Thread: Bedeutet mehr Niveau weniger Leser?
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Eröffnet am: 05.06.2005 20:32 Letzte Reaktion: 01.03.2010 08:14 Beiträge: 244 Status: Offen |
Unterforen: - Fanfiction |
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| Zukunft der Literatur ... war vlt. etwas pathetisch, sollte aber auch den Gedanken unterstreichen, dass man sich hier ausprobieren und Erfahrungen machen kann, bevor man dann in die harte Realität geht... Das mit dem tiefsinnig=mehr kommys kann ich so nicht bestätigen. Sicher, jeder autor findet seine geschichte "tiefsinnig", aber manche leser erkennen das einfach nicht. Die sehen vlt., dass ich mir gedanken gemacht habe, aber sie nehmen es nicht war. Wenn ich z. B. an eines meiner chappies denke, da habe ich über die sprache nachgedacht, ich habe sie in einem bestimmten Stil getaucht, ich habe einen wirklichen inhalt reingebaut, hintergedanken etc. - aber der leser sieht nur die sprache, er sieht den stil - mehr eben nicht. vlt. kann er es nicht, aber vl.t hat er auch einfach keine lust. weil eben auch keienr den mut hat, klar zu sagen, was ihm gefällt udn was nicht. |
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| Naja, vielleicht war tiefsinnig das falsche Wort. Vielschichtig ist eigentlich das Stichwort, was für mich sehr viel mit Niveau zu tun hat. Ich finde es toll, wenn es in einer Geschichte nicht nur eine Ebene gibt, sondern mehrere. Ich mag subtilen Stil, der nicht alles schnörkellos mit Karacho erzählt, sondern leise Untertöne hat, die Handlungen der Protagonisten für sich sprechen lässt und der schöne Metaphern für die Essenz der Story findet. Ich finde es toll, wenn Charaktere vielschichtig sind und man gute wie schlechte - sprich: sehr menschliche - Züge an ihnen entdecken kann. Ich finde es gut, wenn es keine "Bösen" gibt, sondern nur Menschen mit einer anderen Motivation, die einem vielleicht zuwider ist, aber dennoch schlüssig. Ich bin der Meinung und tiefen Überzeugung, dass jeder Protagonist einer Geschichte auf irgeneine Art tragisch und ein Verlierer sein muss (auf die eine oder andere Art. Ich meine damit nicht, dass ein chara immer verliert. Ich meine nur, dass ihm etwas essentielles fehlt. Seto Kaiba z.B. ist eine sehr tragische Figur oder Sasuke Uchiha oder auch Albus Dumbledore. Alle sind starke Charaktere, aber innerlich sind sie zerrissen und getrieben von ihren inneren Dämonen). Ich finde es toll, wenn man in Geschichten Ebenen findet, die sich auf die REalität, historische Ereignisse, bestimmte Mythen oder wissenschaftliche Themen beziehen. Das in einer Geschichte zu schaffen, DAS ist für mich Niveau. † Falx Ferocis und "Drunken Master" der Inquisi†ion - Initiative für ein sauberes Animexx † ~:The Life and Lies of Albus Dumbledore:~ Yakitate!! Japan |
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| Niveau finde ich ist schwer zu definieren. Ôo ich finde man sollte dieses Niveau nicht als ein Niveau bezeichnen. Man kann z.B. nicht das Niveau der Grammatik und/oder Rechtschreibung mit der des Inhalts der Geschichte vergleichen. Es ist zwar meistens so, dass gerade die wirklich schön geschriebenen, inhaltlich interessanten Geschichten auch eine gute Grammatik und Rechtschreibung haben, aber wenn die Frage, was ist Niveau gestellt wird, ist diese Tatsache doch ziemlich fehl am Platz. Niveau kann für mich ein schöner Schreibstil sein, eine gute Idee oder auch etwas Negatives, so in die Richtung "das ist zu hoch für mich". Generell kann meiner Meinung nach zu viel Niveau auch schlecht sein. Schreibt man z.B. eine Geschichte in einem so verschnörkelten Schreibstil, dass höchstens ein Mensch mit dem Doktortitel in diesem Bereich, dies verstehen und entziffern könnte, so hat diese Geschichte durchaus zwar Niveau, aber kaum jemand könnte sie verstehen und begreifen. Grundsätzlich denke ich, dass Niveau etwas Objektives ist. Für jeden ist Niveau etwas anderes, aber kann eine Geschichte nicht auch Niveau haben, ohne dass sie die eigenen Ansprüche deckt? Jetzt zum Thema dieses Threads xD. Ich stimme dem Rest hier erst einmal zu: nach FFs wir gezielt gesucht. Meist mit dem Hintergedanken "in dieser Geschichte muss xyz vorkommen" "das und das sollte passieren" "eher lustig"... und wenn man dann auch eine halbwegs lesbare gefunden hat, legt man los. Es ist dabei egal, wie sinnlos oder verdreht die Geschichte ist. Man liest sie, weil man gerade Lust auf genau das hat zu dieser Serie, mit diesen Personen, mit diesem Genre. Auf Stil usw. wird nicht allzu sehr geachtet. Ich meine, jeder richtet das subjektive Niveau nach seinem eigenen. Sobald jm. also besser schreibt als man selbst, ist es automatisch für einen "gut" bis "super" oder noch weiter. Ich meine, ein anderes Beispiel: ich bin ein eher mittlerer Matheschüler: ich bewundere Leute, die Mathe können, die jedoch bewundern vllt jm. wiederum der noch besser Mathe kann. Ja ist jetzt vielleicht ein schlechtes Beispiel, aber ich denke, dass nur Leuten, die selbst schon etwas Niveau besitzen, diese FF "niveaulos" vorkommen. OFs sind nicht unbedingt niveauvoller omg, nein. Und auch das Ausdenken der Charaktere ist teilweise nicht sooooooo schwer, wie es sich die meisten vorstellen. Auch für OFs gibt es typische Klischeecharaktere: die Coole (die selbst cool wäre, wenn die Welt vor ihren Augen untergänge), die Schüchterne (die das genaue Gegenteil von der Coolen ist)... und schließlich die Mary Sue xD ja es gibt sie auch in OFs und zwar genauso