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If our fans want it- let's do it?

von

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Ruhig lagen seine Augen auf der Person, die ihm gegenüber saß, während sie an einem kleinen Tisch in einem Café saßen.

Iori wusste nicht, was ihn dazu getrieben hatte, überhaupt darauf einzugehen, aber er konnte gerade nicht anders, als den anderen zu beobachten, wie er mit einer weißen Katze, die nur ein paar helle, orange Flecken an den Ohren besaß, kuschelte. Das Schnurren dieser Katze sorgte nur mehr dafür, dass er dieses Bild absolut niedlich fand und er nicht wusste, wie er darauf reagieren sollte.

Vor allen Dingen, sie waren absolut nicht niedlich und es sollte ihn nicht kümmern. Er hätte niemals darauf eingehen sollen und ausgerechnet mit Kujou Tenn in dieses Café zu gehen. Wie genau war es überhaupt gekommen, dass er gerade mit Kujou-san alleine in einem Katzencafé war?

„Du genießt das ja gar nicht, Iori“, holte Kujou-sans Stimme ihn aus seinen Gedanken, während er die Katze inzwischen wieder auf den Boden abgesetzt hatte und stattdessen einen Schluck von seinem Tee trank, „was ist los?“

„Ich ... nichts ist los“, erwiderte Iori daraufhin nur, drehte seinen Kopf zur Seite und sah eher aus dem Fenster. Auch weil er nicht wirklich zu dem anderen sehen wollte.

Er zuckte ein wenig zurück, als er merkte, wie Kujou-san seine Hand über den Tisch ergriff und ihn dazu brachte, wieder zu ihm zu sehen. Dieser Blick wirkte so sanft und besorgt, dass es ihn eindeutig irritierte. Aber gleichzeitig war es doch nichts Besonderes zwischen ihnen, seit sie angefangen hatten, auszugehen. Iori schluckte, spürte, wie er rot wurde, schüttelte den Kopf heftiger. Sie gingen wirklich miteinander. Also nicht nur Kujou-san und er, sondern auch Nanase-san. Nur dass Nanase-san gerade nicht mit ihnen unterwegs sein konnte, weil ihre Managerin ihn zu einem kurzfristigen Termin geholt hatte.

„Du bist niedlich“, sagte Kujou-san nun eindeutig schmunzelnder, „schade das Riku das nicht sehen kann.“

„Nanase-san würde niemals mit uns hier sein können“, erwiderte Iori daraufhin, sah wieder mehr zur Seite. Immerhin kam es für ihn nicht in Frage, mit ihnen in ein Katzencafé zu gehen.

„Denkst du, dass weiß ich nicht“, entgegnete Kujou-san ein wenig ernster, seufzte dann, „aber eigentlich wollte ich dir das hier zeigen, nachdem Riku kurzfristig zu einem Termin musste. Noch dazu, dass es hier so schön privat ist, dass wir nicht unbedingt auffallen.“

Natürlich hatten sie dennoch ein paar Vorkehrungen getroffen und dafür gesorgt, dass sie zumindest nicht direkt erkannt wurden, aber Iori hatte auch gemerkt, dass sie hier hinten ziemlich alleine waren und kaum jemand außer ihrer Bedienung zu ihnen kam. „Es ist dennoch ...“, Iori stoppte sich selbst, als er merkte, wie sich sein Handy meldete, etwa im gleichen Moment wie Kujou-sans. „Huh?“

„Von Riku“, murmelte Kujou-san kurz darauf, während er bereits auf das Display geschaut hatte. Iori blinzelte irritierter ebenfalls auf die angekommene Nachricht in dem Rabbitchat. Sie hatten also beide eine Nachricht von Nanase-san bekommen? „Wenn ich deinen Ausdruck richtig deute, hast du etwas Ähnliches bekommen, Iori.“

Iori blinzelte ein wenig mehr auf die Nachricht in dem Rabbitchat, bevor er wieder zu Kujou-san aufsah, der eher schmunzelte. „Nanase-san hat ein Angebot für eine Show und einen gemeinsamen Auftritt mit uns bekommen?“

„Hmmm“, nickte Kujou-san, steckte sein Handy wieder weg, stützte sich stattdessen auf dem Tisch ab, „was meinst du, sollen wir zustimmen?“

Iori blickte ihn einfach nur an, während er eindeutig spürte, dass es nicht einmal wirklich eine Frage war. Andererseits war das hier auch nur eine weitere Möglichkeit an Bekanntheit zu gewinnen, oder? „Wenn wir die Chance haben, in so etwas aufzutreten, sollten wir es nutzen, oder?“

„Iori“, kicherte Kujou-san etwas mehr, „du klingst gerade so professionell.“

„Was denn?“, brummte Iori, drehte etwas seinen Kopf weg, „was würdest du–“,

Kujou-san griff nur nach seiner Hand, beugte sich ein Stück über den Tisch und küsste ihn für wenige Sekunden, sodass Iori einfach nur sprachlos zurückstarren konnte, als er über Ioris Handy eine Antwort an Riku tippte.

Wir sind dabei, solange es alles abgeklärt ist. Oh und Riku? Sollen wir dir was mitbringen?“

Iori blinzelte nur halb zu der Nachricht, die auf seinem Handy aufblinkte, nachdem Kujou-san dieses wieder vor ihm abgelegt hatte. „Kujou-san ...?“

„Was denn? Darf ich meinen Freund nicht einfach mal küssen?“, erwiderte Kujou-san nur schmunzelnder, „übrigens sollten wir Riku etwas aus dem Café mitbringen.“

„Du– was–“, startete Iori, spürte nur mehr, wie er nur wieder rot wurde, „du würdest nicht–“,

„Ich adoptiere bestimmt keine Katze, wenn Riku unter Asthma leidet“, unterbrach Kujou-san ihn, verdrehte etwas mehr die Augen, „wir könnten uns ein paar Stücke Kuchen mitnehmen und gleich noch etwas Zeit mit ihm alleine verbringen.“

„Oh, ah, sicher“, erwiderte Iori, lächelte schief. Wie hatte er denn bitte nur daran denken können?

Kujou-san schmunzelte nur mehr, griff dann erneut nach seinem Handy und tippte etwas darauf herum, auch wenn Iori nicht wirklich erkennen konnte, mit wem er schrieb oder was.

„Ah, scheinbar hat eure Managerin bereits mit Anesagi-san darüber gesprochen, also ist alles geklärt“, entgegnete Kujou-san nur ein wenig später, lächelte ihn nun wieder an, „wie wäre es, wollen wir gehen?“

Iori sah etwas irritierter zu ihm zurück, nickte schließlich einfach nur. Warum fühlte er sich eigentlich gerade so seltsam?

„Du bist zu niedlich, wenn du so verpeilt bist, Iori“, sagte Kujou-san nur wieder schmunzelnder, kurz bevor er ihm eine Hand hinhielt, nachdem er aufgestanden war.

„Was ... wie ... ich bin nicht...!“, entgegnete Iori eindeutig ernster, auch wenn er spürte, dass es nicht so rüberkam, wie er es eigentlich sagen wollte. Stattdessen sah er nur in dieses breite Lächeln, während er sich kurz darauf selbst sah, wie er Kujou-sans Hand ergriff und sich hochziehen ließ.

„Wenn du so weiter machst, wird niemand da draußen überhaupt in Erwägung ziehen, dass ich gerade mit Izumi Iori zusammen unterwegs bin“, sagte Kujou-san eindeutig schmunzelnder, kurz bevor er ihm eine Cappie auf den Kopf setzte, „aber wir sollten dennoch kein Risiko eingehen, sodass wir zumindest nicht so einfach erkannt werden.“

Iori sah ihn einfach nur ein wenig grummeliger an, seufzte dann aber und atmete kurz tief durch, bevor sie sich schließlich wieder auf den Weg machen konnten. „Was glaubst du, was es sein wird?“

„Hmm?“, erwiderte Kujou-san etwas nachdenklicher, nachdem sie das Café schließlich verlassen hatten und langsam auf dem Rückweg waren, „wer weiß? Ich schätze, wir werden später mehr erfahren, wenn wir Riku treffen.“

Iori beobachtete ihn ein wenig still von der Seite, während sie nur ruhig weitergingen. Sie wussten, dass sie hier draußen nicht auffallen durften. Normalerweise störte es ihn auch nicht, nur gerade hatte er das Gefühl, dass er diese kurze Zeit innerhalb des Cafés vermisste, wo Kujou-san ihn so direkt berührt hatte.

