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Thread: Junge Autoren (?)

Eröffnet am: 26.05.2004 23:37
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 Jim Junge Autoren (?) 10.09.2005, 00:18
Junge Autoren (?) 10.09.2005, 01:13
Junge Autoren (?) 10.09.2005, 11:42
 Jim Junge Autoren (?) 10.09.2005, 16:18
Junge Autoren (?) 10.09.2005, 20:57
 lillymaus Junge Autoren (?) 10.09.2005, 19:48
 Jim Junge Autoren (?) 10.09.2005, 21:22
Junge Autoren (?) 11.09.2005, 21:09
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Von:    Jim 10.09.2005 00:18
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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Also ich halte Lebenserfahrung eigentlich eher dann für wichtig als Autor, wenn man etwas realistisches schreiben möchte z.B. Dinge ala "Confidental Confessions" (isn Manga, ich weiß, aber das ist mir spontan am ehesten eingefallen) oder, um mla nen Film zu nennen, sowas wie "Crazy". Bei oslchen dinge halt eich Lebenserfahrung für wichtig.

Für sowas wie Fantasy ist eher, wie der Name schon sagt, die Fantasie wichtig. Gut schreiben können muss man natürlich auch noch, aber ich denke in edr Hinsicht ist einfach Talent & Übung das A und O.
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Von:   abgemeldet 10.09.2005 01:13
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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...Ich denke Lebenserfahrung ist in dem Sinne auch bei Fantasy wichtig, dass man die Emotionen kennen muss um sie zu beschreiben und es darf auch nicht rein der Fantasie entspringen, sonst wirkt es zu platt...wenn jmd keine eigenen Erfahrungen einbaut, kann das Buch nicht gut werden, da es platt, identitätslos und unoriginell wird...
Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich jemand ernsthaft mit etwas identifizieren und verbunden fühlen kann, was nicht in irgendeiner art auf eigener Erfahrung und persönlichen Emotionen beruhrt.. Ich kann das zumindest nicht...
To resist is to piss in the wind,
anyone who does will end up smelling.
Knowing this, why do I defy?
Because my inner voice is yelling!
Zuletzt geändert: 10.09.2005 01:14:36



Von:   abgemeldet 10.09.2005 11:42
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
Ein verdammt gutes Beispiel für "Erfahrungen einsetzen in Fantasy" ist Stephen King. Der Mann hat eine Menge durchgemacht, wenn man "Der Dunke Turm" liest, kommt das ganz klar herüber. Die Charaktere - Stephen King kann Charaktere wie kaum ein zweiter, immer an den Abgründen der menschlichen Seele - sind realistisch; man hat einen Drogenabhängigen, einen Alkoholiker und er war beides; einen alternden Mann zwischen Kampf und Hoffnung - es ist einfach großartig.
Ein Jugendlicher könnte so etwas in fast keinem Fall schreiben, allein, weil nicht (nur) die Erfahrung, sondern vor allem der Umgang damit fehlt.
Ich würde also weniger sagen, dass die Erfahrung fehlt, als meistens die Auseinandersetzung damit. VIele Menschen erreichen diesen Punkt im Leben nie, aber mir sind nur sehr wenig Jugendliche begegnet, die in irgendeiner Art und Weise zu einer umfassenden Selbstreflexion in der Lage waren.

Ich kann von mir ja mal sagen, dass ich mal versucht habe, eine Geschichte über jemanden zu schreiben, der ca. 50 war, männlich und eine Menge durchgemacht hat. Es war verdammt schwierig, und ich habe es dann auch verschoben, weil es eben nahezu nicht geht. Es funktioniert nicht so einfach: Jemand wir enttäuscht, verraten, deswegen vertraut er niemandem mehr, die ganzen Abläufe in einem Menschen sind so verdammt komplex... Argh!

Liebe Grüße,

MyKona ;)




Von:    Jim 10.09.2005 16:18
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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Also King kenne ich sehr gut, weil ich den sehr gerne gelesen habe (auch wenn ich das was ich vom "Dark Tower" gelesen habe ziemlich mies fand). Und das King sowieso ne recht eigene Schreibweise hat, nicht nur auf seine Charaktere bezogen, ist denke ich klar. Der Mann kann einfach "anders" schreiben, und das nicht nur auf Erfahrungen bezogen. Denn ich glaube kaum das der Mann Auftragsmörder war ^_~

Darum halte ich auch, wie gesagt, Talent und Übung für sehr wichtig (um mal eine Serie zu quoten: Harte Arbeit kann Talent übertreffen, wenn das Talent nicht hart arbeitet). Vor allem Übung!
Ich schreibe jetzt seit mehr als sieben Jahren, ich weiß wie ich damals geschrieben habe und ich weiß wie ich heute schreibe. Der Unterschied ist nichts anderes als harte Übung. Ohne Übung gehts einfach nicht, ich denke da sind sich alle einig. Ich schreibe nur sehr wenige Sachen wo ich sage "So, damit kann ich mich identifizieren", aber ich denke das ich meinen "Job" gut mache. Klar fließen auch hin und wieder Sachen von mir persönlich ein, aber das ist eher selten der Fall. Dennoch denke ich das ich meine Charaktere gut ausarbeite. Und ich denke das es bei vielen anderen Autoren genau so ist...
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Von:   abgemeldet 10.09.2005 20:57
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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>(um mal eine Serie zu quoten: Harte Arbeit kann Talent >übertreffen, wenn das Talent nicht hart arbeitet). Vor allem >Übung!
>
...Ich finde Talent wichtiger...wenn man kein Talent hat, kann man noch so viel üben, da wird halt nix drauß... Man braucht das richtige Gefühl dafür...


