Eine verfluchte Woche und ein Schlehdorn
FeenjaWesker Diese Woche hätte wirklich besser laufen können.
Dabei müsste man doch eigentlich meinen, dass ich nach meinem Urlaub ausgeruht bin und voller Tatendrang wieder dazu übergehen kann, Unheil zu stiften wo ich gerade meinen Fuß hinsetze. Aber weit gefehlt. Ja, ich hatte Urlaub, aber der war genau so beschissen, wie 80% des gesamten Jahres.
Es ist nichts schlimmes passiert, keine Sorge. Allerdings hat er auch nur wenig dazu beibetragen, meine Laune und meine mentale Gesundheit zu verbessern. Denn, wie jedes Mal, begehe ich den Fehler und lege 50% meiner Zeit in einen Besuch bei der Familie. Wohl wissend, dass mir das eigentlich zu anstrengend ist und ich bereits an Tag 3 durchgehend weinen will, mich aber stark zusammenreiße.
Einen wirklichen Grund kann ich gar nicht so richtig benennen. Viel mehr ist es die Aneinanderreihung vieler Faktoren, die in meinem ASS-Gehirn zu einer ständigen Überladung führen und das ist, erfahrungsgemäß, selten eine gute Sache.
Und nur damit wir uns hier nicht falsch verstehen: Meine Familie ist nicht böse oder dergleichen. In meinem Fall ist es, nach einer so anstrengenden Arbeitsphase, nur einfach besser, wenn ich mich für einige Wochen zu Hause einschließe und meinen inneren Akku (ohne Menschen) auflade.
Obendrein habe ich, kurz vor meinem Urlaub, auch noch erfahren, dass mein Lieblingskollege gekündigt hat. Ihm war das alles einfach zu viel und ich bin froh, dass er auf seine Gesundheit achten und sich erstmal um sich selbst kümmern will. Trotzdem bin ich sehr traurig darüber und kommende Woche Freitag, wird sein letzter Arbeitstag sein.
Blöderweise ist genau dann auch noch unsere Weihnachtsfeier, zu der ich Idiotin mich habe überreden lassen. Aber da wusste ich ja auch noch nicht, was in den folgenden Monaten alles auf mich zukommen wird.
Nun heißt es also mal wieder: Zähne zusammenbeißen und das ganze irgendwie überleben!
Ich hoffe wirklich inständig, dass die anderen von einem "lustigen" Besuch auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt, vor Beginn des eigentlichen Essens, spontan wieder absehen werden. Das packe ich auf gar keinen Fall. Wir reden hier immerhin von Freitag 17 Uhr und jeder normale Mensch weiss genau, was Freitag 17 Uhr auf einem Weihnachtsmarkt alles abgeht.
Himmel hilf.
Keine Winterdepression und trotzdem depressiv
Nun bin ich also seit Montag wieder auf der Arbeit und dass es mir nicht gut geht, zeigte sich schon am Sonntag zuvor, welchen ich abends nur mit Aspirin und verzweifelten Entspannungstechniken überstanden habe. Ich habe nicht oft Kopfschmerzen und wenn doch, dann sind sie ein Vorbote von irgendwas anderem; wie sich dann am Montag bestätigen sollte.
Eine Erkältung. Mal wieder.
Bereits im Oktober hatte ich damit zu kämpfen und wahrscheinlich wurde die auch nicht richtig auskuriert; kein Wunder bei dem ganzen Stress. Wer soll unter solchen Umständen denn auch gesund bleiben? Da ich es aber hasse zum Arzt zu gehen, ziehe ich mich lieber im Büro in meine Ecke zurück, mache mein Ding und ignoriere den Rest der Welt, so gut es geht.
Seit Donnerstag geht es mir langsam wieder besser, zumindest körperlich. Mental hängt es aktuell leider ganz schön und der Freitag war eine depressive Phase wie aus dem Lehrbuch! Da gehe ich aber lieber nicht zu sehr drauf ein; nur zur Sicherheit.