Es war noch nicht allzu lange her, dass sie überhaupt mit dieser Beziehung angefangen hatten, vielleicht etwas mehr als eine Woche, aber er spürte immer mehr, wie glücklich es ihn machte.

Selbst, wenn sie es geheim halten mussten, aber sie waren nun einmal zu sehr in der Öffentlichkeit, als dass sie so einfach frei zeigen konnten, dass sie zusammen waren.

Sie hatten sowieso entschieden, dass sie es langsam angingen, auch wenn sich Iori manchmal nicht sicher war, ob Kujou-san und Nanase-san das nicht auch seinetwegen taten. Allerdings genoss er es auch einfach, mit ihnen zusammen zu sein und einfach nur zu kuscheln, wenn sie denn mal gemeinsam einen Abend Zeit hatten.

Er zuckte etwas zusammen, als er spürte, wie Kujou-san seine Hand griff, weswegen er irritierter zu ihm sah. „Kujou-san?“

„Hier ist niemand sonst und wir sind gleich bei eurem Wohnhaus“, erwiderte Kujou-san nur ruhiger, während er ihn von der Seite anlächelte, „und du wirkst gerade so in Gedanken.“

„Uh ...“, murmelte Iori, sah aber nur einfach nach vorne und ging langsam weiter.

Nachdem er sie in das Haus eingelassen hatte, seufzte er etwas, als Kujou-san ihn wieder losließ, aber so sehr, wie sie sonst nichts davon zeigten, so hatten sie ebenfalls entschieden, ihren Freunden noch nichts zu sagen.

„Oh, Iori, Tenn-nii“, fing Nanase-san an, als er kurz auf den Flur aus ihrem Wohnzimmer heraus sah.

„Wir dachten, wir besprechen gleich schonmal alles, Riku“, entgegnete Kujou-san, während Iori kurz zu ihm blickte, „gehen wir in dein Zimmer? Wir haben dir auch was mitgebracht.“

„Sicher!“, nickte Nanase-san enthusiastischer.

„Was genau ist das, was wir gemeinsam machen sollen, Nanase-san?“, fragte Iori nach, während sie sich bereits in das Zimmer des anderen bewegten, wo sie ungestört waren.

„Oh das ...“, murmelte Nanase-san, rutschte auf sein Bett, „es ist eine Abendshow und soll ein wenig Fanservice sein, allerdings ... sollen wir so tun, als wären wir zusammen?“, wobei er seinen Blick mehr zu Kujou-san richtete.

„Fanservice?“, entgegnete Kujou-san genauso irritiert, während Iori einfach nur zu ihnen blickte, „du meinst, wir sollen öffentlich so tun, als wenn wir zusammen sind?“

Nanase-san nickte eindeutig. „Scheinbar ist es gerade ein großes Thema, weil in ein paar Tagen der 19.7. ist. Ich meine, es wäre für uns ja nicht einmal so gespielt und ... unsere Managerin hat bereits alles geklärt, aber sie meinte auch, dass ich euch vorher die Details sagen soll, bevor wir wirklich zustimmen.“

„Das klingt durchaus nach mehr als nur eine Abendshow, Riku“, sagte Kujou-san eindeutig nachdenklicher, drehte seinen Kopf etwas zu Iori, „ich meine, wie seht ihr das? Es wäre auch die Chance für uns, dass wir uns nicht mehr direkt verstecken müssten, wenn jeder denkt, es ist nur gespielt.“

„Ich weiß“, erwiderte Nanase-san eindeutig ernster, „wir könnten es auch austesten oder nur langsam angehen?“

„Aber es ist irgendwie auch das, was wir tun sollten, wenn es unsere Fans glücklich macht, oder?“, entgegnete Iori daraufhin.

„Vielleicht sollten wir es einfach versuchen und gleichzeitig aber langsam angehen“, nickte Kujou-san daraufhin, „und uns überlegen, was genau wir überhaupt machen.“

„Wir haben Morgen einen Termin dazu, wo wir noch einmal alles besprechen, gegen elf“, sagte Nanase-san ruhig weiter, „danach können wir dann wirklich entscheiden, was wir tun.“
 


 

Der Tag ihres gemeinsamen Auftritts kam schneller, als Riku gedacht hatte. Noch dazu spürte er, dass er inzwischen doch aufgeregt war, jetzt, wo er mit Tenn-nii und Iori zusammen in ihrer Kabine war.

Sie hatten die letzten Tage bereits ausgemacht, dass sie es langsam angingen, aber es fühlte sich irgendwie auch so an, als wenn es dafür sorgte, dass sie richtig, offiziell zusammen waren. Auch wenn Riku wusste, dass es nur bedeutete, dass die Öffentlichkeit ebenfalls davon wusste. Oder zumindest denken konnte, dass sie zusammen waren.

Würden ihre Fans davon ausgehen, dass sie zusammen waren, oder würden sie nur denken, dass es gespielt war?

„Riku?“

Riku zuckte etwas zusammen, bemerkte dann aber, dass Tenn-nii ihn eindeutig besorgter ansah. „Tenn-nii?“

Tenn-nii seufzte, bewegte eine Hand durch seine Haare. „Du wirktest abwesend, Riku und ...“, er stoppte kurz, hob eine Augenbraue, musterte ihn eindeutiger, „du weißt, dass du mich nicht so nennen sollst, ja? Wir sollen unseren Fans vorspielen, dass wir zusammen sind. Nicht ...“

„Ich weiß!“, sagte Riku dann enthusiastischer, lächelte ihn wieder breiter an, „aber uh ... glaubst du wirklich ...?“

„Wir versuchen es und sehen, was sich ergibt“, sagte Tenn-nii daraufhin, griff mit einer Hand nach Ioris, während er ihn weiter anlächelte und ihm seine andere Hand hinhielt, „das hier ist auch, weil unsere Fans so sehr davon reden, also machen wir es davon abhänging, was sie wollen und starten einfach relativ normal.“

„Du siehst das so einfach, Tenn-san“, murmelte Iori neben ihm, auch wenn Riku bemerkte, wie er etwas verlegen seinen Kopf abgedreht hatte, nachdem Tenn-nii seine Hand ergriffen hatte.

„Ich will, dass ihr euch wohlfühlt“, sagte Tenn-nii ruhig, sah zur Seite, während sich nichts an seinem Lächeln veränderte.

Riku konnte, selbst ohne es direkt zu sehen, spüren, wie offen und warmherzig Tenn-nii lächelte und sie beruhigen wollte. Er umfasste Tenn-niis andere Hand und richtete sich auf, sorgte dabei dafür, dass Tenn-nii ihn wieder etwas mehr ansah. „Lass es uns angehen, Tenn.“

 

––––

 

Riku hatte nicht erwartet, dass diese Live-Show so entspannt lief, aber es war genau das. Was vermutlich aber auch daran lag, dass es eher eine interaktive Show mit ihren Fans war, die ihnen Fragen über hauptsächlich Rabbitter schickten.

Es war einfach und es sorgte dafür, dass sie sich über die Zeit hinweg mehr entspannten, vermutlich aber auch, weil ihre Manager vorweg ein wenig mit kontrollierten, welche Fragen wirklich genutzt werden konnten.

