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Pure Morning

von

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Looks like the devil’s here to stay


 

Looks like the devil’s here to stay“

 

Placebo, „Devil in the Details“

 

Kunikida stieg aus seinem Wagen aus, den er auf dem Gästeparkplatz des Hotels geparkt hatte, und ging schnellen Schrittes zum Vordereingang. Ranpo hatte ihnen durchgegeben, was geschehen war und wartete nun darauf, dass jemand ihn abholte.

Kenji und Tanizaki waren nicht zurückgekehrt.

Mit einem flauen Gefühl im Magen kam Kunikida an der Vorderseite an. Ranpo hatte bei seinem Anruf in der Detektei gesagt, dass er das Hotel auf eigene Faust durchsucht hatte und dort niemand oder auch nur die Spur von jemandem zu finden gewesen wäre. Das Auto, das Tanizaki vor dem Eingang geparkt hatte, stand unverändert da. Die Abenddämmerung hatte eingesetzt und eine entfernt stehende Straßenlaterne ging flackernd an. Kunikida warf einen flüchtigen Blick in den Wagen, bevor ein Geräusch vom Eingang ihn dorthin herumwirbeln ließ. Fast hätte er im Affekt seine Pistole gezogen, aber er erblickte früh genug Ranpo dort stehen.

Der Meisterdetektiv hatte seinen Blick gesenkt und ließ die Schultern hängen. Wortlos ging er zu Kunikida.

„Bist du unverletzt, Ranpo?“, fragte der Idealist beim zerknirschten Anblick des Anderen.

„Ich verstehe es nicht“, murmelte Ranpo bestürzt. „Ich verstehe es nicht. Ich war der festen Überzeugung, Kenji würde Tanizaki spätestens am Eingang einholen können. Und nun finde ich nicht einmal eine Spur von ihm oder Tanizaki. Als hätten sie sich in Luft aufgelöst.“

„Naomi versucht seit deinem Anruf verzweifelt, Tanizaki zu erreichen“, entgegnete Kunikida schwermütig, „doch bislang ohne Erfolg. Katai versucht nun, die Handys der beiden ausfindig zu machen.“ Er schaute zu dem großen, verlassenen Gebäude empor. Was in aller Welt war hier vorgefallen? Wer war in der Lage, Ranpo zu überlisten?

„Du hast auf dem hinteren Parkplatz geparkt?“ Ranpo sah plötzlich auf.

Sein Gegenüber zeigte auf das verblichene Schild. „Nur für Mitarbeiter.“ Er erntete ein Augenrollen. „Das war vielleicht aber auch besser so.“

„Huh? Weswegen?“

„Komm mit.“ Kunikida ging zum Gästeparkplatz zurück und zeigte auf die hintere Mauer des Gebäudes.

Ranpo stutzte. „Was ist denn das nun schon wieder?“

Auf der Mauer zeigten sich Markierungen, die nur auf den ersten Blick aussahen wie gewöhnliche Graffiti. Beobachtete man diese ein paar Sekunden, bemerkte man, dass die Farbe der Zeichen, die nach ineinander verknoteten Schlaufen aussahen, in einem schwachen Neonblau aufleuchtete – beinahe als würden sie pulsieren. Beobachtete man sie noch ein wenig länger, wurde man Zeuge, wie weitere Schlaufen hinzukamen.

„Das ist der vierte Ort, an dem dieses Phänomen auftritt.“ Kunikida holte tief Luft. „Und ich halte es nicht für einen Zufall, dass dies hier geschieht.“

„Erzähl mir auf der Fahrt alles, was du darüber weißt.“

Sie stiegen in Kunikidas Wagen und fuhren zurück zur Detektei.

Als sie dort ankamen, war es bereits dunkel draußen – und was die Stimmung betraf: auch drinnen.

Naomi wählte immer und immer wieder die Kurzwahltaste auf ihrem Handy, auf der sie die Nummer ihres Bruders gespeichert hatte. Tränen liefen ihre Wangen hinab, aber sie gab sich die größte Mühe, nicht laut zu schluchzen.

„Nimm doch endlich ab! Nimm doch endlich ab!“ Ihre Finger zitterten und schlussendlich nahm ihr Yosano behutsam das Handy aus der Hand.

„Der Ruf geht nicht durch“, informierte die Ärztin die Zurückkehrten. „Katai hat eben durchgegeben, dass beide Handys ausgeschaltet worden sein müssen. Das letzte Signal beider Telefone konnte er bei dem Hotel orten.“

Ohne die anderen anzublicken, schlurfte Ranpo zu seinem Platz. Er blieb – den anderen den Rücken zugedreht – vor seinem Schreibtisch stehen.