oft wie in FFs. > Wieso überliest der durchschnittliche Animexxfanfictionleser die wirklich guten Geschichten und konzentriert sich auf den Einheitsbrei? - Weil ganz ehrlich... ich denke, dass die meisten in den FFs das lesen wollen, was sie selbst geschrieben hätten. Ihre eigenen Vorstellungen und nicht die eines anderen... Das ist der Unterschied denke ich zu "niveauvolleren" Geschichten, die meistens ganz eigene Ideen entwickeln ohne die typischen klischeecharaktere, an die gleich jeder denkt. Sprich: je eigensinniger, ausgedachter die Geschichte wird, desto weniger funktioniert dieses System. Allerdings denke ich, dass es durchaus auch umgekehrte Fälle gibt ;) LG Hoffnungsschimmer. Wenn Tränen in deinem Herzen wie Regen fallen, wenn du dich fragst, ob es sich noch lohnt weiterzuleben, dann lohnt es sich, denn dein Herz bekommt gerade das Wasser, das es braucht um zu gedeihen. |
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| @bad_kitty: Da landen wir dann wieder beim Geschmack. Ich persönlich lese auch gerne Geschichten, in denen alles gezeigt wird und sehe das nicht unbedingt als "minderwertiger" an - es ist eine Kunst für sich, die diversen Dinge auch auszusprechen, ohne dass sie merkwürdig wirken. "Tiefe" kann man auch in eine Splatterorgie einbauen (um jetzt mal ein Extrembeispiel zu nennen), aber ich glaube das könnte zum Teil noch schwieriger sein, einfach weil in den Köpfen der Leute Niveau woanders zu liegen hat(!). Außerdem sind für mich bei vielen Geschichten mit "leisen" Untertönen diese so laut, dass man es auch gleich ausschreiben hätte können... Das mit den vielschichtigen Charakteren sehe ich genauso, einfach weil ich sie dann sympathischer finde, lebendiger. Aber da ist dann wieder das Problem der Interpretation und der Sichtweise - manche Charaktere sind für mich sehr vielschichtig, während andere sie nur als oberflächlich sehen. Umgekehrt kann es natürlich genauso vorkommen. Und das mit dem "Verlierer" sein: Selbst in der Realität gibt es nicht nur Verlierer, also erwarte ich das in einer Geschichte auch nicht und will es nicht. Ich finde es soll einfach passen. Am Ende glaube ich, dass alles wirklich am Geschmack und auch der Sichtweise hängen bleibt. Und wenn jemand unterhalten werden will, dann wird er sich eben das suchen, was ihn unterhält und wird das honorieren, was dieses Kunststück auch vollbringt. Wie er unterhalten werden kann, hängt dann von der Person ab, von ihren Neigungen, Erfahrungen etc. |
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| >"Tiefe" kann man auch in eine Splatterorgie einbauen (um jetzt mal ein Extrembeispiel zu nennen), aber ich glaube das könnte zum Teil noch schwieriger sein, einfach weil in den Köpfen der Leute Niveau woanders zu liegen hat(!). Das ganz sicher (die älteren Werke eines meiner Lieblingsautoren sind der absolute Beweis dafür). Ich würde generell sagen, dass "Niveau" oder "Tiefe" in der Hinsicht nicht davon abhängen wie viel oder wie deutlich gewisse Dinge (Gewalt, Sexszenen, Schimpfwörter, etc.) gezeigt und benutzt werden, sondern WARUM. Ein Gemetzel oder Gef***e, das keinen tieferen Sinn hat, als ein Plotloch zu füllen oder zu zeigen wie "abgebrüht", "cool" oder "böse" der Autor ist, trägt ganz sicher nicht zum Niveau einer Geschichte bei. "Why is it that, as a culture, we are more comfortable seeing two men holding guns than holding hands?" Ernest Gaines |
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| Zuletzt geändert: 05.12.2007 00:17:29 | |||||||
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| @Incubi: >Ich würde generell sagen, dass "Niveau" oder "Tiefe" in der Hinsicht nicht davon abhängen wie viel oder wie deutlich gewisse Dinge (Gewalt, Sexszenen, Schimpfwörter, etc.) gezeigt und benutzt werden, sondern WARUM. Ich glaube, dass viele eine andere Meinung haben...liegt vielleicht auch an dem doch schon eingeschränkteren Kreis, der explizite Darstellung von Gewalt etc. verträgt oder überhaupt mag. Ich habe einfach das Gefühl, dass bei manchen bei den ersten Blutspritzern gleich das: "Iiihh...böse Gewalt" angeht und Niveau damit von vornherein ausgeschlossen wird (dabei gibt es wirklich ein paar hervorragende, sehr verstörende Sachen) - wird aber langsam besser. Schimpfwörter scheinen recht wenig Beachtung zu finden in der Hinsicht und sind salonfähig, bei Sex scheint der Großteil sowieso Niveau abzuschreiben (da fällt mir ein, dass vor einigen Jahren Sexszenen in Actionfilmen noch Gang und Gebe waren, jetzt aber irgendwie absolut verschwunden zu sein scheinen - hat aber natürlich nichts mit Niveau zu tun). >Ein Gemetzel oder Gef***e, das keinen tieferen Sinn hat, als ein Plotloch zu füllen oder zu zeigen wie "abgebrüht", "cool" oder "böse" der Autor ist, trägt ganz sicher nicht zum Niveau einer Geschichte bei. Jetzt hatte ich gelesen: "...zu zeigen, wie...der Charakter ist...". Ich glaube das war ein Verleser. Denkst du wirklich, dass der Autor damit zeigen will, dass er so "cool" ist? Manche anderweitige harmlose Einlagen tragen aber auch nicht unbedingt zum Niveau bei - bei manchen davon habe ich zum Teil das Gefühl, dass man Niveau erzwingen will. Mir macht das aber alles nicht unbedingt etwas aus, solange es halbwegs gut geschrieben ist, für mich Sinn macht und mir gefällt. |
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| Zuletzt geändert: 05.12.2007 00:45:36 |