Riku hatte aber immer mehr das Gefühl, dass es vermutlich wirklich eine gute Idee war. Eigentlich war es auch etwas, worüber er nachgedacht hatte, bevor sie überhaupt angefangen hatten, auszugehen, weil er bereits vorher zufällig über etwas dazu gestolpert war. Nur hatte er damals nicht darüber nachgedacht, überhaupt etwas zu sagen, weil er nicht gewusst hatte, wie Iori oder Tenn-nii darauf reagieren würden, es nur zu spielen.

„Wie sehr können wir erwarten, dass ihr jetzt mehr zusammen auftretet?“, drang die Stimme des Moderators zu ihm, worauf Riku etwas aus seinen eigenen Gedanken gerissen wurde, auch wenn er es sich nicht anmerken ließ.

„Auch nicht mehr als sonst, schätze ich“, sagte Tenn-nii ruhiger lächelnd, sah kurz zu Riku und Iori abwechselnd, bevor er wieder nach vorne sah, „ich meine, wir sind auch nicht mehr als eine Untergruppe, nicht? Mein Ziel ist es weiterhin, mit TRIGGER erfolgreich zu sein. Und ich bin mir ziemlich sicher, Riku und Iori geht es ähnlich.“

Riku schmunzelte etwas mehr, drückte Tenn-niis Hand mehr, beugte sich dann aber zu Iori vor. „Wir haben auch nicht vor, etwas zu ändern“, sagte er schmunzelnder, „immerhin haben wir viel zu viel dafür getan, dass IDOLiSH7 zusammenbleibt. Natürlich wollen wir mit ihnen erfolgreich sein.“

„Sicher, sicher, ah ... Tenn-san, Iori-san, war das dann vor ein paar Tagen ein Date zwischen euch?“, las der Moderator eine weitere Frage vor, während er eindeutig mehr zu Tenn-nii und Iori blickte.

Riku blinzelte etwas mehr zu seinen Freunden.

„Oh das ...“, murmelte Tenn-nii etwas nachdenklicher, „ich will es eigentlich kein Date nennen, weil Riku nicht bei uns sein konnte, was meinst du Iori?“

„Ich schätze, man kann es so sehen, aber ja“, nickte Iori etwas mehr, „wir waren immerhin nicht alle dort.“

„Oh, aber Tenn und Iori haben mir was mitgebracht und wir hatten später noch Zeit für uns, weil ich vorher nicht konnte“, entgegnete Riku daraufhin schmunzelnder.

Damals hatten sie immerhin noch nicht wirklich öffentlich gezeigt, dass sie zusammen waren, auch wenn sie damit gerechnet hatten, dass irgendjemand möglicherweise kleinere Dinge von vorher aufgreifen würde, selbst wenn sie dort nie etwas Offensichtliches getan hatten.

„Damit kommen wir auch langsam zu den letzten zehn Minuten, also falls ihr noch irgendetwas Interessantes habt, was ihr wissen wollt“, startete der Moderator ruhiger, während er mit einem halben Blick auf den Laptop vor sich sah, „und keine Sorge, es wird mit Sicherheit weitere Möglichkeiten geben, Fragen zu stellen.“

„Sicher“, lächelte Tenn-nii zurück, „wenn es sich arrangieren lässt, können wir das hier bestimmt wiederholen.“

„Hmmm, wie wäre es dann damit, ich schätze, dass ist etwas, was viele interessiert“, fing der Moderator an, blickte eindeutig zu ihnen, „Tenn-san, wird sich deine Beziehung zu TRIGGER dadurch ändern?“

Riku blinzelte etwas mehr zu Tenn-nii, während er ebenfalls wusste, dass sie mit so etwas gerechnet hatten.

„Oh“, fing Tenn-nii an, während er allerdings einfach nur ruhig lächelte, „ich kann mir vorstellen, dass ihr das denkt, aber es ist anders. Ich liebe Gaku und Ryuu, aber niemals so. Und nein, zwischen uns wird sich nichts ändern. Keine Sorge.“

Riku wusste, dass es vermutlich noch ein Thema war, was später häufiger auf sie zukommen würde, auch weil sie so eine besondere Beziehung zueinander hatten, aber er hatte so das Gefühl, dass sie das auch meistern konnten.

Außerdem sorgte Tenn-niis Blick, den er ihm und Iori kurz darauf zuwarf, während er ihre Hände weiterhin so direkt hielt, ebenfalls dafür, dass es ihn beruhigte.

Sie würden das hier sowieso erst einmal testen. Immerhin war es nicht einmal wirklich lange her, dass sie überhaupt zusammen waren, weswegen sie ja nicht einmal wussten, wie gut das alles laufen würde. Sie hatten damals entschieden, dass sie es langsam angingen und vor allem geheim hielten, bis sie bereit waren, richtig offiziell, zumindest vor ihren Freunden, zusammen zu sein.

Es war kein Geheimnis mehr, weder vor ihren Freunden noch vor der Öffentlichkeit. Aber es fühlte sich dennoch so an, als wenn sie nichts überstürzen mussten.

Riku blickte still zu seinen Freunden, während sie bereits wieder alleine in ihrer Kabine waren. Er wusste, dass er Tenn-nii und Iori liebte. Er wusste, dass er wollte, dass es funktionierte, aber er wusste auch, dass sie die Zeit brauchten, es aufzubauen.

Noch dazu mit ihrem Leben als Idols, was immer noch eine ihrer Prioritäten war.

 

––––

 

Ein paar Tage nach ihrem Auftritt in dieser Show lehnte Tenn am Abend einfach nur auf dem Sofa in ihrem Apartment zurück, während er für einen Moment seine Augen geschlossen hatte.

Seit dem Tag und Abend hatte es sich nicht mehr wirklich ergeben, dass er wirklich etwas mit Riku und Iori unternehmen oder einfach nur gemeinsam kuscheln konnte, weil ihre Termine zu unterschiedlich waren.

Es sorgte dafür, dass sie sich diese Tage allerhöchstens über ihren gemeinsamen Rabbitchat schrieben, auch wenn es nicht wirklich das Gleiche war.

„Anstrengenden Tag gehabt, Tenn?“

Tenn spürte, wie ihn ein Schauer überkam, als er die Berührung an seiner Schulter spürte, zusammen mit der Stimme, die eindeutig zu Gaku gehörte. „Hmmm“, machte er nur, ließ seine Augen allerdings weiterhin geschlossen.

Er wusste nicht, ob er es als anstrengend bezeichnen sollte, aber er wusste auch nicht, was genau er darauf antworten sollte, wenn er einzig das Gefühl hatte, dass er Riku und Iori vermisste, sehen zu können. Nicht über irgendeinen Fernseher und einen Auftritt von IDOLiSH7, sondern real, wo er sie berühren konnte.

„Du wirkst verspannt, Tenn“, flüsterte Gaku ihm zu, wobei Tenn kaum realisiert hatte, dass sein Freund und Teamkamerad ihn angefangen hatte, zu berühren, und seinen Arm entlangstrich, „hast du dir wieder zu viel zugemutet?“

Tenn öffnete nun doch seine Augen, sah mit einem Seitenblick zu ihm, während er ein wenig zurückzuckte, als er bemerkte, wie Gaku ihn sanft am Hals entlang küsste. Er drehte sich etwas mehr zu ihm, griff mit einer Hand nach Gakus anderem Handgelenk und lehnte sich ihm entgegen.

Es war nichts dabei, wenn er das hier zuließ, oder? Immerhin war es das, was schon länger zwischen ihnen war, ohne das irgendjemand je mehr empfand. Gaku, Ryuu und er hatten schon viel zu lange diese Beziehung, von denen nur sie wussten, aber es war alles nur körperlich. Nicht mehr. Tenn wusste auch, dass es niemals mehr war oder sein würde. Schon bevor er angefangen hatte, mit Riku und Iori auszugehen.

Tenn wusste auch, dass diese Zeit, in der er Riku und Iori nicht wirklich und real sehen konnte, dafür gesorgt hatte, dass sich etwas in ihm anstaute, selbst wenn er wusste, dass er seine Freunde niemals dazu bringen würde, viel weiter zu gehen. Immerhin konnte er erkennen, dass weder Riku, noch Iori, wirklich bereit waren.

