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Je veux

von

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Geschwisterliebe

Also...hab jetzt ne neue ff...hoffe sie gefallt euch...viel spaß beim lesen...^^
 

ach ja...der titel bedeutet nix unanständiges...nur damit das gleich klar ist...^^
 

Mein Name ist Sayuki und ich bin 16 Jahre alt. Ich lebe mit meiner Mutter und leider auch meinem Vater in einer winzigen Wohnung. Seit mein Bruder Aya, vor zwei Jahren ausgezo-gen ist haben wir ein bisschen mehr Platz, denn jetzt habe ich ein Zimmer für mich allein, doch auch etwas anderes hat sich geändert. Meine Eltern sind nur mehr am streiten und auch das Verhältnis zwischen mir und meinem Bruder hat sich verändert. Zu ungefähr dem Zeit-punkt seines Auszugs hat mein Vater begonnen zu trinken und wenn meine Mutter nicht da ist lässt er seine Wut an mir aus. Ich selbst trage eigentlich nur langärmlige T-Shirts, damit nie-mand merkt was bei mir zu Hause los ist, denn in der Schule habe ich ein ganz anderes Leben. Ich mag es zur Schule zu gehen, da ich dort von meinem Leben abschalten kann. Ich muss mich zwar nicht verstellen, aber ganz ich selbst sein kann ich auch nicht.

Es gibt noch einen Grund warum ich so gerne zur Schule gehe, Taro. Er ist der beste Freund meines Bruders. Genau wie mein Bruder ist er 19 Jahre alt. Ich bin in ihn verliebt, seit mein Bruder ihn mir zum ersten Mal vorgestellt hatte. Taro hat ungefähr schulterlange Haare, viel-leicht ein bisschen kürzer, die er oft zu einem Zopf zusammengebunden hat. Außerdem ist er ziemlich groß, über 1,80 m.
 

Der Bus kam direkt vor ihrer Nase zum Stehen und ruckartig öffneten sich die Türen. Sie hängte sich ihre Tasche über die rechte Schulter und stieg ein. Es war keine freie Reihe mehr übrig und im Gang standen bereits einige Leute.

„Hey Sayuki!“

Von der letzten Reihe aus, hatte jemand ihren Namen gerufen und als sie sich auf die Zehen-spitzen stellte erkannte sie Sae, Toya und JT, ihre Klassenkameraden. Sie drängte sich an zwei Leuten vorbei und ließ sich dann auf JT`s Schoß nieder.

„Morgen“, meinte er gähnend und rieb sich verschlafen die Augen.

„Hattest wohl eine lange Nacht“, sagte Sayuki und grinste ihn frech an.

„Ja, aber nicht so wie du denkst“, meinte er und es schien als würde er noch während des Sprechens einschlafen, „Mein Bruder hatte Zahnweh und hat die ganze Nacht geschrieen. Ich hab’s bis in mein Zimmer gehört.“

Erneut gähnte er und legte seinen Kopf auf ihrer Schulter ab.

Wenn man die beiden so sah konnte man direkt glauben sie wären ein Paar, was ihnen auch oft nachgesagt wurde, doch sie waren nur Freunde. Die besten Freunde. Sie kannten sich nun schon seit 6 Jahren und sie hatten sich von Anfang an gut verstanden.

JT war der absolute Frauenschwarm in ihrem Jahrgang und so kam es, dass Sayuki bis auf Sae und den anderen Mädchen aus dem Jugendbasketballteam nur männliche Freunde hatte. Die anderen verabscheuten sie dafür, dass sie die ganze Zeit über mit JT zusammen war, doch das war ihr reichlich egal. Sie selbst spielte nun schon seit vier Jahren Basketball und war schon ziemlich gut geworden. Gemeinsam mit Sae hatte sie in der vergangenen Saison die meisten Körbe geworfen und das Team hatte folglich den Meistertitel eingeheimst.

Toya war ein rundlicher, aber herzensguter Junge, den eigentlich jeder aus seinem Jahrgang gut leiden konnte. Doch aufgrund seiner Körpermasse wurde er von den älteren Schülern oft auf die Schippen genommen und gemein heruntergemacht.

Erneut hielt der Bus und vier Personen stiegen zu. Eine ältere Dame, ein Mädchen, ungefähr 13 oder 14 Jahre alt und zwei großgewachsene Jungen. Aya und Taro kamen zu ihnen nach hinten. Gleich betrachtete Aya Sayuki und JT mit einem kritischen Blick. Er schnaubte kurz verächtlich auf, wandte sich nach rechts und starrte wütend auf einen Jungen hinunter der alleine in einer Reihe saß. Völlig verunsichert und wie von der Tarantel gestochen sprang er auf und überließ ihnen den Platz.

„Also wirklich, das kannst du doch nicht jeden Morgen abziehen!“, schimpfte Sayuki, doch sie musste sich stark zusammennehmen nicht sofort loszulachen. Aya warf ihr einen ärgerli-chen Blick zu und setzte sich auf den gerade frei gewordenen Platz. Taro verdrehte die Augen und deutete dabei mit dem Kopf auf Aya, während er sich neben ihm niederließ.

Sayuki und JT prusteten laut los, was Aya noch wütender machte.

„Sie ist schon wieder mit diesem Weiberhelden zusammen“, meinte Aya zornig und warf sei-ner Schwester einen verstimmten Blick zu, die sich wieder lachend mit JT unterhielt.

„Lass sie doch, ist ja ihre Sache“, antwortete Taro und versuchte ihn zu beruhigen, doch wenn er ehrlich war gefiel ihm der Gedanke daran auch nicht besonders.

Wenn es um seine kleine Schwester ging, traute Aya niemanden über den Weg. In solchen Momenten vergaß er wohl immer, dass er selbst der schlimmste Weiberheld der Schule war. Höchstens Taro konnte ihn vielleicht bei der Beliebtheit schlagen, doch er gab sich keinesfalls mit jeder ab.

Taro und Aya besuchten die gleiche Schule wie Sayuki, doch im Gegensatz zu ihr würden sie dieses Jahr ihren Abschluss machen. Sie beide spielten in der Fußballmannschaft der Schule, aber ganz ohne Zweifel war Taro einer der begabtesten Spieler in seinem Alter. Er hatte be-reits jetzt Angebote für Profiteams, doch er wollte warten bis er mit der Schule fertig war. Genau wie Aya lebte er nicht mehr zuhause bei seinen Eltern, sondern hatte sich eine eigene Wohnung gesucht.

Zum letzten Mal hielt der Bus an und alle stiegen aus.

Taro lächelte Sayuki noch ein letztes Mal zu und verschwand mit Aya zu ihrem Klassenraum.

Verträumt sah ihnen Sayuki nach und seufzte plötzlich ein wenig verzweifelt auf. Für Taro war sie nur die kleine Schwester von Aya und daran würde sich auch nichts ändern.

„Das ist doch zum aus der Haut fahren“, schimpfte Sayuki und stampfte wütend mit ihrem Fuß auf.

„Was denn?“, fragte JT, verwundert über ihren plötzlichen Wutanfall.

„Ach nichts“, meinte Sayuki, schnappte ihm am Ärmel und zog ihn hinter Sae, Toya und sich hinterher.
 

Sayuki und Sae waren gerade die zwanzigste und Gottseidank letzte Runde um den Basket-ballplatz gelaufen, als sie plötzlich Aya und zu ihrem Entsetzten, Taro am Spielfeldrand ent-deckte.

„Was soll ich denn jetzt machen, so kann ich mich doch nicht konzentrieren“, zischte Sayuki ihrer Freundin ins Ohr und verbarg ihr rot angelaufenes Gesicht.

„Ach komm schon, das packst du. Wir sind schließlich die Meister der Körbe“, antwortete Sae und beide brachen in Gelächter aus.

„Hey ihr zwei, was ist denn so lustig?“

Ihr Trainer war neben ihnen aufgetaucht und sah streng zu ihnen hinunter.

„Während die anderen noch fertig laufen, könnt ihr beiden doch gleich einmal die Bälle aus dem Geräteschuppen holen.“

Er drückte ihnen in die Hand und unter lautem Geschimpfe rafften sich die beiden auf und machten sich auf, die Bälle zu holen.

Sayuki`s Sorge sie könnte sich nicht konzentrieren war völlig unbegründet, denn sie spielte so gut wie eh und je. Jeder Ball den sie zum Korb warf, traf sein Ziel und flog durch das Korb-netz.

Als sie etwa zum fünfzehnten mal einen Korb machte hörte sie plötzlich den Trainer von der Bank:

„So stell ich mir das vor. Gut gemacht!“

Sae und sie warfen sich einen Blick zu und erneut kamen ihnen vor lauter Lachen die Tränen.

„O.K. ich denke das reicht für heute!“
 

„Du bist echt gut“, meinte Taro anerkennend als Sayuki zu ihm und Aya trat.

„Danke“, nuschelte sie und drehte ihren Kopf zur Seite, damit Taro ihr gerötetes Gesicht nicht sah.

„Natürlich ist sie gut. Sie ist schließlich mit mir verwandt.“

„Genau deshalb wundere ich mich ja so“, scherzte Taro und Sayuki verschluckte sich, da sie genau in dem Moment aus ihrer Flasche getrunken hatte.

„Alles O.K.“, fragte Taro geschockt, jedoch musste er sich sein Lachen verkneifen, bei dem Ausdruck auf Aya`s Gesicht.

„Schon...hust....gut....hust“, hustete Sayuki und musste ihren Atem erst wieder beruhigen.

Taro sah ihr kurz in die Augen, was sie erneut rot anlaufen ließ, dann meinte er:

„Warte, du hast da was unter deinem Auge.“

Seine Hand strich sanft über ihre Wange und wischte so einen kleinen Fussel weg. Aya beo-bachtete die beiden kritisch, während sie sich weiterhin in die Augen sahen.

„Taro wir müssen gehen!“

Er schnappte ihn am Ärmel und zog in zurück ins Schulgebäude. Taro der noch immer zufrie-den lächelte sah ihn verwundert an.

„Ist dir `ne Laus über die Leber gelaufen?“

„Du willst dich doch nicht an meine Schwester ran machen, oder?“

„Wer weiß“, meinte er lächelnd, drehte sich um und verschwand in ihrem Klassenzimmer.

„Hey was willst du damit sagen“, schrie Aya ihm hinterher, doch dieser hörte ihm überhaupt nicht mehr zu.
 

sodale...das wars...bis zum nächsten mal

Annäherungen

Soooooooooo...neues kappi is da...viel spaß beim lesen...^^
 

>Annäherungen<
 

Müde und völlig erschöpft trat Sayuki aus ihrem Klassenzimmer und wäre fast mit Taro zu-sammengestoßen, der gerade um die Ecke gebogen war.

„Wow, das wäre fast schief gegangen“, meinte dieser geschockt, denn auf seinen Armen ruhte ein kleines Modell eines Hauses. Genaugenommen war es nur der Grundriss eines Hauses, doch die kleinen Details ließen es wirklich aufwendig wirken und wenn es wegen ihr kaputt gegangen wäre, hätte Sayuki sich das nie verziehen.

„Tut mir Leid, aber ich bin schon ziemlich müde. War ein langer Tag.“

Damit übertrieb sie nicht einmal. Sie hatte gerade eine dreistündige Besprechung des Schulra-tes überstanden und wünschte sich nichts sehnlicher als ihr weiches, warmes Bett. Doch als sie jetzt so vor Taro stand, der ihr aufmunternd zulächelte schien ihre Müdigkeit wie wegge-blasen.

„Oh, dein Tag war also auch so anstrengend?“

„Anstrengend ist noch ziemlich untertrieben.“

Während sie sich unterhielten, betraten sie den Werksaal und Taro stellte sein Modell zu den anderen.

„Ich musste es bis heute fertig kriegen, deshalb bin ich zwei Stunden länger geblieben. Als wenn die schrecklichen drei Stunden mit meinem Mathematiklehrer nicht schon Folter genug wären.“

Sie traten hinaus an die frische Abendluft und eine kühle Brise wehte ihnen entgegen. Ge-nüsslich streckte sich Sayuki und atmete tief ein und aus.

Taro sah sie von der Seite an und stellte fest, dass sie mit ihren langen braunen Haaren, in denen sich einzelne violette Strähnen befanden, wirklich wunderschön aussah. Doch schon im nächsten Moment drehte er den Kopf wieder weg und ärgerte sich über seine eigenen Gedan-ken.

>Sie ist die kleine Schwester meines besten Freundes!<

Dann meinte er schließlich:

„Wenn du willst fahr ich dich nach Hause, ich muss nur noch einmal schnell bei meiner Woh-nung vorbeischauen.“

„Wenn es dir wirklich keine Umstände macht.“

„Überhaupt nicht. Ich muss einem Kumpel von mir sowieso noch was vorbeibringen.“

Sie setzten sich auf Taro`s Motorrad und schon fuhren sie davon.
 

Taro und Sayuki betraten seine Wohnung und das erste was ihr auffiel, war, dass er einen wirklich guten Geschmack hatte.

„Dauert nur ein paar Sekunden, du kannst dich einstweilen ins Wohnzimmer setzen.“

Staunend ließ Sayuki sich auf das Sofa fallen und sah sich neugierig im Raum um. Eine Wand war in einem schrillen Grün gestrichen, die anderen hatte er weiß gelassen. Auch der Rest des Raumes war hauptsächlich in den Farben Grün und Weiß gehalten. Auf dem Regal standen etliche Pokale, die er anscheinend beim Fußballspielen gewonnen hatte.

Wenige Minuten später betrat Taro ebenfalls das Zimmer und ließ sich auf den bequemen Couchsessel, ihr gegenüber nieder.

„Muss doch ziemlich hart sein einen Bruder wie Aya zu haben. So wie ich ihn kenne verkrault er dir doch jeden Jungen, der sich näher als drei Meter an dich ran wagt.“

Lächelnd sah er zu ihr hinüber.

„Das kannst du laut sagen. Wegen ihm hab noch nicht mal einen K...“, doch noch während des Satzes schlug Sayuki sich erschrocken die Hand vor den Mund. Jetzt hätte sie sich fast total blamiert.

„Was denn?“

„G-gar nichts.“

„Na los, rück raus mit der Sprache, ich lass dich erst hier raus wenn du mir sagst was los ist“, meinte er lächelnd, doch seine Augen fixierten sie und ließen ihr keine Chance der Frage aus-zuweichen. Sie versuchte wegzusehen und zu tun als ob nichts wäre, worin sie jedoch kläglich versagte. Er schien sie nur mit seinen Blicken zu fesseln.

„Ähm....das ist mir schon fast peinlich das zu sagen“, meinte Sayuki und sah nervös zu Bo-den.

„Komm schon, so schlimm kann’s doch nicht sein. Ich verrate es auch sicher niemandem. Außer deinem Bruder vielleicht, wenn er mir droht mich zu schlagen“, sagte Taro lachend und schenkte ihr ein ermutigendes Lächeln.

„Na ja.....ich habe noch nie jemanden ge-geküsst“, stammelte Sayuki und während des Satzes war sie immer leiser geworden. Doch Taro hatte sie sehr gut verstanden.

„Es ist nicht so, dass ich keine Lust dazu hätte, aber – nun ja, ich hab den Richtigen eben noch nicht gefunden“, ihre Stimme glich jetzt nur mehr einem Flüstern und plötzlich schreckte sie hoch, „Oh Mann, ich rede dummes Zeug!“

„Finde ich nicht“, meinte Taro und plötzlich war seine Stimme ganz nah.

Sayuki hob den Kopf und erschrocken zuckte sie zusammen. Sie hatte nicht gemerkt, dass Taro aufgestanden und zu ihr gekommen war.

Er kniete sich zu ihr hinunter und berührte behutsam ihr Kinn. Langsam hob er es an und sah ihr direkt in die Augen. Sayuki schien als würde sie in seinen tiefblauen Augen versinken und ein wohliger Schauer lief ihr über den Rücken.

„Nur damit du’s weißt“, begann er flüsternd, „ich werde dich jetzt gleich küssen.“

Noch bevor Sayuki irgendetwas sagen oder tun konnte, legte er seine Lippen auf ihre und seine zweite Hand um ihre Taille. Sayuki war unfähig etwas zu unternehmen. Sie spürte seine zarten Lippen auf ihren und ohne es zu wollen begann sie leicht zu zittern. Sayuki konnte füh-len wie sich Taro`s Umarmung verstärkte und erneut zuckte ein Schauer durch ihren Körper. Ein elektrisierendes Gefühl breitete sich in ihr aus und plötzlich wurde ihr schrecklich heiß. Als sich ihre Lippen trennten, traute Sayuki sich nicht ihm in die Augen zu sehen, doch erneut hob er ihr Kinn an, sodass sie gar keine andere Möglichkeit hatte.

„Ich bring dich dann mal nach Hause.“

Er stand auf und deutete mit dem Kopf in Richtung der Tür. Langsam und noch immer völlig verwirrt tat sie es ihm gleich, ging hinaus, zog sich an und sie verließen gemeinsam seine Wohnung.

Taro setzte sich auf sein Motorrad und drückte ihr den Beifahrerhelm in die Hand, dann deu-tete er ihr lächelnd sie solle auch endlich aufsteigen. Vorsichtig setzte sie sich hinter ihn und suchte nach einer Möglichkeit sich festzuhalten. Da schnappte er ihre Hand und legte sie um seine Hüfte. Dann neigte er den Kopf in ihre Richtung und meinte:

„Gut festhalten!“

Im nächsten Moment brausten sie durch die Gassen und schlängelten sich zwischen den Auto-fahrern hindurch. Ihren Kopf hatte sie an seinen Rücken gelegt und bei jedem Atemzug, sog sie Taro`s zarten Duft ein.

Warum hatte er sie geküsst? Sie verstand es einfach nicht. Warum tat er ihr das auf einmal an. Er wusste ja gar nicht was er damit anrichtete.

Als sie vor der Eingangstür des Betonblockes ankamen, waren Sayuki`s Hände wie tiefgefro-ren, der Rest war wohlig warm von Taro`s Nähe. Sie sprang vom Motorrad, wandte sich um und meinte zum Abschied:

„Gute Nacht und danke fürs Herbringen.“

„Gern geschehen, also dann, schlaf gut.“

Taro winkte ihr noch einmal zu dann verschwand er an der Straßenecke.

Wie benebelt schleppte sie sich die Stiegen hinauf, schloss die Tür auf und verzog sich schnell in ihr Zimmer, bevor ihre Eltern noch irgendwas wegen ihres späten Erscheinens sa-gen konnten. Völlig erschöpft ließ sie sich auf ihr Bett fallen und schlief wenige Augenblicke später ein.
 

Taro schloss seine Wohnungstür hinter sich und warf seine Jacke achtlos zu Boden. Er wusste nicht was ihn geritten hatte, doch Sayuki hatte zuvor so hinreißend ausgesehen, dass es ihn gepackt und er sich einfach nicht mehr zurückhalten hatte können. Er hatte der Schwester seines besten Freundes den ersten Kuss gestohlen und das würde ihn den Kopf kosten, wenn Aya es erfahren würde. Die Tatsache, dass Sayuki plötzlich zu zittern begonnen hatte, zauber-te ein warmherziges Lächeln auf seine Lippen. Sie war wirklich noch völlig unschuldig (Das denkt er sich ohne irgendwelche bösen Hintergedanken, nur damit das klar ist!).
 

Sae, Kana und Sayuki gingen hinaus um den Jungs aus ihrer Klasse beim Fußballspielen zu-zusehen. Ihr Turnunterricht war ausgefallen, da ihre Lehrerin sich am Vortag das linke Bein gebrochen hatte. Sayuki schämte sich fast ein wenig, denn sie konnte ihre Schadenfreude dar-über nicht ganz verbergen. Es war kein Geheimnis, dass sie und ihre Sportlehrerin sich nicht ausstehen konnten. Das ließ diese Sayuki auch jede einzelne Sportstunde spüren und so war sie richtig erleichtert, dass sie in der nächsten Zeit verschont bleiben würde.

Als sie am Sportfeld ankamen blieb sie geschockt stehen. Ihre Klassenkameraden spielten gemeinsam mit dem Schulteam. Das bedeutete, dass Taro gerade am Spielen war. Sie hatte ihn heute nicht im Bus gesehen, da er anscheinend mit dem Motorrad zur Schule gefahren war und jetzt wusste sie nicht wie sie sich ihm gegenüber verhalten sollte.

Gemeinsam mit den anderen beiden ging sie bis zum Spielfeldrand wo sich schon eine Traube von Mädchen gebildet hatte.

„Taro du bist der Beste!“

„JT vor, noch ein Tor!“

„Klasse Aya!“

Die Anfeuerungsrufe der weiblichen Zuseher hallten über das Schulgelände.

Taro bekam von Aya den Ball zugepasst und umspielte gleich zwei Gegenspieler, dann gab er wieder zurück zur Mitte und rannte so schnell er konnte vor zum Tor. Ein erneuter Pass von Aya folgte und Taro platzierte den Ball gezielt in die rechte Ecke des Tors.

Erneute Jubelschreie waren zu hören und Sayuki schien jetzt schon Kopfschmerzen zu be-kommen.

Ein kurzer Pfiff ertönte und der Trainer ließ ihnen eine kurze Verschnaufpause.

Sayuki ging hinüber zu JT der sich gerade in Handtuch um die Schultern legte.

„Hey, die machen euch ja ganz schön fertig“, meinte sie lachend.

„Klasse, reib es mir auch noch unter die Nase“, gab JT, gespielt beleidigt zurück.

„Nicht böse sein“, sagte Sayuki und zog eine mitleidige Schnute. Lächelnd legte er seine Ar-me um sie und meinte:

„Wie könnte man dir schon böse sein.“

Taro der etwa sechs Meter entfernt stand wandte den Kopf nach links und hätte sich fast an seinem Wasser verschluckt als er sah, wie JT sie gerade ganz fest an sich drückte und Sayuki lachend versuchte sich zu befreien. Ihm gefiel gar nicht was er da sah und so schnaubte er verächtlich auf.

„Das ist ja die Höhe“, hörte er plötzlich Aya schimpfen.

Auch sein Blick galt Sayuki und JT.

„Warum muss es gerade er sein. Kann sie sich nicht einfach einen anderen besten Freund aus-suchen?“

Aya`s letzter Satz war so lächerlich, dass Taro laut lospustete und sich nun wirklich ver-schluckte und einige Momente brauchte um sich wieder zu beruhigen.

„Los Taro, Aya. Schlaft nicht ein, weiter geht’s!“

„Ja, ja wir kommen schon.“

Noch immer lachend, trank er einen weiteren Schluck Wasser und rannte zurück aufs Spiel-feld, während Aya weiterhin versuchte aus ihm herauszubringen, warum er plötzlich so losge-lacht hatte.

„JT hör auf zu flirten und komm endlich!“

„Wer flirtet denn hier“, meinte er grinsend, während er ebenfalls zurück aufs Spielfeld kehrte.

Es gab Abstoß vom Tor und JT erwischte den Ball, doch schon im nächsten Moment hatte Taro ihm das Leder abgenommen und ein weiteres Tor fiel. Taro wandte den Kopf zur Seite und bemerkte Sayuki, die gerade zu ihm und Aya hinüberschaute, doch als sie seinen Blick bemerkte drehte sie den Kopf schnell zur Seite und starrte verlegen zu Boden.
 


 


 

Sodala...hoffe es hat euch gefallen...wenns überhaupt wer glesen hat^^...kommis kommis bitte

Unsicherheit

Hallöle ^^

nach ewig langer zeit... ich glaub es war fast ein jahr >.< stell ich endlich mal wieder ein neues kapi on...
 

also viel spaß... (falls das überhaupt noch jemand liest XD)
 


 

>Unsicherheit<
 

Taro schloss sein Schließfach und wandte sich um. Direkt vor ihm stand Sayuki, die ein wenig verlegen zu Boden blickte.

