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Thread: Junge Autoren (?)

Eröffnet am: 26.05.2004 23:37
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wireless_emotion Junge Autoren (?) 12.10.2004, 17:07
shitashii Junge Autoren (?) 13.10.2004, 08:44
wireless_emotion Junge Autoren (?) 13.10.2004, 09:45
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wireless_emotion Junge Autoren (?) 13.10.2004, 10:24
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MyKona Junge Autoren (?) 25.11.2004, 22:27
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Von:   abgemeldet 12.10.2004 17:07
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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mit dem schreiben können ist es wie mit jeder anderen fertigkeit - man braucht etwas talent und viel übung.

genauso wie es kinder gibt, die etüden schreiben und zu einem bestimmten thema improvisieren können, sie aber selten sind, wie es kinder gibt, die bilder malen können, die an die ganz grossen heranreichen, so gibt es auch kinder, jugendliche und junge erwachsene, die gute geschichten schreiben können.
aber es sind wenige.

viel mehr liegt es an der persönlichkeit des autors als am alter, denn viele der dinge, die wir schreiben, kennen wir nur aus zweiter hand. allerdings müssen wir bereit sein, uns von anderen erzählen zu lassen, wie sie sind ... und uns auch kritik stellen.

ich hab letztens den satz gelesen "wer schreiben will, muss bereit sein, etwas von seinem innersten zu verraten. wer das nicht kann, sollte es gleich lassen."
und ich denke, dort liegt es, in der weltsicht der person, in den dingen, die man sich zurechtbiegt, weil es angenehmer ist, als sich der realität zu stellen.
wenn man sich selber über zu viele dinge anlügt, kann man keine tiefgehenden charaktere schaffen, und die geschichten werden schlicht und ergreifend langweilig.
viele jugendliche haben eine relativ einfache weltsicht, manche von ihnen später nicht mehr. lebenserfahrung. junge menschen schreiben anders als erwachsene oder alte, aber es muss nicht schlecht sein.

allerdings ahben junge menschen eben weniger zeit gehabt, um ihr handwerkszeug zu lernen
... der Alt-Nazi sagte noch: Und die Deutschen sind doch das beste Volk, denn sie haben die einzige Sprache, die genauso geschrieben wird, wie sie gesprochen wird.



Von:   abgemeldet 13.10.2004 08:44
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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> ich hab letztens den satz gelesen "wer schreiben will, muss bereit sein, etwas von seinem innersten zu verraten. wer das nicht kann, sollte es gleich lassen."

Oho...das ist ein sehr schöner und sehr wahrer Satz!! ^_^
Ähnlich verhält es sich mit Erfahrungen, die man selber sammelt im Laufe des Lebens.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass eine 13jährige eine überzeugende Liebesgeschichte schreiben kann. (sollte keine Beleidigung sein!!)
Das wäre ungefähr so, als würde ich eine Abhandlung über Regelschmerzen verfassen. ^_^"
Liebe liegt außerhalb der Überlegung.
(jap. Sprichwort)



Von:   abgemeldet 13.10.2004 09:45
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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och, wenn du dich anstrengst, kannst du das auch. du musst halt nur genügend information aus zweiter hand sammeln - und dir einen standpunkt suchen, von dem aus du das überzeugend rüberbringen kannst.
*nyah*
... der Alt-Nazi sagte noch: Und die Deutschen sind doch das beste Volk, denn sie haben die einzige Sprache, die genauso geschrieben wird, wie sie gesprochen wird.



Von:   abgemeldet 13.10.2004 10:11
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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Nöö...lieber nicht. ^_^
Mit Informationen aus zweiter Hand bin ich eher vorsichtig...man weiß ja nie, ob das alles so stimmt, was einem erzählt wird.
Liebe liegt außerhalb der Überlegung.
(jap. Sprichwort)



Von:   abgemeldet 13.10.2004 10:24
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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genügend.
darum geht es doch - wir wissen eh nicht, wie es in anderen menschen drin aussieht, wir können es uns nur vorstellen, indem wir uns selber anschaun und den anderen zuhören.

und sooooo unterschiedlich sind männlein und weiblein gar nicht, zum beispiel haben viele jungen in der pubertät eine zeit, in denen ihnen die brust wehtut, weil das gewebe sich verändert. der schmerz ist auf dieselbe weise verursacht wie bei frauen und wird als sehr ähnlich beschrieben ... :p
... der Alt-Nazi sagte noch: Und die Deutschen sind doch das beste Volk, denn sie haben die einzige Sprache, die genauso geschrieben wird, wie sie gesprochen wird.



Von:   abgemeldet 14.11.2004 10:09
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
Hm... Ich würde da sagen, Regelschmerzen sind noch was Anderes als zum Beispiel Liebe...
Liebe lässt sich verdammt schwer beschreiben, und das, was ich bisher bei jungen Autoren über Liebe gelesen habe... Na ja, "falsch" ist nicht das richtige Wort dafür, weil es immer anders ist, aber es ist entweder total kitschig geraten (groooße Gefahr bei Mädchen im Alter von 12-14 Jahren) oder aber irgendwie immer nach dem Motto: "Sie sah ihn, er sah total geil aus, und er sah sie und dachte: Wow, was für ne Schönheit, und sie verliebten sich in einander"... Wobei ich auch bei vielen älteren Schriftsteller natürlich das Kitschelement habe.

Man geht da manchmal hat noch ein bisschen unreif ran, denke ich, denn zu einer Beziehung gehört einfach mehr als nur Küssen, Knuddeln und ab und zu vielleicht ein bisschen streiten (im Übrigen rede ich hier nicht von Sex...^.^").
Und das wird man ja durch Recherchieren auch nicht groß herausfinden, weil niemand dir auf die Frage, was Liebe ist, antworten wird: Ja, wir stehen morgens auf... dann frühstücken wir... dann geht er zur Arbeit und ich auch... Irgendwann kommt er dann wieder, spielt ein bisschen am PC oder liest etwas, wir schauen Fernsehen oder so, essen gemeinsam Abendbrot...

(Übrigens beziehen sich meine Feststellungen auf veröffentlichte Jungautoren, es gibt jede Menge Ausnahmen! Glaube ich...)

Wie auch immer, das war jetzt eigentlich nicht die Sache, über die ich reden wollte.

Es gibt ein neues Buch eine Jungautorin, oder besser, es gibt ein Buch einer neuen Jungautorin: "Jenseits der Zauberweiden" von Freya Gräfin von Korff

Irgendjemand gelesen?
Ich habe bisher mal reingeschaut, na ja, es ist nicht schlecht, aber so wirklich umgehauen hat es mich auch nicht. Der Stil ist ganz gut, die Geschichte scheint wieder mal normaler Fantasy zu sein (Mädchen wird in eine andere Welt hineingezogen, muss als Auserwählte einen "magischen Stein vor den Kräften des Bösen retten", lese ich gerade - na ja, kann ja auch ganz unterhaltsam sein).

Bisher hat es nicht so den Hype gegeben, mal abwarten. Die AUtorin ist jetzt 18, war angeblich 13 oder so, als sie es geschrieben hat, 16 habe ich aber auch schon gehört.

Liebe Grüße,

MyKona



Von:   Morwen 19.11.2004 21:55
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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N'Abend.

Nachdem ich die letzte Stunde damit zugebracht habe, mich durch diesen Thread zu wühlen, möchte ich mich jetzt auch mal zu einigen Punkten äußern.