„Tenn?“, fing Gaku leise an, während er gestoppt hatte, ihn weiter zu berühren, sondern einfach nur seine Augen auf ihn gerichtet hatte.

„Tut mir leid“, murmelte Tenn nur, drehte etwas seinen Kopf zur Seite. Er wusste, dass das zwischen ihnen nichts Besonderes war, sondern einfach nur körperlich. Es war schon immer nur das, seit sie damit angefangen hatten.

„Du weißt, dass du sagen kannst, wenn du nicht in der Stimmung bist?“, entgegnete Gaku eindeutig fragender, „ich dachte nur, es lenkt dich vielleicht davon ab, was war. Ist irgendetwas bei eurer Show passiert?“

Tenn seufzte nur, schüttelte etwas den Kopf, sah ihm wieder ruhiger entgegen. Er wusste, dass es alles leichter machen würde, wenn er nur darauf einging. Also wieso fühlte es sich an, als wenn er nicht weitergehen konnte?

„Soll ich dich alleine lassen?“, fragte Gaku ruhiger nach.

„Ich ... ja, vielleicht“, erwiderte Tenn einfach nur ein wenig langsamer, „sorry.“

„Keine Sorge“, erwiderte Gaku nur, bevor er ihn kurz anlächelte, sich dann erhob und ihn alleine ließ.

Tenn wusste, dass es nicht hieß, dass er nicht dennoch zu ihm gehen konnte. Er wusste ja gerade selbst nicht, was es war, was ihn gestoppt hatte oder wieso er einfach nicht komplett auf diese Berührungen eingegangen war. Lag es wirklich an Riku und Iori?

Er seufzte, erhob sich und bewegte sich in die Richtung seines eigenen Zimmers, stoppte allerdings vor der Tür und sah über den Flur. Schließlich ging er allerdings zu Gakus Zimmer und klopfte kurz, bevor er die Tür einen Spalt öffnete. Er wusste, dass er zumindest sagen sollte, wieso er sich so unsicher fühlte. „Gaku?“

„Du bist es, Tenn“, sagte Gaku kurz darauf, während er aufrecht auf seinem Bett saß und gerade ein Buch zur Seite legte, „ist noch etwas?“

„Ich denke, ich fühle mich aktuell einfach nicht bereit, etwas mit dir oder euch zu haben, jetzt wo ...“, startete Tenn, schluckte etwas mehr, „ich meine, wäre es fair gegenüber Riku und Iori?“

„Tenn“, entgegnete Gaku etwas überraschter, sah ihn eindeutig irritierter an, „ist es nicht nur ...?“

Tenn seufzte, lächelte ihn ruhiger an, zuckte dann allerdings zusammen, als er merkte, wie Ryuu ihn von hinten umarmte, auch wenn er sich nur wenige Sekunden später wieder von ihm weg bewegte.

„Sorry Tenn“, sagte Ryuu entschuldigender, trat eher neben ihn und lächelte ihn von der Seite an.

„Schon gut, ich ...“, fing Tenn an, sah ihn kurz zurück an und lächelte ebenfalls entschuldigender. Er wusste, dass Ryuu aufgrund seines Zurückzuckens so reagiert hatte, und er wollte unter keinen Umständen, dass er sich schuldig für etwas fühlte, was zwischen ihnen lange normal gewesen war. Erst recht, wenn sie alleine unter sich gewesen waren. „Riku und Iori bedeuten mir wirklich viel und es fühlt sich einfach komisch an, wenn ich mit euch ... sorry.“

„Alles gut“, sagte Gaku kurz darauf, während er inzwischen wieder zu ihnen getreten war, „dann ist es wirklich so? Also das ihr zusammen seid?“

Tenn blickte zu ihm, spürte, wie seine Wangen ein wenig rot wurden, sodass er seinen Kopf zur anderen Seite drehte. „Wir haben angefangen, auszugehen, kurz nach Rikus und meinem Geburtstag.“

„Huh? Meinte Anesagi nicht, dass du mit ihnen zusammen nur etwas bezüglich des 19.7. macht, weil eure Fans so auf euch reagieren?“, fragte Ryuu ebenfalls überraschter nach, „ich hätte nicht gedacht, dass ihr wirklich ...“

Tenn lächelte etwas mehr wieder zu seinen Freunden. „Wir hatten nie vor, es öffentlich zu machen, aber es war wohl ein glücklicher Zufall.“ Immerhin würden sie so die Möglichkeit bekommen, normal draußen unterwegs sein zu können, ohne dass es ihnen schadete, während es sogar von ihren Fans gefeiert wurde.

„Okay“, nickte Ryuu, lächelte ihn mehr an, kurz bevor sich Tenn in einer Umarmung mit seinem Freund wiederfand, „ich bin froh, wenn du glücklich bist, Tenn.“

„Danke“, erwiderte Tenn nur, ließ sich einen Moment von ihm festhalten, bevor er sich ein Stück befreite und ihn und Gaku anlächelte, „sorry, dass ich euch vorher nichts gesagt habe.“

„Schon gut, mach dir keine Gedanken, sorry wegen vorher“, entgegnete Gaku ruhig weiter, „aber du weißt, dass du jederzeit stoppen kannst?“

„Ich ...“, fing Tenn an, schluckte mehr, „vielleicht war ich mir nicht sicher, was ich wollte? Ich denke, etwas in mir wäre durchaus bereit, aber ... nicht jetzt.“ Zumindest nicht, solange er nicht richtig darüber mit Riku und Iori gesprochen hatte.
 


 

Es war angenehm und Riku wusste, dass er es gerade zu sehr genoss, dass er so gemütlich mit Iori den Weg an dem Flussufer entlanggehen konnte, ohne das sie darüber nachdenken mussten, ob sie jemand erkannte.

Es sorgte auch dafür, dass er einfach frei nach Ioris Hand gegriffen hatte, sodass sie ihre Finger miteinander verschränkt hatten. Das Einzige, was es nicht komplett perfekt machte, war, dass Tenn-nii nicht bei ihnen war, weil er an diesem Nachmittag noch einen Termin mit seinen Teamkameraden hatte.

Der Grund, dass Iori und er gerade Zeit für sich hatten, lag auch eher mit daran, dass sie vorher ein Fotoshooting für ihren letzten, gemeinsamen Filmauftritt hatten und danach nichts mehr für sie anstand.

„Es fühlt sich so ungewohnt an, sich nicht verstecken zu müssen, Iori“, flüsterte Riku etwas mehr, während sie sich auf einer Bank an der Seite niederließen und einfach nur in die Ferne sahen.

„Du hast recht, Riku-san“, entgegnete Iori ruhig zurück.

Sie hatten sich nicht losgelassen, auch wenn sie es sich auf der Bank gemütlich gemacht hatten und eher nur über den Fluss blickten.

„Wie lange dauert Tenn-niis Termin noch einmal?“, fragte Riku nach, wenn auch nur beiläufig, während er etwas zur Seite rutschte und sich gegen Ioris Schulter lehnte. Er genoss es auch einfach, mit ihm alleine zu sein, aber gleichzeitig wünschte er sich nur mehr, dass er Zeit mit Iori und Tenn-nii verbringen konnte.

Riku spürte, wie sich Iori etwas neben ihm bewegte, auch wenn er aufpasste, dass er sich nicht zu sehr von ihm wegbewegte, sodass Riku weiterhin bei ihm lehnte.

„Es sollte in einer knappen Stunde beendet sein“, flüsterte Iori neben ihm mehr, während Riku schmunzelte.

Eine knappe Stunde. Vermutlich hatte Iori nach seinem Handy gegriffen, um genauer nachzusehen.