„Dann hat ihnen jemand aufgelauert, als sie das Hotel verlassen haben“, sagte er und klang verbittert. „Wieso habe ich vorher niemanden bemerkt? Und was ist mit Tanizaki passiert?“

„Das klingt doch“, mutmaßte Atsushi vorsichtig, „als hätte ihn jemand kontrolliert … oder?“

„Wenn außer ihnen niemand im Hotel war“, vermutete Kyoka, „dann ist er aus der Ferne kontrolliert worden.“ Eine ihrer Hände umklammerte das Mobiltelefon, mit dem Akutagawa Weißer Dämonenschnee unter Kontrolle gehabt hatte.

„Aber …“ Atsushi schaute flüchtig und wehmütig auf Kyokas Handy, ehe er mit festerer Stimme weiter laut überlegte. „Aber dann hätte doch jemand Vorkehrungen dafür treffen müssen.“

„Ist dir irgendetwas oder irgendjemand aufgefallen? Hatte Tanizaki zu einem Fremden Kontakt?“, fragte Fukuzawa Naomi, die sich die Tränen aus dem Gesicht wischte und umgehend den Kopf schüttelte.

„Wir verbringen jede Sekunde unserer Freizeit zusammen“, sagte sie energisch. „Mir würde es auffallen, wenn ein Floh sich ihm nähern würde. Aber da war nichts und niemand.“

Atsushi wunderte sich kurz, ob das nicht mal wieder ein wenig zu viel an Informationen gewesen war, als ihm ein beunruhigender Gedanke kam:

„Meint ihr, wer auch immer die Kontrolle über Tanizaki hat, hat sie nun auch über Kenji?“

„Mal nicht den Teufel an die Wand“, ermahnte Yosano ihn. „Zumindest können wir davon ausgehen, dass Tanizaki Kenji nichts antun kann-“ Sie stockte, als Naomi bei dieser Formulierung wimmerte. „Dass wer auch immer dahintersteckt, Kenji nicht so leicht etwas antun kann.“

„Diese Markierungen“, sagte Kunikida plötzlich mit tief in Falten gelegter Stirn, „ob sie etwas mit Tanizakis Verhalten zu tun haben? Sie waren an der Außenwand des Hotels.“

Die restlichen Detektive horchten auf, als sie dies hörten.

„Die gleichen Markierungen?“, hakte Fukuzawa alarmiert nach und der Brillenträger nickte.

„Ohne jeden Zweifel.“

Ranpo drehte sich auf einmal wieder zu den anderen um. „Kunikida erzählte mir, diese Schmierereien seien auch in Chinatown, in Kannai am Stadion und in Motomachi gefunden worden.“

„Mittlerweile auch in Yamate.“ Mit einem Tablet in der Hand lief Haruno zu dem schwarzhaarigen Detektiv und spielte ihm ein Video ab, das die Sacred Heart Cathedral in Yamate zeigte. Auf dem Gebäude waren die neonfarbenen, leuchtenden Schlaufen zu sehen. Alle Betroffenen hatten der Detektei in der Zwischenzeit Fotos und Videos der seltsamen Zeichen geschickt. Überall war es das gleiche Bild: Die Schlaufen schienen zu pulsieren und sich zu verbreiten. Fukuzawa hatte die Militärpolizei inzwischen darum gebeten, sich dem Fall doch anzunehmen, die Gebäude zu beobachten und deren Umgebungen abzusuchen.

Gedankenversunken sah sich Ranpo das Video an. Dann hob er den Kopf in Richtung des Chefs. „Und wie viele Meldungen gab es darüber, dass jemand plötzlich eine Waffe auf die eigenen Leute abgefeuert hat?“

Naomi zuckte erneut wimmernd zusammen, aber das schien Ranpo kalt zu lassen. Selbst nachdem er einen tadelnden Blick von Yosano erhalten hatte.

„Keine“, antwortete Fukuzawa.

„Dann ist das wohl keine brauchbare Spur. Pah, das ist weder brauchbar noch eine Spur!“, meckerte der Meisterdetektiv unzufrieden und handelte sich so den Unmut des Chefs ein.

„Ranpo“, rügte dieser ihn scharf und der Kritisierte machte eine wegwerfende Geste mit der Hand und drehte sich wieder seinem Schreibtisch zu.