Erst einmal zur eigentlichen Frage:

Ich finde, es ist wichtig, wie weit der Autor geistig und gefühlsmäßig schon entwickelt ist. Und ich denke, dass es jedem am leichtesten fällt, eine Geschichte mit Charakteren zu schreiben, die in etwa genauso alt sind, wie der Autor. Denn so kann er sich mit ihrem Innenleben am besten identifizieren, da er wahrscheinlich selbst auch in ähnlichen Bahnen denkt (oder wenigstens Gleichaltrige kennt, die dies tun ^^).
Viel schwieriger finde ich es, Gefühle und Verhalten von Personen zu beschreiben, die viel älter sind, als der Autor. Man hat gewisse Erfahrungen einfach noch nicht gemacht, und kann so bestimmte Umstände nicht beschreiben (zum Beispiel Ärger mit Angestellten/Vorgesetzten, sollte es sich um eine Geschichte in der heutigen Welt handeln). Bei Fantasy ist das einfacher, aber das Gefühlsleben einer älteren Person unterscheidet sich trotzdem sehr von dem eines jugendlichen Autors. Erwachsene sind nicht mehr so leicht für viele verschiedene Dinge zu begeistern, wie junge Leute. Sie haben generell eine nüchternere Sicht auf die Dinge, da sie die Welt bereits kennengelernt haben und wissen, was möglich ist, und was nicht. Man gerät in die Gefahr, Erwachsene kindisch zu machen, wenn man sie so agieren lässt, wie man selbst handeln würde. Also ich finde das jedenfalls ziemlich schwer.
Von den psychischen Umständen mal abgesehen ist es natürlich wichtig, wie die Wortwahl des Autors ist, wie er seine erdachte Welt beschreibt und sie rüberbringt, ob er zu ausschweifenden Beschreibungen neigt oder nicht, usw. ... Also ob er über "Erzählerkraft" verfügt, oder nicht. Aber selbst wenn das Buch noch so spannend und actionreich erzählt ist, würde es mich nicht interessieren, wenn die Charaktere flach sind.
(Bestes Beispiel: "Vor der Elfendämmerung" von Jean-Louis Fetjaine. Eines der wenigen Male, dass ich es bereut habe, mir ein Buch gekauft zu haben. Es war schlicht und einfach LANGWEILIG! Man bekam überhaupt keinen Eindruck vom Gefühlsleben der Personen und selbst wenn die Handlung einigermaßen interessant war... Das Buch war der erste Band einer Trilogie und ich habe mich bis heute nicht dazu überwunden, mir die restlichen Bände auch noch zu besorgen...
Gegenbeispiel: Die Romane von Anne Rice. Da bekommt man teilweise eine Menge Gefühlsleben zu lesen...)
Die Erzählerkraft eines jungen Autors ist oft stärker, als die eines älteren Autors. Junge Menschen bringen meist viele neue, noch unverbrauchte Ideen in ihre Geschichten ein, und ich persönlich finde einen unperfekten, "rohen" (weil seltener praktizierten) Stil interessanter, als den von etablierten Autoren, deren Stil sich in zwanzig oder gar fünfzig Jahren kaum verändert hat.
(Mein Lieblingsbeispiel: Hohlbein. Ich KANN ihn einfach nicht mehr lesen. Vielleicht liegt es ja daran, dass ich schon gut vierzig Romane von ihm gelesen habe und irgendwann hab ich mich einfach an ihm "überlesen" - aber das Prinzip bei seinen Büchern ist immer das gleiche, und irgendwann wusste man schon vorher, wie es ausgehen wird... Ging mir jedenfalls so. ^^"
Bei den gut dreißig Büchern, die ich bisher von Terry Pratchett gelesen habe, habe ich mich allerdings kaum gelangweilt. ^^ Er ist einer der wenigen Autoren, die es schaffen, auch den zigsten Roman noch unterhaltsam und unvergleichbar witzig zu schreiben.)
Nun ja... Also ich finde, junge Autoren stehen älteren kaum nach, sieht man mal von den geistigen und gefühlsmäßigen Unterschieden ab. Alles andere ist nur eine Frage des Talents und (vor allem) der Übung.

Auch ich kenne ein Buch, dass von einem damals 15 Jahre alten Autoren geschrieben wurde, der damit auch ziemlichen Erfolg hatte. Obwohl ich es mit letztens gekauft habe, bin ich allerdings immer noch nicht dazu gekommen, es zu lesen (es ist sogar noch eingeschweisst ^^")... Das Buch heißt "Eragon" und wurde von Christopher Paolini geschrieben, der mittlerweile schon 19 oder 20 ist. Die Reaktionen waren unterschiedlich, da es sich um einen fantastischen Roman handelt, und vieles abgekupfert erscheint, doch um einen der Rezensenten zu zitieren:
"Ein großartiges Werk ... Nachts habe ich davon geträumt und beim Aufstehen musste ich sofort weiterlesen ..." (Liz Rosenberg, New York Times)
Das zeigt also, dass auch junge Autoren bereits Erfolge als ernstzunehmende Schriftsteller feiern. ;)
Ich freue mich jedenfalls schon sehr darauf, es zu lesen.
Allerdings erst, nachdem ich mein Scheibenweltbuch fertiggelesen habe... ^^

Ach ja, um nochmal auf den Fakt Erfahrungen zurückzukommen...
Den meisten ist sicher aufgefallen, dass Shonen-Ai-/Slashgeschichten meistens von weiblichen Autoren stammen. (XD Entschuldigt bitte, ich gehöre ja auch dazu. *gg*)
Wie ist es denn da mit der Erfahrung? Ich meine, wer unterhält sich mit einem Schwulen über dessen Sexualleben und fragt ihn, wie man "das" so macht? Irgendwoher muss man seine Informationen doch haben. Auch wenn die meisten wahrscheinlich das schreiben, was sie bei anderen Autoren gelesen haben... (Was ich gerade bei 12 oder 13jährigen Autorinnen ganz besonders schlimm finde, die dann "Meine erste Lemonszene ist endlich fertig! *jubel*" oder so schreiben.
-_-" *graus* Ich meine, das ist irgendwie nicht... normal. Da ist mir dann auch der Schreibstil egal...)

@ MyKona: "Jenseits der Zauberweiden" klingt laut deiner Beschreibung wie eine Magical-Girl-Story. Ist es das? Oo

So, das war es erst mal von mir.

Morwen
"Ich suchte mir also einen solchen Job und wurde Auftragskiller. Und hätte ich nicht einen sehr dummen Fehler begangen, wäre ich jetzt nicht hier."
(aus: "Gareon")
http://animexx.4players.de/fanfic/?doc_modus=autor_liste&autor=40251
Zuletzt geändert: 19.11.2004 22:06:50



Von:    Starlight 20.11.2004 12:54
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
Ciao!!!


> Ich finde, es ist wichtig, wie weit der Autor geistig und gefühlsmäßig schon entwickelt ist. Und ich denke, dass es jedem am leichtesten fällt, eine Geschichte mit Charakteren zu schreiben, die in etwa genauso alt sind, wie der Autor. Denn so kann er sich mit ihrem Innenleben am besten identifizieren, da er wahrscheinlich selbst auch in ähnlichen Bahnen denkt (oder wenigstens Gleichaltrige kennt, die dies tun ^^).

Hmmm... ich denke eher, daß es einfacher für einen Autor ist, entweder jüngere oder ältere Charaktere zu beschreiben. Für gleichaltrige Figuren benötigt man eine Selbstanalyse, die gerade jüngeren Menschen schwerer fällt. Man muß sich von sich selbst so weit distanzieren, daß man objektiv und damit glaubhaft in der Charakterbeschreibung bleiben kann.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß ich nie einen Teenager-Charakter schreiben würde. Einmal, weil ich keine Ahnung vom 'normalen' Teenagerleben habe, zum anderen, weil ich einfach noch zu sehr in meiner eigenen Perspektive gefangen bin und daher zwangsläufig eine Serie von ähnlichen, langweiligen und ziemliche MS-haften Charakteren schreiben würde, die sich kaum weiterentwickeln können, weil ich selbst ja noch nicht weiß, wie diese Entwicklung vonstatten gehen soll.