„Meinst du, wir sollten ihn aufsuchen? Wir könnten den Abend noch etwas zusammen–“, fing Riku an, während er seine Augen geschlossen hielt, allerdings sorgte eine Stimme dafür, dass er eher stoppte.

„Der Film war echt gut, nicht?“

Riku drückte nebenbei etwas mehr Ioris Hand, öffnete seine Augen und sah wieder vor sich. „Tenn-nii?“

„Riku-san?“, fragte Iori überraschter nach, „was ist los?“

„Total! Ich dachte mir, dass du es magst, aber es war echt so viel besser ...“

Riku zuckte etwas mehr zusammen, drehte seinen Kopf zu Iori und blickte ihm mehr in die Augen. „Tenn-nii ist mit Tsunashi-san und Yaotome-san unterwegs, oder?“

Er bemerkte, wie Iori ihn irritierter ansah, bevor er ruhiger lächelte. „Hm.“

„... Warum klang es gerade, als wenn er mit Yamato-san an uns vorbeilief?“, fragte Riku nach, während seine Augen mehr weiterhin nur Iori anblickten. Warum hatte er gerade eigentlich Angst, dass er Tenn-nii hier sah, obwohl er eigentlich wusste, dass es nicht der Fall sein konnte? Er müsste nur mehr zur Seite und an Iori vorbeisehen, um sich zu vergewissern.

„Das hast du dir eingebildet, Riku-san“, sagte Iori daraufhin ruhiger weiter, lächelte ihn an, „und Nikaidou-san ist mit Nii-san und Rokuya-san unterwegs.“

„Ja ... sicher ... ich weiß“, flüsterte Riku mehr, lehnte seinen Kopf gegen Ioris Schulter, „das war nicht Tenn-nii ... nicht wahr?“

„Das war nicht Tenn-san“, entgegnete Iori ruhig bestätigend, „und wie wäre es, wenn wir uns auf den Weg machen, um ihn abzuholen und danach noch etwas gemeinsam zu machen?“

„Ja, klingt gut“, erwiderte Riku, atmete etwas mehr durch. Außerdem konnte er sich dann vergewissern, dass er sich verhört haben musste. Vermutlich klang diese Stimme einfach nur so sehr nach Tenn-nii, weil er hoffte, dass er ebenfalls bei ihnen war.

 

––––

 

Als sie sich dem Studio näherten, fühlte sich Riku eindeutig besser, während er sich langsam wieder beruhigte. Er drückte weiterhin normal Ioris Hand, während sich ein Lächeln auf seinen Lippen befand.

Wieso hatte er überhaupt so ein komisches Gefühl gehabt, nur weil er dachte, Tenn-nii gehört zu haben?

„Du siehst besser aus, Riku-san“, sagte Iori, kurz bevor sie die Tür öffneten, um das Gebäude zu betreten.

„Hm, sorry!“, grinste Riku ihn von der Seite an, „das ist albern, oder? Ich meine ...“, er stoppte ein wenig, während sie den Flur entlanggingen.

„Riku? Iori?“, drang nach einigen Sekunden Tenn-niis Stimme zu ihnen, worauf Riku mehr aufsah und ihn nun anstrahlte, „ich dachte nicht, dass ihr herkommt.“

„Ich denke, Riku-san hat dich vermisst“, entgegnete Iori daraufhin, bevor Riku irgendetwas sagen konnte.

Riku kicherte nur etwas, schüttelte den Kopf und ignorierte den Gedanken an das, was er vorher mitbekommen hatte. „Wir wollten dich abholen, Tenn-n–Tenn-chan!“, sagte er dann, sich kurz korrigierend, während er eigentlich nicht wirklich darüber nachgedacht hatte, wie er ihn nannte.

„Riku ...“, entgegnete Tenn ein wenig überraschter, während er kurz einfach nur blinzelte.

Riku legte den Kopf schief, da er durchaus gemerkt hatte, wie Tenn für den Bruchteil einer Sekunde eindeutig ein wenig rot geworden war, sodass er nur mehr schmunzelte. Komplett vergessend, dass er vorher so irritiert gewesen war. „Du hast doch jetzt Zeit, oder, Tenn-chan?“

„Sicher, keine weiteren Termine“, nickte Tenn, wenn auch eindeutig beherrschter, als vorher, während er sich zu Riku und Iori bewegte, „und ihr?“

„Wir hatten nur einen kurzn Termin am Vormittag“, entgegnete Iori ruhiger, „danach haben wir eher den Tag genossen. Zumindest bis–“,

„Iori!“, unterbrach Riku ihn, drückte ihm eine Hand auf den Mund, „lass uns einfach so tun, als wäre das nie passiert, ja?“

„Was wäre nie passiert?“, fragte Tenn nach, musterte sie eindeutig verwirrter.

„Nichts!“, sagte Riku eindeutig zu hastig, warf Iori noch einen ernsten Blick zu, bevor er langsam seine Hand zurückzog, „wir waren nur gemeinsam unterwegs und haben unseren freien Nachmittag genossen.“

„Hm, wie Riku-san meint“, nickte Iori daraufhin, auch wenn der Blick, den er ihm zuwarf, eindeutig skeptisch war.

Tenn legte den Kopf zur Seite, bevor er seufzte und wieder lächelte. „Wollen wir irgendwo was essen gehen?“, fragte er dann nach, während Riku ziemlich sicher war, dass er einfach nur das Thema wechselte, während er genau wusste, dass sie etwas verbargen.

Aber irgendwie hatte Riku das Gefühl, dass er nicht weiter darüber nachdenken oder irgendetwas sagen wollte. Es war immerhin nichts, was sie betraf und er wusste doch, dass Tenn die ganze Zeit mit seinen Teamkameraden unterwegs gewesen war.

 

––––

 

Nachdem sie gemeinsam in einem kleinen Restaurant gegessen hatten, befanden sie sich nun in Tenns Zimmer, während sie sich einfach nur zusammen auf dem Bett eingekuschelt hatten.

Es hatte auch dafür gesorgt, dass Tenn ein wenig vergessen konnte, dass Riku und Iori scheinbar über etwas geschwiegen hatten. Aber eigentlich war er sich auch ziemlich sicher, dass er nicht einmal wirklich mehr nachfragen wollte.

Immerhin vertraute er ihnen, und wenn sie meinten, dass sie nicht darüber reden wollten, war es für ihn okay.

Dennoch ging ihm, jetzt, wo er mit ihnen zusammen kuschelte, etwas anderes durch den Kopf, was er eindeutig noch ansprechen wollte. „Riku? Iori?“, fragte Tenn leiser nach, rutschte etwas so, dass er sich auf die Seite lehnte und sich auf einem Arm abstützte.

„Hm?“, fing Riku leise murmelnd an, während er ihn aus einem offenen Auge ansah, während Iori ihn eindeutig genauer musterte.

„Würdet ihr es wollen, wenn jemand von uns mit jemand anderem körperlich intim wäre?“, fragte Tenn nach, während er eindeutig daran dachte, dass er sich letztlich wirklich unwohl dabei gefühlt hatte, dass er fast auf seine Freunde eingegangen wäre. Auch wenn es nur Gaku und Ryuu gewesen waren und es zwischen ihnen nie etwas Besonderes gewesen war.

„Ich ... keine Ahnung, Tenn-san“, murmelte Iori, sah eher mehr zu Riku, als weiter zu ihm.

Riku blickte ihn eine Weile stiller an, sah nun doch wieder mit beiden Augen zu ihm, auch wenn er einen ganzen Moment schwieg.

Es sorgte dafür, dass Tenn das Gefühl hatte, dass er besser gar nicht erst nachgefragt hätte. Er hatte sowieso nicht mehr das Verlangen, irgendetwas mit jemandem zu tun, solange es nicht Riku und Iori waren.

