greifst alte Männer an”, witzelte Damien.
 

“Oh, mein Beileid. Der letzte alte Mann mit diesem Symbol auf der Kleidung, war der Kerl, der meine Forschung stahl. Hast du nicht gesagt ich soll weniger naiv sein”
 

Ras packte das Mädchen in dem unachtsamen Moment .

“Ein Mann mit diesem Symbol auf der Kleidung? Erzähl mir wo er hingegangen ist!”

“Bist du geistig umnachtet ? Für gewöhnlich sagen Diebe nicht wo sie hingehen und wenn ich es wüsste würde ich ihm selbst in den Hintern treten “

Weiter kam Jordis nicht.

Ras hatte sie ausgeknockt .

“Wir nehmen sie mit, über deine Strafe über dein Fehlverhalten werde ich noch nachdenken müssen, mein Enkel”
 

Er befahl seinen Leuten alles mitzunehmen, was wichtig aussah und dann das Haus abzubrennen.

Sie sollten gründlich sein.

Schuldgefühle

Es vergingen mehrere Monate und Damien fühlte sich miserabel.

Er hatte Jordis das Leben in der Liga eingebrockt.

Dabei hatte  er sich nur nach Normalität gesehnt.

Aber wie es schien war Jordis alles andere als klein zu kriegen.

Ras fluchte mehrfach ungehemt da seine versuchten Methoden keine Wirkung zeigten.

Es war schon merkwürdig , eigentlich wollte er Informationen über sie und über Slade. Aber nicht Mal die Bestätigung hatte er bekommen, dass es Slade Wilson gewesen war, von dem sie gesprochen hatte.

Und im Gegenzug erhielt Jordis mehr Informationen über die Liga als ihr lieb war.
 

Sie las zwar wie befohlen die Regeln die er der Liga aufgetragen hatte aber beugte sich nicht wirklich nicht Mal die Grube voller Schlangen vermochte sie zu Besinnung bringen.

Im Gegenteil. Sie schaffte es eine Schlange abzurichten. Mit ihrem Haarpfeil tötete sie die “Fehlversuche”.

Als hätte sie der abgerichteten Schlange damit nur gezeigt, was ihr blühen würde , wenn sie sich nicht beugen würde.

Das blöde Mistding hatte ihn auch noch gebissen als er in die Zelle gestürmt war um sie ein weiteres Mal zu bestrafen.

In der Eile die Vergiftung rückgängig zu machen, hatte er die Tür aufgelassen und Jordis war der Grube entkommen. Nicht das sie fliehen wollte.

Sie fand Damians Gemächer, Duschte sich und lieh sich etwas zum anziehen, Ehe sie mit Nagimaru wie sie die Schlange getauft hatte nach Damien suchte.

Er war in einer Trainingshalle und wirbelte mit seinem Schwert herum.

“Hab ich dir nicht gesagt, das ein Katana kein Hackbeil ist”

“Was weißt du schon?”

Er stockte dann.

“Jordis… du…”

Er sah sie entschuldigend an, da er mit jedem Gerechnet hatte außer ihr.
 

“Es ist eher bedrückend. Du bist in Japan und schwingst ein Katana wie einen Osmanischen Säbel. Jetzt weiß ich wenigstens warum das so ist”

Ein Wutentbrannter Ras kam Zropftend von seinem Bad in den Saal.
 

“Du wagst es, aus deiner Zelle zu fliegen?”

“Wenn ich geflohen wäre, wäre ich dann noch hier? Du hast wirklich ein Problem alter Mann”

Sie würdigte dem Kopf der Liga keines Blickes.

“Ich sollte dich töten”

“Es verwirrt mich eher gesagt warum du es noch nicht getan hast. Solltest du mich aber danach in deinen Wunschbrunnen werfen und wiederbeleben, werde ich dich danach sicherlich Köpfen. Nicht weil mir deine Absurde Gewalt gefällt einfach nur weil du es nicht verstanden hast…”

“Was soll ich nicht verstanden haben?”

“Stillstand ist der Wahre Tod, du entwickelst dich nicht weiter. Da hilft dir auch kein Magisches Wasser.  Außerdem glaube ich nicht das diese Quelle ewig funktioniert. Du hast einige Narben die scheinbar nicht geheilt werden… vermutlich lässt die Wirkung nach, hab ich Recht?”

Ras schlug nach ihr, doch sie nutzte seinen Schwung gegen ihn und er landete geschockt auf den Brettern.

“Du bist groß , stark, wirklich muskulös und brutal… im Normalfall solltest du kein Problem haben, mich weiter zu drangsalieren, richtig? Aber wie gesagt, du entwickelst dich nicht weiter… du kämpfst wie ein Osmanischer Barbar. Und du vergisst wohl dabei, dass das Osmanische Reich lange bevor es gefallen ist schon wegen diesem Fehler zerfallen ist. Wer sich nicht weiterentwickelt verliert und das bedeutet vielleicht mehr als nur sein Leben zu verlieren, hab ich Recht?”