Ältere Charaktere sind vergleichsweise einfacher zu schreiben. Bei ihnen kann man eigene Erfahrungen verarbeiten, kann ihnen eine Vergangenheit geben, die nicht bestimmt ist von den Konflikten, die man momentan erlebt, man kann ihnen die Weisheit in den Mund legen, die man selbst gerne hätte und als richtig erkennt, die man aber nicht umsetzen kann, man kann sie kindisch oder erwachsen handeln lassen und einfach mehr Spielraum ausschöpfen als bei der Unsicherheit eines gleichaltrigen Charakters.

Jüngere Charaktere liegen meiner Meinung nach irgendwo dazwischen. Man kann aus eigener Erfahrung schöpfen, muß sich jedoch gleichzeitig auf eine Perspektive einstellen, die man vor Jahren abgelegt hat. Kinder dürfen nicht zu weise wirken, sollten nicht zu viel können- gerade um Kinder zu schreiben muß man meiner Meinung nach viel lesen, unter anderem über Entwicklungspsychologie oder Kindergeschichten. Vom Schwierigkeitsgrad her sind für mich unter den jüngeren Kindern die Jahre zwischen neun und zwölf am kompliziertesten nachzuvollziehen; dies beruht jedoch größtenteils auf meiner eigenen Persönlichkeitsentwicklung.

> Viel schwieriger finde ich es, Gefühle und Verhalten von Personen zu beschreiben, die viel älter sind, als der Autor. Man hat gewisse Erfahrungen einfach noch nicht gemacht, und kann so bestimmte Umstände nicht beschreiben (zum Beispiel Ärger mit Angestellten/Vorgesetzten, sollte es sich um eine Geschichte in der heutigen Welt handeln).

Andererseits hat man doch Erfahrungen mit genau diesen Dingen gemacht- als Beobachter. Somit ist es leichter, eine objektive Sicht der Dinge zu haben- und aus dieser objektiven Sicht können dann die Gefühle der Verärgerung, der Frustration oder der Wut, mit denen man auch als jüngerer Mensch vertraut ist, in die Figur hineinprojiziert werden, was ihre Reaktionen glaubhaft machen kann.

> Gegenbeispiel: Die Romane von Anne Rice. Da bekommt man teilweise eine Menge Gefühlsleben zu lesen...)

Hmm... bei Anne Rice scheiden sich die Geister. Ich habe ihre Romane eher als zu übertrieben, zu kitschig und wenig glaubhaft in der Gefühlswelt empfunden- die meisten Menschen empfinden nicht so stark und zeigen ihre Gefühle nicht so offen wie ihre Vampire. Ich gebe allerdings zu, daß ich negative Vorurteile gegen ihre Bücher habe, da ich nicht gerade ein Fan von Vampirgeschichten bin.
Einer der Autoren, die gerade die verrückteren und komplizierteren Gefühle von Erwachsenen phantastisch beschreiben ist für mich John Irving. Sein 'The world according to Garp' oder 'Widow for a year' gehören nach wie vor zu meinen Lieblingsbüchern.

> Die Erzählerkraft eines jungen Autors ist oft stärker, als die eines älteren Autors. Junge Menschen bringen meist viele neue, noch unverbrauchte Ideen in ihre Geschichten ein, und ich persönlich finde einen unperfekten, "rohen" (weil seltener praktizierten) Stil interessanter, als den von etablierten Autoren, deren Stil sich in zwanzig oder gar fünfzig Jahren kaum verändert hat.

Mhm. Vor- und Nachteile eines noch nicht vollkommen durchgebildeten Stils. Kann ich nur zustimmen, gleichzeitig aber wieder auf meine Vorbehalte hinweisen, daß oft wegen dieses noch rohen Stils in den Handlungsmustern oder der Charakterbildung einem Beispiel gefolgt wird, was den Stil verzerrt bzw. langweilig macht.

> Auch ich kenne ein Buch, dass von einem damals 15 Jahre alten Autoren geschrieben wurde, der damit auch ziemlichen Erfolg hatte. Obwohl ich es mit letztens gekauft habe, bin ich allerdings immer noch nicht dazu gekommen, es zu lesen (es ist sogar noch eingeschweisst ^^")... Das Buch heißt "Eragon" und wurde von Christopher Paolini geschrieben, der mittlerweile schon 19 oder 20 ist. Die Reaktionen waren unterschiedlich, da es sich um einen fantastischen Roman handelt, und vieles abgekupfert erscheint, doch um einen der Rezensenten zu zitieren:
> "Ein großartiges Werk ... Nachts habe ich davon geträumt und beim Aufstehen musste ich sofort weiterlesen ..." (Liz Rosenberg, New York Times)
> Das zeigt also, dass auch junge Autoren bereits Erfolge als ernstzunehmende Schriftsteller feiern. ;)

Aha. 'Orakel von Oonagh' wurde auch gefeiert, ich habe nach 50 Seiten aufgegeben weil es einfach zu langweilig wurde. Werde dennoch versuchen, mir 'Eragon' einmal anzusehen.

> Ach ja, um nochmal auf den Fakt Erfahrungen zurückzukommen...
> Den meisten ist sicher aufgefallen, dass Shonen-Ai-/Slashgeschichten meistens von weiblichen Autoren stammen. (XD Entschuldigt bitte, ich gehöre ja auch dazu. *gg*)
> Wie ist es denn da mit der Erfahrung? Ich meine, wer unterhält sich mit einem Schwulen über dessen Sexualleben und fragt ihn, wie man "das" so macht? Irgendwoher muss man seine Informationen doch haben. Auch wenn die meisten wahrscheinlich das schreiben, was sie bei anderen Autoren gelesen haben... (Was ich gerade bei 12 oder 13jährigen Autorinnen ganz besonders schlimm finde, die dann "Meine erste Lemonszene ist endlich fertig! *jubel*" oder so schreiben.
> -_-" *graus* Ich meine, das ist irgendwie nicht... normal. Da ist mir dann auch der Schreibstil egal...)

*lach* Ich wollte mich eigentlich nie an einer Slash-Story versuchen, weil eben die Erfahrung fehlt. Als Schwester eines Zwillingsbruders habe ich eigentlich einen ziemlich genauen Blick auf die romantische Gefühlswelt eines jungen Mannes, aber... ich sage es einfach mal so: ich verstehe dennoch nicht wirklich, was in ihm vorgeht, obwohl wir sehr, sehr CLOSE sind. Deswegen habe ich das Feld lieber mutigeren oder erfahreneren Autoren überlassen (bis zu einer verlorenen Wette *grins*).

Was mich ziemlich an diesen sehr jungen Autorinnen (habe festgestellt, daß Jungen selten vor dem fünfzehnten Lebensjahr zu schreiben anfangen, woran auch immer das liegen mag) stört ist, daß sie sich quasi ohne einen Schimmer einer Ahnung auf ein Gebiet vorwagen, das für sie wohl eine ziemlich starke Anziehungskraft besitzt, für das sie jedoch oft einfach noch nicht die emotionale Reife besitzen. Ich habe festgestellt, daß die meisten Rape/Self-mutilation oder Darkfictions von diesen extrem jungen Mädchen geschrieben werden und diese oft einfach über Gefühle und Dinge hinwegtrampeln, die für Betroffene traumatisch sind. Diese Respektlosigkeit erschreckt mich immer wieder- und verstärkt wieder einmal meine Ansicht, daß jungen Autoren einfach die Umsicht und Reife fehlt, ein großartiges Werk zu verfassen.

