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Für wen schlägt dein Herz?

Leon & Vanessa 💔
von

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Ein neues Abenteuer beginnt

Nachdem Herr Maximilian die Hexe von Bogenhausen geheiratet hatte, waren Nerv und Maxi offiziell Brüder geworden. Natürlich freuten sich die restlichen Kerle und auch das einzige Mädchen unter ihnen darüber, denn nach dem Sieg gegen die biestigen Biester hatten sie sich endlich zusammen gerauft. Da sie nun alle heiß auf den Pott sind und wieder ein eingespieltes Team waren, trainierten sie zu Hause im Teufelstopf. Leon und Vanessa verbrachten auch manchmal Zeit zu zweit, wenn die Anderen nicht konnten. Seitdem waren die beiden unzertrennlich und deshalb wunderte sich auch keiner der Jungs, dass ihr Anführerpaar meistens zusammen auftauchte. Sie trainierten in Einzelwettkämpfen, um sich auf das große Finale und somit auf den Sieg vorzubereiten. Es war inzwischen später Nachmittag und die Kerle waren erschöpft vom Training, da sie schon seit Stunden übten. „Die Wölfe aus Ragnarök sollten sich lieber warm anziehen, denn wir werden sie besiegen und dann sind wir die Besten! Niemand wird uns mehr schlagen können und der Pokal gehört schon bald uns, aber dafür müssen wir noch härter trainieren!” bestimmte der wildeste unter Tausenden, während er seiner Freundin die bei ihm auf dem Schoß saß einen Kuss in den Nacken hauchte und nebenbei eine Strähne ihres honigblonden Haares um seinen linken Zeigefinger wickelte. Die Intuition hingegen fragte nur etwas verunsichert „Bist du sicher dass wir gewinnen, Leon?” worauf der Gefragte mit der Gegenfrage „Klar, warum denn nicht?” antwortete. Auf das kichernde „Ich meine, wenn ihr zwei euch ständig abknutscht könnt ihr euch doch gar nicht auf das Spiel konzentrieren!” seines Bruders, brummte der Brünette „Du bist wirklich die Pest und außerdem bist du doch nur neidisch, Marlon!” und warf ihn mit dem schwarzen Fußball der neben ihm lag ab. Plötzlich gab Juli bekannt dass er nicht mit nach Ragnarök fahren kann, doch er überreichte seinen Freunden eine Karte und versprach ihnen die Daumen zu drücken. Zwei Tage vor dem Spiel gegen die Wölfe schlug der Blitzpasstorvorbereiter vor dass sie sich am nächsten Tag alle bei Markus in der Werkstatt treffen wollten und beendete das Training etwas früher, damit sie alle zu Hause ihre Sachen zusammen packen konnten.

 

Aber am Tag des Treffens waren bisher nur Vanessa und Markus bei der Werkstatt erschienen, bis die beiden neuen Brüder mit ihren Fahrrädern ebenfalls eintrafen. Als Nerv sich schließlich nach den Anderen erkundigte, kletterten Raban „Na hier! Wo sonst?” und Joschka „Und wenn du bis Mittag schlafen kannst, dann kannst du auch helfen!” rufend aus zwei Rohren heraus. Maxi mischte sich allerdings ein und erklärte grinsend „Er hat nicht geschlafen, er hat seine Hosen gesucht!” worüber der Kleinste sich mit „Haha” beschwerte. Dann wandte jener sich um und bekam von den Erfindern einige Gegenstände in die Hände gedrückt, weswegen er sich erkundigte „Wozu brauchen wir das?“ „Für Mister Top und Mister Secret!” antworteten die beiden besten Freunde abwechselnd, bevor sie den Jüngsten ansahen und fragten „Wir sind Erfinder, wusstest du das nicht?“ Währenddessen standen die Unerschrockene und der Mann mit dem härtesten Schuss vor einer riesigen Landkarte die sie von Juli bekommen hatten, um den Weg nach Ragnarök zu finden. Der Torwart hingegen lag auf dem Dach eines Wohnmobils und blickte von seiner Zeitschrift auf, als plötzlich aus dem Nichts zwei nachtschwarze chromeglänzende Motocross-Maschinen über einen Hügel flogen. Vor lauter Schreck fluchte der Sohn der Hexe „Beim Nasenschleim-eitrigen Sankt Nimmerleinstag!“ und ließ dabei alles was er in den Händen hielt fallen, bevor er erschrocken zurück wich. Denn die beiden in schwarz gehüllten mysteriösen Biker sausten auf sie zu und traten direkt vor ihnen in die Bremsen, wonach die Königin des Albtraumpasses sich etwas näher an die Neulinge heran traute.

 

Lässig ließ der eine Motocross-Maschinenfahrer seine Arme über dem Motorradlenker baumeln und stichelte „Ich wette ihr macht euch vor Angst in die Hosen!“ worauf der Zweite hinzufügte „Und wenn nicht dann werden es die Wölfe tun, wenn wir auf diesen Monstern erscheinen!“ Anhand der Stimmen wussten sie nun dass es Leon und Marlon sind, noch bevor die beiden Brüder ihre Helme ab nahmen. „Die hat Markus gebaut und wenn ihr ganz nett zu ihm seid, bekommt ihr bestimmt auch so eine Höllenmaschine!“ erklärte ein breit grinsender Blitzpasstorvorbereiter, während er erst zu dem Erwähnten hoch und dann zurück zu seinen restlichen Teammitgliedern blickte. Nerv war natürlich Feuer und Flamme, weil er unbedingt das Erste bekommen wollte. Also rannte er gefolgt von seinen Kameraden auf das Tor zu, bis sie allerdings durch ein „Halt! So läuft das nicht, Jungs“ von ihrem Anführer gestoppt wurden und jener zu seinem Team trat. Währenddessen kletterte Markus vom Wohnwagen runter, stellte einen Karton mit einem Tuch vor die Werkstatt und setzte sich auf einen Klappstuhl. Daraufhin versammelten sich alle seine Freunde vor ihm und der Mannschaftskapitän berichtete „Die gibt es nicht umsonst, die müssen wir kaufen!” ehe er seine Zahnradkette vom Hals nahm. Mit der Erklärung „Hier! Mit der hab ich den dicken Michi, Gonzo Gonzales und die biestigen Biester besiegt!“ zählte er schließlich seine Abenteuer auf, wobei er seinen Glücksbringer auf den Karton legte und bei Markus „Das ist sehr viel!“ Bemerkung mit „Nicht für eins deiner Motorräder!“ antwortete. Daneben legte die Intuition einen kleinen herzförmigen Stein und erläuterte „Hier! Das hat mir Leon geschenkt, als er drei Jahre alt war“ und grinste seinen jüngeren Bruder dabei an. Als nächstes war Raban mit dem Hexenauge von Staraja Riba an der Reihe und dann riss Joschka sich die Joker X Kette der siebten Kavallerie vom Hals, um diese zu den anderen wertvollen Gegenständen zu legen. Hinterher zog Maxi „Ich gebe dir alles was mir wichtig ist“ sagend seinen Ring ab, wonach Vanessa „Und was mir etwas bedeutet!“ hinzufügend ihre Barbiepuppen-Bein-Kreuz-Kette die ihr Leon geschenkt hatte ab nahm und sie ihre Schmuckstücke gleichzeitig dazu legten. Sobald die beiden besten Freunde sich in die Augen sahen, hielten sie lange Blickkontakt und wurden dabei von Leon beobachtet.

 

„Und was uns zusammen hält!“ sprach Nerv als Letzter und öffnete die Faust, um seine fünf Sternensteine auf den Karton zu legen. Auf die „Seid ihr euch sicher?“ Frage von Markus, antwortete er entschlossen mit „Dafür lege ich meine Beine ins Feuer!“ wonach der Torwart meinte „Okay, das ist ein Deal“ und das Tor seiner Werkstatt öffnete. Sprachlos betraten Vanessa und ihre Jungs die große Halle, um sich eines der Höllenmaschinen zu holen. Dem Jüngsten unter ihnen fiel aber auf dass es ein Motorrad zu wenig gab und auf die Erklärung weil er zu klein dafür ist, bekam er als Entschädigung ein nachtschwarzes Cross Road Kart. Nachdem sich alle ihr Gefährt heraus gesucht hatten, ließ Raban komplett schwarze und zwei komplett graue Motorradbekleidung von der Decke herunter. Schließlich bestimmte der wilde Kerle Anführer „Dann geht es jetzt los!“ und half hinterher seiner Geliebten ihr Motorrad raus zu schieben, woraufhin die Anderen ihre eigenen nach draußen beförderten. Dann schnappten sie sich ihre Sachen und gingen sich umziehen, damit sie gleich starten konnten. Sobald alle ihre Motorradklamotten an gezogen hatten, trat die Königin des Albtraumpasses neben ihren festen Freund und lächelte ihn dankbar an. Vanessas Augen strahlten mit der Sonne um die Wette und Leon grinste bis über beide Ohren, ehe er seine Geliebte mit einem langen Kuss begrüßte. „Seid ihr dann endlich fertig mit dem gegenseitigen auffressen oder braucht ihr noch etwas Zeit für euch alleine? Ich würde euch schon gerne in einem Stück mitnehmen, also hebt euch euer Geturtel für später auf und lasst noch etwas von einander übrig!“ rief ein gut gelaunter Marlon und erntete dafür von seinem jüngeren Bruder der sich nur widerwillig von den Lippen seiner Freundin löste ein genervtes „Haha, sehr witzig. Du bist wirklich die Pest!” worauf der Ältere sogleich mit „Du aber auch und deswegen sind wir ja Brüder” konterte.

 

Die anderen Jungs unterdrückten ein Lachen und das einzige Mädchen verdrehte nur ihre Augen, wonach die wildeste Fußballmannschaft gemeinsam Markus Werkstatt verließ. Sobald alle auf ihren nachtschwarzen Höllenmaschinen saßen, bestimmte Maxi „Los, holen wir uns den Pott!“ und Nerv ergänzte „Den Pokal der Pokale!“ bevor er zu seinem Anführer sah. „Bist du bereit, Brüderchen?“ wollte Marlon schließlich an Leon gewandt wissen, worauf jener nur „Auf zu den Wölfen!” rief und dabei kurz zu Vanessa hinüber blickte. Nachdem sie ihre Helme aufgesetzt hatten, sagte die Intuition „Auf nach Ragnarök!“ und alle starteten ihre Motoren. Nach einem „Raah” Ausruf von ihrem jüngsten Mitglied, traten alle letztendlich aufs Gas und rasten los. Der Anführer schlug nach einigen Stunden ununterbrochener Fahrt endlich „Lasst uns eine Pause machen und in zehn Minuten geht es weiter!” vor und hielt an. Sein Team tat es ihm sofort gleich und alle stiegen von ihren Maschinen, um sich erst einmal auszuruhen. Rasch nahmen sie ihre Helme ab, vertraten sich die Beine oder setzten sich auf einen Baumstumpf und redeten miteinander. Leon hingegen ließ sich auf einem großen Stein nieder, zog Vanessa auf seinen Schoß und verschränkte seine Finger vor ihrem Bauch. Daraufhin legte die Unerschrockene ihre Hände über seine und küsste ihren Slalomdribbler kurz auf den Mund, ehe sie sich an seine Brust lehnte. Einige Minuten später gab der Blitzpasstorvorbereiter freudig bekannt „Markus, das mit den Motorrädern war eine Super Idee denn so brauchen wir nicht allzu lange und könnten es sogar noch vor Sonnenuntergang bis nach Ragnarök schaffen! Also los, weiter geht's!” und der Erwähnte grinste zufrieden, bevor alle weiter durch den Wald sausten. Zwei Stunden später hatten sie endlich ihr Ziel erreicht, denn sie blieben nur etwas weiter weg von einer hohen Festung und einem leider geschlossenem Tor stehen. Verwirrt sahen sich sie um, wonach die Nummer 10 belustigt fest stellte „Die schlafen ja alle, die sind schon im Bett!” und sein Bruder grinsend befahl „Dann wecken wir sie halt wieder auf, Nerv!“ Der Angesprochene antwortete darauf freudig „Aber gerne doch, Leon!“ steckte eine Kassette in den eingebauten Rekorder seines Karts und drehte die Lautstärke mit einer gespielt bedauerlichen „Tja, es tut mir wirklich leid ihr kleinen putzigen Wölflein. Aber das ist mein Schicksal!” Entschuldigung voll auf. Aus den beiden Lautsprecherboxen ertönte sofort lautes Gehupe und die wilden Kerle fuhren weiter, bis sie abrupt abbremsen mussten.

Ankunft in Ragnarök

Denn plötzlich schossen zwei Totems aus dem Erdboden hoch und kurz danach erklang der Befehl „Jetzt!” bevor einige der Wölfe über dem Eingangstor erschienen. Diese zielten mit Pfeil und Bogen bewaffnet auf die wildeste Fußballmannschaft, um sie am weiterfahren zu hindern. Zwei weibliche und eine männliche Stimme riefen abwechselnd „Das sind Stinkbombenwerfer und Silberfisch-Mörser. Die kleinen Tierchen schlecken sich schon ihre glitschigen Mäuler“ während zwei Waffen durch Löcher in der Mauer geschoben wurden. Raban peilte die Lage sogleich mit einem Röntgen-View-Master und scannte alle Waffen ihrer Gegner, wobei er seinem Mannschaftskapitän berichtete „Er untertreibt, sie haben Silberfische mit Asseln und Kakerlaken gemischt.“ „Krumpel-Kraut-Rüben, dafür bin ich zu alt!“ beschwerte sich daraufhin die Intuition und der Anführer stimmte mit „Und ich erst mal!” zu, ehe sie auf das Gas traten. Dann fuhren die zwei bis zum Tor, um sich abwechselnd mit „Hallo Erik, ich bin's Leon der Slalomdribbler!“ und „Und ich bin Marlon, sein Bruder die Nummer zehn!“ vorzustellen. Nachdem sie ihre Helme abgenommen hatten, rief der jüngere Wessel Bruder „Wir sind gekommen, um Fußball zu spielen!“ und der Ältere meinte „Aber wenn ihr euch weiterhin vor Angst ins Hemd macht, drehen wir auf der Stelle sofort wieder um!“ Darauf fragte ein kleineres Mädchen, welches neben dem Alphawolf auftauchte belustigt „Habt ihr das alle gehört? Die wilden Kerle ziehen den Schwanz ein!“ und die anderen aus ihrer Mannschaft lachten darüber. Jene Bemerkung ließ sich Nerv nicht gefallen und deshalb drohte er mit „Sag das noch mal und ich verspreche dir, ich zeig dir den Seitfallflugvolley Dampfhammer Booster!“ weswegen Erik schlussendlich seinem Team befahl „Na dann bleibt uns ja nichts anderes übrig! Öffnet das Tor!“ Sobald die Zugbrücke herunter gelassen war, fuhren die wilden Kerle hinein und wurden dabei von ihren Gegnern wachsam beobachtet. Beim hindurchfahren der Festung mutmaßte die Intuition „Ich weiß nicht, aber vor irgendwas haben die hier ganz große Angst" worauf die siebte Kavallerie ihm mit „Dafür lege ich meine Beine ins Feuer!" zu stimmte und der Held fest stellte „Aber leider haben sie keine Angst vor uns.”
 

Im Innenhof von Ragnarök stiegen sie von ihren nachtschwarzen Höllenmaschinen und sahen sich um, bevor sie zu ihren Gastgebern hinauf blickten. Weder über Leons „Hey Erik, ich glaub euer Ragnarök gefällt mir jetzt schon!" Kommentar, noch bei der „Ich mag's noch mehr wenn wir morgen gewinnen” Feststellung von Marlon reagierten die Wölfe auf diese Sticheleien. Deshalb versuchte der ältere der beiden Wessel Brüder mit „Hey, das sollte ein Witz sein. Darüber dürft ihr ruhig lachen!“ die betrübte Stimmung zu kippen, aber trotzdem blieben ihre Gegner stumm und Maxi schlug stattdessen seinen Freunden vor „Kommt, wir bauen unser Lager auf in einer Stunde wird's hier Nacht!” Alle wilden Kerle folgen ihm demnach und fingen an das Lager auf zu bauen, bevor sie ihre Motorräder rein holten. „Hinterwald-vorsintflutliche-Ragnarök-Pampa! Raban und Joschka, ich brauch Strom!” beschwerte sich der Sohn der Hexe, wonach die beiden Erwähnten ihn mit „Einen Moment, das haben wir gleich!" beruhigten und drei Hamster in die Laufräder entließen. Die flauschigen Goldhamster Tinkabell, Glühwurm und Sternschnuppenbär begannen auch gleich voller Tatendrang zu rennen. Damit setzten sie die Strommaschine in Gang und augenblicklich erleuchteten alle Lampen den Raum, wobei auch der Herd anging. Sichtbar erstaunt blickte sich Nerv um und rief dabei beeindruckt „Beim allmächtigen Top und Mr. Secret!" bis sein Stiefbruder ihm offenbarte „Nur leider werden wir das nicht mehr lange genießen." Auf die „Wie bitte?" Frage des jüngsten Kerls antwortete schließlich die Nummer 10 „Wir werden sonst verhungern, hörst du?" und dessen jüngerer Bruder forderte letztlich „Heh, also was ist? Kriegen wir nun was zu essen oder kriegen wir nichts?" Da ihr Anführer dies gefragt hatte, antwortete der Kleinste schnell „Aber natürlich, sofort! Ich habe Popcorn Pizza Bonbons, Schinken Salami und Pizza Hawaii" und holte dabei aus einem Glas zwei weiß rot gestreifte Bonbons heraus. Während er die Bonbons alle in einen Topf schüttete und den Deckel dann mit seinem ganzen Gewicht darauf fest hielt, erklärte er weiter „Und zu trinken nehmt ihr euch am besten das was ihr wollt! Vor euch steht Rabans und Joschkas neueste Erfindung, Brause mit wünsch dir was immer du willst Geschmack!“ Vanessa blickte daraufhin die wie mit Wasser gefüllt aussehende Glasflasche in ihrer Hand skeptisch an und fragte an die beiden Erfinder gewandt ,,Und das funktioniert?“ woraufhin der Rothaarige ihr vor schlug „Probier es doch mal aus!” Dessen bester Freund erklärte ihr vorher noch „Du musst nur die Augen schließen und am Etikett reiben” und die Honigblonde gehorchte, ehe sie mit ihrem Daumen auf dem Etikett reibend sagte „Okay, hm? Ich wünsche mir Marshmallow Smartie Gummibär Brause!”
 

Als die Unerschrockene ihre Augen wieder öffnete, hatte sich der vorerst Wasser ähnliche Inhalt in ihrer Glasflasche plötzlich rosa verfärbt und sprudelte leicht. „Und jetzt musst du es trinken!” bestimmte die siebte Kavallerie und das einzige Mädchen probierte unter den wachsamen Augen der Jungs einen Schluck von ihrem Wunschgetränk, wobei sie „Das ist gut” schwärmte. Genau in diesem Moment betrat Erik den Raum, lehnte jegliche Angebote von Trinken oder Essen ab und verlangte stattdessen alleine mit Leon sprechen zu dürfen. Auf das „Sorry Erik, aber wir sind alle ein Team“ des Slalomdribblers meinte der Angesprochene streng „Ich weiß und das sollt ihr auch bleiben!“ und der Blitzpasstorvorbereiter seufzte nachgebend „Okay, wie du willst. Aber ich darf mir doch noch eine Pizza mitnehmen oder?” Dann stand Marlons Bruder auf, schnappte sich von jeder Sorte ein Stück und folgte seinem Gegner aus der Festung. Vanessa hingegen sah ihrem festem Freund besorgt nach und fragte sich dabei gedanklich *Warum will Erik nur mit Leon sprechen und wieso ist er so unruhig, vor was haben die Wölfe so eine große Angst? Irgendetwas verheimlichen sie uns doch, denn sie waren schon seit wir hier her gefahren sind so!* denn irgendwie war ihr der Hunger vergangen. Die beiden Mannschaftskapitäne liefen durch den Wald und der Wildeste schlug schmatzend vor „Wirklich sehr schön hier. Warum bleiben wir nicht und machen Picknick?” worauf der Wolfs Anführer aber mit der Gegenfrage „Was weißt du von Ragnarök?” antwortete. Während Leon scherzte „Nichts, ich hab noch nie was davon gehört. Hey, das sollte ein Witz sein. Erik, ihr seid die Besten. Ihr habt den Freestyle Soccer Contest jetzt schon drei Mal gewonnen und ihr habt den fettesten Pott. Den Pott den wir gerne hätten und deshalb schießen wir euch Morgen direkt ans Ende der Welt!” berichtete der Erwähnte „Und was machst du dann? Leon, Ragnarök ist das Ende. Komm mit!" Zusammen gingen sie noch ein Stück weiter und der Gefragte biss nebenbei genüsslich in seine Pizza, bis sich plötzlich vor ihnen eine undurchdringliche Nebelwand aus breitete. Davor blieben sie stehen und der Alphawolf fragte den wilde Kerle Anführer ernst „Und glaubst du mir jetzt? Der Nebel kommt jedes Jahr vor dem Finale und er schleicht sich jede Nacht näher ran” worauf jener nur grinsend „Jede Nacht? Ich verstehe und er packt sich den der gewinnt” schmatzte.
 

Erik hingegen erklärte ruhig weiter „Nein, nicht der Nebel! Das was dahinter lebt” und erst als Leon mit Handgesten „Das sind Monster und Kraken mit so großen Zähnen!” herum alberte, riss ihm doch der Geduldsfaden. Rasch hatte er den wilde Kerle Anführer an seiner Lederjacke gepackt, woraufhin dieser erschrocken beide Hände hob und die Pizzen fallen ließ. Dabei zischte der Alphawolf den Slalomdribbler mit „Es ist nur ein Mädchen, Leon. Aber das macht dir alles kaputt was dir wichtig ist!” an und ließ ihn dann abrupt los, bevor er sich auf den Weg zurück zur Festung begab. Nachdem der Erwähnte sich von dem Schock erholt hatte, rief er seinem Angreifer hinterher „Und warum erzählst du mir das?” und dieser antwortete darauf „Weil du bist wie ich, und ich will nicht dass dir das Gleiche passiert.” Damit kehrte der Leitwolf zu den Anderen zurück, um sie zu warnen und ließ den verwirrten braunhaarigen Wuschelkopf alleine im Wald. Der Blitzpasstorvorbereiter sah sich noch einmal um und plötzlich lichtete sich der Nebel etwas, wonach er eine menschliche Gestalt auf einem Motorrad enthüllte. Mit den Gedanken *Wer war das und warum war dieser Mensch in weiße Tücher gehüllt, oder hatte ich mir das nur eingebildet? Kacke verdammte!* drehte nun auch er sich um und begab sich langsam auf den Weg zu seiner Mannschaft zurück. Sobald er in der Festung war und dessen Innenhof betreten hatte, befahl der Anführer von den Wölfen seinen Teamkollegen „Tronje! Run! Schließt das Tor wenn Leon zurückkommt und verdoppelt die Wachen!” Während Vanessa den Abwasch übernahm und Nerv das schmutzige Geschirr zu ihr bringen wollte, sprang plötzlich das jüngste Mitglied ihrer Gegner „Uah!” rufend von der Zimmerdecke vor seine Füße. Dadurch ließ der jüngste Kerl alles fallen und das Wolfsmädchen stellte sich mit „Wow, ich bin es doch nur Klette mich wird man nicht los” vor, weswegen der Sohn der Hexe das Geschirr einsammelnd schimpfte „Na Bravo! Vanessa, kannst du ihr bitte sagen dass ich mit Mädchen nicht rede!” Auf die Antwort „Ich bin kein Mädchen” ihrer Gleichgesinnten, wiederholte die Gefragte schulterzuckend „Sie ist kein Mädchen” und Nerv schnaubte „Klar und ich bin der Kaiser von China.”
 