Ras stützte sich vom Boden ab.

Wie konnte ein Kind ihn nur so bloßstellen?

“Vater, geht es dir gut?”

Thalia Schritt in den Raum. Jordis verbeugte sich vor ihr kurz.

Anders als Ras hatte jene ihren Respekt verdient.

“Gut , wenn du es schaffst dass Damian sich weiterentwickelt , werde ich dich nicht töten”

"Oh, wie großzügig, alter Mann…”

Sarkasmus lag in der Luft und er packte sie.

Es kotzte ihn an, dass sie keine Angst vor ihm hatte.

“Du hast mein Haus Niedergebrannt und  meine Forschung zurückgeworfen und einer deiner braven Untergebenen hat mir den Prototyp gestohlen, das ist eine Menge Geld . Noch dazu steigen die Unterhaltskosten und ganz zu schweigen von einer Entführung und die ganzen Informationen, die du mir so großzügig gegeben hast…”

Ras ließ sie los.

“Wofür sollst du Geld brauchen? Du bist hier”

“Auf dieser Insel  Japans gibt es sehr berühmte Dojomeister und die wollen bezahlt werden. Dazu gibt es die Regel das man nur einem Dojo beitreten darf, das heißt ich brauche ein Paar Junge Menschen die erstens Japanisch können und zweitens vorgeben können keine andere Kampfkunst zu beherrschen und drittens diese Gelernten Kampfkünste weitergeben können, dann noch ein Haus und eine Erwachsene Person, natürlich noch gefälschte Unterlagen für eine Scheinfamilie. Zivile Kleidung und andere Spielereien . Ein benimmkurs wie man sich in Japan verhält lohnt sich vielleicht auch Du glaubst doch nicht das es funktioniert wenn  man es nur halbherzig macht…”

“Was spricht dagegen die Dojomeister einfach zu entführen…”

“Tja, und ich dachte du willst deine kleine Sekte weiterhin im Schatten existieren lassen und nicht jeden Helden dieser Welt auf eine Hetzjagd auf euch ansetzen… aber gut. Habt ihr wenigstens Popcorn für deinen Plan. Ich sehe mir das liebend gerne an”

“Kleines Mädchen treib es nicht zu weit”

“Mein Name ist Dr. Jordis White und nicht kleines Mädchen . Du hast die Bedingungen, triff eine Entscheidung und leb mit den Konsequenzen”

Sie nahm Damian an der Hand.

“Sag gibt's hier etwas anderes zu essen außer Schlange?”

“Du hast die Schlangen in der Grube gegessen…”

“schmeckt so ähnlich wie Aal”

“Aha..”

“Wie kannst du so unerschrocken sein?”

“Ich denke wenn du nichts zu verlieren hast kannst du mehr riskieren”

“Wie meinst du das?”

“Meine Eltern sind Tot und an die Person, die mich adoptiert hat und nach Japan  gebracht hat, kann ich mich nicht mehr erinnern. Es ist nur Ich, mein Verstand und auf sich allein  gestellt.”

“Weißt  du etwas von ihnen?”

“Nun ich weiß ihre Namen… mein Vater hieß John White und meine Mutter glaube ich Jane. Sie waren arm und mein Vater hatte Schulden, bei den falschen Leuten, jemand hat das Haus angezündet in dem meine Mutter war. Sie war mehr Grillhähnchen als Mensch als sie im Krankenhaus ankam und ich geboren wurde und danach starb sie . Mein Vater ist scheinbar in einem Chemielabor ums Leben gekommen, er hat dort gearbeitet und ist dort eingebrochen um seine Schulden wett zu machen. Und der Mann der mich adoptiert hat… mhm… keine Ahnung. Er war Professor, aber seine Ehe ging in die Brüche. Ich dachte, wenn ich ihn von meinem wert überzeuge und einen Doktortitel erlange kommt er wieder… naja, war wohl nichts. In Indien gibt es scheinbar ein Wunderkind, das mit Sieben Jahren medizinisch perfekte Diagnosen stellen könnte. Da ist Nanotechnologie wohl nicht so cool… “

Damian zog eine Augenbraue hoch.

“Aber ich muss schon sagen, deine Mom ist toll. Sie ist hübsch und stark”

Diese neuen Informationen mussten erstmal verdaut werden.

So perfekt war ihr Leben also doch nicht.

Aber das erklärte warum sie in ihrem Alter so versessen auf ihre Arbeit gewesen war.

“Und Slade Wilson ?”