Ob er wütend auf sich selbst ist, weil er die Gefahr nicht bemerkt hat?, wunderte Atsushi sich. Ranpo war oft sehr direkt und konnte manchmal mit dieser Art etwas verletzend wirken, aber dass er so harsch klang? Und seine Laune so schlecht war? Atsushi überlegte, ob er etwas Aufmunterndes zu ihm sagen sollte, verwarf den Gedanken jedoch schnell. Wahrscheinlich würde er es nur schlimmer machen. Stattdessen sollte er lieber überlegen, was sie tun sollten. Oder vielmehr, was hinter all diesen Ereignissen steckte. Wer entkam Ranpos wachsamen Augen und konnte unbemerkt Tanizaki mit einer Fähigkeit unter seine Kontrolle bringen? Wer war stark genug, um Kenji überwältigen und festhalten zu können? Schnell musste derjenige auch sein. Waren das die Terroristen? Wollten die Terroristen die Detektei ausschalten, bevor die Detektei sie ausschalten konnte? Doch woher sollten die Terroristen wissen, dass die bewaffneten Detektive hinzugezogen worden waren? Was hatten diese Zeichen an den Gebäuden zu bedeuten? Atsushi fühlte, wie sein Kopf zu rauchen und zu schwirren begann. Es waren zu viele Fragen, zu viele Geschehnisse und zu viel Unklarheit, wie und ob überhaupt was miteinander zusammenhing. Gab es keinen einfacheren Ansatz? Etwas, mit dem ein durchschnittlicher Typ wie er etwas anfangen konnte?

Atsushis Blick klärte sich schlagartig, als ihm etwas einfiel:

„Fing nicht alles mit der Anzeige von diesem ‚Teufel‘ an?“

Mit Ausnahme von Ranpo sahen alle Detektive zu ihm, was dem Jungen ein bisschen viel Aufmerksamkeit auf einen Schlag war.

„Ich meine … der ist ja auch noch da. Und vielleicht hat er irgendetwas mit dem Verschwinden von Tanizaki und Kenji zu tun. Vielleicht weil er sich von Ranpo nicht ernst genommen fühlt oder Rache für die Verhaftung damals will. Möglicherweise haben wir es mit mehreren Fällen zu tun und dieser Dieb ist zufällig mit den Terroristen hier aufgetaucht.“

Man konnte sehen, wie seine Kollegen diese Theorie sacken lassen wollten, als jemand ihr heftig widersprach.

„UN-SINN!“ Ranpo hatte sich mit Schwung zu ihnen umgedreht und blickte Atsushi geradezu empört an. „Der ‚Teufel‘ ist zwar ein Dieb, aber nicht von Menschen! Was sollte der mit Tanizaki und Kenji wollen? Und ein Befähigter ist er auch nicht, er kann keine Gedankenkontrolle ausüben!“ Ranpo schüttelte entrüstet den Kopf. „Er ist auch niemand, der auf so etwas Niederes wie Rache aus ist! Er ist ein stolzer Mann und kein Kleinkind, das heult und schmollt und nichts Besseres zu tun hat als irgendjemandem etwas heimzahlen zu wollen! Sowieso, wofür sollte er sich rächen wollen? Ist er ins Gefängnis gewandert? Hat er auch nur eine Minute lang dort eingesessen? Nein! Weil er mir direkt wieder entkommen ist! Ich habe damals nicht gewonnen!“

Beinahe entschuldigend erwiderte Atsushi den aufgebrachten Blick des älteren Kameraden. Was auch immer damals vorgefallen war, musste Ranpo immer noch sehr aufwühlen. Selbst Fukuzawa schien überrascht von der Reaktion seines langjährigen Schützlings zu sein. Er musterte Ranpo eindringlich, was diesem nicht entging und ihm offenkundig unangenehm war.

„Dieser ‚Teufel‘“, ergriff Kyoka gewohnt furchtlos das Wort und richtete es an den Chef, „was genau weiß man über ihn?“

„Nicht viel“, antwortete er ihr. „Ranpo hatte damals herausfinden können, dass die Vorgehensweise des Diebs darin bestand, sich im Vorfeld bei seinen Opfern einzuschleichen. Mal war er ein Hausangestellter, mal ein angeblicher Geschäftspartner. Bei dem Coup, bei dem Ranpo ihn hatte stellen können, hatte er sich als Museumswärter ausgegeben. Auffallend war, dass weder wir noch die Polizei je herausfinden konnten, wer dieser Mann in Wahrheit war. Es existierten keine Informationen über ihn. Nachdem er entkommen war, hatte er sich praktisch in Luft aufge-“ Fukuzawa stockte, so wie es auch die anderen in diesem Moment taten.

„Wie in Luft aufgelöst. Wie bei Tanizaki und Kenji“, beendete Yosano den Satz und schaute zu Ranpo herüber, der sich anscheinend wieder beruhigt hatte und die gleiche Idee wie die anderen hatte. „Nur mal angenommen, du hast dich damals geirrt und der Kerl ist doch ein Befähigter. Vielleicht kann er sich und andere verschwinden lassen?“

„Das … wäre eine Möglichkeit“, hauchte Ranpo erschüttert.

„Das erklärt nicht Tanizakis Verhalten“, wandte Kyoka ein und wurde von Ranpo umgehend per Handzeichen um Ruhe gebeten.