Mit Winterdepressionen hatte ich eigentlich noch nie zu tun. Tatsächlich mochte ich den Dezember immer sehr. Nicht wegen Weihnachten, sondern weil ich diese merkwürdige Stimmung zwischen den Jahren mag. Das Gefühl, als würde die Welt einfach stillstehen und mal für eine Sekunde Pause machen. Man kommt zur Ruhe, kann durchatmen und seine Gedanken sammeln. Weihnachten selbst hat für uns schon lange keine richtige Bedeutung mehr. Wir nutzen die Zeit für uns und nicht für diese Mensch- und Materialschlacht, zu welcher dieses Fest mittlerweile mutiert ist.
Samstag, vielleicht wird es nun besser?
Der einzige kleine Lichtblick war nun also Friendly Fire 11. Nachdem mich die Show im letzten Jahr eher enttäuscht hatte, war natürlich die Hoffnung groß, dass das Team auf die Kritik der Zuschauer eingeht und einige Sachen nochmal anpasst.
Und tatsächlich wurden meine Hoffnungen nicht enttäuscht!
Vielleicht wisst ihr ja, was genau ich meine. Aber irgendwie hat sich die gestrige Ausgabe wieder ein wenig wie die ersten Male angefühlt. Es wirkte wieder reduzierter, der Fokus war wieder mehr auf die Spiele gerichtet und sogar die Placements waren echt unterhaltsam eingebaut.
Ich für meinen Teil hatte wirklich großen Spaß an der Show, während ich nebenbei einen meiner Kater durch Tamriel gescheucht habe (Ja, ich spiele ESO).
Das ist übrigens Antz.
If you know, you know ( •̀ ω •́ )✧
Bitte fragt aber nicht, ob wir mal zusammen spielen können. Das mag ich nicht besonders und ich bin lieber der Singleplayer in den MMOs die ich spiele :) Das war bei WoW auch immer so.
In letzter Zeit vermisse ich sogar WoW wieder ein wenig. Nach dem Drama um Shadowlands (welches ich bis heute wirklich mag, pls don't judge) und der endlosen Langeweile in Dragonflight (hatte mir mehr davon erhofft) hatte es mich aber leider vor Jahren verloren.
Obwohl ich die Lore und die Welten nach wie vor sehr liebe und damit immer viele Stunden Zeit und Nostalgie verbinden werde. Aber vielleicht ist man irgendwann, wenn auch nur temporär, mit bestimmten Hobbies fertig.
Außerdem habe ich die andere Art der Progression in ESO wirklich zu schätzen gelernt.
Naja, und ich mag Katzen. ฅ^•ﻌ•^ฅ
Und dann steht da auf einmal ein Schlehdorn
Da wohne ich nun seit 14 Jahren hier und bemerke erst jetzt, dass sich unterhalb meines Balkons, ein verdammt großer Schlehdorn befindet! Der blüht jedes Jahr üppig weiß im Frühjahr und trägt in Herbst und Winter Unmengen an leuchtend blauen Früchten. Ich habe da nur noch nie drauf geachtet, obwohl ich die Pflanze kenne; und die einzige in meiner Familie bin, die Marmelade aus Schehen mag. Mir gefällt dieser sehr mild-herbe Geschmack, weil er nicht so aufdringlich ist.
Schehen sind gar nicht mal so schwer zu erkennen, zumindest unter den einheimischen Pflanzen. Typisch ist natürlich ihre Farbe, weil sie um diese Jahreszeit die einzigen sind, die durch dieses knallige Blau so hervorstechen. Außerdem brauchen die Früchte richtigen Frost, damit sie ihr extrem herbes Aroma verlieren. Und wie man auf dem Foto sieht, besitzen sie diese helle Schicht, welche man einfach abwischen kann.
Ob es importierte Pflanzen gibt, welche man mit der Schlehe verwechseln kann, weiß ich nicht. Ich bin keine Botanikerin. Aber vielleicht achtet ihr ja demnächst mal drauf. Im Moment sieht man überall Schlehdornbüsche.
Irgendwie mag ich diese Pflanze. Sie ist hübsch und muss ständig übertreiben. Ob nun mit der Menge von Blühten und Früchten, oder mit der Tatsache, dass sie sich darauf spezialisiert hat, einmal gut gefrostet zu werden.
Ganz schön hardcore 🫐