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Thread: Abtreiben?

Eröffnet am: 30.08.2006 17:31
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Von:   abgemeldet 04.10.2008 00:50
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Aber das kann doch immer passieren.
Selbst wenn ein Paar gewollt ein Kind in die Welt setzt, können sie furchtbare Eltern sein, die restlos überfordert sind.
Wie viele junge Mädchen gibt es, die einfach ein Kind wollen, weil es süß ist? Wie viele Männer gibt es, die sich kurz nach der Geburt verdrücken und nie mehr auftauchen? Oder die denken, dass kleine Babys kein Geld kosten und eh den ganzen Tag nur schlafen?

Ich finde es einfach feige zu sagen "ne, ich schaffe das nicht, ich töte das Kind lieber (bzw. verhindere seine Existenz (wobei ich da ehrlich gesagt keinen Unterschied sehe...))".
Natürlich soll das bitte jede Frau selbst entscheiden, aber ich bin absolut überzeugt davon, dass JEDE Frau und JEDER Mann, die / der geistig gesund ist, in der Lage ist, ein Kind großzuziehen und zu erziehen.
Nur wird es den potenziellen Eltern heute eben sehr "einfach" gemacht. Sie müssen sich gar nicht mehr wirklich damit auseinandersetzen, weil eh sofort alle "abtreiben!" schreien.
~sleep all day party all night
never grow old never die
it`s fun to be a vampire(69)~
Zuletzt geändert: 04.10.2008 00:51:02



Von:    AidennQueen 04.10.2008 12:37
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Ich muss dazusagen, dass ich es genauso bescheuert finde, wenn ich höre "ich will ein Kind weil ich Babys so süß finde" und das, was du sonst so sagst.

Außerdem ging es mir nicht darum, dass jemand "ich schaff es nicht" als Ausrede nimmt, sondern eher, ein allgemeines Argument gegen "Wer ficken kann, kann auch erziehen" anzubringen.

Ich finde absolut nicht, dass jeder Mensch erziehen kann.
Es gibt unterschiedliche Charaktere... nicht umsonst ergreifen manche Menschen erzieherische Berufe und andere können sich das überhaupt nicht vorstellen.
IA! IA! KUTULU! FHTAGN!
IA! R'LYEH! KUTULU! FHTAGN!



Von:   abgemeldet 04.10.2008 14:56
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Klar, aber für mich ist das einfach kein Argument.
Vielleicht ein Argument um erst gar nicht schwanger zu werden, aber sicher keines, um das Kind dann zu töten.
Denn warum sollte das Kind wegen der eigenen Unfähigkeit leiden müssen?

Ich spreche ja auch von dem Fall, dass man erziehen muss, nicht, dass man es gerne möchte oder es sich sogar als Beruf vorstellen kann.
Aber ich bin schon der Meinung, dass, wenn man eben in die Situation kommt, in der Lage ist, das Kind großzuziehen und zu einem halbwegs anständigen Menschen zu erziehen. Dass andere Menschen da mehr bzw. weniger Spaß dran haben, streite ich gar nicht ab, aber rein vom Können her, ist es immer möglich.
~sleep all day party all night
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Von:   abgemeldet 04.10.2008 21:21
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Ausnahmsweise muss ich anmerken, dass ich inzwischen beinahe fast zu der Überzeugung gekommen bin, dass manche wirklich schlicht zu blöd sind, um ein Kind zu erziehen. Und ich meine nicht nur erziehen irgendwie ... sondern gescheit.

Das ist sehr schade ... generell will ich auch nicht, dass Kinder abgetrieben werden, finde aber, dass das die Entscheidung der jeweiligen Frau sein sollte. Ich will da auch niemanden pauschal deswegen verurteilen.

(-_(-_(-_(-_(-_-)_-)_-)_-)_-)
WIR SIND VIELE!

-P.U.R.E. Child-



Von:   abgemeldet 05.10.2008 04:24
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Dass es Menschen gibt, die sich nicht um ihre Kinder kümmern und zu faul sind, sie zu erziehen, ist klar, aber ich gehe ja rein von der Möglichkeit aus. Und solange man eben halbwegs gesund ist, kann man seinem Kind auch Werte vermitteln und es erziehen. Ob man das dann auch tut, ist ja eine ganz andere Frage.
Aber dennoch ist es doch irgendwie sehr ungerecht, wenn das Kind sterben muss, nur weil seine Eltern Vollpfosten sind. Dafür kann das Kind ja nichts.

>generell will ich auch nicht, dass Kinder abgetrieben werden, >finde aber, dass das die Entscheidung der jeweiligen Frau sein >sollte.

Das sowieso.

>Ich will da auch niemanden pauschal deswegen verurteilen.

Ich will das auch nicht, auch wenn ich zugeben muss, dass es mir öfter mal passiert. Das liegt einfach daran, dass ich eine Abtreibung absolut nicht gutheißen kann und die Haltung "Abtreibung ist doch okay und voll nix Schlimmes" ist für mich schlicht nicht nachvollziehbar und macht mich auch sehr traurig.
Allerdings kenne ich ja selbst Mädchen, die abgetrieben haben und mit denen komme ich auch gut aus, ohne sie mit Steinen zu bewerfen oder ständig zu beschimpfen ;)
~sleep all day party all night
never grow old never die
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Von:   abgemeldet 05.10.2008 10:34
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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@lostvampire: Davon ging ich aus ;).

Ich hab auch Freunde, die ich in mancher Hinsicht und für manche Tat und Meinung ohrfeigen könnte ... so ist das nunmal zwischen Menschen :).

Ja, theoretisch sollte was wohl jedem möglich sein. Traurig ist nur, dass viele Menschen es nicht mehr für wichtig halten, Werte zu vermitteln oder sich um den Entwicklungsprozess eines Kindes Gedanken zu machen. Wenn ich bei mir im Laden manchmal Familien beobachte, ist mir schon klar, woher das ganze Elend kommt *sigh*.

Habe allerdings auch eine Bekannte, die sogar noch ein Jahr jünger ist als ich und ihr Baby bekommen hat und sich ziemlich an der Kleinen freut. Und ich denke, dass es mit der Erziehung auch was wird ... das sind so die Sachen.
(-_(-_(-_(-_(-_-)_-)_-)_-)_-)
WIR SIND VIELE!

-P.U.R.E. Child-
Zuletzt geändert: 05.10.2008 10:37:01



Von:   abgemeldet 06.10.2008 00:02
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
Abtreibung find ich ist ein sehr schweres Thema. ICh finde es vollkommen okay wenn sich junge Mädchen unter 18- 20 für einen Abbruch entscheiden. Genauso wie Schwangerschaftsabbruch nach einer Vergewaltigung. Generell- Abtreibungen vor dem 3 Monat sind ok meiner Meinung nach. Schlimm wird es nur, wenn man sich nicht genug Gedanken gemacht hat, oder keine gute Beratung hatte und nach der Abtreibung psychische 'Schäden' bekommt. Sowas glaube ich- muss furchtbar sein.

Was ich grauenhaft finde ist: Behinderte Kinder kann man bis kurz vor der Geburt abtreiben lassen. Wieso? Als wären Behinderte nicht wert zur Welt gebracht zu werden. Natürlich ist es bestimmt nicht immer leicht ein Behindertes Kind zu erziehen und sich um es zu kümmern. Aber ein vollentwickelten Mensch einfach loszuwerden nur weil er eventuell Schwierigkeiten machen würde? Dasist sehr trauig.



Von:    FULLMOONCHAN 06.10.2008 00:11
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Leicht zu sagen, dass man behinderte Kind nicht abtreiben soll, aber behinderte Kinder sind eine schwere Belastung für dein ganzes Leben.
Wenn man das nicht mitmachen kann! seelisch sowie körperlich, sollte mans sich und auch dem Kind ersparen. Ich war in einer behinderten Schule und hatte auch einen Pflegefall in der näheren Umgebung und das ist eine seelische Strapaze die nicht jeder schafft.(also sich 24h um die zu kümmern)
Leichte Behinderungen sollten kein Grund sein, aber wenn ein Kind 100% pflegebedürftig ist, ist das echt schwer zu entscheiden und man kann sein Kind ja dann auch schlecht abschieben, wenns einem zuviel ist.
Mal davon abgesehen, dass das fürs Kind auch nicht toll wäre.
♥ Ich bin manchmal lieb und manchmal böse, aber immer ein Kampf-Uke!!!!♥
Zuletzt geändert: 06.10.2008 00:25:35



Von:    Aho 06.10.2008 00:25
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Da kann ich nur zustimmen. Ich habe ein Praktikum in einem Behindertenheim gemacht und in der Gruppe in der ich war, waren vier erwachsene Jungs, von denen zwei Brüder waren, keiner von Beiden konnte sprechen, einer saß im Rollstuhl und hatte oft starke Krampfanfälle. Die Mutter der Beiden kam einmal pro Woche vorbei, ihre Ehe hatte auch nicht gehalten. Die Jungs sind auch kräftig, alleine auf die aufzupassen ist schier unmöglich und es hätte für die Frau keine Alternative gegeben, als sie ins Heim zu stecken, denn man kann sie keine einzige Sekunde allein lassen, nachts müssen sie an den Betten fixiert werden, tragen ihr Leben lang Windeln und was weiß ich nicht alles. Wer ein behindertes Kind zur Welt bringt und sich vornimmt, sich darum selbst zu kümmern, der opfert quasi sein Leben. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, bis das Kind stirbt, denn oft sterben sie ja auch sehr sehr früh.



Von:   abgemeldet 06.10.2008 14:36
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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@Caveau
Dass Frauen nach einem Abbruch oftmals sehr darunter leiden, hat absolut nichts mit mangelnder Aufklärung zutun. Viele Frauen denken vorher einfach, dass es sie nicht stören wird und dass sie nie wieder an das Kind denken werden, tja, falsch gedacht.

Was behinderte Kinder angeht: Sehe ich absolut genauso wie du!

@FULLMOONCHAN

Es ist mMn viel leichter gesagt, dass man sein eigenes (!) Kind, auf das man sich erst monatelang gefreut hat, plötzlich töten kann, nur weil es krank ist. Tut mir Leid, aber allein der Gedanke ist doch schon mehr als abartig, mal ganz abgesehen davon, dass man nie zu 100% sagen kann, ob und wie schwer behindert das Kind sein wird.
Dazu muss man zum Beispiel eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen lassen, wovon ich jeder Frau dringend abraten würde! Dann kann es nämlich wirklich passieren, dass man seinem vorher gesunden Kind schadet und ob man sich das jemals verzeihen kann..?

>Wenn man das nicht mitmachen kann! seelisch sowie körperlich,

Dann soll man erst gar nicht schwanger werden, sondern sich sein perfektes Katalogkind bestellen. Meine Güte, es gibt IMMER Risiken bei einer Schwangerschaft!

>sollte mans sich und auch dem Kind ersparen.

Dem Kind ersparen?! Also bedeutet „ersparen“ für dich „töten“, ja?
Man erspart dem Kind doch nichts, wenn man es erst gar nicht leben lässt! Man denkt in keiner Sekunde an das Kind! Würde man das tun, dann wäre klar, dass man es auf jeden Fall austrägt, weil man sein Kind, gerade wenn es krank ist, beschützen will.
Nein, man denkt nicht daran, dass im eigenen Körper ein fast fertiger Mensch ist, man denkt nur an sich.
Aber glaub mir, danach wird man in den meisten Fällen erstrecht psychische Probleme bekommen.
Denn wenn ich erst so spät abtreibe, dann weiß ich ja schon, was für ein Geschlecht mein Kind hat. Vielleicht hat es schon einen Namen, vielleicht habe ich ihm schon Klamotten und Spielsachen gekauft. Und dann töte ich es? Also ein normaler Mensch könnte das sicher nicht so einfach.


>Ich war in einer behinderten Schule und hatte auch einen Pflegefall in der näheren Umgebung >und das ist eine seelische Strapaze die nicht jeder schafft.(also sich 24h um die zu kümmern)

Dann muss man sich Hilfe holen.

>Leichte Behinderungen sollten kein Grund sein, aber wenn ein Kind 100% pflegebedürftig ist, ist >das echt schwer zu entscheiden

Aber das weiß man vor der Geburt nicht, außer es sind wirklich so gravierende Sachen wie Anenzephalus oder eine ähnlich schlimme Krankheit.

>Mal davon abgesehen, dass das fürs Kind auch nicht toll wäre.

Ich kenne viele behindere Kinder, die ein sehr schönes Leben haben und keins von ihnen wäre lieber tot! Tut mit Leid, aber man sollte erstmal nachdenken, bevor man meint, sagen zu können, andere Menschen wären lieber tot.

Wenn man selbst nicht mit der Behinderung umgehen kann, okay, aber dann ist es die eigene Schwäche, die eigene Unfähigkeit und das eigene Versagen. Da wird keiner kommen und einem auf die Schulter klopfen und sagen „Super! Du hast dem Kind einen gefallen getan! Du bist echt ein Engel!“

@Arienette

>Wer ein behindertes Kind zur Welt bringt und sich vornimmt, sich darum selbst zu kümmern, der >opfert quasi sein Leben.

Wenn man nicht immer bereit ist, sein Leben für das seiner Kinder zu opfern, dann sollte man keine bekommen.

>Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, bis das Kind stirbt, denn oft sterben sie ja auch sehr sehr früh.

Na was für ein Glück
Gerade wenn die Kinder keine hohe Lebenserwartung haben, sollte man ihnen die kurze Zeit, die man mit ihnen hat, nutzen. Menschen, die ihr Kind nicht lieben können, nur weil es krank ist, sind selbst nicht ganz gesund.

~sleep all day party all night
never grow old never die
it`s fun to be a vampire(69)~



Von:    FULLMOONCHAN 06.10.2008 23:51
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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hilfe holen kostet verdammt viel geld auch mit pflegestufe oder man schiebt sein kind in ein pflegeheim ab(was ja auch ne stande geld kostet).
ob es in nem pflegeheim besser hat sei dahin gestellt.

ich glaube einfach, viele machen sichs zu einfach.
Keiner weiß, was in einer Frau wirklich vor geht, die wirklich so ein Kind abtreibt. ALso sollte man sie auch nicht verurteilen.
Man fragt zwar das Kind nicht, ob es sterben will, ABER man fragt das Kind ja auch nicht ob es den leben will. Wenn es sich sein Leben lang vom Fremden den Hintern abwischen lassen muss, füttern lassen muss, nichts allein zb. machen kann, vielleicht nichtmal was groß mitbekommt?

Ich spreche nicht von leichten Behinderungen sondern von schweren.