„Atsushi hatte eben nicht mit allem Unrecht“, fuhr der Meisterdetektiv fort und schüttelte langsam seinen Schock ab. „Wir könnten es mit mehreren Fällen gleichzeitig zu tun haben.“

„Was genau soll das heißen?“, hakte Naomi irritiert nach. „Meinst du, dass das Verhalten meines Bruders nichts mit Kenjis Verschwinden zu tun hat?“

„Endlich denkt noch jemand außer mir mit“, sagte Ranpo ihr mit wieder steigender Laune. „Wir suchen zwei verschiedene Täter, die aus irgendeinem Grund am gleichen Ort waren.“

Atsushi spürte das Rauchen und Schwirren seines Kopfes zurückkehren. Er konnte noch nicht sehen, wie ihnen das weiterhelfen sollte, aber Ranpo schien das irgendeinen nötigen Hinweis zu geben.

„Hast du in dem Hotel etwas über die Terroristen herausfinden können?“, fragte Fukuzawa nun und versetzte damit ungewollt Ranpos Laune einen erneuten Tiefschlag.

Er zog seine Mütze so weit herunter, dass man seine Augen kaum noch erkennen konnte. „Sie sind … cleverer, als ich dachte.“

Alle warteten noch eine Weile ab, doch der Meisterdetektiv sagte nicht mehr dazu. Fukuzawa warf Kunikida einen fragenden Blick zu, aber dieser zuckte schwach mit den Schultern.

„Mehr habe ich aus ihm auch nicht herausgekriegt.“

Erstaunlich ratlos sah der Chef wieder zu Ranpo. War es möglich, dass Ranpo nicht weiterwusste? Nein. Das konnte nicht …. Er hielt erschrocken inne. Es war keine Neuigkeit, dass das Büro der bewaffneten Detektive sich den Großteil der Zeit auf Ranpo und Dazai verließ, aber … hatten sie sich derart abhängig von den beiden gemacht, dass sie ohne sie völlig verloren dastanden? Ranpos unfassbare Fähigkeit war der Grundpfeiler des Detektivbüros, er hatte bis jetzt noch jeden Fall gelöst. Doch nun musste sich Fukuzawa mit einem nicht zu leugnenden Schrecken eingestehen, dass er Ranpo eventuell viel zu viel zugemutet hatte. Es grenzte an Arroganz, zu glauben, dass Ranpo niemals nie einen Fehler machen würde und immer sofort alle Antworten parat haben würde. Er war ihnen allen um Weiten überlegen (selbst Dazai hatte dies einmal zugegeben), aber er war doch nicht unfehlbar. Ranpo spielte sich gerne auf wie ein Gott, aber er war keiner. Hatten sie alle diesen doch eigentlich selbstverständlichen Umstand aus den Augen verloren? War dies die Erklärung für das merkwürdige Verhalten, das er bei dem Jüngeren gerade beobachtete?

Während Fukuzawa über all dies nachdachte und den Meisterdetektiv dabei nicht aus den Augen ließ, zog dieser seine Mütze noch weiter ins Gesicht.

„In Ordnung.“ Der Chef (und er musste sich selbst daran erinnern, dass er der Chef war und die Zügel in den Händen halten sollte) räusperte sich. „Ich halte es für das Beste, wenn Ranpo und ich noch einmal mit Inspector Priestley sprechen.“ Er spürte Ranpos entgeisterten Blick auf sich und zwang sich, sich davon nicht beirren zu lassen. „Wir sollten uns außerdem noch einmal in diesem Hotel umsehen.“ Ranpos Miene verzog sich in einem plötzlichen Anfall von Zorn. Es war nicht unwahrscheinlich, dass er nun dachte, seine Fähigkeit (und damit vielleicht sein ganzer Status) würde in Frage gestellt werden. Doch es half nichts. Sie hatten keinen Anhaltspunkt und zwei ihrer Leute waren möglicherweise in Gefahr. „Wir sollten uns ebenso diese Markierungen selbst einmal ansehen. Kunikida, Yosano, Kyoka und Atsushi, ihr bleibt zusammen und übernehmt das.“

Die Detektive nickten, während Ranpo aussah, als würde er Einspruch einlegen wollen und nicht wissen wie. Atsushi konnte sich nicht erinnern, dass der ältere Kollege je zuvor schon einmal dermaßen nervös gewirkt hatte.

In diesem Augenblick klopfte es von außen an die Tür. Auf das Okay des Chefs hin öffnete Haruno diese und ließ die Frau hinein, die zu dem Ehepaar gehörte, das das Café Uzumaki betrieb. Mit einem Mal stieg die Anspannung im Büro wieder schlagartig an. Die Frau war weiß wie eine Wand und zitterte am ganzen Körper. Geistesgegenwärtig schob Haruno ihr einen unbenutzten Schreibtischstuhl hin, auf den sie sich setzte.