„Hallo“, meinte sie und sah zu ihm auf.

„Oh hi. Wie geht’s?“

„G-gut danke“, stotterte Sayuki und im selben Moment fragte sie sich, warum sie genau jetzt zu stottern beginnen musste. Sie atmete noch einmal tief durch und fasste sich ein Herz:

„Hast du kurz Zeit? Ich müsste mal kurz mit dir reden.“

„Dann rede“, meinte er grinsend.

Sayuki deutete mit dem Kopf in die Richtung, der Taro den Rücken zugewandt hatte. Er blickte über die Schulter und sah Aya auf sie zukommen.

„Was macht ihr denn da?“, fragte dieser neugierig.

„Ich hab sie nur gefragt wie es ihr geht.“

„Ach so“, meinte Aya gelangweilt, „Los komm wir haben noch eine Stunde Fußballtraining.“

„Geh schon mal vor, ich muss noch mal kurz in die Klasse.“

„O.K. aber beeil dich, sonst darfst du wieder Extrarunden rennen.“

Als Aya um die Ecke verschwunden war, wandte Taro sich wieder Sayuki zu und meinte:

„Du hast es ja gehört, ich hab noch Training, aber nur eine Stunde. Also wenn du willst kannst du ja warten.“

„Klar, ich.....“

„Sayuki, da bist du!“

JT kam lächelnd auf die beiden zu. Als Taro ihn sah verfinsterte sich sein Gesichtsausdruck, was den anderen beiden jedoch entgangen war.

„Also, wir sehen uns dann“, meinte er, drehte sich um und verschwand in Richtung der Umkleidekabinen.

„Du musst auch immer im falschen Moment auftauchen“, fluchte Sayuki, doch trotzdem musste sie lächeln.
 

„Also, was möchtest du mit mir besprechen?“

Taro und Sayuki saßen auf der Bank vor dem Schulgelände und sie dachte angestrengt nach wie sie am besten anfangen sollte. Doch schon im nächsten Moment kam die entscheidende Frage wie von selbst über ihre Lippen:

„Warum hast du mich geküsst?“

Erschrocken biss sie sich auf die Lippe, doch wenn sie ehrlich zu sich war, hatte diese Frage sowieso sein müssen.

Taro sah unschlüssig zu Boden, dann meinte er vorsichtig:

„Ich weiß es auch nicht wirklich. Versteh mich nicht falsch, ich hab dich wirklich gern, aber....“

„Schon O.K. ich bin eben immer nur die kleine Schwester von Aya, ich hab mich dran gewöhnt.“

Ruckartig stand sie auf schulterte ihre Tasche und meinte winkend:

„Ich muss jetzt los, also dann. Man sieht sich.“

„Sayuki“, doch diese wandte sich nicht mehr um.

Sie war nicht einfach nur Aya`s kleine Schwester, das wusste er, doch was sie nun für ihn war, da haperte es noch.
 

Beim nächsten Basketballtraining erklärte ihre Trainerin Sayuki und dem restlichen Team, dass sie in zwei Wochen auf ein Trainingscamp fahren würden, wofür sie ohrendbetäubenden Jubel erntete.

„Wartet, wartet. Das ist ja noch nicht alles“, meinte sie und machte eine Pause bis es wieder völlig ruhig war, und sie ungestört weitersprechen konnte, „Wir werden gemeinsam mit dem Schul-Fußballteam dorthin fahren, und...“, doch die letzten Worte gingen in erneutem Jubelgeschrei unter.

„Ich erwarte“, die beiden Wörter betonte sie besonders stark, „eiserne Disziplin und wehe ich erwische eine von euch gemeinsam mit einem Jungen aus der Fußballmannschaft. Sollte das der Fall sein, seit ihr schneller wieder zuhause als ihr ‚Basketball’ sagen könnt.“
 

Sae und Sayuki stiegen aus dem Wagen. Sayuki`s Mutter hatte sie zum Busbahnhof gebracht, da sie sowieso einkaufen fahren wollte. Die beiden holten ihre Taschen aus dem Kofferraum und Sayuki lief noch einmal vor zur Fahrertür.

„Ich hol dich nächsten Samstag um acht wieder hier ab und viel Spaß noch“, meinte ihre Mutter und startete den Wagen.

Bevor sie wegfuhr meinte sie noch lächelnd:

„Und pass ein bisschen auf deinen großen Bruder auf.“

Sayuki wandte sich um, hängte sich ihre kleine Tasche um und wollte sich schon ihre Reisetasche nehmen, als sie ihr jemand vor der Nase wegschnappte. Sayuki wollte schon losschimpfen, da sie dachte einer ihrer Freunde wollte sie wiedereinmal ärgern, als sie merkte, dass es Taro gewesen war. Im ersten Moment war sie viel zu verwundert um irgendwie zu reagieren, doch dann fiel Sayuki wieder ihr letztes Gespräch ein. Sie atmete einmal tief durch, dann blickte sie ihn grinsend an.

„Thanks“, meinte sie und hob Sae`s Tasche hoch, welche sie Aya entgegenwarf, der sie gerade noch auffangen konnte.

„Du kannst dich auch ruhig nützlich machen“, bemerkte sie schelmisch und ging lachend mit Sae zum Bus.

„Also wirklich“, wunderte sich Aya und starrte den beiden nach, „sie ist wirklich keine dreizehn mehr.“

Wie so oft lachte Taro laut los und meinte dann atemlos:

„Da bist du aber wirklich früh draufgekommen. Dafür solltest du wirklich einen Preis bekommen“, dann folgte er den beiden Mädchen.

Sayuki und Sae setzten sich im hinteren Teil des Busses in eine Reihe, die hauptsächlich von den Jungs aus dem Fußballteam umringt war.

Sie waren gerade einmal eine Stunde gefahren als Sayuki auch schon eingeschlafen war. Sie hatte die ganze letzte Nacht nicht geschlafen, da ihre Eltern wiedereinmal fürchterlich gestritten hatten. Als die beiden dann auch endlich schlafen gegangen waren, wobei Sayuki`s Vater wiedereinmal auf der Couch übernachtet hatte, konnte sie einfach nicht mehr einschlafen. Die ganze Zeit waren ihr die gemeinen Beschimpfungen durch den Kopf gegangen und sie hatte sich unglaublich auf diese Woche gefreut, da sie endlich weg von daheim war. Ihr war zwar unwohl bei dem Gedanken, dass ihre Mutter nun alleine war, doch Sayuki wusste, dass ihre Mum eine starke und selbstbewusste Frau war, die sich nichts gefallen ließ.

Als sie schließlich aufwachte, lag sie im Bett des Lagers, was sie im ersten Moment natürlich nicht erkannte. Verwirrt setzte sie sich auf und rieb sich verschlafen die Augen. Sae streckte den Kopf vom Bett über Sayuki hinunter (es ist ein Stockbett) und meinte dann:

„Na endlich, ich hab geglaubt du wachst überhaupt nicht mehr auf!“

„Wie bin ich denn hierher gekommen?“

„Taro hat dich hergetragen“, meinte Sae mit einem leicht bitteren Ton in der Stimme, während sie vom Bett sprang.

Taro? Taro hatte sie ins Zimmer getragen?

Sayuki starrte eine Weile aus dem Fenster, dann beschloss sie, dass es an der Zeit war, Sae von allem zu erzählen. Ihre beste Freundin wusste zwar wie es um ihre Gefühle zu Taro stand, doch von dem Kuss hatte sie ihr noch nichts erzählt.

„Taro hat mich geküsst.“

Sae wirbelte herum und überrascht meinte sie:

„Wie? Wann? Wo?“

Sayuki erzählte ihr die ganze Geschichte, auch was Taro geantwortet hatte, nachdem sie ihn gefragt hatte, warum das passiert war.

Als Sayuki endete saß Sae eine Weile nur so da und man sah ihr förmlich an, dass die Zahnräder in ihrem Kopf sich rasend schnell drehten. Nach einiger Zeit meinte sie dann entschlossen:

„Ich denke du darfst jetzt auf keinen Fall aufgeben.“

Sayuki sah sie verwundert an und wartete bis Sae weitersprach.

„Er hat dich geküsst, das muss doch irgendwas bedeuten, auch wenn er das zurzeit noch abstreitet. Du musst einfach am Ball bleiben und das meine ich wortwörtlich.“

Sayuki lächelte ihre Freundin an. Sie wusste immer wie sie Sayuki aufbauen konnte.

Die restliche Zeit bis zum Abendessen verbrachten sie damit, sich einen Spaß daraus zu machen, die unmöglichsten Pläne zu schmieden wie Sayuki an Taro herankam.
 


 


 

Soooooooo... wär schön wenn ihr mir ein kommi dalasst ^^

cya next time...
 

lg & ciao

Sahiro

Morgenlauf und andere Katastrophen

Sooooooooo... da ich nur noch heute internet habe, wo ich auf animexx zugreifen kann (in der meiner schule ist die seite leider gesperrt >.<) hab ich mir gedacht ich lade gleich noch ein kapi hoch... ^^
 

ich widme dieses hier widme ich suzame die mir immer brav kommis schreibt *dankeschön* *fahne-schwenk*...
 

also viel spaß damit...
 

>Morgenlauf<
 

„Aufstehen! Los raus aus den Betten!“

Unsanft geweckt, schreckte Sayuki hoch und kniff ihre Augen zusammen, da irgendein Verrückter das Licht angemacht hatte. Vor dem Bett stand breit grinsend ihre Basketballtrainerin, Frau Nakahara und meinte mit gewaltigen Optimismus:

„Auf die Beine ihr Schlafsäcke, in fünfzehn Minuten will ich euch unten in Sportkleidung sehen.“

Dann verließ sie auch schon das Zimmer und ließ vier verschlafene und völlig zerstört aussehende Mädchen zurück.

„Kann mir irgendeiner sagen wie spät es ist?“

„Halb sechs“, kam es von Sae über ihr, welche genauso müde klang wie Sayuki sich fühlte.

„HALB SECHS???“

Sayuki ließ sich wieder zurück auf die Matratze fallen und meinte gähnend:

„Wir sind doch nicht bei der Armee.“

Doch ob sie wollten oder nicht blieb ihnen nichts anderes übrig als sich aus den Betten zu schleppen und sich fertig zu machen. Sayuki war so müde, dass sie es überhaupt nicht merkte, als sie ihr T-Shirt verkehrt herum anzog. Erst als Sae ihr lachend erklärte was sie angestellt hatte registrierte sie es und wunderte sich über ihre eigene Dummheit.

Sayuki ging ins Badezimmer im Gang und wunderte sich, dass nur zwei Mädchen vor ihr waren, bis sie auch drankam. Sie band ihre Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen und spritzte sich eiskaltes Wasser ins Gesicht, dann putzte sie sich schnell die Zähne und kehrte dann zurück ins Zimmer.

„Wie kann man so früh am Morgen nur so gut drauf sein. Das ist ja echt ätzend“, meinte Sayuki während sie mit den anderen Mädels die Stiegen hinunter schlurfte.

Als sie unten ankamen standen schon fast alle anderen bereit, doch ein paar wenige fehlten noch.

„Gerade noch rechzeitig. Glück gehabt“, meinte der Fußballtrainer der Jungs, welche anscheinend genau wie sie aus dem Bett geworfen worden waren. Aya lehnte an der Hauswand und gähnte herzhaft, während Taro, der im Stehen zu schlafen schien, sich seine Haare zusammenband. Sayuki ging hinüber zu ihnen und ließ sich neben Aya die Wand hinuntersinken.

„Erschieß mich“, meinte sie und stützte ihren Kopf mit einer Hand ab.

„Das geht nicht, sonst mach Mum genau das gleiche mit mir.“

Lachend richtete sie sich auf und im nächsten Moment spürte sie, wie sich jemand von hinten an ihre Schulter lehnte. Als ihren Kopf zur Seite drehte erblickte sie Taro`s Gesicht, dass ganz nah an ihrem lag. Für einen kurzen Moment lief sie rot an, was glücklicherweise keiner merkte, dann meinte sie leise gespielt ahnungslos:

„Siehst irgendwie müde aus“

„Ach...das kommt dir nur so vor“, kam es von Taro, der noch immer keine Anstalten machte sich aufzurichten, was Sayuki überhaupt nicht störte.

„Taro ist der größte Morgenmuffel auf diesem Planeten. Wie er es immer schafft rechtzeitig zum Morgentraining zu kommen ist mir ein Rätsel“, stellte Aya fest und musste sich ein Lachen verkneifen.

Nach ungefähr fünf Minuten kamen die vier fehlenden Mädchen und wollten sich gerade zu den anderen gesellen, als sie der Trainer der Jungs aufhielt.

„Nicht so schnell. Ihr kommt mit mir. Fürs Zuspätkommen mach ich mit euch noch ein Extratraining.“

Kaum war der Satz über seine Lippen gekommen, scheuchte er sie auch schon auf und sie verließen das Gebäude.

Dieses war früher einmal eine Privatschule gewesen, die jedoch geschlossen und zu einem Trainingscamp umgebaut worden war. Daneben befand sich ein „kleiner“ Wald und weit und breit war nur Natur. Das nächste Dorf war ungefähr zwanzig Minuten mit dem Auto entfernt. Soviel hatte sie jedenfalls mitbekommen, als ihnen ihre Lehrer einiges über das Gebäude erzählt hatten.

„Also Kinder! Auf die Beine. Wir machen einen kleinen Morgenlauf. Die Umgebung bietet sich ja förmlich an.“

Sie hatte noch nicht einmal fertiggesprochen, da war sie auch schon auf die Tür zugegangen und ins Freie getreten. Widerwillig folgten ihr die Schüler.

Es war ein kühler Morgen. Außerdem war es noch nicht einmal richtig hell und um die Sicht natürlich noch mehr zu verschlechtern, hing dicker Nebel über dem Boden.

Eine kurze Strecke gingen sie, dann begann ihre Trainerin zu laufen und gequält setzten sich auch Sayuki und die anderen in Bewegung.

Sayuki wusste nicht wie lange sie gelaufen waren, jedenfalls hatte sie es aufgegeben sich den Weg zu merken, da es einfach unmöglich gewesen wäre, als die Lehrerin endlich ihr Tempo senkte und schließlich stehen blieb.

„So, wir machen eine kleine Pause, dann geht’s weiter. Bleibt aber in Bewegung sonst verkühlt ihr euch.“

Sayuki stemmte ihre Hände in die Hüften und atmete tief aus. Eigentlich hatte sie eine gute Kondition, die beste im ganzen Team um genau zu sein, doch sie waren mindestens eine Stunde durchgelaufen und das ewige auf und ab hatte die Sache auch nicht einfacher gemacht. Ihre Seiten stachen und ihr Hals brannte als hätte sie etwas stacheliges verschluckt.

Neben ihr kamen Sae, Aya und Taro zum Stehen und allen schien es so zu gehen wie ihr. Sae ließ sich erschöpft zu Boden fallen, ohne auf das zu achten was ihre Trainerin zuvor gesagt hatte, und auch Aya ließ sich neben ihr nieder.

„Eure Lehrerin ist echt verrückt“, meinte er völlig außer Atem und wischte sich mit der Hand über die Stirn.

Taro`s Atem ging schon fast wieder völlig regelmäßig und Sayuki drehte sich verwundert zu ihm herum. Dann bemerkte sie ganz beiläufig:

„Sag mal bist du ein Marsmensch?“

Taro sah sie kurz überrascht an, dann flüsterte er ihr lachend ins Ohr:

„Natürlich, aber sag’s keinem.“
 

Sayuki hatte keine Ahnung wie, aber irgendwie hatte sie es geschafft, nachdem sie wieder im Camp angekommen waren, als erste im Bad zu sein.

Nachdem Sayuki frische Klamotten angezogen und gewartet hatte, bis Sae auch endlich fertig war, gingen sie gemeinsam hinunter zum Frühstück. Sie wollten sich eigentlich gar nicht bewegen, da bei jedem Schritt ihre Beine schrecklich schmerzten, doch ihr großer Hunger ließ ihnen keine Wahl.

Bis zum Nachmittag hatten sie frei und die Zeit nutzten die beiden auch. Sie lagen im Bett und versuchten sich ein wenig zu erholen.

An den nächsten zwei Tagen sahen sie die Jungs eigentlich nur beim Essen, da sie getrennt trainierten und das fast den ganzen Tag. Sie machten jedoch ein nicht ganz so anspruchvolles Programm wie am ersten Tag. Sie trainierten Freiwürfe, 3-Punkte-Würfe, Tribbeln, Ausspielen; Korbleger usw.

Am vierten Tag kamen sie wie die letzten Tage zum Basketballfeld, doch kaum waren alle versammelt führte sie ihre Trainerin zum Fußballplatz, auf dem bereits die Jungs versammelt waren.

„Wir werden heute gemeinsam trainieren und dazu werde ich euch jetzt in Zweierteams einteilen. Jeweils ein Mädchen und ein Junge.“

Gleich nachdem der Trainer fertiggesprochen hatte, brachen fast alle in verhaltenes Tuscheln aus und verstohlene Blicke wurden Taro und Aya von den Mädchen zugeworfen.

Sayuki unterhielt sich gerade mit Sae über ihren Traum von letzter Nacht. Da sie es gewohnt war mit Jungen gemeinsam Sport zu machen, war das nichts Besonderes für sie, und so merkte nicht einmal als der Trainer vor ihr stehen blieb und meinte:

„Mit dir.“

Verwirrt sah Sayuki auf, als sie registrierte, dass der Lehrer gerade sie und Taro zu einem Team gemacht hatte. Enttäuschte Seufzer kamen von den übrigen Mädchen und nun sahen sie alle hoffnungsvoll zu Aya hinüber. Doch auch diesmal wurden sie enttäuscht, denn dieser wurde Sae zugeteilt.

Als alle einen Partner zugeteilt bekommen hatten, mussten sich die Teams verteilt am Feld aufstellen.

Der Trainer und ihre Lehrerin machten die verschiedenen Übungen vor, welche die Teams dann unter den strengen Augen der beiden ausführten. Doch bei der letzten Übung brachen die meisten wieder in aufgeregtes Flüstern aus:

Die Jungen mussten die Hände auf die Hüfte ihrer Partnerin legen und warten bis diese hoch sprangen, dann mussten sie sie noch weiter in die Höhe stemmen.

„Das ist das perfekte Sprungtraining für die Mädchen und eine gute Kraftübung für die Jungen.“

Als Taro seine Hände auf ihre Hüften legte senkte Sayuki ihren Blick und tat so als würde sie etwas von ihren T-Shirt wischen, denn sonst hätte Taro ihr knallrotes Gesicht gesehen. Doch so sehr Sayuki auch versuchte es zu verbergen, Taro merkte sofort was los war und musste unweigerlich lächeln.

„Und los!“

Sayuki sprang hoch und als sie so weit in der Höhe war wie sie konnte, spürte sie plötzlich einen leichten Druck der von Taro`s Händen ausging und sie noch viel höher hinaufhob. Für einen Moment kam sie sich vor als würde sie fliegen, bis er sie sanft wieder auf dem Boden aufsetzte.

„Gut, dass du so leicht bist“, meinte Taro.

Es stimmte, Sayuki war für ihr Alter wirklich ziemlich leicht, doch auch ein paar der anderen Mädchen wogen eigentlich genauso viel wie sie und deren Partner mühten sich viel mehr ab.

„Wirklich sehr gut“, lobte sie Frau Nakahara als sie an den beiden vorbeiging.
 

Am Abend des vorletzten Tags ihres Campaufenthalts, riefen die Lehrer sie erneut aus ihren Zimmern und gingen gemeinsam mit ihnen zu Rand des Waldes. Dort waren bereits eine Box, ein Stoß Papier und einige Taschenlampen vorbereitet. Es war nur möglich sie zu sehen, da zwei Laternen aufgestellt waren. Denn um sie herum war es bereits stockdunkel.

Wie so oft war die Luft erfüllt von Geflüster und aufgeregten Stimmen.

„Ihr fragt euch bestimmt was das hier soll, hab ich nicht Recht?“

Zustimmendes Gemurmel war zu hören.

„Wir haben eine kleine Mutprobe für euch vorbereitet. Ihr müsst in den Wald.“

Sayuki`s Miene versteinerte sich und das erste worüber sie nachdachte war eine Ausrede, wie sie sich am besten vor der Mutprobe drücken konnte. Die zwei Dinge vor denen sie die meiste Angst hatte waren Spinnen und die Dunkelheit. Es klang zwar vielleicht kindisch, doch dafür gab es einen Grund:

Als Sayuki ungefähr sechs war, war die ganze Familie in den Vergnügungspark gegangen. Da Aya unbedingt in das Geisterschloss gehen wollte, waren eben alle mitgekommen. So schnell hatte sie sich gar nicht umschauen können, hatte sie ihre Familie auch schon verloren und Sayuki musste fast eine Stunde im Dunkel sitzen bis man sie endlich gefunden hatte.

„Aber damit es nicht allzu schlimm ist dürft ihr zu zweit gehen und ihr bekommt eine Taschenlampe.“

Die ersten Schüler begannen sich schon zu Teams zusammenzutun, als der Trainer der Jungs plötzlich meinte:

„Ihr geht in den gleichen Teams wie wir euch damals bei den Übungen zusammengetan haben.“

Noch immer war Sayuki geschockt, doch die Aussicht, dass Taro sie begleiten würde, machte die Sache einigermaßen erträglich.

„Die Aufgabe lautet folgendermaßen. Ihr zieht einen Zettel aus der Box, auf diesem steht ein Ding das im Wald versteckt ist. Und damit die Sache auch zu schaffen ist, bekommt ihr einen Plan an der die gesuchte Stelle eingezeichnet ist.“

Die Paare wurden immer im Fünf-Minuten-Abstand hineingeschickt und wie es kommen musste waren schließlich Taro und sie an der Reihe.

Da Sayuki sich nicht vom Fleck bewegte, trat Taro vor und zog einen Zettel aus der Kiste. Dann wurden ihm der Plan und Taschenlampe überreicht und er kam zurück zu Sayuki.

„Na los“, meinte er, schnappte sich ihre Hand und zog sie hinter sich her.

Widerwillig betrat sie den Wald und schon jetzt wusste sie, dass das nur in einer Katastrophe enden konnte.
 


 


 


 

Sodala... das wars wieder mal... hoffe es hat euch gefallen und ihr hinterlasst mir ein kommi ^^
 

lg & ciao

Sahiro

Familienkrise

Mit jedem Schritt den sie machten, wurde es immer dunkler und auch die Stille war beinahe nicht mehr auszuhalten.

Hinter den beiden knackte etwas und Sayuki blieb ruckartig stehen. Jeder Muskel spannte sich an und sie hielt die Luft an.

„Ich hab ja gar nicht gewusst, dass du so ein Angsthase bist“, meinte Taro und der amüsierte Unterton war nicht zu überhören.

„Mach dich ruhig über mich lustig, aber bitte lass uns das schnell hinter uns bringen. Hier drinnen krieg ich nämlich die Krise.“

Taro verstärkte den Druck seiner Hand und zog sie weiter. Es schien als hätte Sayuki wirklich schreckliche Angst.

„Bleib mal kurz stehen ich denke hier irgendwo muss das Ding versteckt sein.“

„Was suchen wir eigentlich?“

„Ein rotes Tuch“, antwortete Taro und sah sich angestrengt um.

Sayuki, welche die Taschenlampe hielt machte einen Schritt nach hinten und wie es auch nicht anders sein konnte, stolperte sie über eine Wurzel. Sie fiel rückwärts zu Boden und landete mit einem leisen Plumps.