Ich bin vielleicht etwas abgebrüht bei dem Thema, aber ich kenne auch genug Kinder denen das Leben so alles andere als gut gefällt. Und bevor mir wieder jemand was in den Mund legen will, nein..ich sag nicht, dass alle Kinder so denken.
Man sollte sich vielleicht selber mal in die Lage des Kindes versetzen, dass die Behinderung hat und dann in die der Mutter. ^^;
♥ Ich bin manchmal lieb und manchmal böse, aber immer ein Kampf-Uke!!!!♥
Zuletzt geändert: 07.10.2008 00:50:17



Von:   abgemeldet 07.10.2008 04:16
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Glaub mir, ich verstehe wirklich, wenn man sein behindertes Kind abtreibt, weil man es selbst nicht schafft, weil man nicht die Kraft und / oder das Geld hat.
Was mich einfach mehr als stört, sind Sätze wie "ich tue dem Kind damit einen Gefallen", denn das ist selbstbetrug und nichts anderes!
Und damit macht man es sich verdammt einfach, nicht andersrum.
Glaub mir, ich würde mein Kind sicher bekommen und ich würde nicht wissen, ob es behindert ist oder nicht, weil ich keine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen würde.
Ich WEIß, dass ich es bekommen würde, weil ich es mir nie im Leben verzeihen könnte, wenn ich dieses Kind töten würde, nur weil es krank ist.

>Man fragt zwar das Kind nicht, ob es sterben will, ABER man >fragt das Kind ja auch nicht ob es den leben will.

Gott gibt das Leben und Gott nimmt es, mMn sollte ein Mensch da gar nichts mitzureden haben (jetzt auf mich bezogen, bevor mir gleich was unterstellt wird.)

>Wenn es sich sein Leben lang vom Fremden den Hintern abwischen >lassen muss, füttern lassen muss, nichts allein zb. machen kann, >vielleicht nichtmal was groß mitbekommt?

Aber niemand weiß, wie es dem Kind geht. Wie gesagt kenne ich behinderte Kinder, einige sogar. Und sie strahlen alle eine unheimliche Freude aus, sie sind alle liebenswert. Ja, sie leben in ihrer eigenen Welt, aber da muss es ihnen ja nicht schlecht gehen. Sicher haben viele auch oft Schmerzen, was sehr schlimm ist, aber sie haben Eltern, die sie lieben, sie lachen oft, spielen u.s.w.
Und ich denke, dass auch nur ein einziger schöner Tag auf Erden, besser ist, als nie gelebt zu haben und von der eigenen Mutter weggeschmissen zu werden.

>Ich spreche nicht von leichten Behinderungen sondern von >schweren.

Wie gesagt, wie willst du das feststellen?
Klar, wenn deinem Kind ein Bein fehlt oder es sehr stark entstellt ist, dann kann man es sehen, aber sonst...? Dann musst du wirklich eine derartige Untersuchung machen lassen und dann bist du am Ende noch selbst schuld, wenn dein einst gesundes Baby plötzlich nicht mehr gesund ist.

>Ich bin vielleicht etwas abgebrüht bei dem Thema, aber ich kenne >auch genug Kinder denen das Leben so alles andere als gut >gefällt.

Ich kenne keines. Ich kenne Jugendliche, die so denken, weil das in dem Alter auch öfter mal "normal" ist, aber keine Kinder.

>Und bevor mir wieder jemand was in den Mund legen will, >nein..ich sag nicht, dass alle Kinder so denken.
>Man sollte sich vielleicht selber mal in die Lage des Kindes >versetzen, dass die Behinderung hat und dann in die der Mutter. >^^;

Das tue ich. Und ich will NICHT tot sein, ich will NICHT von meiner Mutter weggeschmissen werden, weil ich krank bin.
Und ich will auch mein Kind nicht wegschmeißen. Weil ich es einfach nicht könnte. Du stellst dir eine Abtreibung so einfach vor, aber glaubst du wirklich, dass es so ist?
Stell dir vor, wie du ein Wunschkind zeugst, du freust dich total, weißt, dass es ein kleines Mädchen wird, gibst ihr einen Namen, kaufst lauter rosa Sachen für sie. Klamotten, Spielzeug, Einrichtung. Richtest ein Zimmer her und dann erfährst du, dass dieses Kind, dass du über alles liebst und auf dass du dich so sehr freust, krank ist. Und dann willst du mir allen Ernstes erzählen, dass du es einfach töten kannst und danach friedlich weiter lebst?
In DIE Situation sollte man sich mal hineinversetzen.
Ganz ehrlich, lieber ein scheiß Leben, als nie gelebt zu haben.
Tot ist man noch früh genug.
~sleep all day party all night
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Von:    FULLMOONCHAN 07.10.2008 12:13
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naja...aber überleg mal.
wenn eine Mutter ihr behindertes kind bekommt, mit dem aber nicht klar kommt und es dann aber anstatt sich hilfe zu suchen, es am ende umbringt, ob beabsichtig oder nicht, da ist dann die frage, obs nicht besser gewesen wäre, es vorher schon abzutreiben, die frage.


Ob ich ein extrem behindertes Kind nicht abtreiben würde, weiß ich nicht. Ich weiß, dass ich mit Pflege von Menschen überfordert bin.Ich habs mit meinem Opa erlebt und war danach Wochenlang seelisch kaputt.
Ich weiß, dass man Kinderpflege nicht mit Erwachsenen Pflege vergleichen kann, und da ich auch Kinder liebe, würde es wohl eine sehr schwere Entscheidung werden.

Ich glaube halt einfach nicht, dass sich Mütter es leicht machen in dem Staduim abzutreiben oder nicht, aber da kommen viele Faktoren dazu, die zu der Entscheidung mit einwirken. Partner, Eltern,Hilfe vom Staat, Gelder, Situation von Arbeit ? ich denke, dass ist viel was bei so ner Sitation mit wirkt und welche Möglichkeit besteht, wie das Kind lebt.

♥ Ich bin manchmal lieb und manchmal böse, aber immer ein Kampf-Uke!!!!♥



Von:    Mona-Kaiba 07.10.2008 13:05
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Entschuldigung, dass ich mich in das Gespräch mit einmische aber:

>Ich weiß, dass man Kinderpflege nicht mit Erwachsenen Pflege vergleichen kann

Du vergisst dabei, dass dieses behinderte Kind irgendwann erwachsen wird und dann immer noch deine Pflege braucht und wenn du einmal stirbst, dann wird dein Kind in irgendeinen Heim kommen (weil sich in den seltensten Fällen jemand findet, der sich dann weiterhin um dein Kind kümmert).
Wenn man also die Entscheidung fällt, dieses Kind trotz der Behinderung am Leben zu lassen, dann sollte man dabei nicht nur an sich, sondern auch an das Kind denken. Was hat das Kind schon für ein Leben vor sich? Ist es wirklich ein Leben, für das es sich zu Leben lohnt?

Ich bin selbst strikt gegen eine Abreibung und ich liebe Kinder über alles und wünsche mir nichts mehr, als irgendwann eine kleine und glückliche Familie zu haben, aber ich wüsste auch, ich würde ein behindertes Kind trotz aller vorurteile gegen Abtreibung, abtreiben lassen.
Zum einen, weil ich weis, dass ich nicht im Stande bin, einen kranken oder alten Menschen zu Pflegen, egal, wie sehr ich ihn auch lieben mag. Zum anderen, weil ich mich auch einfach fragen muss, was für ein Leben dieses Kind haben wird. Das ganze Leben lang ans Bett oder den Rollstuhl gefesselt, vermutlich niemals imstande mit irgendjemanden zum kommunizieren und schließlich und endlich, wird es von mir allein gelassen, weil ich vermutlich eher sterben werde und sich dann niemand mehr um es kümmern will.
Also so, würde ich selbst nicht leben wollen und so ein Leben, möchte ich auch meinem Kind nicht aufzwingen, egal wie sehr ich auch darunter leiden würde, dieses Kind abzutreiben.

Außerdem, so egoistisch das auch klingen mag, irgendwie muss ich auch an mich und meine Zukunft denken, sowie an die Zukunft meiner Familie.
Ich kenne eine Familie, die ein schwer behindertes Kind hat und ich versichere, dass diese Familie oft schwer daran zu knabbern hatte.
Es musste immer jemand für das Kind da sein. Urlaub war also unmöglich. Die anderen Kinder in diesem Haushalt, hatten darunter zu leiden, dass das behinderte Kind so viel Aufmerksamkeit brauchte. Ja und auch die Ehe der Eltern ist schließlich daran zerbrochen.
Die Mutter, hat sich für ihr Kind aufgeopfert, hatte kaum Freizeit, kaum Freunde und musste sich ständig Vorwürfe machen lassen, dass sie sich zu wenig um ihre Gesunden Kinder, ihren Mann und den Rest ihrer Familie (halt Eltern und Geschwister) kümmert. Aber sie hat ihr Kind nun einmal geliebt und hat dafür die Konsequenzen getragen.
Doch bei aller Liebe, ich möchte nicht, dass mir meine Kinder und mein Mann einmal vorwerfen, dass ich sie nicht richtig geliebt habe und ich möchte auch noch irgendwann ein eigenes Leben haben und mir nicht ständig sorgen um das Leben und die Zukunft meines behinderten Kindes machen müssen.

Ich glaube einfach, dass man diese Verantwortung nur übernehmen kann, wenn man sich dazu imstande fühlt und ich gehöre nicht zu diesen Leuten und ich bin sicher, es gibt viele, die das ähnlich sehen.
Zuletzt geändert: 07.10.2008 13:06:42



Von:    FULLMOONCHAN 07.10.2008 14:57
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natürlich vergesse ichs nichts nicht.
Aber in dem Moment hast du erstmal jahre lang ein kleinkind! ehe du einen erwachsenen hast und ob es dann so schwer behindert so lange lebt, ist die frage.
schwer behinderte kinder haben nunmal oftmals eine geringere lebenserwartung.

beim rest den du geschrieben hast, kann ich allerdings nur zustimmen. ^^
♥ Ich bin manchmal lieb und manchmal böse, aber immer ein Kampf-Uke!!!!♥
Zuletzt geändert: 07.10.2008 14:58:40



Von:   abgemeldet 07.10.2008 15:34
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Aber nochmal: Woher wollt ihr vorher wissen, wie stark behindert das Kind ist?
Das kann man meistens einfach nicht feststellen.
Und es gibt auch Behinderungen, die sich erst in den ersten Lebensjahren herausbilden.

Und ob das Kind glücklich sein wird oder nicht, vermag doch hier keiner von uns zu sagen. Fakt ist, dass es sehr viele behinderte Kinder gibt, die ein schönes Leben haben.
Wie gesagt, ich denke ihr stellt euch eine Abtreibung zu einfach vor. Wenn man das machen lässt und danach selbst ein psychisches Wrack ist? Was dann?

>schwer behinderte kinder haben nunmal oftmals eine geringere lebenserwartung.

Und gerade dann sollte man die wenige Zeit, die man mit ihnen hat, nutzen.

~sleep all day party all night
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Von:    Mona-Kaiba 07.10.2008 16:09
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>Aber nochmal: Woher wollt ihr vorher wissen, wie stark behindert das Kind ist?

Also, heut zu Tage, kann man das mit einer Fruchtwasseruntersuchung ja schon recht präzise feststellen.
Meine Lehrerin (und das ist jetzt bestimmt auch mindestens 10 Jahre her) hat auch durch eine Fruchtwasseruntersuchung erfahren, dass ihr Kind schwer behindert sein würde und sie hat es damals abgetrieben.
Sie hatte dafür aber sehr gute Gründe. Sie und ihr Mann waren sich einig, dass sie das nicht schaffen würden, außerdem hatte sie damals bereits 3 andere Kinder, die ihre Mami voll und ganz brauchten. Sie hat gesagt, dass ihr die Entscheidung gewiss nicht leicht gefallen ist, aber sie hat sie für sich und ihre Familie getroffen und deswegen hat sie sie auch nicht bereut.

>Und es gibt auch Behinderungen, die sich erst in den ersten Lebensjahren herausbilden.

Das ist ja dann etwas anderes. Wenn ich ein Kind bereits zur Welt gebracht habe, dann stellt sich mir ja nicht mehr die Frage, ob ich es abtreiben lasse oder nicht. Wenn das Kind einmal da ist, dann ist es da und dann muss man eben sehen, ob man damit zurecht kommt oder nicht.
Wenn ich aber Schwanger bin und die Wahl habe, dann kann ich mir vorher überlegen, ob ich es schaffe, mich um das Kind zu kümmern oder nicht. Wenn aber nicht, was bringt es dem Kind und mir, wenn ich es auf die Welt bringe und lieben lerne, es aber weggeben muss, weil ich mit der Pflege dieses Kindes einfach nicht zurecht komme?

>Und ob das Kind glücklich sein wird oder nicht, vermag doch hier keiner von uns zu sagen. Fakt ist, dass es sehr viele behinderte Kinder gibt, die ein schönes Leben haben.

Das streitet ja auch keiner ab. Es gibt Menschen und Familien, die damit wunderbar klar kommen und dem Kind auch ein schönes Leben bieten können (und ich habe sehr viel Hochachtung vor diesen Menschen), aber es kann eben nicht JEDER und wenn hier jemand offen und ehrlich sagt, dass er es nicht könnte, dann sollte man das auch akzeptieren und diesen Menschen kein schlechtes gewissen machen.

>Wie gesagt, ich denke ihr stellt euch eine Abtreibung zu einfach vor. Wenn man das machen lässt und danach selbst ein psychisches Wrack ist? Was dann?

*hust* Also... ich weis nicht, wie viele Frauen in ihrem Leben schon eine Abtreibung vorgenommen haben und das, obwohl das Kind kerngesund gewesen wäre, nur weil sie eben gerade keine Lust auf das Kind hatten oder ähnliches und ich versichere dir, keine dieser Frauen ist ein psychisches Wrack, im Gegenteil, die sind vermutlich noch froh darüber, diese Entscheidung getroffen zu haben.
Meine Mutter hat kurz nach meiner Geburt auch eine Abtreibung vornehmen lassen, ich sage nicht, dass es ihr leicht gefallen ist, oder das es ihr nicht heute noch so manches mal Leid tut, aber sie hat das damals so entschieden, weil sie wusste, dass sie mit zwei (gesunden) Kindern einfach nicht klar gekommen wäre (ich war damals erst 6 Monate alt) und sie hat die Entscheidung auch nie in diesem Ausmaße bereut, dass sie ein psychisches Wrack geworden ist.

Ich behaupte nicht, das es mir leicht fallen würde eine Abtreibung vorzunehmen, um Himmels Willen, ich würde vermutlich sehr darunter leiden, aber ich würde damit Leben können, schließlich habe ich dies zum Wohle meiner Familie, dieses Kindes und ja, auch mir selbst getan.

>>schwer behinderte kinder haben nunmal oftmals eine geringere lebenserwartung.
>Und gerade dann sollte man die wenige Zeit, die man mit ihnen hat, nutzen.

Ja und wenn man dann Hilflos zusehen muss, wie sein Kind nach einem kurzen und vielleicht auch leidvollen Leben sterben muss, wird man kein psychisches Wrack?

Also ich glaube, dass du dir das Leben mit so einem Behinderten Kind zu einfach vorstellst. Ich weis nicht, vielleicht bist du ja stark genug dafür, aber wie ich bereits sagte, es geht nicht jedem so und das sollte man akzeptieren.