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| > Ein Gemetzel oder Gef***e, das keinen tieferen Sinn hat, als ein Plotloch zu füllen oder zu zeigen wie "abgebrüht", "cool" oder "böse" der Autor ist, trägt ganz sicher nicht zum Niveau einer Geschichte bei. Ich habe eher öfter den Eindruck gewonnen, dass Sex und/oder Gewalt, Leser eher anzieht als abstößt, egal ob sie nun passend oder als 'Plotloch' eingesetzt wird. Ob mein Eindruck nun richtig ist, mag fraglich sein aber ich habe mir das aus mehreren Dingen (z.B. selbst zwei unterschiedliche Geschichten geschrieben und Reaktionen 'ausgewertet' etc.) zusammengereimt, auch wenn ich dazu schreiben muss, dass das alles nur aus Erfahrungen aus dem Internet stammt, falls das einen großen Unterschied machen sollte bezüglich 'geheime "Lüste" auslassen' und so. Ein Pessimist ist ein Optimist, der nachgedacht hat. |
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| >Ich habe eher öfter den Eindruck gewonnen, dass Sex und/oder Gewalt, Leser eher anzieht als abstößt, egal ob sie nun passend oder als 'Plotloch' eingesetzt wird. Funktioniert auf Animexx wohl aber nicht - der Großteil der Leserschaft ist sicher noch nicht alt genug und von denen, die es sind, sind auch nicht alle als "adult" freigeschaltet. Bei echten Adult-Fictions auf Animexx dürfte das also eher hinderlich sein, rein rechnerisch. Außer es ist wieder eine abgespeckte Version der beiden Varianten... Wobei andererseits manche Geschichten wirklich mehr oder minder mit den Sachen werben, dann aber furchtbar un-adult sind. Aber wie sich das auf Leseranzahl auswirkt...keine Ahnung. Langsam glaube ich, dass nicht nur die Fandom (also in welchem Bereich man postet), sondern auch der aktive Leserfang in Zirkeln und mit anschreiben zu vielen Kommentaren führen kann... |
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| > Ich glaube, dass viele eine andere Meinung haben... Das zweifellos... (Seh ich immer wieder an meiner Mutter, die scheint ein ziemliches Problem mit (schlimmeren) Schimpfwörtern zu haben und wenn ich einen Film sehe, in dem oft übel geflucht wird, dann kann der Film eine noch so intelligente Satire sein, sie sieht nur noch die Schimpfwörter...) > Jetzt hatte ich gelesen: "...zu zeigen, wie...der Charakter ist...". Ich glaube das war ein Verleser. Denkst du wirklich, dass der Autor damit zeigen will, dass er so "cool" ist? Bei vielen jüngeren Autoren ist das ganz sicher der Fall (sei es nun im Bezug auf Sex oder Splatter). Natürlich nicht alle Autoren, aber bei Horror hab ich auch schon oft erlebt, dass jene mit schwächerem Plot wesentlich mehr auf Splatter setzten, als die, die eine gute Handlung haben. Wenn ich einen guten Plot habe brauche ich nicht unbedingt explizite Szenen, habe ich aber keinen kann ich sie verwenden, damit wenigstens /irgendwas/ für den Leser drin ist. > Manche anderweitige harmlose Einlagen tragen aber auch nicht unbedingt zum Niveau bei - bei manchen davon habe ich zum Teil das Gefühl, dass man Niveau erzwingen will. Das gibt es natürlich auch zur Genüge. Aber wir haben in diesem Thread ja selbst gesehen, wie schwer es ist Niveau auch nur in der Theorie zu definieren. Das Ganze in der Praxis umzusetzen, ist dann noch mal wesentlich schwieriger, oft eine Frage des Talents, des Geschmaks und und und... "Why is it that, as a culture, we are more comfortable seeing two men holding guns than holding hands?" Ernest Gaines |
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| >Bei vielen jüngeren Autoren ist das ganz sicher der Fall (sei es nun im Bezug auf Sex oder Splatter). Hm...dürfen die Autoren es überhaupt hier veröffentlichen, wenn sie nicht "alt genug" sind? (Ergo adult freigeschalten sind) Vielleicht ist es auch nur ein ausprobieren, was möglich ist oder ein starkes orientieren an Vorlagen? >Natürlich nicht alle Autoren, aber bei Horror hab ich auch schon oft erlebt, dass jene mit schwächerem Plot wesentlich mehr auf Splatter setzten, als die, die eine gute Handlung haben. Hm...kann sein. Aber Splatter ist auch eine gute Möglichkeit den Charakter in die Verzweiflung zu treiben, an den Rand seiner Möglichkeiten - eben nicht durch irgendeine diffuse Angst, sondern durch etwas aktives, begründetes. Wirkt einfach anders auf einen Menschen, der das durchmachen muß. >Wenn ich einen guten Plot habe brauche ich nicht unbedingt explizite Szenen, habe ich aber keinen kann ich sie verwenden, damit wenigstens /irgendwas/ für den Leser drin ist. Wenn die Szenen dann wiederum gut geschrieben sind, was auch nicht unbedingt immer der Fall ist. Das ist wie bei einem guten Actionfilm: Die Story ist eigentlich recht einfach, aber wenn die Action sehr gut ist, dann sitzt man doch gefesselt vor dem Fernseher. Und damit ist der Zweck erfüllt: Den Seher zu unterhalten. Wenn die Story gut ist, und sowieso völlig klar gemacht wird, was vorgeht, wieso muß man dann die gewissen Sachen ausblenden? Damit es jugendfrei bleibt? Oder weil es dann anders wirkt? Tja...das Problem des "Niveaus": Subjektivität. |