“Er tauchte eines Tages auf und war verletzt… . Er tat mich behandelt wie ein Kind. Aber nicht auf diese Nervige Art, die einem Vorschreibt was man zu tun hat. Mehr wie jemand , der sich Sorgen macht und ausreden erfindet warum man Spinat essen sollte oder Dinge mit einem unternimmt die normale Kinder mit Eltern so tun… ich weiß nicht, ob ich ihn hassen oder mir Sorgen machen soll. Auch wenn er meinen ersten Prototypen gestohlen hat . Er war immerhin der erste Mensch der mich wertgeschätzt hat”

Damian seufzte.

Er wusste nicht wirklich was zwischen Wilson und seinem Großvater vorgefallen war.

Und irgendwie war das schon komisch. Er hatte in diesem Gespräch mehr Informationen erhalten als sein Großvater in der ganzen Zeit.

“Und beunruhigt es dich nicht, dass du nun weißt das ich aus einer Assassinen Familie stamme?”

“Nun… ich denke es war keine große Überraschung. Vielleicht aber nur vielleicht braucht die Welt ja auch einen Aufräumtrupp . Es gibt viele widerliche Leute und Abschaum auf der Welt.

Solange du niemanden umbringst , der es nicht wirklich verdient hat, werde ich nicht in Frage stellen, was du tust… aber erwarte nicht, dass ich jemanden töte, nur weil es jemand verlangt. Ich nutze lieber die Kraft des Angreifers gegen ihn selbst. Das Prinzip der Wechselwirkung”

Er ging in die Küche und besah das Personal

Und orderte etwas zu essen.

Neue Freunde

Thalia Al Ghul schien Jordis eigentlichen Plan durchaus durchschaut zu haben.
 

Dir junge Doktorin versuchte anscheinend Zeit gewinnen zu wollen . Zeit für Damian. Zeit damit er wenigstens etwas länger ein etwas normaleres Leben genießen konnte.
 

Diese Jordis Person war wirklich nicht zu unterschätzen.
 

Aber vielleicht war es das Zeichen auf das sie gehofft hatte.
 

Ihr Vater litt immer mehr an dem Wahnsinn der von der Quelle ausging. Wie lange würde das noch gut gehen?
 

Sie setzte  alles in die Wege und suchte geeignete Kandidat: innen für den Plan  um es ihrem Vater umso schmackhafter zu machen.
 


 

In den Tagen der Entscheidung durchstöberte Jordis hingegen die Bibliothek. Besonders die alten Schriften über Gifte, Gegengifte und Medizin hatten es ihr angetan.
 

Nicht das sie wirklich jemanden vergiften wollte. Sie wollte nur in ihre Wissbegierde mehr erforschen.
 

Ihre Forschung waren Nanoroboter. Sie konnte man in vielerlei Hinsicht nutzbar machen. In der Medizin wäre das der Durchbruch des Jahrhunderts.
 

Und irgendwie war es auch schade diese Bibliothek ungenutzt zu lassen.
 

Sie stöberte auch durch das mächtige Anwesen, das an einen Kaiserpalast aus alten Tagen erinnerte.
 

Sie kletterte auf das Höchste Dach des Anwesens und streckte sich, Ehe sie sich auf die Dachzinne setzte und einfach nur die Landschaft betrachtete. Sie hatte genug gelesen.
 

Doch sie bemerkte wie jemand zu ihr stieß.
 

Damian versuchte sich anzuschleichen?
 

Sie kicherte leise schnappte ihn sich und kitzelte ihn erstmal Ehe sie ihm das Katana Amt seiner Halterung vom Rücken schnappte.
 

Sie streckte ihm neckisch die Zunge raus Ehe sie einfach von dem Dack sprang und ihn dazu anstiftete fangen zu spielen. Wohl eher Parkour und die Dächer und durch die stockwerke.
 

 Sie schlüpfte in Ras Arbeitszimmer nahm das Katana . Sie nutzte das Sageo, so nennt sich das Band an der Scheide des Katanas und löste es halb und band es um den Schwertgriff  damit es nicht aus der Scheide fiel und band es zusammen Ehe sie Ras entdeckte. “Morgen ,alter Mann”, damit war sie schon über den Balkon verschwunden.
 

Keine Minute Später folgte Damian.
 

“Morgen, Großvater”
 

Ras deutete zum Balkon und rieb sie die Stirn Ehe er den Balkon betrat und nach sah was die beiden  Wirbelwinde da eigentlich trieben und ob er dem Einhalt Gebieten sollte oder nicht.
 

 Er entschied sich dagegen. Es schien einen Trainingsaspekt zu besitzen.
 

Wie sehr er es nach ein paar Tagen bereuen würde…
 

Als Thalia geeignete Kandidaten vorstellte wurden die nämlich in dieses neue Spiel eingeweiht und Damian verpflichtete sie mitzumachen, ansonsten wären sie es nicht wert das er sich ihre Namen überhaupt merken würde.
 

“Du hast die nicht Mal nach den Namen Gefragt,Werter Prinz”
 

Neckte Jordis ihn.
 

“Pff… “
 

“Und du musst auch die Regeln festlegen wenn du das einfach bestimmst. Es wirklich nicht leicht als Anführer, mhm?”
 