„Au.“

Taro kam zu ihr hinübergelaufen und half ihr auf die Beine, während er sich das Lachen stark verkneifen musste.

„Alles OK?“

„Denke schon“, antwortete Sayuki und rieb sich ihr schmerzendes Hinterteil.

„Gib mir mal kurz die Taschenlampe. Als du hingefallen bist, hab ich was gesehen.“

Sayuki reichte ihm die Taschenlampe, welche er Richtung Himmel richtete. Auf einem nicht gerade kleinen Baum hing das rote Tuch. Taro schien kurz nachzudenken, dann meinte er:

„Denkst du, du schaffst es da rauf, wenn ich dir eine Räuberleiter mache?“

„Klar“, antwortete Sayuki selbstbewusst. Jetzt da sie das ganze endlich zu Ende bringen konnte, wollte sie sich richtig anstrengen.

Taro bildete mit seinen Händen eine Räuberleiter und drückte Sayuki in die Höhe. Diese zog sich auf den nächsten Ast und kletterte die letzten beiden hoch. So schnell sie konnte schnappte sie sich das Tuch und sprang vom Baum. Gekonnt landete sie auf ihren Füßen und richtete sich dann erleichtert auf.

„Respekt“, meinte Taro anerkennend.

„Danke. Hab ja auch oft genug geübt.“

Sie hatten sich wieder auf den Rückweg gemacht, als hinter ihnen erneut ein Geräusch zu hören war. Es klang wie wenn etwas über den Boden gezogen wurde.

Diesmal blieb Sayuki nicht stehen. Fast schon reflexartig sprang Sayuki zur Seite und klammerte sich an Taro. Dieser leuchtete in die Richtung aus der das Geräusch gekommen war, doch als nichts zu erkennen war klopfte er Sayuki beschwichtigend auf die Schulter und meinte:

„Schon gut. Da ist nichts.“

Erschrocken über sich selbst wich Sayuki zurück und entschuldigte sich peinlich berührt.

„Macht doch nichts.“

Als sie endlich wieder draußen waren, atmete Sayuki so erleichtert auf, dass Taro gespielt beleidigt meinte:

„Also so schlimm war’s mit mir doch auch nicht.“
 

Samstag Abend fuhr der Bus am Parkplatz ein, wo die Eltern bereits auf ihre Kinder warteten. Sayuki stieg aus dem Bus, dicht gefolgt von Sae und Taro.

Zum Abschied meinte der Trainer der Jungs:

„Am Sonntag um elf will ich euch alle am Sportplatz unserer Schule sehen, wehe irgendwer von euch drückt sich vor dem Spiel!“

Nach etwa zehn Minuten waren schon fast alle Schüler auf dem Heimweg, doch von Sayuki`s Mutter fehlte jede Spur.

Taro und Aya hatten sich bereit erklärt mit ihr zu warten, doch als sie nach einer halben Stunde noch immer nicht aufgetaucht war meinte Aya:

„Vielleicht solltest du es noch mal auf ihrem Handy versuchen.“

Doch auch beim dritten Mal hob ihre Mutter nicht ab und wieder meldete sich nur die Mobilbox.

„Weißt du was“, begann Taro, „wir können deine Tasche zu mir bringen, das ist ja nicht weit und dann fahr ich dich nach Hause. Dein Zeugs könnt ihr ja dann morgen mit dem Auto holen.“

„Wäre das auch wirklich OK? Du siehst schon ziemlich müde aus“, fragte Sayuki vorsichtig.

„Klar, aber erinnere mich bloß nicht dran und wenn ich beim Motorradfahren einschlafe, musst du mich halt wecken.“

Alle drei begannen zu lachen und dann gingen sie los.

Als sie an der Hauptstraße ankamen, die ungefähr noch fünf Minuten von Taro`s Wohnung entfernt war, meinte Aya plötzlich:

„Ich würd euch ja noch begleiten, aber ich penne bei einem Freund und der geht ziemlich früh schlafen.“

„Ich hab geglaubt du hast eine eigene Wohnung?“, gab Sayuki ein wenig verwirrt zurück.

„Das schon, aber dort wird gerade umgebaut und die Arbeiter sind noch nicht ganz fertig.“

Also verabschiedeten sie sich und die beiden schleppten ihre Taschen zu Taro`s Wohnung.
 

Als sie vor Sayuki`s Wohnblock ankamen hörten sie plötzlich wüste Beschimpfungen die in der Luft lagen. Sayuki sah auf und merkte, dass das Fenster ihrer Wohnung gekippt war. Sie konnte zwar nicht genau sagen, ob die Geräusche wirklich von da oben kamen, doch Sayuki befürchtete es. Wenn ihre Eltern wieder einmal stritten, hätte sie auch die Erklärung dafür, dass ihre Mutter nicht aufgetaucht war um sie abzuholen.

Plötzlich hörte sie ein Klirren, als wäre etwas Gläsernes mit großer Wucht zu Boden geschmissen worden.

„Bitte nicht“, stöhnte Sayuki auf und sprang vom Motorrad so schnell sie konnte. Sie kramte den Schlüssel aus ihrer Tasche und schloss die Eingangstür auf. Dabei fiel ihr Handy zu Boden, worauf sie jedoch überhaupt nicht mehr achtete. Zwei Stufen auf einmal nehmend, stürmte sie die Stiegen hoch und mit jedem Stockwerk das sie höher kam, wurde das Geschrei immer lauter.

Als sie dann schließlich im vierten Stock angekommen war, atmete sie schwer und stand völlig reglos da. Ihre Eltern stritten tatsächlich wieder, doch es war schlimmer als jemals zuvor. Mit zitternder Hand griff sie nach der Türklinke, doch hatte sie einfach viel zu große Angst die Tür tatsächlich zu öffnen. Sie hörte wie hinter sich, jemand die Stiegen hinauflief, doch wandte sie sich nicht um.

„Irgendwann musst du sowieso da rein“, hörte sie Taro in sanftem aber bestimmtem Tonfall sagen.

Sie drückte die Tür auf und betrat den dunklen Vorraum, die Tür zum Wohnzimmer war nur angelehnt, so viel ein kleiner Lichtstrahl auf den Boden und die Schreie drangen gedämpft an ihr Ohr. Mit zögerlichen Schritten ging sie auf die Tür zu und öffnete sie dann langsam.

„Ich will einfach nicht mehr!“

Ihre Mutter stand mit dem Rücken zu ihr während ihr Vater in der Küchentür stand.

„Ich halt das hier einfach nicht mehr aus“, schrie ihre Mutter und wirbelte herum. Als sie Sayuki vor ihr sah versteinerte sich ihre Miene und auch Sayuki`s Vater verstummte.

Anscheinend hatte ihre Mum sich gefasst, denn mit zügigen Schritten kam sie auf sie zu.

„Es tut mir Leid, Kleine. Ich denke es ist besser wenn du eine Zeit lang bei Aya schläfst, denn dein Zuhause existiert nicht mehr.“

Mit diesen Worten schnappte sie sich die Tasche die neben ihr auf dem Boden stand. Dann verließ sie ohne ein weiteres Wort die Wohnung. Für wie lange oder gar für immer, das wusste keiner. Wahrscheinlich nicht einmal sie selbst.

„Komm zurück“, brüllte ihr Vater, doch als sich nichts veränderte schwankte ihr Vater schließlich auf Sayuki zu.

Diese starrte noch immer auf die Stelle an der ihre Mutter verschwunden war und so bekam sie nicht einmal mit wie ihr Vater sich vor ihr aufbaute. Bei Aya übernachten? Das ging doch gar nicht. Bei ihm wurde doch umgebaut. Auch bei den anderen war das im Moment nicht möglich da JT`s Bruder krank war, das hatte er ihr erzählt als sie miteinander telefoniert hatten. Und bei Sae waren ihre Großeltern zu Besuch. Das konnte doch einfach nicht wahr sein.

Plötzlich spürte sie wie jemand ihren Arm packte und sie herumwirbelte.

„Das ist alles deine Schuld!“

Sayuki`s Vater holte zum Schlag aus. Sayuki kniff die Augen zusammen und hob ihre freie Hand schützend vor ihr Gesicht. Sie wartete auf den Schmerz, doch nichts geschah.

„Was soll das“, hörte sie ihren Vater plötzlich erbost aufschreien.

Sayuki blickte auf und sah, dass Taro die Faust von ihrem Vater in der Luft gestoppt hatte und ihn mit zornigen Augen anfunkelte.

„Wenn sie Sayuki auch nur anrühren, dann gnade ihnen Gott.“

Seine Stimme war ein bedrohliches Knurren. Noch nie hatte Sayuki ihn so gesehen. Kein freundliches Lächeln auf den Lippen. Nicht einmal das gütige Funkeln seiner Augen war geblieben. Taro starrte ihren Vater einfach voller Verachtung und Ekel an.

„Hol deine Sachen“, sagte Taro, bestimmt, ohne die Augen von ihrem Vater zu lassen.

Sayuki riss sich los und stürmte in ihr Zimmer. So schnell sie konnte packte sie ihre Sachen in die Umhängetasche, wobei sie keine Klamotten dazutat. Die Tasche vom Trainingscamp stand schließlich noch bei Taro zuhause.

„Was fällt dir ein“, hörte sie ihren Vater aus dem Wohnzimmer brüllen und dann nahm sie ein lautes Krachen wahr. Geschockt stürmte sie wieder zurück, da sie dachte ihr Vater hätte Taro zu Boden geschlagen.

Als sie jedoch das Wohnzimmer betrat, lag ihr Vater am Boden und hielt sich seine Wange, während Taro angewidert auf ihn hinabstarrte.

„Komm!“

Er nahm Sayuki an der Hand und zog sie aus der Wohnung, ohne auch nur darauf zu achten, was für Verwünschungen und Flüche Sayuki`s Vater ihm an den Kopf warf.

Die ganze Fahrt zu Taro`s Wohnung sprachen sie kein Wort miteinander. Erst als sie seine Wohnung betraten, meinte Taro kurz angebunden:

„Du kannst im Gästezimmer schlafen. Ich geh duschen.“

Kaum hatte er fertig gesprochen verschwand er auch schon ins Bad.

Sayuki stand eine Weile lang da, dann schleppte sie sich ins Gästezimmer, wie Taro es gesagt hatte.

Mit langsamen und kraftlosen Bewegungen suchte sie ihr Top und die weite Schlafhose aus ihrer Tasche. Sie zog sich um und kroch dann unter die Bettdecke. Eine Weile lag sie nur so da, dann begannen plötzlich die Tränen über ihre Wange zu laufen. Heftige Weinkrämpfe schüttelten sie. Ihr ganzer Körper bebte förmlich. Was wenn sie wirklich Schuld war? Wieso hatte sie es nicht verhindern können?
 

Taro verließ das Bad. Die Dusche hatte ihm gut getan. Zumindest hatte er sich wieder halbwegs beruhigt, denn zuvor war er einfach so wütend gewesen. Wie konnte Sayuki`s Vater es nur wagen, ihr die Schuld an allem zu geben und sie dann auch noch schlagen zu wollen.

Gerade als er an der Gästezimmertür vorbeiging hörte er leises Schluchzen. Er hatte sich sowieso schon gefragt wann es so weit sein und sie endlich alles hinausweinen würde. Sayuki war einfach viel zu stolz um ihre Schwäche vor anderen zu zeigen, doch so etwas ging an niemanden spurlos vorbei.

So leise er konnte öffnete er die Tür und ging hinüber zum Bett. Sie hatte ihm den Rücken zugewandt, sich wie eine kleine Katze zusammengekauert und schluchzte haltlos in ihr Kissen. Taro wusste nicht wieso, doch auf einmal hatte es ihn gepackt. So schnell hatte er gar nicht schauen können, lag er schon neben ihr und hatte seinen Arm von hinten um sie geschlungen.

Sayuki spürte wie sich das Bett neben ihr senkte und im nächsten Moment hielt sie jemand fest im Arm. Nun schien sie sich nicht mehr zurückhalten können. Ein erneuter Heulkrampf übermannte sie und im Moment war ihr völlig egal was Taro nun von ihr dachte.

Der zierliche Körper in seinen Armen wurde geschüttelt von Schmerz und Trauer. Einem Schmerz dem Sayuki alleine auf keinen Fall gewachsen war.

Sanft strich er ihr über das braune Haar und zog sie so nah an sich heran wie es nur ging.

„Alles wird gut, glaub mir“, flüsterte er ihr beruhigend ins Ohr und wirklich, nach wenigen Minuten ging ihr Atem halbwegs regelmäßig und bald darauf war sie eingeschlafen.

Schulden

tagchen tagchen XDDDD...
 

jaja... da bin ich mal wieder (hat eh lang genug gedauert >.<)
 

voila... das neue kappi von je veux...
 


 

>Kapitel 6 - Schulden<
 

Sayuki öffnete ihre Augen und blinzelte erst einmal, denn draußen stand die Sonne schon am Himmel und keine Wolke war zu sehen. Das Wetter passte so überhaupt nicht zu ihrer Stimmung und machte sie richtig fertig.

Sie drehte sich auf den Rücken und starrte eine Weile lang nur an die Decke. Dann setzte sie sich ruckartig auf. Was half es Trübsal zu blasen? Sie hatte genau gewusst, dass dieser Tag einmal kommen würde. Ihre Eltern hatten sich schon seit so langer Zeit gestritten, dass die Trennung unausweichlich gewesen war.

Sayuki verdrängte die schlechten Gedanken aus ihrem Kopf und sah sich erst einmal neugierig im Zimmer um. Dass sie in der letzten Nacht einfach einmal hatte weinen können, war wirklich befreiend gewesen und half ihr, leichter über die Sache hinweg zu kommen, als sie gedacht hatte.

Sie stand auf und öffnete die Tür zum Gang. Ein wundervoller Geruch von frischen Kaffee wehte ihr entgegen. Sie selbst mochte zwar keinen Kaffee, doch der Duft hatte ihr schon immer gefallen.

Sayuki ging schnell ins Bad und nachdem sie fertig gewaschen und umgezogen war, ging sie in die Küche. Taro stand da, eine Tasse in der Hand und sah sich eine Sportsendung über die Fußballergebnisse der letzten Woche an.

„War ja klar“, meinte sie belustigt und ging auf ihn zu.

Taro wirbelte herum und hätte fast den Kaffee über den Tisch verschüttet. Mit einer blitzschnellen Bewegung konnte er jedoch die nahende Katastrophe verhindern.

„Erschreck mich nicht so“, meinte er atemlos und stand auf.

Er ging hinüber zur Küchenplatte und holte eine weitere Tasse. Taro hielt ihr den Tee entgegen und fragte:

„Du magst ja keinen Kaffee, hab ich recht?“

Sayuki nickte und nahm die Tasse dankbar entgegen. Ein heißer Tee war genau das was sie jetzt brauchte.

Sie frühstückten gemeinsam und sahen sich die 10-Uhr-Nachrichten an, dann meinte Taro:

„Ich muss los zum Spiel. Wenn ich zu spät komme köpft mich der Trainer.“

Kurz darauf fügte er hinzu:

„Du kannst mitkommen wenn du möchtest, ansonsten bring ich Aya nachher mit. Ich denke ihr solltet reden.“

Sayuki sah ihn kurz an, dann meinte sie:

„Ich komm mit. Ein wenig Ablenkung kann wirklich nicht schaden.“
 

Als Taro das 2:0 schoss, waren die Zuschauer fast nicht mehr auf ihren Plätzen zu halten. Sayuki musste sich die Hände auf die Ohren drücken, um den Lärm ein wenig erträglicher zu machen. Doch schon nach kurzer Zeit schlossen sich Sae und sie den Jubelschreien an. Als Taro an ihnen vorbei rannte, ging das Jubeln im Kreischen der Mädchen unter. Taro zwinkerte ihr zu und zeigte ihr ein strahlendes Lächeln, bevor er wieder zurück zu seinen Kameraden in die Mitte des Spielfelds lief.

Könnten Blicke töten, wäre Sayuki jetzt dreißig Tode gestorben, denn kaum hatte Taro ihnen den Rücken zugewandt hatten sie Sayuki so giftig angestarrt, dass Sayuki schon darüber nachgedacht hatte sich einen anderen Platz zu suchen.

Taro war heute wieder zu Hochleistungen aufgelaufen, denn vor seinem eigenen Glanztor, hatte er die Flanke auf Aya gespielt, von dem gleich darauf der Ball im Tor versenkt worden war.

Der Schiedsrichter blies in seine Trillerpfeife und machte dem Trauerspiel für die andere Mannschaft so ein Ende. Erneut sprangen die Zuschauer auf und im gesamten Stadion war nur noch Gegröle und Freudegeschrei zu hören.

„Ich hol mir was zum Trinken“, schrie Sayuki ihrer Freundin ins Ohr, damit diese sie überhaupt verstand. Sae nickte nur und deutete, dass sie sich hinüber zu den anderen setzen wollte um dort auf sie zu warten.

Mit einem Becher Mineralwasser in der Hand, wandte sich Sayuki vom Getränkestand ab, doch abrupt blieb sie wieder stehen. Direkt vor ihr stand ein Junge mit kurzen blonden Haaren, der sie ein wenig seltsam angrinste. Als Sayuki ihm jedoch auswich und ihn nicht weiter beachtete hörte sie ihn plötzlich sagen:

„Warte mal einen Moment Süße!“

Mit einem skeptischen Ausdruck im Gesicht drehte sie sich zu ihm um. Die Art wie er sie angesprochen hatte, machte ihn für Sayuki schon total unsympathisch.

„Du bist mir vorher schon aufgefallen. Wie wärs, ich könnte ein bisschen Spaß vertragen.“

Auf seinem Gesicht zeichnete sich ein lüsternes Lächeln ab, was ihn nur noch abstoßender machte.

„Tss…“

Sie sah ihn belustigt an, dann drehte sie sich wieder um. Plötzlich packte er sie an der Schulter und zog sie zurück.

„Hey! Sei gefälligst nicht so unhöflich!“

Verwirrt bemerkte Sayuki, dass er an ihrem Kopf vorbei sah und sich seine Augen erschrocken weiteten. War er etwa schon so betrunken?

„Du siehst doch, dass sie kein Interesse hat. Also verzieh dich.“

Taro hatte sich zu ihr gestellt und einen Arm von hinten um sie gelegt.

Der blonde Junge starrte noch einmal erbost zwischen Taro und Sayuki hin und her, dann zog er wüst fluchend ab.

Sayuki wollte sich schon zu ihm umdrehen, damit er sich bei ihm bedanken konnte, doch da spürte sie wie er seinen zweiten Arm auch noch um sie legte und sie fest zu sich zog.

„Ich hab mir Sorgen gemacht“, flüsterte er ihr sanft ins Ohr, als er seinen Kopf auf ihre Schulter legte. Als sie seinen heißen Atem in ihrem Nacken und seinen Körper so nah an ihrem spürte, lief ihr ein Schauer über den Rücken. Eine Hand ruhte auf ihrer Taille, die andere so nah über ihrer Brust, dass sie es nicht wagte auch nur einen Atemzug zu tun.

„Er hat dich schon die ganze Zeit über so komisch angesehen. Ich kenn den Typen. Mit jemanden wie ihm solltest du dich auf keinen Fall einlassen.“

„Das hatte ich auch nicht vor!“

Sayuki hatte weitaus lauter geantwortet als es ihre Absicht gewesen war. Außerdem hatte sie sich, vor lauter Wut auf den blonden Macho zuvor, aus Taro`s Umarmung befreit.

Energisch wirbelte sie herum, dann erst merkte sie, wie unhöflich sie gerade reagiert hatte. Doch Taro schien das nicht sonderlich zu stören, ganz im Gegenteil. Er schien eher amüsiert als wütend.

„Tut mir Leid, ich wollte eigentlich nur...“, begann Sayuki, doch bei Taro’s Lächeln versagte ihre Stimme.

Taro schien zu warten, dass sie den Satz beendete, doch die Worte wollten ihr einfach nicht über die Lippen kommen.

„Was wolltest du nur?“

„Ich...ich wollte mich eigentlich nur bedanken“, antwortete sie, dann holte sie noch einmal tief Luft, dann sagte sie, „Also...danke.“

Taro trat wieder nah an sie heran, dann meinte er:

„Gern geschehen...du bist mir einfach was schuldig.“

Grinsend stand er da und sah auf sie hinunter. Sayuki wusste nicht warum, doch plötzlich kam ihr Selbstvertrauen zurück.

„Ach...bin ich das.“

Sayuki’s herausfordernder Ton schien Taro zu gefallen, denn sofort antwortete er gelassen:

„Natürlich.“

Das Wort war wie ein Flüstern über seine Lippen gekommen, während er ihr sanft durch das glatte Haar strich. Seine Augen blickten fest in ihre, gleichzeitig neigte er seinen Kopf langsam, fast wie in Zeitlupe, zu ihr hinunter.

„Hey Taro!“

Beide drehten sich ruckartig um und erkannten Aya, der auf sie zukam.

„Du solltest dich umziehen gehen, oder willst du etwa nicht mit feiern kommen?“

„Nein, heute nicht. Ihr könnt ruhig ohne mich fahren.“

„Wieso das denn?“

Taro zuckte nur kurz mit den Schultern und griff nach dem Handtuch, dass er bis gerade eben noch um den Hals gelegt hatte.

Aya betrachtete die beiden skeptisch. Erst jetzt schien ihm aufgefallen zu sein, dass sie ziemlich nah beieinander standen. Nach einem weiteren skeptischen Blick meinte er schließlich:

„Na schön, ich geh denn mal. Da wartet nämlich jemand auf mich.“

Ein verheißungsvolles Grinsen zeichnete sich auf seinem Gesicht ab, während er mit dem Kopf in Richtung eines blonden Mädchens deutete, die ihm immer wieder ungeduldige Blicke zuwarf.

„Vergiss aber nicht die Sache nachher“, rief Taro ihm hinterher.

Aya wandte sich noch einmal um und sah seltsamerweise Sayuki an.

„Klar doch. Hab ich euch jemals sitzen lassen?“

„Nicht sehr vertrauenserweckend“, bemerkte Taro, nachdem Aya mit dem blonden Mädchen im Schlepptau verschwunden war.

Taro wandte sich in Richtung der Kabinen, doch plötzlich drehte er sich noch mal zu Sayuki um.

„Wenn du willst, kannst du von drinnen was zu trinken haben. Der Trainer stellt uns das Zeug immer kistenweise hin. Dein Wasser ist dir ja vorher runtergefallen.“

Erst jetzt da Taro es ansprach, fiel Sayuki auf wie durstig sie war.

„Bitte.“

Taro gab ihr ein Zeichen ihm zu folgen, doch vor der Umkleidekabinentür blieb sie plötzlich stehen. Als Taro sich schließlich umdrehte und alleine dastand, sah er verwundert zurück zu ihr. Bei dem Anblick der sich ihm bot, kam ihm ein Lächeln über die Lippen.

„Ich kann doch nicht einfach...“, begann Sayuki, doch Taro unterbrach sie.

„Hab ja gar nicht gewusst, dass du so feige bist“, reizte er sie, wobei er sich ein weiteres Grinsen verkneifen musste.

Die Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. Sayuki sah sich noch einmal unsicher um, dann folgte sie ihm hinein und nahm die Wasserflasche entgegen, die Taro ihr anbot.

„Trink aber lieber herinnen. Wenn der Trainer sieht, dass ich die kostbaren Getränke jemand anderem gebe, hält er mir wieder eine Standpauke.“

Bei dem Wort „kostbaren“ hatte er das Gesicht so zu einer Gerimasse verzogen, dass Sayuki fast an ihrem Wasser erstickt wäre, da sie so sie so zu lachen beginnen musste. Schnell schluckte sie es hinunter, doch es kam wie es kommen musste, sie verschluckte sich. Gleichzeitig lachend und hustend ließ sie sich auf die Bank nieder sinken und versuchte sich zu beruhigen.