Von:   abgemeldet 07.10.2008 16:35
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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>Also, heut zu Tage, kann man das mit einer >Fruchtwasseruntersuchung ja schon recht präzise feststellen.

Und nochmal: Eine Fruchtwasseruntersuchung kann für das Kind sehr gefährlich werden! Frauen, die sowas durchführen lassen, sind einfach nur dumm, weil sie ihr Kind dadurch in Gefahr bringen und am Ende selbst für Verletzungen verantwortlich sind.
Und nein, eine Fruchtwasseruntersuchung ist auch nicht immer präzise.

>Das ist ja dann etwas anderes. Wenn ich ein Kind bereits zur >Welt gebracht habe, dann stellt sich mir ja nicht mehr die >Frage, ob ich es abtreiben lasse oder nicht. Wenn das Kind >einmal da ist, dann ist es da und dann muss man eben sehen, ob >man damit zurecht kommt oder nicht.
>Wenn ich aber Schwanger bin und die Wahl habe, dann kann ich mir >vorher überlegen, ob ich es schaffe, mich um das Kind zu kümmern >oder nicht. Wenn aber nicht, was bringt es dem Kind und mir, >wenn ich es auf die Welt bringe und lieben lerne, es aber >weggeben muss, weil ich mit der Pflege dieses Kindes einfach >nicht zurecht komme?

Aber wenn das Kind später eine Behinderung bekommt, dann muss man sich auch damit auseinandersetzen und sehen, ob man es schafft. Wenn man es nicht kann, dann wird man es zu diesem Zeitpunkt also genauso wenig können.


>Das streitet ja auch keiner ab. Es gibt Menschen und Familien, >die damit wunderbar klar kommen und dem Kind auch ein schönes >Leben bieten können (und ich habe sehr viel Hochachtung vor >diesen Menschen), aber es kann eben nicht JEDER und wenn hier >jemand offen und ehrlich sagt, dass er es nicht könnte, dann >sollte man das auch akzeptieren und diesen Menschen kein >schlechtes gewissen machen.

Das hat doch nichts damit zutun, dass ich irgendwem ein schlechtes Gewissen machen will, das kommt in der Situation dann ganz von alleine. Ich will euch einfach nur die andere Seite zeigen. Soll ich eine Abteibung denn schönreden?
Gut, ihr meint, dass ihr es nicht schaffen könnt, das ist ja eure Sache. Aber ich könnte nicht damit leben, mein eigenes Kind zu töten. Das bezieht sich aber natürlich nur auf mich, wenn ihr das könntet, dann ist es doch eure Sache und wenn ihr es später bereuen würdet, ist es auch euer Problem.
Wir sind alle nicht in dieser Situation und werden auch hoffentlich nie in ihr sein. Vielleicht denke ich dann ganz anders oder ihr denkt anders. Nur für mich ist der Gedanke an eine Abtreibung einfach furchtbar.

>*hust* Also... ich weis nicht, wie viele Frauen in ihrem Leben >schon eine Abtreibung vorgenommen haben und das, obwohl das Kind >kerngesund gewesen wäre, nur weil sie eben gerade keine Lust auf >das Kind hatten oder ähnliches und ich versichere dir, keine >dieser Frauen ist ein psychisches Wrack, im Gegenteil, die sind >vermutlich noch froh darüber, diese Entscheidung getroffen zu >haben.

Das ist eine Fehlinformation. Frag einfach mal ein paar Ärzte, die werden es dir sagen. Die meisten (natürlich nicht alle!) Frauen sind danach psychisch am Boden oder zumindest angekratzt und wenn man sein eigenes Wunschkind wegwirft, wird das jede normale Mutter mitnehmen.
Deine Mutter wollte das Kind nicht, das ist ja etwas vollkommen anderes, als wenn man das Kind will, es schon einen Namen u.s.w. hat und man es dann noch tötet.

>Ich behaupte nicht, das es mir leicht fallen würde eine >Abtreibung vorzunehmen, um Himmels Willen, ich würde vermutlich >sehr darunter leiden, aber ich würde damit Leben können,

woher willst du das jetzt wissen?

>schließlich habe ich dies zum Wohle meiner Familie, dieses >Kindes und ja, auch mir selbst getan.

Wow, da kannst du ja richtig stolz auf dich sein...
Deine anderen Kinder finden es dann sicher auch ganz toll, wenn du zu ihrem Wohl ihren Bruder / ihre Schwester tötest.

>Ja und wenn man dann Hilflos zusehen muss, wie sein Kind nach >einem kurzen und vielleicht auch leidvollen Leben sterben muss, >wird man kein psychisches Wrack?

Nein, nicht so häufig, wie sonst.
Ich kenne Leute, die Kinder mit wirklich schweren Behinderungen geboren habe, Kinder, die nur wenige Stunden gelebt haben. Lies dir mal ein paar Erfahrungsberichte durch und du wirst merken, dass diese Leute trotzdem (meistens) glücklich sind, weil sie für ihr Kind alles mögliche getan haben. Sie haben sich nichts vozuwerfen.
Natürlich KANN es auch anders sein, ist es nur meistens eben nicht.

>Also ich glaube, dass du dir das Leben mit so einem Behinderten >Kind zu einfach vorstellst.

Eben nicht. Ich kenne behinderte Kinder, einige sogar. Und ich weiß, wie schwer das alles ist und wie sehr das einen mitnimmt, aber ich werde sicher nicht mein eigenes Kind töten, nur weil ich feige und schwach bin. Das geht gegen meine Moral, gegen meinen Glauben und überhaupt alle meine Wertevorstellungen. Ich könnte mich danach nicht mehr im Spiegel betrachten, wie sollte ich das jemals verantworten können, mein eigenes Kind auf dem Gewissen zu haben?
Nein danke.

>es geht nicht jedem so und das sollte man akzeptieren.

Ich toleriere es, aber akzeptieren tu ichs sicher nicht. Schließlich geht es hier um Leben und Tod und dass man behinderte Kinder noch so spät abtreiben kann, ist in meinen Augen einfach menschenunwürdig.

~sleep all day party all night
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Von:    Mona-Kaiba 07.10.2008 17:48
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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>Frauen, die sowas durchführen lassen, sind einfach nur dumm

Ich hoffe dir ist bewusst, dass das gerade eine Beleidigung war?
Ich versteh, dass dieses Thema dir sehr nahe geht, immerhin betrifft es die meisten von uns, da viele der User irgendwann einmal Kinder wollen und niemand sich ein krankes Kind wünscht und sich trotzdem jeder irgendwann einmal damit auseinandersetzt, aber das ist kein Grund beleidigend zu werden.

>Und nochmal: Eine Fruchtwasseruntersuchung kann für das Kind sehr gefährlich werden!

Ja es KANN, aber es kann auch hilfreich sein.
Wenn man eine werdende Mutter ist, dann will man auch wissen, wie es seinem Kind geht und das erfährt man am besten durch eine solche Untersuchung. Wenn das Kind dann wirklich Krank sein sollte, hat man mehr als genug Zeit, sich an diesen Gedanken zu gewöhnen und sich schon einmal zu überlegen, wie weit man das Leben nun verändern muss, damit es für das Kind günstiger ist, wenn man es denn behalten will.
Die Eltern, die eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen lassen sind nicht dumm, sie wollen nur vorsorgen bzw. Gewissheit über die Gesundheit ihres Kind, dass kann und sollte man niemandem zum Vorwurf machen.

>Aber wenn das Kind später eine Behinderung bekommt, dann muss man sich auch damit auseinandersetzen und sehen, ob man es schafft. Wenn man es nicht kann, dann wird man es zu diesem Zeitpunkt also genauso wenig können.

Vermutlich bin ich gerade etwas hinten dran aber... wo liegt da der Unterschied zu dem, was ich geschrieben habe?

>Soll ich eine Abteibung denn schönreden?

Natürlich nicht!
Ich habe auch gesagt, dass eine Abtreibung für mich Mord wäre. Aber! Ich ziehe irgendwo auch ganz klar die Notbremse! Bestes Beispiel sind die Frauen, die ihr Kinder nach der Geburt ersticken oder verhungern lassen. Sollten die es nicht lieber abtreiben, als es dann bei vollem Bewusstsein zu Tode zu quälen?
Wir wissen zwar nicht, wie viel die Kinder in diesem Stadium der Schwangerschaft im Mutterleib schon wahrnehmen, aber ich bin der festen Überzeugung, dass eine Abreibung weniger Qualvoll für das Kind ist, als wenn es erstickt oder erfriert.
Die Notbremse ziehen, bedeutet für mich auch, ein Behindertes Kind abzutreiben, wenn ich weiß, dass ich nicht imstande sein werde, ihm ein glückliches Leben zu bieten. Ein Kind auf die Welt zu holen, von dem ich weis, dass es am Ende doch nur leiden wird, erscheint mir ungerecht, dem Kind gegenüber.

>Gut, ihr meint, dass ihr es nicht schaffen könnt, das ist ja eure Sache. Aber ich könnte nicht damit leben, mein eigenes Kind zu töten. Das bezieht sich aber natürlich nur auf mich, wenn ihr das könntet, dann ist es doch eure Sache und wenn ihr es später bereuen würdet, ist es auch euer Problem.

Das ist absolut richtig, es ist allein unser Problem, selbst wenn wir uns danach von der nächsten Brücke stürzen würden, ginge dich das nichts an. Das ist nämlicher UNSER Leben und das sind UNSERE Entscheidungen. Dafür sollten wir uns weder rechtfertigen, noch schämen müssen. Du tust so, als würden wir ein verbrechen begehen, aber worin besteht das verbrechen, ein Kind vor einem Leben zu schützen, in dem es einfach nicht Glücklich werden kann? Wenn ein Kind ins Feuer fassen will, dann hältst du es doch auch auf, damit es sich nicht verbrennt, oder nicht?

>Nur für mich ist der Gedanke an eine Abtreibung einfach furchtbar.

Für mich ist er furchtbar, so lange ich weis, dass ich dem Kind ein gutes und sicheres Leben bieten kann. Jedoch muss ich auch ganz klar sagen, wenn meine beste Freundin ihr Kind jetzt abtreiben würde, weil es ungelegen kommt, dann würde ich ihr das auch nicht zum Vorwurf machen. Jeder sollte diese Entscheidung für sich selbst treffen können und dürfen, ohne dafür verachtet zu werden.
Das Kind kann leider die Entscheidung, ob es Leben will oder nicht, nicht selbst treffen, also müssen wir das für es tun und dann auch mit den Konsequenzen leben, die vielleicht schrecklich sein können, aber nicht schrecklich sein müssen, egal wie die Entscheidung ausfällt.

>Frauen sind danach psychisch am Boden oder zumindest angekratzt und wenn man sein eigenes Wunschkind wegwirft, wird das jede normale Mutter mitnehmen.

Also ich habe ja gerade nicht von Wunschkindern gesprochen.
Aber natürlich hast du recht, angekratzt ist man danach sicherlich. Aber man wird nicht gleich ein psychisches Wrack, zumindest nicht, wenn man gründlich über seine Entscheidung nachgedacht hat und auch dazu steht.
Wem hinterher erst klar wird, dass er es hätte anders machen sollen, der hat offenbar vorher nicht gründlich genug darüber nachgedacht und dann braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn es einem hinterher schlecht geht, denn leichtfertig sollte man so ein Leben nicht wegwerfen.
Auch ich würde vermutlich erst mit meiner Familie und meinem Partner darüber reden und gründlich darüber nachdenken, aber wenn ich dann immer noch der selben Meinung bin wie jetzt, dass ich damit nicht umgehen könnte, dann würde ich diese Entscheidung treffen und dabei vielleicht weinen, aber immer im Hinterkopf haben, dass ich die beste Entscheidung getroffen habe, die ich für dieses Kind, meine Familie und mich treffen konnte.

>Deine Mutter wollte das Kind nicht, das ist ja etwas vollkommen anderes, als wenn man das Kind will, es schon einen Namen u.s.w. hat und man es dann noch tötet.

Das ist so nicht richtig.
Meine Mutter hat meinen Vater gefragt, ob er ihr mit dem Kind helfen würde, weil ich nun einmal ein sehr anstrengendes Baby war und sie alleine mit zwei kleinen Kinder nicht klar kommen würde und mein Vater hat damals gesagt, er würde ihr nicht helfen (frag mich nicht warum! Mein Vater war damals halt so drauf.) und da hat meine Mutter erkannt, dass sie Krank werden würde, wenn sie zwei kleine Kinder hätte und das sie sich selbst oder gar uns Kindern dann womöglich sogar etwas antun würde und das konnte und wollte sie nicht verantworten, deswegen hat sie abgetrieben. Ich würde nicht sagen, dass sie das Kind nicht auch irgendwie gewollt hat, aber die Umstände haben ihr keine andere Wahl gelassen. Daran zerbrochen ist sie dennoch nicht.

>woher willst du das jetzt wissen?

Woher willst du wissen, dass es nicht so ist?
Ich lebe für meine Ziele. Ich möchte einmal eine gute Ehefrau und Mutter werden und auch wenn ich dieses Kind schweren Herzens abtreiben würde, weil ich einfach Probleme mit der Pflege habe (ich bin in einem Beruf ausgebildet wurden, der sich teilweise auch mit Pflege beschäftigt, ich habe also durchaus auch schon Erfahrungen in ähnlichen bereichen gemacht), dann würde ich dennoch weiterleben können, für meine anderen Kinder bzw. für meine Zukünftigen Kinder und meinen Partner und die anderen Ziele, die ich noch habe. Das ist es, was mich jetzt am Leben erhält und das wäre es gewiss auch, was mich dann am Leben erhalten würde. (Auch wenn ich natürlich hoffe, dass es nie so weit kommen muss)

>Wow, da kannst du ja richtig stolz auf dich sein...

Das bin ich auch. Weil ich nicht so egoistisch bin und nur daran denke, wie sehr ich doch unter den Verlust des Kindes leiden würde. Ich denke auch daran, wie das Kind vielleicht leiden würde, wenn es geboren wird, wie mein Partner darunter leiden könnte, meine Kinder und der Rest meiner Freunde und Familie. Ich denke auch an mich und daran wie ich darunter Leiden würde, aber ich denke, dass ist mein gutes Recht, schließlich würde am Ende meine Familie mit mir leiden müssen und das Leben vieler, für das kurze Leben eines einzelnen Menschen zu ‚riskieren’ erscheint mir nicht in Ordnung.

>Deine anderen Kinder finden es dann sicher auch ganz toll, wenn du zu ihrem Wohl ihren Bruder / ihre Schwester tötest.