„Ich weiß auch nicht“, sagte Riku, drehte nun seinen Kopf eher in die andere Richtung und sah somit mehr Iori an, „es ... ich ... es fühlte sich schon komisch an, als ich dachte, ich hätte dich heute mit Yamato-san gehört und ... uh ...“,

„Riku“, startete Tenn, stoppte sich selbst, während er eindeutig mehr blinzelte, „ich kann man nicht erinnern, Nikaidou Yamato heute überhaupt gesehen zu haben.“

„Ich weiß“, sagte Riku, kicherte etwas mehr, legte sich einen Arm über das Gesicht, „es ist albern, aber ... ich will nicht darüber nachdenken. Dass Tenn-chan mit jemand anderem ...“,

Tenn blinzelte mehr, lächelte schließlich, auch wenn er das Gefühl hatte, dass er einen Moment zu überrascht war. Es war ein seltsames Gefühl, wenn Riku ihn so nannte, aber irgendwie sorgte es gleichzeitig für ein anderes Kribbeln, was nicht unangenehm war. „Ich denke, ich will auch nur noch mit euch– also wenn ihr so weit seid, weiterzugehen ...“, sagte Tenn ruhig daraufhin, kurz bevor er Riku einen Kuss auf die Lippen drückte, bemerkte, wie Riku ihn wieder ansah, „ich liebe euch, Riku, Iori“, sagte er dann, drehte seinen Kopf so, dass er Iori danach ansah und ihn ebenfalls küsste.

„Ich weiß, dass du nur fragst, weil du diese besondere Beziehung mit deinen Freunden hast“, sagte Riku leise weiter, seufzte etwas mehr, „ich meine, ich denke, es ist etwas anderes, wenn es Yaotome-san oder Tsunashi-san sind, aber ... uh ...“

Tenn lächelte nur, schüttelte etwas mehr den Kopf, rutschte wieder so, dass er seinen einen Arm über Riku und Iori ausstreckte und sie zu sich zog, damit sie mehr kuscheln konnten. „Schon gut. Ich denke nicht, dass ich das überhaupt noch will.“ Zumindest war er sich jetzt sicher, dass er wirklich nur noch etwas mit Riku und Iori haben wollte. Selbst, wenn sie dafür noch Zeit brauchten. Selbst wenn es erst einmal nicht mehr als kuscheln und einfaches küssen war.
 


 

Tenn hätte nicht gedacht, wie niedlich er Riku finden würde, wenn er eifersüchtig war.

Eigentlich war es nicht einmal ein Grund für seinen Zwillingsbruder, eifersüchtig zu sein, aber er war es dennoch.

Nicht, wenn Tenn einen Auftritt mit TRIGGER hatte, der eventuell etwas anzüglicher war, sondern eher, wenn er irgendeinen gemeinsamen Auftritt mit jemandem der anderen hatte. Ganz egal, ob es nur eine einfache Show oder etwas in der Art war.

„Machst du das absichtlich, Tenn-san?“, fragte Iori nach, trank ein wenig an seinem Tee, den er vor sich stehen hatte, während sie in dem Café von seiner Familie saßen.

„Was soll ich absichtlich machen?“, fragte Tenn nach, legte den Kopf schief, während er sich ein Stück von dem Kuchen, der vor ihm stand, in den Mund schob.

Eigentlich warteten sie nur auf Riku, da sie am Abend zusammen ins Kino gehen wollten, er sich aber ein wenig verspätete.

„Riku-san eifersüchtig machen“, entgegnete Iori weiterhin so ruhig, aß nun ebenfalls ein Stück von dem Kuchen, den er vor sich stehen hatte.

„Ich weiß doch auch nicht, was er hat, Iori“, seufzte Tenn vor sich hin, stützte seinen Arm neben sich auf dem Tisch ab. Davon ab, dass Riku nicht in irgendeiner Weise darauf reagierte, wenn er etwas mit Gaku oder Ryuu machte, sondern nur, wenn er mit den anderen Idols – Iori ausgenommen – etwas machte.

„Vermutlich hat es doch mit Nikaidou-san zu tun“, murmelte Iori eindeutig nachdenklicher, „du bist doch für eine Rolle in dem Drama gescoutet worden, in dem er mitspielt, oder?“

Tenn blickte ihn ein wenig nachdenklicher an, aß ein weiteres Stück von dem Kuchen, bevor er etwas mehr aufsah. „Ah, das. Aber wieso sorgt es dafür, dass Riku so eifersüchtig ist?“ Auch wenn er ihn wirklich niedlich fand. Er wusste auch, dass es keinen Grund für Riku gab, überhaupt eifersüchtig zu sein.

„Vermutlich weil wir ein kurzes Gespräch mitgehört hatten damals und die wirklich wie Tenn-san und Nikaidou-san klangen“, sagte Iori ruhig weiter, seufzte etwas mehr.

„Du meinst euer kleiner, freier Nachmittag“, sagte Tenn seufzender, während er eindeutig nachdenklicher wurde. Er wusste, dass er kaum etwas dagegen tun konnte, dass er in dem Drama mitspielte, in dem auch Nikaidou Yamato spielte. „Aber ich kann schlecht was dagegen sagen. Außerdem ist es mal eine Abwechslung mit dem Stück.“

Iori nickte langsam vor sich hin. „Ich weiß. Ich denke, Riku-san kommt schon klar damit. Er weiß schließlich auch, was es bedeutet.“

Tenn lächelte nur mehr zurück. „Davon ab, irgendwie ist er niedlich, wann immer er so eifersüchtig ist.“

„... Du genießt das, Tenn-san“, murmelte Iori kurz darauf, hob etwas eine Augenbraue.

„Ein wenig, Iori“, erwiderte Tenn nur schmunzelnder.

 

––––

 

Tenn wusste, dass er Riku viel zu niedlich fand, um es nicht zu genießen, wie er von ihm angesehen wurde oder wie Riku regelmäßig und offensichtlich zeigte, dass sie zusammen waren. Es war einfach zu niedlich, als dass er etwas daran ändern wollte, auch wenn er ihm immer wieder versicherte, dass er nur ihn und Iori liebte. Niemanden sonst.

Dennoch wollte er es eigentlich nicht zu sehr übertreiben.

Weswegen er auch ein wenig irritierter zu seiner Managerin sah, als diese an einem Trainingsnachmittag zu ihm kam, um alleine mit ihm zu sprechen.

„Anesagi-san? Du wirkst ... uh ...“, fing er an, unterbrach sich aber selbst, als er nicht wirklich wusste, wie er ihren Ausdruck wirklich lesen sollte.

„Ich weiß, dass es viel verlangt ist, aber ... du bist eine der wenigen Personen, die wirklich einspringen können!“, sagte sie eindeutig ernster, während ihre Augen so direkt auf ihm lagen, „es geht um das Drama ... würdest du einspringen, um Yamato-kuns Partnerin zu spielen?“

Tenn blinzelte etwas mehr, öffnete den Mund, nur um ihn gleich wieder zu schließen. Er wusste, dass es kein Problem für ihn darstellen sollte, eine weibliche Rolle zu spielen. Zumindest normalerweise. „Ist ... etwas passiert, Anesagi-san?“, fragte er dennoch erst einmal nach, während er daran dachte, wie sehr Riku schon die ganze Zeit darauf reagierte, wenn er nur etwas mehr mit jemandem zusammen machte – noch dazu, dass er wusste, dass es ausgerechnet Nikaidou Yamato sein würde.

„Die zweite Hauptdarstellerin fällt vermutlich aus und sie suchen einen Ersatz, aber in der kurzen Zeit ist es schwierig, jemanden zu finden, die schnell genug einspringen kann. Immerhin ist es keine kleine Rolle“, sagte Anesagi-san, seufzte etwas mehr, „und von denen, die bereits das Stück halbwegs kennen, wären es entweder du oder Natsume.“

„Haben Natsume-san und Nikaidou-san nicht schon häufiger zusammen gearbeitet?“, fragte Tenn nach, sah sie eindeutig fragender an. Er wusste, dass er normalerweise nichts dagegen sagen würde, aber er wusste auch, dass es vermutlich nur zu Rikus Eifersucht beitragen würde. Auch wenn es nur ein Drama war. Auch wenn es nur gespielt war.