„Alles in Ordnung mit dir?“

Als sie wieder normal atmen konnte, meinte sie :

„Klar, aber trinken und lachen sollte man trennen!“

Kurz sah Taro noch zu ihr hinunter und wartete ob auch wirklich nichts passiert war, dann wandte er sich um, betrat den Duschraum und zog sich aus.

Sayuki saß da, mit dem Kopf an den Spind gelehnt und hatte die Füße angewinkelt. Jetzt da sie zum ersten Mal wieder alleine war konnte sie über alles nachdenken. Die Erinnerungen an den letzten Tag kamen wieder in ihr hoch und sie musste kurz schlucken. Gedankenversunken griff sie nach ihrer Flasche und bemerkte überhaupt nicht das prasselnde Geräusch der Dusche.

Was sollte sie denn jetzt machen? Nach Hause konnte sie auf keinen Fall, das war ja wohl klar und auch bei Aya zu wohnen war nicht möglich da der zurzeit selbst bei einem Freund schlief. Es war alles in allem eine verdammt eingefahrene Situation. Den Schock vom Tag davor hatte sie überwunden, denn ihr war schon ziemlich lange klar gewesen, dass die Ehe ihrer Eltern bald in die Brüche gehen würde.

Sayuki schloss die Augen, seufzte einmal beherzt und lauschte auf das angenehme Geräusch der Dusche.

Taro wickelte sich das Handtuch um die Hüften und wollte sich schon wieder anziehen gehen, als ihm Gott-sei-Dank wieder einfiel, dass Sayuki vermutlich noch draußen saß. Er konnte sich ja schwer, einfach vor ihr umziehen. Vorsichtig und so unauffällig wie möglich lugte er aus dem Duschraum und sah Sayuki, die völlig regungslos auf der Gardarobenbank lehnte. Langsam und so leise er konnte machte er die paar Schritte auf sie zu und stellte belustigt fest, dass sie eingeschlafen war. Sayuki saß da, schlief friedlich und sah so unschuldig aus wie eh und je. Taro konnte es sich nicht erklären, aber sie sah in dem Moment so süß und wunderschön aus, dass er einfach nicht anders konnte. Es war unmöglich, er konnte sich einfach nicht zurückhalten. Der junge Mann beugte sich zu ihr hinunter und kurz bevor er ihre Lippen berührte flüsterte er:

„Du bist mir noch was schuldig.“

Dann gab Taro ihr einen kurzen und doch unglaublich sanften und gefühlvollen Kuss.
 


 


 

Tja... das wars dann wieder mal...
 

würd mich über kommis freuen ^^
 

bis zum nächsten mal

lg & ciao

Unentschlossen

halli hallo...
 

da bin ich wieder mal mit einem neuen kapi von je veux...
 

wünsch euch noch viel spaß beim Lesen...
 


 

>Unentschlossen<
 

Das Geräusch einer Spindtür, die geschlossen wurde, ließ Sayuki aus dem Schlaf schrecken. Langsam hob sie die schweren Augenlider und sah gerade noch wie Taro sich sein T-Shirt überzog. Sogleich wurde sie rot um die Nasenspitze und wandte den Blick ab.

Taro bemerkte die Bewegung und fragte, als wäre nichts gewesen, kein Kuss, kein gar nichts:

„Na wieder wach?“

Nickend wandte sie ihm das Gesicht zu. Ohne wirkliche Absicht, sah sie ihn so durchdringend an, wie sie es noch nie zuvor bei einem Jungen getan hatte. Sofort hörte Taro auf seine Tasche zu packen und kam langsam auf Sayuki zu. Er erwiderte den Blick, da war sie sich sicher und das machte sie glücklich, auch wenn sie das nach außen hin nicht zeigte. Es war noch nicht alles verloren. Sie durfte ihn einfach nicht aufgeben, das wusste sie.

Einen Schritt vor ihr blieb er stehen und sah zu ihr hinunter. Seine wunderschönen Augen waren fest auf sie gerichtet und hatten einen warmen, aber doch ernsten Ausdruck. Langsam stand sie auf und machte den letzten Schritt auf ihn zu. Taro war überrascht, das sah man ihm an, doch schon im nächsten Augenblick formten sich seine Lippen zu einem Lächeln. Fast wie in Zeitlupe legte er seine Hand um Sayuki`s Hüfte und zog sie so nah an sich, wie es nur möglich war. Zwischen ihnen war nichts mehr. Sayuki spürte die Bauchmuskeln unter seinem Shirt, welche fest angespannt waren. Sie fühlte den Rhythmus mit dem er atmete und sog seinen unglaublich Duft ein. Taro`s andere Hand strich Sayuki vorsichtig über die Wange und ließ dann einen Finger über ihre Lippen gleiten. Gleich darauf ersetzte er diesen durch seine eigenen. Wie beim ersten Mal schienen Blitze durch ihren Körper zu jagen. Taro bemerkte ihre anfängliche Scheu, doch ließ er sich dadurch nicht davon abbringen sie weiter zu küssen.

Sayuki hatte unter diesem unglaublichen Kuss Probleme zu atmen, darum musste sie ihren Mund öffnen, um ihre Lungen mit etwas Luft zu füllen. Genau darauf schien Taro nur gewartet zu haben, denn behutsam stieß Taro`s Zunge in ihren Mund vor. Ihre Zungen berührten sich sanft, gleichzeitig drängte er sie nach hinten und drückte sie an den Handgelenken gegen die Spinde. Taro ließ eine Hand an ihrem Rücken hinunter wandern, bis er beim Hosenbund angelangt war. Vorsichtig hob er den Stoff ihres T-Shirts an und ließ seine Hand darunter verschwinden. Sayuki hatte nicht die geringste Chance sich zu befreien, selbst wenn sie es gewollt hätte, doch das wäre ihr im Traum nicht eingefallen.

Doch genau diese Hilflosigkeit schien Sayuki zu erregen. Immer mutiger erwiderte sie den Kuss, während Taro`s Berührungen diese Erregung ins Unermessliche zu steigern schienen. Er machte sie fast wahnsinnig und das eindeutig im guten Sinne. Als Taro jedoch eine ihrer Hände losließ und begann ihr sanft über den Bauch zu streicheln, konnte sie einfach nicht mehr anders und warf den Kopf in den Nacken. Ein warmherziges Lächeln bildete sich auf Taro`s Lippen, die sofort begannen Sayuki`s Hals zu liebkosen. Dann plötzlich ließ er von ihr ab, zog sie von den Schließfächern weg und legte beide Arme um sie. Er drückte sie fest an sich und Sayuki konnte die Hitze seines Körpers spüren, während er ihr einen zarten Kuss auf die Stirn hauchte.

So schnell wie er sie umarmt hatte, ließ er sie auch schon wieder los, schnappte sich seine Tasche und ging hinüber zur Tür, die er Sayuki lächelnd aufhielt. Noch völlig benommen und verwirrt huschte sie an ihm vorbei. Sayuki wusste einfach nicht wie sie sich ihm gegenüber verhalten sollte. Ihr war ja noch nicht einmal klar, warum er sie überhaupt geküsst hatte.
 

„Sayuki!“

Die Gerufene wirbelte herum und sah Sae, die schnell und energisch auf sie zugerannt kam. Eins war Sayuki auf den ersten Blick klar: Über irgendetwas war ihre beste Freundin nicht besonders glücklich, denn sie sah ziemlich zornig aus. Dass dieser Zorn ihr galt war ihr in dem Moment jedoch noch nicht klar gewesen. Doch das änderte sich augenblicklich, als Sae schnaufend bei ihr angekommen war.

„Sag mal wo bist du denn die ganze Zeit gewesen? Du hast gesagt du holst dir was zu trinken und dann steh ich mir fast `ne Stunde die Beine in den Bauch!“

„Oh, tut mir echt Leid. Ich hab dich ganz vergessen!“

Sae sah zuerst Sayuki und dann Taro an, der an die Wand gelehnt dastand und sich ein Lachen verkneifen musste, dann meinte sie gespielt beleidigt:

„Danke. So was hört man doch immer gerne!“

Lachend nahm Sayuki sie in die Arme und entschuldigte sich so oft bei ihrer Freundin, dass Sae schließlich grinsend schrie:

„Schluss! Noch ein Wort und ich werde wirklich böse!“

„Dann war das eben alles nur gespielt und ich bin grundlos fast am Boden dahergekrochen. Was bist du denn für eine Freundin“, erwiderte Sayuki genauso gekünstelt empört.

„Ach...jetzt bin ich also wieder die Böse?“

Kurz sahen sich die beiden an, dann brachen sie in schallendes Gelächter aus.

Taro stand daneben und auch er konnte ein Lachen nicht mehr zurückhalten. Die beiden waren einfach zu komisch.

„JT hat vorhin angerufen. Er muss auf seinen Bruder aufpassen und erfadet gerade. Wir sollen mal bei ihm vorbeischauen wenn wir Zeit haben“, meinte Sae schließlich, während sie neben Taro den Fußballplatz verließen.

Sayuki und Sae war es nicht aufgefallen, doch bei JT`s Namen hatte sich Taro`s Gesichtsausdruck leicht verfinstert. Taro wusste zwar nicht warum, doch aus irgendeinem Grund konnte er Sayuki`s besten Freund nicht ausstehen. Aber eigentlich war es gar nicht so schwierig einen Grund dafür zu finden, wie er das dachte. Taro empfand mehr für Sayuki als er sich eingestehen wollte. Das zeigte sich ganz deutlich in Situationen wie gerade eben, in denen er seine Gefühle einfach nicht mehr unter Kontrolle hatte. Doch genau diese Tatsache schreckte ihn ab.

Taro kannte Sayuki nun schon seit fast acht Jahren und er wusste nicht wie lange er sich noch so zurückhalten konnte wie zuvor in der Gardarobe. Taro hatte mehr gewollt als den Kuss, doch war ihm klar gewesen, dass er Sayuki damit verschreckt, wenn nicht sogar verängstigt hätte. Außerdem war es einfach absurd zu denken zwischen ihnen könnte jemals etwas Ernsthaftes laufen. Sayuki war schließlich die kleine Schwester seines besten Freundes. Doch so sehr er sich auch gegen seine Gefühle wehrte. Er empfand weitaus mehr für Sayuki als nur Freundschaft, aber genau das durfte nicht sein.

Die beiden Mädels verabschiedeten sich von Taro, wobei Sayuki es sorgfältig vermied ihm in die Augen zu sehen. Noch bevor sie sich ganz von ihm abwenden konnte meinte Taro jedoch:

„Dein Bruder kommt um sieben zu mir. Ihr müsst reden, also sehen wir uns dann.“

So vorsichtig Sayuki auch gewesen war, nun sah sie doch auf und das genau in sein Gesicht. Sie konnte es nicht vermeiden rot anzulaufen, also nahm sie all ihren Mut zusammen und tat so als wäre alles andere in Ordnung und ihre Gesichtsfarbe das natürlichste der Welt.

„Gut, bis nachher.“

Nachdem Taro aus Sichtweite gelangt war, packte Sae sie plötzlich an der Hand und fragte aufgeregt:

„Also was ist los? Du bist ja rot angelaufen wie eine Tomate.“

Sae konnte man einfach nichts vormachen. Wenn Sayuki es nicht besser gewusst hätte, würde sie sagen, dass ihre Freundin Gedanken lesen konnte. Und da es sowieso unnötig war ihr etwas zu verschweigen begann Sayuki ihr die ganze Geschichte zu erzählen. Sae unterbrach sie nicht und auch als Sayuki mit ihrer Erzählung schließlich zu einem Ende gekommen war, gab sie keinen Mucks von sich. Erst nach einer längeren Pause sprach Sae dann das aus, was Sayuki selbst schon die ganze Zeit über durch den Kopf gegangen war:

„Aya dreht durch wenn er das erfährt!“

Doch ganz im Gegenteil zu Sayuki, schien Sae das eher amüsant zu finden.

„Falls du vorhast ihm etwas zu verraten, ruf mich vorher an. Ich will das auf keinen Fall verpassen.“

„Oh vielen Dank. So viel Mitgefühl und Unterstützung hätte ich von dir wirklich nicht erwartet.“

Ihre Freundin konnte es einfach nicht lassen sie mit jeder Kleinigkeit aufzuziehen, doch vielleicht war genau das der Grund, warum es mit Sae einfach nie langweilig wurde.
 

Es war etwa zehn nach sieben, als Taro Sayuki die Wohnungstür öffnete und sie mit einem freundlichen Lächeln begrüßte.

„Aya ist noch nicht da, aber das war ja nicht anders zu erwarten.“

Nachdem Sayuki Schuhe und Jacke ausgezogen hatte, waren sie ins Wohnzimmer gegangen. Plötzlich sprang Sayuki wieder aus dem Sessel, auf den sie sich gerade gesetzt hatte. Ihr war etwas Wichtiges eingefallen. Sie lief ins Gästezimmer wo noch immer ihre Tasche stand und holte ihr Handy heraus. Sie hatte es am Abend zuvor sicher verstaut und dann natürlich vergessen. Taro trat hinter ihr ins Zimmer und da Sayuki noch immer damit beschäftigt war die Nummern zu checken die sie in der Zwischenzeit angerufen hatten, bemerkte sie davon nichts.

Als sie sich dann umdrehte und jemand direkt vor ihr stand, hätte sie vor Schreck fast das Handy fallen lassen. Sie atmete laut und erleichtert auf, als sie endlich erkannte, dass es nur Taro war.

„Um Gottes Willen erschreck mich doch nicht so!“

Ein schadenfrohes und doch bezauberndes Lachen zierte sein Gesicht, während er ihr durchs Haar wuschelte.

„Nein…nicht“, schrie Sayuki empört und doch lachend aus. Sie duckte sich weg und im nächsten Moment hatte sie es geschafft, ebenfalls Taro`s Haare in die Finger zu bekommen. Sayuki strubbelte sie wild durcheinander, als sie plötzlich Taro`s Hand an ihrem Handgelenk spürte. Die beiden verloren das Gleichgewicht und sie stürzten Richtung Boden. Statt eines harten Aufpralls, wurden sie vom federnden Bett des Gästezimmers willkommen geheißen und als Sayuki endlich die Augen öffnete merkte sie, dass sie direkt auf Taro lag.

„Tut mir Leid“, entschuldigte sie sich, wobei sie verzweifelt versuchte aufzustehen, doch jemand hinderte sie daran.

Taro hielt ihr Handgelenk noch immer fest, aber nicht grob, umschlossen. Er sah ihr direkt in die Augen. Da war kein Lachen mehr. Nein, da war etwas anderes. Sayuki vermochte es nicht in Worte fassen zu können, doch ein knisterndes Gefühl breitete sich in ihrem Körper aus.

Da spürte sie plötzlich Taro`s andere Hand an ihrer Taille. Sie hielt den Atem an, während ihr Gesicht einen leichten Hauch von rosa annahm. Keine Sekunde wandte Taro den Blick von ihr ab und Sayuki hatte das Gefühl darunter zu vergehen.

Im nächsten Moment drehte Taro Sayuki herum, sie verlor für einen kurzen Moment die Orientierung, dann lag er auch schon über ihr. Sie spürte, dass jeder Muskel seines Körpers gespannt war, während sie resignierend die Augen schloss. In dem Augenblick hatte sie eine solch heftige Welle an Gefühlen und Empfindungen übermannt, dass sie es nicht fertig brachte in noch weiter anzusehen. Sayuki wusste nicht was dann geschehen wäre.

Kaum hatte sie diesen Gedanken fertig gedacht, als sie auch schon Taro`s Lippen spürte, doch die Tatsache wo sie sie berührten ließ sie leise aufseufzen.

Taro kostete die zarte, helle Haut an Sayuki`s Hals und brachte ihren Körper zum Beben.
 


 


 


 

>.<

jaja... das wars dann wieder mal...
 

der liebe taro geht aber ganz schön ran XDDDD
 

na denn

würd mich über kommis freuen...
 

lg & ciao

sahiro-chan

Waches Auge

Tja ja... es geht wieder weiter ^^

Aber bevor's losgeht wollte ich mich bei allen bedanken die mir kommis geschrieben haben ^^... dankeschöööööööööööön XD
 

Viel Spaß beim Lesen...
 


 

>Waches Auge<
 

Taro`s Lippen tasteten sich sanft aber doch zielstrebig über Sayuki`s Hals, während sie die Augenlider noch immer fest zugekniffen hielt. Seine Hand glitt über ihre Taille und ver-schwand im nächsten Moment unter ihrem schwarzen Top. Überrascht, von der fordernden Geste, riss Sayuki die Augen auf.
 

„Hey Sayuki, aufwachen! Du wolltest doch heute zu Taro, oder?“

Eine Stimme drang wie aus weiter Entfernung an ihr Ohr, bis sie die Augen aufschlug und sich verwirrt umsah.

JT hatte sich über sie gebeugt und sah ungeduldig auf sie hinunter.

„Was…“

Unsicher setzte sie sich auf. Ein Traum! Sie war anscheinend bei JT eingeschlafen. Als ihr Blick dann auf die Uhr an der Wand gegenüber fiel, schrie sie erschrocken auf.

„Schon viertel vor sieben?!“

Für weitere Grübeleien blieb keine Zeit mehr. Sie sprang auf, sammelte ihre Tasche und die Jacke ein, verabschiedete sich von Sae und JT, dann war sie auch schon verschwunden.

Während sie in der U-Bahn saß, schweiften ihre Gedanken zurück zu dem Traum. Was war nur mit ihr los, dass sie von solchen Dingen träumte?

Hätte sie in dem Moment jemand beobachtet, wäre er vor Lachen wahrscheinlich in Tränen ausgebrochen. Ihr Blick glich dem eines geistig Zurückgebliebenen und die Tatsache, dass sie auch noch rot anlief, trug nicht gerade zu ihrer Ernsthaftigkeit bei.
 

Völlig aus der Puste klopfte sie an Taro`s Tür und hätte sich dafür, im nächsten Moment am liebsten geohrfeigt. Ohne nachzudenken, besser gesagt, ohne sich Zeit zu lassen um nachzu-denken, hatte sie geklopft. Sie wusste genau, dass sie Taro nach ihrem Traum nicht in die Au-gen sehen konnte.

Die Tür wurde geöffnet und das freundliche Gesicht von Taro strahlte ihr entgegen.

„Hi. Du wirst es nicht glauben, aber Aya ist schon da.“

Verlegen sah sie zu Boden, doch ihr war klar, dass das ziemlich bescheuert aussehen musste. Also atmete sie einmal tief ein, schluckte den Drang, einfach wieder abzuhauen, hinunter und grüßte freundlich zurück, während sie Taro`s Wohnung betrat.

„War ja klar. Kaum komm ich einmal zu spät muss er einen auf 'Pünktlichkeit in Person' ma-chen.“

Sie folgte Taro ins Wohnzimmer, wo Aya lässig auf der Bank lungerte und ungeduldig auf die Mattscheibe blickte.

„Wird aber auch schön langsam Zeit“, maulte Aya seine Schwester an, als er sie in der Tür erblickte.

„Freut mich auch dich zu sehen großer Bruder“, gab Sayuki übertrieben euphorisch zurück und tat so, als hätte sie seine letzte Bemerkung überhört.

„Ihr habt bestimmt viel zu bereden, ich lass euch dann mal alleine“, meinte Taro diploma-tisch, bevor er, unverschämt gut aussehend, den Raum verließ.

‚Fängst du schon wieder damit an’, schimpfte sie sich innerlich, wandte sich aber sogleich an Aya, der sie ernst von der Seite musterte.

Sayuki wollte keine unnötige Zeit verschwenden und kam darum sofort zur Sache.

„Mum und Dad haben sich getrennt. Mum ist weg, ich hab keine Ahnung wohin.“

Zuerst sagte Aya gar nichts, dann meinte er skeptisch:

„Und wo hast du dann heute Nacht geschlafen?“

Na klasse! Genau das hatte sie jetzt gebraucht. Innerlich stöhnte Sayuki auf. War ja klar, dass er mit den unangenehmen Fragen zuerst rausrückte. Er hatte ein unglaubliches Talent, genau die Fragen zu stellen die sein Gegenüber gerade überhaupt nicht hören wollte.

„Hier“, antwortete Sayuki und sah ihm selbstsicher in die Augen, was sie große Anstrengung kostete. Der einzige Weg ihn davon abzuhalten total auszurasten war, ihm sicher und gelassen entgegenzutreten. Zu Sayuki`s Verwunderung, ging er jedoch nicht weiter auf das Thema ein, auch wenn seine Augen kurz aufgeblitzt hatten. Stattdessen begann er sogleich, sie nach den Geschehnissen des vergangenen Abends zu befragen. Sie sprachen etwa eine halbe Stunde, dann blieb nur noch eine Frage offen:

„Wo willst du die nächsten drei Nächte bleiben? Wenn ich dich richtig verstanden habe, kannst du weder bei Sae noch bei JT übernachten. In drei Tagen kannst du natürlich zu mir ziehen.“

„Sie kann ruhig hier bleiben“, kam es von der Tür, durch die gerade Taro das Zimmer betrat. Seine Haare, die er sich mit einem Handtuch trocken rubbelte, standen ihm frech von Kopf ab und glänzten verführerisch.

Eine Stimme in Sayuki jubelte laut auf, die andere erinnerte sie mahnend daran ihre Gedanken im Zaum zu halten.

‚Jetzt werde ich auch noch schizophren’, dachte Sayuki belustigt und sah zwischen Taro und Aya hin und her.

„Wird wohl das Beste sein“, meinte Aya vernünftig, doch ein letzter Rest von Widerwillen war nicht zu überhören gewesen. Taro schmunzelte über die Reaktion seines Freundes: ‚Noch immer ganz der Alte. Er kann es einfach nicht lassen sie vor allem und jedem beschützen zu wollen.’

„Dass du hier bleibst ist in Ordnung für dich, Sayuki?“

Sie nickte, obwohl sie sich anstrengen musste, das nicht allzu eifrig zu tun.

„Gut dann wäre das geklärt! Und jetzt beeil dich Taro, das Spiel fängt gleich an.“

„Spiel“, fragte Sayuki verwirrt.

„Juventus gegen Barcelona“, klärte Taro sie lächelnd auf, „Dein Bruder ist einfach ein unver-besserlicher Fußballfanatiker.“

„Da ist er nicht der einzige“, gab Sayuki frech zurück und schenkte Taro ein nur allzu deutli-ches Lächeln.

„Taro? Ein Fußballfanatiker? Wie kommst du nur auf die absurde Idee?“

Der Sarkasmus in Aya`s Stimme und sein Gesichtsausdruck waren einfach zum Schreien ko-misch.

‚Jungs und Fußball’, dachte Sayuki schmunzelnd, während sie sich in die weichen Polster der Bank sinken ließ. Ihr Interesse was das Spiel betraf hielt sich zwar in Grenzen, doch wie sie noch von früher wusste, war es ein Vergnügen der ganz besonderen Art, Aya dabei zuzusehen wie er sich über die angebliche Unfähigkeit der Spieler aufregte.

Die schlimmsten Flüche ihres Bruders bekam sie jedoch gar nicht mehr mit. Noch bevor die zweite Halbzeit losgegangen war, schlief sie schon den Schlaf der Gerechten.