Als ob diese Kinder verstehen würde, worum es geht... (Ich habe übrigens als Kind niemals Geschwister gewollt)
Ich würde meine Kinder, wenn möglich, auch gar nicht damit belasten. Schlimm genug, dass mein Mann und ich uns damit auseinandersetzen müssten, dass da ein Kind ist, was wir einfach nicht am Leben erhalten können.
Außerdem können Kinder auch ganz andere Dinge ertragen, die sind nämlich viel Robuster als wir. Sie wären vielleicht eine Weile traurig, weil das Baby worauf sie sich vielleicht (!) gefreut habe, nun nicht mehr da ist, aber sie würde schneller wieder zu ihrem Normalen Leben zurück kehren, als wir als Erwachsene. Nicht zuletzt auch deswegen, weil das Baby für die Kinder erst präsent ist, wenn es geboren ist. Das Leben im Bauch, nehmen sie ja ganz anders war, als wir als Mütter.
Außerdem würde die Kinder auch nie sagen, dass du das Geschwisterchen getötet hast. Das Baby in dem Bauch ist leider nicht mehr da, es ist weg und alles andere, würden die Kinder gar nicht verstehen bzw. sie würden sich vermutlich gar nicht solche Gedanken dazu machen.

>Ich kenne Leute, die Kinder mit wirklich schweren Behinderungen geboren habe, Kinder, die nur wenige Stunden gelebt haben. Lies dir mal ein paar Erfahrungsberichte durch und du wirst merken, dass diese Leute trotzdem (meistens) glücklich sind, weil sie für ihr Kind alles mögliche getan haben. Sie haben sich nichts vozuwerfen.

Das hat doch auch nichts damit zu tun, sich etwas vor zu werfen!
Du siehst dein Kind sterben und kannst nichts dagegen tun! Daran würde ich zerbrechen. Zu wissen, dass du nicht in der Lage bist, deinem Kind zu helfen bzw. es zu retten, zu wissen, dass du einfach hilflos zu sehen musst, wie es immer schwächer wird und schließlich stirbt, dass würde MICH umbringen und es fällt mir genau so schwer DAS zu glauben, dass es anderen nicht ebenso geht, wie es dir schwer fällt zu glauben, dass uns eine Abtreibung leichter fallen würde als das.

>nur weil ich feige und schwach bin

Also bei solchen Sätzen werde ich echt wütend.
Was ist daran feige und schwach?
Es ist alles andere als feige und schwach, seine schwächen zu erkennen und zu ihnen zu stehen. Es ist auch gewiss nicht feige und schwach, wenn man lieber selbst leidet (wenn man das Kind abtreibt) als wenn man das Kind behält und dieses dann darunter leiden muss, ebenso wie vielleicht die ganze Familie.
Schwach und feige wäre es für mich, wenn du das Kind bekommst, weil deine Moral dich dazu zwingt und du das Kind am Ende doch weggibst, weil du plötzlich erkennst, dass du damit nicht fertig wirst, ganz egal, wie sehr du es liebst und wie sehr du dich deshalb bemühst, denn du hattest vorher genug Zeit das zu erkennen und deinem Kind das Leid zu ersparen, was dann durch die Trennung von dir kommt.

>Ich toleriere es, aber akzeptieren tu ichs sicher nicht.

Dann kann ich dir leider auch nicht helfen.
Jeder Mensch sollte das recht haben, frei zu entscheiden, nach dem besten Wissen und Gewissen. Du entscheidest dich auf Teufel-komm-raus für dieses Kind und lebst dann mit den Konsequenzen, ebenso wie wir uns zum Wohle des Kinder und unserer Familie gegen das Kind entscheiden und mit den Konsequenzen leben müssen. Ich akzeptiere deine Meinung und ich finde, dann kann ich auch verlangen, dass du meine Akzeptierst.
Tolerieren bedeutet für mich, dass ich die Meinung dieser Person nicht schlecht mache, genau das tust du hier aber. Nur weil wir uns für diesen Weg entscheiden sind wir weder dumm, noch schwach, noch feige und Mörder schon gar nicht!




Von:   abgemeldet 07.10.2008 19:21
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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>Ich hoffe dir ist bewusst, dass das gerade eine Beleidigung war?

Und ist dir klar, dass es eine Beleidigung gegen alle behinderten Menschen ist, wenn hier behauptet wird, es wäre besser für sie, wenn sie nie geboren worden wären und dass man ja nur an sie denkt, wenn man sie tötet?
Aber gut, wenn dich meine Wortwahl so erzürnt: Die Tat ist dumm, nicht die Frau. Und ja, die Tat ist dumm, ein guter Arzt wird einem auch die Risiken vorher aufzeigen. Es ist für mich fast so dumm, wie wenn man während der Schwangerschaft raucht. Welches Wort, statt „dumm“, würdest du denn für derartiges Verhalten verwenden?

>Ja es KANN, aber es kann auch hilfreich sein.

Nein, hilfreich ist es nie, es kann dir nur aufzeigen, ob dein Kind krank ist oder nicht, mehr nicht.

>Wenn das Kind dann wirklich Krank sein sollte, hat man mehr als genug Zeit, sich an diesen >Gedanken zu gewöhnen und sich schon einmal zu überlegen, wie weit man das Leben nun >verändern muss, damit es für das Kind günstiger ist, wenn man es denn behalten will.
>Die Eltern, die eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen lassen sind nicht dumm, sie >wollen nur vorsorgen bzw. Gewissheit über die Gesundheit ihres Kind, dass kann und sollte >man niemandem zum Vorwurf machen.

Aber durch diese Untersuchung bringen sie ihr Kind in Gefahr! Und deshalb ist ein Vorwurf absolut angebracht. Es gibt andere Untersuchungen, die nicht so gefährlich für das Kind sind.

>Vermutlich bin ich gerade etwas hinten dran aber... wo liegt da der Unterschied zu dem, was >ich geschrieben habe?

Du kannst dein Kind, wenn es erst später eine Behinderung bekommt, auch nicht mehr töten, warum es also im 9. Monat noch abtreiben?

>Ich habe auch gesagt, dass eine Abtreibung für mich Mord wäre. Aber! Ich ziehe irgendwo >auch ganz klar die Notbremse! Bestes Beispiel sind die Frauen, die ihr Kinder nach der >Geburt ersticken oder verhungern lassen. Sollten die es nicht lieber abtreiben, als es dann bei >vollem Bewusstsein zu Tode zu quälen?

Wenn ich ein Kind im 8. oder 9. Monat abtreiben lasse, hat es genauso dieses Bewusstsein. Wo ist da groß der Unterschied? Ich wurde bereits Anfang des 8. Monats geboren und war absolut lebensfähig, wieso sollte ein Kind im 9. Monat, das noch im Bauch ist, weniger Bewusstsein haben?
So oder so wird das Kind getötet, nur besteht später die Möglichkeit, das Kind wegzugeben, anstatt es zu quälen.

>Wir wissen zwar nicht, wie viel die Kinder in diesem Stadium der Schwangerschaft im >Mutterleib schon wahrnehmen, aber ich bin der festen Überzeugung, dass eine Abreibung >weniger Qualvoll für das Kind ist, als wenn es erstickt oder erfriert.

Woher willst du das wissen? Es ist erwiesen, dass ungeborene Kinder auch schmerzen fühlen. Vor dem dritten Monat natürlich nicht so, wie geborene Kinder, im 8. oder 9. Monat sieht es da ganz anders aus.
Aber wie kommst du überhaupt darauf, dass man sein lebendiges Kind umbringt. Wieso sollte man das tun, wenn man noch ganz bei Trost ist? Dann gibt man es eher weg.

>Die Notbremse ziehen, bedeutet für mich auch, ein Behindertes Kind abzutreiben, wenn ich >weiß, dass ich nicht imstande sein werde, ihm ein glückliches Leben zu bieten.

W.E.G.G.E.B.E.N.

>Ein Kind auf die Welt zu holen, von dem ich weis, dass es am Ende doch nur leiden wird, >erscheint mir ungerecht, dem Kind gegenüber.

Oh bitte, hör endlich auf mit dieser Heuchelei! Langsam fängt es wirklich an weh zu tun.
„Ja, das arme Kind! Voll ungerecht! Da töte ich es lieber, das ist viiiel gerechter! Das Kind freut sich sicher drüber, man bin ich ein toller Mensch, ich hab nen Orden verdient!“

>Das ist absolut richtig, es ist allein unser Problem, selbst wenn wir uns danach von der >nächsten Brücke stürzen würden, ginge dich das nichts an.

Eben, hab ich auch nie behauptet.

>Das ist nämlicher UNSER Leben und das sind UNSERE Entscheidungen.

Ach? Echt? Und es ist MEIN Recht hier genauso meine Meinung zu sagen. Wenn ihr mal eure behinderten Kinder abtreibt, werde ich zwar mit euch nichts zutun haben wollen, aber damit müsst ihr dann eben auch leben. Denn das ist dann MEINE Entscheidung.

>Dafür sollten wir uns weder rechtfertigen, noch schämen müssen.

MMn muss sich jeder Mensch irgendwann für seine Taten verantworten und rechtfertigen, allerdings nicht vor mir und das verlange ich auch sicher nicht. Und schämen würde ich mich mit Sicherheit, aber das bezieht sich wieder nur auf mich.

>Du tust so, als würden wir ein verbrechen begehen,

Für mich ist es das auch.

>aber worin besteht das verbrechen, ein Kind vor einem Leben zu schützen, in dem es einfach >nicht Glücklich werden kann?

BITTE hör auf so einen Quatsch zu schreiben! Das Kind KANN sehr wohl glücklich werden, du weißt nicht, ob es glücklich wird oder nicht. Ich kenne viele behinderte Kinder und deine Aussagen sind wie ein Schlag ins Gesicht für all diese liebenswerten Kinder!

>Wenn ein Kind ins Feuer fassen will, dann hältst du es doch auch auf, damit es sich nicht >verbrennt, oder nicht?

Aber ich töte es nicht, damit es nicht ins Feuer fasst! Du TÖTEST das Kind um es vor Schmerzen zu schützen?! Du fügst ihm selbst Schmerzen zu, du lässt zu, dass es stirbt, um es zu schützen?! Wem willst du das eigentlich erzählen?
Ja, ich würde mein Kind beschützen und genau deshalb würde ich es nicht töten!

>Jeder sollte diese Entscheidung für sich selbst treffen können und dürfen, ohne dafür >verachtet zu werden.

Wen ich weswegen verachte und wen nicht, entscheide immer noch ich. Ich kenne Mädchen, die abgetrieben haben, aber sie hatten alle einen Grund, den ich nachvollziehen kann. Menschen, die ihr behindertes Kind im 9. Monat abtreiben sind Menschen, mit denen ich nichts zutun haben will.

>Aber man wird nicht gleich ein psychisches Wrack, zumindest nicht, wenn man gründlich >über seine Entscheidung nachgedacht hat und auch dazu steht.

Das kommt ganz auf die Frau an.

>Woher willst du wissen, dass es nicht so ist?
>Ich lebe für meine Ziele. Ich möchte einmal eine gute Ehefrau und Mutter werden

…und deshalb würdest du dein Kind töten… Logik?

> (ich bin in einem Beruf ausgebildet wurden, der sich teilweise auch mit Pflege beschäftigt, >ich habe also durchaus auch schon Erfahrungen in ähnlichen bereichen gemacht),

Ich auch und gerade deshalb haue ich nicht solche Sprüche raus, von wegen „die Kinder können nicht glücklich werden“.

>Das bin ich auch. Weil ich nicht so egoistisch bin und nur daran denke, wie sehr ich doch >unter den Verlust des Kindes leiden würde. Ich denke auch daran, wie das Kind vielleicht >leiden würde, wenn es geboren wird, wie mein Partner darunter leiden könnte, meine Kinder >und der Rest meiner Freunde und Familie. Ich denke auch an mich und daran wie ich >darunter Leiden würde, aber ich denke, dass ist mein gutes Recht, schließlich würde am >Ende meine Familie mit mir leiden müssen und das Leben vieler, für das kurze Leben eines >einzelnen Menschen zu ‚riskieren’ erscheint mir nicht in Ordnung.

Nein, du bist gar nicht egoistisch, du stellst nur dein Glück über das Leben deines eigenen Kindes.

>aber sie würde schneller wieder zu ihrem Normalen Leben zurück kehren, als wir als >Erwachsene.

Natürlich, weil sie es nicht verstehen, aber sie werden es irgendwann verstehen.

>Das hat doch auch nichts damit zu tun, sich etwas vor zu werfen!
>Du siehst dein Kind sterben und kannst nichts dagegen tun! Daran würde ich zerbrechen.

Und deshalb tötest du es selbst?! Noch mal: Wo ist da die Logik?!

>Zu wissen, dass du nicht in der Lage bist, deinem Kind zu helfen bzw. es zu retten, zu >wissen, dass du einfach hilflos zu sehen musst, wie es immer schwächer wird und >schließlich stirbt, dass würde MICH umbringen und es fällt mir genau so schwer DAS zu >glauben, dass es anderen nicht ebenso geht, wie es dir schwer fällt zu glauben, dass uns eine >Abtreibung leichter fallen würde als das.

Wenn ich weiß, dass mein Kind in ein paar Jahren stirbt, dann habe ich Zeit mich damit abzufinden, ich kann ihm ein tolles Leben schenken und es glücklich machen. Wie kann es da bitte besser sein, sein Kind selbst zu töten? Du schützt es nicht, du bringst es um!
Das Kind kann auch später stark behindert sein oder einen Unfall haben und im Koma liegen. Dann würdest du doch auch alles tun, um dein Kind zu retten bzw. ihm den Rest des Lebens angenehm zu gestalten oder würdest du es dann auch töten wollen?

>Was ist daran feige und schwach?
>Es ist alles andere als feige und schwach, seine schwächen zu erkennen und zu ihnen zu >stehen.

Wenn man seine _Schwäche_ erkennt, bedeutet das doch genau das: Man ist schwach.

>Schwach und feige wäre es für mich, wenn du das Kind bekommst, weil deine Moral dich >dazu zwingt und du das Kind am Ende doch weggibst, weil du plötzlich erkennst, dass du >damit nicht fertig wirst, ganz egal, wie sehr du es liebst und wie sehr du dich deshalb >bemühst, denn du hattest vorher genug Zeit das zu erkennen und deinem Kind das Leid zu >ersparen, was dann durch die Trennung von dir kommt.

Stimmt, es ist echt mutig sein Kind zu töten! Man, bist du ne Heldin!
Gott, ich glaube echt nicht, dass es Menschen gibt, die so denken können wie du! Kapierst du eigentlich, dass es um das Leben des eigenen Kindes geht? Selbst wenn ich mein Kind weggebe, habe ich es immerhin noch nicht getötet. Ich habe mich meiner Verantwortung wenigstens für eine Zeit gestellt, anstatt gleich weggelaufen zu sein und es umzubringen.

>Dann kann ich dir leider auch nicht helfen.