Die kleine Wölfin verbeugte sich deswegen vor ihm, bevor sie spottend „Oh, hallo Kaiser!” grinste und die Unerschrockene amüsiert rief „Hey, sie hat gesagt hallo Kaiser!” „Ich hab es doch gesagt, mich wird man nicht los“ begann die Besucherin zu erklären und reichte dem inzwischen genervt aussehenden Jungen einen Becher, wobei die Honigblonde mit „Sie sagte …“ anfing. Allerdings wurde Letztere nun durch ein „Vanessa” Zischen unterbrochen und Klette lief „Okay, ich gehe ja schon. Eure Majestät, es wird mir eine Freude sein dich Morgen zu schlagen” sagend rückwärts, bis sie an einen Körper prallte. Erschrocken blickte sie nach hinten, entschuldigte sich stotternd bei dem Brünetten und verschwand schnurstracks aus dem Raum. Kurz danach herrschte eine erdrückende Stille und alle Augen waren auf den wilde Kerle Anführer gerichtet, weil das Team von ihm wissen wollte was Erik gesagt hatte. Leon hielt eine Zeit lang mit seiner Geliebten Blickkontakt, bevor er seinen Schlafplatz einrichtete und schließlich auf Maxis „Ich dachte wir haben keine Geheimnisse?” Frage antwortete „Da hast du recht! Er wollte mir Angst machen, doch in Wirklichkeit hat er nur Schiss.” Seine Jungs schienen ihm tatsächlich zu glauben, aber seine feste Freundin tat es nicht und deswegen bekam sie als Einzige mit wie er mitten in der Nacht aufstand. *Was mach ich jetzt, hab ich alles und jeden aufs Spiel gesetzt?* grübelte der Slalomdribbler gedanklich, während er kurz den Mond ansah und dann den Blick über seine Mannschaft schweifen ließ. Schließlich ging er zum Tisch, nahm seine Zahnradkette in die Hand und setzte sich auf eine der Bänke. „Was hat Erik gesagt?” wollte Vanessa schließlich von ihm wissen, worauf er ihr ehrlich mit „Er hat gesagt dass alles vorbei ist wenn wir Morgen gewinnen” antwortete und seinen Kopf zu ihr wandte. Daraufhin setzte sich die Meisterin des Flugkopfballs blitzschnell auf und sah ihrem festen Freund in die Augen, ehe sie sich erkundigte „Auch das mit uns?” Als Antwort seufzte der wuschelhaarige Torjäger wahrheitsgemäß „Das weiß ich nicht” und setzte mit „Willst du dass ich extra verlier?” zu einer Gegenfrage an, wonach die Honigblonde nur ihren Kopf senkte. Danach war es sehr ruhig geworden und auch das wilde Kerle Traumpaar schwieg sich nur noch an, bis der Slalomdribbler eingeschnappt „Verstehe” knurrend aufsprang. Weil er zielstrebig zum Ausgang der Lagerhalle lief und raus gehen wollte, erkundigte sich die Königin des Albtraumpasses alarmierend „Leon, wo willst du denn jetzt noch hin?” Der Gefragte schnaubte nur „Ich brauch frische Luft!” ehe er aus dem Raum flüchtete und die wildeste Frau ihm kopfschüttelnd hinterher blickte.

Eine schwere Entscheidung

Als er auch nach einer Stunde nicht zurück war stand die Honigblonde auf und rannte nach draußen, um ihren beleidigten Freund zu suchen. Jener lehnte mit verschränkten Armen an einem Torpfosten und blickte in den Himmel hinauf, obwohl dort nur der Vollmond zu sehen war. Also trat Vanessa leise hinter ihn, schlang ihre Arme um seinen Bauch und hauchte „Leon, ich liebe dich und ich will nicht dass Morgen alles vorbei ist. Aber du bist unser Anführer und wir vertrauen dir, letztendlich musst du ja die Wahl treffen!” „Kann man sich eigentlich von dieser Brause auch wünschen, dass nach dem Sieg nicht alles vorbei sein soll?” fragte der Erwähnte nachdenklich, während er nun auf den Erdboden sah und seine angespannte Haltung löste. Seufzend ließ die Unerschrockene ihn los, trat vor den Blitzpasstorvorbereiter und raunte „Das wäre viel zu schön, um wahr zu sein!” Letztendlich trafen sich ihre Blicke und ein Lächeln erschien auf ihren Gesichtern, wonach ihre Lippen mit einander verschmolzen. Sobald sie den Kuss gelöst hatten, nahm Vanessa die Hände ihres Slalomdribblers und fragte wieder etwas ernster „Aber das war noch nicht alles was Erik gesagt hatte, oder? Du verschweigst mir doch etwas, Leon! Wovor haben die Wölfe so große Angst?” Der Gefragte löste eine seiner Hände aus ihrer und befahl auffordernd „Komm mit, dann zeige ich es dir!” bevor er mit seiner Geliebten die Holzleiter über dem Eingangstor hoch kletterte. Oben saßen zwei Wachen der Wölfe und schienen tatsächlich zu schlafen, weswegen das wilde Kerle Anführerpaar an ihnen vorbei schlich. Sobald sie auf der Brüstung standen, starrte die Flugkopfballmeisterin wie hypnotisiert in den Wald hinein der allmählich vom dichten Nebel verschlungen wurde und rieb sich über ihre von Gänsehaut bedeckten Arme. Ein wenig zitterte sie und biss sich auf die Lippen, bis ihr etwas warmes über ihre nackten Schultern gestülpt wurde. Demnach schlüpfte sie dankbar in die viel zu große schwarze Lederjacke, schloss deren Reißverschluss und kuschelte sich enger an Leon. Als sie spürte wie der Brünette ihr einen Kuss auf den mit ihrem schwarzen Kopftuch bedeckten Scheitel drückte, seufzte sie glücklich auf und schloss für einen kurzen Moment ihre Augen.
 

Der wilde Kerle Anführer schlang besitzergreifend seine Arme um seine feste Freundin und folgte dann ihrem Blick, wobei sie vorerst ihre Zweisamkeit genossen. Nach einigen Schweigeminuten durchbrach der Torjäger die Stille mit „Erik hatte mir erzählt dass der Nebel jedes Jahr vor dem Finale kommt und sich jede Nacht näher heran schleicht, aber auch dass sie nicht direkt davor Angst haben” und die Honigblonde sah ihn nur fragend an, wonach er ihr weiter berichtete „Er hatte behauptet dass ein Mädchen mir alles kaputt machen würde was mir wichtig ist.” Ohne etwas darauf zu sagen blickte die Meisterin des Flugkopfballes nachdenklich wieder zur Nebelwand und umklammerte dabei die Hände ihres Geliebten, bis jener letztendlich vor schlug „Nessie, wir sollten uns auch mal schlafen legen!” „Da hast du wohl recht, Leon! Aber denk bitte darüber nach, ob du Morgen wirklich spielen und alles riskieren willst!” bat die Angesprochene ihn und löste sich widerwillig von ihrem festen Freund der sie nun stillschweigend ansah, ehe sie gemeinsam zurück in die Hütte gingen. Vor dem Eingang küssten sie sich noch einmal, wobei Vanessa offenbarte „Leon, ich liebe dich und ich stehe immer hinter dir!” und der Erwähnte ihr versprach „Und ich liebe dich so wie ich noch nie ein Mädchen geliebt habe, Nessie!” Anschließend gingen die Beiden zurück zu den Anderen und während die Unerschrockene sogleich im Reich der Träume versank, beschloss der Meister des Fallrückziehers gedanklich *Ich muss es riskieren, denn schließlich hatte ich versprochen nie wieder zu kneifen! Es ist die Nacht der Entscheidung und alles liegt mal wieder an mir, das ist eben die Schattenseite eines Anführers.* Sobald er sich auf sein Schlafgemach gesetzt hatte, glitt sein Blick zu der wildesten Frau hinüber und sein Herz pochte wild in seiner Brust. Also stand Leon leise auf, schlich zu seiner Geliebten und flüsterte ihr ins Ohr „Egal wie ich mich entscheide, ich will dass du weißt! Mein Herz ist bei dir, Nessie!” Hinterher hauchte er ihr einen Kuss auf die Stirn und sah wie ihre Lippen ein Lächeln bildeten, weswegen er *Ich wüsste zu gerne, ob Nessie jetzt von mir träumt!* grübelnd auf seinem Schlafplatz dann auch endlich ein schlief.
 

Am nächsten Tag schreckte Nerv „Gordisch verknoteter Mitternachtsknoten! Leute, was soll das denn? Es ist doch noch dunkel!” keifend aus dem Schlaf und zog die Bettdecke von seinem Kopf runter, weil das Signal eines Horn ertönte. Doch sobald die ersten Sonnenstrahlen in den kleinen Raum fielen, staunte der Sohn der Hexe „Oh, es ist ja doch schon hell“ und antwortete auf die „Guten Morgen, du Langschläfer. Hier wasch dich mal ein bisschen! Sonst wirst du noch gesperrt, weil du so stinkst“ Begrüßung seines Stiefbruders mit „Pah, ich lache mich tot. Ein wilder Kerl stinkt nicht, ein wilder Kerl riecht. Er durftet, verstehst du?“ Rasch zog er sich um und wollte nach draußen gehen, bis auf einmal eine vertraute Stimme neben ihm erklang. „Und er trägt die Hose als Mütze!“ gluckste Klette amüsiert, worauf ihr halbnackter Gegenüber schnaubte „Was willst du denn schon wieder?” und als Antwort die Gegenfrage „Ich kann nicht anders. Ist es dir nicht ein bisschen frisch um die Beine?” zurück bekam. Darauf antwortete der jüngste wilde Kerl genervt mit „Und wenn schon. Ich rede nicht mit dir, du bist ein Mädchen!“ und seine Gegenüber konterte belustigt grinsend „Das bin ich nicht! Genauso wie du, das kann ich nämlich sehen” ehe sie auf seinen Mittelteil deutete. Erst dadurch bemerkte er seinen Fehler und fluchte „Intergalaktischer Sankt Nimmerleinstag!“ bevor er die Hose welche er auf seinem Kopf trug peinlich berührt an seinen richtigen Platz brachte. Im Vorbeigehen fragte Maxi überrascht „Ich dachte du redest nicht mit Mädchen?“ und ließ seinen neuen Stiefbruder mit der kleinen Wölfin alleine, um zu seinen Freunden nach draußen zu gehen.
 

Freya die alles von ihrem Aussichtsposten beobachtet hatte, antwortete auf die genervte „Was willst du?“ Frage des jüngsten Kerls „Deine Unterhose!“ und zeigte dabei auf ihren eigenen Hals. „Wie ich es hasse!“ fluchte Nerv darauf gereizt, bevor er seine Shorts weg warf und zu seinen Freunden ging. Sobald alle auf dem Platz versammelt waren, meinte Marlon „Hey, Erik! Wie du siehst, sind wir da” und sein Bruder fügte lächelnd hinzu „Und wir werden euch schlagen, egal wie viel Nebel vor Ragnarök steht!“ Kurz danach fiel plötzlich die Zugbrücke runter und eine in weiße Tücher gehüllte Gestalt auf einem sandfarbenen Motorrad fuhr unbehindert auf den Innenhof, womit sie alle Blicke auf sich zog. „Erik, die Silberlichten!“ warnte einer der Wölfe, wonach alle Anderen sofort ihre Bögen spannten und damit auf den Eindringling zielten. Auf den „Bleib wo du bist!“ Befehl von Erik, spottete die Fremde „Wovor habt ihr Angst? Ich bin alleine gekommen!“ und stieg von ihrem Gefährt. „Wer ist das?“ erkundigte sich Marlon, aber statt einer Antwort enthüllte die Vermummte ihr Gesicht und fragte Erik belustigt „Hast du deine Zunge verschluckt?“ Dann setzte sie sich und blickte durch die Runde, bevor sie feststellte „Ich bin extra gekommen um einen Wettkampf zu sehen und jetzt stehen hier nur lauter sprachlose Jungs!“ Nerv war der Erste der seine Stimme wieder fand und fluchte „Beim dreifach gespaltenem Kreuzotterschwanz!“ wobei er ein paar Schritte vor trat. Doch der Anführer der Wölfe hielt ihn mit einem „Warte!“ Ausruf zurück und zog damit die Aufmerksamkeit auf sich, bevor er den wilde Kerle Anführer aufforderte „Ich frage dich noch einmal, Leon. Kämpft ihr oder fahrt ihr nach Hause! Denk an den Nebel und an das was ich dir erzählt habe!“ Daraufhin blickte der Brünette kurz zu seiner unerschrockenen Freundin und entschied letztlich grinsend an den Fragenden gewandt „Okay, du kennst meine Antwort doch schon! Ich bin so wie du!“ obwohl Vanessa diese Entscheidung gar nicht gefiel.
 

Ohne weiter darauf einzugehen befahl Erik „Dann sind die Würfel gefallen, Kojote Karl Heinz!“ und die Gerufene begann mit „Habt ihr das alle gehört? Begrüßt unsere Gegner, begrüßt die wildesten Kerle der Welt! So und jetzt hört mir zu! Heute geht es um alles. Heute wird euer Leben in neue Bahnen gelenkt. Heute wird nicht nur Nervs Welt aus den Angeln gehoben, denn der der heute gewinnt hat alles gewonnen. Den Freestyle Soccer Contest des Jahres und ja damit natürlich den Pott!“ zu sprechen. Dann zog sie einen roten Vorhang weg und entblößte den Pokal mit der Frage „Was ist wollt ihr den haben?“ wonach beide Teams in lautstarke Jubelschreie ausbrachen. Nur Vanessa und Erik freuten sich nicht darüber, denn sie hatten beide gehofft dass es nicht so enden würde. Die Unerschrockene sah Leon deshalb mit einem enttäuschten Blick an, während jener mit Joschka abklatschte. „Es gibt vier Einzelwettkämpfe, die ihr hoffentlich kennt! Das Seitfall-Volley-Zielschießen“ erklärte Kojote Karl Heinz weiter, wonach Klette Nerv offenbarte „Da spielst du gegen mich!“ und auf dessen eingeschüchtertes „Nein!“ Flehen mit „Doch und ich werde dich schlagen!“ antworte. Schlussendlich setzte die Wolfsdame ihre Führung über den Hof mit „Den Test für den härtesten Bums der Welt, das Revolvermänner-Elfmeter-Duell und den Schleimbeutel-Pendel-Slalom-Parkour” fort, ehe Freya ihrer Gegnerin beim letzten Wettkampf vor schlug „Und den solltest du besser verlieren!“ und Vanessa damit zum nachdenken brachte. Mit der Erklärung ,,Für jeden gewonnenen Wettkampf gibt es zwei Punkte, bei Unentschieden werden die Punkte geteilt und mit dem Ergebnis geht ihr dann in den Endkampf. Ins alles entscheidende Spiel und das ist natürlich wie immer, ob ihr das fair findet oder auch nicht mit allen gemeinen Tricks der Wölfe gespickt“ beendete die Wölfin schließlich ihre Rede, bevor sie die wilden Kerle ansah und fragte „Nehmt ihr das an?“

Das Spiel um den Pott


 

,,Was soll die Frage? So wird jeder Freestyle Soccer Contest gespielt“ antwortete die Intuition grinsend, weswegen die Sprecherin nur entgegnete „Aber ihr seid in Ragnarök!“ und der Slalomdribbler ungeduldig maulte „Und hier scheint man lieber zu reden, als Fußball zu spielen.” Die Wolfsdame gab demnach eingeschnappt bekannt dass Nerv anfangen sollte und Leon bestimmte nebenbei „Wir müssen jeden Einzelwettkampf gewinnen!” wonach dessen Bruder „Ich weiß, sonst haben wir nicht den Hauch einer Chance!” zu gab. Die wilden Kerle positionierten sich vor einem der beiden Fußballtore, bevor Kojote Karl Heinz „Du hast 15 Sekunden!“ rufend eine Sanduhr herum drehte und schon die erste Zielscheibe an einem Baumstamm heraus klappte. Vanessa war die Einzige die nicht bei ihren Jungs stand und stattdessen ihren Geliebten mit Argusaugen beobachtete, da jener ihrer Meinung nach viel zu oft zu der Unbekannten mit dem Turban starrte. Der Sohn der Hexe verlor letztlich beim Seitfall-Volley-Zielschießen gegen seine Konkurrentin, worauf Marlon ihn mit „Das macht nichts, das kann jedem passieren“ tröstete und Leon „Kommt, das holt Maxi bestimmt wieder raus!“ befahl. Tatsächlich schaffte Nervs Stiefbruder es die ersten zwei Punkte beim Test für den härtesten Bums der Welt zu ergattern, weil der Anzeiger des Speedomaten hoch schnellte und dabei die Skala sprengte. Während ihre Mannschaftskameraden den blonden Torwart lautstark beim Revolvermänner-Elfmeter-Duell anfeuerten, behielt das wildeste Mädchen die Silberlichte weiterhin im Blick und trat dabei hinter ihren geliebten Blitzpasstorvorbereiter. Markus gelang es den gegnerischen Ball abzuwehren und seinen eigenen Fußball im Netz von Giliad zu versenken, weswegen seine Freunde in Jubel aus brachen. Anschließend legte der wilde Kerle Anführer seiner unerschrockenen Freundin „Und den Rest erledigt Vanessa!” bestimmend seinen rechten Arm über die Schultern und sah ihr dann in die Augen.

 

Während er seine Albtraumpasskönigin zum Parkour führte und jene ihn nur unsicher an stierte, wollte der wilde Kerle Anführer schließlich grinsend wissen „Das tust du doch oder?“ Sobald sich die beiden Mädels an der Startlinie aufgestellt hatten, befahl ihnen Kojote Karl Heinz „Macht euch bereit!“ und die Königin des Albtraumpasses fixierte dabei die Namenlose. Erst als sie ein „Vanessa, ich zähl auf dich!“ von ihrem Slalomdribbler vernahm, versuchte die Erwähnte sich wieder auf den Wettkampf zu konzentrieren und hörte nebenbei wie die Wolfsdame erklärte „Wenn einer von euch vom Pendel getroffen wird, hat er vor dem Ziel schon verloren!” Aber die Angst und Eifersucht kamen zurück, als Freya die Meisterin des Flugkopfballs erneut daran erinnerte „Denk daran was ich gesagt habe! Wenn du Leon behalten willst, dann würde ich lieber verlieren.” Das Spiel begann mit einem Start-Fauchen und sofort rannten die beiden Gegnerinnen los, wichen dabei mit ihren Fußbällen den Schleimbeutel-Pendeln aus. Vanessa lag in Führung und wurde lautstark von ihren Teamkameraden angefeuert, wobei ihr geliebter Wuschelkopf stetig neben ihr her wuselte. Weil die wildeste Frau kurz vor dem Ziel stehen blieb und deshalb vom Pendel getroffen wurde, war die Enttäuschung im Gesicht der Jungs nicht zu übersehen. Nun waren es die Wölfe die jubelten, wonach Marlon und Leon wütend mit ihren Kumpels das Spielfeld verließen. Denn die Unerschrockene blieb noch draußen, wandte sich zu der Silberlichte um und warf dieser einen vernichtenden Blick zu der wohl: Du bekommst Leon nicht, denn er ist mein Freund! bedeuten sollte. Dann drehte sie ihren Kopf zu Freya hin und diese gratulierte ihr mit „Du hast es geschafft, ich wünschte ich hätte vor einem Jahr auch extra verloren!” bevor auch sie weg ging. Kojote Karl Heinz die alles stillschweigend beobachtet hatte gab letztlich „Es steht vier zu vier” bekannt und schlug hinterher vor „Ihr solltet euch ausruhen, in einer Stunde beginnt das Spiel!” bevor auch sie den Platz verließ.

 

Im Lager der wilden Kerle fegte deren wütender Anführer mit seinem linken Arm das Geschirr vom Tisch, schnappte sich ein Stück Kreide und zeichnete damit auf das Holzbrett. Nachdem Raban und Joschka aus ihrem Erfindomaten einen Zettel raus gezogen hatten, betrat auch endlich Vanessa die Hütte. Doch als der Blitzpasstorvorbereiter sie erblickte, stand er auf und rief sauer „Halt, einen Moment! Wenn es noch jemanden gibt der extra verlieren will dann soll er es jetzt sagen!” Weil seine Geliebte nur statt ihm zu antworten ihre Lippen aufeinander presste, schnaubte er „Okay, dann weiß ich Bescheid!” und ging über den Tisch zu seinem Schlafplatz. Mit „Leon!” versuchte nun die Unerschrockene ihren Freund zu besänftigen, weswegen der Gerufene aber „Du hast uns doch gerade deine Antwort gegeben!” knurrte und die Königin des Albtraumpasses ihn schließlich mit „Ach ja und weißt du auch warum? Ich hab nämlich auch was gesehen!” an fauchte. Kurz danach herrschte betretenes Schweigen in der Hütte, weil der Slalomdribbler der nun in seiner Schlafecke saß und deren Freundin die immer noch am Eingang stand sich nur enttäuschte Blicke zu warfen. Die beiden Erfinder nahmen ein Bügelbrett, eine Schreibtischlampe und ihre alte Bratpfanne mit denen sie hinter dem Vorhang verschwanden. Während Mr. Top und Mr. Secret an ihrem neuesten Gerät herum bastelten, verteilten sich die restlichen Kerle auf ihre Schlafplätze. Marlon hatte sich derweil an einen Pfosten gesetzt, um die Unbekannte mit Turban auf dem Kopf zu beobachten und sagte „Ich glaub, ich weiß jetzt wie ich dich nenne. Ich nenne dich Horizon.“ In diesem Moment sprang Klette von der Zimmerdecke und fragte „Bist du verknallt?” worauf der Blondschopf „Wie bitte?” schnaubte. „Bist du's oder bist du's nicht?” hakte die Wölfin allerdings nach, bis Nerv der sich nur in Unterhose vor ihr aufbaute „Los, mach ne Fliege! Er hat überhaupt keine Ahnung, wovon du da sprichst!” befahl und ihr seine Klamotten in die Hände drückte. Jedoch ließ das Wolfs- Mädchen nicht locker und deutete „Okay, dann frag ich halt ihn. Ihn hat es auch schon erwischt!” grinsend mit dem Kopf auf Leon und wollte dann an dessen feste Freundin gewandt „Oder, Vanessa?” wissen. Die Gefragte antwortete darauf nicht sondern warf ihrem Geliebten nur einen wütenden Blick zu, ehe sie aufstand.