„Hm, ja, aber ... na ja ...“, murmelte Anesagi-san etwas mehr, „scheinbar haben sie nicht so die gute Beziehung zueinander?“

Tenn seufzte, nickte schließlich. „Ich denke schon, dass ich das hinkriegen würde.“ Er wusste nicht, wie er das alles Riku erzählen sollte, aber es war immerhin nur ein Stück. Sie spielten in einem Drama, nicht mehr.

„Super! Ich verlasse mich auf dich und bin sicher, du beeindruckst sie!“, grinste Anesagi-san ihn breiter an.

 

––––

 

Iori seufzte ein wenig mehr, ließ sich auf einem Hocker an der Küchenzeile nieder. „Was sollen wir machen, Nii-san?“

Mitsuki war dabei, ihnen etwas zu kochen, da es einer der wenigen Abende waren, wo sie alle sieben zusammen Zeit hatten und somit zusammen essen konnten. „Was genau meinst du, Iori?“, fragte er nach, sah kurz über die Schulter zu ihm.

„Merkst du nicht, wie Riku-san zu Nikaidou-san sieht?“, fragte Iori seufzender nach. Er wusste, dass es angefangen hatte, seit Tenn-san ihnen erzählt hatte, dass er in der Serie für die zweite Hauptrolle einspringen musste. Was bedeutete, dass er Nikaidou-sans Freundin spielte.

Mitsuki gab nur ein erheiterndes Lachen von sich. „Ich kann nicht sehen, wie uns das betreffen soll? Und solange es nur privat ist ...“

Iori seufzte nur mehr, verdrehte etwas die Augen. „Bist du sicher, dass es nur das ist, Nii-san?“, fragte er schließlich nach. Er hoffte ja auch, dass Riku-sans Eifersucht irgendwann nachlassen würde oder er zumindest mal einsehen würde, dass es nur gespielt war.

„Du machst dir zu viele Gedanken um Riku, nur weil ihr angefangen habt, euren Fans etwas vorzuspielen“, sagte Mitsuki, winkte etwas über seine Schulter hinweg ab, während er sich nicht zu ihm umdrehte, „und ansonsten solltest du auf unseren Leader vertrauen!“

„Sicher“, murmelte Iori vor sich hin, während er erneut nur seufzte. Vielleicht sollte er lieber mit Tenn-san darüber reden, ob sie irgendetwas tun konnten, um diese Spannung zu stoppen. Davon ab, dass ihre Freunde eh nicht sahen, dass sie das hier nicht nur spielten.

„Riku!“

Bevor er auch nur weiter darüber nachdenken konnte, sah er zu den beiden Personen, die gerade in ihren Wohnraum traten. „Nikaidou-san, Riku-san“, murmelte Iori etwas perplexer.

„Oh Mitsu, Ichi“, startete Nikaidou-san, seufzte etwas mehr, „könnt ihr Riku mal beruhigen?“

„Warum?!“, zischte Riku-san hinter ihm, verschränkte die Arme vor sich.

„Riku“, fing Mitsuki an, seufzte etwas mehr, drehte sich halb zu ihm, „jetzt beruhig dich mal. Wenn es darum geht, dass–“,

„Ich habe es schon wieder mitbekommen!“, sagte Riku-san und unterbrach Mitsuki geradezu, kurz bevor er zu Iori trat, „ich bin mir auch ganz ziemlich sicher!“

„Es ist nur ein Schauspielstück, Riku-san“, seufzte Iori mehr, schüttelte den Kopf.

„Das versuche ich ihm schon die ganze Zeit zu sagen“, sagte Nikaidou-san, verdrehte etwas die Augen und rutschte auf das Sofa an der Seite, „er ist nur eingesprungen, weil sie kurzfristig niemanden als Ersatz finden konnten.“

„Ich habe dich und Tenn-nii eindeutig auf einem Date gehört! Das klang nicht nach Üben!“, sagte Riku-san eindeutig ernster.

„Was?“, kam es eindeutig überraschter von Mitsuki, sodass Iori bemerkte, wie er sich nun mehr zu ihnen drehte.

Warum war sein Nii-san denn jetzt auch so hellhörig, nur weil Riku-san dachte, dass er Tenn-san und Nikaidou-san gehört hatte, wie sie zusammen auf einem Date waren?

„Mitsu, fang nicht auch noch an“, seufzte Nikaidou-san eindeutig geschlagener, „ich weiß nicht, was Riku gehört hat, aber ...“,

„Ich weiß dafür sehr wohl, was ich gehört habe! Kein Wunder, dass Tenn-nii so einfach zugestimmt hat, dass er einspringt“, grummelte Riku-san mehr, bevor er sich abdrehte, „wie lange geht das schon?!“

Iori starrte nebenbei einfach nur zu seinem Freund, während er aus dem Augenwinkel bemerkte, wie Mitsuki sich durch die Küchenzeile bewegte. „Nii-san ...?“

„Soll das dein verdammter Ernst sein, Yamato?“, fragte er eindeutig wütender nach, während er sich über Nikaidou-san beugte, „kannst du nicht einmal ehrlich sein?!“

„Was? Mitsu–“, startete Nikaidou-san eindeutig überrumpelter.

Iori war sich gerade wirklich nicht sicher, ob er das alles noch weiter mithören wollte. Erst recht, wenn er gleichzeitig sah, wie Riku-san ihn so eindringlich ansah. Wie genau waren sie eigentlich in diese Lage gekommen?

„Komm!“, zischte Riku-san kurz darauf, griff nach seinem Arm und zog ihn einfach mit sich zu seinem eigenen Zimmer.

Iori blinzelte einfach nur, als er sich nur wenige Sekunden später auf dem Bett des anderen befand, während Riku-san vor ihm saß. „Riku-san ...?“ Dabei hatte er vor ein paar Minuten noch gedacht, dass sie mal wieder einen gemeinsamen Abend mit allen zusammen haben konnten.

„Das ist nicht wahr ... oder?“, flüsterte Riku-san kurz darauf, während er eindeutig erkannte, wie sich Tränen in den Augen seines Freundes sammelten, „Tenn-nii würde nicht ... oder?“

„Natürlich nicht“, seufzte Iori, streckte seine Arme aus und sorgte dafür, dass sich Riku-san bei ihm ankuscheln konnte, „das ist nichts weiter als eine Serie, in der sie spielen. Und es wird das Gleiche sein wie damals. Du hast nur jemanden gehört, der ähnlich klang.“

„Aber ... aber“, kam es ein wenig schluchzender von Riku-san, während er sich nur weiterhin gegen ihn drückte und von Iori festhalten ließ, „das ist alles ... viel zu zufällig ... oder?“

„Beruhig dich erst einmal, Riku-san“, sagte Iori leise weiter, legte einfach nur seine Arme um ihn und hielt ihn an sich gedrückt, „aber wenn es dich so stört ... warum fragst du Tenn-san nicht, ob es nicht doch eine andere Lösung gibt? Er hätte es bestimmt zurückgezogen, wenn du ihn darum bittest.“ Immerhin war sich Iori sicher, dass Tenn-san sich ebenfalls Gedanken darum gemacht hatte und bestimmt nicht wollte, dass sich Riku-san deswegen schlecht fühlte.

Riku-san schluckte kurz, sah ihm langsam wieder entgegen. „... Ich weiß ja, dass es nur gespielt ist und ... ich will ihm vertrauen. Außerdem will ich nicht dafür sorgen, dass es irgendwelche Probleme mit sich zieht, nur deswegen.“

Iori lächelte ihn ruhiger an, bewegte eine Hand über Riku-sans Rücken, griff mit der anderen nach seinem Handy und durchsuchte seine Kontakte, bis er bei Tenn-sans Nummer gestoppt hatte. Er wusste, dass sie das am besten zusammen versuchten, zu lösen, auch wenn sie eigentlich nicht vorhatten, sich heute zu treffen, weil sie am nächsten Tag frühe Termine hatten.

