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Etwas über 'Alles steht Kopf 2'

Autor: Sayaki_Kiramoto
N'Abend meine lieben Freunde! :D

Es wird mal wieder Zeit für eine kleine Filmkritik meinerseits und
was bietet sich da besser an, als über DEN Film zu schreiben, den man
zuletzt gesehen hat?! ;3
In meinem Fall war das jedenfalls 'Alles steht Kopf 2' und
SELBSTVERSTÄNDLICH möchte ich euch meine Meinung dazu nicht
vorenthalten, also.. mache ich mich jetzt mal daran, die eben erwähnte
Meinung dann auch mal hier... vollumfänglich... darzustellen. xD'
Und wie das bei mir nun mal so üblich ist, werde ich auch diese
Kritik in 3 Unterpunkte aufteilen weil...es so .. nun mal geordneter ist.
Für mich. |D'

Ja, also....

Ich muss vorweg sagen; ich mag ja die grundsätzliche Idee
hinter 'Alles steht Kopf' <3. Komplexe psychologische Abläufe und
zusammenhänge bildlich darzustellen und das auch noch in eine Geschichte
einzubetten -das hat schon was! Zumal sich die Macher*innen da ja auch wirklich
mühe machen und eng mit Psycholog*innen zusammenarbeiten um das ganze
- trotz aller Fiktion - doch so real wie möglich zu halten und darzustellen.
Das ist wirklich eine super interessante Idee und über alle maßen kreativ
und frisch, aye. <3

Was der Film gut macht
Spoiler

- Wie schon im ersten Film werden auch im zweiten - wie bereits erwähnt -
emotionale und psychologische Abläufe bildlich sehr treffend und verständlich dargestellt.

- In diesem zweiten Film gibt es diverse verweise auf den ersten Film -
das gefiel mir wirklich gut! <3

- Bei der optischen Gestaltung des Films haben die Macher*innen
hier und da etwas mit den verschiedenen Animationsmöglichkeiten
gespielt - und das ist wirklich köstlich! xD' So gibt es zb einen klassisch
2D animierten Charakter und eine Videospielfigur, die auch wirklich wirkt
wie eine Videospielfigur! xDD'

- Riley hat fiktive Crushs!

- Rileys Psyche und Unterbewusstsein wird noch einmal um verschiedene,
neue Bereiche erweitert

- der Film hat einen sehr diversen Cast,aye.



... was hätte besser sein können ...
Spoiler

- Soundtrack. Bis auf das Maintheme gibt es eigentlich keinen Song,
der irgendwie besonders aufgefallen ist geschweige denn im Kopf geblieben wäre.

- zu wenige Blicke auf die Emotionswelt anderer Charas.
Es wäre doch z.b. mal interessant gewesen, zu sehen, was bei
Rileys Freundinnen so abgeht, als sie merken, dass sich Riley
zunehmend distanziert. Oder auch mal sehen zu können, ob diese
coolen Eishockey-Girls auch WIRKLICH so cool sind.. So ist das
ganze geschehen sehr eindimensional und man hat die Chance verpasst,
die Diskrepanz zwischen Selbst - und Fremdwahrnehmung darzustellen und
die es ja nun mal all zu oft gibt, aye.

- Es wird nicht erklärt, wieso die zweite Generation an Emotionen bei
Riley voll präsent ist, bei den Erwachsenen aber irgendwie nur hinter Wänden
zu leben scheint. o.ô Ich meine, soll das heißen, dass wir als Kinder recht einfach
waren - dann wird in der Pubertät alles kompliziert und komplex - und dann, als
Erwachsener, ist man wieder 'einfach'..? SO kommt das nämlich rüber!

- 'Neid' existiert nun zwar auch, aber irgendwie bekommen wir von
richtigem NEID nur wenig zu spüren bzw. zu sehen. o.ô Oftmals wirkt
sie einfach wie ein Assistent von Zweifel oder so. o.ô
Wahrscheinlich ist Riley einfach keine neidische Person.|D''

- Grundsätzlich fokussiert sich alles sehr auf Zweifel.
Die anderen 'neuen' Emotionen gehen dadurch jedoch irgendwie unter. :/




... was leider sehr enttäuschend war...
Spoiler

- Der Film leidet unter genau demselben Problem wie z.b.
'Die Unglaublichen II'; im grundgenommen wird
uns noch einmal dieselben Geschichte wie die aus dem ersten Film
erzählt - nur die Details sind natürlich andere. Das täuscht aber
dennoch nicht über die ähnliche Struktur der Geschichten hinweg;
> In beiden Filmen ist Freude anfangs damit beschäftigt,
negatives von Riley fern zu halten
> dann *passiert* irgendeine Veränderung
> Freude gerät in Konflikt mit einer anderen Emotion
> Freude verlässt unfreiwillig die Kommandozentrale
> Freude muss sich samt Anhang zurück in die Kommandozentrale bringen
und bricht daher zu einem skurrilen Ausflug in Rileys Unterbewusstsein auf
> Unterdessen wird Rileys Verhalten von negativen Emotionen bestimmt
> Freudes versuche, zurückzukehren, scheitern und sie gibt entmutigt auf.
> Freude erkennt, das negatives zum positiven gehört und sich beides
in Wechselwirkung zueinander verhält. Das ist auch notwendig,
wenn man im Gleichgewicht bleiben möchte.
> Ermutigt unternimmt Freude einen weiteren Versuch, zurückzukehren und
schafft es diesmal auch.
> Derweil spitzt sich Rileys emotionale Schieflage immer mehr zu und sie
steht kurz vor einem Break Down.
> Freude löst die Situation gestärkt durch ihre Erkenntnis auf
> Riley durchbricht den Kreislauf der emotionalen Negativität und findet in ihre
Stabilität zurück.
> Ende.
... und DAS ist die Story BEIDER Filme. :/