„Lucy …“, begann die Frau mit bebender Stimme und ließ Atsushi vor Schreck die Luft anhalten. „Lucy ist … Lucy, sie …“

„Ganz ruhig. Atmen Sie tief ein.“ Yosano hockte sich zu der Frau hinunter und fühlte ihren rasenden Puls. „Und wieder aus. Und von vorne.“

Die aufgewühlte Frau beruhigte sich nur ein wenig, aber genug, um mit weit aufgerissenen Augen dem Chef die nächste Horrorbotschaft zu überbringen:

„Lucy sollte eine Lieferung machen und … und sie kam nicht zurück. Sie ging nicht an ihr Handy … und-und da ist mein Mann sie suchen gegangen und er rief mich an. Er rief mich an und sagte, sie sei … sie sei zu Glas erstarrt.“

Atsushi fühlte, wie sein Herz kurz aussetzte. Aus dem Augenwinkel bekam er mit, wie Kyoka ihre Augen entsetzt aufriss und auch die übrigen Detektive zogen scharf die Luft ein.

„Wann ist das passiert?? Und wo??“, platzte es nach der schweigsamen Schrecksekunde aus Kunikida heraus.

Die Frau zog mit fahrigen Bewegungen einen kleinen Zettel aus ihrer Schürze. „Lucy hat die Adresse notiert. Es ist nicht weit, deswegen ist sie zu Fuß los. Wer kann denn ahnen, dass-“ Sie brach in Tränen aus.

Mit einer plötzlich wiedergewonnenen Energie zischte Ranpo an den anderen vorbei und nahm ihr den Zettel aus der Hand.

„Chef, das hat Vorrang!“

Fukuzawa zögerte.

„Ich muss mir das mit eigenen Augen ansehen!“, rief Ranpo aus und wirkte beinahe flehentlich.

„Nimm Atsushi und Kyoka mit“, sagte Fukuzawa hadernd.

„Und Yosano.“ Ranpo hatte die Mütze aus seinem Gesicht geschoben und blickte hastig zu der Ärztin. „Vielleicht kannst du irgendetwas tun. Oder uns wenigstens sagen, wie es um Lucy bestellt ist.“

Yosano nickte und schaute zum Chef, um sich sein Einverständnis zu holen.

Er gab es ihr und die vier stürmten regelrecht aus der Detektei.

 

Tatsächlich war die Wohnung, die auf dem Zettel notiert war, nur wenige Minuten vom Café entfernt. Sie lag in einem gewöhnlichen, bewohnten Apartmenthaus. Nur die Wohnung selbst war unbewohnt. Kyoka hatte Weißer Dämonenschnee vorgeschickt, um die Wohnungstür zu öffnen. Drinnen fanden sie in einem großen leer stehenden Raum lediglich den Betreiber des Cafés und die Glasfigur, die er zu bewachen versuchte.

Mit ungläubigen Augen bewegte Atsushi sich auf die wie eingefroren aussehende Lucy zu. Die Box mit der Lieferung hielt sie noch in Händen und ihr erschrockenes Gesicht verriet, dass sie gemerkt hatte, dass etwas nicht stimmte. Es war surreal, sie so zu sehen. Als hätte jemand ihre Zeit einfach angehalten.

„Es ist besser, wenn Sie jetzt gehen“, sagte Ranpo mit gedämpfter Stimme zu dem Caféinhaber. Dieser wollte widersprechen, aber Ranpo schüttelte schwach den Kopf. „Bitte, vertrauen Sie Lucy uns an.“

Der Mann ließ seinen traurigen Blick über die anderen Detektive wandern und Atsushi nickte ihm ermutigend zu.

„Wir werden einen Weg finden, Lucy zu retten. Das verspreche ich Ihnen!“

„Wieso hat ihr jemand dies angetan?“, wollte der Mann wissen.

„Wahrscheinlich … unseretwegen.“ Ranpo biss sich auf die Unterlippe. „Deswegen bitte ich Sie, jetzt zu gehen. Bevor Ihnen auch noch etwas zustößt.“

Endlich wurde der besorgte Cafébetreiber einsichtig. Mit den Worten „Bitte kümmert euch um sie“ ließ er die Detektive mit der gläsernen Lucy allein zurück.

„Das heißt, die Terroristen wissen, dass wir hinter ihnen her sind“, schlussfolgerte Kyoka und selbst bei ihr konnte man die Wut über das Geschehene heraushören.

„Sie haben Lucy als Warnung für uns benutzt“, antwortete Ranpo mit einem stark verbitterten Unterton. Er schaute zu Yosano, die recht verzagend die Glasfigur vor sich musterte.

„Ich glaube nicht, dass ich hier irgendwie helfen kann.“ In der Miene der Ärztin konnte man lesen, dass auch sie eine ungeheuerliche Wut auf denjenigen verspürte, der dies Lucy angetan hatte.