Ras war auch Mal gespannt was nun kam.
 

Damian legte also Regeln fest.
 

Es war Im Grunde Fangen mit Parkour Aspekt.
 

Das Erdgeschoss und der Erdboden waren nur für drei Minuten erlaubt. Der mit dem Schwert musste gefangen werden und das Schwert entwendet werden.
 

Waffen waren verboten. Kunais und Wurfsterne waren nur erlaubt um an Wänden einen Vorsprung zu haben, aber nicht in Konfrontation. Tritte und Schläge waren erlaubt, Würge- oder Halte- und Hebelgriffe waren verboten.
 

“Wir haben es noch nie mit mehreren Mitspielern gemacht, wie sieht es mit dem Startpunkten aus oder hat der Gejagte einen Vorsprung von einer gewissen Zeit”
 

“20 Sekunden”, legte Damian schnell fest.
 

“Gut die Zeit reicht bestimmt um den unnötigen Ballast loszuwerden”
 

Sie fing langsam an runter zu zählen und besah wie die drei Mitspieler ihre Schwere Oberkleidung und ihre Waffen sorgsam auf die Seite legten .
 

“Zwanzig”
 

 Zwei Jungs hangelten sich Recht schnell hinter Damian hinterher.
 

“Na kommst du , junger Mann”
 

Fragte Jordis den übrig gebliebenen.
 

“Ich bin ein …Mädchen”
 

“Oh, gut . Wie heißt du?”
 

“Mira”
 

“Ich mag den Namen , wie Miracle auf Englisch . Lassen wir den Jungs ihr Blaues Wunder erleben”
 

“Ob Teams erlaubt ist”
 

“Tja, er hat keine Regel dagegen aufgestellt, oder?”
 

Jordis half Mira hinauf und sie zeigte ihr wie sie sich sicher auf den Dächern bewegte.
 

“Du lernst schnell, das ist gut”
 

Bald holten sie die Jungs ein und während jene in ihrer Rangelei verwickelt waren , löste Jordis einfach den Gurt des Schwerts und die Mädchen ließen die Jungs verblüfft zurück.
 

Anders als die Jungs die in ihrem Rivalität verstrickt waren arbeiten sie zusammen. Kaum war Jordis in einer brenzligen Situation warf sie das Schwert Mira zu und jene wieder zurück. Und so ging es eine ganze Weile.
 

“Das ist wohl voll unfair”
 

“Es wurde nicht ausgeschlossen als Team zu spielen . Seht eure Niederlage ein”
 

Die beiden anderen Jungs waren nach einer Weile ausgeschieden  wegen der drei Minuten Regel, da sie mehrfach vom Balken über der Trainingshalle gefallen waren. Jordis hatte das Schwert. Damian stürzte sich auf sie, sie warf es im Sturz zurück zu Mira.
 

Jordis und Damian rollten sich ab und tauschten einige Tritte und Schläge aus, doch stoppten sie dann nach deutlich mehr als drei Minuten.
 

“Wir sind wohl beide raus”
 

“Mira hat die Runde gewonnen”
 

Die Gewinnerin sprang zu ihnen hinab und verbeugte sich vor Damian und gab ihm das Schwert mit Beiden Händen zurück.
 

“Werter Prinz, ihr Schwert”
 

“Du bist also Mira”
 

Jordis grinste.
 

“Sie ist toll, nicht wahr?”
 

Sie lobte Mira.
 

“Sie lernt schnell und passt sich an die Anforderungen an, sie versucht sich auch nicht in den Vordergrund zu drängen”
 

Anders als die Jungs. Die hatten mehr Rivalität im Sinn, aber Damian war da wohl nicht besser.
 

“Pfff. Mädchen sollen auch Gehorsam sein”
 

Dafür zwickte Jordis ihn in die Wange.
 

Als die beiden anderen dem Beipflichteten , bekamen sie einen Vernichtenden Blick zugeworfen.
 

“Ich hab gehört , die Verlierer müssen Geschirr spülen und die Küche putzen”
 

Damian warf seinem ungewollten Team einen bösen Blick zu.
 

“Pfff. Ihr hättet besser die Klappe halten sollen…”

Konsequenzen

Es vergingen einige Tage, bis die restlichen Vorbereitungen abgeschlossen waren. Aber die Jungs schienen wirklich nicht miteinander klar zu kommen.

Wenigstens auf Jordis schienen sie zu hören. Beide waren etwas älter als Damian aber alle der Drei Mitstreiter waren jünger als Jordis.

Ren, Taka und Mira.

Das könnte ja noch was werden.

Das Haus war jedoch auf einer anderen Insel Japans. Für Jordis war das kein Problem.