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| > Hm...dürfen die Autoren es überhaupt hier veröffentlichen, wenn sie nicht "alt genug" sind? (Ergo adult freigeschalten sind) Veröffentlichen dürfen sie es sehr wohl. Und es ging mir auch nicht außschließlich um animexx. > Hm...kann sein. Aber Splatter ist auch eine gute Möglichkeit den Charakter in die Verzweiflung zu treiben, an den Rand seiner Möglichkeiten - eben nicht durch irgendeine diffuse Angst, sondern durch etwas aktives, begründetes. Wirkt einfach anders auf einen Menschen, der das durchmachen muß. > Wenn die Story gut ist, und sowieso völlig klar gemacht wird, was vorgeht, wieso muß man dann die gewissen Sachen ausblenden? Damit es jugendfrei bleibt? Oder weil es dann anders wirkt? Nur damit wir uns recht verstehen, ich bin ja auch der Meinung, dass der Grad an Explizität nichts über das Niveau aussagt, wie ich in meinem obigen Post geschrieben habe, ich wollte nur meine Meinung dazu abgeben, warum der Großteil der Allgemeinheit das anders sieht. "Why is it that, as a culture, we are more comfortable seeing two men holding guns than holding hands?" Ernest Gaines |
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| >Veröffentlichen dürfen sie es sehr wohl. Und es ging mir auch nicht außschließlich um animexx. Irgendwie verstehe ich jetzt aber die Logik nicht dahinter. Man darf es nicht anschauen, aber veröffentlichen darf man es (und dann seine eigenen adulten Sachen anschauen)? Auf einigen anderen Seiten werden nicht volljährige bei Entdeckung genauso rausgeschmissen. Aber grundsätzlich gibt es natürlich immer Seiten und Möglichkeiten...ich habe mich als Jugendliche auch nicht wirklich an irgendwelche Altersbeschränkungen gehalten *dumdidum* >Nur damit wir uns recht verstehen, ich bin ja auch der Meinung, dass der Grad an Explizität nichts über das Niveau aussagt, wie ich in meinem obigen Post geschrieben habe, ich wollte nur meine Meinung dazu abgeben, warum der Großteil der Allgemeinheit das anders sieht. Das hatte ich schon verstanden (da du erwähntest, dass ein Werk, das du sehr magst, eher in die brutale Richtung geht, war da kein Zweifel bei mir). Die Fragen waren allgemein gestellt, warum denn das anders gesehen wird bzw. anders gehandhabt wird. So ganz verstehe ich es nämlich nicht. |
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| > Irgendwie verstehe ich jetzt aber die Logik nicht dahinter. Man darf es nicht anschauen, aber veröffentlichen darf man es (und dann seine eigenen adulten Sachen anschauen)? Es hat natürlich was Paradoxes. Die eigenen Sachen darf man sehr wohl ansehen, aber man hat es ja schließlich auch selbst geschrieben. So habe ich die Begründung auch verstanden: Wenn ein Minderjähriger so etwas schreibt, kann man ihm das schlecht verbieten und wenn er es hier hochläd, können es ja auch nur die Leute sehen, die schon Volljährig sind. Ist also kein Problem. Mir ist das Ganze auch ziemlich egal. Mich als volljährig freischalten zu lassen, wär mir viel zu aufwendig, würde ich höchstens machen, wenn ich eine dementsprechende FF hochlade und dann feststelle, dass ich die Kommentare nicht lesen kann oder so. (Ich weiß nicht genau, ob das so wäre oder nicht, aber wie gesagt, im Moment ist es mir auch egal.) > Das hatte ich schon verstanden (da du erwähntest, dass ein Werk, das du sehr magst, eher in die brutale Richtung geht, war da kein Zweifel bei mir). Okay, tut mir Leid. Es klang nur irgendwie so, als wolltest du mich von etwas überzeugen, was ich im vorheringen Posting selbst gesagt hatte... >Die Fragen waren allgemein gestellt, warum denn das anders gesehen wird bzw. anders gehandhabt wird. So ganz verstehe ich es nämlich nicht. Und warum das so ist...tja, darüber könnte man natürlich lange philosophieren oder sogar Studien anfertigen. Im von mir erwähnten Beispiel mit den Schimpfwörtern, spielt sicher Gewohnheit eine gewisse Rolle. Gerade etwas ältere Generationen sind da noch strenger erzogen worden und nicht so sehr mit wirklich expliziten Schimpfwörtern in Berührung gekommen (höchstens in Form von Schmierereien auf Bahnhofstoiletten oder so... ^_~) und viele haben erstens die Einstellung, dass nur ungebildete, geschmack- und niveaulose Leute schlimme Schimpfwörter verwenden und außerdem sind ihnen die richtig üblen Exemplare womöglich auch noch sehr unangenehm. Bei Pornographie... na ja, es war früher ein Tabuthema und so etwas braucht eben seine Zeit. Ich meine, wenn du vor 100 Jahren ein Buch mit 1000 Seiten geschrieben hast und auf 10 davon waren explizite Sexszenen, dann war das eindeutig Pornographie. Heutzutage hat sich die Bedeutung verschoben und Pornograhie ist es nur noch dann, wenn ansonsten keine Handlung da ist. Aber es gibt natürlich immer noch Menschen, die das nicht so sehen. "Why is it that, as a culture, we are more comfortable seeing two men holding guns than holding hands?" Ernest Gaines |
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| Zuletzt geändert: 06.12.2007 00:04:59 | |||||||
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Man darf es nicht anschauen, aber veröffentlichen darf man es (und dann seine eigenen adulten Sachen anschauen)? Die Logik liegt glaube ich da, dass man es als Schreiber (ob selbst minderjährig oder nicht, spielt keine Rolle) keinem Minderjährigen zur Verfügung stellen darf. Also, nicht das reine Annehmen einer Leistung (wie in diesem Fall die Adultkapitel) ist verboten, sondern das Bereitstellen eben dieser. Smile, it makes people wonder what you are thinking. Teenies verboten! Animexx Adult Die Kunst des Sterbens |