Ein Seitenblick von Taro auf Sayuki, ließ ihn sanft lächeln. Eine Strähne ihres braunen Haares war ihr ins Gesicht gefallen, die sich bei jedem Atemzug hob und senkte. Ohne es richtig mit-zubekommen bewegte sich seine Hand zu ihrem Gesicht und strich die Strähne behutsam zur Seite. Erst als es passiert war, schien er seine Handlung erst richtig zu realisieren. Schnell zog Taro die Hand zurück und konzentrierte sich krampfhaft auf das Spiel, was nur dazu führte, dass seine Blicke immer öfter zur Seite glitten.
 

Das Spiel endete zu Aya`s Missfallen 2:1 für Barcelona.

Verstimmt stand er auf und wollte sich schon lauthals von Sayuki verabschieden, als Taro ihn abrupt davon abhielt.

„Pssst…sie schläft schon!“

Überrascht fiel Aya`s Blick hinunter auf die Couch, wo Sayuki friedlich schlummernd lag.

Leise gingen die beiden Jungen auf den Gang hinaus, wo sie sich im Flüsterton voneinander verabschiedeten.

„Na gut. Dann bis morgen.“

Taro wollte schon die Tür schließen, als Aya noch einmal den Kopf in die Wohnung streckte.

„Und wehe du stellst irgendwelche Dummheiten an. Sie ist immer noch ein Kind und meine Schwester. Ich hab ein Auge auf dich.“

Mit diesen Worten verschwand er im Stiegenhaus und ließ einen verdattert dreinblickenden Taro zurück

‚Wenn der wüsste’, dachte Taro, während er abschloss und ins Wohnzimmer zurückkehrte. Beim schon fast engelhaften Anblick von Sayuki während sie schlief, kehrten die Erinnerun-gen an die Sache in der Garderobe zurück.

Dann kamen ihm die Worte von Aya wieder in den Sinn. Ein Kind? Nein, ganz sicher nicht.

Gezwungenermaßen verscheuchte Taro die Bilder und Gedanken aus seinem Kopf und sah zu ihr hinunter. Für einen kurzen Moment dachte er darüber nach ob es nicht vielleicht besser war sie auf der Bank schlafen zu lassen, dann jedoch beugte er sich zu ihr hinunter und hob sie hoch. Vorsichtig trug er sie hinüber ins Gästezimmer und ließ sie behutsam aufs Bett nie-dersinken. Als er sich wieder aufrichten wollte, spürte er plötzlich einen leichten Widerstand. Taro blickte an sich hinunter und bemerkte, dass Sayuki sein T-Shirt festhielt. Sie schlief noch, also musste sie entweder träumen oder ihre Finger hatten sich einfach aus Reflex in sein Shirt gekrallt. Ganz behutsam löste er Sayuki`s Finger von sich und strich ihr noch ein letztes Mal über die Wange, bevor er lächelnd das Zimmer verließ.

‚Wehe du stellst irgendwelche Dummheiten an. Sie ist…’, schallten Aya`s Worte durch sei-nen Kopf. Das würden harte drei Tage werden!
 


 


 

XDDDDD... jaja... das wird ganz sicher spannend ^^
 

würde mich über kommis freuen ^^
 

lg & ciao

sahiro-chan

Badproblemchen

Tja ja...

hier ist das neue kapi von je veux... tut mir Leid, dass es dieses Mal ein bisschen länger gedauert hat, aber irgendwie hab ich's vergessen >.<
 

trotzdem viel spaß beim Lesen...
 


 

>Badproblemchen<
 

Das Aufstehen bei Taro war kein Vergleich zu dem, wie es sonst immer bei Sayuki ablief. Das erste was sie an diesem Tag sah, war das freundliche Gesicht von Taro, der sie geweckt und seine Haare wieder einmal zu einem Zopf gebändigt hatte. Sie setzte sich auf und errötete sofort, denn er stand bloß in Boxershorts und T-Shirt neben ihrem Bett. Anscheinend war auch er gerade erst aufgestanden.

„Morgen“, meinte er lächelnd. Zu Sayuki`s Überraschung war seine Stimme in aller Früh noch tiefer und rauer. Er sah ein wenig verschlafen und unglaublich süß aus. Sayuki wunderte sich sowieso, wie er es geschafft hatte vor ihr aus dem Bett zu kommen und dann auch noch wie ein normaler Mensch herumzulaufen, denn nach Sayuki`s Erfahrung vom Trainingscamp, war er ein unverbesserlicher Morgenmuffel.
 

„Sag mal was ist denn mit dir los? Du grinst schon den ganzen Tag“, meinte Sae und beugte sich gegen Ende der einschläfernden Geschichtsstunde zu Sayuki hinüber.

„Nachher“, gab diese flüsternd zurück und deutete, mit warnendem Blick, auf den Professor, der sich gerade zu ihnen umdrehte.

Es läutete und sofort kam Sae zu ihr hinübergestürmt.

„Also los. Spann mich nicht so lang auf die Folter. Muss ja was wichtiges sein, wenn du des-halb so ein Theater veranstaltest.“

Auch JT gesellte sich zu ihnen und betrachtete Sayuki neugierig, während er darauf wartete, dass sie endlich mit der Sprache herausrückte.

„Also ich…“, doch plötzlich hielt sie inne, da mit einem Schlag alle Gespräche verstummt waren. Aufgeregtes Tuscheln der Mädchen übernahm die Oberhand, während alle zur Tür starrten. Die drei folgten den Blicken und überrascht atmete Sayuki ein. Vielleicht ein wenig zu stark. Sofort begann sie hinter vorgehaltener Hand zu husten und die Tränen schossen ihr in die Augen.

„Alles OK“, fragte Taro, die Ursache des ganzen Theaters, welcher gerade an Sayuki`s Tisch getreten war. Völlig unberührt, von der Aufmerksamkeit die ihm entgegengebracht wurde, stand er da, die Hände lässig in den Hosentaschen versenkt und wartete darauf, dass Sayuki sich wieder ein wenig beruhigte.

Schnell nickte diese, wobei sie noch immer damit beschäftigt war, einen erneuten Hustenan-fall zu unterdrücken.

„Gut, dann komm mal bitte mit.“

Neugierige und vernichtende Blicke begleiteten Sayuki, während sie Taro aus der Klasse folg-te. Sie selbst fragte sich in dem Moment was Taro von ihr wollte, oder wohin er sie brachte. Überraschenderweise blieb er aber gleich am Gang draußen stehen, versperrte mit seinem Rücken den anderen die Sicht und drückte Sayuki seinen Wohnungsschlüssel in die Hand. Dann meinte er in leisem Ton:

„Ich komm heute erst später nach Hause. Du kannst dich ruhig beim Kühlschrank bedienen, fühl dich einfach ganz wie zu Hause. In der Früh hab ich vergessen dir den Schlüssel zu ge-ben“, meinte Taro und fuhr sich ein wenig verlegen durch die Haare. Er sah unglaublich nied-lich aus und in dem Moment hoffte Sayuki, dass kein anderes Mädchen ihn sehen konnte.

„Gut, dann werde ich’s mir mal bequem machen“, sagte Sayuki verschmilzt lächelnd.

Taro verabschiedete sich von Sayuki, die ihm ein Lächeln schenkte, das seine "jugendfreund-lichen" Vorsätze für die nächsten drei Tage stark ins Wanken brachte, dann trat sie zurück in die Klasse.

Alle Blicke waren auf sie gerichtet, weshalb sie sich anstrengen musste, den Schlüssel unbe-merkt in ihre Hosentasche gleiten zu lassen.

„Was wollte er?“, fragten Sae und JT wie aus einem Mund, als Sayuki an den Tisch zurück-gekehrt war.

„Nachher“, würgte sie die neugierigen Fragen ab, da sie sich sehr wohl der gespitzten Ohren bewusst war.

„Immer nachher“, stöhnte Sae halb lachend, halb schimpfend auf.

Enttäuscht wandten sich die anderen Mädchen ihrer Klasse wieder den üblichen Dingen, die während der Pause passierten zu.
 

„DU TUST WAS?!“

„Pssst…“, zischte Sayuki erschrocken auf, „Ich wohne die nächsten drei Tage bei Taro, aber das sollte nicht gleich jeder wissen, also seid ein bisschen leiser.“

„Wahnsinn“, quiekte Sae und konnte sich ein Grinsen bis zu den Ohren einfach nicht verknei-fen.

„Grins nicht so blöd“, gab Sayuki gespielt beleidigt zurück.

Sie wusste genau was gerade in Sae und JT vorging. Die beiden mussten sich sicher sein, dass es in nächster Zeit zwischen ihr und Taro funkte. Und auch wenn sie es sich nicht eingestehen wollte, sogar in ihr selbst keimte die Hoffnung.
 

Müde ließ sie sich auf die Bank sinken und legte ihren Kopf zurück. Sayuki starrte an die weiße Decke während sie ein mulmiges Kribbeln im Bauch nicht unterdrücken konnte. Es war schon ein komisches Gefühl alleine in Taro`s Wohnung zu sitzen. Als wäre es nicht schon seltsam genug, wenn er auch da war.

Da sie nichts Besseres mit ihrer Zeit anzufangen wusste, begann sie ihre Hausaufgaben zu machen, was bei Sayuki schon an ein Wunder grenzte. Gewöhnlich erledigte sie ihre Arbeiten im Bus oder den Pausen, wobei JT und Sae immer sehr hilfreich waren. Während der Arbeit fiel ihr aber auf, dass sie in Zukunft ab und zu mal im Geschichtsunterricht aufpassen sollte, denn von fünfzehn fragen, konnte sie gerade zwei beantworten, ohne ihr Buch zu Rate zu zie-hen.

Anscheinend war sie eingenickt, denn als Sayuki aufwachte lagen ihre Bücher aufgeschlagen vor ihr, ihre Beine waren eingeschlafen und die Sonne war längst untergegangen. Benommen stand sie auf und torkelte Richtung Bad. Anscheinend war Taro noch nicht da, denn in der Wohnung war es stockfinster, die Lichtstrahlen, die unter Taro`s Zimmer- und Badtür hervor-schienen hatte sie übersehen. Doch das war auch kein Wunder, denn das was sie jetzt wirklich brauchte, war jede Menge kaltes Wasser in ihrem Gesicht. Sie trat an die Tür und riss sie auf. Überraschenderweise kam ihr Licht und heiße, dampfige Luft entgegen. Eigentlich hätte sie in dem Moment schon schalten und sofort umdrehen müssen, doch sorglos wie sie war, trat sie ein. Dann erstarrte sie zur Salzsäule.

Vor ihr, nackt und in seiner ganzen Pracht stand Taro und starrte sie überrascht an. Ohne jeg-liche Eile ließ er das Handtuch zu seinen Hüften gleiten und schlang es darum, während die Überraschung langsam aus seinem Gesicht wich. An deren Stelle trat ein amüsiertes Lächeln.

Sayuki selbst konnte sich nicht mehr rühren. Sie stand da, die Hand noch immer an der Türklinke und einem Ausdruck im Gesicht als hätte sie einen Geist gesehen.

„Du bist also wach“, bemerkte Taro grinsend und endlich legte sich bei Sayuki der Schalter um. Erst jetzt realisierte sie, dass sie dastand und Taro schamlos anstarrte.

„Tut mir Leid“, quietschte Sayuki, während sie auf den Absätzen kehrt machte und mit ge-schlossenen Augen aus dem Raum stürmte.

Lächelnd wartete Taro bis die Tür zuflog, dann konnte er sich ein Lachen einfach nicht mehr zurückhalten. Sayuki`s Gesichtsausdruck war einfach einmalig gewesen.
 

„Oh mein Gott, wie konnte ich nur so blöd sein?“

Sayuki lag im Gästezimmer auf ihrem Bett und hatte ihr Gesicht in den Kissen vergraben, von Müdigkeit war keine Spur. Da hörte sie Taro`s Schritte. Kein Zweifel, er stand in ihrem Zim-mer. Ohne aufzusehen meinte sie:

„Es tut mir unglaublich Leid!“

„Sah ich etwa so schrecklich aus?“

Die Belustigung und Gelassenheit in seiner Stimme waren nicht zu überhören.

Perplex über seine neckische Aussage, sah Sayuki auf und erschrak erneut. Taro stand nur mit dem Handtuch um die Hüften in der Tür und sah lächelnd zu ihr hinunter.

„Nein, das hab ich nicht gemeint…ich…nein du…“

Sayuki versuchte einen halbwegs normalen Satz über die Lippen zu bringen, doch da gab es zwei kleine Problemchen. Erstens lenkte sie sein Anblick viel zu sehr ab und zweitens wusste sie gar nicht was sie sagen konnte, ohne sich gleich zu verraten. Denn eigentlich hatte sein Anblick ihr gefallen, sehr sogar. Die breiten Schultern, die muskulösen Arme, der kräftige Oberkörper, seine schmalen Hüften. Das war auch das Problem. Sie bekam das Bild einfach nicht mehr aus dem Kopf. Doch auch ein ganz anderer Anblick hatte sich fest gebrannt. Ein Bild das sie immer und immer wieder erröten ließ.

Nach einer Weile senkte sich das Bett plötzlich neben ihr und verwundert hob sie den Kopf. Taro hatte sich zu ihr aufs Bett gesetzt und musterte sie von der Seite. Seine Augen ruhten schließlich auf ihrem Gesicht und er legte seine Hand auf ihre. Sayuki konnte es nicht glau-ben, doch der Ausdruck in seinen Augen war unmissverständlich. Er hielt sich zurück.

Sein Griff wurde immer fester, aber keinesfalls unangenehm, während er sich ungeduldig auf die Lippe biss. Dann plötzlich stand er auf und drehte sich bloß in der Tür noch einmal um.

„Ich werd’ dann mal schlafen gehen. Gute Nacht.“

Kaum war Taro verschwunden, ließ Sayuki sich auch schon rückwärts in die Kissen fallen. Kein Zweifel! Taro hatte sich zurückhalten müssen, sie nicht zu küssen! Sie hatte seinen Blick ganz genau mitbekommen.

Ein Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht, während ihr eines immer klarer wurde: Es gab Hoff-nung! Ganz bestimmt sogar. Auf einmal wunderte sie sich über ihre eigene Verbohrtheit. Wa-rum war ihr das nicht schon früher aufgefallen? Spätestens nach dem Kuss in der Umkleide-kabine hätte ihr ein Licht aufgehen müssen.

An diesem Abend schlief Sayuki zufrieden und mit einem Lächelnd auf den Lippen ein.
 

Ganz anders als Taro. Die Tür zu seinem Zimmer fest verschlossen, saß er auf seinem Bett und stützte seinen Kopf mit den Händen ab.

„Denk an was anderes! Komm schon, reiß dich zusammen! Sie ist die kleine Schwester deines besten Freundes, sie ist die kleine Schwester deines besten Freundes….kleine Schwes-ter…besten Freundes!“

Immer wieder glitt sein Blick zur Tür, doch erneut lenkte er seine Gedanken, felsenfest ent-schlossen nicht an Sayuki zu denken, auf ein anderes Thema.

Als er schließlich um ein Uhr immer noch wach dalag, schob er den Versuch einzuschlafen ganz beiseite und schnappte sich ein Buch aus seinem Regal und bereitete sich auf eine lange, harte Nacht vor.
 


 


 

Soooooooooooodala... das wars dann auch wieder mal...

ich muss gestehen ich mag dieses kapi XDDDD wen wunderts ^^
 

würde mich über kommis freuen
 

lg & ciao

sahiro-chan

Schlaflos

tag auch ^^

da bin ich wieder mal mit einem neuen kapi von je veux ^^

danke für die netten kommis zum letzten kapitel XD *kommisüchtig bin*
 

ich wünsch euch viel spaß beim lesen...
 


 

>Schlaflos<
 

Sayuki wusste nicht wie lange sie geschlafen hatte, jedenfalls war es noch dunkel in ihrem Zimmer, als sie erhitzt aus ihrem Traum gerissen wurde. Schweißperlen standen ihr auf der Stirn und ihre Hände bebten vor Aufregung. Eigentlich hätte es ihr klar sein müssen. Jetzt wo Taro ihr nackt gegenüber gestanden war, würde ihr keine ruhige Nacht mehr bleiben. Der vollkommene Anblick verfolgte sie sogar in ihren Träumen.

Hundemüde, aber viel zu aufgedreht um wieder einzuschlafen, schwang Sayuki ihre Beine vom Bett, warf sich ihre Weste über und trat hinaus auf den Gang. Kurz lauschte sie, ob sie vielleicht Geräusche aus Taro’s Zimmer aufschnappen konnte, doch alles war ruhig. Gemächlich schlurfte sie in die Küche und ihr Blick fiel auf die Digitaluhr am Herd. Halb vier morgens!!!

„Oh das kann doch nicht wahr sein“, fluchte sie leise und ging, noch immer im Dunkeln, hinüber zur Spüle. Genervt griff sie sich ein Glas und füllte es mit Wasser. Sie würde sich erst einmal wieder beruhigen müssen, bevor sie auch nur ans Schlafen denken konnte. Sayuki überlegte ob sie sich vielleicht vor den Fernseher setzten sollte, doch das Risiko Taro aufzuwecken war ihr einfach zu groß. Also setzte sie sich hinüber an den Tisch und starrte zum Fenster hinaus. Alle möglichen Gedanken sausten durch ihren Kopf, doch eigentlich ging es immer nur um eines: Taro.

„Verdammt noch mal! Wie soll ich denn so einschlafen können?“

„Versuchs doch mal mit ins Bett legen.“

Ein erstickter Schrei drang aus Sayuki’s Mund, während sie erschrocken aufsprang und plötzlich das Licht anging. Taro stand in der Tür, wobei er Sayuki nachdenklich und auch ein wenig überrascht musterte.

„Was machst du eigentlich um diese Zeit hier?“

„Was machst du hier“, gab Sayuki zurück, ohne auf Taro’s Frage einzugehen.

„Ich hab Geräusche gehört und wollte wissen was da los ist.“

Erschrocken zuckte Sayuki zusammen. Taro stand zwar noch ruhig da, mit einem Arm an den Türpfosten gestützt, auch sah er sie keinesfalls genervt an, doch sofort packte Sayuki das schlechte Gewissen.

„Tut mir Leid…ich wollte dich wirklich nicht wecken!“

„Keine Panik. Ich konnte sowieso nicht schlafen. Das war nicht deine Schuld“, antwortete er lächelnd, wobei er jedoch nicht ganz so fröhlich wie immer wirkte.

Er ging an Sayuki vorbei, nahm sich ebenfalls ein Glas und schnappte sich die Mineralwasserflasche. Doch noch bevor auch nur ein Tropfen ins Glas gefallen war, ließ er sie auch schon wieder auf die Küchenplatte zurücksinken. Er wandte seinen Blick Sayuki zu, anscheinend hatte er seinen Durst gerade vergessen. Auch Sayuki war die Lust an ihrem Getränk vergangen, es war unter diesen Umständen einfach unwichtig geworden. Normalerweise hätte sie vor Verlegenheit den Blick abgewandt, doch Sayuki hatte sich etwas vorgenommen und das würde sie auch halten. Sayuki wollte nun auch Taro mit ihrem gewohnten Selbstvertrauen entgegentreten. Ab jetzt würde sie sich nicht mehr aufführen wie ein kleines, verliebtes Schulmädchen.

Als Taro jedoch plötzlich vor ihr stand, fielen all ihre guten Vorsätze in sich zusammen. Von ihrem ach so großen Selbstvertrauen war nur noch ein kleiner, kümmerlicher Rest übrig geblieben, der sich jetzt irgendwo im letzten Winkelchen ihres Bewusstseins verkroch.

Taro stützte seine Arme links und rechts von Sayuki auf die Küchenplatte, sodass Sayuki keine Möglichkeit zur Flucht blieb, selbst wenn sie das gewollt hätte. Taro senkte seinen Kopf zu Sayuki hinunter, als seine Augen plötzlich aufblitzten und er sich schnell von ihr wegstieß. Wie immer, wenn er nervös oder zornig war, fuhr er sich durch die Haare und wandte sich von ihr ab.

„Ich glaub es ist besser wir gehen wieder schlafen. Hab morgen Training.“

Mit diesem Satz, ohne ein weiteres Wort, verließ er die Küche und schloss sich wieder in seinem Zimmer ein.

„Das kann so nicht weiter gehen“, fluchte er leise und musste sich stark zusammenreißen nicht mit der Faust auf den Tisch zu schlagen.

Sayuki hingegen schien aus allen Wolken gefallen. Sie verstand überhaupt nichts mehr. Zuerst machte er Anstalten sie zu küssen und dann verschwand er wieder. Auch diesmal hatte er sich zurückgehalten, doch der Ausdruck in seinen Augen war ein ganz anderer gewesen. Er schien genervt, schon fast zornig und das machte sie wieder unsicher.
 

Als Taro ihr am nächsten Morgen gegenübertrat war er wie immer. So als wäre nichts gewesen redete er mit ihr und lächelte sie, charmant wie sonst auch, an. Da sie jedoch beide kaum ein Auge zugetan hatten, fielen die Unterhaltungen nur knapp aus.

„Ein hoch auf das Make-up“, dachte Sayuki während sie vorm Spiegel stand und gerade ihre Augenringe verschwinden ließ.
 

An dem Tag hatte sie in der Schule so viel zu tun, dass sie kaum Zeit hatte an Taro zu denken, was ihr ehrlich gesagt auch ganz recht war. Sie hetzte von einer Stunde zur anderen und wenn sie Glück hatte, gab es einmal keine Pause in der sie niemand mit Pflichten und Fragen nervte. Während der Mittagspause kam sie gerade mal dazu einen Apfel zu essen, da Takeshi, der Schülervertreter es für nötig gehalten hatte, die Schülerratsbesprechung noch einmal genau mit ihr durchzugehen.

Damit an dem Nachmittag auch alles glatt läuft, hatte er begründet und hielt Sayuki so lange auf, dass sie zu spät zu ihrem Matheunterricht kam. Das machte sie gleich zur ersten „Freiwilligen“ für die Stundenwiederholung und brachte ihr ein weiteres Minus im Klassenbuch. Sayuki war ein schlaues Mädchen, ziemlich faul, aber clever. Was jedoch Mathe anging, so war sie ein hoffnungsloser Fall, worauf sie auch ihr Mathelehrer jede Stunde hinweisen musste.

„Trigonometrie! Für was brauch ich denn den Scheiß“, schimpfte Sayuki, als sie mit Sae den Klassenraum verließ, „Das hilft mir doch bloß etwas, wenn ich Trigonomer, oder was weiß ich wie die heißen, werden will!“

Sae wurde neben ihr von solch einem Lachkrampf gepackt, dass sie sich nur mit Mühe auf den Beinen halten konnte.

„Was ist denn hier so lustig?“

Sayuki und Sae wirbelten herum und erkannten Aya und Taro, die auf sie zukamen.

„Der Trigonomer“, presste Sae lachend heraus und drehte den Kopf zur Seite um ihren erneuten Lachanfall ein wenig zu verbergen.

„Trigonomer?“, fragte Taro und sah Sayuki verwirrt an.

„Nicht so wichtig“, gab sie zurück und warf Sae, die sich allmählich wieder beruhigte, einen strengen Blick zu.

Auch über Aya’s Kopf schwebten Fragezeichen, doch schien es ihm nicht interessant genug um doch noch ein wenig nachzuhaken.

„Bei dir ist alles in Ordnung“, fragte er und musterte seine Schwester genau.

„Klar. Aber wenn du einen Profikiller auf meinen Mathelehrer ansetzt, geht’s mir noch besser.“

Nach einer kurzen Unterhaltung verabschiedeten sie sich voneinander und machten sich in verschiedene Richtungen auf. Taro und Aya zum Fußballtraining, Sayuki und Sae zur Schülerratsbesprechung.