Thalia hatte sie in den Dojos als Vormund angemeldet und war einige Tage geblieben, musste aber wieder zurück, Ras alleine zu lassen war keine gute Idee , außerdem war es ihre Idee die Kids auf eine der anderen Inseln zu verfrachten um die Kontrolle der Liga zu entziehen und überließ die Verantwortung Jordis. Schließlich hatte sie lange auf sich allein gestellt gelebt.

Damian schien der Umstand mehr als nur anzukotzen.

Nicht weil Jordis das Sagen hatte, nein, weil er Jordis mit dem Haufen teilen musste und seine Mutter gehen musste.

Es gab einen festen “Stundenplan” mit Freizeiten und Trainingszeiten, aber momentan opferten nur die Mädchen einen Teil ihrer Freizeit, um das Haus in Ordnung zu bringen und anstehende Aufgaben zu erledigen.
 

Und dann eskalierte einer der Streits während die Mädchen in der Küche das Essen machten.

Jordis kam gerade in den Raum und sah wie Damian Taka im Würgegriff hatte und bereits mit den Freien Hand ein Messer gezogen hatte…und Ren stand daneben und tat gar nichts.

Sie zog die Jungs auseinander und verteilte Ohrfeigen an jeden der drei erstmal eine.

Ren meinte, er hätte nichts getan, dafür bekam er eine zweite

“Du hast zwei Verdient weil du eben nichts getan hast”

Damian versuchte zu streiten und bekam mehrere in Folge als Antwort darauf.

“Du wagst es noch Widerworte zu geben? Escreicht jetzt”

Es war Mira , die sie davon abhielt die Jungs für ihr Verhalten windelweich zu prügeln.

“Ich bitte um Vergebung , Bitte bestraft mich an ihrer stelle, Prinzessin”

Jordis zog Mira wieder auf die Beine.

“So läuft es hier nicht. Das macht die Liga so. Aber hier tragen die Schuldigen die Konsequenzen und nicht derjenige , der sich für jemanden als Fußabtreter auf den Boden wirft. Du bist viel zu wertvoll, Mira. Anders als die drei hast du dich angepasst und die Mission verstanden. Diese Idioten  bringen es nur zum scheitern. Was machen wir hier mit einer Leiche, habt ihr den Verstand verloren. Aber wenn du nicht willst, dass ich sie dafür grün und blau schlage und wir das Training deswegen nicht ausfallen lassen müssen, denkst du dir eine andere Strafe aus… “

“Pah… als ob du das durchziehst…”, meinte Damian siegessicher.

Mira zögerte.

“Heute gibt es nur Brot und Wasser”

Jordis sah die Jungs an.

“Da ihr euch nicht verbeugt und euch bei Mira für ihre Großzügigkeit bedankt, verlängern wir das einfach so lange, bis ihr es verstanden habt. Ich entscheide, wann ich es für angemessen halte. Eure Waffen kommen alle in die Kiste im Gang, versucht erst gar nicht etwas zu verstecken… ansonsten verbuddel ich sie im Garten wenn ihr schlaft”

Jordis war wirklich Wütend.

Taka und Ren verbeugten sich vor Mira.

Jene fing fast an zu weinen und entschuldigte sich, dafür.

“Hör auf dich zu entschuldigen. Das macht Jordis nur noch wütender auf uns”, murrte Damian nur.

“Ihr seid mir aber nicht böse oder?”

Damian knurrte.

Nein, er war nicht sauer auf Mira. “Scheiße. Scheiße. Scheiße”

Jordis war in die Küche gegangen und machte das Essen fertig.

Die Jungs bekamen nur von dem selbstgebackenen Kräuterbutter Baguette und Wasser.

Eine ziemlich milde Strafe. Selbstgebackenes Brot.

Und es war verdammt lecker.

In der Liga wäre es anders gelaufen.

Aber die Mädchen hatten zu ihrem Brot ein herzhaftes Curry auf Reis.

Es ging mehrere Tage so.

Sie aßen , gingen in ihr zugeteiltes Dojo  wenn der richtige Tag dafür  eingetroffen war, trainierten dann wie eingeteilt mit Damian.

Jedoch sprach Jordis nach dem Vorfall nur noch das nötigste mit den Jungs.

Nach den Angefallenen Arbeiten fing sie an Mira das Programmieren bei zu bringen, dann Shogi und japanisches Mahjong oder ging mit ihr nach draußen und brachte ihr andere Dinge bei dir nützlich erschienen.

Langsam kam die Einsicht.

Ja, Jordis würde es notfalls bis zu seinem Lebensende durchziehen.Er hatte es nicht Herausfordern sollen.
 

Also sprach er sich mit den beiden anderen ab.

Als Mira und Jordis in ihrem Dojos waren und sie eigentlich Freizeit hatten startete die Aktion.

Er suchte sich im Internet Tutorials wie man bestimmt Dinge erledigte und brachte sich bei wie man die Wäsche machte. Klar hatte er Mal zugestehen aber etwas extra Hilfe und Videos waren vielleicht gar nicht so schlecht.