„Iori? Was ist los?“, hörte er Tenn-sans Stimme nach einem Moment.

„Ich weiß, es ist spät und eigentlich wollten wir uns heute nicht treffen, aber es wäre vielleicht dennoch gut“, entgegnete Iori ruhiger zurück, „Riku-san ist ...“

„Kannst du nicht doch mit jemandem tauschen, Tenn-nii?“, unterbrach Riku-san ihn dann doch etwas direkter, worauf Iori nur irritierter zu ihm blinzeln konnte.

Riku ...“, fing Tenn-san einen Moment überraschter an, „was ... ich dachte, es ist okay für dich? Und wir sind mitten in den wichtigen Proben.

„Kannst du doch herkommen?“, fragte Iori nun eindeutig ruhiger nach, „ich weiß, dass du morgen früh unterwegs sein musst, aber“,

Er hörte ein kurzes Geräusch durch das Handy, bevor Tenn-san ihm antwortete: „Okay. Ich bin gleich bei euch.“

Iori seufzte, klickte das Gespräch aus und legte sein Handy weg, bevor er seine Arme einfach nur wieder um Riku legte und ihn an sich drückte.

 

––––

 

Als Tenn bei dem Wohnheim von IDOLiSH7 klingelte, blickte er überraschter zu Tamaki, der ihm die Tür geöffnet hatte und genauso irritiert zu ihm sah.

„Huh? Was machst du hier, Ten-Ten? Und wieso ist alles so angespannt, obwohl wir eigentlich einen gemeinsamen Abend haben wollten?“, fragte Tamaki irritierter nach, legte den Kopf schief und trat zur Seite und zurück in den Flur, um ihn eintreten zu lassen.

Tenn zuckte nur mit den Schultern. „Frag mich nicht, was bei euch los ist. Ich bin nur hier, weil ich mit Riku reden muss“, sagte er dann ruhiger zurück. Immerhin war das Problem gerade das, was ihn am meisten beschäftigte.

„Oh ... Rikkun sollte in seinem Zimmer sein“, entgegnete Tamaki und ging ein wenig durch den Flur entlang.

„Okay ...“, murmelte Tenn etwas mehr, auch wenn er nur merkte, wie Tamaki bereits in eine andere Richtung davonging und gar nicht mehr groß auf ihn achtete.

„... Warum sind alle so komisch heute?“, murmelte er etwas vor sich hin, seufzte eindeutig mehr.

Langsam bewegte sich Tenn eher auf Rikus Zimmer zu, klopfte kurz, bevor er die Tür einen Spalt öffnete und eindeutig schmunzelte, als er Riku auf dem Bett sitzen sah, während Iori hinter ihm war und ihn in seinen Armen hielt. Sie wirkten in dem Moment so friedlich und glücklich, dass er kaum daran denken wollte, was der eigentliche Grund war, wieso er zu ihnen kommen sollte.

„Sieht nicht so aus, als wenn ihr mich brauchen würdet“, sagte Tenn leise, schloss die Tür hinter sich und lächelte zu ihnen, „auch wenn es nicht nett ist, so eine Unruhe zu verursachen.“ Seine Augen richteten sich dabei eher auf Riku, da er sich denken konnte, dass es mit Riku zu tun hatte.

„Tenn-nii“, murmelte Riku etwas überraschter, drehte seinen Kopf zu ihm, auch wenn er sich weiterhin nicht von Iori weg bewegte.

Tenn rutschte zu ihnen, ließ sich auf der Bettkante nieder und sah einfach nur zu Riku. „Du hast Yotsuba zum Schmollen gebracht, weil ihr scheinbar alle so seltsam seid gerade“, entgegnete er leise kichernd, „und er sich auf euren gemeinsamen Abend gefreut hat.“

„Nii-san ist immer noch wütend?“, fing Iori etwas nachdenklicher an, sah nun eher in Richtung der Zimmertür.

„Keine Ahnung“, zuckte Tenn mit den Schultern, „Yotsuba war der Einzige, den ich gesehen habe.“

Riku seufzte etwas mehr, sah nur wieder auf die Bettdecke vor sich. „Kannst du wirklich nicht doch noch stoppen?“

„Riku“, startete Tenn nun langsam ernster, sah wieder mehr zu ihm, „du meintest doch, es ist okay. Warum hast du jetzt so ein Problem damit?“

„Ich ... weil ...“, murmelte Riku etwas mehr, drehte nun seinen Kopf zur anderen Seite, wobei Tenn bemerkte, das er ein wenig rot geworden war.

„Riku“, fing Tenn an, während Iori nebenbei ebenfalls wieder mehr zu ihnen sah, „du weißt aber, dass ich dich liebe, ja?“

„Ich ... ich weiß“, murmelte Riku mehr vor sich hin, sah immer noch eher zur Seite.

„Warum hast du dann so ein Problem damit, Riku-san?“, fragte Iori schließlich nach.

Tenn seufzte etwas mehr, legte seine Hände gegen Rikus Wangen und brachte ihn dazu, wieder zu ihm zu sehen. „Du weißt gar nicht, wie sehr ich mir Gedanken gemacht habe oder immer noch mache. Ich will dich nicht verletzen, Riku, deswegen hätte ich damals sofort etwas gesagt, wenn du dagegen gewesen wärst, aber ich kann das jetzt nicht mehr“, sagte er mit einem eindeutig ernsten Blick, „es wäre dem ganzen Team über nicht richtig.“

„Ich weiß“, sagte Riku leise daraufhin, lächelte ihn an, auch wenn es eher bitter aussah und seine Augen wirkten, als wenn er kurz davor war, zu weinen, „es ist nur ...“,

„Ich liebe dich, Riku“, flüsterte Tenn nur mehr, sah ihm weiterhin entgegen, kurz bevor er ihn küsste, „ich liebe euch, nur euch. Niemanden sonst“, setzte er dann an, sah kurz zu Iori auf, bevor er wieder Riku ansah, „aber denkst du nicht, du sorgst auch dafür, dass bei euch Unruhe herrscht, wenn du so etwas sagst? Es war nicht Nikaidous Idee, dass wir zusammen auftreten, genauso wenig wie es meine war. Ich bin nur für seine Partnerin eingesprungen.“

„Ich ... ich weiß“, flüsterte Riku vor sich hin, „tut ... tut mir leid.“

„Ich bin nicht die Person, bei der du dich entschuldigen solltest“, sagte Tenn ruhiger, auch wenn er mehr lächelte, „oder nicht nur. Vermutlich hätte ich früher eher gesehen, dass du nicht wirklich glücklich damit bist.“

„Reden wir nicht jetzt darüber“, sagte Iori eindeutig ruhig, „Nii-san beruhigt sich bestimmt und du kannst Morgen mit ihm und Nikaidou-san reden.“

Tenn blickte über Riku zu ihm, lächelte etwas mehr. „Du wärst doch schon längst zu ihm gegangen, wenn du gerade könntest“, sagte er ein wenig schmunzelnder.

„... Riku-san ist wichtiger ...“, murmelte Iori nur, wich eher seinem Blick aus.

Tenn kicherte etwas, beugte sich dann vor und küsste Iori kurz darauf, bevor er neben sie rutschte. „Ich schätze, ich schlafe heute bei euch.“

„Tut mir leid, dass ich ... wir haben doch ausgemacht, dass wir uns heute nicht treffen“, murmelte Riku neben ihm, rutschte etwas mehr so, dass er mehr zwischen Tenn und Iori liegen konnte, auch wenn Iori immer noch seine Arme um ihn liegen hatte.

„Schon gut, vergiss es einfach“, entgegnete Tenn nur ruhiger, „ist ja nicht so, als wenn ich morgen früh nicht auch von hier gehen kann. Außerdem habe ich Anesagi-san gesagt, sie soll mich hier abholen.“
 



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