Vielleicht schafft es 'Eragon' ja, mich von meinem Standpunkt abzubringen, aber ich bezweifle es gelinde gesagt...

Cya soon!

Neli
In all those times of darkness... the light of hope will shine!
*~*Latest story addition: Die Zweite Prophezeiung 12*~*available at: http://animexx.4players.de/fanfic/?doc_modus=startseite&ff=46500&relink=%2Ffanfic%2F%3Fdoc_modus%3Dautor_liste%26autor%3D38470*~*



Von:    Pinselohr 20.11.2004 20:00
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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> Von den psychischen Umständen mal abgesehen ist es natürlich wichtig, wie die Wortwahl des Autors ist, wie er seine erdachte Welt beschreibt und sie rüberbringt, ob er zu ausschweifenden Beschreibungen neigt oder nicht, usw. ... Also ob er über "Erzählerkraft" verfügt, oder nicht. Aber selbst wenn das Buch noch so spannend und actionreich erzählt ist, würde es mich nicht interessieren, wenn die Charaktere flach sind.

Hm, das ist denke ich auch für junge Autoren erlernbar. Von einigen Talenten abgesehen, die das rein intuitiv können, muss sich aber jeder Autor darüber Gedanken machen, nicht nur die jungen.
Schreibstil ist natürlich eine Frage der Entwicklung. Ich habe fünf Jahre gebraucht, um meinen Stil soweit zu bringen, dass ich damit zufrieden bin und andere es gern lesen.

> Auch ich kenne ein Buch, dass von einem damals 15 Jahre alten Autoren geschrieben wurde, der damit auch ziemlichen Erfolg hatte. Obwohl ich es mit letztens gekauft habe, bin ich allerdings immer noch nicht dazu gekommen, es zu lesen (es ist sogar noch eingeschweisst ^^")... Das Buch heißt "Eragon" und wurde von Christopher Paolini geschrieben, der mittlerweile schon 19 oder 20 ist.

Ja, das will ich mir auch kaufen, sobald ich Geld hab... und nochn paar andere Bücher... Verflixt, ich bin chronisch pleite.
Abgesehen davon, dass ich immer auf der Suche nach neuen Fantasy-Büchern bin, ist mir das Buch halt aufgefallen, weil der Autor so jung war ^^

> Wie ist es denn da mit der Erfahrung? Ich meine, wer unterhält sich mit einem Schwulen über dessen Sexualleben und fragt ihn, wie man "das" so macht? Irgendwoher muss man seine Informationen doch haben. Auch wenn die meisten wahrscheinlich das schreiben, was sie bei anderen Autoren gelesen haben... (Was ich gerade bei 12 oder 13jährigen Autorinnen ganz besonders schlimm finde, die dann "Meine erste Lemonszene ist endlich fertig! *jubel*" oder so schreiben.

Die meisten, die hier solche Sachen schreiben, können das Wort „Recherche“ noch nicht mal buchstabieren. Die meisten schreiben wirklich, wie sie’s anderswo lesen, oder halt „nach Gefühl“ (wobei wirklich der größte Unsinn rauskommen kann)
Ich streite nicht ab, dass es manchmal klappt, und dass es Autoren gibt, die halt das richtige Einfühlungsvermögen haben. Aber das ist echt die Minderheit.

Dazu fällt mir was ein, das mir schon lange auf der Seele brennt: was haltet ihr eigentlich von diesen japanischen Genre-Bezeichnungen?
Mir geht das unheimlich auf den Keks... Mal ehrlich, wenn jemand fragt: „Was schreibst du so?“ Klingt die Antwort: „Shonen-Ai!“ Doch viel besser als „Geschichten über Schwule/ über eine Liebesbeziehung zwischen Männern bzw Jungs.“ (nicht dass man mir wieder vorwirft, ich sei schwulenfeindlich -.-°)
Der Normalbürger kann mit dieser Bezeichnung doch nichts anfangen... Ich halte das für etwas merkwürdig... Es klingt so harmlos oO genauso yaoi...
Kann sein, dass ich dazu auch einfach etwas voreingenommen bin, weil ich dieses genre nicht wirklich mag.


Greez,
white


http://ninja.4nm.de
****
Oh Ägypten! Ägypten! Von deinem Wissen werden nur Fabeln übrigbleiben, die späteren Geschlechtern unglaublich dünken. (Lucius Apuleius)
***
http://animexx.4players.de/fanfic/?doc_modus=autor_liste&autor=39305



Von:   Morwen 20.11.2004 20:56
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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> Die meisten, die hier solche Sachen schreiben, können das Wort „Recherche“ noch nicht mal buchstabieren. Die meisten schreiben wirklich, wie sie’s anderswo lesen, oder halt „nach Gefühl“ (wobei wirklich der größte Unsinn rauskommen kann)

Das ist allerdings wahr. -_-" Wenn ich die Rechtschreibung vieler jüngerer (und leider manchmal auch älterer ><") Autoren hier auf Animexx sehe, könnte ich glatt 'ne Krise kriegen.
Und beim Versuch, Lemon zu schreiben, kommt manchmal so ein Mist raus... Die einzige Möglichkeit mir das ohne größere Schmerzen anzutun besteht darin, mir MSTings über diese Geschichten durchzulesen. Es gibt ein paar wirklich gute MSTings auf dieser Seite, die die Yaoi-Stories einiger Autoren angemessen durch den Kakao ziehen (find ich jedenfalls ^^). Ich kann dabei nur jedem die MSTings von Sirius-san empfehlen, die sind wirklich kritisch - und vor allem ziemlich witzig. :)

> Ich streite nicht ab, dass es manchmal klappt, und dass es Autoren gibt, die halt das richtige Einfühlungsvermögen haben. Aber das ist echt die Minderheit.

Aber eine Rape-Fic mit 12?



Von:   abgemeldet 20.11.2004 13:34
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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Mal ehrlich.
Stell dir vor du bist noch ganz jung,und ein Literaturgenie.
Wäre doch doof wenn du dann kein Buch schreiben dürftest oder es kein Ansehen bekommt,wegen deines Alters...
Wenn du denkst es kann nicht mehr schlimmer werden...Dann komm ICH!



Von:    Starlight 20.11.2004 14:03
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
> Mal ehrlich.
> Stell dir vor du bist noch ganz jung,und ein Literaturgenie.
> Wäre doch doof wenn du dann kein Buch schreiben dürftest oder es kein Ansehen bekommt,wegen deines Alters...

*lach* Warum sollte ich es nicht schreiben dürfen? Vom Denken und Schreiben hält mich niemand ab, und wäre ich tatsächlich ein Genie dürfte es wohl auch kein Problem sein, einen Verlag zu finden, schließlich gibt es schon Präzedenzfälle sehr junger Autoren. Allerdings müßte ich dann zynische, doch recht erfahrene (ich denke, ich habe schon ziemlich viel gelesen in meinem Leben bisher) Leser wie mich mit meinem Klappentext, meinem Stil und meiner Geschichte überzeugen, mein Buch zu kaufen- und das ist die eigentliche Schwierigkeit. Wie gesagt, ich warte immer noch auf den oder die Autor/in unter 18, die es schafft, mich zu fesseln. Das hypothetische Genie eben.
Ich denke nicht, daß junge Autoren nicht schreiben sollten. Ich denke nur, daß meiner Erfahrung nach ihre Geschichten nichts für mich sind, weil sie einfach meinen Ansprüchen nicht genügen.