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| Hm, dass mehr Niveau = weniger Leser ist, die Gleichung geht aber nicht nur auf Animexx auf... das kann man eigentlich auf recht vielen Fanfictionplattformen beobachten, wobei ich denke, dass es auf Animexx wirklich noch am schlimmsten ist... Aber zum Beispiel in nem anderen Forum hab ichs erlebt, dass es wenigstens nen bisschen geholfen hat, wenn andere mit gutem Beispiel vorangegangen sind und konstruktive Reviews geschrieben haben... und seis drum, wenn die Reviews nur länger werden, weil man sich nicht traut, auf nen 200-Wörter-Kommentar nen Ein-Smilie-und-gut-is-Kommentar zu setzen... Aber da war die Community auch um einiges kleiner, man hat also mehr mitbekommen, was andere tun... ich zweifel also, dass das hier funktioniert, aber man kann ja mal hoffen... Und ich glaub, in den "kleineren" Fandoms hier ists nicht ganz so schlimm wie in den gigantischen mit zigtausend Stories... z.B. bei Star Wars gibts nicht so viele Stories, vielleicht 200-300, und da kann man sichs noch leisten, nach guten Stories zu suchen... Aber z.B. bei HP findet man unter all dem Müll kaum etwas... |
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| naja "einheitsbrei" würde ich es nicht nennen, immerhin haben sich die autoren der geschichten auch was dabei gedacht und bestimmt nicht im hinterkopf gehabt :"schreib ich mal wieder ne Geschichte nach Schema F" es ist eher so das man wenn man von etwas inspiriert ist dazu neigt es zu kopieren oder in abgeänderter Form bei sich zu verwenden, in der hoffnung den Level der Inspiration zu erreichen. Aber leider funktioiert das nicht immer, nachdem dies gemacht worden ist erhalten wir meist den Abklatsch, der zwar gut umgesetzt daherkommt sich aber immer mehr zum Klischee entwickelt, da es nichts eigenes ist. Na gut soviel zur Theorie. Doch was bedeutet das in der Praxis ? Es bedeutet das wir uns nur weiterentwickeln in dem wir der inspiration das geben was uns normalerweiße in der geschichte fehlen würde, unseren eigen stil. Und mit stil meine ich etwas das unveränderlich ist und obwohl von anderen einflüssen inspiriert sich niemals wirklich verändern wird. Hört sich widersprüchlich an ? ist es auch ein bisschen, aber leider fehlt mir in dieser hinsicht die nötige ausdrucksweiße um es euch näher erläutern zu können. ich hoffe aber das ihr euch denken könnt was ich meine, immerhin seit ihr ja gebildet. in diesem sinne und falls noch fragen aufgetretten sein sollten meldet euch bei mir, vielleicht bin ich dann in der lage es euch besser zu erläutern. Wenn Blödheit den Menschen in den Selbstmord treiben könnte,wäre Überbevölkerung wahrscheinlich kein Thema mehr auf dieser Welt. Aber wir hätten ein Problem mit der Enge auf unseren Friedhöfen. ^-^ |
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| klingt schon logisch... Ich zumindest weiß, was du meinst... =) Klar, ist es selten die Motivation eines Autors eine Geschichte nache einem Schema zu schreiben, jedoch verirren sich ganz viele in diese Art des Schreibens... Aber der Stil selbst darf nicht unveränderlich sein... Es gibt Merkmale des eigenen Stils, die unveränderlich sind, jedoch der Stil an sich sollte sich schon entwickeln... Wie Pablo Picasso und Oliver Kahn schon meinten, dass etwas, was abgeschlossen ist, niemals als Kunst oder "gut" empfunden werden kann... Beide haben damit Recht, da immer wieder Veränderungen das eigene Leben und somit auch den Stil prägen... Wenn der Stil selbst unveränderlich wäre, hätte man ja nie die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln... So wie ich es bei deiner Ausführung verstehe - korrigiere mich, wenn ich was Falsches schreibe - meinst du, dass es einen Stil gibt, der dem Autor liegt, für den der Autor einfach geeignet ist und zu diesem er in seiner Entwicklung finden muss... Noch zu dem vielschichtig/tiefsinnig: Natürlich ist eine komplexe, auf mehrere Ebenen verteilte Geschichte interessant, jedoch besteht gerade bei diesen die Gefahr, dass man vom eigentlichen Plot abkommt und sich in Kleinigkeiten verliert... Oder den Hauptcharakter schlicht und ergreifend "vergisst"... Prominentestes Beispiel dafür: Naruto... Meines Erachtens(!) hat Kishimoto in letzter Zeit stark abgebaut und sich in viele langwierige Dinge verstrickt(teilweise auch Widersprüche und "Versueung" von Charakteren), dass es einem fast Leid tut... Glücklicherweise ist das nicht der Normalfall... Aber auch schnörkellos geschriebene Geschichten können ihren Reiz haben, wenn man eine wirkich handlungsdichte Geschichte hat... Bei Storys, wo der Schwerpunkt auf der Sprache, auf Emotionen, auf Gedanken liegt, sind Metaphern etc. natürlich wesentlicher Bestandteil... Wie erwähnt: Korrigiert mich oder widersprecht mir, sollte ich was falsch verstanden oder Mist erzählt haben... =) Für die besten Zeichner: Der Wettbewerb der Helden... Zeigt mit eurem eigenen Stil, was ihr draufhabt!!! http://animexx.onlinewelten.com/fanarts/wettbewerbe_alt/?doc_modus=detail&id=24934 |
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| > Aber der Stil selbst darf nicht unveränderlich sein... Es gibt Merkmale des eigenen Stils, die unveränderlich sind, jedoch der Stil an sich sollte sich schon entwickeln... Wie Pablo Picasso und Oliver Kahn schon meinten, dass etwas, was abgeschlossen ist, niemals als Kunst oder "gut" empfunden werden kann... Beide haben damit Recht, da immer wieder Veränderungen das eigene Leben und somit auch den Stil prägen... Wenn der Stil selbst unveränderlich wäre, hätte man ja nie die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln... > So wie ich es bei deiner Ausführung verstehe - korrigiere mich, wenn ich was Falsches schreibe - meinst du, dass es einen Stil gibt, der dem Autor liegt, für den der Autor einfach geeignet ist und zu diesem er in seiner Entwicklung finden muss... was das angeht gebe ich dir recht, man muss sich schon weiterentwickeln um den für sich passenden