>Ich schreibe nur sehr wenige Sachen wo ich sage "So, damit kann >ich mich identifizieren", aber ich denke das ich meinen "Job" gut >mache. Klar fließen auch hin und wieder Sachen von mir persönlich >ein, aber das ist eher selten der Fall. Dennoch denke ich das ich >meine Charaktere gut ausarbeite. Und ich denke das es bei vielen >anderen Autoren genau so ist...
>
...Nja, ansichtssache, ne? Also, ich kann etwas nicht für wirklich gut empfinden, wenn keine echten Emotionen dabei sind...keine Einflüsse aus dem eigenen Leben...
Aber...Ansichtssache... Ich bin halt Empath, ich find das wichtig... Kann sich alles noch so hübsch anhören, wenn nicht ein Stück der eigenen Seele drinsteckt...

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Von:    lillymaus 10.09.2005 19:48
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*puh*
War doch 'ne ganz schöne Menge zum lesen :)

Also zu den vorher erwähnten Büchern... dieses Mädchen, das sozusagen ihr Tagebuch veröffentlicht hat... ich hab' mir die Leseprobe durchgelesen, aber ansprechend fand ich sie nun wirklich nicht. Sie schreibt drei Seiten lang über ihre Verwandten, wie spannend. Und dann erinnert sie mich an eine Klassekameradin, die leider, leider, sehr, sehr, sehr eingebildet ist. So viel mal dazu.

Ist klar, dass sich viele "Teenies" dieses Buch zulegen, weil sie damit halt im Trend liegen. Ist doch voll cool, mit 13 an AIDS zu erkranken. (Ist ein wenig übertrieben, ich weiß ...)

Und nun zu dem eigentlichen Thema.
Ich bin fest davon überzeugt, dass Kinder keine wirklich guten Bücher veröffentlichen können. Und ich meine damit auch nur Kinder.
Wenn ich mir überlege, dass mein Cousin, der gerade mal 8 ist, ein Roman veröffentlicht... witzig.

Hallo? Als ich 8 war, habe ich gerade angefangen, zu begreifen, was Lesen eigentlich ist (nämlich einfach bezaubernd XD). Ich erwarte von keinem Kind, dass es in dem Alter einen Bestseller schreibt, und ich denke sogar, dass das auch nicht allzu vorteilhaft wäre.

Wer traut sich schon, einem 8jährigen zu sagen, dass seine Geschichte schlecht ist? Natürlich gibt es die "Talente", aber selbst die sind einfach noch nicht dazu "fähig", eine Geschichte zu schreiben, wie es einer wäre, der schon jahrelange Erfahrung gesammelt hat.

Und zu den Jugendlichen... na ja. Da bin ich ja zweigeteilter Meinung. Zum einen, kann es sehr wohl Leute geben, die die "Idee" schlechthin haben und dazu auch noch das nötige Talent... aber wieso nicht weiter üben, bis der Stil möglicherweise ausgereifter ist und man auch schon Erfahrungen gemacht hat?


Dieses eine Mädchen... die plötzlich "beschlossen" hat, Autorin zu werden... neeeee. Das hört sich doch wirklich komisch an.
Na ja, jedem das seine! Ich beschließe auch einfach mal, Autorin zu werden. Ideen habe ich ja XD *leise lach*



Alex
(ich glaube, ich gehöre zu den Menschen, die 1000 Wörter schreiben und damit doch nichts aussagen! *g*)
Douji XD
http://animexx.4players.de/doujinshi/zeichner.phtml?id=87201
~~* Forca Portugal *~~
^°Amar sin Mentiras°^
*portugal fähnchen schwenk*



Von:    Jim 10.09.2005 21:22
Betreff: Junge Autoren (?) [Antworten]
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Also etwas von der Seele gebe ich aber auch in jede Story. In jeder Story von mir steckt Herzblut und Schweiß drin, ich gebe mir jedes Mal Mühe das Beste zu geben - und das sollte auch selbstverständlich sein!
Aber ich glaube ich würde viel zu schnell Gefahr laufen einen Self-Insert zu schaffen, wenn ich zu viele meiner Gefühle/Erfahrungen in einen Charakter legen würde.
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Von:   abgemeldet 11.09.2005 21:09
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>Also etwas von der Seele gebe ich aber auch in jede Story. In >jeder Story von mir steckt Herzblut und Schweiß drin, ich gebe >mir jedes Mal Mühe das Beste zu geben - und das sollte auch >selbstverständlich sein!
>
Ja, klar, das meinte ich aber nicht... Wobei, das was du da sagst, behauptet an sich jeder Künstler, selbst die bei denen das nicht stimmt... Das soll nicht heißen, dass das bei dir nicht stimmt...es ist halt leider nur zu solch einer abgedroschenen Phrase geworden, die man kaum noch ernst nehmen kann...

>Aber ich glaube ich würde viel zu schnell Gefahr laufen einen >Self-Insert zu schaffen, wenn ich zu viele meiner >Gefühle/Erfahrungen in einen Charakter legen würde.
>
...Selbst Gustav Flaubert sagt, dass er "Madam Bovary" IST... Obwohl da ja dieses immense Geschlechter-Problemchen besteht...n_n''
Ich finde das halt wichtig, man sollte sich selbst in jeder Figur wiederfinden und seine eigene Seele darin entdecken können, sonst ist das für mich halt nix... Für mich reicht es halt nicht, wenn man alles über die Person niedergeschrieben hat, wie Mutter und Vater heißen, was das Lieblingsessen ist und all sowas (versteht mich nicht falsch, ich weiß natürlich auch das über all meine Figuren), da gehört mehr dazu um eine ECHTE Person zu erschaffen...

Ist aber wie gesagt, meine Meinung...und eine Außenseiter-Meinung noch dazu, weil ich wie gesagt Empath bin und das eh alles viel enger seh...n_n''

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