*grins* Bin übrigens selbst auch noch nicht soooo alt. Habe aber nicht die Hubris, mich als gut genug zum Schreiben einer wirklich guten eigenen Geschichte zu bezeichnen oder zu denken. Ich habe einfach nicht genug Erfahrung und warte lieber noch ein bißchen, bis ich an die Umsetzung der (durchaus vorhandenen) Ideen für Original-Stories gehe.

Cya soon!

Neli
In all those times of darkness... the light of hope will shine!
*~*Latest story addition: Die Zweite Prophezeiung 12*~*available at: http://animexx.4players.de/fanfic/?doc_modus=startseite&ff=46500&relink=%2Ffanfic%2F%3Fdoc_modus%3Dautor_liste%26autor%3D38470*~*



Von:   abgemeldet 20.11.2004 17:21
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
Schön, ich habe gerade eine ellenlange Antwort geschrieben, aber wurde wohl zwischendurch ausgeloggt... alles weg... *heul*



Von:    Starlight 21.11.2004 00:07
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
> Schön, ich habe gerade eine ellenlange Antwort geschrieben, aber wurde wohl zwischendurch ausgeloggt... alles weg... *heul*

*tröst*
In all those times of darkness... the light of hope will shine!
*~*Latest story addition: Die Zweite Prophezeiung 12*~*available at: http://animexx.4players.de/fanfic/?doc_modus=startseite&ff=46500&relink=%2Ffanfic%2F%3Fdoc_modus%3Dautor_liste%26autor%3D38470*~*



Von:   abgemeldet 25.11.2004 01:41
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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*lach*
Vllt kann ich es?
Ein Versuch wär's doch wert.
Hab nämlich zwei Bücher gekrakelt.
(erst eines raus)
Allerdings,ist's nur in Luxemburg raus -.-
Wie kann es sein,dass manche Mensche tausend Worte nicht verstehen,wenn Anderen eine einzige Geste als Antwort ausreicht?



Von:   abgemeldet 25.11.2004 01:42
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
Avatar
 
Sag mir mal bescheid^^
Wie kann es sein,dass manche Mensche tausend Worte nicht verstehen,wenn Anderen eine einzige Geste als Antwort ausreicht?



Von:   abgemeldet 25.11.2004 16:02
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
> Sag mir mal bescheid^^

Schwierig, wenn man den Titel nicht kennt, hm? ;-)



Von:   abgemeldet 25.11.2004 16:18
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
Avatar
 
Ich weiß^^'
Titel:
Wenn offene Augen nicht sehen wollen
Titel klingt doof,bezieht sich aber auf's Geschehen^^
Wie kann es sein,dass manche Mensche tausend Worte nicht verstehen,wenn Anderen eine einzige Geste als Antwort ausreicht?



Von:   abgemeldet 25.11.2004 16:27
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
Und wo ist das erschienen? Ich habe im ganzen I-Net nichts gefunden, hier auf Mexx auch nichts... ^_^"



Von:   abgemeldet 25.11.2004 16:38
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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Hier kannst du ja auch nichts finden,is doch keine FF.
Im I-net...Ich kenn da schon ein-zwei Seiten,auf denen es sein müsste.
Aber ich muss das URL überprüfen^^'
Wohnst du in Deutschland?
Wie kann es sein,dass manche Mensche tausend Worte nicht verstehen,wenn Anderen eine einzige Geste als Antwort ausreicht?



Von:   abgemeldet 25.11.2004 16:43
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
> Wohnst du in Deutschland?

Japp! Trotzdem müsste es ja bei Google zu finden sein? Oder ist es nicht gelistet?




Von:   abgemeldet 25.11.2004 17:12
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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Ne,is nur in Luxemburg raus^^
Wie kann es sein,dass manche Mensche tausend Worte nicht verstehen,wenn Anderen eine einzige Geste als Antwort ausreicht?



Von:   abgemeldet 21.11.2004 12:20
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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Ich mus zugeben, ich habe nichts dagegen, dass junge Mädels über Schwule SCHREIBEN. Es geht darum, dass sie überhaupt schreiben sollten, um zu üben. Yaoi ist besser, als eine Schreibkrise mit 12-13, die ein Talent ganz kaputt machen kann, weil man damit überhaupt noch nicht umgehen kann. Aber das sollte nicht unbedingt VERÖFFENTLICHT werden. Und vor allem ist die Erwartung, dafür jede Menge Lob zu bekommen überzogen. Ich habe, so mit 12 bis 15 auch jede Menge Mist geschrieben, aber ich bin nie auf die Idee gekommen, es jemanden lesen zu lassen, weil es mir zu peinlich war, alleine schon weil ich es für viel zu schlecht ansah. Und leider kenne ich auch zu viele wirklich gute Schreiber, die bis heute der Meinung über ihre eigenen Texte sind. Schreiben und veröffentlichen sind zwei ganz andere Dinge.

Zu dem, was Hoshiakari über das Schreiben von Figuren verschiedener Altersklassen gesagt hat.
Ich denke, das hängt von der Person ab. Ich tue mir z.B. am leichtesten, über Figuren zu schreiben, die so 4-5 Jahre älter sind als ich. Vielleicht noch 10. Ältere sind schwieriger, weil sie durch eine längere Vergangenheit und durch eine andere Lebenssituation oft total anders dargestellt werden müssen.
Und Kinder... Es fehlt schwer, einzuschätzen, wieweit ein Kind in einem bestimmten Alter ist. Was er bereits begreifen kann, welche Schlussfolgerungen ziehen usw. Zudem hängt es bei Kindern noch viel extremer als bei Erwachsenen von der Persönlichkeit ab - einer ist mit 12 so weit wie ein anderer mit 15. Entsprechend verschieden urteilen die Leser, die einen finden die Figur durchaus passend, die anderen zu altklug oder naiv.
Allerdings weiß ich nicht, ob das bei älteren Autoren weniger ein Problem ist. Ich finde, dass Kinder als "Mitspielende" einer Geschichte immer anspruchsvolle Figuren sind.

Und was Reife angeht - ich kann zwar keinen wirklich jungen Autoen anführen, aber vielleicht ist hier trotzdem ein Beispiel, das passt.
Eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen, Ursula K. LeGuin, hat ihr erstes Buch auch bereits eher in den mittleren Jahren veröffentlicht. Und seitdem merkt man, dass je später ein Buch von ihr geschrieben ist, desto mehr ist er von einer Art Güte und Weisheit durchdrungen, die mir persönlich Schauer den Rücken runter schickt. Die Bücher verlieren nicht an Vorstellungskraft oder Spannung, aber es kommt noch etwas unbeschreibliches rein. Lebenserfahrung? Weiß echt nicht, aber auf jeden Fall etwas spürbares, was sie besser macht.
Uch glaube, so ähnlich verläuft es auch mit vielen anderen Autoren. Und ich glaube nicht, dass es alleine Schreiberfahrung ist. Junge und "alte" oder einfach nur ältere vermitteln aber auch verschiedenes in ihren Texten...
------------------------------------------------------------
Wenn du einmal diese Welt verlässt, sorge nicht dafür, dass du diese Welt als guter Mensch verlässt, sondern dass die Welt, die du verlässt, gut ist.
- frei nach Bert Brecht -

NETZWERK IM NAMEN JUNGER AUTOREN --> www.ninja.here4u.de



Von:   abgemeldet 21.11.2004 14:42
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
Also, dann zum zweiten Mal =__=:

Als erstes mal etwas, was mir aufgefallen ist: Jüngere Autoren neigen (aufgrund der Persönlichkeitsentwicklung während der Pubertät, schätze ich mal), weitaus eher zu Extremen. Das heißt: Entweder die Geschichte wird Firede-Freude-Eierkuchen und ist vor Kitsch und Ideal nicht mehr zu lesen (hier mal als Beispiel "Das Orakel von Oonagh", welches als Botschaft die allumfassende Macht der Hoffnung hat, wie die Autorin immer wieder betont), oder aber sie sind übertrieben negativ (wo wir gerade bei den ganzen Rape- usw. Fics waren).
Junge Autoren neigen da sehr zu, bei älteren findet man da oft eine eher ausgewogenere (und auch realitischere) Sicht der Dinge. Natürlich gibt es auch da Ausnahmen...
Diese Extreme sehe ich als ein großes Problem an, denn sie machen manchmal eine auch gut geschriebene Geschichte nicht lesenwert, weil alles vollkommen verzerrt ist.