Sayuki’s Gedanken schweiften sofort wieder ab. Nach der Begegnung mit Taro, war der Ärger über ihren Mathelehrer längst vergessen. Sie war so abgelenkt, dass sie nicht einmal den Blick bemerkte, mit dem Sae ihrem großen Bruder nachsah.

„Sayuki…“

Abrupt wurde diese aus ihren Gedanken gerissen. Vielleicht ein wenig überrascht sah sie zu Sae hinüber, die sie gerade angesprochen hatte.

„Hmmm?“

„Sag mal…“, begann ihre beste Freundin, schien sich aber nicht ganz sicher zu sein wie sie fortfahren sollte.

„Raus mit der Sprache!“

Sayuki bekam mittlerweile ein ungutes Gefühl. Dass Sae sich so zierte, endlich mit der Wahrheit rauszurücken machte sie irgendwie nervös.

„Weißt du ob dein Bruder zurzeit eine Freundin hat?“

Verwundert starrte Sayuki sie an, dann prustete sie erleichtert los.

„Gott…und ich dachte schon es ist was Ernstes.“

Es dauerte ein paar Augenblicke in denen sich Sayuki beruhigte, dann meinte sie:

„Bestimmt nicht! Dem ist seine Freiheit doch viel zu wichtig.“

Kopfschüttelnd verdrehte sie die Augen, dann fuhr sie fort:

„Ich glaub der wird für immer Single bleiben. Er fängt zwar mit jeder etwas an, aber ich bezweifle, dass er zu einer richtigen Beziehung imstande ist. Außerdem…“

Plötzlich verstummte sie und ihr Blick wurde prüfend.

„Warum, fragst du mich das eigentlich?“

Unmerklich zuckte Sae zusammen. Hatte sie zu viel gesagt?

„Ach, einfach so“, wich sie Sayuki’s Frage aus, „Dachte mir nur es wäre nicht dumm mal zu fragen. Eine bessere Neuigkeit zum Verbreiten würde es doch gar nicht geben. Dein Bruder und eine Beziehung, das wär doch mal was!“

Ein breites Grinsen zog sich über ihr Gesicht und sie klopfte Sayuki beschwichtigend auf die Schulter.

„Was hast du denn gedacht?“

Skeptisch sah Sayuki ihre beste Freundin an, dann jedoch begann auch sie zu lachen.

„Weiß auch nicht was aufeinmal mit mir los ist. Vielleicht bin ich einfach paranoid. Du und mein Bruder! Wie ich auf so was gekommen bin, weiß ich auch nicht.“

Noch immer lachend beschleunigte Sayuki ihre Schritte und Sae fiel ein wenig zurück. Sofort stürzte ihr gezwungenes Grinsen in sich zusammen.

„Ja, ich und dein Bruder. Wer kommt bloß auf so eine blöde Idee“, flüsterte sie fast lautlos. Dann atmete sie noch einmal tief durch, setzte ihr natürlichstes Lächeln auf und lief vor zu Sayuki.
 

Am Abend in Taro’s Wohnung:
 

Taro ließ sich gerade neben Sayuki an den Tisch niedersinken, als die beiden gedämpftes Stimmengewirr wahrnahmen.

„Was…“, begann Sayuki, doch als sie Taro’s geschocktes Gesicht bemerkte, verstummte sie.

„Der wievielte ist heute“, fragte er mit tonloser Stimme.

„Der Fünfzehnte, warum?“

Taro kniff die Augen zusammen und griff sich resignierend an die Stirn. Sayuki konnte die Räder in seinem Kopf förmlich arbeiten hören. Wie sie einen Ausweg aus der Situation suchten, die Sayuki noch nicht einmal verstand.

„Sayuki, es tut mir wirklich Leid. Ich versuch sie schnell loszuwerden.“

Verwirrt starrte sie zu ihm hinüber, dann fragte sie irritiert:

„Loswerden? Wen? Warum?“

Doch Taro war bereits aufgestanden und im Gang verschwunden, da läutete es auch schon an der Tür. Sie hörte das Klicken des Schlosses und schon war die Wohnung erfüllt von aufgebrachtem Gegröle. Kurz kam es Sayuki in den Sinn zu flüchten, doch ihr wurde klar, dass es sowieso nichts gebracht hätte. Als sie jedoch Aya’s Stimme unter den vielen erkannte, kam ihr die Idee gar nicht mehr so blöd vor.
 


 


 

hihihi...

sie werden noch leiden XDDDDD

sayuki und taro tun mir ja beide ein bisschen leid (aber nur ein ganz kleines bisschen XD)... aber ich kann einfach nicht aus meiner haut ^^, ich muss es ihnen einfach schwer machen XD
 

all jenen die mir regelmäßig einen kommi hinterlassen, möchte ich nochmals gaaaaaaaaaanz herzlich danken ^^

ihr baut mich echt auf >/////<
 

trotzdem würde ich mich freuen wenn auch alle anderen die das hier lesen einen kommentar hinterlassen würden... ich verlange ja keine romane, aber ihr könntet mir doch einfach schreiben ob es euch gefallen hat, und wenn ja was besonders damit ich noch mehr von solchen szenen einbauen kann ^^

und wenn euch irgendetwas nicht gepasst hat, dann müsst ihr's erst recht sagen, sonst wird mein geschreibsel hier überhaupt nicht besser XDDDDDD
 

na denn

das wollte ich nur mal kurz gesagt haben *schon in deckung geh* XDDD
 

lg & ciao

sahiro-chan

Besuch

halli hallo ^^

da bin ich mal wieder XD

und das diesmal mit einem etwas längeren kapi ^^

hoffe ihr habst spaß beim lesen...
 


 

>Besuch<
 

„Sayuki, es tut mir wirklich Leid. Ich versuch sie schnell loszuwerden.“

Verwirrt starrte sie zu Taro hinüber, dann fragte sie irritiert:

„Loswerden? Wen? Warum?“

Doch Taro war schon aufgestanden und im Gang verschwunden, da läutete es auch schon an der Tür. Sie hörte das Klicken des Schlosses und schon war die Wohnung erfüllt von aufgebrachtem Gegröle. Kurz kam es Sayuki in den Sinn zu flüchten, doch ihr wurde klar, dass es sowieso nichts gebracht hätte. Als sie jedoch Aya’s Stimme unter den vielen erkannte, kam ihr die Idee gar nicht mehr so blöd vor.

In der Tür standen plötzlich vier fremde Jungs, Aya und Taro.

„Also Taro du Schlingel", meinte ein Junge mit blonden Haaren, in gespielt tuntigem Ton, während er sich ruckartig umdrehte, „Von deiner neuen Freundin hast du uns ja noch gar nichts erzählt."

Taro wollte gerade etwas erwidern, als Aya sich lautstark einmischte:

„Red keinen Blödsinn! Das ist meine kleine Schwester und sie wohnt bloß drei Tage hier. Da läuft nichts."

„Das glaubst du doch nicht wirklich. Du meinst wirklich da läuft nichts, wenn Taro drei Nächte mit so einem süßen Schneckchen verbringt? Na deinen Glauben möchte ich haben!"

Kaum hatte der Blonde den Satz zu Ende gesprochen, wirbelte Aya herum und funkelte Taro wütend an.

„Ich hoffe für dich, Yun redet Schwachsinn, wie immer!"

„Keine Panik, da ist nichts passiert", gab Taro beschwichtigend zurück, während er Sayuki einen Blick zuwarf, der ihr soviel sagte wie: Schade eigentlich!

Verwundert blickte Sayuki ihn an, doch Taro hatte sich schon an einen Jungen mit kurzen, roten Stoppelhaaren gewandt. Wahrscheinlich hatte sie es sich nur eingebildet.

Plötzlich wurde sie an der Schulter gepackt und herumgedreht. Yun hatte seinen Arm um sie gelegt und bugsierte sie Richtung Wohnzimmer.

„Na umso besser. Wenn zwischen dir und Taro sowieso nichts läuft, dann können wir doch unseren Spaß haben.“

Ein strahlendes Lächeln zierte Sayuki’s Gesicht während sie zu ihm aufsah, doch noch bevor sie etwas erwidern konnte, zog Taro sie nah an sich heran.

„Du glaubst doch nicht, dass Aya dich am Leben lässt wenn du seiner Schwester auch nur zu nahe kommst. Er wollte mich gerade erwürgen…dich würde er wahrscheinlich klonen, damit er auch noch deine Klone töten könnte.“

Das Grinsen auf Sayuki’s Gesicht wurde noch breiter, doch Yun schien sich nicht so schnell geschlagen zu geben:

„Ich glaube Sayuki ist da anderer Meinung…Sayuki, was meinst du?“

„Wovon träumst du eigentlich nachts?“

„Oh ho! Starke Worte“, antwortete Yun lachend und vielleicht auch ein wenig eingeschnappt, während er sich auf die Bank niedersinken ließ, wo auch schon der Rothaarige und einer der Schwarzköpfe Platz genommen hatten.

„Ich würde mich vor Yun in Acht nehmen, er ist fast so schlimm wie Aya, wenn’s um Mädchen geht“, flüsterte Taro ihr leise ins Ohr.

Für einen einfachen, freundschaftlichen Rat klang seine Stimme viel zu besorgt, das war auch der Grund dafür, warum Sayuki plötzlich die Hitze in den Kopf stieg. Doch nicht noch einmal würde sie so deutlich zeigen, wie nervös Taro sie machte. Schon gar nicht vor ihrem großen Bruder.

„Keine Angst Papi, ich pass schon auf mich auf!“

Grinsend drehte sie sich aus seiner Umarmung und trat einen Schritt zurück. Sie genoss den verdatterten Gesichtsausdruck auf Taro’s Gesicht, doch schon nach wenigen Augenblicken hatte er sich wieder gefangen.

„Pass auf kleine Lady! Wenn du nicht brav bist schickt dich dein Papa gleich ins Zimmer zum schlafen gehen.“

Nun war es Taro, der breit grinsend an ihr vorbei ging und sich zu den anderen setzte. Kurz darauf gesellte auch Sayuki sich zu ihnen.

„Also darf ich vorstellen, der langweilige Typ mit den roten Stoppeln ist Yuki, der Kerl mit den langen schwarzen Haaren ist Yashiro und das zweite Schwarzhirn ist einfach nur Lucky. Glaub mir wenn du ein bisschen länger mit ihm zusammen bist wirst du auch merken warum.“

„Sollte ich mir Sorgen machen?“

Lächelnd trat Lucky vor Sayuki und meinte im Flüsterton:

„Achte gar nicht auf Yun. Er hört seine Stimme einfach nur gern.“

Sayuki wollte ein Lachen unterdrücken, doch ganz gelang es ihr nicht. Kichernd drehte sie sich zur Seite und musste zugeben, dass es den Anschein machte als hätte Lucky gar nicht so Unrecht.

„Also was gibt’s denn hier zu lachen“, giftete Aya, der irgendwie verstimmt schien.

Auch Taro sah nicht besonders glücklich aus, während sich die anderen prächtig amüsierten. Sie unterhielten sich mit Sayuki und alle fünf Minuten wurde ihr ein Bier angeboten, das sie aber immer dankend ablehnte.

Nach ungefähr zwei Stunden waren, bis auf Sayuki und Taro, alle so vollgelaufen, dass nur mehr gelacht und gegrölt wurde.

Taro hatte sich vorgenommen, heute auf jeden Fall nüchtern zu bleiben. Ganz sicher würde er es nicht riskieren Sayuki, ganz allein, unter einer Horde Besoffener zu lassen. Hinzu kam, dass die Jungs begeistert von ihr zu sein schienen. Und das gefiel ihm überhaupt nicht. Sayuki hingegen amüsierte sich prächtig. Sie scherzte und unterhielt sich mit den Jungs, ohne sie aufdringlich werden zu lassen.

Plötzlich rappelte sich Yun, der die ganze Zeit neben Sayuki auf der Bank gelungert hatte, schwankend auf.

„Also ich bin dafür, dass wir noch eine Runde um die Häuser ziehen!“

„Genau“, stimmte Aya grölend zu.

„Auf geht’s“, rief Yashiro, während er Yuki und Lucky auf die Beine half.

Und dann, ohne Vorwarnung, ohne die Möglichkeit zu flüchten oder zu reagieren, wurde Sayuki auf die Beine gezogen und Richtung Tür gedrängt.

„Glaub uns Sayuki, das wird bestimmt lustig.“

Zwischen Yun und Lucky eingespannt, wandte sie sich so weit es ging zurück und warf Taro einen Hilfe suchenden Blick zu. Der grinste sie zuerst bloß an, doch schließlich „ließ er sich herab“ ihr zu helfen.

Er drängte sich zwischen Yun und Sayuki, legte seinen Arm um ihre Taille und befreite sie auch noch aus der Umklammerung von Lucky.

„Hey Taro! Du willst doch nicht behaupten, dass du sie uns wegnimmst! Sie muss mitkommen!“

„Sicher kommt sie mit, aber ich denke es ist besser, wenn ich ab jetzt auf sie aufpasse.“
 

„Na komm schon Sayuki! Trink auch was!“

Sie saßen in irgendeinem kleinen Klub und Yun schob Sayuki gerade ein Cola-Rum hin.

„Nein danke“, meinte Sayuki und hob abwehrend die Arme, „Ich mag keinen Rum.“

Stattdessen griff sie zu Taro’s Glas, das neben ihr stand und machte einen kleinen Schluck.

„Hey, danke fürs Fragen.“

„Bitte doch, gern gemacht.“

Sie grinste verschmilzt, dann legte sie ihre Hand auf seine:

„Danke vielmals, dass ich einen Schluck deines wertvollen Getränks haben durfte. Ich weiß gar nicht wie ich anders hätte überleben können.“

Da schnappte er sie am Handgelenk und zog sie zu sich. Ihr Gesicht war plötzlich ganz nah an seinem und zum ersten Mal an diesem Abend wurde sie wieder nervös.

„Ganz schön frech für so ein kleines Kind.“

Seine Augen wanderten merklich über ihr Gesicht und blieben schließlich an ihren Lippen hängen. Dann, als wäre nichts gewesen, lehnte er sich wieder zurück und machte selbst einen Schluck.

„Indirekter Kuss“, flüsterte er grinsend und begann bei Sayuki’s Gesichtsausdruck herzlich zu lachen.

Entgeistert starrte sie ihn an. Es schien fast so als legte er es jedes Mal darauf an, sie in Verlegenheit zu bringen. Verwirrt wandte sie den Blick ab, da kam ihr eine Idee:

„Aya! Taro hat mich einfach geküsst!“

Dann wandte sie sich wieder an Taro und meinte mit einem zuckersüßen Lächeln auf den Lippen:

„Rache ist süß!“

In einem Tempo, das Sayuki nicht einmal ihm zugetraut hätte, war Aya auch schon aufgesprungen, um den Tisch gestürmt und hatte Taro am Kragen gepackt.

„Ich hab dir doch gesagt du sollst die Finger von ihr lassen!“

Taro achtete gar nicht auf ihn, stattdessen funkelte er Sayuki gestellt böse an.

„Das kriegst du zurück!“
 

Ungefähr fünf Minuten nach Aya’s Ausbruch betrat eine Gruppe Mädchen die Bar, welche nun seine ungeteilte Aufmerksamkeit erhielten. Immer wieder warfen die neu eingetroffenen Gäste den Burschen "schüchterne" Blicke zu. Sayuki konnte darüber nur lachen. Das alles war so heuchlerisch. Es bestand überhaupt kein Zweifel daran, dass die Mädchen die Burschen anmachten, doch natürlich veranstalteten sie wieder ein Riesentheater, statt einfach herüber zu kommen.

„Soll ich mal für ein paar Minuten verschwinden“, fragte Sayuki grinsend, „Dann schaffen’s die Tussis vielleicht sogar ihren Hintern hierher zu bewegen.“

Wie sich jedoch herausstellte, war Sayuki’s Abtreten gar nicht nötig, denn endlich fasste sich eines der Mädchen ein Herz und trat an Taro heran. Sie lächelte ihn gekünstelt unschuldig an, dann fragte sie, mit weitaus mehr Selbstvertrauen:

„Wie wär’s, wollen wir nicht zusammen was trinken?“

„Tut mir Leid, kein Bedarf.“

Anscheinend war die Kleine es nicht gewohnt abserviert zu werden, denn entrüstet wandte sie sich ab und stolzierte zu ihren Freundinnen zurück.

„Sag mal Taro, hast du sie noch alle? Die Schnecke war rattenscharf“, zischte Aya und blickte drein als wäre er sehr enttäuscht von ihm.

„Kann schon sein, aber die Schnecke war auch schleimig“, gab Taro gelangweilt zurück und wandte sich wieder seinem Getränk zu.

Eine Stunde und einige Bier später, blickte Sayuki wieder einmal zu den Mädchen hinüber und sah genau in dem Moment eine von ihnen auf die Jungs und sie zukommen. Noch während des Gehens fixierte sie Taro, was auch ihm nicht entgangen war. Genervt stöhnte er auf und nun warf er Sayuki einen Hilfe suchenden Blick zu.

Einer Eingebung folgend, stand Sayuki auf, trat vor Taro und ließ sich auf seinem Schoß nieder. Dann schlang sie ihre Arme um seinen Hals und strahlte ihn „gespielt“ verliebt an. Sofort verlangsamte das Mädchen ihr Tempo, doch vom Alkohol hemmungsloser gemacht, schien sie noch nicht ganz abgeschreckt. Deshalb zog Taro Sayuki ganz an sich heran und legte seine Hände an ihre Hüften. Als er dann auch noch begann sie zärtlich zu küssen, war das Mädchen schon längst vergessen.

Da auch Taro nicht mehr ganz nüchtern war, begann seine eiserne Zurückhaltung langsam zu bröckeln. Er hob eine Hand an Sayuki’s Kinn und drang mit seiner Zunge fast spielerisch in ihren Mund. Neckisch stupste er ihre Zungenspitze mit seiner an und jagte ihr damit prickelnde Schauer durch den Körper. Dann, erst nach mehreren Sekunden, löste er sich wieder von ihr und strich ihr sanft über die Lippen.

„Klar, da läuft nichts“, kommentierte Yun sarkastisch und führte einen erneuten Wutanfall von Aya herbei. Er hätte ihn geschlagen, wären Yun und Lucky nicht dazwischen gesprungen, Taro jedoch schien eher amüsiert, was Aya nur noch wütender machte. Erst nach einer halben Stunde hatte er sich wieder eingekriegt, wofür Sayuki und Taro ziemlich lange auf ihn einreden mussten.
 

„Ich denke es ist besser wenn wir jetzt gehen“, meinte Taro, nachdem Sayuki neben ihm schon zweimal eingenickt war.

„NEIN“, schrieen Yun und Lucky wie aus einem Mund, sprangen auf und umarmten Sayuki von zwei Seiten, „Wir wollen, dass Sayuki bei uns bleibt!“

Lachend befreite sich Sayuki und murmelte verschlafen:

„Dann werdet ihr uns wohl nach Hause begleiten müssen.“

So zahlten sie, schnappten sich ihre Sachen und machten sich auf den Heimweg. Yashiro und Yuki marschierten direkt nach Hause, die anderen hatten beschlossen Sayuki und daher auch Taro zu begleiten.

„Aya trag mich! Ich kann nicht mehr“, quengelte Sayuki nachdem sie vielleicht die Hälfte des Weges zurückgelegt hatten. Ihre Füße taten weh und wenn sie nicht bald ins Bett kam, würde sie im Gehen einschlafen, da war sie sich sicher.

Aya, noch immer ziemlich blau, reagierte gar nicht, ob mit Absicht oder nicht. Taro jedoch wandte sich um und wartete bis sie hinter ihm stand, Sayuki legte ihre Arme, von hinten um seinen Hals und er hob sie hoch als würde sie nichts wiegen.

Sie stütze ihren Kopf auf seine Schulter und flüsterte ihm leise ins Ohr:

„Danke. Du hast was gut bei mir.“

Dann legte sie ihren Kopf ganz an seine Schulter und bemerkte nicht einmal das zufriedene, vielleicht nicht ganz hintergedankenfreie Lächeln auf Taro’s Gesicht.

Als Sayuki kurze Zeit später einnickte und sich ihre Lippen auf Taro’s Nacken legten zuckte er unmerklich zusammen. Es machte ihn fast wahnsinnig! Er konnte ihren schlanken Körper hinter sich spüren und sog ihren Duft ein. Dieser war eigentlich mit nichts zu vergleichen, er entsprach einfach ihrem Wesen. Frisch, fröhlich und vielleicht auch ein wenig unschuldig.

‚Das ist sie nicht mehr lange, wenn du dich nicht endlich zusammenreißt’, schimpfte Taro sich innerlich und versuchte krampfhaft an etwas anderes zu denken. Er mischte sich in das Gespräch von Yun und Lucky, doch so wirklich wollte das mit der Ablenkung nicht funktionieren.

Da nahm er ihre Bewegung wahr. Anscheinend war sie wieder aufgewacht.

„Wenn ich dir zu schwer bin, kann ich auch laufen“, hörte er ihre verschlafene Stimme von seinem Rücken.

„Geht schon.“

Bald verabschiedeten sich Aya, Yun und Lucky und nach weiteren fünf Minuten standen sie vor der Haustür.

„Greif mal in meine rechte Hosentasche. Es ist am besten wenn du aufsperrst, sonst lass ich dich noch fallen.“

„Am einfachsten wäre es aber wenn du mich runter lässt und selbst aufsperrst, obwohl ich echt keine Lust auf Stiegen hab.“

„Eben, außerdem…warum einfach wenn man’s auch kompliziert haben kann.“

Lachend schloss Sayuki auf und sie wiederholten die Prozedur noch einmal vor der Wohnungstür.

Taro lief den dunklen Flur entlang, bis er sich schließlich mit dem Ellbogen gegen den Lichtschalter lehnte und das Licht anging. Sayuki kniff geblendet die Augen zusammen, während Taro ins Gästezimmer trat und Sayuki auf dem Bett niederließ. Doch statt sich wieder aufzurichten, beugte er sich über sie und stützte seine Arme links und rechts von ihrem Kopf ab.

„Du hast gesagt, ich hab noch was gut bei dir. Jetzt will ich meine Belohnung.“

Ganz langsam beugte er sich zu ihr hinunter und Sayuki hielt erschrocken die Luft an. Er wollte sie wirklich küssen! Ihre Lippen berührten sich fast und Sayuki konnte seinen Atem in ihrem Gesicht spüren, als Taro plötzlich stoppte.

„Dann kannst du mir ja ein Glas Wasser bringen. Ich bin echt durstig.“

Schadenfroh grinsend, richtete Taro sich auf und musste sich stark zusammenreißend bei Sayuki’s perplexem Gesichtsausdruck nicht laut loszulachen.

„Ist das dein Ernst?“

„Willst du etwa einen Kuss“, fragte Taro gespielt geschockt und sein Grinsen wurde noch breiter.

Sayuki stand auf, trat ganz nah an Taro heran, stellte sich auf die Zehenspitzen und hauchte Taro einen sanften Kuss auf die Wange.

„Nein. Dienstmädchen spielen ist mir viel lieber!“

Mit den Worten verschwand sie aus dem Zimmer Richtung Küche.

Kaum hatte Sayuki den Fuß zur Tür hinaus gesetzt, verschwand das Lächeln aus Taro’s Gesicht und er ließ sich erledigt aufs Bett fallen.

‚Noch mal die Kurve gekriegt’, dachte er erleichtert, doch zugleich hätte er nicht enttäuschter sein können, ‚Reiß dich zusammen! Nur noch einen Tag, dann hast du’s geschafft!’

„Jetzt führ ich auch noch Selbstgespräche“, lachte Taro in sich hinein und drückte sich in die Höhe.
 