Wieso soll man heutzutage eigentlich jeden scheiß akzeptieren?
Wieso soll ich akzeptieren, dass Frauen ihre eigenen Kinder töten? Wieso?
Soll ich auch akzeptieren, dass man seine geborenen Kinder tötet? Dass Kinder vergewaltigt werden? Dass überall Gewalt und Chaos herrscht?
Nein! Man muss nicht alles akzeptieren und man muss nicht alles tolerieren und ich muss nicht immer „Super!“ schreien! Ich habe meine eigene Meinung und meinen eigenen Verstand und nur weil dir das nicht passt, kommst du mir damit, dass ich dich akzeptieren muss. Akzeptier du doch mich und lass mich mit deinem Behindetenfeindlichen Gerede in Ruhe.
Ich wünsche mir ein paar alte Werte für diese kalte und kranke Gesellschaft zurück!

>Ich akzeptiere deine Meinung und ich finde, dann kann ich auch verlangen, dass du meine >Akzeptierst.

Du akzeptierst meine Meinung nicht. Weißt du überhaupt, was Akzeptanz bedeutet? Scheinbar nicht.

>Tolerieren bedeutet für mich, dass ich die Meinung dieser Person nicht schlecht mache, >genau das tust du hier aber.

Dann kennst du auch die Bedeutung von tolerieren nicht. Tolerieren heißt, dass ich eure Meinung DULDE, nicht mehr und nicht weniger. Und ich dulde sie, ich dulde es, wenn ihr eure Kinder tötet, all das dulde ich, aber beklatschen werde ich euch dafür nicht.

>Nur weil wir uns für diesen Weg entscheiden sind wir weder dumm, noch schwach, noch >feige und Mörder schon gar nicht!

Du hast oben selbst geschrieben, dass Abtreibung für dich Mord ist.
> Ich habe auch gesagt, dass eine Abtreibung für mich Mord wäre.
Und für mich ist dieser Weg eben schwach und feige und Mord.

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Von:    FreitagDerDreizehnte 07.10.2008 19:46
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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>Also bei solchen Sätzen werde ich echt wütend.
>Was ist daran feige und schwach?
>Es ist alles andere als feige und schwach, seine schwächen zu >erkennen und zu ihnen zu stehen. Es ist auch gewiss nicht feige >und schwach, wenn man lieber selbst leidet (wenn man das Kind >abtreibt) als wenn man das Kind behält und dieses dann darunter >leiden muss, ebenso wie vielleicht die ganze Familie.
Sorry, aber das ist doch pure Heuchelei! Oh ja, man treibt bestimmt ab um es sich selbst schwer zu machen. Also sowas hab ich ja noch nie gehört! Stimmt, man hat es auch wirklich viel schwerer, wenn man sein Kind abtreibt, als wenn man sich in den Hintern tritt und sich sein ganzes Leben lang um sein (vielleicht eben behindertes) Kind kümmert. ich sehe schon, wer es schwerer hat -.-. Das ist es ja, was lostvampire69 meinte, wenn man abtreibt, dann soll man auch dazu stehen, dass man es eben (aus welchen Gründen auch immer) nicht schafft und nicht noch so tun, als ob man es ja für jeden macht nur nicht für sich selbst. Und zum Wohle des Kindes ist es auf jeden Fall nicht. Ich weiß gar nicht, wie man auf so eine Idee kommen kann...

>Schwach und feige wäre es für mich, wenn du das Kind bekommst, >weil deine Moral dich dazu zwingt und du das Kind am Ende doch >weggibst, weil du plötzlich erkennst, dass du damit nicht fertig >wirst, ganz egal, wie sehr du es liebst und wie sehr du dich >deshalb bemühst, denn du hattest vorher genug Zeit das zu >erkennen und deinem Kind das Leid zu ersparen, was dann durch >die Trennung von dir kommt.
So ein Unsinn! Man kann nie wissen, ob man mit dem Kind fertig wird oder nicht! Sowas weiß man doch während der Schwangerschaft nicht, man kann es immer nur vermuten. Und ich denke für das Kind ist es so trotzdem besser, selbst wenn es weggegeben werden muss (was aber ja eigentlich sehr unwahrscheinlich ist). Denn was das wichtigste ist, schreibst du sogar selbst, nämlich dass man sich bemüht und sein Kind liebt. Und nur, weil man es zu Pflegeeltern gibt, heißt das ja nicht, dass man dem Kind diese Liebe nicht trotzdem zukommen lassen kann und dass das Kind nicht trotzdem ein wunderschönes, erfülltest Leben haben kann. Was daran feige ist verstehe ich nicht und die Sache mit der Moral... Wir handeln doch alle nur nach unserer Moral. Deine Moral "zwingt" dich auch dazu Dinge zu tun. Zum Beispiel sagt dir deine Moral ja anscheinend auch, dass es für das Kind das Beste wäre abgetrieben zu werden, also könnte ich dir das gleiche vorwerfen ;)

>Dann kann ich dir leider auch nicht helfen.
>Jeder Mensch sollte das recht haben, frei zu entscheiden, nach >dem besten Wissen und Gewissen. Du entscheidest dich auf Teufel->komm-raus für dieses Kind und lebst dann mit den Konsequenzen, >ebenso wie wir uns zum Wohle des Kinder und unserer Familie >gegen das Kind entscheiden und mit den Konsequenzen leben >müssen. Ich akzeptiere deine Meinung und ich finde, dann kann >ich auch verlangen, dass du meine Akzeptierst.
Ich glaube du kennst den Unterschied zwischen tolerieren und akzeptieren nicht. Akzeptieren bedeutet, dass man etwas annimmt bzw. damit einverstanden ist. Tolerieren bedeutet, dass man etwas duldet, obwohl es den eigenen Wertvorstellungen entspricht. Wir können deine Meinung also nicht akzeptieren, genausowenig, wie du unsere akzeptieren kannst, denn keiner von uns nimmt die andere Meinung an. Trotzdem tolerieren wir uns.

>Tolerieren bedeutet für mich, dass ich die Meinung dieser Person >nicht schlecht mache, genau das tust du hier aber. Nur weil wir >uns für diesen Weg entscheiden sind wir weder dumm, noch >schwach, noch feige und Mörder schon gar nicht!
Nur weil Toleranz für dich sowas bedeutet, ist es aber nicht die allgemeine Definition von Toleranz. Wie gesagt meint tolerieren, dass man die Meinung eines anderen duldet, diese aber gegen die eigenen Werte spricht. Ich zum beispiel würde niemals abtreiben, weil es gegen meine Werte spricht, trotzdem würde ich einer Frau, die abgetrieben hat aber auch keine Vorwürfe machen. Es ist aber dennoch legitim in einem Forum wie diesem seine Meinung zu äußern und dazu gehört eben auch, was man von Abtreibung hält.
Ob man feige und schwach ist... Das kommt meiner Meinung nach immer auf den Einzelfall an. Aber nach meiner Sicht ist Abtreibung schon Mord. Und eben besonders, wenn man ein behindertes Kind erst weit nach dem dritten Monat abtreibt. Ich meine, wo ist der Unterschied zwischen einem Baby, was im achten Monat im Bauch ist und einem Baby, dass schon auf der Welt ist? Es sind beides fertige Menschen und das man ein behindertes Baby noch so lange töten kann ist menschen unwürdig und falsch. Denn wo ist da bitte der Unterschied, zwischen einer so späten Abtreibung oder einer Mutter, die mit ihrem Kind nicht klarkommt und es umbringt?
twins against twincest!



Von:    boronk 07.10.2008 19:47
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
Es gibt hier in Deutschland vermutlich tausende von Paaren, die aufgrund Unfruchtbarkeit keine Kinder bekommen können, aber trotzdem gerne ein Kind hätten.

Ich find das echt ziemlich daneben, ein gesundes Kind, nur weil es gerade nicht in die Lebensplanung passt, umzubringen.

Dabei gibt es zum einen oft die eigene(n) Familie(n), die sich darum mit-kümmern kann oder man kann das Kind auch zur Adoption frei geben, wenns gar nicht geht.

Und da gäbs dann genug, die dankbar dafür wären....

Boronk




Von:    Hancock 07.10.2008 19:54
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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>Dabei gibt es zum einen oft die eigene(n) Familie(n), die sich darum mit-kümmern kann oder man kann das Kind auch zur Adoption frei geben, wenns gar nicht geht.

>Und da gäbs dann genug, die dankbar dafür wären....

Ja, die gibt es genug. Umso schlimmer das sich solche Paare ihre Kinder aus anderen Ländern adoptieren, weil kaum jemand den ansprüchen der dt. Adoptionsagenturen genügt. Also bleiben die Kinder in Heimen oder werden von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weitergereicht.



Dieses Posting spiegelt nur meine eigene Meinung wieder.
Reklamationen und Umtausch sind ausgeschlossen!



Von:   abgemeldet 07.10.2008 20:15
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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> Ja, die gibt es genug. Umso schlimmer das sich solche Paare ihre Kinder aus anderen Ländern adoptieren, weil kaum jemand den ansprüchen der dt. Adoptionsagenturen genügt. Also bleiben die Kinder in Heimen oder werden von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weitergereicht.

Sicher kein schönes Leben fürs Kind...
Und als kindersuchendes Paar schon gar nicht weil sie durch diesen Bürokratiekrieg ewig warten müssen oder gleich mal gar keins bekommen.
Find ich nicht schön, vor allem da ich mal für später selbst eine Adoption in Erwägung zog vv"


Die Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) ist eine Möglichkeit, um den Gesundheitszustand des ungeborenen Kindes (Pränataldiagnostik) zu überprüfen.

Schon in den frühen Schwangerschaftswochen lassen sich bestimmte Erkrankungen oder Fehlbildungen des Fötus diagnostizieren.


Wozu dient eine Amniozentese?

Sie wird zwischen der 15. und 16. Schwangerschaftswoche in folgenden Fällen durchgeführt:

* Schwangere, die älter als 35 Jahre sind: Mit steigendem Lebensalter der Mutter erhöht sich auch das Risiko für Veränderungen im Erbgut (Chromosomen). Der Embryo kann schwere Schäden in Form von geistiger oder körperlicher Behinderung davontragen. Eine der bekanntesten Veränderungen ist das Down-Syndrom (Trisomie 21).
* Genetischer Defekt bei den Eltern oder anderen Verwandten;
* Geburt eines Kindes mit einer Erbkrankheit oder schweren angeborenen Stoffwechselerkrankungen;
* Hinweise auf kindliche Entwicklungsstörungen oder Fehlbildungen; diese sind im Rahmen einer Ultraschall-Untersuchung feststellbar;

In der späteren Phase der Schwangerschaft (etwa ab der 30. Schwangerschaftswoche) wird eine Fruchtwasseruntersuchung zur Diagnose folgender Störungen durchgeführt:

* Blutgruppen-Unverträglichkeit zwischen Mutter und Kind;
* Bestimmung der kindlichen Lungenreife bei drohender Frühgeburt;


Sicherheit der Amniozentese

Weder die Plazentauntersuchung (Chorionzottenbiopsie), noch die Fruchtwasseruntersuchung bieten eine 100-prozentige Sicherheit. Die Ergebnisse der Chromosomenuntersuchung sind zu 99 Prozent sicher, bei der Diagnostik von Fehlbildungen im Nervensystem des Babys (Neuralrohrdefekten) ist eine Genauigkeit von etwa 90 Prozent zu erzielen.

Mögliche Komplikationen

Nur selten kommt es bei der Fruchtwasserentnahme zu Komplikationen. Dazu zählen:

* Risiko einer Fehlgeburt: Es liegt bei etwa 0,5 Prozent und hängt auch von der Erfahrung des Arztes ab;
* Fruchtwasserabgang, schwache Blutungen in der Gebärmutter, Verletzung der Gebärmutter oder eine Infektion;
* Verletzung des Kindes durch die Einstichnadel: Dieses Risiko lässt sich erheblich vermindern, wenn der Arzt die Position des Kindes während des gesamten Eingriffs mit Hilfe des Ultraschalls bestimmt;
* Kontraktionen der Gebärmutter: Diese Reaktion ist relativ häufig, lässt aber in der Regel rasch wieder nach;

Nur als Info.
Du hast die Wahl. Du kannst dir solange Sorgen machen, bis du tot umfällst. Oder du kannst es vorziehen, das bisschen Ungewissheit zu genießen.
(Norman Mailer, amerik. Schriftsteller)

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Von:    boronk 07.10.2008 20:25
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
>>Dabei gibt es zum einen oft die eigene(n) Familie(n), die sich darum mit-kümmern kann oder man kann das Kind auch zur Adoption frei geben, wenns gar nicht geht.

>>Und da gäbs dann genug, die dankbar dafür wären....

>Ja, die gibt es genug. Umso schlimmer das sich solche Paare ihre Kinder aus anderen Ländern adoptieren, weil kaum jemand den ansprüchen der dt. Adoptionsagenturen genügt. Also bleiben die Kinder in Heimen oder werden von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weitergereicht.

Das Problem in dem Fall ist ja meines wissens das Jugendamt, welches schon ziemlich krasse Forderungen stellt. Wir sind echt froh, das das mit unsrer Tochter dann doch noch auf normalen Weg geklappt hat, weil das Theater und die Mengen an Hosen die man da runterlassen will bei irgendwelchen Soz-Pädis und anderen Verwaltungsbeamten, da hatten wir keine Lust drauf...

Wobei es auch immer noch genug gibt, die denen gut genug sind... die Heimkinder sind oft ein Problem unaufgeklärter Mütter, die dann ihr ungewolltes Kind erstmal versuchen großzuziehen und dann grandios scheitern, weil sie selber noch Kind sind und eben keine Oma / kein Opa den Arsch hoch bringt, um zu helfen.

Weil so ne Adoption braucht die Mutter und afaik den Vater zur Zustimmung... ansonsten geht das net. Und solang die unklar sind, bleibts ein Pflegefall und hängt in der Luft.





Von:    Mona-Kaiba 07.10.2008 22:04
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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>Und ist dir klar, dass es eine Beleidigung gegen alle behinderten Menschen ist, wenn hier behauptet wird, es wäre besser für sie, wenn sie nie geboren worden wären und dass man ja nur an sie denkt, wenn man sie tötet?

Ich habe niemals etwas gegen Behinderte Menschen gesagt. Es gibt behindere Menschen, die sind tausend mal besser als du und ich. Viele von ihnen sind liebenswert wie es wohl kaum ein ‚normaler’ Mensch wäre und ich würde auch nie behaupten, dass man alles behinderten Menschen töten soll, wenn es so rüber kam, dann entschuldige ich mich dafür.

>Welches Wort, statt „dumm“, würdest du denn für derartiges Verhalten verwenden?

Mit dem Rauchen gebe ich dir recht, dass ist dumm, aber eine Fruchtwasseruntersuchung würde ich einfach nicht als dumm sehen, aus den eben genannten Gründen. Natürlich sollte nicht jeder zweite diese Untersuchung wollen, aber wenn es berechtigte Gründe dafür gibt, zu vermuten, dass das Kind krank ist, dann sollte man diese Untersuchung einfach in Betracht ziehen, finde ich.

>Nein, hilfreich ist es nie, es kann dir nur aufzeigen, ob dein Kind krank ist oder nicht, mehr nicht.