„Das habe ich befürchtet.“ Ranpo atmete aus. „Aber du weißt noch, was Priestley über die Glasfiguren gesagt hat, oder?“

Yosano ballte ihre Hände zu Fäusten. „Dass sie äußerst zerbrechlich sind.“

Verängstigt wich Atsushi von Lucy zurück. „Was-was machen wir denn jetzt?? Was ist, wenn Lucy …“ Er schaffte es nicht dies auszusprechen.

Ranpos ernst dreinblickende grüne Augen richteten sich wieder auf Yosano. „Ich kann nicht sagen, ob das funktionieren würde, aber falls sie zerbricht, musst du versuchen, deine Fähigkeit auf sie anzuwenden. Mehr können wir momentan nicht für sie tun.“

Yosano lächelte gequält. „Ich hasse es, das zu sagen, aber wir brauchen Dazai. Ich denke, es ist das Beste, wenn wir uns zuerst um ihn kümmern. Wie schnell kannst du ihn aus dem Gefängnis holen, Ranpo?“

Der Meisterdetektiv wandte sich zu einem Fenster um und blickte auf das mittlerweile nächtliche Yokohama.

„Ranpo?“, hakte Atsushi nach, nachdem sie keine Antwort erhielten und er mit Yosano und Kyoka einen fragenden Blick ausgetauscht hatte.

„Ja doch! Ja doch!“ Ranpo drehte sich schwungvoll wieder zu ihnen um und zog eine beleidigte Miene. „Dazai kann wieder alles richten! Dazai ist wohl neuerdings euer bester Mann!“

Yosano schüttelte tadelnd den Kopf. „Das ist wirklich nicht die Zeit, um eingeschnappt zu sein.“

„Das weiß ich auch!“

„Dann beruhige dich.“

„Hört auf, mir zu sagen, was ich tun soll!“ Ranpo wollte mit dem Fuß aufstampfen, doch blitzschnell hielt Weißer Dämonenschnee ihn fest und hinderte ihn daran, indem er ihn ein Stück hochhob.

„Ich glaube, wir sollten jegliche Erschütterungen vermeiden“, sagte Kyoka und zeigte auf Lucy, die durch das bisschen Aufruhr bereits ins Wackeln geraten war. Atsushi hielt vor Angst die Luft an.

„Lass mich bitte runter.“ Ranpo klang schrecklich niedergeschlagen, als Weißer Dämonenschnee ihn sacht absetzte und von Kyoka zurückgerufen wurde. Der dunkelhaarige Detektiv führte beide Hände zu seinen Schläfen und rieb sich angestrengt darüber.

„Ranpo“, begann Yosano ungewohnt sanft, „es ist keine Schande, Hilfe zu brauchen und anzunehmen. Das muss ich dir doch nicht erklären. Mit alldem, was gerade passiert, ist ein Einziger unweigerlich überfordert. Und du bist immer noch unser wichtigster Mann. Ohne dich können wir nicht einmal Dazai befreien.“

Ein paar Sekunden lang sagte niemand etwas. Dann zog Ranpo seine Mütze wieder tiefer ins Gesicht und setzte sich in Bewegung.

„Bleib du bei Lucy“, sagte er zu Yosano, ohne sie anzusehen. „Wir kümmern uns um Dazai.“

„Ist das nicht zu gefährlich?“, wandte Atsushi ein. „Ich meine, wenn Yosano alleine hier bleibt und die Terroristen wiederkommen?“

„Sie haben hier alles erledigt, was sie erledigen wollten.“ Ranpo zeigte flüchtig auf Lucy. „Sie wissen wahrscheinlich, dass wir ihre Warnung erhalten haben und werden sich eher an unsere Fersen heften.“

„Ich komme klar. Beeilt ihr euch“, bestärkte Yosano sie und blieb mit Lucy allein in der Wohnung zurück.

Die drei anderen hatten gerade die Straße vor dem Apartmenthaus erreicht, als Atsushi anhielt. Er hatte ein furchtbar flaues Gefühl im Magen und er spürte ein Kribbeln auf seiner Haut, als würde er sich gruseln.

Woher kam das nur?

War das allein dem Anblick von Lucy in ihrem Glasgefängnis geschuldet?

Ein Passant blieb plötzlich bei ihnen stehen.

„Ist einer von Ihnen Ranpo Edogawa?“

Alle stutzten und blickten den Mann fragend an. Er hatte mittellange, hellbraune Haare und sehr markante Augenbrauen. Er trug eine große, runde Brille, ein weißes Hemd mit einer modischen Weste darüber und eine beigefarbene Hose in der gleichen Farbe. Wahrscheinlich war er Mitte oder Ende 20.

„Jemand hat mir diesen Brief in die Hand gedrückt und gesagt, ich solle ihn einem Ranpo Edogawa geben, der gleich aus diesem Gebäude käme.“

Der Mann hielt ihnen einen Umschlag hin.