Taka und Ren wischen Staub und räumten auf.
 

Die Jungs sahen in den Vorratsschränken nach , schrieben dann gemeinsam eine Liste und nahmen Geld aus der Kasse um einzukaufen.

Als sie wieder kamen, hängten sie die Wäsche auf und putzen alles weitere.

Scheiße warum war das so anstrengend.

Und obwohl Jordis sauer gewesen war hatte sie trotzdem all das gemacht und gekocht und gespült. Gut , Mira hatte geholfen.

Ja, Jordis hatte Recht. Sie war weit aus anpassungsfähiger als sie und dazu beklagte sie sich nie.

Sie war dankbar für alles und nicht wählerisch. Es gab also keinen Grund eifersüchtig zu sein.
 

Mira holte Jordis von ihrem Dojos ab und zeigte stolz ihren Fortschritt die hatte bereits ihren nächsten Gürtel erreicht .

Das sollte gefeiert werden. Deswegen kaufte sie Soda und Eis, Ehe sie nach Hause gingen. Sie stellte die Soda in den Kühlschrank und das Eis in den Gefrierschrank.

Wie aus dem Nichts tauschten die Jungs an.

“Willkommen Zuhause”
 

Jordis war verblüfft.

Sie drehte sich misstrauisch um.

Was hatten sie ausgefressen?

“Ich habe einen Vorschlag zu machen”

Jordis verschränkte die Arme.

“Der da wäre?”

“Wir haben die Wäsche gemacht und geputzt” sprudelte Ren voreilig heraus.

Damian sah etwas grimmig drein.

“Wir sollten die Aufgaben gerecht verteilen”

Er merkte das es noch nicht reichte.

“Und wir möchten uns entschuldigen für den Ärger und die Arbeit die wir euch aufgebürdet haben. Wir haben auch eingekauft  aber haben nichts davon gegessen und dein Selbstgebackenes Brot war immer lecker”

“Nun gut, das ist zwar noch nicht alles was ihr verstehen solltet, aber ich denke, damit können wir arbeiten… außerdem müssen wir heute etwas feiern…”
 

Mira zeigte stolz ihren neuen Gürtel.
 

Jordis machte wieder essen und machte diesmal Nachtisch . Sie machte Mochi und füllte die mit dem gekauften Eis und stellte sie nochmal kühl, bevor sie diesmal alle gemeinsam aßen.

“Danke für das Essen”
 

Damian legte das Besteck aber erstmal wieder ab.

“Jordis, sag mir was sollte ich noch verstehen?”

Sie seufzte.

“Das Leben ist ein heiliges Gut. Wenn du jemanden verletzt oder tötest nur weil er nicht deiner Meinung ist wirst du irgendwann sehr einsam sein”

Er dachte nach.

“Es ist egal ob deine Familie und die Liga eine Magische Quelle hat, die Tote zurück bringt”

Mira stoppte mit dem Essen.

“man kommt nicht ganz zurück. Mein Vater nutzte es, danach hat er mich und meine Mutter an die Liga verkauft. Ich denke ich sterbe lieber endgültig als dadurch zurück gebracht zu werden…”

Jordis nickte.

“Deswegen ist deine Mutter auch nicht hier, Damian. Sie fürchtet sich davor was dein Großvater dir und der Liga vielleicht  auch der ganzen Welt antun würde, wenn er irgendwann deswegen die Kontrolle verliert…”

Jordis war nicht auf den Kopf gefallen. Sie hatte alles genau beobachtet und analysiert.

“Aber… wie lernt man lernt man den Wert des Lebens kennen?”

“Zuerst einmal solltest du leben. Dinge ausprobieren und Vorlieben finden. Aber generell gibt es viele Philosophen und Religionen auf der Welt, die sich mit dem Sinn des Lebens beschäftigen . Ich sage ja nicht, du sollst religiös werden. Es ist nur hilfreich sich verschiedene Meinungen von allen möglichen Quellen zu holen, man muss nicht allem zustimmen. vielleicht findet man Dinge, die man mit sich vereinbaren kann. Einen moralischen Kompass. Einfach nur etwas für sich selbst… den wie du weißt ist der einzig Legale Raub das Sammeln von Wissen. Das hat keine Konsequenzen”

Nach der Hauptmahlzeit holte sie den Nachtisch .

Slade

Jordis merkte wie sie an machen Tagen auf der Terrasse des neuen Hauses saß und ins nichts Staarte.
 

Erinnerung kamen in solchen Momenten zurück.
 

“Hey, Knirps”, sie schreckte kurz auf. Merkte dann aber das die Stimme nur in ihren Gedanken war.
 

Er war nicht hier.
 

Wobei es komisch war, jemanden zu vermissen, der einen insgeheim betrogen hatte.
 

Auf der Anderen Seite aber wäre sie vermutlich nicht mehr am Leben, wenn sie ihm nicht begegnet wäre.  
 