Aber das kann dir doch helfen! Du kannst dich vorbereiten, auf das was kommen wird. Du kannst Kurse besuchen und dein Haus behindertengerecht einrichten, bevor das Baby kommt. Es ist sicherlich ein schrecklicher Schock für eine Mutter, wenn sie erst nach der Geburt von der Krankheit des Kindes erfährt, dann ist sie doch erst einmal total geschockt und überfordert, auch wenn sie damit im Grunde keine Probleme hätte.

>Aber durch diese Untersuchung bringen sie ihr Kind in Gefahr! Und deshalb ist ein Vorwurf absolut angebracht. Es gibt andere Untersuchungen, die nicht so gefährlich für das Kind sind.

Aber sind sie auch so effektiv?
Wenn es so wäre, dann würde man dieser Untersuchungen doch auch sicherlich vorziehen, immerhin gefährdet niemand gerne die Gesundheit seines Kindes, wenn es nicht sein muss.

>Du kannst dein Kind, wenn es erst später eine Behinderung bekommt, auch nicht mehr töten, warum es also im 9. Monat noch abtreiben?

Ich habe nie gesagt, dass ich mein Kind im 9. Monat noch abtreiben würde. Das wäre mir dann auch zu heiß. Bis zum 5. Monat würde ich (unter diesen Umständen) eine Abtreibung vornehmen lassen, aber dann ist bei mir auch Sense. Spätestens wenn ich die ersten Bewegungen spüre, könnte ich das Kind wohl nicht mehr töten. Auch wenn ich glaube, ich würde es trotzdem nicht behalten können... auch wenn ich finde, dass es viel schwerer sein muss, ein bereits geborenes Kind wegzugeben, als es abzutreiben.

>Wenn ich ein Kind im 8. oder 9. Monat abtreiben lasse, hat es genauso dieses Bewusstsein. Wo ist da groß der Unterschied?

Okay! Noch einmal für alle zum Mitschreiben: Ich würde mein Kind nach dem 5. Monat nicht mehr abtreiben lassen! Egal ob behindert oder nicht!

>So oder so wird das Kind getötet, nur besteht später die Möglichkeit, das Kind wegzugeben, anstatt es zu quälen.

Aber ich bleibe dabei, dass ich nicht sicher bin, ob das ein Leben ist, dass es Wert ist zu Leben.
Außerdem hat das mit der Abtreibung vor allem häufig den Grund, dass viele Eltern ihre Kinder nicht mehr weggeben könnten, wenn es erst einmal geboren wäre. Klingt egoistisch, ist es vielleicht auch, aber für diese Art von Egoismus habe ich auf gewisse weiße Verständnis.

>Aber wie kommst du überhaupt darauf, dass man sein lebendiges Kind umbringt. Wieso sollte man das tun, wenn man noch ganz bei Trost ist? Dann gibt man es eher weg.

In welcher Welt lebst du? Liest du Zeitung? Schaust du Nachrichten im Fernsehen? Erst vor drei Monaten, hat man bei uns im Park eine Babyleiche gefunden. Ein gesunder kleiner junge, den die Mutter einfach in eine Tüte gesteckt und nach draußen gelegt hat. Das Baby ist in der Tüte erstickt. Solche Frauen, sind für mich die wahren Mörderinnen! Und solche Frauen, sollten lieber Abtreiben, als dass es jemals so weit kommt. (Auch wenn es schade ist, wenn man bedenkt, dass sie das Baby nur abgeben müssten, immerhin wünschen sich viele Paare ein Baby und können keins bekommen...)

>W.E.G.G.E.B.E.N.

Das ist viel leichter, als es klingt...
Für dich ist vermutlich eine Abreibung schwerer, aber bis zum fünften Monat, wenn du das Kind nicht so wahr nimmst, ist es einfacher, denke ich (man muss ja mal dazu sagen, dass es am Ende durchaus auch ganz anders kommen könnte, wenn ich in dieser Situation wäre), ein Kind abzutreiben, weil es noch nicht ganz so präsent ist, wie wenn man es erst einmal im Arm liegen hatte.

>Oh bitte, hör endlich auf mit dieser Heuchelei! Langsam fängt es wirklich an weh zu tun.

Ich heuchle nicht, ich sage meine Ehrliche Meinung und wenigstens Spiele ich mich nicht als Mutter Theresa auf...

>„Ja, das arme Kind! Voll ungerecht! Da töte ich es lieber, das ist viiiel gerechter! Das Kind freut sich sicher drüber, man bin ich ein toller Mensch, ich hab nen Orden verdient!“

Na, nicht gleich einen Orden. Etwas Verständnis würde schon ausreichen, aber bei diesem Thema, kann man das natürlich nur von Leuten erwarten, die ebenso denken. Daher erwarte ich das auch nicht von dir.

Aber ernsthaft, komm langsam mal wieder runter! Das hier ist eine Diskussion und kein Grund irgendwie beleidigend zu werden oder beleidigt zu sein. Wir wollen doch beide dasselbe. Wir möchten anderen unseren Standpunkt klar machen. Ich würde dir niemals meine Meinung aufzwingen und ich versuche nur, sie zur zu erklären. Man wird Leute mit anderen Meinungen nie verstehen können, wenn man ihre Beweggründe nicht kennt.

>Wenn ihr mal eure behinderten Kinder abtreibt, werde ich zwar mit euch nichts zutun haben wollen, aber damit müsst ihr dann eben auch leben.

Was würdest du tun, wenn deine beste Freundin ihr behindertes Kind abtreiben würde? Sie auf ewig hassen? Das kann es doch nicht sein, oder?
Und wenn es wirklich so wäre, dass du nichts mehr mit mir zu tun haben wollen würdest, weil ich mein Kind abtreibe, dann würde ich wohl auch nichts mit dir zu tun haben wollen, wenn wir jetzt befreundet wären. (Auch wenn ich weis, dass du jetzt mit dem Argument kommen würdest, dass wir nie befreundet sein würden, obwohl man das so ja auch nicht sagen kann, immerhin beginnt man eine Freundschaft nicht mit: „Hey! Wenn mein Baby behindert sein sollte, werde ich es abtreiben, und du?“) Etwas Verständnis, würde ich von meinen Freunden nämlich schon verlangen.

>MMn muss sich jeder Mensch irgendwann für seine Taten verantworten und rechtfertigen, allerdings nicht vor mir und das verlange ich auch sicher nicht

An so etwas glaube ich nicht.
Ich weis nicht, wie viele Menschen mir schon böses getan haben und die leben ein glückliches und zufriedenes Leben und bekommen immer das was sie wollen. Die Leute trifft keinerlei Unglück, während mich eines nach dem anderen trifft. Nein, ich glaube nicht, dass man jemals für seine Taten bestraft werden wird.
Außerdem würde ich mich für meine Taten rechtfertigen können und hätte mir somit nichts vorzuwerfen. (OffTopic. Hier geht es ja nicht um Glauben und Religion. Sorry)

>Ich kenne viele behinderte Kinder und deine Aussagen sind wie ein Schlag ins Gesicht für all diese liebenswerten Kinder!

Nochmal: Ich habe niemals geschrieben: „Tötet alle behinderten Kinder, die braucht sowieso keiner!“ Das würde ich niemals tun, wie ich oben bereits geschrieben habe.
Außerdem muss man dazu sagen, dass ich hier die ganze Zeit über einen Extremfall rede. Das heißt für mich, dass mein Kind ohne meine Hilfe GAR NICHT leben kann. Wenn es nun ‚nur’ nicht laufen könnte, oder nicht reden, oder wenn es eben Geistig etwas ‚zurück geblieben’ wäre, wäre das auch etwas anderes für mich. Aber ein Kind, dass den ganzen Tag meine Pflegerische Hilfe braucht, würde ich nicht schaffen.

>Du TÖTEST das Kind um es vor Schmerzen zu schützen?! Du fügst ihm selbst Schmerzen zu, du lässt zu, dass es stirbt, um es zu schützen?! Wem willst du das eigentlich erzählen?

Das ist ein bisschen so, wie das Thema ‚Sterbehilfe’. Diese Menschen wollen sterben, um sich von den Schmerzen zu erlösen. Ich möchte mein Kind nicht auf die Welt kommen lassen, um ihn schmerzen zu ersparen. Es ist beides eine Sache, die jeder für sich selbst entscheiden muss. Ich verstehe es, wenn du sagst, du siehst keinen Sinn darin, weil du glaubst, ein Leben ist besser als kein Leben und offenbar, bist du der festen Überzeugung, dass jedes Leben glücklich sein kann. Ich glaube, dass kein Leben unter manchen Umständen besser ist, als ein Leben voller schmerzen und ich glaube eben nicht, dass jedes Leben glücklich sein kann, vor allem, wenn ich an die vielen Menschen denke, die irgendwann sagen: „Ich wünschte, ich wäre niemals geboren wurden.“

>Nein, du bist gar nicht egoistisch, du stellst nur dein Glück über das Leben deines eigenen Kindes.

Nicht nur über mein eigenes (wobei ich schon irgendwie der Meinung bin, dass ich selbst auch das recht habe glücklich zu sein), sondern auch über das meiner Familie. Ich kann nicht nur an dieses eine Kind denken, wenn ich auch noch zwei andere Kinder habe. Ich möchte meine Kinder alle gleich lieben und versorgen können und ich glaube nicht, dass das möglich wäre, wenn ich noch ein Kind hätte, dass ständig meine Pflege braucht. Und ich muss noch einmal betonen: Nur weil das Kind behindert wäre, würde ich es trotzdem lieben!

>Natürlich, weil sie es nicht verstehen, aber sie werden es irgendwann verstehen.

Selbstverständlich, aber deswegen werden sie nicht mit dem Finger auf mich zeigen und sagen: „Du hast das Baby getötet! Du bist eine Mörderin!“
Ich habe frage mich auch oft, wie meine Mutter ihr Kind damals abtreiben konnte, aber sie ist meine Mutter, ich liebe sie und sie war immer eine gute Mutter zu mir und ich habe auch ihre Beweggründe verstanden. Ich würde ihr niemals vorwürfe machen, nicht zuletzt deswegen, weil ich weis, dass es ihr selbst nicht leicht gefallen ist.

>Und deshalb tötest du es selbst?! Noch mal: Wo ist da die Logik?!

Wie soll ich dir das nur erklären? Es gibt für mich einen Unterschied zwischen der Art zu töten, wie es ist, wenn man sein Kind bis zum 5. Monat (nicht später!) abtreibt, als wenn man es sterben sieht, wenn es bereits geboren ist. Die Bindung ist dann doch ganz anders. Im Bauch, ist es nur im Bauch. Du weist das es da ist, ja, aber du hast es nicht gesehen und vermutlich auch noch nicht gespürt und schon gar nicht im Arm gehalten. Zu diesem Zeitpunkt, würde es mir vermutlich viel leichter fallen, mich von dem Kind zu lösen, als wenn ich es Jahrelang gepflegt und geliebt habe.

>Wenn ich weiß, dass mein Kind in ein paar Jahren stirbt, dann habe ich Zeit mich damit abzufinden

Kannst du dich mit so etwas abfinden? Ich könnte es nicht.

>Wie kann es da bitte besser sein, sein Kind selbst zu töten?

Siehe oben! Man hat das Kind noch nicht ‚kennen’ gelernt und somit fällt es vermutlich leichter, es gehen zu lassen.

>Du schützt es nicht, du bringst es um!

Ich tue das, was ich für das beste halte, wenn das bedeutet, dass ich mein Kind umbringe, dann soll es wohl so sein. Aber ich sehe es nach wie vor nicht so.

>würdest du doch auch alles tun, um dein Kind zu retten bzw. ihm den Rest des Lebens angenehm zu gestalten oder würdest du es dann auch töten wollen?

Natürlich nicht! Aber ich wüsste nicht, ob ich es nicht vielleicht weggeben würde, vermutlich dann irgendwohin, wo ich es immer besuchen könnte, aber ich würde es vermutlich nicht bei mir behalten können.
Ich wüsste auch nicht, ob ich in der Lage wäre meinen Mann zu pflegen, wenn er eines Tages einen Unfall hätte und behindert werden würde. Ich weis auch, dass ich meine Eltern nicht werde Pflegen können, wenn sie alt und gebrechlich sind. Deswegen würde ich sie niemals töten, aber das ist einfach etwas anderes. Für mich beginnt das Leben erst. ab den 5. Schwangerschaftsmonat.

>Wenn man seine _Schwäche_ erkennt, bedeutet das doch genau das: Man ist schwach.

Aber das ist doch nicht schlimm! Jeder ist irgendwo schwach! Schwäche ist kein Fehler.

>Stimmt, es ist echt mutig sein Kind zu töten! Man, bist du ne Heldin!

Dein Zynismus kannst du dir sparen. Wenn du nicht Sachlich bleiben kannst, dann können wir diese Diskussion genau so gut beenden. Ich beleidige dich und deine Meinung ja auch nicht.

>Gott, ich glaube echt nicht, dass es Menschen gibt, die so denken können wie du!

Na, dann ist es doch schön, dass ich dich endlich in die reale Welt zurück holen konnte. Du wirst in deinem Leben noch viele Menschen treffen, die ähnlich denken wie ich. Du kannst diese Leute alle mit Hass und Verachtung strafen, aber hältst du das wirklich für den richtigen Weg? Man kann doch nicht jeden Menschen hassen, der andere Moralvorstellungen hat.

>Nein! Man muss nicht alles akzeptieren und man muss nicht alles tolerieren und ich muss nicht immer „Super!“ schreien!

Verlangt ja auch keiner, dass du immer „Super“ schreist. Denkst du ich schreie Super, wenn ich höre, dass ein Mann der ein Kind vergewaltigt hat nur 2 Jahre Knast bekommt, weil es das Gesetz so vorschreibt?
Aber ich akzeptiere die Meinung anderer. Wer abtreiben will, der soll es tun und wer es nicht will, der tut es eben nicht. Ich würde deswegen niemanden verurteilen, dass ist auch einfach nicht gerecht.

>Akzeptier du doch mich und lass mich mit deinem Behindetenfeindlichen Gerede in Ruhe.

Ich rede nicht behindertenfeindlich! Ich sage die Wahrheit! Ich könnte mich nicht um ein behindertes Kind kümmern, auch wenn ich es lieben würde. Das ist nicht behindertenfeindlich. Behindertenfeindlich wäre es, wenn ich gesagt hätte, dass man alle Behinderten dieser Welt erschießen soll, was nicht so ist und niemals so sein würde. Aber du siehst ja sowieso nur das, was du sehen willst.

>Ich wünsche mir ein paar alte Werte für diese kalte und kranke Gesellschaft zurück!

Ja! Verbietet die Abtreibung, damit jedes zweite Mädchen, dass mit 16 Schwanger wird sein Kind in die Mülltonne wirft! Juhu! Genau das brauchen wir...
Es hat seinen Grund, warum Abtreibung erlaubt ist und auch wenn du diese Gründe nicht verstehen kannst/willst, ich kann es.