 

Sobald die Pause vorbei war, ertönte abermals das laute Tröten des Horns und die Jungs erhoben sich von ihren Plätzen. Vanessa hingegen stand oben auf einer Brüstung und beobachtete heimlich ihren Geliebten, bis ihre Blicke sich letztendlich trafen. Denn beim aufstehen entdeckte Leon seine Freundin und fragte sich nun gedanklich *Will Nessie etwa wirklich nicht mitspielen?* ehe er enttäuscht den Blick von ihr abwandte. Raban und Joschka präsentieren schließlich ihren Freunden ihre neueste Erfindung, wobei sie ihnen erklärten dass das Gerät nur einmal funktioniert. Auf den skeptischen Blick seines Bruders lachte Marlon „Was hast du? Ich finde es klasse. Ich meine, wenn wir keine Bratpfanne hätten dann hätten wir nichts!” und begann mit „Alles ist gut!” ihren Spruch aufzusagen, worauf der Jüngere mit „Solange du wild bist!” antwortete. „Sei wild!” sprach Maxi nun weiter und Markus fügte „Gefährlich und wild!” hinzu, bevor sie den Anderen nach draußen folgten. Dabei wurden sie von ihrer einzigen Kameradin und Freundin beobachtet, während die beiden Erfinder ihre Maschine hinterher schleppten. Sobald sie aus dem Lager liefen, fing die Intuition mit „1,2,3” an zu zählen und der Kleinste im Team beendete es mit einem lauten „Raah!” Geschrei. Ihre Gegner schienen aber nicht eingeschüchtert zu sein, weil sie schon da standen und ungeduldig auf sie warteten. „Beim heimlichen Kopfkissen-Zipfellutscher, die ist auch wieder da!” schnaufte Nerv in Richtung der Unbekannten, wonach der wilde Kerle Anführer den Held bat ihm zu verraten was für Fallen sie erwarteten und jener dank seinem Röntgen-View-Master „Ich sehe Ballkanonen, Stolperseile, Fallnetze und die Kugeln da oben sind Knock-Out-Walzen mit Stahlplattenkern” aufzählte. „Dreh das Rad, das Rad der Entscheidung!“ befahl Erik und Kojote Karl Heinz lief auf den Podest, wobei sie erklärte „Und das wird uns sagen, bis zu welchem Endstand wir spielen. Es steht vier zu vier, wenn das Rad neun zeigt habt ihr alle Zeit dieser Welt. Dann könnt ihr unsere Fallen in Ruhe studieren, doch bei fünf habt ihr Pech!”

 

Leider blieb der Zeiger genau auf der fünf stehen und die Schamanin seufzte gespielt mitleidig „Oh, jetzt wird der erste Treffer entschieden. Das Golden Goal im Free-Style-Soccer-Contest!” bevor sie „Und der geht jetzt los!“ brüllte. Dabei betätigte sie einen Hebel, riss diesen nach oben und kurz danach flog ein Fußball direkt auf das Tor der wilden Kerle zu. Als der Slalomdribbler dies sah schrie er lauthals „Markus, die Ballkanone!” und der Gerufene rannte sofort los, um zu verhindern dass die Kugel im Netz landet. Gleich darauf stürmten alle Spieler auf den Platz und Maxi übernahm den Fußball, bis er über das dritte gespannte Stolperseil fiel. Freya holte sich den Ball und übergab ihn Tronje, wonach dieser zu seinem Anführer spielte. Jener rannte nach vorne, schoss auf das Tor seiner Gegner und wurde aber vom Unbezwingbaren am Sieg gehindert. Denn der blonde Torwart hielt den Ersten und auch den zweiten Ball, bis er beim dritten nicht rechtzeitig aufstehen konnte. Deswegen rutschte Nerv der in seiner Nähe war über den Platz und feuerte den Fußball in letzter Sekunde aus dem Tor, wonach deren Anführer „Jetzt zeigen wir es ihnen!“ rief. Der damalige Mädchenhasser Nummer 1, rappelte sich auf und sprintete mit dem Ball zum gegnerischen Tor vor. Erik aber bat seine Schamanin um Hilfe, wonach Kojote Karl Heinz eine gigantische Kugel zu Boden fallen ließ und diese sofort los rollte. Markus der die Gefahr als erstes sah, warnte seinen Kapitän mit „Leon, die Knock-Out-Walze!” und Maxi rief „Sie ist direkt hinter dir!” Nervös befahl Joschka von seinem Platz aus „Leon, pass auf!” und meinte dann „Das schafft er nicht, Raban!” weswegen der rothaarige Slalomdribbler an die Fallnetze erinnerte. Noch während des Laufs aufs gegnerische Tor zog Vanessas Geliebter am Seil welches in der Mittellinie aufgehängt war, wodurch ein großes Netz runter fiel und die riesige Kugel aufhielt. Zu ihrem Pech, bekam Giliad den Ball zu fassen und das Netz versperrte nun den Weg zum Tor der Wölfe.

 

Der Torkeeper von den Wölfen stand auf und warf den Ball zu seinem Team rüber, doch der Mann mit dem härtesten Schuss fing ihn geschickt ab. Daraufhin befahl die Nummer 10 „Raban, Joschka! Verflixt, beeilt euch! Wir brauchen die Bratpfanne” wonach die beiden Erwähnten ihre Geheimwaffe mit der Erklärung „Das ist das erste transportable-Laser-Traktoren-Strahl-Ball-Katapult auf der Welt!” an den Spielfeldrand schoben und Maxi zu Marlon schoss. Letzterer zielte genau in die Bratpfanne, wobei der Fellball davon ab prallte und in die Luft geschleudert wurde. Sofort richteten die beiden Erfinder einen Lichtstrahl auf den Fußball und katapultierten diesen mit Hilfe von Motorradstoßdämpferkraft wieder auf die gegenüberliegende Seite, um ihn ins Tor ihrer Gegner zu lenken. Aber obwohl er für Gilliad unaufhaltbar war, traf der Fußball nur die oberste Torlatte und landete wieder im Spielfeld. Enttäuscht darüber beschwerte sich die siebte Kavallerie „Ich hab doch gesagt, wir sind noch nicht fertig!“ bis Leon überzeugt rief „Das stimmt, Joschka hat recht.” und dabei die zurückspringende Kugel fixierte. Dann stieg er „Wir sind noch nicht fertig!” rufend zu einem Fallrückzieher in den Himmel hinauf, schoss auf das Tor der Wölfe und landete mit beiden Beinen in der Luft hängend auf dem Rücken. Nebenbei beobachtete er wie der mit Fell umspannte Fußball in eine Ecke flog und im Netz versank. Zufrieden rappelte er sich auf und schrie „Das war die 5!“ wonach Nerv ihm mit „Wir haben gewonnen!” zustimmte. Die Jubelschreie der wilden Kerle waren nicht zu überhören, denn sie hatten tatsächlich den Freestyle-Soccer-Contest gewonnen und waren somit nun die Besten. Während die Anderen sich umarmten, holte Marlon die Trophäe und gab sie würdevoll mit einem „Hier, Brüderchen!“ an Leon weiter. Jener nahm den Pott, hob ihn mit beiden Händen hoch und rief „Du hattest recht, Erik. Ich bin genau so wie du!“ Auf die Einladung zum gemeinsamen feiern, gingen die Wölfe nicht ein und starrten ihre Gegner nur stumm an. Vanessa stand abseits, denn an ihr nagte immer noch die Frage war Leon in Horizon verliebt und würde er sich nun für sie entscheiden oder war ihre Eifersucht unbegründet?
 

Liebe, Eifersucht und Angst


 

Marlon lud schließlich die Fremde mit dem Turban zum feiern ein und diese spottete auf seine „Wir haben alles gewonnen, wir sind die Besten” Begründung nur mit ,,Wow, ich verstehe! Dann bist du bestimmt auch so gut, dass du mich schlagen kannst. Komm, das probieren wir aus! Das ist der Kinderwettkampf, das schaffst du mit links!“ Dann warf sie drei kleine Bälle in die Luft, sprang hinterher und schoss einen nach dem Anderen auf die Zielscheiben. Als sie fertig war trat sie wieder zur Intuition zurück und befahl ,,So jetzt bist du dran! Worauf wartest du?“ bevor sie provozierend ,,Oder soll ich lieber ihn fragen ob er für dich spielen will?“ auf seinen Bruder deutete. ,,Was hab ich gesagt, die sind verknallt!“ erklärte Klette und sah dabei zu Nerv, wonach jener sich rasch zu der Unerschrockenen umwandte. Auch die anderen Jungs drehten sich augenblicklich zu der honigblonden Schönheit die nun am Lagereingang lehnte um und Leon spürte einen eisigen Schauer, als er seiner Geliebten direkt in die Augen blickte. Während Horizon zurück zu ihrem Motorrad ging trötete sie ,,Tja, ganz offensichtlich habt ihr ja doch noch nicht alles gewonnen! Ihr könnt euch entscheiden, ob ihr euch versteckt wie die Wölfe oder ob ihr euch traut. Ich warte auf euch Leon und …“ und tat so als ob sie nicht mehr wusste wie der Blonde hieß, bis jener ihr mit „Marlon” weiter half. Allerdings ignorierte sie dies und sagte nur „Ich warte auf euch, hinter dem Nebel“ bis sie los fuhr. Weil Vanessa sah wie ihr Geliebter und dessen Bruder die Leiter hoch kletterten, machte sich erneut Eifersucht breit. Deshalb schloss sie traurig ihre Lider und fluchte dabei gedanklich *Klette hatte also recht, denn Leon hat nur noch Augen für diese Silberlichte und ich bin ihm völlig egal. Was hat Horizon was ich nicht habe?* ehe sie wieder ins Lager verschwand. Die beiden Wessel Brüder standen derweil über dem Eingangstor und sahen der Silberlichte nach, wobei diese ihnen zu rief „Hinter dem Nebel, aber ich warne euch ich bin nicht allein.”

 

Als der wilde Kerle Anführer auf die „Vergesst sie, feiert und fahrt nach Hause! Die ist eine Nummer zu groß für euch, Jungs!” Warnung vom Alphawolf wütend mit „Ach ja und woher willst du das wissen?” reagierte, sagte Freya vorwurfsvoll „Erik, du hast es versprochen. Du wolltest sie warnen!” und der Erwähnte rief danach „Kojote Karl Heinz, erzähl ihnen was sie nicht glauben wollen!” Sobald die beiden Mannschaften sich Abends ums Lagerfeuer versammelt hatten, zischte die Wolfsdame „Soll ich das wirklich? Was meinst du denn, Nerv?” und der Gefragte antwortete zögerlich „I... ich weiß nicht.” Allerdings fauchte die Schamanin „Das solltest du aber! Denn wenn ich erzähle ist das Fest vorbei, dann war alles umsonst. Dann ist dieser Pott nicht mehr wert als eure alte Bratpfanne” und meinte zu dem verärgerten „Das war keine Bratpfanne!” Kommentar von Raban nur „Vielleicht auf dieser Seite des Nebels” bis Leon ungeduldig forderte „Schieß endlich los!” Daraufhin blickte sie den Slalomdribbler an, wandte sich von ihm ab und seufzte dabei „Okay, wie du willst!” Schlussendlich drehte sie sich wieder zu ihnen um und begann mit „Vor einem Jahr, vor zwölf Monden und zweimal zwölf Siegen. Wir siegten zum dritten mal im Freestyle-Contest, da kamen die Silberlichten aus dem Nebel heraus” zu erzählen, bevor sie „Ja, Marlon! Horizon ist eine von ihnen, doch in Wirklichkeit hat sie gar keinen Namen. Sie hat keinen Namen, weil das Grauen auch keinen hat. Doch Erik und Jaromir sind ihr trotzdem gefolgt. Erik unser Anführer und Jaromir sein älterer Bruder sie hatten sich beide in das Mädchen verliebt, aber nur einer von ihnen ist wieder gekommen. Erik lag eines Morgens vor Ragnaröks Tor” zischte. Nebenbei ging sie „und er konnte sich an nichts mehr erinnern!” redend zu ihrem Anführer, zog jenen von seinem Platz hoch und zerrte ihn in den Kreis. Dann packte sie sein Hemd mit beiden Händen und sagte „Nur das ist noch da und wird immer bleiben” wobei sie mit einer einzigen Bewegung dessen Oberkörper entblößte. Hinterher drehte sie ihn zu den Kerlen um und erläuterte „Das bekommt jeder, der gegen die Silberlichten verliert“ wonach Nerv laut „Verlierer, Verräter“ vor las.

 

In Form eines riesigen Kreuzes und in blauen Großbuchstaben, prangten diese beiden Wörter nämlich auf dem nackten Oberkörper des Alphawolfs. Quer von einer Brust zur Anderen rüber war Verräter und vom Hals abwärts bis zum Bauchnabel runter das Wort Verlierer, tief unter die Haut gestochen worden. Nerv der es jetzt mit der Angst zu tun bekam, wollte mitleidig wissen „Was ist mit Jaromir, was ist aus seinem Bruder geworden?“ und blickte Erik dabei an. Jener ergriff allerdings nun die Flucht und Kojote Karl Heinz antwortete an seiner Stelle seufzend mit „Das wissen wir nicht. Wir wissen nur eins, hinter dem Nebel ist alles vorbei” bevor sie mit den anderen Wölfen in ihr Quartier verschwand. Somit ließen sie die geschockten Kerle alleine am inzwischen abgebrannten Lagerfeuer sitzen, damit sie in Ruhe nachdenken und Entscheidungen treffen konnten. Vanessa die von ihrem hohen Aussichtsposten alles mit angehört und ihren Slalomdribbler genau beobachtet hatte, spürte wie sich ihr Herz zusammen zog. Egal wie enttäuscht und wütend sie auf ihn war, sie wollte auf gar keinen Fall dass Leon das Selbe wie Erik durch machen muss. Zudem konnte sie nicht leugnen, dass sie panische Angst um ihren festen Freund hat und ihn nicht an Horizon verlieren wollte. Deswegen fasste sie einen Entschluss und ging zu ihren Jungs runter, um sich neben den Slalomdribbler zu setzen. Erst betrachtete sie ihren Geliebten schweigend, ehe sie schließlich an ihn gewandt fragte „Können wir reden?” und von diesem aber nur trotz Augenkontakt die Gegenfrage „Worüber?” als Antwort bekam. Weil sie nicht mehr wusste was sie sagen sollte und ihr Mannschaftskapitän schwieg, erkundigte sich die Unerschrockene bei den restlichen Kerlen „Und ihr, was macht ihr?” Der Einzige der ihre Frage mit „Was schon? Wir fahren!” beantwortete war Marlon und der Kleinste im Team fluchte „Beim heiligen Donnerschlagvogel” als die Intuition mit seinem Motorrad vor ihnen auftauchte. „Du hast schon einmal gekniffen, erinnerst du dich? Beim Spiel gegen die Nationalmannschaft” giftete die Nummer 10 seinen jüngeren Bruder an und warf ihm einen eisigen Blick zu, während jener beschämt dachte *Danke, dass du mich wieder daran erinnerst!*

 

Weil die Anderen nicht reagierten meinte Marlon spöttisch „Okay, ich hoffe du hast deinen Cowboyanzug noch” und setzte seinen Helm dabei auf, bevor er „Und du dein Kaninchen Bommel Schwanz Kostüm” rufend durch das Ausgangstor sauste. Auf die Bemerkungen von seinen Teamkameraden, behauptete die Nummer 13 ,,Ihr habt doch nur Schiss!“ und erhob sich. Sofort lief er ins Quartier, packte seine Sachen zusammen und schob dann sein Motorrad nach draußen. „Was willst du von mir?” keifte er wütend, während er sein Gepäck verstaute und seine Freundin auf sich zu laufen sah. Letztere antwortete „Ich will dass du bleibst! Hey! Leon, die Silberlichten gehören nicht in unsere Welt” worauf der Erwähnte jedoch raunzte „Und warum waren sie dann da? Sie haben uns herausgefordert” und als Antwort ängstlich „Und sie haben Erik das Kreuz auf die Brust tätowiert” zurück bekam. Darauf schnaubte der Slalomdribbler nun „Ja, Verlierer Verräter” ehe die Unerschrockene näher zu ihm trat und ihn in der Hoffnung dass er vernünftig werden würde fragte „Willst du das auch?” Aber zu deren Pech gab der Mannschaftskapitän nur genervt „Das werden wir sehen!” von sich und blickte sie an, bis auch noch die anderen seines Teams sich zu ihnen stellten. Weil sie ihren Geliebten aber nicht gehen lassen wollte, versuchte die Königin des Albtraumpasses ihn mit „Aber warum? Wir haben alles gewonnen und nächstes Jahr gewinnen wir wieder, wir sind die Besten!” um zu stimmen und trotzdem konterte ihr Gegenüber „Sind wir nicht, Horizon ist besser als wir.” Schlussendlich nahm Vanessa all ihren Mut zusammen und begann mit den Worten „Leon, ich bitte dich. Ich lieb...” dem damaligen Mädchenhasser Nummer 1 ihre Liebe zu gestehen, wobei sie jedoch von diesem mit „Ach, hast du deshalb extra verloren? Wenn ich jetzt kneife, bin ich nicht mehr das was ich bin und ihr seid es auch nicht mehr!” abgeschnitten wurde und er wenig später an seiner Mannschaft vorbei sauste. Noch bevor ihr Freund aus dem Tor war, rief ihm die Flugkopfballmeisterin traurig und wütend zugleich hinterher „Okay, aber wenn du zurück kommst ist nichts mehr so wie es war!” Dann verschwand Leon und mit ihm auch ein Stück ihres Herzens, welches zu zersplittern drohte.

 

Es war doch alles wunderbar gewesen, zumindest bis diese Anführerin der Silberlichten aufgetaucht ist und die beiden Brüder in ihren Bann gezogen hatte. Für Marlon hätte sie sich ja gefreut, aber Leon gehörte immer noch zu ihr und nicht zu Horizon. Hat ihr Geliebter sich wirklich in diese fremde Unbekannte verliebt und wollte mit seiner eigentlich festen Freundin nichts mehr zu tun haben, nur weil Vanessa absichtlich verloren hatte? *Shitte nochmal, ich habe verloren um Leon zu behalten und was hat es mir gebracht? Nichts, denn dieser Idiot ist trotzdem hinter den Nebel gefahren und zwar nur wegen ihr!* schoss es der wildesten Frau durch den Kopf, ehe sie sich auf ihr Schlafgemach fallen ließ und ihre Augenlider schloss. Mitten in ihrem Traum tauchte allerdings das Gesicht von dieser Turbanträgerin auf, wodurch sie hoch schreckte und tief aus atmen musste. Maxi war ebenfalls wach und munterte seine beste Freundin mit „Krumpelst und grübelst du noch in der Nacht, hab ich dir das beste Gesöff gemacht! Das ist Hadschi Ben Hadschis Schoko-Mutglut, der beste“ auf, wonach die Honigblonde lächelnd seinen Satz mit „Kakao der Welt!“ vervollständigte. Schließlich setzte die Unerschrockene sich „Wo hast du den denn her?“ fragend auf, weswegen der Mann mit dem härtesten Schuss zu ihr laufend „Ich hab ihn aufgehoben“ antwortete und ihr dann eine Tasse reichte. „Oh Mann, das ist echt schon ewig her“ grinste die Flugkopfballmeisterin, bevor ihr Gegenüber sich neben sie setzend meinte „Fast zwei Jahre, nach dem Spiel der Nationalmannschaft“ und seine beste Freundin sich mit „Genau und weißt du noch? Da wollte Hadschi uns trösten. Er wollte uns trösten, weil“ zurück erinnerte. Als er ihren traurigen Blick bemerkte, fragte Nervs Stiefbruder vorsichtig „Weil Leon weg war? Glaubst du, er hat sich auch verliebt?“ und sah ihr dabei in die Augen. Doch nach dieser Frage sprang die Königin des Albtraumpasses „Das geht dich nichts an! Shitte nochmal, das geht dich nichts an!“ fauchend auf, stellte sich hin und trank den Kakao in einem Zug leer. Leon und Marlon sausten derweil über ein freies Feld, bis sie von Horizon die ihnen mitteilte wo sie antreten sollten gestoppt wurden.
 

Geständnisse


 

Am nächsten Morgen fuhren die Wölfe nach Hause und schlugen den restlichen Kerlen dasselbe vor, indem sie ihnen rieten dass sie die Brüder vergessen sollten. Vanessa aber wandte sich nach Freyas Aufforderung „Und du, vergiss Leon! Mach nicht den selben Fehler den ich auch gemacht hab, du hast Leon schon längst an Horizon verloren!” welche sie mitten ins Herz getroffen hatte um und ging wortlos ins Quartier zurück. Markus, Nerv und die beiden Erfinder sahen sich währenddessen in Ragnarök um wo sie im Haus von Eriks Bruder auf Klette trafen. Von der kleinen Wölfin erfuhren sie letztendlich die ganze Wahrheit über die Auseinandersetzung von Erik und Jaromir, denn sie hatten gegeneinander gekämpft. Der Königin des Albtraumpasses war zum heulen zu mute, aber sie weigerte sich ihren Tränen freien Lauf zu lassen und dachte einfach an die schönsten Zeiten ihres Lebens zurück. *Was Leon wohl jetzt macht, ob er überhaupt an mich denkt? Aber wahrscheinlich hängt er mit dieser hinterhältigen Silberlichte ab* fragte sie sich gedanklich und zur gleichen Zeit grübelte besagter Slalomdribbler *Wieso ist Vanessa nur so komisch gewesen, glaubt sie etwa wirklich dass ich in Horizon verknallt bin? Niemand wird Nessie jemals ersetzen könn...* bis er aus seinen Gedanken gerissen wurde. Während Marlon nämlich einen Kreis aus Steinen für das Lagerfeuer aufbaute, schlug er seinem jüngeren Bruder „Wie wäre es wenn du Feuerholz suchst? Dann würdest du auch mal was tun!“ vor und jener salutierte grinsend „Zu Befehl, großer Bruder und danach massiere ich dir noch deine Füße!“ Nachdem Leon gegangen war, nahm der Blondschopf sich eine Flasche Wunsch Brause und seufzte am Etikett reibend „Ich wünsche mir Sonnenuntergang-Maracuja-Geschmack und ich wünsche mir einen glasklaren See der es verdient hat, dass du dich in ihm spiegelst.” Was er aber nicht wusste war, dass Horizon in einem weißen Kleid ohne Turban und die Kluft der Silberlichten wirklich im Wasser stand. Sobald diese Vanessas Freund erblickte, sah sie sich kurz um und spottete herausfordernd „Hallo, Leon! Hast du Lust schwimmen zu gehen? Was ist, hast du Angst? Traust du dich nicht? Na, komm schon. Komm her!”