Und jetzt war sie für einen Haufen Knirpse zuständig. Und dabei war sie nur ein wenig älter als jene. Selbst noch ein Knirps wie Slade sagen würde.
 

Sie schloss die Augen und lehnte sich an die Wand und ließ ihre Gedanken driften…
 

Es war ein Heißer Nachmittag als sie etwas am Strand liegen sah.
 

Vielleicht Treibholz?
 

Sie trat näher und bemerkte das es ein Mann war.
 

Sie drehte ihn mit etwas Schwung in die stabile Seitenlage und dachte dann nach.
 

Sie holte einen Stuhl einen Gürtel und die Sackkarre. Kurz lauschte sie, ob der Mann noch atmete und ob ein Herzschlag zu hören war, dann legte sie den Gürtel auf den Boden und darauf den Stuhl liegend.
 

Sie zog den Mann auf den Stuhl und sicherte ihn dann mit den Gürtel Ehe sie den Stuhl auf richtete und schließlich mit der Sackkarre den Stuhl zurück auf die Terrasse brachte .
 

Verdammt war das anstrengend gewesen.
 

Es war regelrecht ein Kampf gewesen ihn überhaupt so weit zu bewegen ohne das er samt Stuhl hinab kippte.
 

Das Nächste Mal vielleicht den Stuhl samt dem Kerl an den Sackkarren gurten.
 

Das Nächste Mal? Das war doch nur eine Überlegung zur Verbesserung.
 

Sie sah  auf die Hand mit der sie den Stuhl vom Fallen gehindert hatte.
 

War das Blut?
 

“Ich hole besser einen Arzt…”
 

Kaum hatte sie das ausgesprochen packte der Mann sie.
 

Sie erschrak nicht schlecht, da er ihren Arm gepackt hatte , doch angelte sie mit dem Freien Arm nach dem Eimer auf der Terrasse.
 

Einen Moment zu früh.
 

Der Fremde erbrach in den Eimer.
 

Sie deutete die Reaktion aber richtig.
 

“Kein Arzt ? das sollten Sie besser überdenken”
 

Der Griff wurde  fester.
 

“Schon verstanden. Kein Arzt. Verbandskasten ist aber angebracht oder nicht?”
 

Sie schnipste ihm an die Stirn , er ließ sie los und sie kam mit verbandskasten und einer Schale Wasser und einigen sauberen Tüchern wieder.
 

Der Fremde schnappte sich die Schale und Trank sie einfach aus.
 

“War eigentlich dafür gedacht, um die Wunde auszuspülen… ich hol neues Wasser”
 

“Hey , Knirps”
 

“Mhm…?”
 

“Hast du keine Angst?”
 

“Angst das Sie auf meiner Terrasse verbluten, ja vielleicht , großer Kerl“
 

Sie holte neues Wasser und etwas zum Trinken. 
 

Er nahm einen Schluck und spuckte es erstmal aus.
 

“Was zum Teufel ist das?”
 

“Japanische Medizin mit Ingwer. Wirkt Entzündungshemmend und schmerzlindernd, im Normalfall auch Blutverdünnend, aber da Sie sowieso ziemlich viel Flüssigkeit verloren haben, wohl nicht das größte Problem, zudem ist es sehr verdünnt mit Tee und Citrussäften. Glauben Sie ein Knirps, der die Mühe gemacht hat, Sie hierher zu schleppen, vergiftet Sie?”
 

Sie half ihm die Wunde zu säubern und zu verbinden.
 

“Wo sind deine Eltern Knirps?”
 

Jordis beschloss nicht auf diese Frage zu antworten.
 

“Ich werde jetzt kochen, wollen Sie was?”
 

Slade zog eine Augenbraue hoch.
 

“Was gibt's denn?”
 

“Buta-no-shōga-yaki mit Miso Suppe”
 

“Buta was?”
 

“Buta-no-shōga-yaki ist ein beliebtes Alltagsgericht der japanischen Küche aus gebratenem Schweinefleisch und Ingwer, das mit weißem Reis serviert wird. Mit einem frischen Salat aus Weißkohl und Möhren und einer Schale Miso-Suppe ergibt sich so bereits ein vollständiges Menü”
 

Slade folgte ihr nach drinnen und sah sich in dem Haus um. Er ging ins Badezimmer und wusch sich richtig und lieh sich Kleidung aus dem Zimmer das wohl seit einiger Zeit nicht mehr betreten worden war.
 

Ehe er wieder nach, sah  dass der Knirps trieb.
 

“Du hast meine Frage nicht beantwortet, das Zimmer von dem älteren Herren des Hauses wurde scheinbar schon länger nicht mehr betreten. Ich hab mir erlaubt etwas auszuleihen”
 

“Ich bin nicht in Japan geboren, ich wurde von ihm adoptiert, um seine Ehe zu retten. “
 

“Hat wohl nicht geklappt”
 

Hier war einfach nichts was an eine Ehefrau erinnerte.
 