stil zu finden. Doch leider ist der weg dorthin nicht gerade der leichteste und die meisten verlieren sich auf dem weg dorthin. > Noch zu dem vielschichtig/tiefsinnig: Natürlich ist eine komplexe, auf mehrere Ebenen verteilte Geschichte interessant, jedoch besteht gerade bei diesen die Gefahr, dass man vom eigentlichen Plot abkommt und sich in Kleinigkeiten verliert... Oder den Hauptcharakter schlicht und ergreifend "vergisst"... > Prominentestes Beispiel dafür: Naruto... Meines Erachtens(!) hat Kishimoto in letzter Zeit stark abgebaut und sich in viele langwierige Dinge verstrickt(teilweise auch Widersprüche und "Versueung" von Charakteren), dass es einem fast Leid tut... ich finde zwar nicht das Kishimoto abgebaut hat, dennoch muss ich zugeben das er in letzter zeit dazu neigt sich in der Komplexität seines eigenen werks zu vergessen. > Wie erwähnt: Korrigiert mich oder widersprecht mir, sollte ich was falsch verstanden oder Mist erzählt haben... =) ganz im gegenteil, du hast die situation sehr gut beschrieben. Ich musste wirklich ne ganze weile überlegen was ich darauf antworte, ich hoffe das ich es nicht zu flach angedeutet habe bzw. meine antwort nicht zu lau und inhaltslos daherkommt. Wenn Blödheit den Menschen in den Selbstmord treiben könnte,wäre Überbevölkerung wahrscheinlich kein Thema mehr auf dieser Welt. Aber wir hätten ein Problem mit der Enge auf unseren Friedhöfen. ^-^ |
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| keine Sorge... Ich bin jetzt zwei jahre hier bei Mexx und da mach ich mir über zu flach ausgedrückte Dinge keine Gedanken mehr... =) Aber das ist hier - in solch eher ernsthafteren Threads - glücklicherweise nicht der Fall... Nur kurz zu "Naruto": Ich möchte schnell meine Meinung des Mangas begründen... Ich war noch nie ein Fan von Herrn Uchiha Sasuke... Das ist halt so... Aber er hat sich gerade in Shippuuden zu einer, wie ich finde, Sue entwickelt... Er ist so toll geworden, dass er mittlerweile alles kann... naja... =) und noch schnell zu deiner Signatur: Blödheit ist ein Schutzreflex... meistens... deswegen kann Blödheit niemanden in den Selbstmord treiben... Für die besten Zeichner: Der Wettbewerb der Helden... Zeigt mit eurem eigenen Stil, was ihr draufhabt!!! http://animexx.onlinewelten.com/fanarts/wettbewerbe_alt/?doc_modus=detail&id=24934 |
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| Mir ist ne simple Möglichkeit eingefallen um diesen "Komentarwettbewerb" zu zerschlagen. Die meisten angeln sich FF mit VIELEN Komentaren, nach dem Motto "Je mehr umso besser". Wer viele Komentare hat wird öfters angeklickt und kriegt noch mehr. Aber wenn die ANZAHL der Komentare in den FF nicht mehr angezeigt werden, gibt es keinen Wettbewerb mehr nach Komentaren. Oder nicht mehr so stark. Beispiel heute: Naruto-FF mit Pairing 1100 Komentare Naruto-FF mit Pairing 8 Komentare Welche FF wird wohl nur aufgrund der Komentaranzahl als BESSER angesehen und daher öfters angeklickt? Die mit 1100 Komentaren. Doch wenn da nun folgendes stände: Naruto-FF mit Pairing 0 Komentare Naruto-FF mit Pairing 0 Komentare weil Komentare nicht mehr angezeigt werden als Zahl in der FF-Übersicht, ist der Wettbewerb nach Komentaren unterbrochen und auch FF mit geringer Komentaranzahl werden öfters gelesen, da die "NEGATIVE WERBUNG" (8 Komentare sind ja wenig) nicht mehr existiert. |
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| Prinzipiell ein ganz guter Vorschlag (nur, dass man das mit den Kommentaren ganz weglassen sollte, anstatt einer 0, das erweckt dann auch wieder einen negativen Eindruck find ich .__.) Aber andererseits.. kann man dann immer noch auf die Kommentarseite gehen vor dem Lesen (und sei es nur der Gewohnheit wegen) und wenn einem dann da x Seiten entgegen schlagen oder eben nur eine mit ein paar wenigen Comments ist das Problem immer noch das Selbe, oder nicht? =/ Ganz abschaffen wäre halt aber auch irgendwie.. blöd. Oder meintest du es so, dass man generell nur über die FF dann auch über den Link unten zu den Comments kommt und es aus der Übersicht ganz raus nimmt? Das könnte schon eher funktionieren. Mh. Leider bleibt das Problem, das viele ja einfach auch gar keine Qualität oder irgendwas anspruchsvolles wollen, Hauptsache Chara A und B machen irgendwie rum >____> (und mal ehrlich.. Kommentare ala "oh geil, schreib schnell weiter *sabber*" braucht.. niemand xOx) und sei es noch so sinnlos und voller Rechtschreibfehler. Die Leute, die wirklich nach gut geschriebenen und anspruchsvollen Sachen suchen werden den Fics mit sehr hohen Kommentarzahlen von vornherein misstrauisch gegenüberstehen (mich zB schreckt es ab, wenn eine Fic mit lauter 800-Wörter Kapiteln pro Kapitel bis zu 100 comments hat . . . meistens reicht da dann ein kurzer Blick ins 1. chap ums gleich sehr schnell wieder zu schließen xD) |
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| Je anspruchsvoller man schreibt, desto eher glaubt man auf eher billige Methoden der Spannungserzeugung (Blutvergießen, etc) verzichten zu können. Da man aber schlecht "Ich schreibe ganz anspruchsvoll und habe einen sehr guten Stil" in die Kurzbeschreibung schreiben kann, interessiert sich ein Großteil der Leserschaft dann eben nicht mehr für die Geschichten. Hier sind die Leser eben schlechte Geschichten gewöhnt, und schlechte Geschichten sind nur dann interessant zu lesen, wenn darin möglichst viel passiert. Je nach Genre eben Blutvergießen, explizit beschriebener Sex oder schnulzige Liebesschwüre. “This is not a novel to be tossed aside lightly. It should be thrown with great force.” (Dorothy Parker) |