 

Als der damalige Mädchenhasser tatsächlich gehorchte und vor ihr stehen blieb, raunte die Braunhaarige ihm siegessicher „Vergiss doch, deinen Bruder! Ich will den Besten, Leon und das bist doch du. Oder irre ich mich da?” entgegen. Während Horizon dies sagte, strich sie mit ihrer rechten Hand über die linke Wange des Torjägers und mit ihrem Daumen seine Lippen entlang. Der Gefragte spürte dabei nur wie das eisige Wasser in seine Stiefel lief und sein Herz normal schlug, außerdem flatterten keine Schmetterlinge in seinem Bauch herum. Im selben Augenblick schoss ihm eine Erinnerung durch sein Gedächtnis, denn er hatte so etwas schon einmal erlebt und zwar mit seiner Nessie. °Da stand er einsam im eiskalten Wasser und beobachtete seine Freunde die Nerv als den wildesten Kerl bezeichneten, bis eine honigblonde Schönheit seine komplette Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Ihre Stimme allein ließ ihn schon schwach werden, als er Vanessa sagen hörte „Meine Beine, meine Seele und mein ganzes Herz. Ich möchte mich bei dir bedanken” und dabei zu sah wie sie durch den See watete. Nur wenige Zentimeter war sie vor ihm stehen geblieben und hatte ihn in ihren Bann gezogen, weswegen er nur noch verwirrt „Aber wofür?” fragen konnte. Bei ihrer Antwort „Für alles, für die rosa Pumps, für das Spiel gegen den dicken Michi. Für den Brief den du mir geschrieben hast und dafür dass wir die Reise hier machen. Und natürlich für das” hatte sie erst verlegen auf das Wasser geschaut, bevor ihre rehbraunen Augen wieder auf seine trafen und Leon nur noch nervös „Und was?” zu stammeln anfing. Darüber hatte seine Freundin schließlich gegrinst und ist „Na was wohl?” raunend vor ihn getreten, ehe er ihre Lippen auf seinen gespürt hatte.° Denn immer wenn sie in seiner Nähe ist, fühlte es sich an als würde ein kleines Feuerwerk in ihm ausbrechen und sein Herz jederzeit aus seiner Brust sprengen. Außerdem bekam er jedes Mal ein Kribbeln in seinem ganzen Körper, sobald sie ihn nur berührte und all diese Gefühle in ihm auslöste. Entschlossen nahm er Horizons Hand von seiner Wange runter und antwortete „Das werden wir sehen! Das werden wir sehen, wenn wir dich Morgen geschlagen haben!” bevor er aus dem Wasser trat.

 

Mit dem gesammelten Holz ging er zurück zum Lagerplatz und entfachte dort ein Feuer, ehe er sich davor setzte. Hinterher bereitete er das Essen zu und dachte über das Geschehen am See zurück, bis sich erneut eine Frau mit honigblonden Haaren in sein Gedächtnis schlich. Ihr verzweifelter Blick und ihre Drohung °Okay, aber wenn du zurück kommst ist nichts mehr so wie es war!° hatten ihn mitten ins Herz getroffen, weswegen er sich fragte ob sie das wirklich ernst gemeint hat. Als der Blondschopf wach wurde und sich erkundigte „Wo warst du solange?” antwortete der Brünette sich seinem Essensspieß widmend mit „Ich? Nirgendwo.” Weil der Ältere trotzdem weiter nach hakte „Warst du schwimmen gewesen?” meinte der Jüngere nur empört „Was? Ich hab geschuftet und Essen gemacht. Und zwar den neuesten Schrei von Raban und Joschka, Chicken Wings aus der Weingummitüte” und hielt seinem Gegenüber Besagtes hin. Als jener aber nicht reagierte, fragte der wilde Kerle Anführer „Hey, was ist mit dir los?” und sein Bruder seufzte „Nichts.” Dann ließ die Intuition sich mit verschränkten Armen hinter dem Kopf auf seinen Schlafsack zurück fallen und blickte in den Himmel. Der Blitzpasstorvorbereiter sagte dazu nur „Nichts, dann ist ja alles in Ordnung?” und die Nummer 10 stimmte ihm mit „Genau” zu, bis er letztlich fragte „Hast du schon mal daran gedacht, wie es bei Erik und Jaromir war?” Verwirrt sah der wilde Kerle Anführer seinen Bruder an und fragte dann desinteressiert „Nein, wieso?” weswegen jener erklärte „Ich meine sie waren Beide in Horizon verliebt.” „Und was hat das mit uns zu tun?” prustete der Slalomdribbler, ehe er seinen Kopf hob und auf die Feststellung „Ich hab gesehen wie sie dich angeschaut hat. Leon, du bist mein Bruder” seufzte „Das bin ich für immer. Verflixt, du kannst niemanden zwingen dass er dich liebt! Es ist Horizon die das entscheidet!” Auf die Frage „Und wenn sie aber dich will?” antwortete Leon entschlossen „Dann hat sie Pech gehabt! Weißt du?” und hielt Marlon „Jetzt vielleicht hunger?” grinsend einen Spieß hin. Mitten in der Nacht stand Vanessa vor einem Spiegel und betrachtete sich darin, nur dieses Mal trug sie ein schwarzes hautenges Kleid. Sie nahm ihr wilde Kerle Kopftuch ab, streifte dann mit ihren Fingerspitzen durch die honigblonden Strähnen und schluchzte leise.

 

Doch sobald die Unerschrockene ihren besten Freund im Spiegel erblickte, wischte sie hastig ihre Tränen weg und raunte hoffnungsvoll „Hast du noch was von deinem Kakao?” Zu ihrer Enttäuschung antwortete der Braunhaarige mit „Nein, das war der Letzte” und trat langsam auf sie zu, wonach Vanessa „Schade! Verflixt, ich glaube ihm kein Wort. Maxi, verstehst du das?” schniefte. Kurz danach wandte sie sich „Wärst du weggegangen, wegen Horizon?” fragend um und sah ihm in die Augen, wonach der Gefragte gestand „Nein, ich hätte dich niemals verlassen!” Nach dieser Antwort gab die Flugkopfballmeisterin zu „Oh mein Gott, das wusste ich nicht” und umarmte ihren Gegenüber, wobei jener ihr mit Tränen in den Augen erklärte „Das solltest du auch niemals erfahren!” Nach einigen schweigsamen Sekunden erkundigte sich die Leons feste Freundin „Was machen wir jetzt?” und der Mann mit dem härtesten Schuss beichtete ihr „Ich fahr Morgen Heim. Ich will nicht dabei sein, wenn alles unter geht” ehe sie erschrocken auseinander gingen. Denn Nerv hatte alles gehört und auch gesehen, weswegen er den Zweien wütende Blicke zu warf. Zur gleichen Zeit lagen die beiden Geschwister immer noch schweigend am lodernden Lagerfeuer in der Steppe, bis Marlon seufzte „Verflixt! Ich hätte nie gedacht, dass mir so was passiert. Für mich haben Mädchen immer nur gestunken. Selbst Vanessa hat das” und Leon seinen Bruder augenblicklich mit „Hey! Pass ja auf was du sagst, Brüderchen!” warnte. „Aber jetzt, jetzt ist alles so anders” erkläre der Blondhaarige und der Brünette grinste, ehe er sich für den Kommentar zu seiner geliebten Nessie mit „Jetzt hast du bestimmt ganz große Angst dass Horizon auch stinkt, oder?” rächte.

 

Obwohl Marlon als Antwort drohend „Hey!” zischte und ihn mit wütend funkelnden Augen anstarrte, prustete sein jüngerer Bruder amüsiert „Sie hat bestimmt Schweißmauken- und Achselgeruch!” Doch weil sein Gegenüber plötzlich ruckartig auf sprang, ließ Leon den angekokelten Stock ins lodernde Feuer fallen und wich sofort erschrocken zurück. Nebenbei korrigierte der damalige Mädchenhasser Nummer 1 sich aber grinsend mit „Nein, sie duftet bestimmt wie” und hob dabei abwehrend seine Hände in die Luft, bis sein Rücken mit dem harten Erdboden kollidierte. Letztlich packten sich die beiden Jungs an den Motorradjacken und begannen miteinander zu ringen, wobei der Blitzpasstorvorbereiter seinen angefangenen Satz stichelnd mit „wie Hippopotamusbullenpropellerschwanzmist und Schleim-glibbriger Höllen-Klobürsten Salat!” vervollständigte. Sobald der Anführer schließlich über seinem älteren Bruder thronte meinte er siegessicher „Ja und das alles zusammen” und kurz darauf begannen sie erneut sich zu streiten, weswegen der Ältere wütend schrie „Sag das nochmal!” Keiner von ihnen hatte bemerkt dass sie beobachtet wurden, denn die Silberlichten lagen auf der Lauer und hörten alles mit an. Nach einigen weiteren Beleidigungen, rief der Anführer „Meerschweinchenpisse!” und die Nummer 10 drohte ihm mit „Ich warne dich, Leon!” bevor er den Erwähnten am Kragen packte. „Und wie riecht sie jetzt?” fauchte die Intuition, sobald er auf Vanessas Freund saß und ihn somit auf dem Boden festgenagelt hatte. Jener hob „Okay, okay. Du hast gewonnen!” schnaufend seine Hände, wonach die Nummer 10 ihn los ließ und aufforderte „Dann musst du es mir sagen! Willst du was von Horizon, ja oder nein?” Genau in dem Moment ertönten röhrende Motoren von überall und die wilden Kerle rannten zu ihren Höllenmaschinen, bevor sie von den Silberlichten umzingelt wurden. Deren Anführerin warnte sie mit „Hallo, ihr beiden. Ich wollte euch nur eure Gegner vorstellen, ihr könnt euch entscheiden! Heute Nacht schonen wir euch noch, doch wenn ihr Morgenfrüh noch hier seit wird es Ernst!” und Jaromir fügte hämisch grinsend „Das gilt besonders für dich, Leon! Dann wird es dir so wie Erik ergehen. Du bist doch wie er, oder?” hinzu, bevor die Verhüllten alle wieder in der Steppe verschwanden.

 

Am darauffolgenden Tag beschlossen auch Vanessa und Maxi nach Hause zu fahren, denn sie hatten schon ihre Motorräder startklar gemacht. Doch gerade als sie ihre Helme aufziehen wollten, wurden sie von den beiden Geheimerfindern dabei erwischt und gefragt was sie vor hatten. Weil Nerv natürlich auf Joschkas „Aber warum?” Frage von seiner Beobachtung „Weil sie verknallt sind! Ich hab die Beiden gesehen, Gesternnacht. Sie haben geknutscht und Maxi hat Vanessa dazu überredet” erzählte und noch „Er freut sich so richtig, dass Leon weg ist!” hinzufügte, wollte Raban wissen ob es wahr ist. „Leon und Marlon sind zu erst abgehauen” rechtfertigte sich der Mann mit dem härtesten Schuss, worauf dessen Stiefbruder wütend fragte „Deswegen lasst ihr sie jetzt im Stich?” und Leons feste Freundin ihren Helm auf setzend schnaubte „Wir lassen sie bei Horizon!” Bei ihren eigenen Worten spürte die Honigblonde wie sich ihr Herz zusammen zog und ein eisiger Schauer ihren Rücken hinunter rann, bis sie ihren besten Freund sagen hörte „Und wenn ich euch einen Rat geben darf dann kommt ihr jetzt mit, sonst wird es die wilden Kerle ab jetzt nicht mehr geben!” Nicht einmal Klette konnte sie mit ihrer enttäuschten Feststellung „Meinst du so wie die Wölfe? Die gibt es auch nicht mehr, die haben gekniffen!” aufhalten, denn die Zwei fuhren trotzdem weg. Markus schwang sich demnach ebenfalls auf seine Höllenmaschine und antwortete auf den Vorwurf des jüngsten Kerls dass auch er ein Feigling sei mit „Vielleicht, aber bevor ich hier herumsitze. Finde ich es lieber heraus, ich fahr durch den Nebel!” wonach die kleine Ex-Wölfin ihm beipflichtete „Das ist ein Wort! Los, worauf wartet ihr noch?” Auch die Anderen waren vom Vorschlag ihres Torwartes begeistert, weswegen sie alle auf ihre Motorräder stiegen und sich das kleine Mädchen den Sohn der Hexe „Was ist, bist du fest gewachsen?” antreibend ans Steuer des Karts platzierte.
 

Alles verloren?


 

Im Inneren der Festung hörte man noch den Sohn der Hexe „Das ist mein Kart!” protestieren und die Ex-Wölfin „Genau und ich bin der Fahrer!” bestimmen, bis Nerv „Hey, halt warte! Bleib sofort stehen, das ist mein Kart!” befehlend hinter ihr her rannte. Kurz vorm Ausgang schaffte er es auf das Gefährt zu klettern und sich hinten darauf zu setzen, ehe sie durch das Tor sausten. Vanessa hatte alles von Weitem beobachtet und haderte nun mit sich ob sie wirklich nach Hause oder zu ihrem Geliebten hinter den Nebel fahren sollte, bis ihr eine Erinnerung von Leon °Ich verspreche dir, dass ich nie wieder kneifen werde!° ins Gedächtnis schoss. Sobald die Albtraumpasskönigin sah wie die restlichen Kerle und auch Klette hinter der dichten Nebelwand verschwunden waren, gestand sie ihrem besten Freund „Tut mir leid, ich hätte niemals verlieren dürfen!” Also motivierte Maxi sie dazu den Anderen zu folgen und die Unerschrockene machte auf dem Absatz kehrt, um gemeinsam mit ihren Freunden zu den Silberlichten zu fahren. Derweil beobachteten die Wessel Brüder mit einem Fernrohr ihre Gegnerin und besetzten dann ihre eigenen Motorräder mit Strohpuppen, um diese ins Lager der Silberlichten rasen zu lassen. Erst nachdem alle Vermummten aus ihren Versteck gekrochen waren, tauchten Leon und Marlon aus dem Hinterhalt auf. Denn die Beiden waren fest entschlossen zu gewinnen, bis Eriks Bruder belustigt fragte „Zu Zweit? Wir sind sieben!” und als Antwort „Dann zieht euch warm an! Wir sind nämlich acht” von den jüngsten wilde Kerle Mitgliedern bekam. Als er seine Nessie erblickte und sie sagen hörte „Und keiner von uns, wird extra verlieren!” bildete sich ein glückliches Lächeln im Gesicht des wilde Kerle Anführers. Sobald Jaromir den Jüngeren erklärt hatte wo sich ihr Spielfeld befindet und wann es los geht, lief Horizon auf ihre auserwählten Opfer zu. Sie umrundete die beiden Jungs und sprach „Ach ja und eins hätte ich beinahe vergessen, Marlon. Bevor du dich zur Verlierermannschaft gesellst, solltest du deinen Bruder noch etwas fragen! Frag ihn doch mal wo er letzten Abend war! Vielleicht, in einem Mondwaldsee. Was ist, Leon?” bevor sie anschließend siegessicher befahl „Und du Vanessa solltest ihn fragen wen von uns beiden er will!” Diese Worte brachen der Albtraumpasskönigin nun endgültig das Herz, woraufhin diese den Hang hinunter stampfte und ihre Freunde ihr hinterher blickten. Marlon hingegen warf seinen Gegenüber zu Boden und schrie ihn wütend mit „Ich dachte, du bist mein Bruder! ich hab dir vertraut!” an, bevor auch die restlichen wilden Kerle gingen. Schlussendlich rappelte Leon sich auf, schob sein Motorrad und folgte zu Fuß seinem Team. Maxi war derweil zur Festung der Wölfe zurückgekehrt und dort im dichten Nebel tauchte wie von Geisterhand sein Vater auf, welcher den damals noch stummen Jungen zu einer Entscheidung verhalf.

 

Leon der als Letzter bei seinem Team ankam, schob sein Motorrad bis zum gigantisch hohen Silberlichten Tor und blieb davor stehen. Dann nahm er all seinen Mut zusammen und fragte seine Freundin die an dem Pfosten lehnte „Können wir reden?” worauf diese stur geradeaus schauend „Ich weiß nicht worüber” antwortete. Der verzweifelte wilde Kerle Anführer trat demnach direkt vor seine Geliebte und versuchte ihr die Situation zu erklären, ehe er sie eindringlich bat „Vanessa! Ich bitte dich, mach nicht den selben Fehler wie Marlon! Horizon hat nicht die Wahrheit gesagt!” „Und das soll ich dir glauben?” fragte die Angeflehte höhnisch auflachend, lief dann ihn „Oh, Vanessa. Es war alles nur ein Zufall. Ich hab Holz fürs Feuer gesucht und dann stand sie da ganz alleine im See. Aber du bist natürlich weggegangen” nachäffend um ihn herum und fauchte dann vorwurfsvoll „Für wie blöd hältst du mich eigentlich? Ich hab doch gesehen wie du sie angeschaut hast.” Allerdings wandte der Blitzpasstorvorbereiter sich zu ihr um, sah fest entschlossen in ihre rehbraunen Augen und gestand schließlich „Das tue ich noch immer, sie ist der stärkste Gegner dem ich je begegnet bin und dafür bewundere ich sie.” Auf die erneute „Und das soll ich dir glauben?” Frage der Unerschrockenen, antwortete der Slalomdribbler mit „Ja! Aber wenn wir alle zusammen halten, können wir Horizon besiegen!” und flehte letztlich „Ich brauche dich, Vanessa! Wir haben schon Marlon und Maxi verloren.” In dem Moment tauchte zuletzt Erwähnter mit seinem Motorrad hinter ihnen auf und sagte „Stimmt nicht ganz” bevor er an seine Freunde gerichtet „Was ist, warum sitzt ihr hier noch so rum? Wollt ihr, dass es uns wie den Wölfen ergeht? Wollt ihr zurück zu Mama und Papa, oder schmieden wir uns jetzt einen todsicheren Plan?” fragte. Nach kurzer Überlegung bestimmte der Mannschaftskapitän „Maxi hat Recht! Na, kommt schon, kommt her!” wonach sofort alle restlichen Kerle außer Marlon und Vanessa einen Kreis bildeten. Dann redete er weiter „Wir können sie schlagen! Nein wir werden sie schlagen und zwar mit ihren eigenen Waffen! Raban und Joschka einer von uns muss Morgenfrüh fliegen!” wonach die beiden Erwähnten ihren Erfindomaten benutzten und dann feststellten „Nerv, wir brauchen dein Kart!”

 

„Nehmt jeden Mann den ihr braucht und der Rest kommt mit mir hinaus in die Steppe!” übernahm der Mannschaftskapitän letztlich wieder das Kommando und zeichnete dabei mit seinem Finger „Wir graben zwei Löcher, hier eins und da” sagend zwei Kreuze in einem Miniatur gezeichnetem Spielfeld in den Sand vor einem aus kleinen Holzstöckchen gebautem Tor, ehe er zur Unerschrockenen gewandt raunte „Und was ist mit dir?” Statt ihm zu antworten blickte die Honigblonde nur schweigend auf den Erdboden, schloss kurz ihre Augen und fixierte anschließend ihren Geliebten wieder. Zur selben Zeit redeten Marlon und Horizon miteinander, denn letztere wollte von ihm wissen ob er gegen sie oder seinen Bruder kämpft. Weil plötzlich ein fürchterliches Geräusch die Stille durchbrach, sprang der Blondschopf hoch und erkundigte sich suchend „Was ist das?” Darauf antwortete die Anführerin der Silberlichten „Die Tätowiermaschine, die Strafe für den Verlierer!” und ihr Gegenüber warf einen kurzen Blick zu seinen eigentlichen Freunden, wobei er letztlich den Satz wütend mit „Und den Verräter!” vervollständigte. Die restlichen wilden Kerle hatten sich derweil vor ihrem Fußballtor verteilt und starrten geschockt auf die Strohpuppe die von den Nadeln durchlöchert wurde. Leon spürte wie sich bei diesem grässlichen Geräusch eine Gänsehaut auf seinem Körper bildete und sah deswegen verstohlen zu Vanessa hinüber, um sich abzulenken. Doch weil seine Herzensdame ihn ignorierte und nur stur geradeaus blickte, fragte der Meister des Fallrückziehers sich *Warum glaubt Nessie mir denn nicht? Ich habe ihr doch die Wahrheit erzählt.* Derweil erkundigte sich die Intuition bei seiner Gegenüber mit „Was ist mit Jaromir, warum seid ihr nicht zusammen? Jaromir hat seinen Bruder besiegt” worauf diese ihm antwortete „Er hat sich für die Rache entschieden!” und ihn dann zum nachdenken alleine ließ. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit fragte der Jüngste im wilde Kerle Team „Bist du dir sicher dass wir gewinnen?” und blickte dabei seinen Anführer an, worauf jener wahrheitsgemäß antwortete „Das bin ich mir nie.” Doch ihr Torwart machte ihnen mit „Aber wir werden alles versuchen!” Mut und gab Nerv dann „Hier, das wirst du bestimmt Morgen brauchen” sagend seine fünf Sternensteine zurück, bevor er an allen befehlend zu rief „Kommt! Das werden alle brauchen, das ist das Einzige was uns hilft.”

