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Unter Beschuß im Haushalt

Autor:  Nemo_
Im Laufe der Jahre habe ich ja schon so einige verrückte Ausfälle und Fehlfunktionen verschiedenster Geräte erlebt. Die ganze Bandbreite, von skurril bis spektakulär, war vertreten. Aber von explodierenden Deckenleuchten bis ich dann doch bisher verschont geblieben.

Bisher.

Wenn man bei Einbruch der Dämmerung längere Zeit im selben Raum (z.B. vor dem PC) sitzt, fällt einem ja weniger deutlich auf, wie dunkel es tatsächlich schon geworden ist. Kommt man dann allerdings von der Toilette zurück, und im Flur brannte bereits Licht, merkt man den Helligkeitsunterschied schon eher. Ich stehe also an der Tür, betätige nichtsahnend den Lichtschalter... Und PENG. Nicht das übliche "petsch" einer durchbrennenden Glühbirne, sondern wesentlich lauter. Nun ja, es war ja auch nicht nur die Glühbirne. ¬.¬

Meine Deckenleuchte ist ein älterer, dreiflammiger Leuchter - drei 40W-Kerzenbirnen unter je einer kugelförmigen Glaskuppel von etwa 15cm Durchmesser. Birne rein, Kuppel draufstecken, fertig. Soweit die Theorie. Eine der Kuppeln war bereits schon länger angebrochen und repariert, machte aber ansonsten keine Probleme. Und genau die ist jetzt geplatzt. -.-

In der durch die herausfliegende Sicherung verursachten plötzlichen Dunkelheit konnte ich, im Schein des Flurlichts hinter mir, noch erkennen, wie sich die Kuppel im hohen Bogen auf einer Länge von etwa anderthalb Metern quer vor dem Schreibtisch verteilte, bevor ich zur Taschenlampe greifen mußte. Zum Glück hängt das Treppenhaus an einem anderen Stromkreis als die restlichen Zimmer... *drop*

Also Birne raus, Sicherung wieder rein, was zum Glück keine Probleme machte. Ulkigerweise sieht man der durchgebrannten Birne ihren Zustand kaum an, nicht mal das Glas ist getrübt. Den Glühdraht hat's allerdings regelrecht zerkrümelt. Dafür erklärt sich die Herkunft der am unteren Ende des Glaskolbens von außen eingebrannten, hauchfeinen Metallpartikel wie von selbst, wenn man das kleine, unregelmäßige Loch im Gewinde bemerkt. >.<; Offenbar ein Kurzschluß mit heftiger Funkenbildung, bei 230V ja nichts Ungewöhnliches.

Komisch nur, daß so etwas in einer ansonsten makellos funktionierenden Fassung passieren kann, die - bis auf die weit genug voneinander entfernt stehenden Kontakte - aus gegossenem Kunststoff(!) besteht. ¬.¬'

Naja. Der PC hat's überlebt, und ansonsten scheint außer der Kuppel selbst auch nichts kaputt zu sein. Dumm nur, daß es keine Ersatzkuppeln gibt. -.-; Das heißt, entweder fange ich morgen an zu puzzeln, oder ich brauche eine neue Deckenleuchte. So abgebrochen, wie das jetzt aussieht, kann es ja nicht bleiben. ^_^;


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