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| >Je anspruchsvoller man schreibt, desto eher glaubt man auf eher billige Methoden der Spannungserzeugung (Blutvergießen, etc) verzichten zu können. Wenn ich böse wäre: Dann glaubt man viel und nimmt noch mehr an und für mich spricht das von einer argen Einschränkung. Blutvergießen und all die Sachen haben nichts mit Anspruch oder dem Fehlen davon zu tun. Nur weil das deutsche Literaturdiktat besagt, dass eine Geschichte bar jeder Action sein muss, um gut zu sein, bedeutet das noch lange nicht, dass es recht hat - ich würde eher das Gegenteil sagen. Sci-Fi und Fantasy nebst Horror fallen ja auch unter halben Schund laut diesen fröhlichen Diktat (wobei man solche Sachen wie die von Kafka als hochanspruchsvoll ansieht *lacht*) Dabei vergisst man gerne mal, dass einige Klassiker alles andere als Blutvergiesfrei sind, harmlos wären oder irgendwas anderes (ich glaube die Naturalisten waren da nicht ganz so zurückhaltend, die klassischen Werke wie die älteren Faust-Vorlagen, englische zu Hauf und noch ältere wie "Die göttliche Komödie", die gleich mit sehr viel lustige aufwartet). Und selbst wenn man das alles außer Acht lässt, fehlt mir noch immer eine sinnige Begründung dafür, wieso Blutvergießen etc. "billige Methoden der Spannungserzeugung" wären. |
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| Die besten Fantasybücher die ich kenne beschreiben weder Gemetzel noch Sex detailliert, und Liebesbeziehungen werden meist eher zurückhaltend beschrieben als dass man seitenlang Liebesschwüre lesen darf. Das einzige, womit nicht gespart wird, ist Humor. Wohlgemerkt: Ich habe nicht von völligem Verzicht auf bestimmte Handlungselemente gesprochen (wobei sich wirklich gute Autoren auch das leisten können - Jane Austen beispielsweise, Kafka auch, obwohl ich Kafka eher deprimierend zu lesen finde), sondern davon, dem Leser keine detaillierten Beschreibungen zu liefern. Blutvergießen, etc, sind "billig" weil man sie sich nicht, wie einen guten Stil oder Vielschichtigkeit der Handlung, erarbeiten muss. Man muss es einfach nur hinschreiben. Das kann jeder, und es tut auch jeder, und es ist die einfachste Methode an Leser zu kommen. Wenn man versucht hat, sich ein höheres Niveau zu erarbeiten, und dabei gelernt hat, dass ein guter Stil eben nicht ist, bei einer Liebesgeschichte die Gefühle der Hauptpersonen in aller Deutlichkeit vor dem Leser auszubreiten, wenn man versucht, eher zarte Andeutungen zu machen...dann verliert man Leser. Vielleicht irre ich mich aber auch, und es steht und fällt, zumindest bei Animexx, alles damit, ob man findet, dass man lange genug Fanfiction geschrieben hat und zu etwas eigenem übergehen könnte. Wie sich die Leserzahl verändert, wenn man zu Fanfiction übergeht, habe ich nämlich noch nicht ausprobiert. “This is not a novel to be tossed aside lightly. It should be thrown with great force.” (Dorothy Parker) |
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| Zuletzt geändert: 07.11.2009 12:40:05 |
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| >Die besten Fantasybücher die ich kenne beschreiben weder Gemetzel noch Sex detailliert, und Liebesbeziehungen werden meist eher zurückhaltend beschrieben als dass man seitenlang Liebesschwüre lesen darf. Was auch immer "detailiert" für dich bedeutet. Brutalität kann natürlich auch ohne jede Detailiertheit beschrieben werden. Das ist meiner Meinung nach aber weder schwerer noch leichter als bei expliziten Darstellungen - es kommt nur auf das "Setting" an und was man als Ausgangslage nimmt. Es ist z.B. nicht so schwer etwas als schlimm darzustellen, was bereits gegen die moralischen Grundsätze unserer Gesellschaft verstößt - und nichts anderes machen eigentlich fast alle Schreiber. Wobei es ja eigentlich in Anbetracht aller Tatsachen wohl doch schwerer ist, mit Blutvergießen etwas zu schaffen, was als "gut" durchgeht. Grund? Weil die Leute eben Blutvergießen explizit dargestellt gleich mit "schlecht" in Beziehung bringen und mit dem ominösen "macht man nicht". >Blutvergießen, etc, sind "billig" weil man sie sich nicht, wie einen guten Stil oder Vielschichtigkeit der Handlung, erarbeiten muss. Man muss es einfach nur hinschreiben. Das kann jeder, und es tut auch jeder, und es ist die einfachste Methode an Leser zu kommen. Glaubhafte Darstellung von Blutvergießen bzw. eine bestimmte Stimmung dabei zu erschaffen sind meiner Meinung nach durchaus schwer. Ich nehme da immer gerne Filme als Beispiele, in denen ja die Möglichkeit der Explizitheit nicht zu schlagen sind. Am Ende gibt es aber dort gewaltige Unterschiede, wie es dargestellt wird...von "cool" über "lustig", "unterhaltsam", "grausam" etc. Es wird nicht immer dasselbe Gefühl dabei erweckt, es dient nicht immer demselben Zweck. Und einen guten Stil kann man wohl kaum in die Gleichung miteinbeziehen, da der über alles in der Geschichte entscheidet. Ohne einen "guten" Stil wird man nichts so transportieren können, wie man es will. Und eine vielschichtige Handlung...ich rätsle jetzt gerade, was genau für dich darunter fallen würde. Für mich persönlich ist es eine Kunst für sich, gute Unterhaltung zu schreiben - und genauso schwer wie die bemüht anspruchsvollen Werke (man beachte das bemüht). >Vielleicht irre ich mich aber auch, und es steht und fällt, zumindest bei Animexx, alles damit, ob man findet, dass man lange genug Fanfiction geschrieben hat und zu etwas eigenem übergehen könnte. Ich weiß es nicht, aber traditionell dürften Schreiber in bekannten Fandoms von beliebteren Themen, die halbwegs ansprechend schreiben, wohl sehr viele Leser mitziehen können - besonders jetzt, wo man Autoren ja auch favorisieren kann (wobei ich nicht weiß, ob das jetzt schon halbwegs funktioniert). (Und was den Verzicht auf bestimmte Handlungselemente angeht: Kafka hat durchaus auch einige explizite Stellen in seinen Werken - zumindest soweit ich mich erinnere. Verrottende Äpfel im Panzer, Nadeln, die einen wie ein wild gewordener Tattooapparat durchstechen und dann in die Grube werfen...aber ich persönlich finde Kafka nicht so überragend toll) |