 

Sobald sich außer Marlon alle versammelt hatten, wollte Markus seinen Freunden ihre wertvollen Talismane zurück geben und holte die Fahne in dem er sie aufbewahrt hatte raus. Klette beobachtete ihre neue Familie, während Joschka seine Joker X Kette und Raban sein Auge von Staraja Riba erhielten. Im Nachhinein begann Markus mit „Alles was uns wichtig ist” gab Maxi seinen Ring zurück und jener steckte ihn wieder an seinen Finger. Als vorletztes ging der Unbezwingbare auf die Albtraumpasskönigin zu und hielt ihr den Spruch mit „Und was uns etwas bedeutet” beendend ihre Barbiepuppen-Bein-Kreuz-Kette hin. Weil Vanessa ihren Glücksbringer aber nicht nahm, griff Leon „Danke, Markus” sagend nach seiner Zahnradkette und bestimmte „Aber ich kann niemanden zwingen hier zu bleiben, deswegen sollte jeder der weg will Heute noch gehen! Die Anderen kommen mit mir hinaus in die Steppe, wenn es dunkel wird brechen wir auf!” Dann nahm er den Spaten von seiner Schulter runter, rammte diesen in den Sand und verließ letztlich ohne einen Blick zurück zu werfen das Feld. Im Lager ließ er sich auf seinen Schlafsack fallen, verschränkte seine Arme hinter seinem Kopf und erinnerte sich daran zurück wie er Vanessa die Kette geschenkt hatte. °Händchenhaltend verschwand Leon mit Vanessa in dem Zimmer welches er sich mit seinem Bruder teilte und bat seine Freundin ihre Augen zu schließen, wonach diese tat was er von ihr verlangte. Sobald der wilde Kerle Anführer seiner Königin des Albtraumpasses die Kette umgelegt hatte, konnte er einfach nicht widerstehen und küsste die honigblonde Schönheit zärtlich. Dass jene ihre Arme um seinen Nacken schlingen und sich rücklings auf das Bett fallen lassen würde, damit hatte er allerdings nicht gerechnet. Aber trotzdem gelang es dem Slalomdribbler gerade noch rechtzeitig sich neben ihr abzustützen und nicht komplett auf seiner Herzensdame zu landen, ehe er den Kuss beendete. „Ich liebe dich, Nessie und du darfst deine Augen wieder öffnen! Als Zeichen meiner Liebe und Treue, möchte ich dir diese Barbiepuppen-Bein-Kreuz-Kette schenken” gestand er ihr leise und pustete dabei eine verirrte Strähne aus dem Gesicht seiner Angebeteten, wonach diese einen neugierigen Blick in den Herzausschnitt von ihrem schwarzen Top warf. Als die Flugkopfballmeisterin „Danke für die Kette und auch für deinen Liebesbrief, Leon” heraus brachte und ein Rotschimmer das Gesicht ihres Freundes zierte, strahlten ihre rehbraunen Augen. Daraufhin küsste der Erwähnte sie nochmals und spürte wie sein Herzschlag sich beschleunigte, wobei ihm augenblicklich heiß wurde.°

 

Markus sah sich währenddessen alle Motorräder an und begann dann die Höllenmaschine seines Kapitäns wieder fahrtauglich zu machen, weil diese nicht mehr anspringen wollte. Einige Stunden später saßen die wilden Kerle zusammen am Lagerfeuer und aßen schweigend Abendbrot, bevor sie sich fast alle wieder in ihr Zelt verkrochen. Sobald die Nacht einbrach stand der Brünette seufzend auf, griff sich seinen Spaten und befahl dabei an sein Team gewandt „Lasst uns anfangen!” Hinterher warf er einen flüchtigen Blick zu seiner Geliebten, biss sich auf die Unterlippe und ging letztlich wortlos hinaus in die Steppe. Einige seiner Jungs reagierten sofort und schlossen sich ihrem Anführer beim Löcher graben an, während die Anderen das Kart weiter umbauten. Leon sah wirklich verzweifelt aus, denn seine Herzensdame ignorierte und sein Bruder hasste ihn. Er stand kurz davor alles zu verlieren und zwar nur weil Horizon nicht die Wahrheit gesagt hatte, obwohl er wirklich nicht mit ihr schwimmen gewesen war. Vanessa lehnte derweil an den Torpfosten, da ihr dieser sehnsüchtige und enttäuschte Blick ihrer großen Liebe nicht mehr aus dem Gedächtnis ging. Plötzlich kniete der Mann mit dem härtesten Schuss sich neben seine beste Freundin und berichtete ihr „Als du weg warst ist Ragnarök im Nebel verschwunden und ich will nicht dass uns das Selbe passiert, deshalb bin ich zurück gekommen. Und weil du, Leon und alle Anderen das Wichtigste für mich sind was es auf der ganzen Welt gibt. Und Leon geht es da genauso, dafür leg ich meine Beine ins Feuer!” bevor er ihr ihre Barbiepuppen-Bein-Kreuz-Kette hin hielt. Die Albtraumpasskönigin nahm Maxi schweigend ihren Glücksbringer ab, betrachtete das Schmuckstück und sah dann ihrem besten Freund der zurück in die Steppe ging hinterher. Die beiden Jüngsten hatten alles mit angehört und beobachteten die wildeste Frau weiter, wobei Klette den Sohn der Hexe von Bogenhausen fragte „Und haust du ab?“ Zeitgleich betrachtete die Unerschrockene ihren Talisman und erinnerte sich an die Worte °„Als Zeichen meiner Liebe und Treue, möchte ich dir diese Barbiepuppen-Bein-Kreuz-Kette schenken”° ihres geliebten Slalomdribblers zurück, ehe sie ihre Halskette einsteckte. Nerv der dies beobachtet hatte, antwortete nun der Ex-Wölfin entschlossen „Nein, ich glaub ich versteck mich. Ich gehe ins Loch!“ und grinste dabei.

 

Als der Morgen dämmerte erwachte der wilde Kerle Anführer und bemerkte auch gleich dass einige seiner Mannschaftsmitglieder fehlten, weswegen er alarmiert „Maxi, wo sind die Anderen?” fragte. Sein Herz zog sich zusammen und eine Gänsehaut kroch über seinen gesamten Körper, als der Gefragte ihm mit „Weg, genauso wie du es gesagt hast!” antwortete. Während er sich gedanklich fragte *Ist Vanessa wirklich abgehauen?* richtete er sich etwas auf und hatte das Gefühl sein Herz würde stehen bleiben. Hinter ihm bestimmte der Tormann „Also worauf warten wir noch? Schlagen wir sie mit ihren eigenen Waffen!” und der Held scannte mit seinem Viewmaster die Fallen ihrer Gegner, wobei er berichtete „Tja, anders wird es nicht gehen. Ihr Strafraum ist mit Sprungwänden und Fangspießen gespickt. Da kommst du nur durch, wenn du fliegst!” Im selben Moment durchbrachen lautes Gejaule und Motorengeräusche die Stille, bevor die Silberlichten gegenüber auftauchten. Markus, Leon, Maxi und Raban gingen zu ihren Motocross-Maschinen und setzten sich darauf. Obwohl Jaromirs Frage „Ist das alles was von euch übrig geblieben ist, ihr wart doch mal acht?” tief in seine Seele traf, ließ der Slalomdribbler sich nichts anmerken und konterte grinsend „Und was ist mit euch? Ich hab gedacht es sollte losgehen, wenn die Sonne aufgeht. Habt ihr etwa verschlafen?” Dann allerdings traf ihn der Schock, weil sein Gegenüber triumphierend antwortete „Wir haben noch auf einen gewartet. Erkennst du ihn? Das war mal dein Bruder, Leon und er hat nur noch ein Ziel. Er will dich verlieren sehen!” und die Intuition in Silberlichtenkluft erschien. Als er Markus „Dieser Verräter!” zischen hörte, fluchte er gedanklich *Kacke verdammte, erst mein bester Freund und jetzt spielt auch noch mein eigener Bruder gegen mich! Nicht einmal Vanessa ist an meiner Seite und dabei liebe ich doch nur sie* und starrte wütend zu seinen Gegnern hinüber. Die ehemalige Nummer 10 wollte plötzlich von Horizon wissen „Darf ich ihm das Kreuz auf die Brust tätowieren?” worauf jene zu ihm blickte und ihn informierte „Er ist dein Bruder!” Bei dem verächtlichen „Das war er einmal!” Schnauben von Marlon, rann Leon ein eiskalter Schauer über den Rücken und er musste schlucken. Letztlich hatte die Sonne das Gummiband durchtrennt und der Fußball wurde dadurch in die Luft geschleudert, womit das Cross Country Spiel anfing. Zeitgleich rasten alle mit ihren Motorrädern los und verfolgten die Flugbahn des Balls, während die Nummer 13 der Kerle seine Mannschaft mit „Maxi und Raban ihr fahrt nach Links, Markus kommt mit mir!” dirigierte. Gerade als der jüngere Wessel das runde Leder „Ich hab ihn!” jubelnd an sich nehmen wollte, kam ihm der Ältere „Du hast ihn, vergiss es!” giftend zuvor und blieb mit erhobenem rechten Arm stehen.
 

Bruderkampf oder Bruderliebe?


 

Der ältere Wessel Sohn fing die Kugel mit einem Ballfangköcher den er an seinem rechten Unterarm trug auf und raste dann mit seinem Motorrad weiter, während der Jüngere seinen Freunden „Hinter ihm her!” befahl. Zeitgleich wendete der Blitzpasstorvorbereiter selbst seine Höllenmaschine, um seinem Bruder der „Ihr seid viel zu Langsam!” behauptete nach zu jagen und gab nebenbei die Anweisung „Maxi und Raban, ihr deckt Horizon!” Marlon hingegen rief siegessicher „Ihr habt keine Chance, du wirst Heute verlieren!” und bremste abrupt „Jaromir!” schreiend ab, bevor er den Fußball aus dem Köcher nach links außen donnerte. „Markus halt Jaromir auf, ich bleib bei Marlon!” bestimmte der Slalomdribbler letztlich und folgte der ehemaligen Nummer 10, wonach jener „Jaromir, spiel zu Horizon!” vor schlug. Der Gerufene gehorchte sofort und feuerte die Lederkugel in Richtung seiner Zielperson, weswegen der Unbezwingbare kommandierte „Raban, Maxi. Lasst sie nicht an den Ball!” Doch trotzdem konnte die Anführerin der Silberlichten den Fußball erwischen und drehte sich einmal im Kreis, um auf die gegnerische Seite zu gelangen. Als Raban dies sah brüllte er „Verflixt nochmal, Leon. Das Tor ist ganz frei!” und der Angeschriene bestimmte darauf „Markus ins Tor, ich kümmer mich um Horizon!” wobei der Held schließlich entsetzt „Nein, jetzt ist Marlon ganz frei” fest stellte. Diese Unachtsamkeit nutzte Horizon aus, um an ihren blonden Verehrer gewandt „Genau und der ist für dich!” zu rufen und den Fußball abzuschießen. Weil dem wilde Kerle Anführer das gar nicht gefiel, blieb er stehen und schnaubte wütend „Maxi, warum deckst du nicht Marlon?” Zuletzt Erwähnter sauste an seinem jüngeren Bruder vorbei und giftete ihn mit „Das war dein Fehler, Verräter!” an, bevor er den Ball mit dem Fangköcher einfing. „Markus, wo bleibst du?” schrie Leon nun aufgebracht, wonach der Gerufene „Ich bin ja schon da” zurück antwortete und in sein Tor sprintete. „Das wird dir nichts nützen!” spottete die Intuition weiter und steuerte direkt auf sein Ziel zu, bevor er triumphierend rief „Das wird das schönste Tor meines Lebens.” Auf die Vorschläge seiner Freunde ging Markus nicht ein, denn er wartete auf den richtigen Zeitpunkt und forderte dann erst „Aber jetzt könnt ihr kommen! Vanessa, Joschka raus aus dem Loch!”

 

Leon der ihren Name gehört hatte, bremste abrupt ab und starrte wie hypnotisiert auf den Erdboden vor dem wilde Kerle Fußballtor. *Nessie? Aber ich dachte sie wäre abgehauen* grübelte er überrascht, biss sich dabei auf die Unterlippe und spürte wie sich sein Herzschlag augenblicklich beschleunigte. Denn tatsächlich sausten aus einem der beiden Löcher zwei Motocross-Maschinenfahrer heraus und wirbelten dabei eine Menge Staub auf, womit sie der Intuition die Sicht nahmen. Auf den „Los, Marlon schieß! Mach das Ding rein!“ Befehl von seiner Angebeteten feuerte der Gerufene zielgenau auf das Tor seiner eigentlichen Mannschaft, doch der Unbezwingbare streckte sich in die richtige Torecke und faustete das runde Leder im letzten Moment weg. Mit „Das war Weltklasse, Markus!” lobte der wilde Kerle Mannschaftskapitän den besten Torwart der Welt und befahl danach seine Höllenmaschine startend „Maxi, nach Rechts!” wonach der Mann mit dem härtesten Schuss gehorchte. Die Albtraumpasskönigin hingegen sprang von ihrem Motorrad, schnappte sich den Ball und spielte ihn zu dem Torhüter zurück. Hinterher befahl sie jenem „Markus, schick Maxi! Er ist vorne rechts” nahm ihren Helm ab und bestimmte „Und jetzt spielen wir Fußball! Maxi, vergiss die Motorräder! Zu Fuß sind wir wendiger!” wonach Raban hinzu fügte „Und ihr anderen gebt Gas, wir greifen an!” Nervs Stiefbruder dribbelte mit dem Ball in Richtung Silberlichten-Tor, bis er von zwei Spielern seiner Gegner umzingelt wurde und deshalb auf Vanessas Befehl „Spiel zu Joschka und zeig ihm den härtesten Bumms!” zu Julis Bruder flankte. Jener rannte sofort los und hörte noch wie ihm sein Teamkapitän beim Überholen mit „Pass auf, sie kommen von vorne!” warnte, bevor auch er von den vermummten Herausforderern eingekesselt war. Trotzdem ließ sich Mr. Secret die Kugel nicht so leicht abnehmen und drehte sich mehrmals im Kreis, um seine Verfolger zu verwirren. Als der Slalomdribbler Mr. Top „Raban, gib Gummi! Er braucht deine Hilfe!” schreiend antrieb und der Gerufene „Ich bin doch schon da” zurück rief, hielt die Flugkopfballmeisterin ihn mit „Nein, spiel zu Leon der ist ganz frei!” zurück. Daraufhin gehorchte die siebte Kavallerie wandte sich um, holte mit dem Fuß aus und schoss zu der Nummer 13. Bei dem Klang ihrer Stimme und wie seinen Namen aussprach, wurde dem Erwähnten sogleich warm ums Herz. Also raste der Blitzpasstorvorbereiter um seine Herzensdame nicht zu enttäuschen, auf seinem Motorrad stehend der Kugel nach und sprang dann blitzschnell von seiner Höllenmaschine runter.

 

Aber noch bevor Leon den weißen Lederball erwischen konnte, tauchte die Intuition neben ihm auf und rempelte ihn im Vorbeifahren an. Dadurch stürzte er „Ahh” kreischend zur Seite, überschlug sich einmal und blickte sich dann orientierungslos um. Die anderen wilden Kerle beobachteten die beiden Brüder geschockt und Mr. Secret beschwerte sich „Das war ein Foul!“ wonach Marlon erläuterte „Das sind die Regeln, es ist alles erlaubt!“ Währenddessen blickte sich der Slalomdribbler Immer noch vollkommen verwirrt um, bis die Nummer 10 auf ihn zu lief und spottete „Das ist das zweite Mal, dass ich besser war als du!“ Daraufhin rappelte die Nummer 13 sich „Aber am Ende gewinnt immer nur einer!“ keifend auf und wollte ihn rammen, bevor er ihm hinterher sprintete. Der Ältere behauptete demnach zornig „Aber das bist dieses Mal nicht du! Gewöhn dich schon Mal ans Verlieren, Verräter!” und stieß Raban der seinen Mannschaftskapitän mit „Du bist hier der Verräter” verteidigte in den Dreck. Vanessa und Joschka hielten schlussendlich die Anführerin der Silberlichten mit ihrem ganzen Gewicht auf dem Erdboden gedrückt fest, ehe Maxi mit Eriks Bruder dasselbe tat. Joachims Söhne lieferten sich derweil ein Rennen, bis der Jüngere abrupt stoppte und deswegen Julis Bruder „Was machst du da, Leon?” brüllen hörte. „Willst du dass wir verlieren?” wollte eine entsetzte Königin des Albtraumpasses hingegen wissen und blickte ihrem geliebten Freund hinterher, worauf dieser seufzend antwortete „Ich hab schon verloren! Hörst du mich, Marlon?” Sogleich blieb der Gefragte stehen, wandte sich um und sah den Brünetten überrascht an. Jener gestand nun wahrheitsgemäß „Du bist besser als ich, aber nur weil ich ohne dich spiel und für dich gilt dasselbe. Verflixt nochmal! Spürst du das denn nicht? Marlon, du bist mein Bruder. Ohne dich hab ich alles verloren. Doch mit dir zusammen haben die keine Chance!” bevor er mit seinem Kopf auf Horizon deutete und entschlossen vorschlug „Und du kannst ihr endlich zeigen, dass du der Beste bist!” Als der Erwähnte zögerte, erinnerte Jaromir ihn wütend mit „Los, du willst ihm doch das Kreuz auf die Brust tätowieren!” wieder an das riesige Tattoo. Zum Glück entschied die Intuition sich aber letztendlich für seine Familie und warf das Leder seinem Bruder zu, welcher zufrieden bestimmte „Und jetzt schießen wir die Silberlichten direkt auf den Mond!” Dies war nun der Startschuss für den Schlusskampf, denn der Blitzpasstorvorbereiter kickte „Los Maxi, zeig was du kannst!” befehlend den Fußball rüber zu dem Mann mit dem härtesten Bumms der ihn gekonnt annahm.

 

Nachdem Jaromir aufgestanden war, kommandierte er die restlichen Silberlichten mit „Los, hinterher!” herum. Diese fuhren sofort in Maxis Richtung und der ehemalige Wolf schwang sich auf sein Motorrad, um ihnen zu helfen. Der wilde Kerle Anführer sprintete währenddessen los und befahl nebenbei „Und du Marlon bleibst stehen. Markus, Marlon braucht deine Hilfe!” wonach der Torwart zu seiner Motocross-Maschine rannte. Horizon erhob sich nun ebenfalls und drohte dem älteren Wessel Bruder „Dafür wirst du bezahlen!” worauf jener grinsend erläuterte „Aber nur wenn wir Heute verlieren.” Obwohl der Mann mit dem härtesten Bumms plötzlich von vier Motorrädern verfolgt wurde, erreichte er den Fußball als erstes und dribbelte damit so weit wie er konnte. Dabei spielte er die vermummten Gegner aber geschickt aus, bis er auf Vanessas Befehl „Maxi, Leon ist frei!” hin zu seinem Mannschaftskapitän ab gab und sie dann beide ihre Verfolger durch ihr ständiges Ballwechselspiel irritierten. Weil er nicht rechtzeitig mit seinem Motorrad wenden konnte, stürzte einer der Herausforderer und musste sich erst wieder aufrappeln. Dadurch gelang es dem Slalomdribbler den Ball wieder zu Nervs Stiefbruder zu schießen, um weiter zum Tor der Gegenspieler zu gelangen. Markus der von seinem Tor bis zur Mitte des Spielfeldes fahren musste, übergab Marlon im fliegenden Wechsel seine Höllenmaschine mit der Aufforderung „Denk dran, einer von uns muss fliegen!” und antwortete auf dessen „Wie bitte?” Frage mit „Ruf einfach nach Klette und Nerv!” Gleich darauf sauste die Intuition los und der Unbezwingbare rannte auf das Spielfeld zurück, bevor er sich wieder in seinem Tor platzierte. Eriks Bruder stieß einen Steinhaufen um und zog an einem Seil, um die Fangspieße auf zu stellen. Doch die wilden Kerle hatten damit gerechnet, weswegen die Intuition „Klette, Nerv wo steckt ihr?” rief und die beiden Gerufenen mit ihrem Kart „Na hier, wo denn sonst? Raah” schreiend aus dem zweiten Loch im Erdboden auftauchten. Schnell steuerte der Sohn der Hexe mit dem Kart welches ihre Geheimwaffe war, direkt auf den Hügel vor dem Tor der Silberlichten zu und klappte gemeinsam mit der Ex-Wölfin die angebaute Sprungchance auf. Leon der von Maxi den Fußball bekam katapultierte das weiße Leder mit einem mächtigen Bumms in den Himmel und schrie dabei seinem Bruder der über die Rampe sauste zu „Flieg, Marlon! Flieg!” Sofort hob der Erwähnte mit Vollgas ab, hielt sich nur noch am Lenker fest und schoss die geflankte Kugel mit einem Seitfallflugvolley aus zehn Metern Höhe auf das gegnerische Tor.

 

Alle Fußballspieler folgten mit weit aufgerissenen Augen gespannt der weiße Leder und hielten den Atem an, weil die Kugel direkt ins Tor donnerte. Obwohl der Silberlichtenkeeper in die richtige Richtung sprang, erreichte er das runde Leder nicht mehr und deshalb versank der Fußball im Netz. Die Nummer 10 flog über die Fangspieße drüber und landete sicher auf der anderen Seite, wo er auf einem Hügel zum stehen kam. Augenblicklich brachen die wilden Kerle in Jubelschreie aus, weswegen die Unerschrockene voller Begeisterung fragte „Habt ihr Marlon gesehen?” und der Mann mit dem härtesten Bumms der Welt antwortete „Ja, wir haben es geschafft!” „Es hat funktioniert!” rief der Slalomdribbler glücklich und rannte zu seinen Teamkameraden, Dann legten sie sich gegenseitig die Arme um den Nacken und hüpften vor Freude im Kreis herum. „Verflixt! Leon, was für ein Tor!” stellte der Held staunend fest und der Geflogene schrie „Wir haben sie besiegt!” bevor der Erwähnte hinterher triumphierte „Und wie wir das haben.” Freudestrahlend erinnerte Joschka seinen Anführer mit „Er ist geflogen, Leon!” daran dass Marlon gerade einen wahrhaftigen Stunt hingelegt hatte, wonach Raban hinzufügte „Und gelandet ist er auch!” und Vanessa vervollständigte „Und er hat es überlebt!” Der Angesprochene löste sich von seiner Mannschaft, schaute stolz zu dem Blondhaarigen und lobte diesen zufrieden mit „Das war fantastisch, Brüderchen!” Aber jener hatte nur Horizon im Blick und fragte diese grinsend „Und sind wir jetzt gut genug, dass du mit uns feierst?“ bis sein Lächeln erstarb. Denn die Silberlichten Anführerin antwortete ihm nicht, stattdessen machte sie auf dem Absatz kehrt und fuhr mit ihrem Team davon. Die Gewinner hingegen suchten alles zusammen was sie brauchten um ein Lagerfeuer zu entfachen und versammelten sich dann vor ihrem großen Fußballtor. Hinterher saßen die wilden Kerle alle gemeinsam in einem Kreis und warteten darauf dass ihr Essen endlich fertig wird, weil die Snack-Tüten auf Grillspießen über dem lodernden Feuer hingen.

 

Die Intuition betrachtete nachdenklich den weißen Herzstein zwischen seinen Fingern welchen er als Zahlungsmittel für die Motorräder hergegeben hatte und grübelte vor sich hin, denn dieser Talisman war etwas ganz Besonderes. Schließlich hatte der damals dreijährige Leon ihm diesen Glücksbringer geschenkt und Marlon hätte fast zugelassen dass seinem kleinen Bruder ein riesiges Verlierer, Verräter Kreuz auf die Brust tätowiert wurde. Er ignorierte jegliche Aufmunterungsversuche dass sie die Wölfe und Silberlichten besiegt hatten nur, weil Horizon einfach weg gefahren war. Er ärgerte sich darüber dass er für diese eigentlich Namenlose beinahe seine Freunde und seine Familie verraten hätte, nur weil er ihr geglaubt hatte. Aber die beiden Erfinder allerdings versuchten es weiter und präsentierten ihre Überraschungs-Snack-Tüten an, bevor sie sich zwei davon nahmen. „Du musst einfach die Tüte aufreißen” begann Joschka zu erklären und sagte dann am Inhalt riechend „Mhh, ich hab Spinatknödel mit Tomatensauce!” und Raban schwärmte von „Und ich hab Rosenkohlbällchen in Heringsaspik!” Weil die restlichen wilden Kerle und auch Mädels ihr Gesicht verzogen, meinte Mr. Top entschuldigend „Hey, das sollte ein Witz sein!” wonach plötzlich ein „Und der war gar nicht mal so schlecht” erklang. Sofort blickten alle auf und erkannten die Anführerin der Silberlichten, bis diese an Leons Bruder gewandt fragte „Können wir reden, ich meine alleine?” Der Blondhaarige stand demnach auf und stampfte an ihr vorbei, während die Anderen ihm nur mitleidig hinterher schauten. Ihr eigener Anführer schlug letztlich vor dass sie nach dem Essen das Lager abbauen und ihre Sachen zusammen packen sollten, damit sie endlich nach Hause fahren konnten. Nerv und Klette waren aber zu neugierig, weswegen die beiden jüngsten sich heimlich weg schlichen. Sie krochen auf einen Hügel, versteckten sich darauf und beobachten die Älteren. Denn Horizon nahm gerade ihren Turban ab und erklärte ihrem Gegenüber „Du hast es geschafft. Du hast geschafft, was bisher noch niemand geschafft hat. Du hast mich besiegt. Du bist der Beste, Marlon. Du hast dich gegen die Rache und für die Liebe entschieden” bevor sie unsicher fragte „Oder irre ich mich?” Statt einer Antwort umarmte der Gefragte sie, bevor er seine Geliebte küsste und diese ihn ebenfalls umarmte. Ihre Beobachter zogen sich demnach schnell zurück und die ehemalige Wölfin wollte nun vom Sohn der Hexe wissen ob sie mit ihm kommen darf, wovon jener aber nicht wirklich begeistert war.
 