Ich kann ganz klar sagen, dass ich früher auch, vor allen in meinem ersten "Werk", das gnadenlos selbst ausgeschrieben habe. Das Ding wäre mit nichts mehr zu retten, mal abgesehen von der grausigen Sprache.
Dort schwank es immer sehr stark von einem Extrem ins andere, irgendwo zwischen Happy End und sinnlosem "Die Welt ist sooooo schlecht". =.="

Da kommen wir auch gleich zum nächsten Punkt: Selbstkritik, das sprach pax an (zumindest verstand ich das so). Ich wünschte, ich wäre immer so selbstkritisch gewesen, das hätte mir eine Menge Peinlichkeiten erspart. Auch heute zweifele ich da bei mir noch daran, aber kritikresistent bin ich auch nicht, immerhin etwas.
Ich würde nicht sagen, dass junge Autoren weniger selbstkritisch sind als ältere, da es auch sehr viele ältere gibt, die ihr teilweise grausames Geschreibsel als das höchste ansehen (hatte da schon mit einigen zu tun... *seufz* So etwas ist der Tod eines jeden Kommentargebers).

Trotzdem würde ich dir zustimmen, dass es bei jüngeren Autoren eher der Fall ist, dass sie kein bisschen selbstkritisch sind. Ist ein Erfahrungswert. Das traurige ist, dass sie auf Kritik von außen entweder total pampig ("Hey, kannst du das etwa besser? Ich bin erst 14, und meine Freunde fanden das toll! Wenn es dir nicht passt, dann lies die Geschichte doch nicht!!!") oder aber eingeschüchtert reagieren ("Na gut, wenn das so ist, dann höre ich besser auf zu schreiben...").
Das letztere ist sogar das schlimmere von beiden. Im allgemeinen dauert es eine Weile, bis man aufwacht und bemerkt, dass 90% von dem, was man schreibt, Mist ist. Aber es kommt, und man wird besser. Auf jeden Fall besser, als aufzuhören... Ist übrigens auch keine Frage dessen, wie man die Kritik formuliert. Wenn da nicht "Gut, weiter so, toll gemacht!" steht, sind beide Reaktion immer möglich, und das viel eher bei jüngeren Autoren.

Dann der Punkt: Als junger Autor junge Protagonisten oder auch ältere bzw. jüngere?
Das kann nur (zumindest unter den bereits veröffentlichten) eine theoretische Diskussion sein, denn bei den veröffentlichten ist die Sache entschieden:
Benjamin Lebert, "Crazy" mit 15/16 Jahren: Hauptperson 15 Jahre alt
Flavia Bujor, "Das Orakel von Oonagh" mit 12/12 Jahren: Hauptpersonen sind werden alle 14 im Buch.
Sophie Brasme, "Dich schlafen sehen" mit 16 Jahren: Haputperson: 16 Jahre alt
Freya Gräfin von Korff, "Jenseits der Zauberweiden" mit 14 (?, die Angaben schwanken zwischen 12 und 16 Jahren), Hauptperson: 13 Jahre alt.

Ich persönlich denke zwar, dass es leichter ist, Gleichaltrige glaubwürdig zu beschreiben (wenn man zu ihnen einen Draht hat) als Ältere oder gar jüngere, allerdings entsteht dadurch gerade bie Fantasy das Problem, dass der Abstand fehlen könnte. Sprich: Die Autoren könnten aus der Hauptperson viel zu schnell eine "So-wäre-ich-gerne"-Person machen, die Mary Sue in Reinform sozusagen.

Erwachsene kann man zwar beobachten, aber man bekommt dann immer nur die Oberflächlichkeiten zu sehen. Es wird schwer werden, die Gefühle und Gedanken eines Erwachsenen nachzuvollziehen, denn darauf kann man schwer von außen schließen.
Am schwierigsten finde ich aber auch tatsächlich Kinder und Jugendliche bis so ungefähr 14, 15.
Sagen wir mal so: Für Erwachsene sind viele verschiedene Verhaltenmuster glaubwürdig und möglich; man kann sich auch mal relativ kindisch benehmen, aber auch eben weise. Es gibt kluge Erwachsene, es gibt ungebildete, es gibt irgendwie unangenehme, schmierige und sehr galante, es gibt kindische Erwachsene und Spießer, es gibt eine ganze Menge.
Bei Kinder ist das nicht unbedingt so, je jüngerer sie sind, desto kleiner wird da auch der Spielraum. Es passiert zu leicht, dass man einen Kind etwas allzu Weises in den Mund legt, dass es sehr unrealistisch handelt und dass der Charakter zu ausgebildet ist, dass man zu sehr daneben liegt oder in Stereotypen abrutscht. Ich finde dass sehr schwierig, und ich denke auch, dass Kinder als Hauptpersonen nur eben für Kinderbücher geeignet sind (nicht ausschließlich, aber fast).

Jugendliche schreiben Jugendbücher? Ich würde sagen, das ist etwas, was unbedingt auch so sein muss. Erwachsene sind oft sehr weit von der Gefühls- und Gedankenwelt von Jugendlichen entfernt, eben auch, weil diese da nicht so viel preisgeben wollen.
Fast alle Jugendbücher, die von Erwachsenen geschrieben wurden, kratzen gerade mal an der Oberfläche der pubertären Problematik. Drogen, "cool sein", Markenklamotten haben, Streß mit den Eltern und das erste Mal. Über mehr geht es nicht hinaus.

Deswegen war auch Benjamin Lebert mit "Crazy" so erfolgreich. Viele Jugendliche fanden sich das erste mal angesprochen und verstanden, selbst wenn das Buch vielleicht manchen literarischen Ansprüchen nicht genügen kann. Endlich war da mal mehr als nur das übliche, es ging unter die Oberfläche (nur mal so: ja, auch ich konnte mit Crazy nicht besonders viel anfangen. Das ganze hier ist auch nur theoretisch, aber ich habe von sehr vielen Jugendlichen gehört, die das Buch einfach nur toll fanden, weil es ihre Probleme ansprach).

Hoshiakari: "Allerdings müßte ich dann zynische, doch recht erfahrene (ich denke, ich habe schon ziemlich viel gelesen in meinem Leben bisher) Leser wie mich mit meinem Klappentext, meinem Stil und meiner Geschichte überzeugen, mein Buch zu kaufen- und das ist die eigentliche Schwierigkeit."