„Wer hat Ihnen diesen Brief gegeben und wo?!“, platzte es aus Atsushi heraus, während Kyoka mit ihren Augen bereits die Umgebung absuchte.

„Uhm, dort hinten an der Straßenecke.“ Der Passant zeigte grob in eine Richtung. „Es war ein Mann, aber ich habe ihn mir nicht näher angesehen.“

„Und wo ist er danach hin?“, wollte Kyoka eiligst wissen.

Der Fremde zuckte entschuldigend mit den Achseln. „Er ist die Treppe zur U-Bahn runter, aber mehr weiß ich auch nicht.“

Ranpo riss ihm den Umschlag aus den Händen und öffnete ihn sofort. Der Mann blinzelte verwundert und ging daraufhin seines Weges. Derweil knarzte Ranpo mit den Zähnen, als er den Brief zu lesen begann:

„Aufmerksamer Leser!“

Atsushi und Kyoka rissen beide die Augen weit auf.

Ich fühle ein gewisses Maß an Vernachlässigung. Ich habe zwar gehört, du seist sehr beschäftigt, doch kann ich kaum glauben, dass du mir nicht wenigstens einen Bruchteil deiner Zeit schenken kannst. Nun, ich bin geduldig. Ich habe dir derweil ein Geschenk hinterlassen. Dort, wo man hoch oben das Meer sehen kann.“

„Dort, wo man hoch oben das Meer sehen kann?“, wiederholte Kyoka verwirrt.

„Vielleicht ist das ein Hinweis auf den Aufenthaltsort von Kenji!“, rief Atsushi angespannt aus.

„Der Marine Tower“, sagte Ranpo knapp. „Ihr macht euch auf den Weg zum Tower, ich hole Dazai.“

„Ist das klug?“ Sollten wir nicht lieber zusammen bleiben, hatte Atsushi fragen wollen, traute sich aber nicht mehr weiterzusprechen, nachdem Ranpo verstimmt die Lippen zusammenpresste.

„Du hast auch kein Vertrauen mehr in mich?“, fragte der Meisterdetektiv fast tonlos.

„Nein! Ich meine, doch! Natürlich!“ Der Junge wedelte hastig mit den Händen. Konnte er sich noch unglücklicher ausdrücken? Er sammelte sich kurz, um seine Wortwahl zu überdenken. „Wir wissen, dass dieser ‚Teufel‘ es auf jeden Fall auf dich abgesehen hat und die Terroristen sehen in dir bestimmt eine Gefahr.“

„Das stimmt“, gab Kyoka ihm Recht. „Wenn sie wissen, dass das Büro der bewaffneten Detektive eingeschaltet wurde, dann wissen sie zweifellos, dass du ihnen auf der Spur bist.“

Eine kurze Stille trat zwischen die drei, bis Ranpo schwach den Kopf schüttelte.

„Der ‚Teufel‘ ist harmlos. Der wird mir nichts tun. Er will doch schließlich, dass ich sein Spiel mitspiele. Und was die anderen angeht … haben wir keine andere Wahl. Ihr könnt Dazai nicht helfen und ich kann keinen von euch alleine zum Marine Tower schicken. Nein, es geht nicht anders.“

Ratlos blickte Atsushi zwischen dem Ältesten und der Jüngsten ihrer Gruppe hin und her. Dieses schauderhafte Gefühl, das er seit eben hatte, wurde immer schlimmer. Als würde sein Körper ihn warnen wollen, dass gleich etwas Schlimmes passieren würde. Aber was sollten sie tun? Kunikida und dem Chef Bescheid sagen?

„Wir haben keine Zeit zu verlieren“, drängte Ranpo, als hätte er erneut seinen Gedanken erraten. „Passt ja auf euch auf.“

„Schaffst du es alleine zur Polizeistation?“, wandte Kyoka ein.

Für einen flüchtigen Moment hatten sich beide eingebildet, dass Ranpo gestutzt hätte, ehe er hinter sich zeigte. „ … Ich nehme mir ein Taxi.“ Einige Meter von ihnen entfernt hielten ein paar Taxis in einer Haltebucht.