>Und ich dulde sie, ich dulde es, wenn ihr eure Kinder tötet, all das dulde ich

Aber nur, weil du keine andere Wahl hast!

>Du hast oben selbst geschrieben, dass Abtreibung für dich Mord ist.
>Und für mich ist dieser Weg eben schwach und feige und Mord.

Ich kann diese Meinung SO nicht mit dir teilen, auch wenn ich im Grunde durchaus verstehe was du meinst.

Ansonsten kann ich es hier nur noch einmal sagen: Jeder sollte selbst entscheiden (können und dürfen), ob er ein Kind (egal ob Gesund oder nicht) abtreiben will oder ob er es behält. Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung und so schwer es manchmal auch fällt, man sollte diese akzeptieren können.

Und ich wiederhole es auch noch einmal für alle: Ich bin nicht behindertenfeindlich. Ich stehe nur dazu, dass ich es nicht schaffen würde, mich um ein behindertes Kind zu kümmern und wenn ich von der Behinderung erfahre, bevor ich im 5. Monat schwanger bin, dann würde ich (je nach Grad der Behinderung) eine Abtreibung durchführen lassen. Ich sage aber nicht, dass alle anderen das auch tun müssen oder das Behinderte Menschen etwas schlimmes sind.

(PS: Sollten in dem Text übermäßig viele Rechtschreibfehler sein, dann bitte ich um Entschuldigung. Ich habe hohes Fieber und werde jetzt direkt ins Bett gehen und habe deshalb nicht noch einmal drübergelesen. Tut mir leid, wenn ihr Probleme beim Lesen hattet.)
Zuletzt geändert: 07.10.2008 22:07:51



Von:    FULLMOONCHANAdmin 07.10.2008 22:16
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Wir wissen alle das das hier ein schwieriges Thema ist und deswegen sollte niemand einen anderen Beleidigen.

Also bitte, sachlich/themabezogen bleiben und keine weiteren Beleidigungen. ^^;
♥ Ich bin manchmal lieb und manchmal böse, aber immer ein Kampf-Uke!!!!♥



Von:    Bastet 07.10.2008 23:01
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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"Ein Gebärzwang ist ethisch nicht zu vertreten." (Andrea Arz de Falco, katholische Moraltheologin)

Dieses Zitat beschreibt recht gut meine Meinung zum Thema "Abtreibung", die ich bereits in diesem Post genauer erläutert habe.

Wenn man sich den Thread so durchliest, fällt einem auf, dass so viele nach dem "Recht des Kindes auf ein glückliches Leben" schreien, dass es ein Mensch sei und deshalb dieses Recht besäße. An die Frauen denkt allerdings kaum einer. Aber da Frauen ja auch Menschen sind, besitzen sie doch genauso das Recht auf ein glückliches Leben.
Warum also stimmen so viele für den Embryo?
Oft habe ich schon gelesen, dass jemand "der zu dumm zum verhüten sei, auch Verantwortung tragen solle und das Kind großziehen, weil das Kind ja nichts für die Dummheit der Eltern könne".
Dazu muss gesagt werden, dass kein Verhütungsmittel 100%ige Sicherheit bietet. Außerdem können Fehler bei der richtigen Anwendung von Verhütungsmitteln auch von anderswo herrühren, zum Beispiel Nervosität beim ersten Mal, wobei dass Kondom nicht richtig übergezogen wird oder eine Magendarmgrippe, während man die Pille einnimmt (dass kann die Wirksamkeit dämmen, doch das wissen manche nicht, genauso wenig, dass der Verzehr von Johannisbeeren die Wirkung senkt) und so weiter. Gegenargumente wie "Dann hätten sie besser aufpassen oder sich besser informieren sollen!" sind nicht wirklich kraftvoll. Denn jedem können mal Missgeschicke widerfahren oder ein Malheur aufgrund mangelnden Detailwissens. Und Irren ist bekanntlich menschlich, darum sollte man diesen Leuten deswegen dann auch keinen Vorwurf machen.

Und so ist es nunmal Fakt, dass es manche Frauen gibt, die sich gegen das Kind in ihrem Bauch entscheiden, weil sie es nicht packen würden, das Kind zu erziehen, weil die Umstände ungünstig sind, weil für sie ein Kind nunmal nicht die Lebensbereicherung darstellt, die es für so viele andere tut, und sich nur ohne das Kind ein glückliches Leben vorstellen können oder aus welchen Gründen auch immer sie sich für eine Abtreibung entscheiden.
Und zu dem Argument "Trotzdem das Kind austragen und dann zur Adoption freigeben" kann ich immer wieder nur sagen, wie ich es bereits in meinem vorherigen Post so ausführlich getan habe: Eine Geburt ist kein Zuckerschlecken, sondern birgt Risiken, manchmal auch Lebensgefährliche Risiken!
Und an dieser Stelle passt wieder das Zitat, dass den Anfang meines Beitrags ziert.
Frauen haben genauso ein Recht auf ein glückliches Leben und wenn sie der Meinung sind, dass sie dies nur ohne das Kind erreichen können, dann ist es auch vollkommen in Ordnung, wenn diese Frauen dann abtreiben. Jede Frau sollte die freie Wahl haben, ob sie abtreibt oder nicht. Beide Optionen sind vollkommen in Ordnung, da jeder selbst über sein Leben bestimmen kann. Im Falle "Abtreibung" gibt es einfach kein "Richtig" oder "Falsch", man kann dazu keine Regeln festlegen. Man kann darüber diskutieren, und seine Meinung kund tun, doch sich anzumaßen, über das Leben anderer bestimmen zu wollen, dass überschreitet die Grenze.
Und wie ich es zum Schluss des letzten Beitrags schon geschrieben habe, setzte ich auch hier wieder "Zwischen Abtreibung und Mord liegen Welten".
"Menschen sind wie Buntglasfenster. Sie blitzen und funkeln, wenn die Sonne scheint, aber wenn die Dämmerung kommt, wird ihre wahre Schönheit nur sichtbar durch das Licht, dass innen strahlt." (Elisabeth Kübler-Ross)
Zuletzt geändert: 07.10.2008 23:03:58



Von:   abgemeldet 07.10.2008 23:13
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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Gut, eventuell habe ich überreagiert bzw. zu zynisch geschrieben. Es lag nicht in meiner Absicht, hier irgendwen zu beleidigen, aber Abtreibung (insbesondere bei behinderten Kindern) ist ein rotes Tuch für mich und ich habe da eben eine sehr feste Meinung zu. Dennoch entschuldige ich mich, falls sich jemand von mir angegriffen gefühlt hat.
Ich versuche, mich zurückzuhalten.

>Aber das kann dir doch helfen! Du kannst dich vorbereiten, auf das was kommen wird. Du kannst >Kurse besuchen und dein Haus behindertengerecht einrichten, bevor das Baby kommt. Es ist >sicherlich ein schrecklicher Schock für eine Mutter, wenn sie erst nach der Geburt von der >Krankheit des Kindes erfährt, dann ist sie doch erst einmal total geschockt und überfordert, auch >wenn sie damit im Grunde keine Probleme hätte.

Da hast du natürlich Recht, ich hatte dich so verstanden, als würdest du glauben, eine Fruchtwasseruntersuchung wäre gut für das Kind.

>Bis zum 5. Monat würde ich (unter diesen Umständen) eine Abtreibung vornehmen lassen

Ich bin mir zwar nicht sicher, aber ich glaube, dass man in diesem Stadium nicht sagen kann, ob das Kind behindert sein wird.
Und es geht hier ja auch nicht nur um dich, denn traurigerweise gibt es genug Menschen, die auch im 9. Monat noch abtreiben lassen.

>Außerdem hat das mit der Abtreibung vor allem häufig den Grund, dass viele Eltern ihre Kinder >nicht mehr weggeben könnten, wenn es erst einmal geboren wäre

Aber wieso können sie es dann töten? Das verstehe ich einfach nicht. Man kann sein Kind ja auch weggeben und trotzdem noch Kontakt halten.

>In welcher Welt lebst du? Liest du Zeitung? Schaust du Nachrichten im Fernsehen?

In der Tat und hast du gelesen, was ich schrieb? Ich schrieb, warum Frauen so was tun sollten, die noch bei Trost, also geistig gesund sind. Die Frauen, die ihre Kinder getötet haben, hatten alle psychische Störungen und waren demnach nicht gesund.

>Solche Frauen, sind für mich die wahren Mörderinnen

Nur mit dem Unterschied, dass viele Frauen, die abtreiben lassen, geistig vollkommen gesund sind und in der Lage wären, ihre Kinder großzuziehen. Diese Frauen, die ihre Kinder töten, benötigten Hilfe, die sie nicht bekommen haben.

>Und solche Frauen, sollten lieber Abtreiben, als dass es jemals so weit kommt

Glaub mir, es gibt viel mehr Möglichkeiten, als „abtreiben“ und „geborenes Kind töten“.

>Das ist viel leichter, als es klingt...

Dass es leicht ist, habe ich nicht geschrieben, aber der leichte Weg ist eben nicht immer der beste Weg.

>Für dich ist vermutlich eine Abreibung schwerer,

Ich würde weder abtreiben, noch mein Kind weggeben, außer, wenn ich wirklich so krank werden würde, dass es mir einfach nicht mehr möglich ist, mich ausreichend um es zu kümmern.

>aber bis zum fünften Monat, wenn du das Kind nicht so wahr nimmst, ist es einfacher, denke ich

Selbst wenn man das Kind (noch) nicht spürt, weiß man, dass es da ist und daher könnte ich es nicht töten, ganz egal ob ich es spüre oder nicht.

>Ich heuchle nicht, ich sage meine Ehrliche Meinung und wenigstens Spiele ich mich nicht als Mutter Theresa auf...

Ich sage auch nur meine Meinung.
Soll ich dir sagen, warum du für mich heuchlerisch rüberkommst? Weil du eben nicht sagst, dass du wahrscheinlich einfach nicht mir einem behinderten Kind umgehen könntest, sondern weil du so tust, als würdest du das zu Gunsten anderer tun.
Du tust die ganze Zeit so, als wäre ein behindertes Kind ein Unglück, dass auf jeden Fall die ganze Familie zerstören würde. Als wäre es etwas, vor dem du dich und deine Familie schützen müsstest. Selbst wenn es für dich wirklich so ist, ist das für mich nicht nachvollziehbar.

>Sie auf ewig hassen? Das kann es doch nicht sein, oder?

Hassen vermutlich nicht, nein, aber sie würde sehr an Ansehen verlieren. Allerdings weiß ich, dass sie so was niemals tun würde.

>Und wenn es wirklich so wäre, dass du nichts mehr mit mir zu tun haben wollen würdest, weil ich >mein Kind abtreibe, dann würde ich wohl auch nichts mit dir zu tun haben wollen, wenn wir jetzt >befreundet wären.

Klar, das ist verständlich.

>(Auch wenn ich weis, dass du jetzt mit dem Argument kommen würdest, dass wir nie befreundet >sein würden, obwohl man das so ja auch nicht sagen kann, immerhin beginnt man eine >Freundschaft nicht mit: „Hey! Wenn mein Baby behindert sein sollte, werde ich es abtreiben, und >du?“)

Mit diesem Argument wäre ich sicher nicht gekommen. Ich habe – wie schon öfter erwähnt – auch Bekannte, die abgetrieben haben und bewerfe sie nicht mit Steinen. Aber Menschen, die ihr behindertes Kind noch im 8. oder 9. Monat töten (das bezieht sich jetzt also nicht auf dich) kann und will ich nicht verstehen und ich könnte ihnen nicht in die Augen sehen. Vielleicht ändere ich meine Ansichten dahingehend irgendwann mal.
Das sage ich nicht als Beleidigung, sondern weil ich es eben einfach nicht kann. Nennt mich böse und intolerant, aber bei diesem Thema bin ich sehr empfindlich.

>Etwas Verständnis, würde ich von meinen Freunden nämlich schon verlangen.

Ich habe nicht nur etwas Verständnis, sondern sehr viel, aber eben nicht für alles. Und das übersteigt „etwas“ Verständnis doch bei weitem. Ich bin nur ein Mensch und auch ich habe meine Grenzen.

>Die Leute trifft keinerlei Unglück, während mich eines nach dem anderen trifft

Ich glaube auch nicht daran, dass diese Welt gerecht ist.

>Das ist ein bisschen so, wie das Thema ‚Sterbehilfe’.

Bei der Sterbehilfe weißt du, dass diese Menschen sterben wollen, dein ungeborenes Kind kannst du vorher nicht fragen.

>„Ich wünschte, ich wäre niemals geboren wurden.“

Menschen sagen oft unüberlegte Dinge, aber selbst wenn, wenigstens haben sie die Chance, das zu sagen. Den abgetriebenen Babys hat keiner die Chance dazu gegeben.

>Im Bauch, ist es nur im Bauch.

Viele Frauen haben aber auch dann (ja, schon vor dem 5. Monat) eine sehr starke Bindung zu dem Kind.

>Kannst du dich mit so etwas abfinden? Ich könnte es nicht.

Diese Frage vermag ich nicht zu beantworten, aber ich denke, dass man sich damit abfinden muss. Wenn ich mein Kind abtreiben lasse, muss ich mich auch damit abfinden, dass es tot ist.

>Man hat das Kind noch nicht ‚kennen’ gelernt und somit fällt es vermutlich leichter, es gehen zu lassen.

Allerdings sind die Schuldgefühle dafür wahrscheinlich (!) umso größer.
Glaubst du nicht, du würdest dich später fragen „Was wäre wenn mein Kind jetzt hier wäre? Wäre es vielleicht doch glücklich geworden? Hätte ich es vielleicht doch geschafft? Wird es mir jemals verzeihen, dass ich ihm so was angetan habe?“?

>Ich tue das, was ich für das beste halte, wenn das bedeutet, dass ich mein Kind umbringe, dann soll es wohl so sein.

Das ist aber kein schlüssiges Argument, wäre es das, könnte ich morgen meine sämtlichen Nachbarn abmetzeln, weil ich es für das beste hielt.

>Für mich beginnt das Leben erst. ab den 5. Schwangerschaftsmonat.

Dass das Kind trotzdem schon vorher lebt, ist dir wohl klar, aber darf ich fragen, warum du dir ausgerechnet den 5. Monat ausgesucht hast?

>Aber das ist doch nicht schlimm! Jeder ist irgendwo schwach! Schwäche ist kein Fehler.

Hab ich behauptet, dass es schlimm ist?
Ich habe lediglich gesagt, dass diese Frauen für mich schwach sind.

>Na, dann ist es doch schön, dass ich dich endlich in die reale Welt zurück holen konnte.

Dass es genug Menschen gibt, die leider keinerlei Werte mehr kennen und völlig falsche Prioritäten setzen, ist sogar mir bereits aufgefallen. Trotzdem darf ich das ja wohl schlimm finden, wenn es heutzutage als vollkommen normal gilt, dass Väter ihre Kinder sitzen lassen, Eltern ihr Kinder verwahrlosen lassen und Mütter ihre Kinder töten.