Nun ja... Die große Sache über die jungen Autoren ist es doch gerade, dass sie NICHT überzeugen müssen - sie werden oftmals nur aufgrund des "Hypes" gekauft. Die Chance, dass ein Buch von einem Neuling unter 18 erfolgreich wird, ist tausendmal höher als die Chance, dass ein Buch von einem Neuling von über 30 auch nur von einem Verlag genommen wird (es sei denn, diese Person stand schon vorher im öffentlichen Interesse). Okay, vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ihr wisst, was ich meine?
Crazy war ein Besteller, Eragon war DER Bestseller überhaupt, Das Orakel von Oonagh ebenfalls... Die Verlage rechnen das sich schon aus, dass die Leute das Buch um des Autorens willen und eben des "Hypes" kaufen. Natürlich gibt es Ausnahmen, die noch Wert auf Qualität legen, aber die Verkaufszahlen zählen da eben mehr. Überzeugend ist vielleicht nicht unbedingt jedes dieser Bücher.

Eins noch zu Eragon: Eragon scheint tatsächlich eines der besseren Bücher von Autoren unter 18 zu sein. Zwar hatte Christopher Paolini die Gelegenheit, es mit 19 noch einmal zu überarbeiten, aber sprachlich ist es schon relativ gut. Die Geschichte erinnert angeblich manchmal ein bisschen an HdR udn die Beschreibung sind ein wenig ausufernd, aber ansonsten hat es wenigstens nicht die üblichen Mängel sprachlicher und rein erzählerischer Natur.
Vielleicht lohnt sich ein Blick dort eher.

"Jenseits der Zauberweiden" ist nicht wirklich Magical Girl, glaube ich, ich weiß es jetzt gar nicht... Ich habe das Buch noch nicht gelesen und werde es auch nur tun, wenn es mal in der Bibliothek zu haben ist. Es ist eben das übliche, Mädchen kommt in fremde Welt, muss da irgendetwas vor "Dem Bösen" retten, zusammen mit den obligatorischen Freunden... Nun ja, auf jeden Fall geht es wohl doch in Richtung "Magical Girl", mal schauen.

Hier ist übrigens noch einmal die Verlagsbeschreibung des Buches:

"Blitze zuckten über den Himmel, der Sturm zerrte an den Bäumen. In einer solchen Nacht beschloß Freya Gräfin von Korff, Romane zu schreiben - Fantasy-Romane. Damals war sie zwölf. Mit dreizehn hatte sie eine zündende Idee, mit vierzehn veröffentlichte sie ihren ersten Text und zahlte die Druckkosten von ihrem Taschengeld. Der Roman »Jenseits der Zauberweiden« erzählt die Geschichte des Waisenmädchens Selina Albion, das als Kleinkind vor den Toren eines alten Schlosses ausgesetzt wird und mit dreizehn den Auftrag erhält, einen magischen Stein vor den Mächten des Bösen zu retten. Mit einem geflügelten Hengst und zum Leben erwachten Wasserspeiern macht sie sich auf die Reise in das Land jenseits der Zauberweiden. "

Beim Cover frage ich mich echt, was man zu erwarten hat:

http://images-eu.amazon.com/images/P/3492700373.03.LZZZZZZZ.jpg

*kopfkratz* Ein bisschen bunt...


Liebe Grüße,

MyKona




Von:    Pinselohr 21.11.2004 19:26
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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> Das heißt: Entweder die Geschichte wird Firede-Freude-Eierkuchen und ist vor Kitsch und Ideal nicht mehr zu lesen (hier mal als Beispiel "Das Orakel von Oonagh", welches als Botschaft die allumfassende Macht der Hoffnung hat, wie die Autorin immer wieder betont), oder aber sie sind übertrieben negativ (wo wir gerade bei den ganzen Rape- usw. Fics waren)

Dieses Friede-Freude-Eierkuchen kommt sicher daher, dass viele Autoren dieses Gefühl auch wirklich übermitteln wollen. Die Hoffnung nie aufzugeben halte ich zum Beispiel für einen sehr schönen Gedanken.
Ich stimme dir aber zu, es kommt darauf an, wie der Gedanke vermittelt wird. Es aller drei Zeilen zu erwähnen, ist nicht sehr klug, weil der Leser sich verar***t vorkommt. Als Leser möchte ich mir selbst eine Moral, einen persönlichen Gedanken in er Story suchen, und keines vom Autor fertig vorgesetzt bekommen. Wozu soll ich dann das Buch noch lesen?

>Ich kann ganz klar sagen, dass ich früher auch, vor allen in meinem ersten "Werk", das gnadenlos selbst ausgeschrieben habe. Das Ding wäre mit nichts mehr zu retten, mal abgesehen von der grausigen Sprache.

Ich denke, kein Autor ist schon beim ersten Text perfekt. (Mal von der vielzitierten Ausnahme abgesehen... Z.B. W.J. Maryson, der sagt (Auszug aus einem Interview): Ich fand eine alte Geschichte [...] und beschloss, daraus eine Fantasygeschichte zu machen. [...]Meine Frau hat dann gesagt: Schick das mal einem Verlag. Ich sandte den Text an drei Verlage ... und zwei wollten ihn sofort veröffentlichen.“ Das ist der Traum-Verlauf der Dinge für jeden Autor, aber eben in den seltensten Fällen wahr.)

>Das traurige ist, dass sie auf Kritik von außen entweder total pampig ("Hey, kannst du das etwa besser? Ich bin erst 14, und meine Freunde fanden das toll! Wenn es dir nicht passt, dann lies die Geschichte doch nicht!!!") oder aber eingeschüchtert reagieren ("Na gut, wenn das so ist, dann höre ich besser auf zu schreiben...").

Besonders das erste Zitat ist ja der Lieblingsspruch vieler Hobby-Schreiber, die einfach nur Lob und Anerkennung wollen. Wohl dem, der sagen kann „Ja, ich kann es besser.“ (und bin erst 15 :P )
Aber, um es mit einer Freundin zu sagen: „Muss ich Koch sein, um zu erkennen, dass die Suppe versalzen ist?“

>Ich persönlich denke zwar, dass es leichter ist, Gleichaltrige glaubwürdig zu beschreiben (wenn man zu ihnen einen Draht hat) als Ältere oder gar jüngere, allerdings entsteht dadurch gerade bie Fantasy das Problem, dass der Abstand fehlen könnte. Sprich: Die Autoren könnten aus der Hauptperson viel zu schnell eine "So-wäre-ich-gerne"-Person machen, die Mary Sue in Reinform sozusagen.

So hat’s bei mir auch angefangen XD
Aber mal ehrlich, wer will so was schon lesen? Ich könnte mich mit keiner Figur identifizieren, die eh alles besser weiß, alles kann, keine Fehler hat... Jeder hat Fehler. Jeder hat Schwächen. Hat eine fiktive Figur diese nicht, kann sie nie den Status erreichen, lebensecht zu werden.
Ja, es ist mir klar, dass ich nie einem Dunkelelfen begegnen werde, weil dieser nicht echt IST – aber wenn der Charakter gut beschrieben ist, könnte ich der Ansicht sein, ihm über den Weg laufen zu können... War das jetzt verständlich? Oo

> Nun ja... Die große Sache über die jungen Autoren ist es doch gerade, dass sie NICHT überzeugen müssen - sie werden oftmals nur aufgrund des "Hypes" gekauft. Die Chance, dass ein Buch von einem Neuling unter 18 erfolgreich wird, ist tausendmal höher als die Chance, dass ein Buch von einem Neuling von über 30 auch nur von einem Verlag genommen wird (es sei denn, diese Person stand schon vorher im öffentlichen Interesse). Okay, vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ihr wisst, was ich meine?

Ich verstehe deine Gedankengänge. Trotzdem sieht die Wahrheit leider so aus, dass man mit einem „du bist zu jung zum Bücher schreiben“ abgefertigt wird. Manche Verlage vertrauen auf den Hype, was mMn aber kein Aushängeschild für diesen Verlag ist. Bücher sollten gedruckt werden, weil sie gut sind – nicht, weil alle so was lesen wollen.