Aufgebracht knallte Sayuki das Glas auf die Küchenplatte, sodass die Hälfte des Wassers wieder über den Rand schwappte.

„Klasse!“

Er hatte es schon wieder getan! Wieder hatte er sie auf den Arm genommen. Ungewollt kam ihr der Ausspruch „Was sich liebt das neckt sich“ in den Sinn, doch so schnell wie möglich verscheuchte sie die Gedanken wieder.

Sie schenkte das, nun wieder fehlende Wasser, ins Glas und wollte ins Gästezimmer zurück, doch Taro erwartete sie schon in der Tür. Verstimmt drückte sie ihm das Glas in die Hand und wollte an ihm vorbei, durch die Tür schlüpfen, doch schon hatte er seine Hand auf ihren Oberarm gelegt.

„Willst du etwa auch noch was zu Essen“, fauchte sie ihn gereizt an, doch als Taro’s Lippen ihre kurz berührten, verpuffte all ihre Wut mit einem Schlag.

„Gute Nacht“, verabschiedete er sich lächelnd und verließ sie in Richtung seines Zimmers.
 


 


 

XDDDDDDDD

ahahahaha... ich mochte es dieses ende zu schreiben ^^

irgendwie war taro da schon sehr gemein... hihi... aber was tut man denn nicht alles für seinen seelenfrieden XD
 

sooo

ich wollte mich auch noch für die netten kommis zum letzten kap bedanken *verbeug* XDDDD

ich freu mich wirklich immer riesig darüber...

und ich hab mir überlegt, dass ich euch mal ein paar anregungen für die kommis geben werde... ich wünsche mir nämlich riesig, endlich mal die 5er-Grenze zu überschreiten >.<
 

also....

was haltet ihr denn so von taro's freunden? XD

was denkt ihr über aya's beschützerinstinkt und seine anfälle? (es macht echt riesigen spaß das zu schreiben ;P)

wie hat euch das ende gefallen?
 

das waren nur ein paar wenige punkte zu denen ich gerne eure meinung hören würde (noch längere kommis sind aber durchaus erwünscht XD)
 

na denn und bis zum nächsten kapi
 

lg & ciao

sahiro-chan

Kaffee und Tee

huhu ^^
 

weiter geht's... vielen dank für die lieben kommis...
 

viel spaß beim lesen
 


 

>Kaffee und Tee<
 

Während Taro im Bad war, machte Sayuki Tee für sich und einen starken Kaffee für ihn.

Nachdenklich ließ sie sich auf die Küchenbank niedersinken und sah aus dem Fenster. Sie hörte das Prasseln der Dusche und kam einfach nicht an ihren Gedanken vorbei. Die Erinne-rungen an den Tag, als sie unabsichtlich ins Bad geplatzt war, drängten sich ungefragt auf. Sayuki kniff die Augen zusammen, versuchte diese pikanten Bilder aus ihrem Kopf zu ver-drängen und setzte die Teetasse kräftig ab. Etwas zu kräftig. Denn der fast noch kochend hei-ße Tee schwappte über und verbrannte die Haut ihrer rechten Hand.

„Au!“

Sayuki sprang auf, lief zum Waschbecken und ließ eiskaltes Wasser über ihre Hand fließen. Allmählich wurde ihre Hand taub und ein unangenehmes Kribbeln breitete sich von ihren Fingerspitzen aus, doch sie biss die Zähne tapfer zusammen.

Als Taro schließlich die Küche betrat, hielt ihm Sayuki den fertigen Kaffee entgegen. Dank-bar nahm er ihn an und streifte dabei versehentlich ihre Hand. Der Schmerz zuckte ihren Arm hoch und Sayuki hielt einen Laut zurück, doch ihre Reaktion war Taro nicht entgangen. Sein Blick fiel auf die gerötete Haut ihrer Rechten, wo sich bereits leichte Blasen bildeten.

„Sayuki, was ist passiert?“

„Tee“, meinte Sayuki verlegen. Sie wollte nicht, dass Taro sie für zu tollpatschig oder unfähig hielt, bloß Tee zu machen.

Schnell stellte Taro den Kaffee auf den Tisch, verließ die Küche und kehrte mit einem Erste-Hilfe-Kasten zurück.

„Du musst n…“, wollte Sayuki ihn aufhalten. Es war ihr peinlich, dass sie beide wegen ihr vielleicht noch zu spät zum Bus kamen.

„Natürlich muss ich. Mit einer Verbrennung ist nicht zu spaßen. Außerdem tut’s doch be-stimmt weh!“

Seine Stimme hatte streng geklungen, doch sein mitfühlender Blick zeigte Sayuki eher, dass Taro sich bloß Sorgen um sie machte.

Er setzte sich auf einen der beiden Stühle und deutete Sayuki sich vor ihn hinzustellen. Behut-sam legte er ihre Hand in seine und besprühte sie vorsichtig mit Heilspray für verbrannte und gereizte Haut. Dann wickelte er einen dünnen Verband um die betroffenen Stellen. Kritisch betrachtete er sein Werk und schien halbwegs zufrieden.

„Danke“, nuschelte Sayuki verlegen und wollte schon ein paar Schritte zurück machen, doch noch immer ließ Taro ihre Hand nicht los.

Sayuki’s Herz begann noch schneller zu schlagen, als es das ohnehin schon tat. Sie wusste sein Verhalten einfach nicht zu deuten.

Langsam hob er den Kopf und sah zu Sayuki auf. Allzu weit hinauf musste er nicht sehen, denn selbst wenn er saß war er fast so groß wie Sayuki.

Sie wollte den Kopf abwenden, denn ihr war klar, dass sie schon wieder rot anlief, doch sie konnte nicht. Sein fester Blick fesselte sie und hielt sie dort wo sie war. Allmählich nervte sie ihr eigenes Verhalten, denn wenn es um Taro ging benahm sie sich wie ein sechs-jähriges Kind.

Dann plötzlich legte er seine Hand an ihre Wange, zog sie das letzte Stück zu sich hinunter und küsste sie. Behutsam, als wären sie etwas unbeschreiblich Kostbares und Zerbrechliches, berührten seine Lippen ihre, während er seine Hände an ihre Taille legte und sie in eine liebe-volle Umarmung zog. Alle möglichen Empfindungen stiegen in Sayuki auf und unerklärli-cherweise, schossen ihr plötzlich die Tränen in die Augen.

Plötzlich wandte Sayuki den Kopf ab und Taro nahm ein unterdrücktes Schluchzen wahr.

„Sayuki, es tut mir L…“

„Bitte nicht“, stieß Sayuki aus, „Ich will nicht, dass du so was bloß aus Mitleid tust. Ich will, dass du es tust weil du mich magst. Genauso wie ich dich mag.“

Erschrocken schlug sie die Hand vor ihren Mund und schloss verlegen die Augen. Ihr ver-dammtes Plappermaul! Sie wollte keine Abfuhr kassieren, doch jetzt war es zu spät.

„Sayuki, ich…“

Zum ersten Mal klang Taro`s Stimme zaghaft, als wüsste er nicht was er sagen sollte, dann verstummte er ganz.

Da fühlte Sayuki eine Hand die sich um ihren Arm schloss und ihre Linke von ihrem Mund wegzog. Dann spürte sie erneut Taro`s Lippen. Als er sich schließlich wieder von ihr löste, öffnete sie vorsichtig die Augen.

„Sayuki, ich mag dich. Es ist mehr als das, aber du bist Aya`s Schw…“

„Es ist mir egal, dass ich Aya`s kleine Schwester bin“, unterbrach Sayuki ihn energisch, „Was hat das damit zu tun ob wir zusammen sein können oder nicht?“

Zuerst sah Taro sie verwundert an, dann meinte er lächelnd:

„Du weißt anscheinend was du willst.“

Erst jetzt begriff Sayuki ihre energische Reaktion und schimpfte ihr loses Mundwerk. Taro jedoch schien das nicht zu stören. Er zog sie auf seinen Schoß und wieder legte er seine Lip-pen auf ihre. Sayuki konnte ihr Glück kaum fassen. Jahrelang hatte sie sich danach gesehnt und jetzt war es tatsächlich Wirklichkeit geworden. Sie und Taro waren zusammen! Da plötz-lich meinte er, sein Gesicht ganz nah an ihrem:

„Das hätten wir jetzt geklärt, aber ich denke du solltest dir allmählich was Ordentliches anzie-hen.“

Erschrocken erkannte Sayuki, dass sie noch immer in Top und Schlafhose dasaß, sprang hek-tisch auf und stürmte ins Gästezimmer. Mit einem Lächeln auf den Lippen sah Taro ihr hin-terher und wusste, dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte.
 

Als sie völlig aus der Puste an der Bushaltestelle ankamen, sah Aya sie belustigt an.

„Ihr habt euch ganz umsonst abgehetzt, sie haben grad über die Lautsprecher durchgesagt, dass der Bus eine Viertelstunde Verspätung hat.“

Taro stöhnte zum Teil erleichtert, zum Teil genervt auf, dann ließ er den Rucksack von seinen Schultern gleiten und stellte ihn am Boden ab.

Aya zog Sayuki zur Seite und legte ihr seinen Arm brüderlich um die Schulter.

„Ist gestern noch irgendetwas passiert, was ich wissen sollte“, flüsterte ihr Bruder ihr leise ins Ohr. Anscheinend wollte er Taro nicht wissen lassen, über was sie sich unterhielten.

„Natürlich nicht. Was hätte denn sein sollen“, gab Sayuki energisch zurück, errötete jedoch bei dem Gedanken an den Morgen und konnte ihr Glück noch immer nicht fassen.

Taro und sie hatten beschlossen erst einmal niemanden davon zu erzählen, dass sie zusammen waren und Sayuki fühlte sich jetzt schon miserabel, weil sie Sae und JT etwas so Wichtiges verschweigen musste.

„Sayuki“, schrie Aya plötzlich auf, „Was hast du mit deiner Hand gemacht?“

„Hab mich bloß verbrannt“, antwortete Sayuki nervös, und versuchte sich aus seiner Umar-mung zu befreien.

Aya’s Augenbrauen zogen sich zusammen und ein skeptischer Ausdruck legte sich auf sein Gesicht, das er langsam Taro zuwandte.

„Sag mal kannst du nicht ein bisschen auf sie aufpassen während sie in deiner Wohnung wohnt?“

Eine Weile sah Taro ihn ungläubig an, dann fragte er, weit weniger gelassen, als er es noch wenige Momente vorher gewesen war:

„Sag mal ist das dein Ernst?“

Sayuki merkte sofort, dass sich zwischen den beiden etwas anbahnte, deshalb boxte sie sich aus Aya’s Umklammerung und baute sich zwischen ihnen auf.

„Aya, beruhig dich. Taro war in der Dusche, als ich mich verbrannt hab. Außerdem ist er nicht mein Babysitter! Ich bin selbst Schuld!“

Aya und Taro, die beide etwas steif dagestanden hatten, entspannten sich ein wenig und zu Sayuki’s Überraschung meinte Aya plötzlich:

„Tut mir Leid, Mann. Aber die Tatsache, dass sie bei dir wohnt macht mich eben nervös.“

„Aya“, fauchte Sayuki und sah ihn streng an. Er behandelte sie eben noch immer wie ein zehnjähriges Kind.

„Jaja…dir hat das bestimmt nichts ausgemacht. Aber Taro war derjenige der dich ertragen musste. Aber das ist heute vorbei, schließlich zieht sie ja zu mir!“

Überrumpelt zuckte Sayuki zusammen. Das hatte sie ja ganz vergessen!

„Wo denkst du hin? War mir ne Ehre. Immer wieder gern“, meinte Taro mit einem fast schon spitzbübischen Lächeln. Er hatte sich zusammenreißen wollen, doch das Grinsen hatte er sich einfach nicht verkneifen können.

Das war auch Aya nicht entgangen, deshalb wandte er sich wieder Sayuki zu und sah sie skeptisch an.

„Da war doch was!“

Betroffen sah Sayuki zu Boden, dann meinte sie mit betrübter Stimme:

„Du hast Recht. Ich wollte dich nicht belügen, aber Taro hat mich gezwungen.“

Aya’s Gesicht wurde kreidebleich und auch Taro schien leicht irritiert.

„Ich…ich…“, zögerlich begann sie den Satz, „…ich hab vergessen meine Hausübung zu ma-chen.“

Taro prustete los und aus Aya’s Gesicht wich noch der letzte Rest Farbe.

„SAG MAL BIST DU WAHNSINNIG MICH SO ZU ERSCHRECKEN?!“

Blitzschnell sprang er vor, drehte sich an ihr vorbei und nahm seine Schwester in den Schwitzkasten. Gekonnt verpasste er ihr eine Kopfnuss und ruinierte ihr die „Frisur“ nun völ-lig.

„Aya!!!!!“, schrie Sayuki, wobei man nicht wusste ob sie lachte oder sich am Rande des Ner-venzusammenbruchs befand. Taro stand da und konnte sich vor lauter Lachen kaum noch auf den Beinen halten.

„Das ist nicht witzig…hilf mir lieber“, presste Sayuki flehend heraus.

„Tut mir Leid…ich halt mich da raus!“

Als Sayuki endlich wieder frei war, brachte sie zuerst ihre Haare in Ordnung, dann meinte sie mit zusammengekniffenen Augen:

„Taro du Schlappschwanz!“

Ruckartig blickte dieser auf und auch er kniff die Augen zusammen. Im nächsten Moment steckte Sayuki erneut im Schwitzkasten.

„Glaub mir…nicht nur dein lieber Bruder hat den Trick hier drauf!“

„Uaaaah…“

Doch schon nach wesentlich kürzerer Zeit ließ Taro sie wieder los und zog sie in eine leichte Umarmung, die Aya glücklicherweise nicht mitbekam, da er gerade von einer rothaarigen Schönheit abgelenkt war.

„Also kleine Sayuki…pass schön auf was du sagst.“

„Jetzt fang nicht du auch noch an mich wie ein Kind zu behandeln!“

Lächelnd beugte Taro sich zu ihr hinunter und flüsterte mit einem Seitenblick auf Aya:

„Würd ich das nicht machen, wär ich jetzt tot!“
 

Während Sayuki so dastand, neben den beiden beliebtesten Jungen der Schule, von denen einer ihr Freund und der andere ihr Bruder war, wurden ihr von den anderen Mädchen neidi-sche, aber auch böse Blicke zugeworfen. Sie war unheimlich dankbar, dass endlich der Bus kam und sie sich zu Sae und JT setzten konnte.
 


 


 


 

Sooo... das wars auch schon wieder...

ich würd mich wie immer über kommis freuen...
 

lg & ciao

sahiro-chan

Umzug

Sooo... das neue kapi ist da...

viel Spaß beim Lesen ^^
 


 


 

>Umzug<
 

Der Schultag war vorbei, ohne dass Sayuki es wirklich mitbekommen hatte. Sie sah alles wie durch eine rosa Brille. Nicht einmal die geballten Kräfte ihrer beiden meist gehassten Personen, ihr Mathe- und ihre Turnlehrerin, konnten ihr die Laune verderben. Der einzige Wermutstropfen war ihre „Schweigepflicht“. Nicht mit Sae über das Geschehene reden zu dürfen, war fast so schlimm wie während einer Diät, mit Maulkorb vor einem leckeren Schokokuchen zu sitzen. Also wirklich unerträglich!

Kaum hatte es zum Ende der achten und somit auch letzten Stunde geläutet, stürmte Aya schon zur Klasse hinein, wobei er fast Sayuki’s arme Bio-Lehrerin über den Haufen gerannt hätte. Wenige Augenblicke später betrat auch Taro, gewohnt lässig, den Raum. Er versah Sayuki mit solch einem Blick, dass ihr sofort ein prickelnder Schauer über den Rücken hoch kroch. Das Lächeln, charmant und warmherzig wie immer, doch in seinen Augen hatte sie für einen kurzen Moment fast unendlich viele Emotionen und Gefühle aufblitzen sehen. Dass Taro mit nur einem einzigen Blick alle Menschen um sich herum in seinen Bann ziehen konnte, das war mit unter einer der Gründe gewesen, warum Sayuki sich damals sofort in ihn verliebt hatte. Sozusagen Liebe auf den ersten Blick.

Sie konnte sich noch ganz genau erinnern wie Aya ihn zum ersten Mal zu sich nach Hause eingeladen hatte. Um ehrlich zu sein waren sie eher gemeinsam zur Wohnungstür hereingestürmt. Die beiden hatten vor Gras- und Schlammflecken nur so gestrotzt und wie immer, wenn Taro nicht gerade spielte, war der Fußball fest in seiner Hand geklebt. Auch wenn man es nicht glauben konnte, früher war Taro ein kleiner Satansbraten gewesen, der nur Blödsinn und natürlich Fußball im Kopf gehabt hatte. Doch auch wenn Sayuki noch keine zehn gewesen war, für sie war er damals und auch heute noch ihr absoluter Traummann. Das Lächeln war auch damals schon dasselbe gewesen.

„Los mach schon Sayuki! Wir wollen deine Sachen aus Taro’s Wohnung holen!“

Von Aya, aus ihren Gedanken gerissen, sah Sayuki ein wenig verwirrt hoch, doch fing sie sich sofort wieder.

„Auch wenn ich mich beeile, der Bus kommt trotzdem nicht früher.“

„Muss er auch nicht. Yun bringt uns mit dem Auto zu Taro’s Wohnung.“

„Yun? Der Yun“, fragte Sayuki skeptisch und blickte zwischen Taro und Aya hin und her, „Der kann Autofahren?“

„Klar, bis auf ein paar kleine Missgeschicke hat er noch keinen Schwachsinn aufgeführt.“

„Missgeschicke?“

Sayuki war klar, dass ihre Stimme nicht gerade vor Mut und Tatendrang strotzte, doch das war ihr ehrlich gesagt ziemlich egal. Ihr Leben schien ihr im Moment, doch ein wenig wichtiger.

„Ach du weißt schon“, meldete Taro sich zu Wort, „Hie und da ein überfahrener Radfahrer, gerammte Hydranten oder Kollisionen mit Mülleimern. Eben nichts Weltbewegendes.“

Taro schien die nicht gerade freudige Veränderung auf Sayuki’s Gesicht bemerkt zu haben, denn er lenkte sofort ein:

„Das war ein Scherz. Keine Panik. Yun fährt wirklich gut.“

Er schenkte ihr ein ermutigendes Lächeln und sofort begannen die Schmetterlinge in Sayuki’s Bauch, wie wild zu flattern.
 

Als sie zehn Minuten später, in Yun’s Auto über die erste Kreuzung rasten, schien Taro, sein Lob für die Fahrkünste seines Freundes lieber wieder zurück nehmen zu wollen. Im Großen und Ganzen fuhr er ganz gut, doch zu Sayuki’s Leidwesen schien Yun eine Vorliebe für spektakuläres Überqueren von Kreuzungen zu haben.

„Hast du nicht gesagt er fährt wirklich gut“, stieß Sayuki leise in Richtung Taro aus, während sie sich krampfhaft am Vordersitz festhielt, um durch die Fliehkräfte nicht gegen die Fensterscheibe gepresst zu werden.

„Wärst du anders eingestiegen?“
 

Als das Auto vor Taro’s Wohnungsblock zum Stehen kam, sprang Sayuki so schnell es ging hinaus und aus irgendeinem Grund hatte sie den unausweichlichen Drang den Boden zu küssen. Auch Taro verließ das Auto mit einem wenig erhöhten Tempo.

„Ich weiß nicht was du hast. Ich finde er fährt gut“, meinte Aya, während sie die Stiegen zu Taro’s Wohnung hinauf gingen.

„Ja genau, wenn man wie du während einer Achterbahnfahrt einschlafen kann, dann fährt er gut.“

„Haha, wirklich sehr witzig. Du…“, doch plötzlich verstummte er, „Verdammt! Ich hab vergessen Yun wegen morgen Bescheid zu sagen. Vielleicht steht er noch unten.“

In einem beachtlichen Tempo raste er die Stiegen hinunter, wobei er immer zwei Stufen auf einmal nahm.
 

Kaum war Taro’s Wohnungstür hinter den beiden zugefallen, zog Taro Sayuki auch schon nah an sich heran. Ein wissendes Lächeln lag auf seinem Gesicht bevor er sich die letzten Millimeter zu ihr vor beugte und sie sanft küsste. Sofort spannte sich jeder von Sayuki’s Muskel an und ihr ganzer Körper erbebte unter seinen Berührungen. Während Taro seine Hand vorsichtig ihren Rücken hinunterwandern ließ wurde der Kuss immer fordernder und auch Sayuki gewann an Sicherheit. Doch so plötzlich wie der Kuss begonnen hatte endete er auch, denn langsam löste er sich wieder von ihr. Während er ihr noch einen letzten Kuss auf die Stirn hauchte, waren im Treppenhaus schon die schnellen Schritte von Aya zu hören.

„Das musste sein“, meinte Taro lächelnd, „Ich hol mal deine Sachen aus dem Bad.“

Wie die Ruhe selbst betrat er das Bad und ließ eine leicht verwirrte Sayuki zurück. Sie stand da und sah an die Stelle an der Taro verschwunden war. Der Kuss war einfach zu plötzlich gekommen. Er hatte zuvor nicht einmal Andeutungen gemacht. Auf einmal war sie in seinen Armen gelegen. Nicht, dass sie sich beschweren wollte, ganz im Gegenteil, doch so merkte sie immer wieder wie wenig Erfahrung sie doch hatte. Mit so einem „kleinen“ Kuss hatte er sie völlig aus der Fassung gebracht.

Hinter ihr betrat Aya die Wohnung und schloss die Tür, weitaus unsanfter als Taro es zuvor getan hatte.

„Sag mal auf was wartest du? Denkst du etwa deine Sachen packen sich von selbst?!“

Sayuki verdrehte die Augen und schritt provokativ langsam ins Gästezimmer. Aya war zeitweise einfach unerträglich. Deshalb hatte sie keinesfalls vor sich zu beeilen, so wie ihr lieber Bruder es verlangte. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, bückte sie sich in sichtbar übertriebenem Schneckentempo nach ihren Klamotten, schüttelte diese öfter als unbedingt nötig aus und faltete sie so sorgfältig, dass sie sogar ihrer Großmutter Konkurrenz gemacht hätte.

Auch Taro war inzwischen mit den Sachen aus dem Bad zu ihnen gestoßen und beobachtete amüsiert was sich vor seinen Augen abspielte.

„Oh komm schon Sayuki! Du packst die Sachen bei mir in der Wohnung sowieso wieder aus. Schmeiß sie einfach in die Tasche und fertig“, nörgelte Aya, während er ungeduldig von einem Bein auf das andere trat.

„Dann werden sie aber zerknittert. Außerdem könntest du dich ruhig nützlich machen, anstatt hier blöd herumzustehen und alle mit deinem Geraunze zu nerven. Hol lieber meine Weste aus dem Wohnzimmer.“

Widerwillig wandte Aya sich um, während er etwas Unverständliches vor sich hin murmelte und hinaus auf den Flur trat.

„Du bist ja richtig gemein“, bemerkte Taro grinsend, während er sich vor Sayuki hinstellte und ihr das eben erst aufgehobene T-Shirt wieder aus der Hand nahm. Er faltete es gekonnt zusammen, ließ es in die Tasche fallen und gab Sayuki einen kurzen, aber leidenschaftlichen Kuss, wobei sich seine Hand „gefährlich“ nah über ihrem Po befand.

„Hey“, schimpfte sie so leise wie es ging und stieß ihn lachend aufs Bett.

Gerade noch rechtzeitig, denn nur einen Augenblick später betrat Aya wieder das Zimmer.