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| ich schreibe zb sehr schnell und habe schon 5 FFs. Trotzdem habe ich kaum Kommentare :(( |
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| Das tut mir total leid. Wenn man keine Rückmeldung bekommt, kann das natürlich bitter sein. Dennoch sehe ich den Sinn deines Posts nicht. Meinst du also, deine FF seien gehoben, niveauvoll und würden eben deshalb nicht gelesen werden? Ich habe mir mal erlaubt, durch deine FFs zu blättern und ich muss sagen, dass du einen ziemlich einprägsamen Stil hast, der, so denke ich, die Massen durchaus anspricht. Du könntest ja einen Link in deine Signatur einbauen, um deine FFs zu promoten, das soll ganz hilfreich sein. Ansonsten stehe auch ich dir für umfangreiche Kritik zur Verfügung. Gerade die Koryphäen, die hellen Lichter unter den FF-Schreibern und Autoren werden mit wenig Lesern und noch weniger Kommentaren gestraft, welch grausame, grausame Welt. Ich bin jedenfalls bereit, zu helfen. Immer mit Motivation und Ehrgeiz schreiben, das ist meine Devise! Wenn du dein Herzensblut in deine Werke fließen lässt, wird das schon noch was. Früher oder später wirst du viele Leser und Kommentare bekommen. Halt die Ohren steif. |
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| Ich muss ehrlich sagen, dass es meiner Meinung nach (und auch nach Meinung einiger Literaturwissenschaftler) einen großen Unterschied zwischen *Fanfiction* und anderen Literaturformen geht. Schon alleine in Bezug auf die Adressaten. Wenn mit "Niveau" also gemeint ist, eine überzeugende linguistische Tiefe zu übermitteln, dann muss ich der Frage zustimmen, im Fanfic-Bereich bedeutet mehr "Niveau" weniger Leser. Ich muss allerdings widersprechen wenn es heißt, bestimmte thematische Blöcke wären sinnbildhaft für Niveau. Themen sind meiner Meinung nach subjektiv - beispielsweise Popliteratur, die sich doch mit eher trivialen Alltäglichkeiten beschäftigt (Banana Yoshimoto sei als Beispiel genannt) hat doch auch literaturwissenschaftlich gesehen große Bedeutung. Was allerdings nicht so toll ist, ist die Geschichte nur zu bestimmten Punkten voranzutreiben - in Fanfics in Bezug auf Lemon leider, leider oft der Fall - und da denke ich schon, dass es viele Leser (mich leider, leider eingeschlossen) gibt, die einen schlechten Schreibstil durch ein bevorzugtes Pairing oder ein bestimmtes sexuell konnotiertes Thema wieder aufwiegen lassen. |
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| > Jeder Fanfiction- oder Originaleschreiber entwickelt sich weiter. > Man probiert neue Schreibweisen aus, lässt seine Charaktere anders handeln, lässt sich neue Stories einfallen. > (Auch ich versuche das, klar. Man will dem Publikum ja schließlich etwas bieten XD~) > Eigentlich sollte sich sowas ja positiv aufs 'Geschäft' (soll heißen: Mehr Leser, mehr Kommentare etc~) auswirken. > Warum geht die Rechnung dann nicht auf? Wieso überliest der durchschnittliche Animexxfanfictionleser die wirklich guten Geschichten und konzentriert sich auf den Einheitsbrei? > ... > Oder bilde ich mir das alles nur ein? > > spross > Tiefsinnig? Liest du gerne die deutschen Klassiker? Ich nicht. Vielleicht zu viel Niveau, vielleicht besitze ich nicht die nötige Reife. Aber allgemein (nicht nur in der Schule) heisst es doch, dass das die beste Lektüre sei. Ich glaube, die Leute lesen gerne alltägliche Geschichten, oder eben solche, in der gewissen Handlungsverläufe (ganz grob: Einleitung mit Vorstellung der Charas, Hauptteil mit Gefahr und Konflikt, Schluss mit Happy End) stattfinden. Läuft eine Handlung ganz gegen eine Erwartungshaltung des Lesers, gefällt sie nicht mehr. (z.B. Shonen Ai: wenn da ein Chara sich dann doch für ein Mädchen entscheidet, ist eigentlich das Thema verfehlt) OUT NOW!.¤*¨¯`·.¸¸.¤*Killercat Chion und die rote Göttin - Desperate Daddy - Der Pakt .¤*¨¯`·.¸¸.¤*OUT NOW! http://animexx.onlinewelten.com/fanfiction/223310 http://animexx.onlinewelten.com/doujinshi.php/zeichner/185721/output/29338/ http://animexx.onlinewelten.com/doujinshi.php/zeichner/185721/output/32335/ |
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| Ich lese gerne die englischen Klassiker. Die deutschen Klassiker, sprich, das was wir in der Schule lesen mussten, gehen selten gut aus. Mir fällt keine einzige Pflichtlektüre ein, die ein Happy End gehabt hätte. Deswegen mag ich die nicht. Nicht weil mir der Tiefsinn zu viel wäre. In den beliebten Handlungsverläufen ließe sich sicher 100% mehr Tiefsinn unterbringen als üblicherweise drin ist. “This is not a novel to be tossed aside lightly. It should be thrown with great force.” (Dorothy Parker) |
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| Zuletzt geändert: 26.02.2010 12:56:16 |