> Blitze zuckten über den Himmel, der Sturm zerrte an den Bäumen. In einer solchen Nacht beschloß Freya Gräfin von Korff, Romane zu schreiben - Fantasy-Romane.

DAS ist schon mal kein guter Anfang. Jeder Autor hat irgendwann die Idee, ein Buch zu schreiben, aber „einfach so“ (wahrscheinlich hatte sie in besagter Nacht eh nix anderes zu tun) klingt seltsam.
Was mich besonders stört, ist dieses „beschloss“ – ich könnte es verstehen, wenn da stünde „hatte Freya Gräfin von Korff zum ersten Mal die Idee, einen Roman zu schreiben“ – aber dieses beschloss heißt für mich, dass sie dasaß und dachte „Hach, ich schreib einfach mal ein Buch, das ist ja jetzt modern.“

> Der Roman »Jenseits der Zauberweiden« erzählt die Geschichte des Waisenmädchens Selina Albion, das als Kleinkind vor den Toren eines alten Schlosses ausgesetzt wird und mit dreizehn den Auftrag erhält, einen magischen Stein vor den Mächten des Bösen zu retten. Mit einem geflügelten Hengst und zum Leben erwachten Wasserspeiern macht sie sich auf die Reise in das Land jenseits der Zauberweiden.

Das typische Muster also. Schon allein der Name „Selina Albion“ trieft ja vor Klischee. Ausgesetztes Mädchen muss mit Freunden Welt retten. Nyo, nicht gerade der Knaller von Idee, aber wer weiß, vielleicht ist es ja wenigstens gut geschrieben.

> Beim Cover frage ich mich echt, was man zu erwarten hat

ach du Sch***e... Das ist ja grässlich >.<° nein, ein solches Cover würde mich in den Selbstmord treiben. Erinnert mich ein wenig an Kinderbuch, so a la „Erstes Lesealter“ oder so... Boah, ne, das isses echt nicht. Schon das Cover würde mich davon abhalten, das Buch zu kaufen >.< Hey, ja, das Motiv st ja nett, aber die Umsetzung... Ich wette, in dem Buch verliebt sich das Mädel in nen Prinzen, daher die Burg in dem Herz im HG *grusel*
Sorry, dass ich so geschockt reagiere, aber als 15-Jährige würde ich doch schon gewisse Ansprüche an ein Cover stellen. Mitspracherecht beim Cover wäre für mich persönlich unheimlich wichtig.
Falls mein Roman jemals veröffentlicht wird, möchte ich bitte ein schönes Cover – so eins wie für „Das Buch des Feuers“ oder „Das Buch des Sturms“, mirwegen auch solche quietschigen Cover wie die für Terry Pratchett, aber doch nicht so was oO (Am liebsten natürlich so n schönes, realistisch gezeichnetes Motiv, mystisch angehaucht *träum**räusper*)

Greez,
white

http://ninja.4nm.de
****
Oh Ägypten! Ägypten! Von deinem Wissen werden nur Fabeln übrigbleiben, die späteren Geschlechtern unglaublich dünken. (Lucius Apuleius)
***
http://animexx.4players.de/fanfic/?doc_modus=autor_liste&autor=39305



Von:   abgemeldet 25.11.2004 17:14
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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Menschenskinder,...da haben aber ein paar ziemlich lange Beiträge geschrieben...o_o'
Aber zum Thema darf ich sagen,dass ich selbst schreibe (bin jetzt 16 und hab mit 12 angefangen) und kenne auch mind. eine junge Autorn die richtig professionel (also gut) ist!
Aber ich glaub das hängt vom Individuum ab...
Es gibt ja schließlich auch genug Kinder/Jugendliche die einen weitaus höheren IQ und Wissensgrad ham,als der durchschnittserwachsene...und normalerweise lässt sich ja auch kein Erwachsener von'nem Kind was erklären...
So,...mein Beitrag zum Thema!
Blessed be,Damned!



Von:    Starlight 25.11.2004 18:39
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
> Menschenskinder,...da haben aber ein paar ziemlich lange Beiträge geschrieben...o_o'
> Aber zum Thema darf ich sagen,dass ich selbst schreibe (bin jetzt 16 und hab mit 12 angefangen) und kenne auch mind. eine junge Autorn die richtig professionel (also gut) ist!
> Aber ich glaub das hängt vom Individuum ab...
> Es gibt ja schließlich auch genug Kinder/Jugendliche die einen weitaus höheren IQ und Wissensgrad ham,als der durchschnittserwachsene...und normalerweise lässt sich ja auch kein Erwachsener von'nem Kind was erklären...
> So,...mein Beitrag zum Thema!
> Blessed be,Damned!


*lach* Ich würde einmal bezweifeln, daß der IQ etwas mit der Fähigkeit, gut zu schreiben zu tun hat. Ist natürlich meist ein Indikator, daß mehr gelesen wurde, aber trotzdem...

Okee, ich kenne auch einige gute junge Autoren. Allerdings schrieben diese noch keine eigenen Romane!

Happy Thanksgiving!

Neli
In all those times of darkness... the light of hope will shine!
*~*Latest story addition: Die Zweite Prophezeiung 12*~*available at: http://animexx.4players.de/fanfic/?doc_modus=startseite&ff=46500&relink=%2Ffanfic%2F%3Fdoc_modus%3Dautor_liste%26autor%3D38470*~*



Von:   abgemeldet 25.11.2004 22:18
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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Ich hab ein Buch mit ner Freundin geschrieben.
Die einzige Kritik die wir erhalten haben,war das Thema.
Wir seien noch zu jung umm über soetwas zu schreiben.
Wir sollten da besser die Finger von lassen.
Mit anderen Worten:
Verschließ ruhig die Augen vor den Problemen.
Ist doch egal wenn Andere leiden.
Wenn du nicht helfen musst,dann tu's auch nicht!
Das Motto verschiedener Menschen...
Wie kann es sein,dass manche Mensche tausend Worte nicht verstehen,wenn Anderen eine einzige Geste als Antwort ausreicht?



Von:   abgemeldet 25.11.2004 22:27
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
Ich würde das auch anders sehen: Wenn man von Problemen anderer berichtet, dann kann es auch sein, dass man sie durch eine bestimmte Auslegung verletzt.
Gerade bei Problemen kann das sehr leicht passieren, ohne dass man es merkt.

Ich kenn' die Geschichte nicht, ich weiß nicht, worum es geht, deswegen kann das jetzt nur eine allgemeine Aussage sein.

Das ist aber nicht nur eine Sache von jungen Autoren, sondern auch von Erwachsenen. Ich habe da schon einiges gelesen, was nur noch plump war, und manchmal befürchte ich, dass ich an Sachen zu naiv und mit einem falschen, ja vielleicht sogar verherrlichendem Ansatz herangehe.

MyK

PS: Übrigens verstehe ich nicht ganz, wieso ich auf die Luxemburgischen Seiten mit der Geschichte nicht zugreifen können sollte... ´^_^` Warum sollte das nicht gehen...?



Von:   abgemeldet 25.11.2004 22:39
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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Wir rden ja von der Allgemeinheit,und von mehrern Problemen,nicht auf jemanden oder etwas speziallisiert.

P.S.:
Ich meinte nicht dass es nicht geht,vielmehr,muss ich das URL nachprüfen(wenn die Seiten noch bestehen)
Und kannst lux. oder franz.?
Wie kann es sein,dass manche Mensche tausend Worte nicht verstehen,wenn Anderen eine einzige Geste als Antwort ausreicht?


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