„Also…bist du jetzt endlich fertig?“

„Wenn du mir die Weste gibst schon.“

Endlich, aber wirklich nur aus Aya’s Sicht, waren all ihre Sachen gepackt und es hieß „Abschied“ nehmen.

Taro umarmte Sayuki freundschaftlich, was ihm ziemlich schwer fiel, denn am liebsten hätte er sie geküsst. Dann meinte er lächelnd:

„Also, wie gesagt. Immer wieder gern.“

„Vergiss es“, kam es sofort von Aya, der sich aber trotzdem ein Grinsen nicht verkneifen konnte, „Also, danke Mann. Du hast uns echt gerettet.“

Er klopfte Taro brüderlich auf die Schulter und trat schon hinaus, als plötzlich ein Schrei von Sayuki ertönte.

„Ich hab was vergessen!“

Geschwind drehte sie auf den Absätzen um und stürmte zurück ins Gästezimmer.

„Ich geh schon mal vor, sag ihr ich warte unten“, meinte Aya und verschwand mit Sayuki’s Tasche im Stiegenhaus.

Taro stand noch immer in der Tür, als Sayuki auch schon wieder auftauchte.

„Was hast du denn vergessen?“

Sayuki sah ein wenig verlegen aus doch schließlich nahm sie sich zusammen. Sie hob ihre Hand und zeigte Taro das dünne violette Armband das sich darin befand. Es sah schon ein wenig abgenützt aus, war aber für sein tatsächliches Alter in bewundernswert gutem Zustand.

„Das hast du noch?“, fragte Taro verwundert und ein warmherziges Lächeln zauberte sich auf sein Gesicht.

„Klar“, antwortete Sayuki leise und sah peinlich gerührt zu Boden. Das Band hatte sie vor fünf Jahren von Taro geschenkt bekommen, als sie ihm aus einer wirklich verzwickten Lage geholfen hatte. Wahrscheinlich war das damals der Auslöser für Taro’s Veränderung gewesen, denn wenn man so etwas erlebt hatte, ging das nicht spurlos an einem vorbei.

Taro legte seine Hand vorsichtig an ihre Wange und hob ihr Kinn an, sodass sie ihm unweigerlich in die Augen sehen musste.

„Du bist wirklich unglaublich süß.“

Mit diesen Worten beugte er sich zu Sayuki hinunter und gab ihr den letzten Kuss für diesen Tag. Er strich mit seinem Finger noch einmal über ihre Lippen, dann gab er sie frei. Während sie flink die Stiegen hinunter lief, winkte er ihr noch einmal zum Abschied.

Langsam schloss Taro die Tür, während seine Gedanken noch immer bei Sayuki waren. Eine Erkenntnis hatte ihn getroffen, als Sayuki mit dem Armband aufgetaucht war: Er würde es nicht ewig bei den Küssen belassen können. Denn selbst wenn sie noch nicht lange zusammen waren, sie hatten schon so einiges miteinander erlebt und er kannte sie besser als die meisten anderen. Vielleicht sogar besser als Aya. Er hatte sie aufwachsen sehen. Für ihn war sie wie die kleine Schwester gewesen die er nie gehabt hatte, doch schon bald hatte sich etwas in ihm verändert. Bald hatte Taro nur mehr die Frau in ihr gesehen, die sie jetzt geworden war. Wenn er ehrlich zu sich selbst war, spürte er schon jetzt, dass er mehr als nur ihre Küsse wollte und das erschreckte ihn.

Während Sayuki die Stiegen zu ihrem Bruder hinunter lief schweiften ihre Gedanken zurück zu der Situation eben. Etwas an Taro’s letztem Blick, auch an seinem letzten Kuss war anders gewesen. Sie wusste nicht was, doch es beschäftigte sie. Auch wusste Sayuki, dass sie eigentlich nicht gehen wollte, doch sie hatte keine andere Wahl.

„Na endlich“, nörgelte Aya, als Sayuki zu ihm hinaus auf die Straße trat, „Also los, wenn’s geht will ich noch heute daheim ankommen.“

Sayuki wollte jetzt schon wieder zurück zu Taro, doch sie ahnte noch nicht einmal im Entferntesten wie sehr sie sich bald wieder nach ihm sehnen würde. Denn der größte Schock kam erst noch auf sie zu.
 


 


 

Tja... das wars auch schon wieder...

ehrlich gesagt find ich's echt schade, dass ich zum letzten kapi sogar nur 2 kommis bekommen hab... ich würd mich freuen wenn es diesmal ein bisschen mehr werden...
 

bis demnächst

lg & ciao

sahiro-chan

Saustall deluxe

OMG... es tut mir echt leid wie lange das jetzt gedauert hat...

is mir gar nicht wirklich aufgefallen bis ich dann mal auf das datum vom letzten kapi geschaut hab >_<
 

ganz großes sorry...

ich hoffe natürlich trotzdem, dass das hier noch jemand liest XDDDD und er viel spaß dabei hat...

das nächste kap kommt auf jeden Fall schneller ^^
 

na denn

viel Spaß beim Lesen
 


 

>Saustall deluxe<
 

Sayuki wusste nicht was sie erwarten sollte, als Aya die Tür zu seiner Wohnung öffnete. Ein wenig zurückhalten folgte sie ihm hinein und ihr erster Gedanke war, dass es eigentlich gar nicht so schlimm war. Natürlich lagen Aya’s Schuhe ein wenig durcheinander am Boden des Flurs und die Kleiderablage schien schon seit ewiger Zeit nicht mehr benutzt worden zu sein, doch im Großen und Ganzen war es ordentlicher, als sie es von ihrem Bruder erwartet hätte. Zu dem Zeitpunkt hatte sie die anderen Räume aber noch nicht gesehen.

Langsam glitt die Jacke von ihren Schultern und Sayuki warf sie auf den Haufen mit Aya’s Zeug.

„Also…wie du weißt hab ich ja kein Gästezimmer, so wie Taro, deshalb schläfst du auf der Bank. Aber keine Panik, sie ist bequem. Ich spreche aus Erfahrung.“

Sayuki war schon zweimal hier gewesen. Das erste Mal kurz nachdem Aya bei ihnen zu Hause ausgezogen war und dann einmal als ihre Eltern verreist waren und sie bei ihrem Bruder übernachtet hatte. Jedoch war das schon einige Zeit her und damals hatte ihre Mutter öfters vorbeigeschaut um aufzuräumen. Doch die Zeit war vorbei und heute war heute.

Als Sayuki das Zimmer betrat stockte ihr der Atem: Das totale Chaos!

Als erstes fragte Sayuki sich, wie man auf dem Sofa sitzen, geschweige denn schlafen sollte, denn zu sehen war davon nicht mehr viel. Auf dem Couchtisch stapelten sich die alten Fernsehzeitungen, leere Dosen und Geschirr vom letzten Sanktnimmerleinstag. Und zu allem Überfluss ging das Wohnzimmer auch noch nahtlos in die Küche über, sodass Sayuki leider, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes leider, den Saustall dort begutachten konnte. Aya brauchte kein Haustier, denn die Hälfte der Küche lebte, da war Sayuki sich sicher.

„Sag mir eins, hast du schon mal was von Aufräumen gehört?“

„Jaaaa…ich weiß, es sieht ein bisschen aus, aber das wird schon.“

„Ein bisschen?“

Seufzend ließ sie ihren Blick durch den Raum schweifen, wobei sie genau wusste, dass sie nicht heiß darauf war zu wissen was sich hier noch alles versteckte. Es war schon schlimm genug die sichtbaren Dinge zu erkennen und ihr war klar, dass sie ganz sicher nicht unter der Bank nachsehen wollte.

Von Aya gab es noch eine Tour durch den Rest der Wohnung und als Sayuki das Bad betrat, fehlte ihr erneut der Atem, doch aus einem ganz anderen Grund als zuvor. Es war schon fast übertrieben sauber!

Ein wenig irritiert drehte sie sich zu ihm um und sah ihn fragend an.

„Was denn? Man geht ja schließlich ins Bad um sauber zu werden. Nicht damit du noch schlimmer aussiehst als vorher.“

„Und warum geht das dann in den anderen Räumen nicht auch so?“

„Hmmm…zu anstrengend“, meinte er achselzuckend und trat wieder hinaus auf den Flur.

Den Rest des Abends verbrachten die beiden damit die Bank schlaftauglich zu machen und die Küche soweit herzurichten, dass sie sich halbwegs problemlos Abendessen kochen konnten.
 

„Was ist mit dir? Solltest du dich nicht bald mal fertig machen? Viel Zeit hast du nicht mehr“, meinte Sayuki mit warnendem Ton, als sie überrascht feststellte, dass Aya, noch in Schlafkleidung, aus seinem Zimmer stapfte.

„Ich geh heute nicht in die Schule.“

„Was? Hast du etwa frei“, fragte Sayuki verwirrt und leichte Trauer kam auf. Natürlich nicht, wegen ihrem Bruder, aber wenn Aya frei hatte, dann würde auch Taro nicht zur Schule kommen.

„Das nicht, aber ich hab einfach keine Lust mich heute dorthin zu setzen und mir das Geschwafel von den Lehrern anzuhören.“

Nun völlig aus der Fassung geraten, starrte Sayuki ihren Bruder an und wunderte sich wieder einmal, dass er früher einmal ein Einserkandidat gewesen war. Jaja, die guten alten Zeiten. Bei dem Gedanken musste Sayuki sich ein Grinsen verkneifen, schulterte ihre Tasche und ging hinaus zur Wohnungstür.

„Ich bin um vier wieder da. Als pass auf, dass du dann nicht weg bist. Sonst kann ich nicht rein.“

„Jaja…“

„Aya!“

„Ja…schon kapiert. Um vier muss ich hier sein. Sonst stehst du draußen vor der Tür. Ganz belämmert bin ich auch nicht.“

Ohne ein weiteres Wort öffnete Sayuki die Tür und trat ins Stiegenhaus.

Ihr sollte es Recht sein, dass Aya heute zuhause blieb. Dann wäre sie auf der Bushaltestelle wenigstens allein mit Taro.
 

Sayuki sah ihn schon von weitem. Und sofort überkam sie wieder das bekannte Gefühl. Aufregung. Nervosität, aber auch Vorfreude. Sogar aus dieser Entfernung sah er unheimlich gut aus. Sie konnte es sich nicht genau erklären, aber etwas an seiner Haltung unterschied sich von denen der anderen. Er wirkte stolz, als könnte ihn nichts aus seiner Ruhe bringen, was natürlich auch der Wahrheit entsprach. Zumindest fast. Taro war die Warmherzigkeit und Ruhe in Person, doch wenn er wütend war, dann auch richtig.

Sayuki konnte sich noch an ein Ereignis erinnern, sie war ungefähr 14 gewesen, als sie am Nachhauseweg von ein Paar Möchtegern-Schlägern aufgehalten worden war. Sie hatte sich geweigert ihnen ihr Geld zu geben, da waren sie plötzlich handgreiflich geworden. Einer hatte sie gepackt und festgehalten, während der andere ihre Sachen durchsuchen wollte, als er auch schon aufgehalten worden war. Taro hatte seine Hand fest um seinen Arm gelegt und ihn wütend angefunkelt. Zuerst hatte Taro ja noch versucht die ganze Sache ruhig und ohne Probleme zu lösen, doch das schien nicht im Interesse der Schläger gewesen zu sein. Sie wollten nun auch Taro zwingen sein Geld rauszurücken und drohten damit, Sayuki sonst alle möglichen Dinge anzutun, doch so schnell konnten sie gar nicht schauen, lagen die meisten von ihnen auch schon ächzend am Boden. Sayuki würde den Ausdruck auf seinem Gesicht nie vergessen.

Auch den ganzen Weg zu Sayuki’s Haus, wohin Taro sie "vorsichtshalber" begleitete, sprach er kein Wort. Noch immer schien er vor Wut zu kochen und es dauerte eine Weile bis er sich wieder beruhigt hatte. Auf Sayuki hatte es gewirkt als wollte er damals gern irgendetwas gegen die Wand donnern. (Anm. des Autors: hach…ich liebe Taro wenn er wütend ist *schmacht* ^^ …wir sind bei „Je veux“ jetzt übrigens wieder in der Gegenwart)
 

Taro unterhielt sich mit zwei, Sayuki unbekannten, Jungen, als sie neben ihn trat. Sein Blick fiel sofort auf sie und fragend suchte er, mit den Augen, die Gegend nach Aya ab. Als er ihn nicht fand veränderte sich sein Gesichtsausdruck augenblicklich.

Bis vor kurzem hatte er noch ziemlich ernst aus der Wäsche geschaut, doch kaum war Sayuki an seiner Seite aufgetaucht, schlich sich auch schon ein liebevolles Lächeln auf seine Lippen.

„Morgen“, meinte er lächelnd, nickte den beiden Jungen zum Abschied zu und zog Sayuki ein Stück von ihnen weg.

„Hi“, gab Sayuki zurück und in diesem Moment war sie Aya für seine Faulheit unheimlich dankbar.

„Und, wie geht’s dir so bei Aya?“

Sofort verfinsterten sich Sayuki’s Züge und ein Seufzen kam über ihre Lippen.

„Warst du in letzter Zeit mal bei ihm?“, fragte sie und das Missfallen, über den Zustand dort, war ihr deutlich anzusehen.

„Wenn ich deine Reaktion auf meine Frage so sehe, kann ich Gott-sei-Dank sagen, nein das war ich nicht.“

„Sei froh“, meinte Sayuki und streckte sich müde. Auf der Wohnzimmerbank hatte sie nicht besonders gut geschlafen und jetzt tat ihr jeder Muskel weh. Sie spürte sogar solche, von denen sie bis vor Kurzem nicht einmal gewusst hatte, dass sie überhaupt existierten.

„Dann kommst du eben wieder zu mir zurück“, kam es plötzlich von Taro und er trat einen Schritt näher an Sayuki heran. Überrascht sah sie zu ihm auf. Sie wusste nicht wie, doch irgendwie war die Stimmung, dank Taro, innerhalb von einer Sekunde umgeschlagen. War vorher alles noch locker und entspannt gewesen, spürte sie jetzt das, nur allzu bekannte, Knistern in der Luft.

„Du kannst dir gar nicht vorstellen wie gern ich das machen würde, aber solange Aya mein Bruder ist, kann ich das wohl vergessen.“

Erneut zogen sich Taro’s Mundwinkel in die Höhe und langsam beugte er sich zu ihr hinunter. Er legte seine Hand an ihre Wange und sah ihr noch einmal kurz in die Augen, dann küsste er sie sanft auf die Lippen.

Als Taro sich schließlich wieder aufrichtete, stand Sayuki völlig erstarrt da und blickte ihn verwirrt an. Dass er sie in aller Öffentlichkeit küssen würde, das hatte sie nun wirklich nicht erwartet.

„Tut mir Leid, aber du hast gerade einfach so süß ausgesehen.“

Sanft strich er Sayuki über die Wange.

„Ich muss mich wohl bei Aya für seine Faulheit bedanken“, meinte Taro grinsend, bevor sein Blick wieder ernster wurde.

„Sag mal hast du heute eigentlich schon was vor?“

„Nein, wieso“, fragte Sayuki überrascht und konnte die aufsteigende Aufregung nicht wirklich unterdrücken.

„Naja, weil’s dir bei Aya ja nicht so überwältigend gut gefällt, hab ich mir gedacht ich könnte dich ein wenig ablenken und ins Kino einladen.“

Es dauerte kurz bis Sayuki seine Einladung verarbeitet hatte, doch sofort stieg unheimliche Freude in Sayuki hoch, während sie strahlend auf die Kinokarten in Taro’s Hand blickte.

Ihr erstes gemeinsames Date! Sie würden wirklich wie ein richtiges (!!!!!!!!!!!!) Paar ausgehen.

„Klar gerne!“
 

Sie hatten sich gerade mal ein paar Minuten über den folgenden Nachmittag unterhalten, als auch schon der Bus in der Haltestelle einfuhr.

Sae hatte bloß einen kurzen Blick aus dem Fenster geworfen, als sie auch schon überstürzt aufsprang und sich neben JT setzte.

„Sag mal was soll denn das? Wir sollten Sayuki doch einen Platz freihalten!“

„Aya ist nicht da und es gibt noch genug freie Plätze. Du weißt doch was das bedeutet“, meinte Sae eindringlich und musterte ihn genau.

Hätte das wirklich funktioniert, wären in dem Moment mindestens drei riesige fette Fragezeichen über seinem Kopf erschienen. Völlig planlos sah JT zu ihr hinüber.

„Sayuki kann sich neben Taro setzen, du Idiot!“

Und in dem Moment hätte plötzlich eine gigantische, hell erleuchtete Glühbirne über seinem Kopf geschwebt.
 

Taro stieg vor Sayuki in den Bus und entdeckte Sae, die gerade neugierig zu ihnen vor spähte. Als sie jedoch seinen Blick bemerkte, duckte sie sich schnell hinter die Sitze. Mit hochgezogenen Brauen sah er nach hinten, doch dann ließ er sich kopfschüttelnd in einer freien Reihe nieder.

Sayuki jedoch hatte mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Ihrer Schüchternheit!

Nur allzu gern würde sie sich neben Taro setzen, doch wusste sie nicht ob das OK für ihn war. Sie wollte gerade zu JT und Sae nach hinten gehen, ihre "Angst" hatte schließlich gesiegt, als sich eine Hand sanft um ihre schloss.

„Na los, setz dich zu mir“, forderte Taro sie lächelnd auf und klopft mit der Hand auf den freien Platz neben sich.

Ein wenig verlegen ließ sie sich neben ihn fallen und legte ihre Schultasche auf ihren Schoß.

Sayuki konnte von Glück sprechen, dass Taro alles andere als schüchtern war, wenn es um seine Beziehungen ging, denn hätte sie einen Freund der genauso mutig wäre wie sie, kämen sie sich wahrscheinlich nicht näher, als bis auf einen Meter Entfernung.

Irgendwie breitete sich daraufhin eine peinliche Stille zwischen den beiden aus und Sayuki wurde zusehends nervöser. Taro jedoch schien das wenig zu stören. Er hatte den Kopf auf seine Hand gestützt und sah gelassen aus dem Fenster, als sein Blick zu dem aufgeregten Mädchen neben sich glitt. Taro bemerkte wie eines ihrer Beine zitterte und sie nervös mit dem Verschluss ihres Rucksacks spielte. Langsam griff er nach ihrer Hand und drückte sie sanft. Überrascht blickte Sayuki auf und sah ihn Taro’s ruhiges Gesicht.

„Beruhig dich doch mal. Ich werd dich schon nicht fressen.“

„Das sagt sich so leicht“, murmelte sie und bemerkte das Lächeln auf Taro’s Gesicht, das immer breiter wurde.

„Ach…du findest das auch noch lustig“, giftete Sayuki und entzog ihm, gespielt beleidigt, ihre Hand.

„Klar.“
 

„Scheinen sich ja gut zu verstehen“, meinte Sae zufrieden und ließ sich grinsend zurück in ihren Sitz fallen.

Sie freute sich für Sayuki, dass es endlich mit Taro voranging. Schade fand sie nur, dass Aya nicht da war. Sie hätte ihn gern gesehen.
 


 


 

Soooo... das wars dann auch schon wieder...

wie gesagt, das nächste kapi kommt viel schneller... versprochen!!!!
 

na denn

lg & ciao

sahiro-chan



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Kommentare zu dieser Fanfic (34)
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Von:  Lillijana
2009-03-18T19:50:12+00:00 18.03.2009 20:50
Halli Hallo :-)

Ich weiß ich hab lange nichts von mir hören lassen *indeckung geh* ;-)
ich hoffe du schreibst weiter denn ich bin ehrlich gespannt wie es weiter geht

gdlg Lillijana
Von:  Suzame
2008-10-09T09:55:09+00:00 09.10.2008 11:55
Ahh...die beiden sind so sweet^^
Was ist denn der schock??? Taro und Sayuri bleiben aber zusmammenoder??? hoff ich ja mal ganz stark^^
Und aya und atro sind ja echt die totalen gegensätze...ist mir in idesem kappi mal aufgefallen...aber beknanntlich ziehen sich gegensätze an, weswegen die beiden bestimmt so gut freunde sind^^
Hoffe es geht bald weiter.
Freue mich aufs nächste chap.

lg
Suzame
Von:  Suzame
2008-10-09T09:48:38+00:00 09.10.2008 11:48
lol
die szene an der bushaltestlle war ja wituig^^
aber aya soll sich mal nicht so anstellen....Männer *kopfschüttel*
God...ich würd keinem meiner kleinen geschwister (und von denen hab ich echt genug^^) jemals...so eine show abliefern, um es mal so auszudrücken...^^
Aber na ja...Jungs sind ja beknnatlich anders als mädchen xDD

lg
Suzame
Von: abgemeldet
2008-09-12T15:21:27+00:00 12.09.2008 17:21
Wow, echt super story und alles!!!
Hoffe die beiden BLEIBEN auch zusammen!!! xD
Hoffe es geht bald weiter!!

lg Aya
Von:  Lillijana
2008-07-28T14:53:16+00:00 28.07.2008 16:53
Meine Güte die zwei sind einfach ... ;-P
Ich hoffe dein angekündigter Schock wird nicht all zu schlimm.

Mach bitte schnell weiter

LG Lillijana
Von:  Metal_Angel
2008-07-16T16:05:59+00:00 16.07.2008 18:05
das war so toll! die beiden sind so...ZUCKER halt!
ich hoffe du machst es den beiden nicht so schwer. die müssen einfach zusammen sein!

ich freu mich schon aufs nächste!
weiter so!

lg
Von:  mitsuki11
2008-07-15T19:57:33+00:00 15.07.2008 21:57
Super Kapitel!!! Endlich geht es weiter!!!!!

Ach man die beiden sind so süß!!! Schade ist es allerdings das sie ihre beziehung verstecken müssen!!!

Bin mal gespannt was in dem nächsten Kapitel passiert!!

LG
Mina
Von:  Lillijana
2008-06-10T09:05:58+00:00 10.06.2008 11:05
Cool ein neues Kapitel *freu* :-)
Die beiden sind echt niedlich, da kann man glatt neidisch werden ;-P
Ich freu mich schon auf die nächsten Geschehnisse

LG Lillijana
Von:  mitsuki11
2008-06-09T21:41:19+00:00 09.06.2008 23:41
Wie niedlich!! Die beiden sind endlich sind die beiden zusammen! Allerdings müssen die beiden sich vor Aya zusammen reißen was denen bestimmt nicht sonderlich leicht fallen wird, vorallem wenn sie jetzt zu ihrem bruder zieht!

Freue mich schon auf das nächste Kapitel!!!

LG
Mina
Von:  mitsuki11
2008-05-20T09:37:59+00:00 20.05.2008 11:37
Man! *gemeinheit* Ich will auch von meinem Freund nach hause getragen werden wenn mir die Füße weh tun!

Die Freunde von Aya und Taro? Nett, sympathisch, lustig und kleine Alkoholiker. *lach* Nein natürlich nicht, nur ein paar Teenager die gerne mal etwas zuviel trinken! Kennst du etwa meine Freunde? Das könnten nämlich sie sein! *lach*

Aya übertreibt es ein bisschen mit seinem Beschützerinstinkt! Ich meine er könnte ihr die möglichkeit lassen selbst dinge zu erfahren oder kennen zu lernen, sollte ihr aber schon in einigen Dingen Tipps und "lebensweisheiten" zu kommen lassen! Vorallem da er ja selbst ein sehr großer "Jäger" zu sein scheint!

Die beiden sind wirklich süß! Und erst mal der Kuss! Ich finde die beiden brauchen noch mehr solcher Scenen! *fg*

Also ich freue mich auf das nächste Kapitel!!

LG
Mina


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