Zögernd willigte Atsushi ein. „Sag Kunikida auf jeden Fall Bescheid, wo du bist und wo du hin willst. Wir nehmen die U-Bahn!“

„Ich rufe ihn an, sobald ich im Taxi bin. Beeilt euch.“

 

Die beiden jungen Detektive kamen binnen Minuten am Yokohama Marine Tower an. Es war schon so spät, dass die U-Bahnen nicht mehr lange fahren würden. Der Tower an sich hatte bereits seit fast zwei Stunden geschlossen, was aber – wie Kyoka sagte – kein Problem wäre. Sie schlichen am Wachmann vorbei und warteten bis Weißer Dämonenschnee, den Kyoka in einiger Entfernung platziert hatte, ein Geräusch machte. Der Wachmann hörte dies (Kyokas Fähigkeit schlug mit ihrem Schwert gegen einen metallenen Pfosten) und ging einige Schritte vom Tower weg. Weißer Dämonenschnee wiederholte das Geräusch und der Wachmann entfernte sich noch weiter vom Tower. Routiniert huschte Kyoka auf Zehenspitzen zu dem schweren, robusten Schloss, das ihnen am Eingang den Weg versperrte. Atsushi folgte ihr und blickte sich dabei fortlaufend nervös um. Er musste sich keine Sorgen machen, dass die Überwachungskameras oder Alarmanlagen sie bei ihrem Einbruch störten. Ein kurzer Anruf bei Katai hatte dies für sie erledigt. Allerdings hatte er sie gewarnt, dass sie nur wenige Minuten hätten, bevor die ausgefallenen Systeme auffielen und aus der Ferne reaktiviert würden.

Wie lange Kyoka wohl brauchen würde, um das Schloss zu knacken, dachte der Junge mit zunehmender Nervosität. Hoffentlich nicht zu la-

„Kommst du?“

Er sah zu seiner Partnerin, die bereits im weit geöffneten Eingang stand.

Ah. Manchmal vergesse ich, welche Talente sie alles besitzt.

Im Tower war nicht mehr als die nächtliche Notbeleuchtung an, doch das hinderte einen gewissen Tiger nicht daran, mit Kyoka auf dem Rücken mit rasender Geschwindigkeit das enge Treppenhaus hinaufzuflitzen.

Erst auf der Etage der Aussichtsplattform hielt Atsushi an, verwandelte sich zurück und fragte sich bang, was sie hier oben finden mochten.

Vorsichtig öffnete er die Tür zur Plattform, um sie gleich darauf wieder zu schließen. Kyoka hatte durch den schmalen Spalt dennoch sehen können, was er gesehen hatte.

Im Dunkel der Nacht leuchteten die merkwürdigen Markierungen noch heller und deutlicher, als sie es am Tag getan hatten.

„Wieso sind die hier?“ Kyoka starrte die Tür an, unschlüssig, ob sie weitergehen sollten oder nicht.

„Es ist auch möglich, dass diese Zeichen etwas mit Kenjis Verschwinden zu tun haben“, überlegte Atsushi.

„So oder so ist hier etwas sehr verdächtig.“

Atsushi erschrak, als sein Handy plötzlich vibrierte. Ein Anruf von Kunikida.

„Wo steckt ihr??“, polterte der Brillenträger durch das Telefon.

„Im Marine Tower“, antwortete Atsushi leise. „Der ‚Teufel‘ hat Ranpo eine Nachricht überbracht und wir dachten, wir könnten Kenji finden.“

„Und??“

„Bisher haben wir nur diese seltsamen Markierungen auf der Aussichtsplattform gefunden.“

„Atsushi!“ Alarmiert deutete Kyoka auf die Tür, auf der die Markierungen mit einem Mal auch aufleuchteten. Beide machten ein paar Schritte zurück.

„Was ist jetzt??“, wollte Kunikida wissen.

„Diese Zeichen breiten sich aus!“

„Wir wissen nach wie vor nicht, was das ist. Kommt besser nicht mit ihnen in Berührung! Und kommt sofort alle drei zur Detektei zurück!“

Atsushi stutzte bei dem aufgebrachten Ton des Blonden. „Warum? Ist etwas-“

„Der Kontakt zu Yosano ist abgebrochen.“

„Was?!“

„Sie rief uns an, um zu sagen, dass sie bei Lucy bleibt. Als ich sie wenig später kontaktieren wollte, ging sie bereits nicht mehr an ihr Handy. Der Chef und ich waren dann in dieser Wohnung …. Mit Yosano ist das Gleiche geschehen.“

„Das Gleiche??“ Atsushi fiel beinahe das Telefon aus der Hand. „Du meinst, Yosano ist ebenfalls zu Glas erstarrt??“ Kyoka starrte ihn entsetzt an, als er dies sagte.

„Wir sind zurückgeeilt, weil wir uns Sorgen um Naomi und Haruno gemacht haben“, erklärte Kunikida ernst. „Der Chef will, dass wir uns alle wieder in der Detektei versammeln und nicht mehr getrennt voneinander unterwegs sind.“

Der silberhaarige Junge schluckte, als ihm etwas auffiel. Kunikida hatte „alle drei“ gesagt. „Hat Ranpo sich nicht bei dir gemeldet?“

„Nein, wieso? Ist er nicht bei euch?“

Atsushi wusste nichts zu antworten. Mit einem Mal wurde ihm sehr schlecht und sehr heiß. Sie hätten Yosano und Ranpo niemals alleine lassen dürfen.
 



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