Verräterische Herzen


 

Um ihrem Kameraden weiszumachen dass sie kein Mädchen sei, pinkelte die Ex-Wölfin vor ihm im Stehen und schlug auf dessen Andeutung „Das ist kein Beweis, das kann selbst Vanessa!” vor „Na dann musst du wohl nachgucken!” Auf die empörte Ablehnung „Ich denke gar nicht daran” vom Sohn der Hexe, stichelte das Mädchen grinsend „Ha, du hast aber keine Wahl” und fragte letztlich amüsiert in Richtung der Knutschenden nickend „Oder willst du dass ich es so mache wie die?” Sobald sie sich kurz danach allerdings umdrehten waren die Älteren nicht mehr da, weswegen Maxis Stiefbruder „Apokalyptische Liebesblindschleiche!” fluchte und nach den Verschwundenen rief. Weil die beiden Vermissten allerdings nicht auftauchten, liefen die kleinen Spione schleunigst zum Lagerplatz zurück und informierten den Rest ihrer Mannschaftskollegen mit „Leon, Maxi, Vanessa! Marlon ist weg.” Dabei fiel ihnen sofort auf dass ihre Freunde fast alle schon startklar auf ihren Höllenmaschinen saßen und nur noch auf sie warteten, damit sie endlich aufbrechen können. Deshalb bauten die Jüngsten rasch ihr Zelt ab, verstauten alles auf ihrem Kart und gesellten sich hinterher zu ihrer zweiten Familie. Leon stand letztlich als Einziger noch neben seinem Motorrad, hatte den Helm unter seinem rechten Arm eingeklemmt und hielt Ausschau nach seinem Bruder. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit die sie schon vor dem riesigen Fußballtor standen, stellte Nerv mitleidig fest „Sie hat ihn doch nicht gefragt, ob sie mitkommen darf!” und Klette die hinter ihm auf dem Kart saß fragte betrübt „Meinst du, er ist mit ihr gegangen?” Obwohl die Sonne kurz davor war unterzugehen und die Dämmerung bald einsetzten wollte, warteten alle wilden Kerle Mitglieder auf das Startsignal ihres Anführers. Doch außer dem Wind welcher über die Steppe hinwegfegte, traute sich niemand irgendein Sterbenswörtchen zu sagen und deshalb schwiegen sie einfach.

 

Schlussendlich fasste Vanessa sich ein Herz und fragte trotz ihrem Gefühlschaos bedrückt „Leon?” wonach der Erwähnte kurzzeitig zu ihr nach hinten schaute. Dabei trafen sich ihre sehnsüchtigen Blicke und die beiden Verliebten spürten wie sich Wärme in ihren Körpern ausbreitete, bis der Blitzpasstorvorbereiter sich gekränkt von seiner über alles geliebten Albtraumpasskönigin wieder abwandte. Letztlich riss der Slalomdribbler niedergeschlagen seinen Blick vom Horizont und verkündete schweren Herzens „Wir fahren!” bevor er sich auf seine Motocross-Maschine schwingen wollte. Aber genau in diesem Moment knatterte hinter ihnen ein Motorrad und gleich danach erschien Marlon sich ,,Das wurde aber auch Zeit! Ich hab schon gedacht, ich muss für immer hier bleiben” beschwerend neben seinem jüngeren Bruder, während dieser nun sichtbar zufrieden lächeln musste. ,,Und was ist mit Horizon?” wollte die ehemalige Wölfin plötzlich wissen, worauf die Intuition ihr grinsend ,,Ja, die kommt auch mit!” antwortete und die Silberlichten Anführerin gleich danach tatsächlich auftauchte. Nerv rief daraufhin schließlich überzeugt ,,Genauso wie Klette” und die Erwähnte begann ihm die Hand hin streckend ,,Alles ist gut!” zu sprechen, worauf er mit ,,Solange du Wild bist!” bei ihr einschlug. Genau diese Reaktion weckte in dem damaligen Mädchenhasser Nummer 1 Erinnerungen und sofort musste er daran zurück denken °Sie standen damals im Teufelstopf vor Gonzo Gonzales und hatten gerade den Vertrag fertig vorgelesen, während ihre Freunde den blassen Vampir auslachten. Schlussendlich meinte Vanessa grinsend „Alles ist gut” und hielt dem Mannschaftskapitän ihre Hand hin, wonach dieser einschlagend erwiderte „Ja, aber nur solange du wild bist.” Dann trat Leon näher auf die Königin des Albtraumpasses zu und fragte sie unsicher „Das bist du doch oder?” worauf sie ihn kurz küsste. Obwohl er damit ziemlich überfordert war, presste er hinterher seine Lippen auf ihre und schloss dabei seine Augen° bis er in die Gegenwart zurück gelangte. Denn die Realität sah nicht so rosig aus, weil der Brünette immer noch nicht wusste ob seine Geliebte ihm jemals verzeihen und ihm glauben würde dass er nichts mit Horizon hatte. Während der Blitzpasstorvorbereiter an seine honigblonde Freundin die direkt hinter ihm stand dachte und dabei entschlossen festlegte ,,Und so soll es auch bleiben!” durchfuhr ein heftiger Stich sein ohnehin schon ziemlich angeschlagenes Herz.

 

Trotzdem ließ er sich dies nicht anmerken und grinste stattdessen seinen Bruder an, bevor auch er seinen Helm aufsetzte. Hinterher rief er ungeduldig ,,Worauf warten wir noch?” startete seine nachtschwarze Höllenmaschine und gab Gas. Seine Teamkollegen und Kolleginnen taten es ihm sofort gleich, da sie so schnell wie möglich aus dieser Steppe verschwinden wollten. Dabei sausten sie über Hügel und kämpften sich dann aber weil es allmählich dunkel wurde langsamer durch den dichten Nebel, um keinen darin zu verlieren. Ansonsten verlief die Fahrt schweigend, denn bis auf das Rascheln der Blätter an den Bäumen und die röhrenden Motocross-Maschinen hörte man nichts. Wenig später erklang dann doch der besorgte „Jungs und Mädels, seid ihr alle noch da?” Ruf des Mannschaftskapitäns, wonach kurz darauf im Chor ein vielstimmiges „Ja” durch die Nebelwand hallte. Weil er sich aber nicht hundert prozentig sicher war, zählte er jeden einzelnen mit Namen auf und seufzte erleichtert als er zuletzt die Aufforderung „Es dauert nicht mehr lange dann müssten wir die Festung der Wölfe sehen, also bleibt alle zusammen und drosselt das Tempo!” seiner Geliebten neben sich vernahm. Sobald sie Ragnarök erreicht hatten, bestimmte der wilde Kerle Anführer dass sie dort übernachten und am nächsten Tag Heim fahren werden. Da Leon nach dem Abendbrot alleine Wache halten wollte und die Leiter zum Eingangstor hoch kletterte, gingen seine restlichen Teammitglieder schlafen. Er brauchte nämlich Zeit für sich denn er fühlte sich verunsichert und wusste nicht ob Vanessa ihm überhaupt verziehen hatte, da sie seit sie bei den Silberlichten aufgebrochen waren kein Wort mehr miteinander gesprochen hatten. „Kacke verdammte, ich habe es wieder verbockt und nur weil ich nicht noch einmal kneifen wollte” seufzte er niedergeschlagen und schloss seine Augen, als er merkte wie eine Träne über seine linke Wange kullerte.

 

Sobald er anschließend in den Sternenhimmel blickte, huschte eine weitere Erinnerung in sein Gedächtnis und brachte ihn dazu an die für ihn bisher romantischste Nacht in seinem Leben zurück zu denken. °Es geschah auf der Hochzeit von Nervs Mutter und Maxis Vater zu der außer Fabi alle jetzigen wilden Kerle gezwungenermaßen erscheinen mussten, da ihre Eltern sowie auch Oma Schrecklich eingeladen worden waren. Das endlich wiedervereinte Traumpaar tanzte dort eng umschlungen zur Musik, bis es ihnen allerdings bei der Feier zu langweilig wurde und die Flugkopfballmeisterin ihre Arme um den Nacken ihres geliebten Mannschaftskapitäns warf. Dann krallte sie ihre Finger in seine braune Lockenpracht, zog seinen Kopf zu sich runter und küsste ihn dabei voller Wildheit. Augenblicklich begann ein heißes Zungenduell zwischen ihnen, weswegen der damalige Mädchenhasser Nummer 1 seine Handflächen auf der Hüfte seiner unerschrockenen Albtraumpasskönigin platzierte und sie damit immer besitzergreifender an sich presste. Weil sie den Kuss schließlich wegen Sauerstoffmangel beenden mussten, hauchte der Fallrückziehermeister seiner Herzensdame verführerisch „Nessie, lass uns von hier verschwinden!” ins Ohr und beantwortete deren „Warum denn, Leon?” Frage belustigt mit „Weil es langweilig ist und ich etwas frische Luft brauche. Es sei denn du willst Mr. Hausarrest und Mrs. Fußballverbot weiter beim abknutschen zu gucken.” „Nicht wirklich!” gab die Angesprochene sich demnach lachend geschlagen und trat zurück, ehe der Slalomdribbler flüsternd vor schlug „Na, dann los hauen wir ab! Das merkt bei den vielen Leuten sowieso keiner.” Nachdem sie sich händchenhaltend aus dem Raum geschlichen hatten, rannten sie aus dem Haus und schlenderten die Straße entlang. Kurz verschnaufend wollte die Unerschrockene plötzlich wissen „Leon, wo wollen wir eigentlich hin?” weswegen der Gefragte ihr schulterzuckend antwortete „Wir finden schon einen Platz wo uns keiner sehen kann” und dann unsicher fragte „Du vertraust mir doch oder, Vanessa?” Die Gefragte versicherte ihm daraufhin „Natürlich, tue ich das” küsste ihn kurz auf die rechte Wange und folgte ihm schweigend in den Finsterwald hinein. Als sie vor einem glasklaren See stehen blieben, stellte Vanessa fasziniert fest „Wow, es ist wunderschön und die Sterne funkeln am Himmel wie ein Meer aus Diamanten. Sie spiegeln sich sogar im Wasser und dort hinten schwirren Glühwürmchen herum, es ist wirklich traumhaft. Du hattest Recht, das ist viel interessanter und romantischer als einem älteren Brautpaar beim knutschen zu zu schauen” und Leon erwiderte lachend „Sagte ich dir doch!”

 

Nach einiger Zeit des Schweigens, fragte der Meister des Fallrückziehers „Wie wäre es mit Schwimmen?” und beobachtete amüsiert wie eine Gänsehaut über ihre freigelegte Haut kroch. „Ich habe aber gar keinen Badeanzug dabei und es viel zu kalt zum schwimmen, wir erkälten uns doch nur!” antwortete die junge Fußballerin darauf unsicher, bevor sie nervös erläuterte „Außerdem möchte ich nicht das mein Kleid dreckig und nass wird, denn es ist ein Andenken von meiner Mutter!” und ihre Arme vor der Brust verschränkte. Das Grinsen im Gesicht ihres Freundes wurde breiter, während er „Na und ich hab auch nichts dabei. Dann zieh es aus und lege es auf meine Klamotten! Wer braucht schon Badesachen? Und mit der Zeit wird es im Wasser bestimmt warm werden” vor schlug und anfing sich bis auf seine schwarze Unterhose auszuziehen. Sobald er halbnackt vor ihr stand, bot er ihr an „Nimm mein T-Shirt!” und sprang dann kopfüber ins eiskalte Wasser. Nachdem der Brünette plötzlich verschwunden war, schrie die Unerschrockene besorgt „Leon!” und kurz danach streckte der Gerufene „Komm rein, das Wasser ist herrlich!” befehlend seinen Kopf heraus. Die Honigblonde seufzte schließlich nachgebend „Ein bisschen Privatsphäre, bitte!” wonach der junge Fußballer sich brav von ihr ab wandte und sie sich umziehen konnte. Erst als er sie „Okay, du kannst dich wieder umdrehen!” rufen hörte, gehorchte er sofort und stellte staunend fest „Mein T-Shirt steht dir viel besser als mir und dabei sahst du in deinem rubinroten Kleid schon umwerfend aus, obwohl ich dich auch gerne in Unterwäsche betrachtet hätte.” Vanessa sah demnach an sich runter, wobei sie bemerkte dass sein T-Shirt ihr bis zur Mitte ihrer Oberschenkel reichte und dadurch wie ein schwarzes Kleid aussah. Leon ließ derweil seinen Blick weiter über ihren Körper wandern und gab errötend zu „Du siehst verdammt heiß aus, Nessie!” ehe er seine „Schleimer!” kichernde Herzensdame zu sich ins kühle Nass holte. Weil der wildesten Frau am Anfang noch kalt war, kuschelte sie sich enger an ihren Blitzpasstorvorbereiter und küsste ihn verlangend. Zum Glück wurde ihnen mit der Zeit tatsächlich wärmer und deshalb schwammen sie um die Wette oder ließen sich einfach im Wasser treiben, bis es irgendwann dunkel wurde. Hinterher lagen sie dicht aneinander gedrängt im Gras und blickten in den sternenbedeckten Himmel, bevor sie sich eine Stunde später auf den Rückweg begaben.° Aber leider war dies längst Vergangenheit, da zwischen ihnen immer noch Eiszeit herrschte und Leon sich nach Vanessas Unterstellung er hätte etwas mit Horizon gehabt nicht mehr traute noch einmal mit ihr zu reden.

 

*Kacke verdammte, warum muss nur plötzlich alles so verflixt kompliziert sein?* fluchte der wildeste unter Tausenden gedanklich und strich sich anschließend „Ich liebe doch nur Nessie! Aber wieso glaubt sie mir denn nicht dass ich gegangen bin und Horizon alleine im See stehen gelassen habe?” seufzend mit seinen Fingerspitzen durch seine braune Lockenpracht, bis er auf einmal ein Knacken hinter sich vernahm. Nur wenige Minuten danach spürte er zwei Arme die sich um seinen Bauch wickelten und einen Körper der sich an seinen Rücken schmiegte, während ein „Ich liebe dich doch auch und es tut mir wirklich leid dass ich dir nicht geglaubt habe!” in seine Ohren drang. Als der wilde Kerle Anführer aber nichts dazu sagte, versuchte die Person hinter ihm ihn schließlich mit „Maxi hatte Recht gehabt, Ragnarök ist im Nebel verschwunden. Ich hätte nämlich beinahe die Holzleiter übersehen!” zum Reden zu bringen und bat anschließend „Leon, bitte verzeih mir!” Der Erwähnte senkte daraufhin sein Haupt, biss sich auf die Unterlippe und fragte letztlich zornig „Wieso hattest du beim Schleimbeutel-Pendel-Slalom-Parkour freiwillig verloren, Vanessa?” „Freya hatte zu mir gesagt dass ich lieber verlieren soll, wenn ich dich behalten will und weil ich eifersüchtig auf Horizon war” gestand die Gefragte ihrem Slalomdribbler wahrheitsgemäß und löste sich abrupt von ihm, als jener spöttisch „Nur wegen Eifersucht? Dazu hattest du aber keinen Grund gehabt!” schnaufte. Nun wurde auch die Unerschrockene wütend und zischte leise „Ist das so, ja? Du warst schließlich sauer auf mich gewesen und bist ihr hinterher gefahren, nur weil ich absichtlich verloren hatte!” wonach der Meister des Fallrückziehers sich „Wie oft denn noch? Ich bin meinen Bruder hinterher gefahren, um ihm dabei zu helfen Horizon und ihre Mannschaft zu besiegen!” knurrend blitzartig zu seiner Herzensdame um wandte. Jene wich dadurch erschrocken zurück, ließ ihre Schultern sinken und fluchte „Shitte nochmal, so kann es doch nicht weiter gehen. Wir streiten uns ständig un…” Allerdings unterbrach Leon sie mittendrin „Aber nur weil du mir nicht vertraust, sonst hättest du nicht extra verloren!” und Vanessa konterte verständnislos „Du hattest es aber nicht abgestritten, als Klette meinte dass du dich in Horizon verknallt hättest” ehe sie dann seufzend hinzufügte „Vielleicht ist es besser, wenn wir uns trennen!” Wegen dieser Erläuterung trat der damalige Mädchenhasser näher auf seine Freundin zu und wisperte mit wässrigen Augen „Das kannst du doch nicht wirklich wollen, Vanessa!” bis sich ihre Nasenspitzen fast berührten. Letztlich standen sich die Verliebten also wieder gegenüber und starrten sich nun tief in die Augen, wobei ihre Herzen im selben Rhythmus pochten. Während ihre Atmung immer hektischer wurde, schienen jegliche Geräusche und auch das vorherige Vogelgezwitscher verstummt zu sein.
 

Nachtwache halten zu zweit?


 

Als der Blitzpasstorvorbereiter seine Hände zu Fäusten ballte und knurrte „Oder ist es wegen Maxi, liebst du ihn etwa?” bekam die Unerschrockene es tatsächlich mit der Angst zu tun. Deshalb wich sie unwillkürlich jeden Zentimeter den ihr Gegenüber sofort aufrückte nach hinten, bis die Königin des Albtraumpasses an etwas hartes stieß und es keine Fluchtmöglichkeit gab. Trotzdem antwortete sie gereizt „Wie kommst du denn jetzt auf Maxi? Das hat überhaupt nichts mit ihm zu tun!” wonach Leon spottete „Oh, natürlich nicht. Glaubst du etwa dass ich nicht mit gekriegt habe wie ihr euch damals vor der Werkstatt angesehen habt?” und Vanessa zurück fauchte „Er ist nur mein bester Freund und mehr nicht, das weiß er auch!” „Wieso sollte ich dir das glauben? Du wirfst mir doch auch vor dass ich etwas von Horizon wollte, obwohl die nur meinen Bruder und dich gegen mich aufgehetzt hatte. Kacke verdammte, zwischen ihr und mir war nie etwas gewesen!” schnaubte der wildeste unter Tausenden darauf verärgert und ließ dann seine Schultern hängen, weswegen die Flugkopfballmeisterin ihm letztendlich ruhiger gestand „Leon, ich wollte dich niemals verletzen!” Jedoch schlug der Erwähnte nun mit seinen zitternden Fäusten neben ihr auf das Geländer und hauchte wütend „Das hast du aber getan, weil du mir nicht vertraust und völlig unbegründet mit mir Schluss machen willst!” ehe er seine Herzensdame begierig küsste. Jene verkrallte sich sofort in seinem Haarschopf und fluchte in den Kuss hinein „Shitte, Leon!” sobald der Meister des Fallrückziehers sie fester an sich presste. Nachdem sie ihre Lippen voneinander gelöst hatten, raunte der beinahe atemlose Slalomdribbler „Ich wäre bescheuert, wenn ich dich für Horizon verlassen würde!” Daraufhin erkundigte sich das wildeste Mädchen überrascht und nicht weniger außer Atem mit „Wie meinst du das, Herr Anführer?” weshalb der Gefragte ihr beichtete „Sie mag vielleicht besser sein als du, aber sie lässt mein Herz nicht in Flammen aufgehen und ich spüre auch dieses Feuerwerk in meinem Körper nicht. Denn all diese Gefühle löst nur eine ganz besondere Frau in mir aus und die steht mir gerade direkt gegenüber, Nessie. Ich liebe dich und ich würde lieber sterben, als ohne dich weiter zu leben!”

 

Jene Worte trafen Vanessa zu tiefst, sodass Tränen aus ihren rehbraunen Augen kullerten und ihre Wangen durchnässten. Weil sie aber nicht wusste was sie darauf erwidern sollte, schwieg die Unerschrockene und warf stattdessen ihre Arme um ihren Geliebten. Hinterher verschränkte sie ihre Finger in seinem Nacken, drückte seinen Kopf zu sich runter und küsste nun von sich aus den damaligen Mädchenhasser Nummer 1 auf den Mund. Während jener in den wilden Dauerbrenner „Vanessa, du bist mein Leben und das ist mein voller Ernst!” hauchte, spürte die Angesprochene warme Handflächen auf ihren Wangen und zwei Daumen die sachte ihre Tränenspuren fort wischten. Eine ganze Weile standen die Zwei eng umschlungen über dem Eingangstor und verloren sich in den braunen Augen ihres Gegenübers, bis der Slalomdribbler die innige Umarmung auflöste. Denn rasch breitete er eine große Decke auf dem Bretterboden aus und entledigte sich seiner nachtschwarzen Motorradjacke, um letztere mit der belustigten Feststellung „War wohl keine so gute Idee in der Nacht ohne Jacke raus zu gehen?” über die Schultern seiner zitternden Herzensdame zu legen. Allerdings grinste die Meisterin des Flugkopfballs nur unschuldig, ehe sie frech gluckste „Warum denn nicht, Leon? Meine Wärmequelle ist doch hier bei mir!” und flugs in das große Kleidungsstück schlüpfte. Daraufhin schüttelte der Gefragte Augen verdrehend sein Haupt und ließ sich auf den Hosenboden fallen, wonach die Albtraumpasskönigin es ihm gleich tat. Wenige Sekunden danach legte der Blitzpasstorvorbereiter sich auf den Rücken, verschränkte beide Hände unter seinem Hinterkopf und blickte schweigend in den Himmel. Als er merkte wie seine Geliebte sich dicht an ihn kuschelte, lächelte er und platzierte seine linke Hand auf ihren rechten Pobacken. „Sollten wir nicht eigentlich Nachtwache halten?” seufzte er nach einiger Zeit des Schweigens und seine Angebetete antwortete frech „Ich weiß nicht, sollten wir?” ehe sie ihm „Ich wüsste da etwas viel besseres, als dort oben zu stehen und Ausschau zu halten!” ins Ohr flüsterte. In jenem Moment breitete sich Wärme in dem männlichen Körper aus und das Blut veranstaltete in einer interessanteren Region eine Party, weswegen Leon sich nervös erkundigte „Ach ja und was genau wäre das?” Hinterher grinste er aber gespielt und zwirbelte eine ihrer honigblonden Haarsträhnen um seinen rechten Ringfinger, bis er „Nessie, verflixt!” fauchend zusammen zuckte. Denn die Erwähnte hatte ihre rechte Hand unter sein T-Shirt geschmuggelt, glitt damit zärtlich über seinen Oberkörper und verursachte dadurch eine Gänsehaut. Sobald sie sah wie sich die dünnen Härchen auf den nackten Armen ihres Geliebten aufstellten, grinste die Unerschrockene und raunte amüsiert „Ist dir etwa kalt, Leon?”