>Du kannst diese Leute alle mit Hass und Verachtung strafen, aber hältst du das wirklich für den >richtigen Weg? Man kann doch nicht jeden Menschen hassen, der andere Moralvorstellungen hat.

Hassen… Wie kommst du eigentlich auf dieses Wort? Und nein, ich strafe sicher nicht jeden mit Verachtung, der nicht meine Moralvorstellung hat, allerdings gibt es nun mal Grenzen.
Ich verachte zum Beispiel auch Leute die mobben, die haben so gesehen aber auch nur eine „andere Moralvorstellung“.

>Wer abtreiben will, der soll es tun und wer es nicht will, der tut es eben nicht.

So ist es.

>Ich würde deswegen niemanden verurteilen, dass ist auch einfach nicht gerecht.

Wie gesagt ist die Welt eben nicht gerecht. Es ist auch nicht gerecht, dass kleine Kinder sterben müssen.
Und jemand, der sein eigenes Kind tötet, sollte mMn auch lieber nicht auf Gerechtigkeit hoffen.

>Ich rede nicht behindertenfeindlich[…]Aber du siehst ja sowieso nur das, was du sehen willst.

Da ich so was natürlich nicht gerne auf mir sitzen lasse, zitiere ich drei Stellen, die für mich (!) behindertenfeindlich sind, da du hier jedem behinderten Menschen die Möglichkeit auf ein glückliches Leben absprichst und behauptest, dass der Tod das beste für alle Beteiligten sei.

>aber worin besteht das verbrechen, ein Kind vor einem Leben zu schützen, in dem es einfach >nicht Glücklich werden kann

>Ein Kind auf die Welt zu holen, von dem ich weis, dass es am Ende doch nur leiden wird,

>wie mein Partner darunter leiden könnte, meine Kinder >und der Rest meiner Freunde und Familie.

Vielleicht war es von dir nicht so gemeint und ich wollte dir wirklich nichts unterstellen, jetzt hast du ja auch vieles ganz anders geschrieben, als zuvor, aber für mich kam es anfangs eben so rüber.

>Ja! Verbietet die Abtreibung,

Hilf mir auf die Sprünge… Wo schrieb ich irgendwas von „verbietet Abtreibung“?

>Es hat seinen Grund, warum Abtreibung erlaubt ist und auch wenn du diese Gründe nicht verstehen kannst/willst, ich kann es.

Das kann ich sehr gut und ich habe in diesem ganzen Thread niemals geschrieben, dass man Abtreibung verbieten soll. Nur, dass man es verbieten soll, dass behinderte Kinder bis zum 9. Monat abgetrieben werden dürfen.
Alte Werte =/= verbietet die Abtreibung.

>Aber nur, weil du keine andere Wahl hast!

Man hat immer die Wahl.

>Jeder sollte selbst entscheiden (können und dürfen), ob er ein Kind (egal ob Gesund oder nicht) >abtreiben will oder ob er es behält.

Sehe ich auch so.

>Und ich wiederhole es auch noch einmal für alle: Ich bin nicht behindertenfeindlich. Ich stehe nur >dazu, dass ich es nicht schaffen würde, mich um ein behindertes Kind zu kümmern und wenn ich >von der Behinderung erfahre, bevor ich im 5. Monat schwanger bin, dann würde ich (je nach Grad >der Behinderung) eine Abtreibung durchführen lassen. Ich sage aber nicht, dass alle anderen das >auch tun müssen oder das Behinderte Menschen etwas schlimmes sind.

Hättest du das gleich so geschrieben, hätten wir uns die ganze Diskussion sparen können.


EDIT:

@Bastet

>den Thread so durchliest, fällt einem auf, dass so viele nach dem "Recht des Kindes auf ein >glückliches Leben" schreien, dass es ein Mensch sei und deshalb dieses Recht besäße. An die >Frauen denkt allerdings kaum einer. Aber da Frauen ja auch Menschen sind, besitzen sie doch >genauso das Recht auf ein glückliches Leben.
>Warum also stimmen so viele für den Embryo?

Ich denke sehr wohl an die Frauen und auch wenn mir das hier niemand glauben mag, viele Frauen haben gerade nach einer Abtreibung sehr große Probleme. Und es besteht nun mal die Möglichkeit, dass sie mit dem Kind glücklich werden oder sie können es eben weggeben, dann können beide glücklich werden. Töten sie das Kind, besteht diese Möglichkeit nicht.

>Denn jedem können mal Missgeschicke widerfahren

Da hast du absolut recht und genau deshalb, sollte man junge Mütter, die eventuell abtreiben wollen, gut beraten. Mich stört es gar nicht, wenn Frauen abtreiben, sondern dass viele mMn zu leichtfertig abtreiben bzw. zu leichtfertig „TREIB AB!“ schreien, ohne sich mal mit anderen Alternativen auseinanderzusetzen.

>Und zu dem Argument "Trotzdem das Kind austragen und dann zur Adoption freigeben" kann ich >immer wieder nur sagen, wie ich es bereits in meinem vorherigen Post so ausführlich getan >habe: Eine Geburt ist kein Zuckerschlecken, sondern birgt Risiken, manchmal auch >Lebensgefährliche Risiken!

Eine Abtreibung ist auch kein Zuckerschlecken und bringt ebenfalls Risiken mit sich.

>Frauen haben genauso ein Recht auf ein glückliches Leben

Das möchte ihnen auch keiner nehmen, aber wenn das Glück nun mal vom Tod eines unschuldigen Kindes abhängt, dann kannst du nicht verlangen, dass das alle Menschen toll finden.

>Jede Frau sollte die freie Wahl haben, ob sie abtreibt oder nicht.

Sehe ich auch so, aber wenn, dann muss sie auch mit den Konsequenzen leben können.

>über das Leben anderer bestimmen zu wollen, dass überschreitet die Grenze.

… und was tut man denn, wenn man abtreibt..?

>Und wie ich es zum Schluss des letzten Beitrags schon geschrieben habe, setzte ich auch hier >wieder "Zwischen Abtreibung und Mord liegen Welten".

Inwiefern?
So oder so verliert ein Mensch, der leben wollte (alle Embryos besitzen einen ganz natürlichen Lebenswillen) eben dieses.
Natürlich ist eine Abtreibung vor dem Gesetz kein Mord, aber rate mal, warum sie nicht vollkommen legal ist.
Für mich (!) ist es Mord, Tötung, Auslöschung eines Lebens. Nenn es, wie du willst.
~sleep all day party all night
never grow old never die
it`s fun to be a vampire(69)~
Zuletzt geändert: 07.10.2008 23:20:48



Von:    FreitagDerDreizehnte 07.10.2008 23:49
Betreff: Abtreiben? [Antworten]
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>Wenn man sich den Thread so durchliest, fällt einem auf, dass so >viele nach dem "Recht des Kindes auf ein glückliches Leben" >schreien, dass es ein Mensch sei und deshalb dieses Recht >besäße. An die Frauen denkt allerdings kaum einer. Aber da >Frauen ja auch Menschen sind, besitzen sie doch genauso das >Recht auf ein glückliches Leben.
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das hier so viele geschrieen haben... Ich zum Beispiel würde selbst nie abtreiben, trotzdem bin ich für Abtreibung bzw. dafür, dass jede Frau selbst wählen darf. Was mich hier und allgemein stört ist die Verharmlosung der Abtreibung und das meine ich ja auch zum Wohl der Frau! Denn wie viele Frauen können nach der Abtreibung eben kein glückliches Leben führen?

>Warum also stimmen so viele für den Embryo?
So viele??? Wenn ich an die letzten Seiten zurückdenke erinnere ich mich da an Leute, die dem Embryo sogar abgesprochen haben, dass er ein Lebewesen ist... Und so schöne Diskussionen wie "Ein Einzeller ist mehr wert als ein Embryo. Man darf kein Tier töten, aber bei einem Embryo ist es ja kein Mord usw. usw."
Und ich sehe den Embryo eben nicht nur als Embryo, sondern als heranwachsenden Menschen, der auch ein Recht auf Leben hat. Natürlich darf die Frau nicht dazu gezwungen werden das Kind zu bekommen. Ich bin einfach nur für eine bessere Aufklärung und dafür, dass die Leute es sich nicht immer zu einfach machen so a la "Schatz, wir wollten uns doch dieses Jahr ein neues Auto leisten! Treib lieber ab!" Und ja, diesen Fall gab es wirklich und er ist sicher kein Einzelfall. Die meisten Leute treiben ab, weil sie im Moment keine Lust auf das Kind haben/ auf ihren Luxus nicht verzischten wollen und nicht, weil sie gesundheitlich nicht in der Lage sind / vergewaltigt wurden / erst 14 sind etc.

>Oft habe ich schon gelesen, dass jemand "der zu dumm zum >verhüten sei, auch Verantwortung tragen solle und das Kind >großziehen, weil das Kind ja nichts für die Dummheit der Eltern >könne".
>Dazu muss gesagt werden, dass kein Verhütungsmittel 100%ige >Sicherheit bietet. Außerdem können Fehler bei der richtigen >Anwendung von Verhütungsmitteln auch von anderswo herrühren, zum >Beispiel Nervosität beim ersten Mal, wobei dass Kondom nicht >richtig übergezogen wird oder eine Magendarmgrippe, während man >die Pille einnimmt (dass kann die Wirksamkeit dämmen, doch das >wissen manche nicht, genauso wenig, dass der Verzehr von >Johannisbeeren die Wirkung senkt) und so weiter. Gegenargumente >wie "Dann hätten sie besser aufpassen oder sich besser >informieren sollen!" sind nicht wirklich kraftvoll. Denn jedem >können mal Missgeschicke widerfahren oder ein Malheur aufgrund >mangelnden Detailwissens. Und Irren ist bekanntlich menschlich, >darum sollte man diesen Leuten deswegen dann auch keinen Vorwurf >machen.
Diese Leute sind aber eben auch nicht die Mehrheit von denen, die abtreiben.
Ansonsten sehe ich die Sache zweiseitig. Denn nur, weil einem so ein "Missgeschick" passiert ist, ist das ja trotzdem kein Grund um sofort abzutreiben. Ich schrieb es schonmal: Wenn dieses "Missgeschick" Leuten passiert, die in einer intakten Partnerschaft leben, ein gutes Einkommen haben und vielleicht eh in ein paar Jahren Kinder wollen, dann finde ich es nicht in Ordnung, wenn diese dann abteiben, weils eben nicht passt.
Passiert so ein Missgeschick jetzt z.B. wirklich beim ersten Mal, das Mädchen ist erst 14/15, die Eltern helfen nicht und der Freund haut ab, dann kann ich es natürlich vollkommen verstehen (obwohl es auch dann Hilfen wie Mutter-Kind-Heime gibt). Es spielen eben immer mehrere Gründe mit rein.

>Und so ist es nunmal Fakt, dass es manche Frauen gibt, die sich >gegen das Kind in ihrem Bauch entscheiden, weil sie es nicht >packen würden, das Kind zu erziehen, weil die Umstände ungünstig >sind, weil für sie ein Kind nunmal nicht die Lebensbereicherung >darstellt, die es für so viele andere tut, und sich nur ohne das >Kind ein glückliches Leben vorstellen können oder aus welchen >Gründen auch immer sie sich für eine Abtreibung entscheiden.
Diese Frauen haben auch alle das Recht abzutreiben und das hat ihnen hier sicher auch keiner abgesprochen. Was hier gerade so für Aufregung gesorgt hat, waren ja eher so aussagen wie "Ich mache das für das Kind" etc. Das ist für mich pure Heuchelei. Wenn eine Frau abtreibt, weil sie es eben nicht schafft (aus welchen speziellen Gründen auch immer), dann ist das ok, aber dann soll sie auch dazu stehen und nicht so heuchlerich sein, denn man weiß nicht, ob das Kind nicht lieber gelebt hätte. Und wenn man seinem Kind Liebe schenkt, dann wird es auch, trotz starker Behinderung, niemals sagen "ach wäre ich doch nie geboen worden." Sowas können auch ganz gesunde Menschen sagen, die niemals Liebe erfahren haben.

>Und zu dem Argument "Trotzdem das Kind austragen und dann zur >Adoption freigeben" kann ich immer wieder nur sagen, wie ich es >bereits in meinem vorherigen Post so ausführlich getan habe: >Eine Geburt ist kein Zuckerschlecken, sondern birgt Risiken, >manchmal auch Lebensgefährliche Risiken!
Aber eine Abtreibung birgt doch wesentlich mehr Risiken als eine normale Geburt! Dafür ist der Körper der Frau schließlich ausgestattet, für so eine Operation allerdings nicht. Das ist auch etwas, was mich hier stört. Die Abtreibung wird als etwas total einfaches hingestellt, so nach dem Motto "der Arzt guckt dich einmal schief an und schon ist alles vorbei" wohingegen die Geburt (was das normalste von der Welt ist) als etwas gefährliches risikoreiches hingestellt wird.

>Frauen haben genauso ein Recht auf ein glückliches Leben und >wenn sie der Meinung sind, dass sie dies nur ohne das Kind >erreichen können, dann ist es auch vollkommen in Ordnung, wenn >diese Frauen dann abtreiben. Jede Frau sollte die freie Wahl >haben, ob sie abtreibt oder nicht. Beide Optionen sind >vollkommen in Ordnung, da jeder selbst über sein Leben bestimmen >kann. Im Falle "Abtreibung" gibt es einfach kein "Richtig" >oder "Falsch", man kann dazu keine Regeln festlegen.
Ganz meine Meinung. Wenn Frauen abtreiben und ein glückliches Leben führen können, dann freue ich mich für sie. Nur sollten sie sich eben vorher auch genau überlegen, ob das Leben dann auch besser ist. Ich würde nie über eine Frau, die abgetrieben hat, urteilen, aber ich finde es einfach schlimm, wie vielen Frauen (ich kenne auch ein paar) leichtfertig zu einer Abtreibung geraten wurde und die es hinterher total bereut haben und auch ärztliche Hilfe brauchten.

>Man kann darüber diskutieren, und seine Meinung kund tun, doch >sich anzumaßen, über das Leben anderer bestimmen zu wollen, dass >überschreitet die Grenze.
Naja, ich denke, dass hat hier auch keiner getan. Wir können doch alle nur unsere meinung sagen und ich denke, dass es verständlich ist, dass es bei so einem heiklen Thema auch mal was "rauer" zugeht...

>Und wie ich es zum Schluss des letzten Beitrags schon >geschrieben habe, setzte ich auch hier wieder "Zwischen >Abtreibung und Mord liegen Welten".
Das ist deine Meinung. Siehst du das denn immer noch so, wenn ein Kind im 9 Monat abgetrieben wird? Denn um diese Diskussion geht es ja gerade, also dass man ein behindertes Kind noch bis zum neunten Monat abtreiben darf. Wo der Unterschied zwischen einem neun Monate alten Baby im Bauch und einem gerade geborenen sein soll, muss mir wohl jemand erklären...

twins against twincest!


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