- Im Verlauf des Films taucht ein 'großes dunkles Geheimnis' auf, von dem Freude
möchte, dass es sich offenbart. Dies lehnt es jedoch mit den Worten 'noch nicht...' ab.
Und nun KANN man ja nicht anders, als das irgendwie als einen Wink auf Rileys spätere
sexuelle Orientierung zu verstehen. Denn immerhin; im Film schmachtet sie sehr massiv ein
anderes Mädchen an und das Rahmenthema ist 'Pubertät'! Da liegt es doch also nahe,
dieses 'Geheimnis' als eine mögliche Bi- oder Homosexuelle Orientierung zu deuten.
Das wäre allerdings ein EXTREM mutiger Schritt von Disney! Denn auch WENN sich der Konzern
gerne mit den LGBTQ+ Farben schmückt - für mehr als Nebencharaktere reicht der
Darstellungsmut in dieser Sache bei Disney eigentlich nicht aus und deswegen konnte
ich nicht glauben, dass die das echt durchziehen.
Und so kam es dann - NATÜRLICH - auch nicht; um alle Spekulationen in dieser
Sache direkt zu zerstreuen hat Disney an eine Post-Credit Scene gedacht, in der
das Geheimnis dann noch Fix gelüftet wird und ja, natürlich: es war etwas
total ödes und hatte rein gar nichts mit sexueller Orientierung zutun.
Echt Schade; hier hätte Disney wirklich mal Akzente setzen können!
Aber ich denke, dieser Weg hin zum nicht-Heterosexuellen Hauptcharakter ist noch sehr sehr weit...
Zumindest im Mouse House.



Man kann also abschließend zusammenfassend sagen;
'Alles steht Kopf 2' ist ein witziger, netter Film der
ordentlich Tempo, aber dafür leider viel zu wenig Mut hat.
Und das nicht nur in Bezug auf diese 'Geheimnis'-Sache, sondern
auch in Bezug auf die Story. Wie gesagt: das ist fast 1 zu 1 der erste Film,
nur mit anderen Details. So als wäre der Story-Leitsatz: 'Never Change a Winning Team!'
gewesen. Und dabei bietet das Thema 'Pubertät' SO VIELE Ansätze für
interessante, neue Geschichten. Und DOCH... erzählt man lieber noch mal,
was man schon einmal erzählt hat, denn DAS kam ja gut an!

Das ist wirklich Schade.

Aber dennoch kann man ihn sich gut ansehen- Spaß macht er allemal! :3
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Datum: 24.06.2024 15:14
Riley großes Geheimnis wird als Hidden Scene am Ende der Credits aufgedeckt. ;)

Spoiler

Das große Geheimnis ist, dass sie mal ein Loch in den Teppich gebrannt hat.

https://www.youtube.com/shorts/jJ0KN-ycXgs





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Datum: 24.06.2024 15:33
War beim ersten Teil aber auch schon so, dass sich fast alles um Joy und Sadness drehte und die anderen Emotionen im Hintergrund waren.
Beste Freunde sorgen sich um dich wie Eltern,
verstehen dich wie Geschwister
und verhalten sich mit dir wie Gestörte.
Avatar
Datum: 25.06.2024 10:59
- Es wird nicht erklärt, wieso die zweite Generation an Emotionen bei
Riley voll präsent ist, bei den Erwachsenen aber irgendwie nur hinter Wänden
zu leben scheint.
 
Oh, ja, das ist ein interessanter Punkt. Ich nehme an, dass die Erwachsenen mit manchen Emotionen besser umgehen können und sie in Nebenzimmern sind wie etwa Rileys Nostalgie. Eine Begrüdung außerhalb des Werks wäre, dass die Leute, die den Film gemacht haben, nicht verraten wollten, dass es andere Emotionen gibt.
 
> ... und DAS ist die Story BEIDER Filme. :/
 
Das hast du sehr treffend zusammengefasst. Den zweiten Film fand ich von der "externen" Story her aber interessanter. Im ersten Film war es der Umzug, im zweiten das Camp. Man sieht im zweiten Film mehr von den Dingen, die außerhalb passieren; und die Story war insgesamt aufgrund der verschiedenen Charaktere und ihrer Verflechtungen komplexer. Diese "Außenstory" würde auch ohne den Blick in den Kopf von Riley noch eine gute Story hergeben, bei dem ersten Film war das nicht der Fall.
 
großes Geheimnis
Spoiler

> Und nun KANN man ja nicht anders, als das irgendwie als einen Wink auf Rileys spätere
sexuelle Orientierung zu verstehen.
Ich habe auch auf Sexualität getippt, vor allem weil das große Geheimnis mit Rileys Crush zusammen eingesperrt war.


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