 

Kurzerhand beförderte der Gefragte seine Herzensdame „Nein, aber deine Hände sind eisig!” bibbernd auf den Rücken und öffnete ihre oder eher seine Jacke, bevor er ihren Bauch unter dem schwarzen Top zu streicheln begann. „Deswegen meinte ich doch dass du meine Wärmequelle bist!” kicherte die Königin des Albtraumpasses und verkrallte sich dabei in den braunen Lockenschopf, ehe sie ihren Liebsten daran zu sich hinab zog. Dann küsste sie ihn und rieb ihr Unterleib neckend an seinem, wodurch der junge Fußballer „Kacke verdammte, Frierkätzchen! Weißt du eigentlich, was du damit anrichtest?” in den Kuss hinein stöhnte. Mit einem schadenfrohen „Was denn, Herr Anführer? Ich mache doch überhaupt nichts” Grinsen schubste die wildeste Frau ihn von sich runter, schwang ihr linkes Bein auf die gegenüber liegende Seite und thronte hinterher kniend auf dem Schoß ihres Freundes. Dann stützte sie sich mit ihren Handflächen auf seiner Brust ab, blickte in seine schokoladenbraunen Augen und leckte sich verführerisch über ihre kirschroten Lippen. Auf die belustigte Feststellung „Du bist wirklich ein kleines Seeungeheuer, Nessie!” giftete die Erwähnte „Wie bitte? Nimm das sofort zurück!” und der wilde Kerl unter ihr gluckste nur „Warum sollte ich, wenn es doch der Wahrheit entspricht?” Obwohl die Meisterin des Flugkopfballs bedrohlich „Leon!” zischte und ihre Augen verengte, bestätigte der Erwähnte lediglich kichernd „Ja, so heiße ich. Mein kleines Monsterchen von Loch Ness!” Aber gleich danach quietschte der Untenliegende „Autsch!” und schnaufte mit schmerzverzerrtem Gesicht „Na warte, das gibt Rache!” weil seine Freundin ihn zur Strafe in seine rechte Brustwarze gezwickt hatte. Doch bevor er sich weiter beschweren konnte, lag eine Handfläche über seinem Mund und er hörte seine Geliebte ihn „Nicht so laut, Quietscheentchen sonst weckst du die Anderen noch auf!” tadelnd kichern. Sobald Vanessa sah wie ihr wilder Anführer seine Wangen auf blies, zog sie ihre Hand zurück und erstickte seine „Wie hast du mich gera…” Schimpftirade mit ihren Lippen. Das „...de genannt?” Nuscheln ignorierte sie gekonnt und schloss genau wie Leon genießerisch ihre Augen, ehe sie sich mit ungezähmter Wildheit küssten.

 

Während sie ihren sanften Dauerbrenner in einen wilden Zungenkuss verwandelten, grübelte die junge Fußballerin gedanklich *Leon ist mir treu geblieben und hat bewiesen dass er nur seinem Bruder helfen wollte, shitte nochmal! Wieso konnte ich ihm nicht einfach vertrauen? Es wäre fast so weit gewesen, dann hätte Horizon unsere Beziehung zerstört und unsere Mannschaft auseinander gerissen. Genau wie bei Freya und Erik, aber die hatten nicht so viel Glück wie wir* und der brünette Mannschaftskapitän fluchte gedanklich *Kacke verdammte! Es ist schon viel zu lange her, als wir uns das letzte Mal geküsst und berührt hatten. Wäre ich doch nur bei Nessie geblieben, aber ich konnte doch Marlon nicht im Stich lassen und es ist mir auch nicht leicht gefallen. Schließlich sollte ich mich zwischen der Frau die ich über alles liebe und meinem Bruder entscheiden, das war wirklich die bisher schwierigste Entscheidung in meinem Leben gewesen.* Dabei schlang er seine Arme um ihren Rücken, drückte sie weiter zu sich runter und murmelte in den Kuss „Ich liebe und brauche dich, Nessie!” Augenblicklich durchlief ein Kribbeln ihre Körper und ihre Herzen schlugen im Einklang, bis sich das Pärchen nach Luft ringend trennen musste. Langsam richtete die Unerschrockene sich auf, strich ihre honigblonden Haare zurück und stützte sich erneut auf der muskulösen Brust unter ihr ab. „Honey, ich liebe dich und du hast mich seit unserer ersten Begegnung verzaubert!” raunte der damalige Mädchenhasser, wonach die Flugkopfballmeisterin gluckste „Pass auf dass du nicht auf deiner Schleimspur ausrutscht, Herr Anführer!” Sogleich zog der Erwähnte beleidigt einen Flunsch, wobei er eingeschnappt bestimmte „Wir sollten mal unsere Ablösung wecken!” und auf die Frage „Warum, Leon?” mit „Weil ich dir noch etwas zeigen möchte!” antwortete. Nachdem Vanessa verwirrt „Mitten in der Nacht?” wissen wollte, stellte Leon ihr die Gegenfrage „Ja, vertraust du mir etwa nicht?” und erhielt als Antwort zurück „Doch, aber es ist schon viel zu dunkel.” Der Slalomdribbler neckte sie deshalb „Frau Butz, haben sie etwa Angst?” und versprach ihr sobald sie ihm mit „Nein, Herr Wessel-Masannek” geantwortet hatte „Das brauchst du auch nicht haben, denn ich werde dich beschützen!” Schlussendlich gab sich die Königin des Albtraumpasses mit „Wenn du das sagst!” geschlagen, stand auf und half ihrem Blitzpasstorvorbereiter nun ebenfalls hoch.

 

Händchenhaltend schlenderten die Beiden schließlich ins Lager und weckten ihre Ablösung chorartig mit „Maxi und Markus aufstehen, ihr seid jetzt dran mit Wache halten!” wogegen zuerst Erwähnter verschlafen „Oh, schon?” gähnte. Auf diese Frage erklang der Befehl „Ja und jetzt raus aus den Federn!” des wilde Kerle Anführers und die gespielte „Genau, sonst hol ich einen Eimer Wasser und schütte ihn euch über die Köpfe!” Drohung dessen fester Freundin, wonach sich der blonde Torwart abwehrend mit „Wow, wir stehen ja schon auf!” geschlagen gab. Sobald die Vier das Quartier verlassen hatten, riefen die beiden Geweckten „Gute Nacht, ihr zwei Turteltauben!” und Nervs Stiefbruder fragte verwirrt „Hey, wo wollt ihr denn noch so spät hin?” Denn ihr Anführerpaar schwang sich auf Leons Höllenmaschine, wonach der Kapitän „Ich will Nessie nur etwas zeigen, spätestens Morgenfrüh zum Frühstück sind wir wieder zurück!” antwortete und den Motor startete. Als der Unbezwingbare letztlich ungläubig „Was ist das dein Ernst, Leon?” rief, war der damalige Mädchenhasser Nummer 1 schon mit seiner Traumfrau auf dem Gepäckträger aus der Festung gesaust und eine Staubwolke hinterlassend im Wald verschwunden. Vor dem Mondwaldsee stoppte der wilde Kerle Anführer sein Motorrad und ließ zu erst seine Geliebte vom Gepäckträger runter, bevor auch er von seiner Maschine abstieg. Anschließend reichte er ihr „Wie wäre es mit Schwimmen gehen?” lächelnd seine Hand, worauf die Königin des Albtraumpasses ihre eigene hinein legte und „Gerne” erwiderte, bevor sie letztlich händchenhaltend zum Wasser spazierten. Weil Leon sich nervös erkundigte „Magst du mein T-Shirt haben und soll ich mich wieder umdrehen, Nessie?” schüttelte die Gefragte nur ihren Kopf und begann sich bis auf ihre schwarze Unterwäsche auszuziehen. „Hey, Anführer! Bist du etwa festgefroren?” rief die Königin des Albtraumpasses ihrem vor Überraschung erstarrten Freund belustigt zu und neckte ihn anschließend mit „Mund zu, Leon! Außer du willst Glühwürmchen fangen, damit du in der Nacht leuchtest” ehe sie ins kühle Nass sprang.

 

Wenige Sekunden danach tauchte sie prustend wieder auf, strich sich ihre honigblonden Haare aus dem Gesicht und musterte hinterher den sich nun bis zur schwarzen Boxershorts blitzschnell aus ziehenden Fallrückziehermeister. Kurz danach vernahm sie das Platschen von Wasser und sah wie ihr Geliebter direkt vor ihr untertauchte, bis sich plötzlich zwei starke Arme um ihren halbnackten Körper schlangen. Bei dieser Berührung wurde Vanessa augenblicklich heiß und sie konnte seinen warmen Atem auf ihrer Haut fühlen, weil Leon inzwischen hinter ihr stand. Ihr Herzschlag verdoppelte sich, als feuchte Küsse in ihrem Nacken und auf ihren Schulterblättern verteilt wurden. Dabei platzierte die Unerschrockene ihre Hände besitzergreifend auf seinen und warf ihren Kopf in den Nacken, wonach nur einen Atemzug später weiche Lippen mit ihren kollidierten. Nach dem Kuss drehte der Slalomdribbler seine Herzensdame zu sich herum, blickte ganz tief in ihre rehbraunen Augen und gestand ihr letztlich „Vanessa, du bist alles was ich brauche und ich würde mein Leben geben um dich zu beschützen!” Statt etwas darauf zu erwidern, stellte die Angesprochene sich auf Zehenspitzen und küsste ihren Gegenüber verlangend. Erst als sie den wilden Kuss wegen Sauerstoffmangel abbrechen mussten, erwiderte die Albtraumpasskönigin beinahe atemlos „Und ich liebe dich mehr als alles Andere auf der Welt, Mister Mädchenhasser” und platzierte ihre Hände an seiner Hüfte. Als sie spürte wie große Handflächen ihre Pobacken umschlossen und sie wenig später hoch gehoben wurde, schlang sie ihre Beine um seine Taille. Hinterher beschwerte die Unerschrockene sich „Aber du solltest echt mal aufhören zu wachsen, Leon!” worauf der Erwähnte sie „Warum?” fragte und als Antwort „Weil du viel zu groß bist und ich mich ständig auf Zehenspitzen stellen muss, um dich Riese zu küssen!” zurück bekam. Daraufhin stellte ihr Gegenüber fest „Vielleicht bist du auch einfach zu winzig und falls du es vergessen hast früher war ich kleiner als du, also iss mal ein paar Fruchtzwerge! Aber pass auf dass du nicht zu groß wirst sonst kannst du keine Klamotten mehr von mir anziehen, Nessie!” und die Angesprochene konterte „Hm, ich denke dann musst du welche von mir anziehen! Ein Kleid oder ein Rock würden dir bestimmt gut stehen, findest du nicht?” wonach der wilde Kerl sofort protestierte „Untersteh dich, ich bin doch nicht Fabi!” Dann veranstalteten sie wie kleine Kinder eine Wasserschlacht und duckten sich mehrmals gegenseitig unter Wasser, bis sie beide nicht mehr an der Oberfläche erschienen.
 

Ein Abend am Mondwaldsee mit Erinnerungen


 

Erst nach einer gefühlten Ewigkeit tauchten die Turteltauben wieder an der Wasseroberfläche auf und strichen sich gegenseitig die feuchten Haarsträhnen aus dem Gesicht, wobei sie sich verliebt in die Augen blickten. Im Anschluss verließen sie händchenhaltend und nur in Unterwäsche das kühle Nass, bis Vanessa in Leons nachtschwarze Motorradjacke schlüpfte. Während der Blitzpasstorvorbereiter sich letztlich auf die Suche nach Feuerholz begab, baute die Flugkopfballmeisterin aus mehreren Steinen und einigen Zweigen einen Kreis für das Lagerfeuer auf. Doch als sie plötzlich ein Rascheln hinter sich hörte, wandte sich die eigentlich Unerschrockene rasch um und nahm eine Angriffsposition ein. „Woah, immer ruhig mit den jungen Pferden! Tut mir echt leid, ich wollte dich wirklich nicht erschrecken. Doch vor allem will ich kein blaues Auge und keine blutige Nase haben, Boxqueen. Also nimmst du bitte deine Fäuste runter und lässt mich das Holz ablegen, es wird nämlich langsam sehr schwer?” verteidigte sich der Slalomdribbler und versuchte seine voll beladenen Hände zur Abwehr zu heben, bis die Torjägerin ihm einige der oberen Holzstücke abnahm. Sobald die wildeste Frau ihren Anteil im Steinkreis abgelegt und das Lagerfeuer entfacht hatte, ließ der Meister des Fallrückziehers alle restlichen Stücke daneben fallen. Hinterher setzte sich der wilde Kerl nur in Shorts bekleidet auf die Wiese und zog seine Traumfrau auf seinen Schoß runter, ehe er sich neugierig erkundigte „Nessie, wieso trägst du eigentlich dein Kopftuch nicht mehr?” Demnach biss die Gefragte sich nervös auf die Unterlippe, bevor sie zu gab „Weil ich dachte dass es zu kindisch aussieht und ich mich ohne erwachsener fühle” und dann unsicher meinte „Außerdem hatte ich gehofft dass du mich ohne eher als richtige Frau wahrnehmen würdest, Leon!” Der Erwähnte strich ihr eine honigblonde Haarsträhne aus dem Gesicht und gestand ihr Augenbrauen hoch ziehend „Es ist mir egal was du trägst und selbst wenn du nackt herum läufst, aber natürlich nur wenn wir alleine im Haus sind! Du bist so schön wie ein Engel und da kann kein anderes Mädchen mithalten, Vanessa. Ich finde es nur ungewöhnlich, weil ich dich weder bei unserer ersten Begegnung noch bei den damaligen Fußballspielen ohne Kopftuch gesehen habe und auch nicht bevor ich ...” ehe er seinen Satz murmelnd mit „hinter den Nebel gefahren bin” beendete. Obwohl sie nicht verstand warum ihr Geliebter etwas direkter wurde, ging sie nicht darauf ein und erinnerte ihn stattdessen mit „Das stimmt nicht, denn bei der Mutprobe und beim Spiel gegen den SV1906 hatte ich auch kein Kopftuch getragen. Übrigens auch nicht als ich dich aus diesem Senioren Heim oder Club, wo du mit der Countryband Wild Bones auf der Bühne Gitarre gespielt hattest befreien musste und bei unserem Kuss im See ebenso wenig” an frühere Zeiten zurück.

 

Weil der Blitzpasstorvorbereiter aber nicht darauf reagierte, setzte die Albtraumpasskönigin sich neben ihn und blickte in seine schokoladenbraunen Augen. Jedoch verschränkte der ehemalige Mädchenhasser seine Arme hinter seinem Kopf, ließ sich ins Gras fallen und starrte in den Sternenhimmel. Denn es gefiel ihm überhaupt nicht, wieder mit seiner Vergangenheit konfrontiert zu werden und sich mit Schuldgefühlen herum schlagen zu müssen. „Woran denkst du gerade, Herr Anführer?” erkundigte sich die Unerschrockene deshalb und beugte sich über ihn, ehe sie ihre Hand über seinem Herzen platzierte. Der Fallrückziehermeister schloss seine Augenlider, holte tief Luft und antwortete niedergeschlagen „An all die Fehler die ich gemacht habe.” Nachdem seine Herzensdame ihn mit „Leon, das ist längst Vergangenheit!” trösten wollte, schnaubte der Erwähnte frustriert „Nein, ist es nicht. Ich war ein Idiot und das bin ich auch Heute noch, Vanessa. Denn um ehrlich zu sein, war ich schon seit unserer ersten Begegnung von dir fasziniert gewesen und hatte immer wenn wir uns berührten ein Kribbeln im Körper. Bei deinem misslungenen Wangenkuss kam es mir so vor als würde die Zeit still stehen und unzählige Schmetterlinge in meiner Brust herum flattern. Allerdings war ich zu feige und wollte es mir nie eingestehen, dass ich etwas für dich empfinde. Ich hatte deswegen sogar meinen Vater und meine Freunde für verrückt gehalten, da sie längst wussten dass ich dich liebe. Trotzdem war es bescheuert von mir dich aus dem Team zu werfen und dir den schwarzen Punkt zu überreichen, weil es ja eigentlich meine Schuld war dass du nicht zurück wolltest. Als ich dir dann diesen Liebesbrief schreiben sollte, war ich einfach nur verzweifelt und hatte keine Ahnung wie so etwas geht. Erst als Deniz und Juli mir vorgeschlagen hatten dass ich an dich denken sollte, kamen allmählich die Ideen zusammen. Ohne die Hilfe meines Vaters und den Jungs hätte ich es aber wahrscheinlich nie geschafft dich zurück zu gewinnen, um die Flammenmützen aus dem Teufelstopf zu vertreiben. Doch dann habe ausgerechnet ich euch beim Spiel gegen die Nationalmannschaft im Stich gelassen und zwar nur weil wir 1 zu 7 zurück lagen, das war so egoistisch von mir. Ich verdiene dich einfach nicht, Nes…!” und wurde mit einem Kuss zum Schweigen gebracht. Nachdem sie ihre Lippen voneinander gelöst hatten, gab die Angesprochene zu „Eigentlich dürfte ich nicht wütend auf dich sein, denn ich hatte euch beim Spiel gegen den SV1906 zuerst im Stich gelassen und bin zu den Skatern gegangen. Ihr musstet deswegen sogar in Unterhosen gegen die älteren Fußballer spielen, weil Gonzo eure Trikots geklaut und sie als Fahnen benutzt hatte” und kreiste mit einem Finger in Leons Bauchnabel. Sobald sie mitbekam wie der damalige Mädchenhasser bei dem Namen seines Erzfeindes zuckte und seine Augen zu Schlitzen verengte, raunte Vanessa verführerisch „Weißt du was, Leon? Eigentlich sahst du in deiner braunen Boxershorts schon irgendwie ...” Aber kurz danach stoppte sie verlegen und biss sich auf die Unterlippe, ehe sie ihr Gesicht von ihm abwandte.

 

Jedoch drängte der Erwähnte sie mit „Was? Sag schon, Nessie! Du hast damit angefangen, jetzt mach ja keinen Rückzieher!” zum weitersprechen und drehte vorsichtig ihren Kopf wieder zu sich herum, um ihr dabei in die rehbraunen Augen blicken zu können. Ihre Wangen glichen bald einer Kirsche, sobald die Flugkopfballmeisterin sich dazu durch gerungen hatte ihrem Mannschaftskapitän flüsternd „heiß aus!” zu gestehen und blitzschnell ihr glühend rotes Gesicht in seiner nackten Brust zu verstecken. „Wenn du mich damals schon heiß fandest, dann kannst du dich ja glücklich schätzen dass ich dein fester Freund bin und du diesen Anblick als einzige Frau genießen darfst!” stichelte der Meister des Fallrückziehers darüber, wonach die Torjägerin „Spinner!” gluckste und ihn spielerisch auf den Solarplexus boxte. Trotz frechem Grinsen auf den Lippen erklärte der Blitzpasstorvorbereiter „Ich meine es vollkommen ernst, Vanessa!” und antwortete auf die überraschte „Willst du damit etwa sagen, dass das alles mir gehört und kein anderes Mädchen jemals deinen Waschbrettbauch zu Gesicht bekommen wird?” Frage seiner Herzensdame mit „Ich gehöre dir und zwar mit jeder Faser meines Herzens, denn du bist die Frau mit der ich den Rest meines Lebens verbringen will!” ehe er sie sinnlichst küsste. Nebenbei schloss Leon beide Augenlider und platzierte seine Handflächen auf den Pobacken seiner unerschrockenen Freundin, womit er sie fester an sich drückte. Anschließend lagen sie schweigend nebeneinander, bis die Unerschrockene ihrerseits ihrem geliebten Slalomdribbler gestand „Übrigens sah es schon ziemlich witzig aus, wie ihr Jungs damals auf der Wiese am Fluss zur Musik getanzt und mich erstarrt angesehen habt. Aber sobald ich in deine Augen gesehen hatte, war ich wie gefangen und konnte meinen Blick nicht von dir nehmen. Ich hatte auch ein Kribbeln im ganzen Körper gespürt und dachte immer mein Herz würde verbrennen, wenn wir uns mal berührten. Vielleicht war es ja Schicksal gewesen dass du deinen Kopf ausgerechnet in dem Moment zu mir gedreht hattest, als ich dir einen Wangenkuss geben wollte und ich dich stattdessen auf den Mund küssen durfte. Doch für mich hatte es sich ebenfalls an gefühlt als ob die Zeit stehen geblieben wäre, denn es war mein erster Kuss und ich war genauso überrascht gewesen wie du. Außerdem warst du nicht alleine Schuld daran dass ich abgehauen und zu den Skatern gegangen bin, denn deine Freunde hatten sich zuerst über mich lustig gemacht. Du warst nur ziemlich sauer gewesen, weil ich den Tisch umgeworfen und damit euren Stadion Nachbau zerstört hatte” und dabei mit ihren Fingerspitzen über seinen nackten Oberkörper tänzelten.

 

Sobald ihre Handfläche über dem pochenden Herzen ihres festen Freundes zum Stillstand kam, reckte die Albtraumpasskönigin ihren Kopf zu ihm hoch und erkundigte sich „Leon, darf ich dich etwas fragen und versprichst du mir ehrlich darauf zu antworten?” Der Erwähnte sah daraufhin seiner Herzensdame in die Augen, schlang seine Arme um ihren Rücken und nickte schlussendlich. „Warum hast du deine Meinung über den Liebesbrief geändert?” fiel die Unerschrockene letztlich mit der Tür ins Haus und sah ihren Anführer dabei eindringlich an, wonach jener ihr verlegen beichtete „Weil ich gesehen hatte wie du diesen blassen Mistkerl geküsst hattest und ich mich ehrlich gesagt lieber übergeben wollte. Außerdem war da dieser stechende Schmerz der sich angefühlt hatte als würde ein Pfeil mein Herz durchbohren und es zerreißen. Ich wollte jedenfalls nicht weiter mit ansehen wie dieser Hexenanbeter dich um den Finger wickelte, da ich mir insgeheim gewünscht hatte neben dir zu liegen und deine Lippen wieder auf meinen spüren zu dürfen. Doch trotzdem wollte ich dich wegen den beiden Fußballspielen zurück haben, da mich sowohl mein Vater als auch meine Mannschaftskollegen dazu gedrängt hatten und weil ich nicht verlieren wollte. Übrigens sahst du in deinen weißen und rubinroten Kleidern wirklich hübsch aus, vielleicht solltest du so etwas öfters tragen. Nur bitte verstehe mich jetzt nicht falsch, denn ich liebe dich von ganzem Herzen und du kannst natürlich anziehen was immer du möchtest!” Anschließend hauchte der damalige Mädchenhasser seiner Liebsten einen sanften Kuss auf den Scheitel, bevor er sich erhob und das restliche Holz in das Lagerfeuer schmiss. Hinterher legte er sich sofort wieder hin, drückte seine Albtraumpasskönigin besitzergreifend an sich und verwickelte sie in einen wilden Zungenkuss. Als die Flugkopfballmeisterin leicht an seiner Unterlippe saugte, stöhnte der Slalomdribbler heiser „Du bringst mich noch um den Verstand, Nessie!“ und vergrub seine Fingerspitzen in ihrem honigblonden Haar. Noch bevor das Feuerholz komplett abgebrannt war und nicht ein einziger Funken mehr glimmte, versank das wildeste Pärchen eng umschlungen im Traumland.