“Er ist ohne mich nach Indien gezogen. Aber das ist okay. War ein selten Dummer Grund ein Kind zu adoptieren”
 

Slade musste über diese Auffassungsgabe glucksen.
 

“Mein Name ist Slade Wilson, aber besser du behältst meinen Namen für dich, bringt dir sonst nur Probleme”
 

Jordis nickte.
 

“Jordis White”, sagte sie dann knapp und kochte nebenbei einfach weiter und richtete die Teller und Schalen fürs Essen an und brachte sie ins Esszimmer und holte einige Getränke aus dem Kühlschrank.
 

Sie aßen schweigend und Slade spülte schließlich das Geschirr und ließ sich dann auch nicht reinreden.
 

“Hast du was dagegen wenn ich etwas bleibe, Knirps”
 

“Nein, außer Sie liegen wieder blutend am Strand, dann hab ich was dagegen”
 

“Können wir das Sie streichen? Da fühlt man sich richtig alt”
 

“Man merkt richtig , Sie sind kein Japaner”
 

“Keine Höflichkeitsform”
 

“Gut ich Versuche mein bestes”
 

Slade ging nach draußen und spülte die Spuren bis zur Wasserlinie weg und sprühte die Terrasse sauber . Die Tat wurde belohnt indem er einiges seiner Ausrüstung am Strand entlang aufsammeln konnte.
 

Als er zurück kam suchte er nach dem Mädchen.
 

“Hey, Knirps”
 

Keine Antwort.
 

Er suchte im Haus und fand ein neues Zimmer das er vorher nicht betreten hatte.
 

Computer ,Mikroskope und 3 d Drucker und einiges das er nicht wirklich ausmachen konnte.
 

“Ist das die Forschung von deinem Adiptivvater?”
 

Jordis zog eine Augenbraue hoch.
 

“Nein, das ist meine… er ist Mediziner , Professor um genau zu sein…ich arbeite an meiner Doktorarbeit in Nanotechnologie und Nanorobotik es geht weit über den Medizinischen Aspekt hinaus. Sie ist eine Verbindung verschiedener Disziplinen, darunter Physik, Chemie, Materialwissenschaften , Informatik und Elektrotechnik, speziell auf nanoskalige Systeme ausgerichtet und natürlich Ingenieurwissenschaftenes umfasst vieles Nanochemie, Nanoelektronik, Nanomaterialien, Nanoanalytik, Nanotechnologie. Kleine Miniroboter so klein wie eine Blutzelle, aber sie können als Einheit agieren… “
 

Sie zeigte ihm es kaum sichtbare Partikel formten sich auf der LED Lichtquelle zu einer Hand  doch zerfielen wieder zu Staub.
 

“Noch im Anfangsstadium”
 

“Und was ist dein Ziel damit?”
 

“Lebenserwartende Massnahmen, Krebsforschung,  regenaktive Forschung bei Querschnittslähmung und so weiter reintheoretisch wäre auch eine Kugelsichere Weste , Möglich die sich selbst flickt , die Möglichkeiten sind grenzenlos”
 

“Wir haben einen Gast. Ein seltenes Unterfangen ”, sprach eine Computer Stimme .
 

Slade zuckte zusammen.
 

“Wer ist da?”
 

“Mein Name ist
 

   G**enerative  
 

   I**ntelligent  
 

   D**ata  
 

   E**ngineering for  
 

   O**ptimized  
 

   N**anotechnology  
 

Oder G.I.D.E.O.N ich bin eine KI, also erwarten Sie nicht das ich Ihnen Tee serviere, Werter Herr”
 

Als Jordis aus ihrem Traum erwachte machte sie sich auf Gideon erneut aus der Cloud zu laden und ein Update zu schreiben.
 

Sie schrieb die KI so um das sie niemanden schaden konnte, sondern die früher gewollt nur lebenserhaltende Funktionen ausführen konnte, wenn man nicht wie sie den Master Key hatte.
 

Dann lud sie das Update hoch und Slade auf gefühlt der anderen Seite der Welt fiel aus allen Wolken als Die Nanobot die er den Titans verabreicht hatte nicht mehr seinen Willen Folgten.
 

“Unsachgemäße Ausführung des Gideon Protokolls wurde unterbunden”
 

“Willst du mich verarschen, Gideon. Öffne die Administration”
 

“Master Key wird benötigt. Das tut mir wirklich sehr leid”
 

Warum hatte Jordis dieser KI auch Sarkasmus beigebracht.
 

“Wo ist der Knirps?”
 

“Sie verfügen nicht über die Rechte den Standort von Dr. Jordis White zu erfahren”
 

Dr.? Sie hatte es also geschafft?
 

Er wusste nicht ob er sich ärgern oder freuen sollte.



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