 

Weil der Platz ihres Anführerpaares am nächsten Tag noch leer war, fragte eine verwirrte Ex-Wölfin „Wo sind Leon und Vanessa?” und der Sohn der Hexe rief „Jungs aufstehen, Leon und Vanessa sind weg!” „Mein Gott, Nerv du nervst!” beschwerte sich sein Stiefbruder darüber und drehte sich zum schlafen zur Wand um, wonach der Angesprochene gluckste „Das ist mein Schicksal, aber ...” Jedoch wurde er von Marlon der gerade mit Raban von seiner Nachtwache ins wilde Kerle Lager zurück kam und Horizon begrüßte, durch ein „Guten Morgen, ihr Nervensägen. Unser vermisstes Anführerpärchen braucht etwas Zeit für sich und mein Bruder meinte dass sie zum Frühstück wieder zurück sind, also lasst uns schon mal anfangen alles vorzubereiten!” Nun erhoben sich auch die anderen Kerle von ihren Schlafplätzen und die beiden Mysterie Forscher erklärten sich dazu bereit das Essen vorzubereiten, ehe ihr Mannschaftskapitän unerwartet mit seiner Geliebten hier aufschlug. Doch die beiden Turteltauben schlummerten noch tief und fest auf der bunten Blumenwiese, bis die Sonnenstrahlen in ihre Gesichter schienen. Der wilde Kerle Anführer war der Erste der durch das grelle Licht seine Augenlider aufschlug, sich kurz streckte und seiner Freundin einen „Aufstehen, Honey!” Kuss auf den Scheitel drückte. Jene grummelte irgendetwas unverständliches, gähnte laut und schmiegte sich noch enger an seine nackte Brust. Ein kleines Lächeln bildete sich in seinem Gesicht und seine Hände streichelten zärtlich über ihren halbnackten Rücken, ehe Leon mit seinem rechten Zeigefinger eine honigblonde Strähne hinter ihr Ohr klemmte. Als Vanessa endlich ihre Augen öffnete und zu ihm hoch blickte, raunte der damalige Mädchenhasser „Guten Morgen, mein Engel. Wir sollten langsam zurück fahren und schauen was die Anderen so ohne uns treiben, außerdem habe ich Hunger!” Gähnend streckte die Flugkopfballmeisterin ihre Arme von sich und murmelte ein „Dir auch einen Guten Morgen, mein Riese” bevor sie kichernd aufsprang. Der Slalomdribbler schnaubte darauf „Na, warte, ich geb dir gleich Riese!” und sprang ebenfalls auf, um seiner flüchtenden Traumfrau hinterher zu sprinten. Dass sie dabei in spärlicher Bekleidung und Schuhen herum liefen schienen sie überhaupt nicht zu realisieren, denn sie waren ja nur zu zweit. Trotzdem schaffte der Fallrückziehermeister es seine kichernde Herzensdame zu packen und sie über seiner Schulter zu legen, um sie zu ihren Lagerplatz zu schleppen.

 

Als die Unerschrockene aber mit ihren Fäusten auf seinem nackten Rücken herum trommelte, drohte der Slalomdribbler ihr mit „Wenn du so weiter machst schmeiße ich dich in den See, mein kleines Monsterchen von Loch Ness!” und prompt hörten die Schläge auf. Doch sobald sie runter gelassen wurde, boxte Vanessa ihren Freund auf den linken Oberarm und zischte „Ich bin kein Monsterchen von Loch Ness!” Allerdings konterte Leon grinsend „Wenn ich ein Riese bin, dann bist du das Monster von Loch Ness” bevor er seine restliche Kleidung anzog. Die Albtraumpasskönigin tat es ihm demnach rasch gleich und half ihm letztendlich beim zusammen packen. Händchenhaltend schlenderten sie schließlich zum Motorrad zurück, verstauten ihr Gepäck darauf und machten sich letztlich abfahrt bereit. Noch ehe sie aufstiegen, bedankte das wildeste Mädchen sich für den wunderschönen Abend am See und trat näher auf den wilde Kerle Anführer zu. „Riese” kichernd stellte sie sich auf Zehenspitzen und wickelte dabei ihre Arme um seinen Nacken, ehe sie ihren Geliebten mit viel Leidenschaft küsste. Jener hingegen platzierte seine Hände auf den Pobacken seiner Freundin, hob sie dadurch ruckartig hoch und verfiel mit ihr in einen wilden Zungenkuss. Sogleich umklammerte die Flugkopfballmeisterin aus Reflex mit ihren Schenkeln seine Taille und krallte sich mit ihren Fingern in seinen braunen Locken fest, damit er sich nicht so schnell von ihr lösen konnte. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit trennten sich die Beiden, griffen nach ihren Helmen und stülpten diese über ihre Köpfe. Weil die junge Frau es sich provokant auf dem Sitz bequem machte und belustigt fragte „Was ist, willst du hier bleiben oder steigst du endlich auf?” starrte der eigentliche Besitzer der Höllenmaschine sie verblüfft an. Trotzdem gab der Meister des Fallrückziehers sich Augen rollend geschlagen und nahm auf dem Gepäckträger platz, ehe er seine muskulösen Arme um den weiblichen Körper wickelte. Sobald der Motor heulte befahl die honigblonde Fahrerin ihrem selbsternannten Mitfahrer „Halt dich ja gut fest, Leon!” und beobachtete wie dessen Finger sich augenblicklich vor ihrem Bauch ineinander verschränkten. Kurz danach sausten sie zurück zur Festung von Ragnarök und währenddessen grübelte der Angesprochene in Gedanken *Was macht Vanessa nur mit mir? Früher hätte ich sie nie mein Motorrad fahren lassen und jetzt sage ich nichts dazu, aber vielleicht wäre es ja ein Fehler gewesen. Es tut gut ihre Nähe zu spüren und so schlimm ist es gar nicht, immerhin kann ich ihre ...* bis er sich selbst *Kacke verdammte! Leon, reiß dich gefälligst zusammen!* tadelnd unterbrach. Nachdem sie das Tor passiert hatten wurden sie von ihren Teamkollegen und der Ex-Wölfin schon erwartet, weswegen sie sich zu ihnen an den gedeckten Tisch setzten. Nach dem Frühstück packten sie zusammen und einigten sich aber noch darauf im See baden zu gehen, wobei Horizon mit Vanessa sprechen wollte.
 

Die Heimreise


 

Sobald sie am Mondwaldsee waren schlüpften alle rasch aus ihren Motorradjacken und Schuhen, um sich im kühlen Nass zu vergnügen. Doch bevor Nessie sich ihren Teamkameraden anschließen konnte, räusperte sich Horizon „Vanessa, können wir reden?” und die Gefragte küsste anstatt zu antworten ihren Slalomdribbler „Ich kann das alleine regeln und deshalb möchte ich dass du dich da raus hältst, Leon!” bittend auf den Mund. Als die beiden Frauen sich entfernten, blieb der Erwähnte alleine am Ufer zurück und sah ihnen misstrauisch hinterher. „Hey, Brüderchen! Unsere Mädels werden sich schon nicht gegenseitig die Augen auskratzen, denn soviel ich weiß will Horizon sich nur bei Vanessa entschuldigen! Also komm endlich zu uns und genieße die letzte Zeit in Freiheit!” rief Marlon ihm deshalb belustigt aus dem Wasser zu, weswegen der Anführer leise „Ich hoffe du hast recht!” seufzte und zu seinen Freunden trottete. Trotzdem behielt Leon die Mädchen weiterhin im Auge und war jederzeit bereit einzugreifen falls es zwischen ihnen eskalieren sollte, da er wusste wie stur seine unerschrockene Freundin ist. Erst als er mit einem Körper kollidierte, löste er widerwillig seinen Blick von den beiden Ladys und sah seinen Bruder an. Jener beichtete ihm „Es tut mir leid dass ich dich gepackt und zu Boden gestoßen habe, Leon. Ich hätte dir glauben sollen, aber ich dachte du wärst in Horizon verknallt und da ist mir eine Sicherung durchgebrannt. Nur weiß ich jetzt dass du nichts von ihr wolltest, weil sie dich verführt hatte und du nicht darauf eingegangen bist. Verflixt, du bist doch mein kleiner Bruder und ich sollte dich eigentlich beschützen. Aber stattdessen bin ich zu den Silberlichten übergelaufen, weil ich dich verlieren sehen und dir ein Kreuz auf die Brust tätowieren wollte. Das war einfach nur krank und dafür möchte ich mich bei dir entschuldigen, ich hoffe du nimmst meine Entschuldigung an!” wonach der Jüngere „Ich verzeihe dir, Marlon” seufzte und ihm „Alles ist gut” lächelnd die Hand hinhielt. Der Ältere schlug demnach grinsend mit „Solange du wild bist!” ein, während die Freundinnen der beiden Brüder etwas weiter weg stehen blieben und sich unverständliche Blicke zu warfen.

 

Nach etlichen Schweigeminuten lehnte die Flugkopfballmeisterin sich an einen dicken Baumstamm, verschränkte ihre Arme vor der Brust und fauchte ungeduldig „Warum sind wir nicht bei den Anderen im Wasser wenn du eh nicht sagst worüber du mit mir reden wolltest, Horizon?” Die Gefragte stellte sich ihr demnach direkt gegenüber und antwortete „Weil ich mich bei dir für alles was ich getan habe entschuldigen wollte und ich möchte dass wir Freundinnen werden, oder uns wenigstens vertragen. Ich gebe zu dass es falsch war Leon zu fragen ob er zu mir in den Mondwaldsee steigt, aber er ist eben ein Mann und er konnte mir einfach nicht widerstehen. Sonst wäre er nicht zu mir ins Wasser ge...” bis sie harsch mit „Denk ja nicht daran Leon die Schuld zu geben! Du hast versucht ihn zu verführen und er hat dich abblitzen lassen, nachdem du ihn im Gesicht betatscht hattest. Übrigens hast du nicht nur Beziehungen zerstört sondern auch zwei, nein ich korrigiere vier Brüder gegeneinander ausgespielt. Denn Jaromir der ehemalige Wolf hat seinem Bruder Erik der eigentlich mit Freya zusammen war ein Kreuz auf die Brust tätowiert oder tätowieren lassen, dass ist so was von krank. Oh und es kommt ja noch schlimmer, weil mein fester Freund fast ebenso ein riesiges Tattoo auf die Brust gestochen bekommen hätte. Aber nur weil du diese bescheuerte Andeutung von dem Abend im Mondwaldsee gemacht hattest, wonach Marlon auf Leon los gegangen ist und sich dann auch noch gegen uns gewendet hatte. Wir waren glücklich gewesen, bevor du aufgetaucht bist und unser Team auseinander gerissen hast” unterbrochen wurde. „Es stimmt dass ich Leon verführen wollte und das streite ich auch nicht ab, aber er war nicht darauf angesprungen. Auch nicht als ich ihm näher gekommen bin und ihn wie du es nennst betatscht habe, denn er ist geflüchtet. Ich weiß dass ich Fehler gemacht habe und dass es nicht richtig war die Brüder gegeneinander auszuspielen, doch am meisten bereue ich es mit Marlons Gefühlen gespielt zu haben. Denn eigentlich hoffte ich dass er schlauer ist als Jaromir, indem er sich für die Liebe und gegen die Rache entscheidet. Erik hätte seinen Bruder aufhalten sollen, so wie Leon es getan hatte und dazu mussten sie mich einfach nur gemeinsam besiegen. Ihr seid mehr als eine Mannschaft denn ihr seid eine Familie und ihr habt eure Jungs nicht im Stich gelassen, obwohl sie mir hinter den Nebel gefolgt sind” gab die Silberlichte demnach schuldbewusst zu, bevor sie erläuterte „Ich habe mich in Marlon verliebt und war nie an deinem Freund interessiert, denn ich habe Leon lediglich als Köder benutzt um seine Treue zu testen. Aber ich muss zugeben dass er diesen Test mit Bravour bestanden hat, immerhin ist er dir treu geblieben und wollte seinem Bruder wirklich nur helfen! Ihr zwei gehört einfach zusammen, weil nichts und Niemand eure Liebe zerstören kann!” und das eigentlich wildeste Mädchen merkte wie ihre Augen tränten.

 

Die Jungs und Klette hingegen lieferten sich derweil eine Wasserschlacht, da sie ihre Freiheit bis sie endgültig nach Hause fahren würden noch etwas genießen wollten. Nur Leon der seine Herzensdame kurzfristig aus den Augen gelassen hatte und nun ihr trauriges Gesicht bemerkte, wollte überstürzt zu ihr rennen. Allerdings wurde er von einigen seiner Jungs und seinem Bruder aufgehalten, sobald jene seinen wütenden Blick bemerkten. Doch trotz den Aufforderungen dort nicht einzugreifen und die beiden Mädels das unter sich klären zu lassen, keifte der Blitzpasstorvorbereiter „Lasst mich gefälligst los, ich will zu Nessie!” Die Unerschrockene wurde dadurch natürlich auf ihre Freunde aufmerksam, wischte sich schnell ihre Tränen weg und lächelte ihrem Geliebten beruhigend zu. Hinterher wandte sie sich wieder zu Horizon um und meinte entschlossen „Ich kann dir nicht so einfach verzeihen und Freundinnen werden wir auch nicht werden, dafür ist zu viel passiert. Aber Leon zu liebe werde ich versuchen mit dir klar zu kommen, denn er braucht nun mal seinen großen Bruder und ich will nicht dass sie zwischen uns wählen müssen. Schließlich liebt Marlon dich, doch wenn du und ich weiter auf Kriegsfuß gehen dann reißen wir die Beiden auseinander. Das kann und will ich ihnen nicht antun, weil sie ein Teil meines Lebens sind. Also nehme ich deine Entschuldigung an und zwar nur weil ich nicht der Grund sein will dass unsere Feindschaft sie auseinander treibt, immerhin sind sie wie eine Familie für mich” wonach diese mit einem Kopfnicken zum Slalomdribbler der sich „Ihr sollt mich los lassen!” brüllend versuchte aus den Griffen seiner Teamkameraden zu befreien seufzte „Damit kann ich leben und ich verspreche dir dass ich auch noch mit Leon sprechen werde, dies bin ich ihm schuldig.” Sobald der wilde Kerle Anführer sich endlich los gerissen hatte, rannte er zu den beiden Mädels hinüber und baute sich vor seiner Albtraumpasskönigin auf. Doch Vanessa schlug ihm auf den Hinterkopf und erlangte dadurch seine volle Aufmerksamkeit, weil er sich „Aua, was sollte das denn?” zischend zu ihr umdrehte. „Ich hatte dir doch gesagt dass ich es alleine regeln kann und dass du dich zurück halten sollst, Leon!” giftete eine wütende Flugkopfballmeisterin als Antwort und unterbrach die „Aber ...?” Frage des Erwähnten keifend mit „Nichts aber, Horizon hat sich nur bei mir entschuldigt und wir beide leben noch.”

 

Während die Unerschrockene letztlich kopfschüttelnd zu ihren Freunden ins Wasser ging, starrte der wilde Kerle Anführer ihr verwirrt *Was sollte das denn jetzt? Ich habe doch ihre Tränen gesehen und wollte Vanessa nur beschützen* grübelnd hinterher und rief schließlich „Nessie, warte!” Doch gerade als er ihr folgen wollte, wurde er am linken Handgelenk gepackt und wandte sich deswegen „Was willst du von mir, Horizon?” knurrend um. Jene trat direkt auf ihn zu und ließ ihn aber sofort wieder los, bevor sie erklärte „Ich möchte mich bei dir bedanken und mich aber gleichzeitig auch bei dir für alles was ich dir angetan hatte entschuldigen. Es tut mir leid dass ich dich nur als Köder benutzt und fast deine Beziehung zerstört habe, das wollte ich nicht. Ich war nämlich nie wirklich an dir interessiert, denn du bist lediglich ein Opfer gewesen und in meine Falle getappt. Denn weil du wütend auf deine Freundin gewesen und ohne sie hinter den Nebel gefahren bist, hatte ich meine Chance genutzt um an dich ran zu kommen. Aber im Gegensatz zu Erik konntest du dich zurück halten und damit hast du mir gezeigt wie stark deine Liebe zu Vanessa ist, sie kann sich also wirklich glücklich schätzen jemanden wie dich an ihrer Seite zu haben. Weil es außer dir bisher niemand geschafft hatte mir zu widerstehen und seinen Bruder zur Vernunft zu bringen, obwohl ich ja genau das wollte. Ich wünschte mir wirklich dass sich mal Irgendjemand für mich und nicht wie Jaromir für die Rache an seinem Bruder interessiert. Nur Marlon hatte sich am Ende tatsächlich für dich und auch für die Liebe entschieden, dafür bin dir überaus dankbar. Kannst du mir verzeihen, Leon? Vanessa und ich haben uns sozusagen euch zu liebe auch vertragen, weil ich jetzt mit Marlon zusammen bin. Außerdem verspreche ich dir dass ich keinen Keil mehr zwischen euch treiben werde, denn ihr seid mehr als nur Freunde und eine Mannschaft ihr seid eine Familie.” Der Gefragte musste das Gesagte erst einmal sacken lassen und seufzte dann niedergeschlagen „Ich wollte auch nie etwas von dir, weil ich nur Nessie liebe und mit ihr zusammen irgendwann eine Familie gründen möchte. Es war ein Fehler gewesen dass ich hinter den Nebel gefahren bin und ...” bis Horizon ihn mit „Das war es nicht, schließlich wolltest du nur deinem Bruder helfen und mich besiegen. Ich bin Schuld daran dass Vanessa wütend auf dich gewesen war, denn wenn ich nicht mit dem Abend am Mondwaldsee angefangen hätte wärt ihr nie auseinander gegangen!” unterbrach. Nach diesem Gespräch schnaubte der Slalomdribbler frustriert „Es war aber auch meine Schuld gewesen, weil ich wütend auf Vanessa war nur weil sie absichtlich verloren hatte und ich nicht mit ihr darüber reden wollte! Also verzeihe ich dir” und hielt ihr dann seine Hand „Alles ist gut” sagend hin, wonach die Silberlichten Anführerin beim einschlagen „Solange du wild bist” ergänzte.

 

Hinterher gesellten auch sie sich endlich zu den Wasserratten und genossen das kühle Nass, bis sich fast alle auf der Wiese ausruhten. Denn die Königin des Albtraumpasses stellte sich etwas abseits von ihren Freunden an einen Baum, um in Ruhe nach denken und ihren Kopf frei kriegen zu können. Aber als sie ihrem Geliebten in die betrübt drein blickenden Augen sah, bereute sie es dass sie ihn zur Schnecke gemacht hatte und das obwohl er sie doch nur beschützen wollte. Trotzdem breitete sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht aus und ihr Herz begann zu rasen, nachdem ihr bewusst wurde dass der wildeste Kerl unter tausenden sich tatsächlich für sie geändert hatte. Denn aus dem anfänglichen Mädchenhasser wurde ein richtiger Gentleman und Romantiker, sobald sie mal unter sich waren. Er hat außerdem gelernt dass er seine Teamkameraden miteinbeziehen und nicht immer alles alleine machen sollte, auch wenn er der Anführer ist. Glücklicherweise hatte er sich nicht von Horizon verführen lassen und ist stattdessen weggegangen, als sie ihn küssen wollte. *Wow, Vanessa Butz die wildeste und unerschrockenste Frau der Welt hat eine Schwäche für den Draufgänger Leon Wessel- Masannek* grübelte sie gedanklich und lies sich nebenbei am Baumstamm hinab sinken, bevor sie ihren Blick kurz zu Horizon und dann kopfschüttelnd zum Mondwaldsee schweifen ließ. Plötzlich hörte sie Marlon belustigt fragen „Was hast du nun wieder angestellt, Brüderchen? Ich dachte Vanessa hätte dich endlich gezähmt und zu einem gehorsamen Stubentiger erzogen, doch nun hast du es erneut verbockt!” und Leon darauf wütend „Ach ja? Du bist wirklich die Pest und deswegen sollte Horizon deine große Klappe mal zähmen!” keifen, wonach alle restlichen Jungs in schallendes Gelächter ausbrachen. Nur die drei Mädels hielten sich zurück, denn Klette ging stattdessen zu der Unerschrockenen und setzte sich neben sie ins Gras. „Klette, warst du jemals verliebt?” wollte Vanessa nach einigen Schweigeminuten von der Ex-Wölfin wissen und wandte ihren Kopf zu ihr hin, als die Gefragte schüchtern gestand „Nein, aber ich glaube ich bin in Nerv verliebt und dass obwohl er ein Idiot ist.” Sobald sie sich gegenseitig in die Augen blickten, fingen sie an zu lachen und die Ältere gestand hinterher seufzend „Das hatte ich bei Leon auch gedacht und trotzdem liebe ich diesen Idioten sehr, denn es hat mir das Herz gebrochen als er mit Horizon alleine war.”
 

Natürlich erweckten die beiden Mädchen durch ihr lautstarkes Gelächter die volle Aufmerksamkeit der Jungs und von der ehemaligen Silberlichten Anführerin, wobei letztere ihren Kopf an Marlons Schulter gelehnt hatte. Leon fuhr mit seinen Fingerspitzen durch seine Haare und grübelte gedanklich *Ich liebe Nessie wirklich und es ist schön sie wieder glücklich zu sehen, aber interessieren würde es mich schon worüber sie gelacht hatte. Ob es wegen mir oder wegen etwas Anderem war? Vielleicht sollte ich sie einfach fragen und …! Nein, lieber doch nicht sonst ist sie wieder sauer auf mich!* bis er „Noch fünfzehn Minuten dann brechen wir auf!” befehlend in seine restlichen Klamotten schlüpfte. Weil Klette nun zu den Anderen rannte, erhob Vanessa sich ebenfalls und folgte ihr gemächlicher. Wie alle ihre Freunde zog auch die Unerschrockene rasch ihre eigenen Sachen an und warf hinterher noch einmal einen kurzen Blick zum Mondwaldsee zurück, bevor sie zu ihrer Höllenmaschine ging. Nachdem sie ihr Gepäck verstaut hatte, stand sie mit dem Rücken zum See gedreht an ihrem Motorrad und blickte nachdenklich in den Himmel. Aber als sich plötzlich zwei Arme von hinten um ihre Taille schlangen und eine Stimme hauchte „Nessie, ich liebe dich mehr als mein eigenes Leben” bildete sich bei der Erwähnten eine Gänsehaut auf dem Körper. Dadurch wandte sich die wildeste Frau blitzschnell um, verschränkte ihre Hände im Nacken ihres Gegenübers und flüsterte „Und ich liebe dich mehr als alles Andere auf dieser Welt, Leon.” Augenblicklich umfasste sie mit ihrer linken Hand sein Kinn und verkrallte sich mit ihrer Rechten in seinem braunen Haarschopf, ehe sie ihren Fallrückziehermeister küsste. Weil die Ex-Wölfin den Sohn der Hexe mit „Ich will auch einen Kuss, Nerv!” ärgerte und ihm hinterher jagte, amüsierten sich die älteren Kerle köstlich über die beiden Jüngsten in ihrem Team. Manche kugelten sich bereits vor lachen auf der Wiese oder standen schmunzelnd vor ihren Motorrädern, bis die Intuition es seinem jüngeren Bruder gleich tat und nun Horizon küsste. Nach dem Kuss mit seiner Freundin befahl der Mannschaftskapitän „Okay, lasst uns zusammen packen und dann nach Hause düsen!” bevor alle auf ihre Maschinen schwangen und los sausten.

 

Ende



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